Leichte Gravelfelge / Laufradsatz - zu schwach zum graveln? DT Swiss XR 391 etc. - Alternativen, Erfahrungen, Empfehlungen?

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Hallo!

Ich bin auf der Suche nach einem zweiten Laufradsatz für mein Gravel.
Während mein erster (XM421/32L/350) fürs bikepacking/Reisen mit Gepäck ausgelegt ist, soll der neue für tägliche Touren ohne Beladung möglichst leicht, aber ausreichend stabil sein.
Maulweite/Innenweite sollte im Bereich 24/25mm sein.

Welche leichten Felgen sind zu empfehlen?
Sind diese ausreichend genug für den Graveleinsatz?
Erfahrungen?

Bei den Alufelgen (was mir am liebsten wäre) denke ich an die leichte DT Swiss XR 391, bin mir aber wirklich unsicher, ob diese doch nicht zu schwach ist (die GR 531 ist dann doch etwas schwer....).
Alternativ evtl. die RR 481, welche aber nur eine Innenweite von 22mm hat (werde Reifen im Bereich 47-50 fahren).

Was denkt ihr?
Vielen Dank für Euren Rat!
 
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Dein Gewicht wäre natürlich ein relevanter Parameter.
prinzipiell geht die XR391, alternativ sogar sowas wie eine Newmen X.A.25 SL, die ist nochmal ein ordentliches Stück leichter.
Die RR 481 würde ich absolut nicht in Erwägung ziehen, da kannst du auch einfach deinen ersten LRS fahren.
 
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Gibt von Newmen ja auch einen Laufradsatz für Gravel. Sind die X.R.25. Gibt es in Alu und Carbon.
Die DTSwiss XR391 sollte auch mehr als ausreichend stabil sein. Ist ja eine MTB Felge mit entsprechend niedrigem Profil. Die Road Felgen mit höherem Profil wiegen halt deutlich mehr.

Ob Aero am Gravel sinnvoll ist? Ich denke für mich nicht.

Also meine Frau fährt die o.g. Newmen in Alu. Aufbauqualität fand ich eher mittelmäßi. Sind aber mit etwas über 1400g leicht. Selbst fahre ich die XA25 Newmen Felge mit DTSwiss 350er Naben vom Laufradbauer. Etwas schwerer, aber deutlich besser aufgebaut.
 
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Einen Unterschied zwischen 22 und 24mm Maulweite spürst weder Du noch ein Profi. Das ist nur Kopfsache.
Ich bin da von @felixthewolf 's hier im Forum immer wieder wiederholtem Abraten schmalerer Felgen (unter 24/25i) bei Verwendung von Reifen mit 47/50 Reifenbreite ausgegangen.

Bezüglich Gewicht: da keine zusätzliche Beladung geplant ist (außer evtl einem kleinen framepack), wird wohl das Systemgewicht nicht über 90-100kg sein.
Und hohe Luftdrücke machen bei der Reifenbreite eh keinen Sinn.
 
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Ich bin da von @felixthewolf 's hier im Forum immer wieder wiederholtem Abraten schmalerer Felgen (unter 24/25i) bei Verwendung von Reifen mit 47/50 Reifenbreite ausgegangen.

Bezüglich Gewicht: da keine zusätzliche Beladung geplant ist (außer evtl einem kleinen framepack), wird wohl das Systemgewicht nicht über 90-100kg sein.
Und hohe Luftdrücke machen bei der Reifenbreite eh keinen Sinn.

Felix ist eine absolute Kompetenz in Sachen Laufradbau. Seine Aussage hat zu 100% Hand und Fuß. Dennoch garantiere ich Dir, daß niemand !!! 2mm spüren wird. Weder Felix noch sonst irgend jemand. Da ist auch immer ein bisschen Marketing und "haben wollen" dabei. Das fängt schon dabei an, daß Dein Manometer vermutlich um 0,1 bar ungenau ist. Und ob Du nun mit 2,5 oder 2,6bar fährst wirst Du somit nie erfahren.
 
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Da will ich @filiale widersprechen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man zwei Millimeter breitere Felgen definitiv spürt und wenn nur im direkten Vergleich. Allein aufgrund der Tatsache, dass mehr Felgenbreite bei sonst gleicher Geometrie der Felge dem selben Reifen so viel mehr Volumen gibt und sich damit sowohl Aufstandsfläche als auch die Form der Flanke teilweise stark verändern. Beides beeinflusst das Verhalten des Reifens und auch nicht nur was den Komfort und Rollwiderstand angeht, sondern auch das Verhalten bei Einwirkung lateraler Kräfte. Alles vorteilhafte Effekte die man durchaus mitnehmen sollte, gerade bei breiten Schlappen.
 

felixthewolf

Light-WOLF
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Felix ist eine absolute Kompetenz in Sachen Laufradbau. Seine Aussage hat zu 100% Hand und Fuß. Dennoch garantiere ich Dir, daß niemand !!! 2mm spüren wird. Weder Felix noch sonst irgend jemand. Da ist auch immer ein bisschen Marketing und "haben wollen" dabei. Das fängt schon dabei an, daß Dein Manometer vermutlich um 0,1 bar ungenau ist. Und ob Du nun mit 2,5 oder 2,6bar fährst wirst Du somit nie erfahren.
Das ist kein Marketing sondern schlicht die Idee: wenn du schon viel Geld ausgibst, dann kauf dir das best mögliche.
wer 22mm fährt und damit gut klar kommt, der muss sich sicher keinen neuen LRS kaufen, um mit 24mm ganz anders fahren zu können.
Aber wer gerade etwas neues kaufen will, sollte halt das richtige kaufen.

Gruss, Felix
 
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@felixthewolf was für Felgen (Alu) würdest du deinen Kunden in dem Fall empfehlen, mit welchen hast du gute Erfahrungen gemacht?
(möglichst leicht, Nutzung mit 47-50er Reifen, keine zusätzliche Beladung/bikepacking, Systemgewicht um die 90-100kg)
 
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Bei den Alufelgen (was mir am liebsten wäre) denke ich an die leichte DT Swiss XR 391, bin mir aber wirklich unsicher, ob diese doch nicht zu schwach ist
Ich fahre mit 125 kg Systemgewicht als Winter LRS die XR361 mit DT350 J Bend Nabe.
Viel Schotterwege, aber keine Trails. Fährt sich mit Gravel M 40mm sehr gut.

Leichte und stabile Alufelgen findest du sonst noch bei Duke.
 
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Da will ich @filiale widersprechen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man zwei Millimeter breitere Felgen definitiv spürt und wenn nur im direkten Vergleich. Allein aufgrund der Tatsache, dass mehr Felgenbreite bei sonst gleicher Geometrie der Felge dem selben Reifen so viel mehr Volumen gibt und sich damit sowohl Aufstandsfläche als auch die Form der Flanke teilweise stark verändern. Beides beeinflusst das Verhalten des Reifens und auch nicht nur was den Komfort und Rollwiderstand angeht, sondern auch das Verhalten bei Einwirkung lateraler Kräfte. Alles vorteilhafte Effekte die man durchaus mitnehmen sollte, gerade bei breiten Schlappen.

Wir machen eine Blindfahrt und ich verwette ein Jahresgehalt dass Deine Ratequote bei 50% liegt. Das ist doch wie beim Essen. Da werden die "besten " Köche angeheurt und erraten noch nicht mal ob sie veganes oder richtiges Fleisch vor sich liegen haben. Wenn Du Dir 2mm auf dem Messschieber anschaust...das ist so wenig...da verändert sich die Breite des 50mm Gravel Reifen gar nicht. Bei 5mm wäre das etwas anderes. Bei 25mm Rennradreifen sieht es auch wieder anders aus, denn da ist das Verhältnis Innenmaulweite zu Reifenbreite viel geringer und der Einfluß entsprechend höher. Daher sind die alten GP4000 Reifen auch alle so breit, die wurden von Conti für 17c Felgen konzipiert. Nachdem nun die Innenmaulweite immer breiter geworden ist, hat Conti nachgezogen und den GP5000 so entwickelt, daß er auch bei 20-22c noch maßhaltig ist. Es liegt daher auch am Reifen selbst, ob dieser mit zunehmender Innenmaulweite breiter baut. Daher kann man pauschal nicht sagen, das mehr C immer besser sei. Es ist die Kombination die passen muß.
 
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Das ist kein Marketing sondern schlicht die Idee: wenn du schon viel Geld ausgibst, dann kauf dir das best mögliche.
wer 22mm fährt und damit gut klar kommt, der muss sich sicher keinen neuen LRS kaufen, um mit 24mm ganz anders fahren zu können.
Aber wer gerade etwas neues kaufen will, sollte halt das richtige kaufen.

Gruss, Felix

Da stimmt ich Dir zu, wenn neu, sollte man versuchen das maximal Mögliche rauszuholen.
 

a.nienie

<.v.n.+.
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@the border of the hinterland
fahre am starrgangcrosser die newman sl x.a.25 (32 loch), gewogen habe ich sie nicht, sind mit 400g angegeben. die machen bis jetzt auch mtb trails mit ohne zu mucken. skidden bringt ja auch immer kraft von der seite auf die felge, das können sie wohl ab.
bringe aber fahrfertig deutlich weniger gewicht von oben drauf. vielleicht 85kg... lang nicht mehr gewogen, aber habe immer ne menge material dabei ;-)
 
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Ich fahre mit 125 kg Systemgewicht als Winter LRS die XR361 mit DT350 J Bend Nabe.
Viel Schotterwege, aber keine Trails. Fährt sich mit Gravel M 40mm sehr gut.

Leichte und stabile Alufelgen findest du sonst noch bei Duke.
in welcher Kombination (Reifenbreite) fährst du die XR361 (22,5i)?

Danke für eure Empfehlungen!

Die Newmen ist ja schon sehr leicht, geht ja in Richtung der XR391 - auch von der Breite/Felgenhöhe. Wie mir scheint, aber hookless.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der SL XA25 und der SL XR25?
 
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Mit dem Systemgewicht bin ich auch bei deinen angepeilten 90-100 kg. Ich fahre derzeit die Newmen SL XA 25 als 650b Satz. Ich fahre 50/50 Straße und Waldautobahn und bisher bin ich mit den Felgen sehr zufrieden. Der Aufbau war vollkommen problemlos und bis jetzt haben sie ohne zu murren und zu knurren alles weggesteckt. Das mit dem hookless halte ich für unproblematisch. Ich fahre ebenfalls die Pirellis und eigentlich sind die für hookless nicht freigegeben, Probleme hatte ich deshalb aber noch nie. Die sind bisher 4000km gelaufen.
 

2RadBanause

Flachlandradler
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Während mein erster (XM421/32L/350) fürs bikepacking/Reisen mit Gepäck ausgelegt ist, soll der neue für tägliche Touren ohne Beladung möglichst leicht, aber ausreichend stabil sein.
Du möchtest also leichter werden an der Felge, als XM 421? Die nächst leichtere Stufe ist von DT Swiss die XR 391 (nahezu identische Maße). Die ganzen rennradeligen DT-Felgen haben ein höheres (derzeit relativ rundes) Profil. Das macht sie bei radialer Belastung steifer. Mit vergleichbarer Breite sind Sie auch alle schwerer.
Also wenn Du von DT Swiss was Leichteres als die XM 421 bei ähnlicher Maulweite suchst, bleibt nur die XR 391. Ich denke, dass es in der Gewichtsklasse der XM 421 nicht mehr um das Gewicht geht, sondern um die Steifigkeit. Die XM 421 ist schon verdammt leicht.
 

xrated

Nabennarben
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Aero kann man wohl eher vernachlässigen bei den Geschwindigkeiten.
Rollwiderstand gibt es kleine Unterschiede:
Wobei sich die Frage stellt ob es mit breiterer Felge nicht straffer wird, weil der Reifen ja Höhe verliert.
Was man auch berücksichtigen muss, ist die Felge zu breit kann man keine schmalen Reifen mehr montieren.
Was gilt denn nun als Optimum bei 35-40mm?
 
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Felix ist eine absolute Kompetenz in Sachen Laufradbau. Seine Aussage hat zu 100% Hand und Fuß. Dennoch garantiere ich Dir, daß niemand !!! 2mm spüren wird. Weder Felix noch sonst irgend jemand. Da ist auch immer ein bisschen Marketing und "haben wollen" dabei. Das fängt schon dabei an, daß Dein Manometer vermutlich um 0,1 bar ungenau ist. Und ob Du nun mit 2,5 oder 2,6bar fährst wirst Du somit nie erfahren.
Richtig, 2mm spüren ist sowas von Thekengelaber. Breite Felgen zu bejubeln hilft in erster Linie allen die in der Branche ihr Geld verdienen, man wird schon noch genug Follower finden die das Multiplizieren und so möglichst viele zum Kaufen bringen. Ich spreche jetzt nicht von alten 15-17c! Aber 20c ist schon ok für alles was unter 40mm ist.
 
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Ich habe die DT Swiss E1800 20mm und GR531 24mm. Ich habe die gleichen Reifen darauf montiert. Ja, sie bauen breiter (ca. 2mm) aber ich merke keinen Unterschied, außer das Tubeless sich auf der GR531 etwas leichter ploppt.
 
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So viele Möglichkeiten im Alubereich scheint es wirklich nicht zu geben -

von DT Swiss
GR 531 (24i) ist mit 535g recht schwer
RR 481 (22i) / 485g
XM 421 (25i) / 465g
XR 391 (25i) / 440g

die Newmen
SL XR25AL (bzw XA25) mit 25i und um die 415g sind hookless (was ich nicht möchte)

die Syntace
W25i / 485g braucht spezielle Nippel

(+ viele andere sind zB gesteckte Felgen, hookless, nur in 32L erhältlich oder gar nicht lieferbar -
zB Fratelli FX24XC (24i)/380g; WTB Kom light (25i) nur in 32L; Notubes crestMK4 (25i)/400g; Pacenti PI25TXC (25i)/415g); Duke Lucky Star Ultra (23.5i)/360g etc.)

Die Auswahl ist schon sehr auf Felgen von DT Swiss oder Newmen (hier jedoch nur hookless) begrenzt...
 
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