Macht das Gewicht einen (großen) Unterschied?

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Ja, aber dann ist die Energie drin und bleibt da bis man bremst. Wenn man also nicht ständig stark bremst und wieder beschleunigt, ist der Gesamtenergieaufwand ziemlich identisch dem bei leichteren Laufrädern.
Das ist richtig! Hierzu hat GCN auf dem Rennrad mal einen test gemacht. Ergebnis: Räder mit mehr Schwungmasse (schwerer) halten die Geschwindigkeit länger aufrecht als leichtere. Gerade auf Strecken auf denen man viel schwung mitnehmen kann ist mehr Schwungmasse vom Vorteil. Wenn man aber ständig bremsen und neu beschleunigen muss weil die strecke z.b. viele enge kurven hat sind leichte Laufräder / Reifen im vorteil. Bei diesem Test von GCN ist der Reifen der gleiche geblieben es wurden nur unterschiedlich schwere Laufräder verwendet.

Bei unterschiedlichen Reifen ist es ja oft so, dass schwere Reifen meistens weiche Gummimischungen und somit einen wesentlich höheren Rollwiderstand haben.

Zum Gewicht am Rahmen kann ich nur eins sagen: die ist fast egal! Ich bin der Meinung niemand kann beim fahren spüren ob z.b. die Trinkflasche voll oder leer ist.
 
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Man muss, besonders beim bergauf treten, das Laufrad ständig wieder beschleunigen nach dem es abgestoppt wurde. Egal wie rund man tritt, es passiert trotzdem. Deshalb spielt das Gewicht der Laufräder bergauf eine grosse Rolle.
Wie @McDreck bereits erwähnt hat, hält mehr rotierende Masse aber auch besser den Schwung. Entsprechend kannst du nicht einfach nur berücksichtigen, dass ein schwereres Laufrad mehr Energie zum beschleunigen braucht, sondern du musst auch berücksichtigen, dass das Laufrad mit mehr Schwungmasse auch weniger entschleunigt, also besser die Geschwindigkeit hält.
Wenn du im Gelände bergauf fährst, bei jeder Wurzel und bei jedem Stein.
Nein, das Rad stoppt nicht bei jeder Wurzel und bei jedem Stein. Du verlierst höchstens etwas Schwung und bei mehr rotierender Masse weniger als bei weniger rotierender Masse.
Wenn du bergauf auf Forststrassen unterwegs bist immer wenn du ein paar Hundertstel nicht konstant die Geschwindigkeit beim treten gehalten hastund immer wenn du schaltest. Das nennt sich Schwerkraft. Die versucht das Rad die ganze Zeit in die falsch Richtung zu ziehen.
Du beachtest aber auch hier wieder nicht, dass
Rotierende Masse ist gesamtenergetisch wenig relevant [ist], da hier das Mehr an investierter Energie durch eben die Rotation gut gehalten wird. Prinzip Schwungscheibe.
Auch auf einem Rennrad merkt man bergauf einen Unterschied zwischen schweren und leichten Reifen oder Schlauch vs. Tubeless.
Klar merkt man einen Unterschied, aber nur weil man einen Unterschied deutlich spüren kann, heisst das noch lange nicht dass der Unterschied auch wirklich gross und relevant ist. Ich zitiere da gerne mal Seb Stott von Pinkbike, ehemals Bikeradar: "wheel weight is not as important as you might think. While you may be able to save up to 300g by buying seriously-lightweight, carbon enduro wheels, this will only allow you to accelerate about 0.3 to 0.6 per cent faster, depending on whether the weight is saved from the rim or the hub – this is assuming a system weight (bike plus rider) of 100kg,"
 
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Guten Tag meine Bike - Kameraden,

bin momentan am überlegen, was ich mir für ein Bike (Fully) kaufen will. Es geht aber jetzt nicht um welches Fahrrad, ich will nur eine wichtige Frage beantwortet bekommen...
Macht das Gewicht viel Unterschied? (Uphill, Downhill, gerade Strecken, etc..)
Ein Beispiel wäre das Trek Top Fuel 8 mit ca. 14,26kg. Es gibt manche Fullys in dieser Preis/Federweg Klasse, welcher 1-2kg oder sogar noch leichter sind. Würde man das höhere Gewicht stark spüren?
Ich weiß natürlich, dass es sehr viele anderer Faktoren außer dem Gewicht gibt, die ein Bike ausmachen, aber würde mich trotzdem interessieren, wie hoch die Auswirkungen von 1-2kg oder mehr wirklich sind...
Freue mich schon auf eure Antworten.
LG,
Sebastian
Eigentlich ganz einfach: kommt drauf an, was Du vorwiegend fahren willst. Bergab auf Rüttelpisten ist großes Gewicht sogar eher besser, weil das Bike stabiler auf dem Weg liegt und Deine Masse relativ geringer ist als jene des Bikes, ähnlich wie bei einem Enduro Motorrad, das ja um die 150 Kilo wiegt, während der Fahrer um die 80 Kilo wiegt. Bergauf allerdings merkt man das Gewicht schon. Man muss es einfach mit hoch schleppen.
Ich selbst habe ein 2015er Cube Stereo, mit einer Geometrie, die mir sehr gut gefällt und bei dem ich sehr aufrecht draufsitze. Es wiegt um die 13 Kilo und ist ein "All Mountain". Wobei es wirklich, dank seinem noch erträglichen Gewicht, auch Bergauf zu fahren geht.
 

Heiko_Herbsleb

Ich hab Dich lieb.
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Guten Tag meine Bike - Kameraden,

bin momentan am überlegen, was ich mir für ein Bike (Fully) kaufen will. Es geht aber jetzt nicht um welches Fahrrad, ich will nur eine wichtige Frage beantwortet bekommen...
Macht das Gewicht viel Unterschied? (Uphill, Downhill, gerade Strecken, etc..)
Ein Beispiel wäre das Trek Top Fuel 8 mit ca. 14,26kg. Es gibt manche Fullys in dieser Preis/Federweg Klasse, welcher 1-2kg oder sogar noch leichter sind. Würde man das höhere Gewicht stark spüren?
Ich weiß natürlich, dass es sehr viele anderer Faktoren außer dem Gewicht gibt, die ein Bike ausmachen, aber würde mich trotzdem interessieren, wie hoch die Auswirkungen von 1-2kg oder mehr wirklich sind...
Freue mich schon auf eure Antworten.
LG,
Sebastian
Das hängt davon ab, was für dich "viel" und "stark" bedeutet...
Ganz grob sparst du auf 2000hm bergauf durch 2kg weniger etwa 5 Minuten.
 
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Natürlich macht's Gewicht was aus , wenn ich das Heckler e Bike die Kellertreppe Hochtrage und danach das Tues CF kommt mir der Downhiller wie ein XC Bike vor.
 

xrated

Nabennarben
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14,26 mit 120mm käme für mich nicht in Frage dazu noch mit SID Gabel die bergab nicht so toll ist. Die montierten Reifen sind für heutige Maßstäbe auch vergleichsweise leicht (780g).
Schwere Bikes bringen bergab einiges, seh ich am Mofa das liegt dermassen satt auf den Trails wo andere immer meinen das wäre bergab unfahrbar.
Aber mit der Gabel und den Reifen am Top Fuel werde ich bergab ausgebremst, da würd ich dann eher gleich zum Fuel Ex greifen.

Bergauf schon mal ein Mofa ohne Motor gefahren? Das ist der Horror. Gut das in meinem Fall 8kg mehr und nicht nur 1-2kg aber das merkt man schon extrem vor allem wenn man selber nicht so schwer ist.
Also jemand mit 70kg merkt in Relation ein leichtes Bike vermutlich eher.
Fahr ich in der Ebene mit anderen kann ich ohne Motor noch mithalten aber wehe das geht auch nur leicht bergauf.

Was auch immer viele schlecht einschätzen ist das Reifengewicht, da gehts primär um Rollwiderstand. Dickere Karkasse wiegt zwar aber wirkt sich mehr im Rollwiderstand aus. Feine Fäden rollen auch besser aber sind empfindlicher.
 
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kg

ich, bin ich nämlich schon gefahren
Nun wenn ein 120mm Fully mit einer SID über 14kg wiegt, stimmt da was nicht.
Dann kann man davon ausgehen, dass vielleicht die Abstimmung der SID auch nicht stimmte.

Die SID ist für ihr Gewicht super, es ist halt eine 120mm Gabel mit entsprechenden Einschränkungen.

Mit was für einer Gabel hast du die denn verglichen?

Fahrbar oder nicht hat wohl eher was mit der Technik zu tun als mit dem Gewicht des Rads.

PS. ich fühle mich auch bergab mit einem leichten Bike wohler, dass ein schweres Bike mehr wegbügelt ist wahrscheinlich genau so ein Märchen wie das schnellere leichte Bike. Denn die paar Kilo machen ja nichts aus wie ich hier lernen musste. :D
 
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Nun wenn ein 120mm Fully mit einer SID über 14kg wiegt, stimmt da was nicht.
Dann kann man davon ausgehen, dass vielleicht die Abstimmung der SID auch nicht stimmte.

Die SID ist für ihr Gewicht super, es ist halt eine 120mm Gabel mit entsprechenden Einschränkungen.

Mit was für einer Gabel hast du die denn verglichen?

Fahrbar oder nicht hat wohl eher was mit der Technik zu tun als mit dem Gewicht des Rads.

PS. ich fühle mich auch bergab mit einem leichten Bike wohler, dass ein schweres Bike mehr wegbügelt ist wahrscheinlich genau so ein Märchen wie das schnellere leichte Bike. Denn die paar Kilo machen ja nichts aus wie ich hier lernen musste. :D
Jo, vermutlich die Gewichtsangabe von Trek...14,26kg für Top Fuel 8 und 13,66kg für Top Fuel 8 NX... wie einfach man doch Gewicht sparen kann... :p
 
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und genau das ist der Punkt an dem etwas nicht stimmt :)
Nochmal langsam... die Gewichtsangaben lt. Trek Website:
Trek Top Fuel 8 (SID): 14,26kg
Trek Top Fuel 8 NX (Recon): 13,66kg
 
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Die Frage kann sich doch jeder selbst beantworten, aber es muss ja egal welches Thema in den Nanobereich gegangen werden oder komplett von der eigentlichen Frage angedriftet werden. Kellertreppen Theorie war schon geil.....🤣😁🤣..
 
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Aber eigentlich beantwort das die ursprüngliche Frage sehr gut.... Hätte Trek das Gewicht nicht falsch angegeben, hätte @SebGamer vielleicht überhaupt keinen Gedanken daran verschwendet, längst zugeschlagen und würde fröhlich vor sich hin radeln mit dem guten Gefühl ein leichtes Bike gekauft zu haben.
(unabhängig davon, ob es in der Realität, mit Pedalen und sonst üblichem Gerödel wie Flaschenhalter etc. nicht doch über 14kg wiegt).

So verkehrt ist die Kellertreppentheorie nicht. Beim Tragen ist das Gewicht tatsächlich deutlich spürbar. Wenn man sein Rad nicht durchs Gelände trägt, merkt man es eben an der Kellertreppe ;)
 
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