Madddas verrückte Welt auf zwei Rädern...

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  1. Renn Maus

    Renn Maus Immer gut gelaunt

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    07/2001
    Schöner Bericht Philipp!
    Weiter so, dann stehst Du bald ganz oben auf dem Treppchen!!!
     
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  3. maddda

    maddda Team2Beat

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    01/2008
    Danke euch!!!:)
     
  4. maddda

    maddda Team2Beat

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    01/2008
    Dankeschön!

    Mal schauen es gehört auch immer etwas Glück dazu...
     
  5. maddda

    maddda Team2Beat

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    01/2008
    „Wie fühlt man sich nach einem 24h Rennen als Einzelfahrer?“ Diese Frage wurde mir in den letzten Wochen immer öfter gestellt und ich dachte ich berichte mal ungeschönt darüber, wie es mir nach dem Nürburgring so ging und wie ich versucht habe wieder in Wettkampfform zu kommen. Um eure Augen zu schonen, geschieht das ausnahmsweise ohne Bilder…

    Nachmittags lag ich am Nachmittag nach dem Rennen in meinem Hotelzimmer. In den Tagen vor dem Rennen hatte ich eine kleine entzündete Stelle am Zahnfleisch gehabt. Das war eigentlich keine wilde Angelegenheit. Während des Rennens hatte ich damit überhaupt keine Probleme. Nun lag ich auf meinem Bett und ging vor Schmerzen die Wände hoch. Eigentlich hatte ich verständlicherweise nur Essen und Schlafen im Sinn. Beides war damit unmöglich. Eine Apotheke in der Nähe hatte zum Glück Notdienst und mein Vater konnte eine Lösung gegen Zahnfleischentzündungen besorgen. Ein Blick auf die Liste der NADA wo alle zugelassenen Medikamente aufgeführt waren ließ mich aufatmen. Alles erlaubt. Schließlich saß ich dann mit meinen Eltern zusammen doch etwas verspätet beim Abendessen.

    Gegen neun fiel ich ins Bett und sofort in einen traumlosen Schlaf. Ich war wie ausgeschaltet. Weg. Gegen vier Uhr war ich dann hellwach und brauchte etwas um wieder einzuschlafen. Halbwegs ausgeschlafen saßen wir schließlich am Frühstückstisch und ich schaufelte eine Portion nach der anderen in mich hinein, ohne dass sich ein Sättigungsgefühl einstellte. Das ging zwei Tage lang so weiter. Dann begann ich mich wieder halbwegs wie ein Mensch zu fühlen.

    Ring- und Zeigefinger waren mal wieder taub. Das kannte ich schon aus dem Jahr 2012. Dieses Jahr war jedoch zum Glück nur bei meiner rechten Hand der Fall. Wie damals brauchte es ungefähr eine Woche, bis sich das Problemchen gelegt hatte. Dass das Handgelenk der gleichen Flosse rumzickte, war allerdings neu. Zwei Tage nach dem Rennen war ich mit Schrauben beschäftigt und musste nach kurzer Zeit aufhören. Meine Hand funktionierte einfach nicht richtig und gab richtig knarzende Geräusche von sich, wenn ich sie beugte. Ich hätte mich super als Türscharnier in einem Horrorfilm bewerben können.

    Meine ersten Trainingseinheiten erinnerten dann doch mehr an Rehasport als an ein amtliches Training. Eines Morgens, am ersten Wochenende nach dem Rennen, saß ich bei strömendem Regen um sechs Uhr auf dem Rad. Schließlich wollte ich selber noch fahren, bevor ich unser Team in Duisburg beim 24h Rennen betreute. Auf den letzten Metern musste ich dann mit der ganzen Hand schalten. Die Finger bewegten sich schlichtweg nicht mehr. Insgesamt verbrauchte ich für mein Handgelenk eine ganze Rolle Kinesiotape, bis es wieder uneingeschränkt funktionierte.

    Und was war mit meinem Hintern? Naja das Gleiche wie in den Jahren davor. Einer kompletten Packung Sitzcreme sei Dank hatte ich während des Rennens keine Sitzprobleme. Nur lustigerweise kann man sich gut eine Woche später 2 € Stück große Hornhautstücke vom Hintern ziehen, ohne etwas zu spüren.

    Ich hoffe damit alle Fragen bezüglich dem Verfall nach so einem Rennen beantwortet zu haben. Kommen wir zum Renngeschehen. Betreuer spielen in Duisburg war einfach super.
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    Wir hatten gleich mehrere Teams und zwei Solostarter auf die Strecke geschickt. Ich verbrachte meine Zeit eigentlich damit Kaffee zu kochen, Mist zu reden, Leute zu treffen und Räder wieder in Schuss zu bringen.
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    Zwischendurch holte ich Niels noch aus dem Krankenhaus. Er hatte sich nach einem Sturz ohne Betäubung am Arm nähen lassen, damit er, nachdem er die Nacht pausiert hatte, weiterfahren konnte: Das ist Einsatz! Am Ende konnte unser Mixed 4er dann noch aufs Podest fahren.
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    Mein erstes Rennen hatte ich als „Training“ geplant, um wieder in den Rennrhytmus zu kommen. Ich wusste, dass ich ca. drei Wochen brauchen würde, um halbwegs ordentlich wieder Rennen bestreiten zu können. Die Langstrecke in Grafschaft bot sich da an.
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    Chancen auf eine Podestplatzierung machte ich mir nicht. Elf Fahrer waren in meiner Altersklasse gemeldet. Darunter waren auch Ben Zwiehoff und Peter Hermann.

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    Die Strecke war technisch nicht wirklich anspruchsvoll, aber durch den Regen in den vergangenen Tagen ziemlich aufgeweicht. Das Rennen ließ sich gut an.
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    Nach der Einführungsrunde hatte sich eine gut funktionierende Gruppe gebildet.
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    Bei Kilometer 50 attackierten jedoch zwei Fahrer und ich konnte einfach nicht mitgehen. Es war einfach nicht genug Druck auf meinem Pedal. Unsere Gruppe zerfiel und ich musste die letzten 60 km alleine im Wind bewältigen.
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    Der richtige Drive fehlte dann doch noch etwas. Nach ca. 3100 hm und 110 km mit 5:14 h kam ich als gesamt 19. Und AK. 6 ins Ziel. Immerhin…
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    Vier Tage später ging es dann zum Zeitfahren beim RC Schmitter für mich „wettkampfmäßig“ weiter. Auch wenn es offiziell nur eine Trainingsveranstaltung ist, kann man sich dann doch besser quälen, wenn die Uhr mitläuft.

    Mein Plan war wie immer: 36 km mit dem Rad hinfahren, dort warmfahren, 16,6 km Einzelzeittfahren und wieder 36 km wieder zurück um die Milchsäure wieder loszuwerden. Die Strecke war eigentlich simpel. Es sollte gute 8 km bis zum nächsten Kreisverkehr gehen und wieder zurück. Ich wollte meine persönliche Bestleistung aus dem letzten Jahr schlagen. Immerhin 24:11 und ein Stundenmittel von 41 km/h.

    Die letzten Sekunden wurden runtergezählt: 5…4…3…2…1…los! Das Laktakt schoss sofort in meine Beine. Der Gegenwind war – Achtung Wortwitz – auf der Hinrichtung wieder einmal gnadenlos. Der Tacho kam kaum über die 40 Klamotten. Im Kopf war ich schon dabei eine neue persönliche Bestleistung abzuschreiben. Ich starb bis zur Wendemarke tausend Tode. Dann ging es zurück und der Wind war nun auf meiner Seite. 45 km/h…50 km/h...55 km/h… jetzt lief es. Wie beim Zeitfahren üblich galt Windschattenverbot und ich bog mit anderen vor mir gestarteten Fahrern auf die Zielgerade ein. Ich war völlig platt. Strava bescheinigte mir dann aber kurze Zeit später einen Schnitt von 41,6 km/h und eine 23:52.
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    Zum Glück war mein Vater auch dabei und mit dem Auto angereist. Also saß ich kurze Zeit später auf seinem Beifahrersitz und war fast am … naja ihr wisst schon … kotzen. Die Haferflocken mit Whey und Banane für meinen Rückweg um die Beine zu lockern bekam ich dann aber doch noch irgendwie runter.

    Für mich stehen diese Saison nun noch einige Einsätze auf der Straße und die 24h von Ahrensbök auf dem Programm. Es wird also noch einiges zu sehen geben. Trotzdem haben wir schon mit der Saisonplanung für 2018 angefangen. Ich habe einfach nach einer neuen Herausforderung gesucht. Es musste etwas Neues her. Es wird das Race Across Germany von Aachen nach Görlitz. Ein Nonstop 760 km Einzelzeitfahren mit immerhin 6800 hm dasin maximal 36 Stunden bewältigt werden muss.
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    Das Ganze werde ich für einen guten Zweck fahren. Was da kommt, gibt es dann ausführlich zu einem späteren Zeitpunkt!

    Ein riesen Dankeschön geht natürlich an meine Eltern und an: https://www.facebook.com/sponsersportfood/ https://www.facebook.com/mytinysun.home/ https://www.facebook.com/bioracerbelgium/ https://www.facebook.com/kettenwixe/

    Viele Grüße

    Euer Philipp
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. August 2017
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  6. So wie das bei Dir dieses Jahr läuft, wird RAG eine grandiose Sache:daumen::daumen::daumen:
     
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  7. k_star

    k_star

    Dabei seit
    04/2008
    hättest ja auch mal ne kleine pause einlegen und warten können.
    wäre wohl mitgefahren.

    :D
     
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  8. Armout

    Armout

    Dabei seit
    12/2014
    Ich würde mich glaube ich nie regenerieren.
    Vielen dank für deinen Nachrennenbericht.
     
  9. Comfortbiker

    Comfortbiker Kette-Rechts-am besten DOPPELT

    Dabei seit
    11/2012
    Gratulation!:daumen::cool:
    Hartes Ding, so ein Radfahren mit Nummer. :):daumen:
    Ich war emotional voll dabei...mir ging es ähnlich wie deinem Vater.
    Klasse wie gut du Studium und Training unter einen Hut bringst...weiter so!
    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!:b-day::bier:... muß nicht unbedingt Bier sein.:)
    ...unser Mitbewohner auf dem Weg zum Frühstück ...klein, braun, mit langem Schwanz
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    VG
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2017
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  10. maddda

    maddda Team2Beat

    Dabei seit
    01/2008
    Hoffen war mal das der Winter gut läuft:daumen: Dann wird das schon:)
    :DOch nöö^^ Du hättest ja auch schneller fahren können:D
    Gern geschehen! Glaub mir das denkt man die Tage danach auch:D
    Danke für die Glückwünsche! :):beer: Das finde ich total super, das ihr da immer so mitfiebert! Dafür mache ich das:) Wenn so eine Unterstützung kommt fällt es dann auch direkt viel leichter mal um 6 vor den Vorlesungen sich aufs Radl zu setzen:anbet::anbet::anbet:
    Das sieht ja richtig idyllisch aus bei euch im Garten:):)
     
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  11. Da muss man schon ganz genau hinsehen um den Mitbewohner auf dem Dach zu erkennen.
     
  12. Comfortbiker

    Comfortbiker Kette-Rechts-am besten DOPPELT

    Dabei seit
    11/2012
    ... danach hatte ich noch ein Bild etwas vergrößert.[​IMG][​IMG][emoji2]
     
  13.  
  14. Phippsy

    Phippsy SloMo? Nö, der is so langsam

    Dabei seit
    10/2014
    Nach der Ankündigung oben wollte ich schon fragen, obs ein TT Rad gibt. Jetzt hab ich es aber schon auf FB gesehen.
    Zeig mal wacker Foddos, wenn es vorzeigbar ist.
     
  15. maddda

    maddda Team2Beat

    Dabei seit
    01/2008
    Ja wenn man ein TT-Rad einsetzen darf, dann sollte man das auch auf jedenfall tun. Da würde man schon extrem viel Zeit verschenken im Vergleich zu einem Rennrad. Mit Bildern kann ich dienen:daumen: Die Sitzposition stimmt schon im großen und ganzen, aber da ist noch einiges an Feintuning nötig.
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    Das Gewicht passt für ein Zeitfahrrad auch:)
     
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  16. Phippsy

    Phippsy SloMo? Nö, der is so langsam

    Dabei seit
    10/2014
    Sehr nett. Wie bequem ist das?
    Die Laufräder hatte ich auch schon im Auge, waren mit aber zu teuer. Kommt noch ein PM ans Rad?
     
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  17. maddda

    maddda Team2Beat

    Dabei seit
    01/2008
    Danke. Es ist bequemer als man eigentlich denken würde. Du hast halt extrem viele Einstellmöglichkeiten. Wobei ich bin am RR auch eine Sattelüberhöhung im zweistelligen Bereich gewohnt.

    Der LRS macht bis jetzt einen ziemlich guten Eindruck. Soweit ich das nach gut 120km sagen kann.
    Ist nicht ganz so bockhart wie mein 30er DT Swiss mit 24/28 Speichen... also im positiven Sinne.

    Ein PM ist nicht geplant. Es wäre schön, aber budgetmässig ist es für das RAG einfach nicht drin denke ich. Habe ja eine Rolle mit PM da mache ich meine Tests drauf.
     
  18. zett78

    zett78

    Dabei seit
    05/2010
    Und jetzt noch das Lenkerband schön wickeln und alles ist gut ;)
     
  19. maddda

    maddda Team2Beat

    Dabei seit
    01/2008
    Philipp hast du nicht Lust statt 8er 2er in Ahrensbök zu fahren? Lars vom Bodymed Cycle Team sucht noch einen Teampartner…

    Klar…kommt ihr ohne mich im 8er aus?

    Jup bekommen wir hin.

    Das war der Dialog zwischen Christian und mir, der mich zum 2er in Ahrensbök brachte. Einige Zeit später sollte dann mein Gemütszustand zwischen: „Geil, dass das mit dem 2er geklappt hat“ und „Warum bin ich Idiot nicht einfach 8er gefahren“ schwanken.

    Freitags machte ich mich dann auf den Weg nach Ahrensbök. 465 km Anfahrt lagen vor mir. Das Auto war bis zum Rand mit Material vollgestopft.
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    Nachdem wir alles aufgebaut hatten, kam auch Lars an. Wir kannten uns bis dahin noch gar nicht richtig, hatten nur vor zwei Jahren bei einem Rennen mal kurz gequatscht. Wie auch immer, wir liefen die Strecke ab und verstanden uns auf Anhieb super! Die Strecke sah mit einem mit liebe gebauten Drop richtig nach Spaß aus und ich freute mich auf das Rennen.
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    Dann kam abends der Regen …
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    Zugegeben sehr lustlos lag ich in meinem Zelt. Am Rennmorgen war alles trocken und Andre von unserem 8er und ich kochten Kaffee. Beim Frühstück fing es an zu schütten. Und zwar so richtig! Es wollte einfach nicht mehr aufhören. Nach und nach trudelten die anderen üblichen Verdächtigen ein. Insgesamt hatten wir vier Einzelstarter, einen 8er und unseren 2er am Start.

    Die ganze Truppe stand mehr oder weniger betrübt unterm Pavillon herum und gaffte auf den nicht aufgebenwollenden Regen oder die Räder.
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    Foto by Ihr Fahrradprofi

    Dann kam eine Durchsage: „Der Rennstart wird um zwei Stunden verschoben und der Trail mit dem Drop wegen Unfahrbarkeit rausgenommen.“ Es hieß also den Hintern im Campingstuhl vergraben und auf besseres Wetter warten.

    Um 15 Uhr stand ich dann am Start und ging ungefähr auf Position sechs ins Rennen.
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    Foto by Ihr Fahrradprofi

    In Runde zwei durfte ich schon auf einer flachen Geraden schieben, weil sich das Hinterrad derart mit schlimm zugesetzt hatte, dass es sich nicht mehr drehte. Jeder Anstieg kostete unendlich viel Kraft. Zum Glück wurde das Teilstück, das für meine unfreiwillige Schiebeeinlage gesorgt hatte, dann schnell rausgenommen. Der Kurs war also nur noch knapp 2 km lang. Wenigstens schüttete es nicht mehr.
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    Foto by Ihr Fahrradprofi

    Unsere Taktik sah vor, dass jeder von uns erst einmal eine Stunde fahren sollte. Dabei hatten wir keine genaue Rundenzahl festgelegt. Ein Blick auf meinen Rechenknecht verriet mir dann, dass ich noch zwei Runden vor mir hatte. Dadurch, dass schlammbedingt noch nicht alle Passagen fahrbar waren, musste ich öfter Rennen und so riss ich mir einen Cleat von meinen Schuhen. Ohne Cleat eierte ich über meine letzte Runde und wechselte auf Lars.
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    Foto by Gaby

    Mein zweiter Stint war dann ähnlich wie der Erste. Unsere Betreuerin Gaby war unermüdlich dabei unsere Räder nach jedem Turn sauber zu machen. An dieser Stelle: Vielen Dank dafür!!! Nach meiner zweiten Runde saß ich dann auf der Toilette, als sich plötzlich draußen ein rauschen ankündigte. Da war er. Der nächste Regenguss. Das war der Moment, als ich mir kurz überlegte, ob ich nicht einfach auf meinem Pott sitzen und bis Sonntag 13 Uhr da drinbleiben sollte. Es half alles nichts. Ich musste ja Lars ablösen und als ich wieder auf die Strecke ging, hatte der Regen zum Glück aufgehört.
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    Foto by Gaby

    Und was lief so platzierungsmäßig? Bis jetzt war alles perfekt. Wir lagen auf Platz 1 mit zwei Runden Vorsprung. Viele Teams waren schon jetzt mit technischen Problemen ausgefallen. Hinter uns lagen Jannes und Innes vom Team Achtung Links! Von den beiden können wir in Zukunft noch viel erwarten! Die beiden sind nämlich Baujahr 2001. In dem Alter war das eine Wahnsinnsleistung. Unser 8er führte unterdessen das Feld souverän an.

    So langsam ging es in die Nacht. Die Strecke wurde etwas besser fahrbar und Lars und ich drehten unsere Runden.
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    Fotos by Ihr Fahrradprofi

    Wie immer wurde es dann ziemlich leer auf der Strecke. Gaby hatte unterdessen alle Hände voll zu tun unsere Räder nach den Stints vom Schlamm zu befreien. Gegen zwei oder drei Uhr waren alle anderen Zweier vom Rad gestiegen. Nur Lars und ich drehten noch unsere Runden. Als wir wechselten sprachen wir uns kurz ab. Der Plan war simpel. Wir wollten etwas rausnehmen, aber unseren Rhythmus weiterfahren. Eine Stunde Pause klingt eigentlich nach viel. Das reichte aber gerade so aus um ein bisschen runterzukommen, etwas zu essen und sich irgendwie für den neuen Stint aufzuraffen. Kurzum: Wir waren froh wie Bolle, als die Sonne langsam aufging.
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    Fotos by Ihr Fahrradprofi
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    Gegen 9 Uhr hatten wir einen uneinholbaren Vorsprung herausgefahren, aber wir wollten das Rennen dann auch „richtig“ zu Ende fahren. Mein Köper machte mir auf meinem letzten Stint unmissverständlich klar, dass er nicht mehr wollte. Auf meiner vorletzten Runde erblickte ich einen exorbitant großen Fliegenpilz … größenmäßig stand der den Dingern von Mariokart in nix nach. Auf meiner letzten Runde konnte ich an der Stelle natürlich keinen Fliegenpilz mehr ausmachen. Völlig fertig wechselte ich auf Lars.
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    Fotos by Patrick & Ihr Fahrradprofi

    Dann hieß es Siegerehrung. Doppelsieg im 8er und 2er für das Team2Beat! Yasmin und Sven gewannen die Solowertungen! Im Anschluss musste ich dann noch einmal alles was meine halluzinierenden Gehirnzellen noch hergaben zusammennehmen. Ich wollte noch etwas loswerden, bei dem auch alle Leser Berichte mitmachen können. An dieser Stelle noch ein Dankeschön an Klaus, dass ich nach der Siegerehrung ein paar Worte sagen durfte!
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    Fotos by Christian und Patrick
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    Foto by Gaby

    Wie bereits angekündigt habe ich für die Saison 2018 das Race Across Germany als Solofahrer geplant: http://www.raceacrossgermany.de/ Insgesamt beläuft sich das Rennen auf 760 km, die in maximal 36 Stunden bewältigt werden müssen. Nach dem Motto Team2Beat racing for charity…Nicht sinnlos im Kreis sondern sinnvoll geradeaus! Im Rahmen des Rennens wird es eine Spendenaktion für die Deutsche Kinderkrebsstiftung geben https://www.kinderkrebsstiftung.de/startseite.html, die sich der Unterstützung von krebskranken Kindern und ihren Familien verschrieben hat. Gespendet werden kann pro gefahrenen Kilometer und pro volle Stunde, die ich unter der Maximalzeit bleibe. Diese Aktion ist mir persönlich ein großes Anliegen, da bei mir selbst vor zwei Jahren ein Melanom diagnostiziert und glücklicherweise früh genug entfernt wurde.

    Es würde mich sehr freuen, wenn sich der ein oder andere Spender finden würde. Ein unverbindliches Formular, auf dem alle Infos zu der Aktion aufgelistet sind, sende ich euch gerne zu. Alles was ihr tun müsst, ist eine Mail mit dem Betreff: „Charity“ an [email protected] zu schicken. Im Voraus möchte ich mich bei allen Interessenten im Namen der Kinder herzlich bedanken!

    Nun zurück nach Ahrensbök. Für mich ging es dann ins Hotel in Bad Segeberg und ich feierte erst einmal den Sieg mit einer Pizza, die aufgrund meines Zustandes nur noch unscharf abgelichtet werden wollte.
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    Das hatte ich mir denke ich verdient. Die Nacht auf Montagg und die Rückfahrt wurde dann jedoch zur Hölle. Ich musste mir irgendwie magen- darmmäßig was eingefangen haben. Die Nacht wurde zur Qual. Ich fühlte mich hundeelend und konnte am Montag nahezu nichts essen. Der Besuch bei einer Apotheke rettete mir zumindest die Rückfahrt. Zwei Latte Macchiato waren alles, was ich zum Mittag runterbekam. Nach einem 24h Rennen im Zweier war das offensichtlich - Achtung Wortwitz - mehr als zu wenig. Als ich nach über 450 km zu Hause ankam, meldete ich mir erst einmal bei Lars. Im ging es ähnlich. Irgendetwas mussten wir uns bei dem Rennen eingefangen haben. Und ich hatte schon die Pizza in Verdacht …

    Damit wären wir also am Ende des letzten 24h Rennens der Saison 2017 angekommen. Es ist dieses Jahr wirklich perfekt gelaufen und ich freue mich wirklich, dass es mit dem Hattrick aus Mixed 8er am Alfsee, Solo am Nürburgring und dem 2er Herren in Ahrensbök geklappt hat. Für mich geht es noch am 1. Oktober zur letzten Etappe vom Rothaus Riderman und dann ist die Saison 2017 in den Büchern. Ein riesen Dankeschön geht natürlich an meine Eltern, an das gesamte Team2Beat, an Lars und Gaby, an das Team von Ihr Fahrradprofi und an:

    https://www.facebook.com/sponsersportfood/ https://www.facebook.com/mytinysun.home/ https://www.facebook.com/bioracerbelgium/

    Viele Grüße

    Euer Philipp
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. September 2017
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  20. lupus_bhg

    lupus_bhg Selbsttätiger Entlüfter

    Dabei seit
    04/2005
    :daumen: :lol:

    Die scheinen in SE ja sogar im Hotel auf dem Karl-May-Kram herumzureiten...
     
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  21. maddda

    maddda Team2Beat

    Dabei seit
    01/2008
    Das hab ich mir auch gedacht! Im wahrsten Sinne des Wortes :D
     
  22. Sehr schöne Story. Und Gratulation noch!
     
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  23. degloe

    degloe

    Dabei seit
    04/2006
    Gratulation und schöner Bericht!
    Ist mal interessant, das Rennen mal aus ner anderen Perspektive Revue passieren zu lassen. Die Bedingungen waren ja irgendwie echt nicht schön. Wie ging es deinen Mitstreitern vom T2B nach dem Rennen? N Freund ist Magen-Darm mäßig nach dem Rennen auch fast ne Woche lang ausgefallen, bei mir hats im Magen auch kräftig rumort. Scheint wohl was im Dreck gewesen zu sein.
     
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  24. NHKoss

    NHKoss

    Dabei seit
    12/2003
    Ich bin in Ahrensbök mit dem team2beat gefahren und ich hatte keine Probleme mit dem Magen.
    Aber gehört habe ich das auch von ein paar Leuten.
     
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  25. larres

    larres

    Dabei seit
    04/2002
  26. maddda

    maddda Team2Beat

    Dabei seit
    01/2008
    Dankeschön:) Das freut mich!
    Ja das gibt es immer wieder. Ist wohl auch mal bei so einer Strongman Veranstaltung vorgekommen
    Dankeschön:)

    Also ich weiß von drei Fahrern vom Team2beat die auch danach magendarmmässig krank waren...