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Magicshine MJ-880: Gibt es Akku-Alternativen?

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Liebe Foristen,
Seit 2014 nutze ich die MJ-880 als Helmlampe. Mit der Lampe selbst bin ich noch absolut zufrieden, nicht aber mit den Akkus. Dem ersten (MJ-6036) ging nach 2,5 Jahren die Puste aus, er lieferte nur noch für eine gute halbe Stunde Power für die volle Leuchtkraft. Ihn löste das neuere und Ah-stärkere Modell MJ 6102 von LG ab, mit 7.8 Ah (mit Rundstecker-Adapter) – allerdings ging der nach einem guten Jahr in die Knie in Sachen Selbstentladung. Ich muss ihn mittlerweile unmittelbar vor der Verwendung laden, sonst entlädt er sich von allein. Das ist ein umkomfortabler Zustand.
Jetzt meine Frage: Gibt es Alternativen?
 
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Also so ganz leihenhaft gesagt gibt es neben billigen Müll gute günstige Modelle mit mittlerer Energiedichte und langer haltbarkeit.

Das andere extrem mit mittlerer Energiedichte sind besonders wiederstandsfängige Modelle mit speziellen/größeren Anoden und Kathoden (daher weniger Kapazität) für extrem hohe Ströme (100% Akkuentladung innerhalb von 3-6 Minuten)

Und dann gibt es Zellen mit maximaler Energiedichte in dennen jeder kubikmillimeter Raum genutzt wird und chemisch das absolute maximum aus jedem Gramm Material herausgeholt wird.

Die letzte Kathegorie lohnt sich eigentlich eher für Leichtbau, im Modellbau geht man dann wiederrum eher auf hochstrom Fähigkeit da ein 10 fach kleinerer Akku eben 10 mal leichter ist aber dann auch wenigen Minuten leer gesaugt werden können müssen.

Deine beiden Akku Packs haben vernünftige Zellen mit mittlerer Kapazität ohne spezialisierung auf extreme Anforderung. Das sind so schon die solidesten Zellen die man verbauen kann. Normal ist das nicht das die so ausfallen, das wird mit spezialisierten Premium Zellen eher schlimmer als besser. In Marken Notebooks stecken daher teilweise genau die gleichen Zellen mit mittlerer Energiedichte drin.

Mal zum Vergleich, ich Benutze nun schon im 10. Winter die billigen China Zellen in meinem 4-Zellen Akku Pack meiner 10 Jahren alten Magicshine von Dealextreme.com. Und Die Kapazität hat sich grade mal halbiert. Lediglich der Spannungsabfall unter last ist extrem gewurden da die Anode oder Kathode (weis grade nicht welche der beiden durch Zyclen verschleißt) völlig zerfressen ist.

Sprichst du wirklich von abgenommener Kapazität oder geht es nur darum das die Ladungsanzeige LED direkt von 100% auf 20% springt weil man an den kalten Akku die Lampe mit den bis Anschlag belasteten LEDs auf höchster Stufe anwirfst?
Mir fällt es bei einer Haltbarkeitsangabe von nur einem Jahr für Zellen von LG sehr schwer eine Empfehlung auszusprechen. Ich hätte es bei einem Selbstbau Akku nachvollziehen können wegen der hohen Warscheinlichkeit auf Fake Zellen zu stoßen, aber so kann ich das nicht nachvollziehen was da passiert ist.

Im Einzelfall kann man von Kurzschlüssen oder anderen Defekten ausgehen, aber bei 2 Akkus musst du schon sehr viel Pech haben.

Kann aber auch einfach normal sein: Mal so als extremes Beispiel: wenn es einer 3500€ Premium Digitalkamera mit brandneuem 35€ Miniakku mit grade mal 4 Wh bei schon 10°C zu Kalt wird, dann zeigt die Akkuanzeige nach dem einschalten auch nur noch 30% Akku an.
 
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Sprichst du wirklich von abgenommener Kapazität oder geht es nur darum das die Ladungsanzeige LED direkt von 100% auf 20% springt weil man an den kalten Akku die Lampe mit den bis Anschlag belasteten LEDs auf höchster Stufe anwirfst?
Hallo Falco, danke für deine ausführliche Stellungnahme.
Kalt ist die Lampe nicht, denn ich fahre i.d.R. rund 80 Minuten bergauf mit Lampe auf geringster Leuchtkraft. Dann vielleicht 45Min runter mit voller Strahlkraft. Das packt der LG-Akku auch ganz ordentlich, auch wenn zuhause nur noch Stufe 3 (von 4) möglich ist. Nervig ist aber eben die Selbstentladung: Wenn ich den Akku sechs Stunden bis zur Vollladung lade, muss ich ihn (ungenutzt) nach einer Woche wieder exakt sechs Stunden ans Ladegerät hängen, bis die grüne Diode "voll" signalisiert. Selbst einen Tag vor der Benutzung laden schmälert seine Leistung schon spürbar.
Ich dachte, vielleicht gibt es günstige namenlos Akkus mit gleichem Stecker, die nicht 70,- Euro kosten wie der MJ 6102 (und dann natürlich auch keine Ewigkeit halten).
LG : Stefan
 
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Im grunde genommen kannst du wieder so einen nehmen. LG, Samsung oder Panasonic Zellen, 4 oder 6 stück mit Mittlerer Kapazätit 2200-2700mAh pro Zelle. Also 4400 bis 5400mAh als 4er Pack oder 6600mAh bis 8100mAh im 6er Pack.

Ich bin der leichtbau Freund und verwende die spezialisierten Zellen mit aufs absolute minimum reduzierter Anode/Kathode. Die haben dann 3400-3500mAh bei gleichem Gewicht.
Dann kann man noch 1/4 Gewicht sparen wenn man das Plastikgehäuse weglässt. Zusammen mit der höheren Energiedichte sind wir jetzt bei ca 50% weniger Masse
Und zu guter letzt hilft sehr zielgerichteter Lichteinsatz mit Lenkerschalter den man öfters als die Versenkbare Stütze verwendet den Stromverbrauch einer 4 Stunden Nachrunde zu halbieren.
In Summe komme ich dann auf einen 4-mal leichteren Akku. Der ist dann so leicht das der tausch von Buchse und Stecker von in Kunststoff gegossenen Stahl-Rundsteckern in zarte Modellbaustecker von JST direkt 10% Gewicht (10g) ausmachen :D

Selbstbau lohnt sich kaum, die gefragten auf Energiedichte optimierten Zellen sind bei Abnahmemengen unter 1000 Stück so teuer das man bei den Einzelteilen inkl. Schutzschaltung nur 10€ unter den Preis von einem in Deutschland zusammen gelöteten Akku landet: https://enerprof.de/akkus/li-ion-akkus-2s-7-2v-7-4v/374/enerpower-adlershof-akku-7-4v-6800mah-rundstecker?c=23 (4 Zellen je 3400mAh, ich nutzen einen halb so großen)
Zumindestens ich würde mir die Arbeit mit dem Akku nicht für 10€ machen, die machen das warscheinlich einfach über gute Preise der hohen Abnahmemengen.
 
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@Falco, @G36A1: Da habt Ihr mir Akkus des gleichen Herstellers/Vertreibers empfohlen, einmal in der schlanken Version, einmal im Power-Modus mit satten 15Ah. Danke dafür.
Ist der Rundstecker denn definitiv der passende für mich? Ist das genormt? Ob meiner gleich aussieht, vermag ich nicht zu sagen (die Kunststoffhülle ist jedenfalls weiter nach vorne gezogen).
Ein Lenkerschalter erscheint mir nicht wirklich entscheidend bei meinem Einsatzbereich: Wenn rauf, reicht geringste Leuchtstärke, wenn runter muss es die höchste sein.
An Selbstbau ist nicht zu denken! Meine Lötkompetenz ist die eines Embryos.
 
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Der 15.000er hat 6 Samsung Zellen mit der neuen größeren Baugröße 21700 statt 18650:
bedeutet mehr Energieträger bei gleicher Kathoden-/Anodengröße = 1-2% höhere Energiedichte :)

Hab schon überlegt auf die großen Zellen zu wechseln, doch 2 große Zellen reichen bei mir für 6 Stunden, das wäre Verschwendung. Und eine Einzelzelle für 3 Stunden macht bei mir auch keinen Sinn weil die höhere Energiedichte direkt durch die Verluste des DC-DC Stepup verpuffen würden und nur noch 2,5 Stunden übrig bleiben.
 
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Ihn löste das neuere und Ah-stärkere Modell MJ 6102 von LG ab, mit 7.8 Ah (mit Rundstecker-Adapter) – allerdings ging der nach einem guten Jahr in die Knie in Sachen Selbstentladung.
vorher hattest nen akkupack von MJ mit BAK 2900 mah zellen."~1,5€ je zelle"
der LG was sich cooler anhört ist aber auch mit müllzellen bestückt."auch für <2€ zu finden je zelle"

unabhängig ob MJ an Akkus das billigste vom billigen verbaut , sollten zellen trotz allem etliche jahre halten nur halt ne lausige Licht vs stromverbrauch quote abliefern.
zelldefekt oder elektronikdefekt is da sicher der grund für dein Problem, was eher ein zufall ist.

selbst ne über jahre ausgenudelte zelle mit >200 mohm innenwiederstand und mehrere hundert Lade-Entladevorgänge hinter sich hat, entlädt sich nicht selber über ein jahr rumliegen gelassen.



Jetzt meine Frage: Gibt es Alternativen?
Da selber bauen nicht in frage kommt zumindest auf ordentliche Zellen achten und kein firlefantz am akkupack der zusätzlich ne fehlerquelle darstellen könnte!!!!

bsp: wurde dir akkupacks verlinkt mit ner lämpchenanzeige optional, nur hat damit auch schon lupine ne bock abgeschossen indem solche eine anzeige bei diversen akkupackserien dann erst die ungenutzten akkus leer gesaugt hat!!!
das kann mehr als nur nen kleinen parasitic drain zur folge haben drum auf sowas verzichten!


dann zu was für zellen solltest greifen, das ist beim akkupackkauf besonders wichtig!

da du primär im winter" kurze Tage und Kälte akkupacks mehr nutzten wirst als im sommer sollten besagte Zellen natürlich ne gute performance bei kälte liefern.

Da li-ion chemie bei kälte träge wird und der innenwiederstand dabei enorm ansteigt und die nutzkapazität dadurch erheblich in den keller geht solltest bei akkupack kauf auf High-dran Zelltypen achten, da du damit erheblich besssere laufzeiten haben wirst sobald es unter 0°C draussen hat!!!!

oder zumindesat auf Zellen die richtung high drain gehen.

High drain zell typen haben von grund auf schon nen erheblich kleinereren innenwiederstand als jede andere basiszelle drum steigt bei kälte da kaum was an.
bei basiszellen ist dieser dagegen selbst bei zimmertemperatur schon hoch und bei kälte schießt dieser dann so richtig in die höhe und ne zelle macht slapp bzw kann sogar ausfallen!!!

der oben verlinkte 28€ akkupack mit dem gegenteil von zelltypen die für winternutzung sin machen ist darum auch ein nogo!!!

brauchbar würde zum beispiel von verlinktem shop dieser akkupack sein.

preislich natürlich übers ziel hinausgeschossen mit 50€ für 4xNCR20700B welche einzeln je 4€ kosten. und der selbstbau somit bei 20€ liegt.......aber da selbstbau nicht in frage kommt.:rolleyes:

damit solltest selbst bei großer kälte draussen immer über 3 Stunden laufzeit auf voll pulle mit deiner MJ880 haben.

auf jeden fall auf die verwendeten akkutypen achten vor dem kauf eines packs.

nur als beispiel:
ein akkupack mit 4x samsung 18650-30Q"3000mah high dran zellen" performt bei unter 0°C nen 4x panasonic NCR18650B"3400mah" locker um mindesten 10% mehr laufzeit aus.
gehts es dann richtung -15°C ist der panasonic akku am sterben und liefert >30% weniger laufzeit"bzw kann sogar ausfallen" und kann kaum mehr strom liefern wärend der samsung noch gemütlich dein lämpchen befeuert.;)
 
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Fast hast du mich dazu gebracht meine 3 guten NCR18650B S2P1 Akkupacks zu ersetzen oder zumindestens auf für die Nutzung im Stadtbetrieb zu degragieren um die 9 Jahre alten noname China Zellen von ihrer qual zu erlösen.

Den Vergleich sehen die Spezifikationen leider anders: bei 0°C hat der 3450er noch 2900mAh (Best Case mit mitttleren entladestrom 3A bie 0°C) http://enerpower.de/wp/wp-content/uploads/2016/03/Specification_NCR18650B.pdf
und der Hochstromakku hat bei 0°C noch irgend was zwischen 2600mAh und 2800mAh (2300mAh im Worst Case bei 10A Last (https://www.nkon.nl/sk/k/30q-specs.pdf)

@herbertR kannst du noch mal die Umgebungsvariablen definieren bei dennen die Hochstrom Zellen besser dastehen? Ist ziemlich schwer das konkrete beispiele zu finden, war schon nicht einfach für 0°C den vergleich zu zeigen.

Der Preis ist echt überzogen, ich glaub die wollen den Kreuberg nicht verkaufen oder die Nachfrage nach der Zahl "8400mAh" ist so viel höher das die Leute nicht nachrechnen :D
Also die Preisempfehlung bezieht sich auf die Modelle wo wirklich nur 10€ Differenz zwischen selbstbau und fertig kauf ist.

@Monstafant du siehst schon, bei der Auswahl des Richtigen Zellentypen geht es eher um 5-10% und nicht um größenordnungen mit 30 bis 60%. Daher ist die entschiedung welche Zelle fast schon egal, hauptsache Premium Segment mit 3-5€ pro Zelle. Da ist dann der Grundpreis bei 4 Zellen inkl. Kabel und Schutzschaltung bei 15-20€. Ich war damals bei dem 28€ Pack sehr skeptisch bezöglich fake oder echt, aber scheinbar kaufen die einfach in großer menge so das die 4 Akkus nur 10€ kosten.
 
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Polyphrast

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@Monstafant: manchmal erzählt der Herbert Märchen z.B. dieses hier:
wurde dir akkupacks verlinkt mit ner lämpchenanzeige optional, nur hat damit auch schon lupine ne bock abgeschossen indem solche eine anzeige bei diversen akkupackserien dann erst die ungenutzten akkus leer gesaugt hat!!!
das kann mehr als nur nen kleinen parasitic drain zur folge haben drum auf sowas verzichten!
Ich kann ja nur von meinen Lupine Akkus reden, ich hab noch keinen Akku von Enerprof mit Anzeige, aber meine Akkus verlieren selbst bei 2 Wochen Nichtnutzung trotz Anzeige keine 10% Kapazität (10% ist die kleinste Stufe in der Lupineanzeige). Also nix mit Akkus werden leer gesaugt, der Herbert stänkert nur gerne gegen Lupine und das gerne auch ohne richtige Gründe. Du wirst deinen Akku ja nicht nur einmal im Monat verwenden, damit ist der minimale Strom durch die Anzeige vernachlässigbar.


Wenn du die Meinung eines Elektrochemikers haben möchtest, um deine Zellen möglichst lange nutzen zu können und gute Gründe für eine Akkustandsanzeige haben möchtest:
  1. Wenn es nicht sein muss, lade deine Zellen nicht 100% voll, sondern hör bei 80-90% auf. Grund: bei hohem Elektrodenpotential (i.e. Zellspannung) laufen alle schädlichen Nebenreaktionen auch deutlich schneller ab.
  2. Lass deinen Akku nicht drei Tage auf Anschlag voll geladen herumliegen, lad den Akku lieber kurz vor der Nutzung voll. Grund: siehe 1)
  3. Entlade den Akku wenn es geht nicht unter 10-15% und wenn Du es tust, pack ihn so schnell es geht wieder an den Lader (aber 4. beachten). --> Autohersteller nutzen nicht ohne Grund nur ca 85% der Akkukapazität. (eine Batterie mit 11 kWh nutzbarer Kapazität hat um die 13 kWh tatsächliche Kapazität)
  4. Laden: warten bis dein Akku auf Raumtemperatur aufgewärmt ist (nach einem kalten Nightride kann das 2-3 Stunden dauern). Bei Raumtemperatur geht das Laden deutlich akkuschonender.
  5. Akkulagerung: halte den Akku zur Lagerung zwischen 70% und 40% Ladezustand. Gründe siehe 1) und 3). Prüfe alle ein zwei Monate den Ladezustand. Lade ggf nach. Lager den Akku kühl (es geht auch das Gefrierfach). Je kälter, desto weniger schädliche und unvermeidliche Nebenreaktionen laufen in der Zelle ab und desto niedriger sind deine Kapazitätsverluste.

Wenn Du im Winter mehr Freude am Akku (i.e. nutzbare Kapazität) haben willst: Entweder die von Herbert empfohlenen Hochstromzellen nehmen oder deinen Akkupack in der Trikot- oder Jackentasche tragen, dann hat er es mollig warm und gibt auch bereitwillig Strom ab und du kannst auch Zellen mit hoher Kapazität nehmen.
 
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@Polyphrast ab welcher Temperatur ist ein Hochstromakku bei 3-4 Stunden Radfahren wirklich besser?
Wir sprechen hier ja von 0,25C das ist 60 bis 100 mal weniger Last als das für was die Hochstromzellen ausgelegt sind.

Wäre toll wenn ihr ein paar Messwerte verlinkten könnt, weil ich für den Winter über eine Spezialisierung nachdenke.
 
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Hui, so viel Information! Ich danke euch! Und hoffe, keinen Streit vom Zaun gebrochen zu haben. :streit:

Ich fasse mal zusammen, so wie ich es verstanden habe: Der Adlershof Akku 7,4V 6800mAh ist ein überraschend günstiges Modell, das aber bei Wintertemperaturen leicht schwächer (10%) abschneidet als der teurere (aber immer noch preislich akzeptable) Kreuzberg Akku 7,4V 8400mAh.
Laden besser nie ganz voll, entladen besser nie ganz leer, zwischendrin Erhaltungsladungen.
Auf eine Ladeanzeige am Akku kann ich verzichten, denn der ist entweder am Helm oder im Rucksack.


Was aber noch offen ist, ist meine Frage von oben nach der Form des Rundsteckers. Ist der genormt und entspricht dem, was meine MJ-880 braucht?
 
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Polyphrast

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@Falco: da kann ich Dir leider keine Werte liefern, erstens war ich an der Uni mit Brennstoffzellen beschäftigt und zweitens hatten bei mir im Arbeitskreis auch die Batterieleute keine großen Tests bei tiefen Temperaturen gemacht und es wurden auch keine fertigen Zellen vermessen, sondern die Zellen selber gebaut (inkl Anmischung der Elektrodenpasten)

Ich würde vom Gefühl her sagen unter 0,2C, vllt auch unter 0,35 C (bei einem 7.4V zweizellen Akku unter 10W, bei einem 4 Zellen unter 20 W) bringt die Hochstromzelle keine nennenswerten Vorteile , da ist es sinnvoller die Anzahl der Zellen in der Parallelschaltung zu erhöhen um den Strom pro Zelle zu reduzieren.
Herbert nutzt ja vor allem Taschenlampen und die haben dann ja öfters nur eine Zelle, da gehen natürlich andere Ströme durch die Zellen.

So, kurze Suche via google scholar hat mir eine Publikation ausgespuckt, wo bei 0.5C Entladerate von 20 °C auf -10°C ca 10% Kapazitätsverlust angegeben sind, von -10°C auf -20°C sind es weniger als 5% zusätzlicher Kapazitätsverlust. unter -20°C wirds dann düster, bei -40 °C ist der Akku quasi tot. Paper ist von 2003, im Zweifel ist es heute also eher besser als schlechter und meine Schätzung ist ganz gut gewesen.
Edit: anderes Paper (von 2006, kommerzielle Li-Ion Zelle mit LCO Kathode, 3,75V und 2400 mAh (hersteller und typ nicht genannt) zeigt bei 4 W (0,45 C) Stromentnahme ein Kapazitätsverlust von ca 30% von 20°C auf -10°C, und einen Abfall um 70% auf -20°C. Bis 1 W (0,11 C) ist es akzeptabel:

Fazit des ganzen: ohne vernünftige Messungen (wo alle Bedingungen angeben sind) von aktuellen Zellen bei -10°C oder -20°C ist das etwas Rätselraten. Trau den Datenblättern, das sind die aktuellesten Werte, die man problemlos bekommt und zieh noch ein paar Prozent von den Werten ab und gut ist.
Den Strom auf mehrere Zellen aufzuteilen hilft aber auf alle Fälle!

Auf eine Ladeanzeige am Akku kann ich verzichten, denn der ist entweder am Helm oder im Rucksack.
Was aber noch offen ist, ist meine Frage von oben nach der Form des Rundsteckers. Ist der genormt und entspricht dem, was meine MJ-880 braucht?
Enerprof schreibt dass die Akkus für Magicshine Lampen passen. Magicshine hat meines Wissens die DC 5521 Stecker (5.5 mm Durchmesser der Hülle, 2.1mm Durchmesser des Steckers in der Mitte; miss es im Zweifel aus, aber ned am Stecker von der Batterie, nicht dass Du da einen Kurzschluss baust!)
Und wie möchtest Du ohne Ladestandsanzeige den Ladezustand deines Akkus schnell und praktisch überprüfen können?
 
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@Polyphrast ab welcher Temperatur ist ein Hochstromakku bei 3-4 Stunden Radfahren wirklich besser?
Wir sprechen hier ja von 0,25C das ist 60 bis 100 mal weniger Last als das für was die Hochstromzellen ausgelegt sind.
das hat nix mit dem verbrauch zu tun.
High drain typen können bei +20°C durchaus 15-25 Ampere dauerhaft rausdrücken.
braucht man diese Eigenschaft bei ner radlampe?

logo nö, die teile konsumieren doch nur 1-3 Ampere.

Nur wo es meist dunkel ist ist halt der winter und zu dieser zeit finden Lampen die meiste Nutzung und genau da hat es eben keine +20°C idealle "Raumtemperatur".

Sobald es nämlich unter die null Linie auf dem Thermometer geht sacken Akkus in ihren gesammten entlade-Eigenschaften ein, und vor allem der große RI und die größere trägheit der chemie von basiszellen oder reinen hochkapazitätszellen zeigt sich da eben so richtig.

hier hatte ich ja eh schon mal paar worte generell zu diesem thema verloren.

kurz und knapp, auf den punkt gebracht:
nehm ich nen panasonic 18650B mach ich diesen im gefrierfach auf -10°C geht mir der RI auf über 100 mohm hoch und besagte zelle kann kaum mehr 2A raus drücken, aber nicht nur das auch sind nur noch gut <60% der kapazität nutzbar, wird es kälter richtung -20°C besteht sogar die gefahr das er ausfällt.

es ist wie zu versuchen aus nem zusammen bechenden Netzteil irgenwie noch bishen strom rauszuziehen.......

hier ein kleiner auszug meiner zellen.
grau= ne deutlich besser LG auch im ~2€ berreich als die von MJ verwendete B4.
grün= die 18650B"~4-5€" die vor 6 jahren recht hipp war und in vielen akkupacks drin war, warum hab ich nie verstanden weil die nicht grad das gelbe von ei ist....heute nur noch zu überteuerten preisen zu bekommen.
selbst die M29"grau" schlägt sich da besser........

pink= die genannte 30Q"~4-5€" ne 3000mah Zelle die top leistungen bringt winter wie sommer."toller akku für akkupacks"
rot= die zelle die im verlinkten akkupack von mir drin ist, solider 4000mah allrounder der supergünstig ist"~4€"
hellblau= die beste zelle im aktuelleren 21700 format die man für geld kaufen kann" ~5-6€", mit 4000mah und ner noch besseren winterperformance als der 30Q.
IMG_20191109_120546.jpg

die akkuwahl ist der wichtigste punkt bei der entscheidung wenn man akkupacks kauft.
 
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"DC 5521 Stecker (5.5 mm Durchmesser der Hülle, 2.1mm Durchmesser des Steckers in der Mitte"
Dann scheint das zu passen.

"Und wie möchtest Du ohne Ladestandsanzeige den Ladezustand deines Akkus schnell und praktisch überprüfen können?"
Am Lampenkopf leuchtet er Schalter rot, wenns eng wird, und fängt dann an zu blinken. Aber stimmt schon: Ein Vollladen (das ja zu vermeiden ist) kann ich ohne Ladestandsanzeige nicht verhindern.

Verwendet wird der Akku, wie Herbert schon richtig vermutete, i.d.R. zwischen +10 und -8 Grad.
 
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@Monstafant: manchmal erzählt der Herbert Märchen z.B. dieses hier:

oder deinen Akkupack in der Trikot- oder Jackentasche tragen, dann hat er es mollig warm und gibt auch bereitwillig Strom ab und du kannst auch Zellen mit hoher Kapazität nehmen.
Genau das würde ich tunlichst sein lassen. Akkus können auch mal explodieren, wenn Dir das im Trikot passiert hast Du Glück wenn Du das überlebst. Bei Stürzen trägst Du ein viel höheres Verletzungsrisiko + das Risiko das der Akku durch den Sturz kaputt geht.
 
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OK, ab -10°C Zelltemperatur sind Hochstrom Akkus besser. Das wäre dann so -11 bis -15°C Außentemperatur. Das ist mir zu Kalt für 4 Stunden Radfahren.

Bei 0°C sind die ähnlich und ab 20°C halten die Panasonic 15% länger pro Gramm.
Danke euch, da bleibe ich bei meinen Panasonic Zellen, die kann man im Sommer auch super als Powerbank nutzen.

Gibt mittlerweile auch Adapter mit Spannungswandler von Rundstecker zu USB.
Hab meine Ausrüstung komplett auf JST Stecker umgestellt, das hat Prozentual mit 10% Energiedichte mehr ausgemacht als sich die Energiedichtesten Zellen voneinander unterscheiden. Da sind selbst inkl. Baugröße 21700 alle im Handel erhältlichen Zellen im Bereich 1-5% Energiedichteunterschied zusammen gerückt.
 
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Wäret Ihr so nett und würdet noch einen Blick auf mein Ladegerät werfen (damals bei der BJ-880 mitgeliefert). Ist das ok auch für die aktuell zur Diskussion stehenden Akku-Alternativen?

IMG_1175.JPG
 
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Ich fasse mal zusammen, so wie ich es verstanden habe: Der Adlershof Akku 7,4V 6800mAh ist ein überraschend günstiges Modell, das aber bei Wintertemperaturen leicht schwächer (10%) abschneidet als der teurere (aber immer noch preislich akzeptable) Kreuzberg Akku 7,4V 8400mAh.
Laut Datenblatt

10% schlechter bei -15°C Außentemperatur. (-10 Zelltemp)
Bei -5°C Außentemperatur bereits gleich gut wenn nicht sogar besser
Und ab 5°C (10°C Zelltemperatur) sind Akkus optimiert auf Energiedichte deutlich besser.
Zumindest Lauf Datenblatt, denn die Entladekurve von -10°C (-15°C Außentemperatur) sieht viel besser aus.
3,5A und deutlich über 60% Restkapazität

Wer weis was bei dem nicht Wissenschaftlichen Test passiert ist bei dem der Akku bei nur -10°C kaum mehr als 2A schaffte und unter 60% Kapazität abgefallen ist.

Also bei deinem Pech mit den Akkus solltest du vielleicht zwei kleine anstatt einen großen kaufen, dann steigt die Wahrscheinlichkeit das wenigstens einer der beiden mindesten 9 Jahre durch hält, so wie mein Noname China Akku.

Dein Ladegerät reicht, nicht optimal, aber dann hält dein Akku eben nur 10 Jahre und nicht 12 Jahre. Alles nur kleine Unterschiede, du reduziert damit die Lebensdauer nicht un 50%
 
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Ich lese grade das Datenblatt der auf Kapazität optimierten 21700 Zelle von Samsung.
Diese auf keinen fall kaufen für den Winterbetrieb. Die hat genau die horror Eigenschaften von dennen herbert berichtet hat, die bricht auf 60% Kapazität ein. Wohingegen die Panasonic Zelle noch 75-80% hat bei -10°C http://enerpower.de/wp/wp-content/uploads/2016/03/Specification_NCR18650B.pdf

Also bei frostfahrten auf den 15000mAh 6-Zellen Akku verzichten.
 
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Ok, das ist eine klare Ansage (sowas brauch ich, mir schwirrt schon der Kopf).
Danke nochmal in die Runde!
Jetzt muss ich noch entscheiden, ob die Ladestandsanzeige 10,- Euro wert ist. Einziger Vorteil, wenn ich’s recht verstehe: Man kann den Ladevorgang bei 80% abbrechen, was die Zellen schont.
 
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Zelle schonen macht auch nur so 5-20% Lebenszeit aus, also nicht dramatisch. Die Maßnahmen zur Akkupflege (Anzeigen, Ladegeräte, etc) sollten daher nicht mehr als 5-20% vom Wert all deiner Akkus ausmachen.
Wichtiger ist das halbe Jahr wo der Akku herum liegt, da wirklich so tief entladen das der Akku es grade so überlebt bis zum nächsten Einsatz. Man sagt 40-70% um zu verhindern das der Akku wegen zu viel Selbstentladung unter 2,5V fällt und anfängt unstabil zu werden. 40-70% sind da reletiv viel, da man davon ausgeht das der Akku lange gelagert wird und grade alte Zellen können in einem Jahr schnell mal die hälfte der Kapazität verlieren. Das einzige was du dir merken brauchst ist dass der Akku mit steigender Spannung schneller altert. Also bei 100% altert er sehr schnell, bei 80% schnell und bei 40-70% altert er nur langsam. Unter 5% altert er dann aber wieder sehr schnell. Unter 0% (2,5V) ist der Schaden am extremsten.

Die meisten Elektroniken schalten schon bei 3V ab, also bei etwa 5% Restkapazität. So stirbt der Akku dann nicht gleich wenn man es mal vergisst den Zeitnahe wieder etwas aufzuladen, oder falls der Akku nach der Nutzung abkühlt und Temperaturbedingt die Spannung weiter abfällt obwohl der Verbraucher schon durch die Schutzschaltung von der Zelle getrennt wurde.
 
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  1. Gibt mittlerweile auch Adapter mit Spannungswandler von Rundstecker zu USB?
  2. Hab meine Ausrüstung komplett auf JST Stecker umgestellt, das hat Prozentual mit 10% Energiedichte mehr ausgemacht als sich die Energiedichtesten Zellen voneinander unterscheiden.
    Da sind selbst inkl. Baugröße 21700 alle im Handel erhältlichen Zellen im Bereich 1-5% Energiedichteunterschied zusammen gerückt.
  1. Magicshine hat das:
  2. Was hat der Stecker mit der Energiedichte der Zellen zu tun?
 
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Energiedichte ist bei mir immer im Bezug auf das Gesamtsystem, falls es der falsche Begriff war, ich meine Kapazität/Masse und nicht das Volumen. Mir bringen die besten Zellen nichts wenn ich die in ein fettes Gehäuse packe und großzügig gummiverkleidete Stahl Rundstecker dran löte.
Großer Faktor ist auch das Kabel, was bei 2 Leitern eigentlich Oval sein sollte, aber einfach mit viel Gummi auf rundliche Form aufgefüllt wurde.

10g hat der Stecker und Kabelwechsel bei 10cm Kabel ausgemacht bei meinem 110g Akkupack, bei dem Enerpower Modellen bestimmt kommen mit den langen Kabeln bestimmt 15g zusammen. Wenn man mal zurück schaut wie viele Jahre wir gebraucht haben um 10% mehr Energiedichte mit 18650er Zellen zu erreichen, ist jede Kombination von Hochleistungszellen mit fetten Kunststoffgehäusen und diesen schweren Rundsteckern eine Respektlosigkeit gegenüber der schlauen Köpfe die die Technik so weit gebracht haben.

Und bevor man die Datenblätter der verschieden spezialiserten Zellen vergleicht um 1-5% heraus zu holen oder versucht herauszufinden bei welchen Temperaturen und Last welche Chemie 5% besser oder schlechter ist, sollte man vorher an den offensichtlichen Verursachern der Akkugewichte arbeiten. Wären das Gewicht egal würde, kann ich nur Bleiakkus empfehlen, die sind Ideal für den Winter. Aber ich glaube das kommt nicht gut an wenn ich einen Link zu einem Bleiakku als Alternative heraussuche. ;)
Wenn es hier nicht um Leichtbau gehen würde, dann wäre die viel einfacherere Antwort auf "Lampe geht zu schnell aus": Verdoppel die Akkugröße.
Oder wenn es um das Geld gehen sollte: nimm 8 günstige Zellen mit mittlerer Kapazität anstatt 4 teure Zellen mit hoher Kapazität, da die 8 Stück günstiger sind und trotzdem mehr Kapazität haben.

Noch wichtiger als Energiedichte ist allerdings Energie/Licht Management. Ich komme mit 110g Akku 3-4 Stunden hin (6 Stunden inkl Ab- und Anreise, aber Asphalt zählt nicht, da mein kleinster Leuchtmodus warscheinlich 10-30 Stunden halten würde)
Dabei habe ich bergab trotzdem mehr Licht als meine Freunde, die mit ihren 200-300g Akkus nicht länger hinkommen, obwohl die bergauf auch immer runter schalten. Beim Lichtmanagement holt man locker 10-50% heraus, das ist viel mehr Energiedichte als man mit Geld und Bastelzeit/Recherchezeit kaufen kann. Und nebenbei hat man dann auch viel weniger Lichtverschmutzung im Wald. :)

Der Fakt das man so viel Licht oder Gewicht verschwendet macht die ganze Kaufberatung eigentlich fast schon absord. Denn wozu das am besten passende Produkt heraussuchen wenn die anderen Parameter viel mehr ausmachen als der Akku der gekauft wird?
 
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