mal wieder die Suche nach der idealen Bremse

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Wie der Titel schon sagt bin ich auf der Suche nach der besten Bremse für mich und mein Hardtail.

Ich suche Ersatz für meine Hayes Stroker Ryde, die mir überhaupt nicht gefallen hat, es soll auch keine neue Hayes her.

Ich hatte vorher eine Magura Julie und war mit der eigentlich immer recht zufrieden, nur das der Bremsgriff und der Ausgleichsbehälter aus Plastik waren hat mir nicht gefallen. Da der Ausgleichsbehälter so weit nach oben geragt hat, war der schnell sehr zerkratzt. Hab mich mal bei Magura umgeschaut und bin auf die
MAGURA MARTA FR
und die
MAGURA LOUISE BAT
gestoßen. Gefallen mir beide sehr gut.

Beim lesen hier im Forum ist mir aufgefallen, das Shimano wohl auch recht gute Bremsen baut, was die Qualität der Teile angeht. Hab mir dann mal die
SHIMANO DEORE XT
rausgesucht, die würde mir gut gefallen. Hab dann aber hier im Forum gelesen, das die nicht so gute Bremskraft haben soll, was mir aber eigentlich das wichtigste wäre. stimmt das mit der relativ geringen Bremskraft oder nur ein Einzelfall?

Zuletzt noch Avid. Hier weiß ich nicht genau, was ne gute Bremse für mich wäre, da Avid aber offensichtlich relativ schlechte Qualität liefert (undicht etc.) würde die wegfallen. Ein Kumpel hat aber ne Juice 7 und die kam mir jetzt nicht schlecht vor, gute Bremskraft und so, also vll. ist das ja nur so ein gerücht ausm Forum hier?

Also so weit bin ich gekommen, jetzt brauch ich eure Hilfe.
Entscheidend für mich:
- hohe Bremskraft
- Verarbeitung der Teile (also Dichtheit, stabile Materialien die auch mal nen Sturz wegstecken...)

weniger wichtig bis egal ;):
- Preis
- Mineralöl oder DOT
- Design/Farbe

Welche von den oberen Bremsen könnt ihr mir empfehlen? oder doch ne ganz andere? :confused:

vielen Dank schonmal fürs lesen! :daumen:
 
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An was legst du Bremskraft fest? Soll es die Kraft sein was die Bremse auf den Boden bringt? Kann auch mit einer V-Brake eine Stoppi machen. Geht es dir um die Dosierbarkeit sind es dann wieder die Geschmäcker die da sehr verschieden sind. Ich fahr nur noch Shimano Bremsen was aber auch daran liegt das ich überall nur noch DC fahre. Ich mag das "weiche" Ansprechen der Shimano Bremsen. Ander finden das wiederum sehr schlecht. Kannst nur du Entscheiden welche es werden soll.
 
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ich suche eine hydraulische Scheibenbremse, hab ich oben ganz vergessen zu schreiben

mir geht es um ein hohe Bremskraft, also das die Bremse sehr kräftig zupackt und das bike stark abbremst. Der Hebelweg ist mir dabei eigentlich relativ egal, solange ich auch noch mit wenig Handkraft viel Bremskraft erreichen kann (also zum Beispiel auch ein Finger für nen stoppi reicht^^).

ich steh grad aufm Schlauch, was heißt DC? :confused:

hast du die hydraulischen XT Scheibenbremsen schonmal gefahren? kannst du mit da erfahrungen sagen?
 
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Ich hab hier grad die Bike vom letzten Monat liegen, da wurde ein großer Bremstest gemacht.

Bestnote erhielt: Formula The One FCS

Avid Code/X.0,Marta FR und Hope Tech V2 ebenfalls sehr gut.

Gut bis Befriedigend: Trickstuff CLEG 2 und KCNC DB x7 (Trickstuff & KCNC mit unter den teuersten Modellen)

Bei der Shimano XTR (Trail-Modell) sind bei hohen Belastuungen die Bremsbeläge geschmolzen und es trat Flüssigkeit am Leitungsanschluss des Sattels aus (das XC-Modell der XTR hat sogar noch schlechter abgeschnitten, Alu-Kern der Scheiben ist geschmolzen).

Zur XTR, das kommt alles vom Leichtbau, Bremskraft und Bremssicherheit sollte an erster stelle stehen und erst dann der Leichtbau, da hat es Shimano wohl mit dem Leichtbau etwas übertrieben.

Ich persöhnlich fahre die Shimano SLX und bin zufrieden.
 
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ok das mit Temperaturproblemen weiß ich, ist aber nicht relevant, da ich nicht vor hab, stundenlang bergab zu fahren.

wenn du die slx fährst, wie is die so? also reicht die Bremskraft aus? wie is die Qualität?
 
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Hallo,
ich fahre seit 1 Jahr die XT (180er) am Fully. Bisher absolut problemlos. Beim Transalp ebenfalls null problemo. Ist vielleicht nicht die bissigste auf dem Markt, ICH bin aber sehr zufrieden mit dem Teil.
Ciao
Stephan
 
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Ich hab hier grad die Bike vom letzten Monat liegen, da wurde ein großer Bremstest gemacht.

...


Bei der Shimano XTR (Trail-Modell) sind bei hohen Belastuungen die Bremsbeläge geschmolzen und es trat Flüssigkeit am Leitungsanschluss des Sattels aus (das XC-Modell der XTR hat sogar noch schlechter abgeschnitten, Alu-Kern der Scheiben ist geschmolzen).

...


Das Thema wurde hier schon alles duchgekaut wie toll ja diese Test in den Zeitschriften sind. Wenn du in dem selben Monat die Moutianbike gelesen hast hättest gelesen das die XTR Race mit überragend abgeschlossen hat.

So und nun? Wer hat Recht?
 
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Fahre vorne 203 mm, hinten 180 mm.
Qualität ist schwer zu beurteilen, da ich noch keine anderen Scheibenbremsen gefahren bin und keinen Vergleich habe, aber sie machen einen Soliden eindruck. Alle Leitungen sind dicht, nirgends tritt unerwünscht Öl aus. Bin schon öfters gestürzt, mit dem Bremshebel an Ästen, Stämmen und Weinstöcken hängen geblieben und sie ist noch ganz.

Bremskraft reicht mehr als aus, wiege aber auch nicht viel (61 kg).
Wenn ich richtig Bremse dann bleiben die Räder auch sofort stehen.

Bei 3 stunden in 30 cm schnee und Minusgraden lässt die Bremskraft aber schon um einiges nach, was aber nachvollziehbar ist.
 
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Das Thema wurde hier schon alles duchgekaut wie toll ja diese Test in den Zeitschriften sind. Wenn du in dem selben Monat die Moutianbike gelesen hast hättest gelesen das die XTR Race mit überragend abgeschlossen hat.

So und nun? Wer hat Recht?

Kommt auf den Einsatzbereich an.
Aber wer auf total Bremspower setzt wird nicht auf eine XTR greifen...
 
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Kommt auf den Einsatzbereich an.
Aber wer auf total Bremspower setzt wird nicht auf eine XTR greifen...

Warum hast du damit Erfahrung? Ich fahr mit meinen XTRs an meinen Bikes auch in Südtirol ohne Probleme bergab. Mitfahrer hatten mit Avid oder Formula Probleme. Problem gibt es mit allen Bremsen wenn man sie nur finden will.

Doch ich wollte nur auf deine Aussage wegen den Test der Bike nur darauf hinweisen das genau die selbe Bremse in der anderen Zeitschriften dort die beste Bremse ist. Also nicht auf diese Test verlassen.
 
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Warum hast du damit Erfahrung? Ich fahr mit meinen XTRs an meinen Bikes auch in Südtirol ohne Probleme bergab.

Das man sich nicht ganz auf Tests verlassen sollte stimmt.

Du wirst wahrscheinlich auch noch 100 Jahre ohne Probleme mit den XTRs bergauf und bergab fahren.

Solche Testergebnisse kommen nur daher, das bei Tests Bedingungen geschaffen werden, die bei normaler Benutzung niemals herrschen.
 

Sir Galahad

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Insbesondere dann wenn sich z.B. die neuen XTR-Alu-Sandwich-Scheiben bei den Tests in Schrott auflösen. Da teste ich auch lieber selbst auf einer Abfahrt, so richtig schön ausgesetzt, damit es auch richtig weh tut, wenn die doch recht haben ;)

Im Ernst: ganz liegen die Tests nicht daneben und werden auch immer besser.

Natürlich kann man die Ergebnisse durch Erfahrungsberichte aus dem Forum abrunden.

Aber auch die sind nur was wert, wenn ich weiß, was genau die Berichterstatter wie fahren: welches Baujahr? Scheibengröße? Systemgewicht Bike + Fahrer? Streckenart- und Länge? Welche Beläge? Schulgerechte Bremstechnik eines Leichtgewichts auf durchschnittlicher Strecke oder übergewichtiger Schleifbremser auf langer Steilabfahrt?

Ohne das sind die Empfehlungen hier noch weniger wert als Magazin-Tests!
 
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Jetpilot

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Mineralöl vs DOT:
-DOT hat eine geringere Kompressibilität (dV/dp) als Mineralöl, der Druckpunkt wird bei gleicher Bauweise härter
-DOT ist Hygroskopisch, Mineralöl nicht
-DOT wirkt ätzend, also beim Hantieren aufpassen, Mineralöl ist da relativ unbedenklich
-DOT kann Lacke anlösen, Mineralöl nicht
-DOT kann Gummi zerstören, Mineralöl nicht

Shimano und Magura sind meines Wissens nach die einzigen Hersteller die auf Mineralöl zurückgreifen, alle anderern Bremsen sind mit DOT befült. Ich vermute, dass man eine DOT Bremse aber auch mit Mineralöl befüllen kann, andersherum dürfte es aber nicht gehen (je nach bauweise, wg der Dichtungen).

Ich würde dir empfehlen:
Shimano: XT/SLX (Saint?)
Avid: Elixir 5/R, (Code?)
Formula: RX, The One (r1?)

Magura bin ich nie Gefahren, die oben gennanten hatte ich mindestens einmal in der Hand.
ich fahre die Avid Juicy 5 am FR mit 203/203 Scheiben
und die r1 am Tourer mit 203/180 scheiben.
 

sharky

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Sir Galahad

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@sharky: Hier bei uns tauschen wir ab und an mal die Räder untereinander. Das ganze geschieht meistes bei Vollmond und einem Tanz ums Lagerfeuer.

Das war doch klar, dem entspricht ja auch die Qualität deines Inputs hier zum Thema.

Edit zum Thema: Laut der Tests und vieler Meinungen hier im Forum ist The One von Formula die Bremse mit der klar größten Power. Die neue XTR hat auch sehr viel Power. Beide sind auch nicht zu schwer, aber nicht extrem standfest, also für hohes Systemgewicht oder/und Schleifbremser nicht so optimal. Für den Normalbiker im Mittelgebirge oder für Biker mit guter Bremstechnik auch in extremeren Umgebungen sind beide aber ausreichend standfest. Ach ja, für maximale Power immer maximale Scheibengröße nehmen. Und Finger weg von Shimano-Alu-Sandwich-Scheiben, sicher ist sicher.

Ähnlich stark sind auch Shimano Saint oder Avid Code und Magura Gustav. Die sind zusätzlich sehr standfest, also für hohes Systemgewicht oder/und Schleifbremser optimal. Dafür etwas schwerer und von vielen als Freeride- oder DH-Bremsen angesehen, was aber Unfug ist. Mit Hardtail, 120 kg Körpergewicht, viel Gepäck z.B. Touren mit Zeltausstattung oder Kinderanhänger machen die auch Sinn. Von diesen Bremsen ist Saint die Sorglos-Bremse, jedenfalls ist das mein Fazit aus Dutzenden von Forumsbeiträgen.

Alle anderen Bremsen sind schwächer und daher für Dich weniger interessant. Außerdem musst Du dann aus Dutzenden Alternativen wählen.
 
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Jetpilot

Tiefflieger
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Neu Moresnet im wunderschönen Belgistan
ok, sag ich mal nur was zu vier Bremsen, die ich länger fahren konnte:

2010er Elixir 5 an einem Freeride-Fahrrad:
Das systemgesammtgewicht liegt bei ca 100 kg (82kg fahrer incl. Bekleidung + 18kg Fahrrad)
die Bremse wird mit 203mm Scheibe vorne und 203mm Scheibe hinten gefahren.

Gefahren wird meistens auf lokalen Trails, die nicht länger sind als 2minuten, ab und an im Parks. Die Strecken sind durchaus anspruchsvoll und werden für meine begriffe eher zügig gefahren.

Bremst auch bei Nässe gut, ist bei Temperaturen bis -5 und Schneefall nicht vereist, quietscht etwas bei Nässe, der Druckpunkt verhält sich im Vergleich zu einer Formula r1 weich aber sehr gut dosierbar, die Bremskraft ist bei den großen Scheiben groß genug um das Vorderrad auch noch im steilen terrain blockieren zu lassen, bremsversagen oder Druckpunktwander hatte ich auch nach längeren Parkabfahrten bisher nicht.

2010er Formula RX an einem Enduro:

Systemgewicht etwa gleich wie beim Freerider, einsatz nur auf lokalen Trails, fahrweise etwas zurückhaltender.

Die Bremse wird mit Scheiben der Größe 203mm vorne, 180mm hinten betrieben.

Bremst bei Nässe schlechter als die Elixir, bei Trockenheit etwa gleichwertig, der Druckpunkt ist etwas härter als bei der Elixir, ebenfalls gut dosierbar.
Die Grifform ist etwas ergonomischer als die der Elixir, um die maximale Bremskraft zu erreichen braucht es aber etwas mehr Handkraft.
Auch hier bisher kein Bremsversagen. Mein Vater, dem das Rad gehört und der ca 20kg mehr wiegt, hatte auch noch keine Probleme.

Formula r1 an einem Hardtail:

Gefahren werden touren mit dem Schwerpunkt eher auf dem Spaß bei der Abfahrt, Systemgewicht ca 10kg weniger als beim FR (keine Schutzkleidung bis auf den Helm und ca. 7kg weniger Fahrradmasse)

die bremse wird betrieben mit 203/180er Scheiben

Der druckpunkt ist sehr hart, die Bremskraft liegt sogar leicht über der der Elixir, die Dosierung ist etwas gewöhnungsbedürftig, die Bremskraft sofort da.
Fading hatte ich noch nie, aber der Druckpunkt ist nach einer längeren Abfahrt (>3min auf unbekanntem, steilen Trail in der Eifel mit ca 200hm) etwas gewandert, hat sich aber dann aber wieder schnell gelegt. Da waren aber noch 180er scheiben vorne dran, bei der 203er denke ich, wird das nicht passieren.

Shimano XT Bremsen an einem, XC Hardtail

Ich durfte die Bremse bei einer Tagestour auf leichtem Gelände auf einem leihrad testen. Das Wetter war schlecht, starker Regen. Die Bremse wurde mit 180mm/160mm Scheiben betrieben. Die Leistung war für diesen Einsatzbereich mehr als ausreichend, der Druckpunkt war hart, allerdings ist das Gefühl sehr viel weicher gewesen als bei den anderen Bremsen.
Ob das mit dem Mineralöl zusammenhängt kann ich nicht mitsicherheit sagen (oder ist das bei euch auch schon ein todbringende Mutmaßung über ein "Sicherheitsrelevantes" Bauteil?)
Dosierbarkeit ok, Stoppie möglich.

ich hoffe das genügt euch, sir.
 
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