Max. Drehmoment - Stahlschraube in Alu

Ampelhasser

钢猪干部
Dabei seit
17. Mai 2004
Punkte Reaktionen
6.257
Ort
Berlin
Bike der Woche
Bike der Woche
Moin,

kurze Fragen an die Experten, da mich Google irgendwie nicht weitergebracht hat.

Mit wie viel Nm kann ich eine M8 1.25 x16mm Grade 10.9 Schraube in eine 8mm dicke Aluplatte schrauben. Kann ich den für die Schraube max. möglichen Drehmoment von 35Nm nehmen oder muss wegen der Kombination Stahlschraube in Alu etwas beachten.

Hintergrund ist, dass sich die Rocker Ausfallenden bei meinem Rahmen immer wieder verschieben und ich das u.a. mit einem höheren Drehmoment verhindern möchte.

Danke!
Ciao
Ampel
 
Dabei seit
27. November 2006
Punkte Reaktionen
375
Da kommt ein bisschen was zusammen, aber bei der Einschraublänge (max. 8mm) und ohne genauere Angaben zum Werkstoff würde ich bei dem Anzugsmoment 25 Nm bleiben.

Edit:
Geht es hierbei um deinen SSP Gravel Rad? Schreib dem Hersteller was er empfiehlt. Ansonsten schauen die Teile nach PMW Ausfallenden aus, die antworten dir sicherlich auch schnell via Mail bzw schau mal hier: https://paragonmachineworks.com/files/public-docs/FAQAdjDrops.pdf -> 25Nm.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
7. Juni 2010
Punkte Reaktionen
627
Ich würde sagen, das kommt auf's Alu an.

Bei Stahl sagt man grob, dass die minimale Einschraubtiefe der Schraube dem Durchmesser der Schraube entsprechen sollte, damit das Gewinde nicht ausreißt.

Erfahrungsgemäß kann man eine M8 8.8 Schraube mit grob 40Nm anziehen, bevor sie reißt.
Natürlich ohne Gewähr...

Hast du evtl. die Möglichkeit, eine Mutter zu hinterlegen?
Oder eine Zahnscheibe unterlegen, die die Kopfreibung erhöht?
 
Dabei seit
24. Juli 2003
Punkte Reaktionen
704
Vielleicht lasst sich die Reibung zwischen Ausfallenden und Rahmen auch so erhöhen, so dass das hohe Drehmoment nicht benötigt wird.
Vielleicht die Oberfläche anrauen + Montagepaste vom Carbon mit Reibungspartikeln.
Ansonsten bei den Rahmenbauern im Thread mal nachfragen.
 
Dabei seit
10. Oktober 2010
Punkte Reaktionen
1.474
Ort
Dresden
Eben.
Sonst ist alles stochern im Nebel.
Bei den verschiedenen Formen funktioniert nicht alles.
Die Rohloff Ausfallenden von Lauble Fichter konnte ich erst mit wesentlich größeren U-Scheiben unter den Schraubenköppen fest und ruhig stellen.
 
Dabei seit
8. Oktober 2008
Punkte Reaktionen
5.439
 
Dabei seit
27. November 2006
Punkte Reaktionen
375
Geil, da steht ja schon alles drin. Wieso such ich Depp ihm das überhaupt raus. Knall die Schraube mit 40Nm an, dann hast du entweder Ruhe oder wir Ruhe von dir weil die Gewinde ausgerissen sind.

Kontaktier Paragon mit dem Sachverhalt und zieh deine HR Achse nicht so fest an.
 

Ampelhasser

钢猪干部
Dabei seit
17. Mai 2004
Punkte Reaktionen
6.257
Ort
Berlin
Bike der Woche
Bike der Woche
@PORTEX77: Ja, Danke für den Tipp mit den Zahnscheiben. Da gibt es ja verschiedene Modelle. Worauf sollte ich da achten?

Montagepaste vom Carbon mit Reibungspartikeln.
Das habe ich schon ausprobiert. Leider brachte das keinen Erfolg.

Geil, da steht ja schon alles drin. Wieso such ich Depp ihm das überhaupt raus. Knall die Schraube mit 40Nm an, dann hast du entweder Ruhe oder wir Ruhe von dir weil die Gewinde ausgerissen sind.

Kontaktier Paragon mit dem Sachverhalt und zieh deine HR Achse nicht so fest an.

Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast. Bei meiner Ursprungsfrage ging es ja nur darum, mit wie viel Nm ich die Verbindung belasten kann.
 
Dabei seit
27. November 2006
Punkte Reaktionen
375
@PORTEX77: Ja, Danke für den Tipp mit den Zahnscheiben. Da gibt es ja verschiedene Modelle. Worauf sollte ich da achten?

Das würde nur was bringen wenn sich die Schrauben lockern würden, aber das Problem besteht ja direkt zu Beginn? Ansonsten würde ich von Zahnscheiben (zb Nordlock) abraten und eine mittelfeste Schraubensicherung von Loctite nehmen.

Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast. Bei meiner Ursprungsfrage ging es ja nur darum, mit wie viel Nm ich die Verbindung belasten kann.

Wie gesagt, frag Paragon, die wissen welche Legierung verwendet wurde. Die sagen zb dass die Titanschrauben mit 10% mehr angezogen werden können, dann wären wir schon bei 27,5Nm.

Solltest das Problem weiterhin bestehen überlege ob du dir nicht Helicoils ins Alu einbringen lässt (erlaubt dir ein höheres Drehmoment) oder Distanzstücke lasern lässt die ein Verschieben vom Ausfallende in den Slidern unterbindet.
 

Ampelhasser

钢猪干部
Dabei seit
17. Mai 2004
Punkte Reaktionen
6.257
Ort
Berlin
Bike der Woche
Bike der Woche
Das würde nur was bringen wenn sich die Schrauben lockern würden, aber das Problem besteht ja direkt zu Beginn?
Ja, richtig, die Schraube löst sich nicht.

Ich habe gerade noch mal beim Hersteller nachgefragt. Die Dropouts kommen nicht von PMW, sondern werden durch einen chinesischen Zulieferer bezogen. Auch dort ist aber die Aussage, dass es nicht mehr als 25Nm sein sollen. Nun gut, dann muss ich mal sehen, wie ich evtl die Reibung/Haftung verbessern kann.
 
Dabei seit
8. Oktober 2008
Punkte Reaktionen
5.439
Was soll denn bei einem Versuch mit Zahnscheiben schiefgehen, außer das es nicht hält, wie vorher auch?
IMG_20210118_133732.jpg
 
Dabei seit
10. Oktober 2010
Punkte Reaktionen
1.474
Ort
Dresden
Tja, im Nachhinein ist man immer schlauer.
Fühl Dich bitte durch meine Aussage/Meinung oben nicht angegriffen.

@PORTEX77 genau das mit diesen Zahnscheiben habe ich auch schon mal durch. War leider genauso ein Reinfall wie die Empfehlung hier im Forum die "Schrauben ganz fest anziehen".
Das ist gut gemeint, und wer es unbedingt probieren möchte, der darf das gerne auch noch einmal ausprobieren.

Viele dieser verstellbaren/verschiebbaren Ausfallenden haben das Problem, dass die nicht so richtig halten und dann Knacksen oder verrutschen.
In den unendlichen Weiten dieses Forums findet man sicher was über die Rahmen von MAXX mit verschiebbaren Ausfallenden. Einfach nur Mist, leider. ;)

Einfach so große U-Scheiben unter die Schrauben und dann hoffen.
_20210118_143505.JPG
Irgendwelche Pasten oder so was bringen es nicht wirklich.
 
Dabei seit
8. Oktober 2008
Punkte Reaktionen
5.439
Fühl Dich bitte durch meine Aussage/Meinung oben nicht angegriffen.

@PORTEX77 genau das mit diesen Zahnscheiben habe ich auch schon mal durch. War leider genauso ein Reinfall wie die Empfehlung hier im Forum die "Schrauben ganz fest anziehen".
Das ist gut gemeint, und wer es unbedingt probieren möchte, der darf das gerne auch noch einmal ausprobieren.

Viele dieser verstellbaren/verschiebbaren Ausfallenden haben das Problem, dass die nicht so richtig halten und dann Knacksen oder verrutschen.
In den unendlichen Weiten dieses Forums findet man sicher was über die Rahmen von MAXX mit verschiebbaren Ausfallenden. Einfach nur Mist, leider. ;)

Einfach so große U-Scheiben unter die Schrauben und dann hoffen.
Anhang anzeigen 1190558
Irgendwelche Pasten oder so was bringen es nicht wirklich.
Ok , persönliche Erfahrungen 👍
Für Paste halte ich die Kräfte, die da wirken, einfach zu hoch.

Ich hatte seinerzeit mit einer Rohloffnabe mit Schraubachse ähnliche Probleme, hat sich in den Ausfallern verschoben, trotz Zahnscheiben. Ein Austausch gegen grobere Zahnscheiben, führte dann zur dauerhaften Lösung des Problems.
 
Dabei seit
10. Oktober 2010
Punkte Reaktionen
1.474
Ort
Dresden
Ok , persönliche Erfahrungen 👍
Persönliche Erfahrungen wirken besser, als gut(e) (gemeinte) Ratgeber. ;)

Die Kräfte wirken auch bei diesen verschiebbaren Ausfallenden in Richtung vom Schraubenkopf. Und wenn dann genau dort zu wenig Fläche ist, die reibt, dann rutscht es eben. Das haben aber aus irgendeinem Grund die allermeisten Konstrukteure, studierte Leute! nicht so richtig auf dem Plan... :ka:
 
Dabei seit
22. Juli 2006
Punkte Reaktionen
345
Ort
16540
Solltest das Problem weiterhin bestehen überlege ob … oder Distanzstücke lasern lässt die ein Verschieben vom Ausfallende in den Slidern unterbindet.
Das wäre eine wirkliche Lösung des Problems - das "Rumdoktern" mit Scheiben bzw. Pasten oder maximalem Anzugsmoment zur Erhöhung des Reibwertes bekämpft doch nur das Symptom.
Vor vielen Jahren gab es in den waagerechten Ausfallenden (dünne) Schrauben, die ein Verschieben der Achse verhindert haben, bei Motorrädern gibt es dafür verschiedenste Ausführungen von Kettenspannern - aber nur mit (kräftig) Klemmen und Reibung ist das nicht sicher zu lösen.
 

cjbffm

26 Zoll lebt!
Dabei seit
4. September 2011
Punkte Reaktionen
2.861
Ort
Preuße aus Punkfurt ^^
Unterlegscheiben, hergestellt aus Sandpapier (nicht zu grob), könnten helfen.

Ich hab mir mal irgendwo so etwas gebastelt und ich meine, es hält bis heute. Ich habe inzwischen sogar vergessen, wo ich diese Spezialkonstruktion verbaut habe. - Also sorgenfrei.
 
Dabei seit
31. März 2014
Punkte Reaktionen
2.254
Ich würde sagen, das kommt auf's Alu an.

Bei Stahl sagt man grob, dass die minimale Einschraubtiefe der Schraube dem Durchmesser der Schraube entsprechen sollte, damit das Gewinde nicht ausreißt.

Erfahrungsgemäß kann man eine M8 8.8 Schraube mit grob 40Nm anziehen, bevor sie reißt.
Natürlich ohne Gewähr...

Hast du evtl. die Möglichkeit, eine Mutter zu hinterlegen?
Oder eine Zahnscheibe unterlegen, die die Kopfreibung erhöht?
Eine M8 8.8 er Schraube ist bei 40Nm schon im plastischen Bereich. Das heißt selbst wenn sie nicht abreißt bringt diese Schraube kaum mehr Vorspannung auf die Schraube als eine mit 25Nm angezogene. Macht also keinen Sinn außerdem ist die Schraube danach hinüber.

Normalerweise geht man bei einer Stahlschraube welche im Alu sitzt in den Tabellen eine Stufe tiefer, also wenn es eine 8.8 ist nimmt man den Wert für eine 6.8er Schraube. (Faustformel)
 
Dabei seit
2. Oktober 2014
Punkte Reaktionen
6.879
Persönliche Erfahrungen wirken besser, als gut(e) (gemeinte) Ratgeber. ;)

Die Kräfte wirken auch bei diesen verschiebbaren Ausfallenden in Richtung vom Schraubenkopf. Und wenn dann genau dort zu wenig Fläche ist, die reibt, dann rutscht es eben. Das haben aber aus irgendeinem Grund die allermeisten Konstrukteure, studierte Leute! nicht so richtig auf dem Plan... :ka:


Was ist den die bessere Lösung?
Beim exzenter habe ich doch im Endeffekt das selbe Problem wie ein Slider.
Bleibt ja nur ein spanner
 
D

Deleted 23985

Guest
Was ist den die bessere Lösung?
Beim exzenter habe ich doch im Endeffekt das selbe Problem wie ein Slider.
Bleibt ja nur ein Kettenspanner
Ich habe einige Lösung versucht und bin nun tatsächlich beim Rohloff Kettenspanner gelandet. Beim Exzenterinnenlager hätte ich keine Probleme mit Rutschen, eher im Gegenteil, die beiden Keile wieder zu lösen war ein Akt. Kurz, jedes Spannen war eine längere Prozedur.

Die WI eno eccentric war sehr unauffällig und sehr schnell nachgespannt. Der kleine Verstellbereich ist je nach Übersetzung und Kette etwas tricky.

Aber jetzt freu ich mich über eine konstante angenehme Kettenspannung (bei kack Optik) 😅
 
Dabei seit
10. Oktober 2010
Punkte Reaktionen
1.474
Ort
Dresden
Was ist den die bessere Lösung?
Beim exzenter habe ich doch im Endeffekt das selbe Problem wie ein Slider.
Bleibt ja nur ein spanner
Möglicherweise ist Spanner am Schaltauge die unkomplizierte Lösung.
Tretlager Exenter ist an der dreckigsten Stelle vom Rahmen.
Bei den verschiedenen verschiebbaren Ausfallenden würde ich die Lauble Fichter bevorzugen wollen. Die sind nach dem Feder Nut Prinzip konstruiert.
Gegen das Verschieben kann man evtl noch so etwas ähnliches montieren:
_20210119_233906.JPG

_20210119_234001.JPG

Damit stellt man die Slider genau ein und sichert sie gegen Rutschen nach vorne.
 
Oben