Monstergravel: Gravelbike mit Mtb-Geometrie

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Bei viel Rückbiegung ist mir das dann für die Kontrolle bergab auch zu viel des Guten.
Drum hab ich mich grad für den BLB entschieden, der hat 15° Backsweep ist 740 breit.
Durch den Zusatzbügel bin ich in der 'Aeroposition' etwas weiter weg, also in der Position gestreckter, als wenn ich nur enger neben dem Vorbau greifen würde.
Außerdem empfinde ich die Position auf dem Bügel als sehr ergonomisch.
Hab den Lenker so montiert, daß die Lenkerenden etwas nach unten rauslaufen.
Für mich die ideale Ergonomie, wenn ich auf den Griffen bin, kann ich lange so fahren.
Ich wollte auch keine neue Lenkerglaubensfrage starten, was ist der beste Lenker für Gravel oder was bedeutet Gravel.
Für mich ist eben auch mein Fargo mit dem BLB und 2,1" Reifen Gravel, eines meiner drei Gravelräder.
Letztes Jahr war meine Frau (Bombtrack Beyond) und ich (Salsa Warbird) jeweils mit Maxxis Rambler in 40c die Pfingstferien in der Toskana.
In den großen Ferien für 3 Wochen in Österreich (Waldviertel, Niederösterreich, Steiermark und Osttirol).
Frau mit Scott Scale mit BLB-Lenker und 2,1" Nano, ich mit dem Fargo
Sind da z. B. einen Teil des Iron Courtain Trail gefahren.
Bis auf die letzten beiden Touren in Lienz, waren wir aus meiner Sicht graveln, längere Strecken überwiegend auf Forst und Schotterstraßen.
Beides war total schön, im Nachhinein betrachtet, hätten wir die Räder umgekehrt mitnehmen sollen, die Toskana war deutlich grantiger als die Strecken in Österreich.
Nachdem wir früher die Urlaubsspots eher nach Bergab ausgesucht haben, ist spätestens seit 2016 mit dem Norwegenurlaub eher Landschaftspanoramaradeln angesagt.
Mir gefällt die 'neue Sportart'.
Rennradeln hatte für mich früher auch schon einen Reiz, aber auf der Straße fühl ich mich einfach nicht wohl.
Zusammengefaßt: Gravel lege ich ziemlich breit aus und es gibt auch Gravelräder mit Flatbar.
Meine Meinung, die muß sich nicht durchsetzen.

Um auf die Themenerstellerin zurückzukommen.
Wenn ich mit Flatbar auf langen Distanzen Probleme mit Verspannungen habe, hätte ich mir wohl auch so ein ähnliches Rad aufgebaut.
Das sie Überlegungen angestellt, die Sache ausprobiert und für sich eine Lösung gefunden hat, find ich gut.
Ich hab keine Probleme bei längeren Strecken mit Flatbar, mir ist die Lenkerbreite bei rumpligen bergab wichtiger als ein flacherer Lenkwinkel.
Der flachere Lenkwinkel würd mir aber auch nicht schaden.

Entschuldigt den langen Text, ich kann einfache Sachverhalte ziemlich lang und komplex ausufern lassen.
Die Fähigkeit andersrum wär mir lieber.
 
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Bad Aibling
Lenker Glaubensfragen sind besser als Lenkerglaubenskriege :)
Und ein andere Lenker lässt einen manchmal das ganze Fahrratt überdenken
Und das was du beschreibst klingt sogar verdammt nach Gravel , äh Allroad , äh .... weissichauchnicht .
Mehr davon geht auf jeden Fall nicht ! :D

Ich denke auch ab und an mal darüber nach am Pendelfixie wieder mal so einen Lenker zu probieren , ist ja eigl. kein Act , muß man nichtmal Bremsen umschrauben :)
Nimmst du dafür einen längeren Vorbau als normal ?
 
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Nein, original ist ein 90-mm-Vorbau dran verbaut, hab nur alle Spacer unter dem Vorbau weg.
Das Steuerrohr ist ja beim Fargo relativ lang.
Hab ein bißchen gebraucht, bis ich's geschnallt hab.
Bingo, Fixie, keine Bremsen.
 
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Zum Thema "New School Geometrie" fiel mir gerade das "Rake Zero" Konzept von François Kerautret ein, leider nur wenig Information darüber im Web zu finden: Kein Gravel, sondern reinrassiges Rennrad, gerade Gabel ohne Offset, 70° Lenkwinkel, langes Oberrohr und kurzer Vorbau, 650C Laufräder. Wer sagte noch, Rennradler wären immer konservatif, und würden nichts Neues probieren? Gut, es hat sich nicht wirklich durchgesetzt, was aber auch an den sehr exklusiven Preisen liegen könnte. Die Idee mit dem wesentlich längeren Nachlauf ist aber nicht weit von aktuellen MTB-Tendenzen entfernt.
 
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MucPaul

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Hier und da. Aber auch mal dort!
Woher willst du wissen, was für wen und wann "praxisfremd" oder aber auf der anderen Seite "Sinn und Zweck" ist?

Eigentlich ist doch nur eins klar: der Stein der Weisen wurde noch nicht gefunden. Weder beim Mtb noch beim Rennrad noch beim Gravel, und auch außerhalb des Radfahrens noch nicht. Und er wird auch nie gefunden werden. Deswegen ist und wird immer alles im Fluss sein. Auch wenn es immer Leute geben wird, die fest der Meinung sind, den Stein der Weisen für sich selbst und für alle gefunden zu haben ;)

Ich glaube wir sollten uns in 5 Jahren mal auf ein Bier zusammensetzen und die Diskussion weiterspinnen :D

Auch von mir mal was zur Auflockerung, weil es mir gestern zufällig wieder vor die Füße gefallen ist
Anhand der Dame im Video, die sich da todesmutig mit dem Niner Gravelbike die steilen Treppen hinunter stürzt sieht man doch, daß die Bike Industrie quasi einen Reset durchgeführt hat.
Die Noobs unter den Rennradlern, die jetzt vielleicht zum ersten mal mit einem Gravel Bike im Wald fahren, sind eine ganz neue Zielgruppe für die Vermarktung. Denen kann man dann in kleinen Schritten zu teurem Geld nach und nach weitere Errungenschaften der modernen Technik andrehen. Wie z.B. eine kleine Federung vorne. Vielleicht ein Elastomer im Vorbau oder eine Federgabel mit unglaublichen 30mm Federweg wie bei den ersten RockShoxs. Oder einen Gummipflock im Hinterbau (Stichwort BMC URS)?
Natürlich danach das Upgrade mit einer echten Stahlfeder anstatt Elastomer (Stichwort Specialized Futureshock 1.5 beim Diverge). Und als Non-plus-ultra das modernste aus der Raumfahrt Technik, ein Dämpfer in der Federgabel! Natürlich nur im Premium Modell zu Mondpreisen (Stichwort Specialized Futureshock 2.0 beim Diverge).
Fox hat den Bedarf und die liquide Kundschaft auch erkannt und bietet den Gravelbikern die neueste Fox AX an mit sagenhaften 30mm Federweg, MIT eingebautem Dämpfer für den Mondpreis von EUR 879,- an.
Und die Leute kaufen es! Also muss es sagenhaft gut sein. :)
Und nachdem die schweren, billigen Stahlrahmen der 80er durch leichte und anfangs teure Alu Rahmen ersetzt wurden und billige Alu Bomber wie Sand am Meer zu kaufen sind, entdeckt man neue esoterische Materialen, die fantastische Compliance im Gelände bieten und das echte Gefühl für die Natur rüberbringen: Stahlrahmen zu Mondpreisen.
Also ein Reset in der Industrie. Und der Zyklus beginnt von neuem.
/Sarkasmus AUS
 
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entdeckt man neue esoterische Materialen, die fantastische Compliance im Gelände bieten und das echte Gefühl für die Natur rüberbringen: Stahlrahmen ...
Hihi , das ist das was derzeit keiner hören will .
Wasserohre die vor drei Jahren keiner mit dem Allerwertesten anschauen wollte sind jetzt wieder voll cool .
Naja , Wasserohre sind auch was feines und hübsch anzusehen aber früher hat so etwas 350€ für den Endkunden gekostet , jetzt im Schnitt 850 :D
 

arno¹

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rennradler sind doch eh doofe spacken ohne geländekenntnis, die kann man doch ruhig mit unnützem bling bling ausnehmen

bei den mtbikern hingegen wird es fürs gravel ja schlauerweise ne downhill geo sein, denn das ist die zukunft

habe ich hier zumindest öfters gelesen :)

logisch, denn alle schotterstraßen führen zwischendurch auch mal bergab !i!
 

scylla

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Anhand der Dame im Video, die sich da todesmutig mit dem Niner Gravelbike die steilen Treppen hinunter stürzt sieht man doch, daß die Bike Industrie quasi einen Reset durchgeführt hat.
Die Noobs unter den Rennradlern, die jetzt vielleicht zum ersten mal mit einem Gravel Bike im Wald fahren, sind eine ganz neue Zielgruppe für die Vermarktung. Denen kann man dann in kleinen Schritten zu teurem Geld nach und nach weitere Errungenschaften der modernen Technik andrehen. Wie z.B. eine kleine Federung vorne. Vielleicht ein Elastomer im Vorbau oder eine Federgabel mit unglaublichen 30mm Federweg wie bei den ersten RockShoxs. Oder einen Gummipflock im Hinterbau (Stichwort BMC URS)?
Natürlich danach das Upgrade mit einer echten Stahlfeder anstatt Elastomer (Stichwort Specialized Futureshock 1.5 beim Diverge). Und als Non-plus-ultra das modernste aus der Raumfahrt Technik, ein Dämpfer in der Federgabel! Natürlich nur im Premium Modell zu Mondpreisen (Stichwort Specialized Futureshock 2.0 beim Diverge).
Fox hat den Bedarf und die liquide Kundschaft auch erkannt und bietet den Gravelbikern die neueste Fox AX an mit sagenhaften 30mm Federweg, MIT eingebautem Dämpfer für den Mondpreis von EUR 879,- an.
Und die Leute kaufen es! Also muss es sagenhaft gut sein. :)
Und nachdem die schweren, billigen Stahlrahmen der 80er durch leichte und anfangs teure Alu Rahmen ersetzt wurden und billige Alu Bomber wie Sand am Meer zu kaufen sind, entdeckt man neue esoterische Materialen, die fantastische Compliance im Gelände bieten und das echte Gefühl für die Natur rüberbringen: Stahlrahmen zu Mondpreisen.
Also ein Reset in der Industrie. Und der Zyklus beginnt von neuem.
/Sarkasmus AUS
... In 20 Jahren haben dann Gravelbikes standardmäßig 160mm Federweg vorne und hinten, wiegen durchschnittlich 15 kg und haben Flatbars (das von @McDreck noch einen Aeroaufsatz :winken: ). "Und täglich grüßt das Murmeltier" wurde gerade im 3. Remake gedreht, den Vorvertrag zum Sequel hat Bill Murray aber aus Altersgründen abgelehnt. Die Mehrzahl der ehemaligen Mountainbiker befindet sich in psychologischer Behandlung. Der Wald ist voller Rennradler. Carbon ist gerade voll im kommen, der neuste heiße Sch***. In den Foren wird heiß diskutiert, ob 30.2'' sich als neue Reifengröße durchsetzen kann. Die Anhänger des alten 25,8'' Reifenmaßes sind eingeschnappt. Während dessen kristallisiert sich ein neuer Trend heraus: Allroad-Loambikes...

:lol:
 

arno¹

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Die Mehrzahl der ehemaligen Mountainbiker befindet sich in psychologischer Behandlung. Der Wald ist voller Rennradler.
mit wasserstoffmotor :D

an den alpen ist das benutzen von fahrrädern zum aufwärtsfahren untersagt, sowie die benützung der ehemaligen ski/downhillpisten obligatorisch
 

arno¹

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trek wird demnächst endlich richtig in den gravel markt einsteigen um seine broadsiderlinie mit survival fähigkeiten anzureichern

geplant ist unter anderem der mega flache lenkwinkel um die hohen geschwindigkeiten im losen geläuf des gravel bike park stemmen zu können, sowie der sogenannte flatbar aus den anfängen des jahrhunderts

vorteile: man kann den lenker mit einer griffposition zentrieren, ohne die griffposition wechseln zu müssen

2011-trek-broadsider-urban-bicycle4.jpg


partner der trek wird motoped, die insbesondere auf dem gebiet der survival bikes einiges zu bieten haben und auch für den gravel bike park die richtige abstimmung finden.

man kann den "survival black ops" auch in in einer version ohne gebäckträger bekommen !i!
motoped_slrock_960.jpg
 

MucPaul

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Hier und da. Aber auch mal dort!
Hier ein kleines Update zu dem, was ich oben geschrieben habe: Cannondale zieht nun nach und bringt das neueste Gravelbike auf den Markt, ideal zum fahren für Wald und Wiese. Mit umwerfenden 30mm Federgabel und einer unglaublichen Compliance im Gelände, die schwindelig macht. Preise sind moderat beim Einsteigerpreis von ca. EUR 4000,- mit Einsteiger/Mittelklasse Komponenten bis ca. EUR 8000,- für Enthusiasten, die auch mal hochaktuelle Technik nutzen wollen. Für die höheren Semester unter uns: das sind DM 8.000,- bis DM 16.000,- für eine Wald-und Wiesen Fahrrad.
:spinner: :lol:
 

scylla

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Der Drehpunkt an den Sitzstreben, um den Flex der Streben zu unterstützen ist doch eigentlich keine dumme Idee. Fügt kaum Komplexität oder Gewicht hinzu, dürfte aber Komfort beisteuern.
Zum Preis... naja, es folgt halt den abgedrehten Preisen generell auf dem Markt. Egal ob Rennrad, Mountainbike, oder (Jehova) E-Bike. Wer's braucht und will, warum nicht?
Ansonsten entdecke ich da aber recht wenig von "Mtb-Geometrie"? Ich find's eher gruslig kurz/steil/hoch. Im Mtb-Sektor bewegt es sich (glückliche Weise) genau in die andere Richtung.
 

McDreck

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Gravel mit Lefty hat Cannondale schon 2016 angeboten.


Mit MTB-Geo hat das nichts zu tun. Nur weil irgendwas ne Federgabel verbaut hat, ist es noch lange kein MTB. Und dass Dämpfung ne gute Sache ist, wenn es rumpelig wird, haben sogar schon Rennradler eingesehen.


Die Idee ein Fahrrad zu federn ist, wie so vieles in dem Bereich, auch nicht gerade neu. 135 Jahre alt um genau zu sein.

Die Idee, sich die Knochen etwas zu schonen, ist also weder neumodisch, utopisch noch so lächerlich, wie das manche vielleicht finden. Kosten-Nutzen-Faktor muss man halt abwägen. Und da gibt es unter dem Fahrradvolk bekanntlich sehr stark unterschiedliche Ansichten.
 
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Der Drehpunkt an den Sitzstreben, um den Flex der Streben zu unterstützen ist doch eigentlich keine dumme Idee. Fügt kaum Komplexität oder Gewicht hinzu, dürfte aber Komfort beisteuern.
Sehe ich ähnlich wenn es um etwas Dämpfung und nicht um echte Federung geht .
Ein Rad mit Federung/Dämpfung ... fährt sich eben wie ein Rad mit Federung und hat nicht viel mit Rennrad zu tun und das Topstone ganz sicher nicht mit einem Mountainbike .
Das ist aber vielen Leuten egal .
Wenn ich mich hier mal umschaue , nutzen sehr viele Leute ein Mountainbike , meist Hardtail , um damit "durch die Gegend" zu fahren .
Für die wäre so etwas wie das Topstone ideal .
Was die Gabel betrifft - man kann es deut schlechter treffen als mit einer Lefty .
Die Kosten aber - wie jede halbwegs komplexe Gabel auch - recht viel Geld .
 

HAT

Der Weg ist das Ziel....beim Biken auf jeden Fall
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Wieder mal meine "Restenkiste".
Kaum zu glauben, aber das Rad fährt sich echt super. Ich habe mit einer Gabelschaftverlängerung von bbb, das viel zu kurze Steuerrohr und den zu kurzen Gabelschaft kompensiert.
Sieht bescheiden aus, fährt sich aber jetzt super entspannt.
20200615_063415.jpg
 

MucPaul

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Wieder mal meine "Restenkiste".
Kaum zu glauben, aber das Rad fährt sich echt super. Ich habe mit einer Gabelschaftverlängerung von bbb, das viel zu kurze Steuerrohr und den zu kurzen Gabelschaft kompensiert.
Sieht bescheiden aus, fährt sich aber jetzt super entspannt. Anhang anzeigen 1065776
Genau so was schwebt mir auch vor mit meinem uraltem MTB. Aber anstatt recht schwerer Stahlgabel baue ich vorne eine SID oder Reba rein, was den Komfort ungemein erhöht. Die 600g Mehrgewicht spare ich ich dann "hoffentlich" am eigenen Hüftgold wieder ein. :)
 
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McDreck

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Dank Coroner hab ich mein MTB die letzten Monate im Keller Staub fangen lassen. Heute hatte ich aber Motivation für Experimente.

Mein erster Versuch damals das Aero-Geweih anzubringen schlug kläglich fehl, weil der MTB-Lenker in der Mitte zu viel Durchmesser hat. Heute hatte ich mehr Kreativitätsdrang und konnte die Dinger zumindest ausreichend gut montieren. Dazu musste ich recht weit aus der Mitte raus an eine Stelle, die dann schlank genug war. Ich konnte die Schrauben nicht voll anballern und das Konstrukt musste demnach etwas mit Bedacht benutzt werden. Es war aber gut genug um das Konzept zu prüfen.

Mal die Bilder vorneweg.
Hörner_links.jpg

Hörner_oben.jpg

Hörner_ganz.jpg


Die Ellbogen waren in dieser Konstellation etwas unter meiner Schulterbreite, die Hände vorne so ca. 20 cm auseinander. Aerodynamisch nicht perfekt, aber schon mal nicht schlecht.

Bin dann guter Dinge losgeeiert und hab mich mal vorsichtig in den Auflieger gelegt...und was soll ich sagen...ich bin begeistert!

Durch den im Vergleich zum CX höheren Stack und Reach hat man eine recht rücken- und nackenfreundliche Haltung bei der man sogar dauerhaft richtig nach vorne schauen kann. Ein Genuss!
Ich bin instinktiv immer gleich in die Auflieger-Position gegangen, wenn es die Fahrsituation erlaubte...und das war ziemlich überwiegend beim Strecke strampeln in der Ebene und auch bergauf. Leichter Wurzelpfad auch kein Problem. War sogar spaßig durch die irgendwie rennradartige Vorwärtshaltung. Wenn jetzt noch Bremsen und Schaltung vorne dran wären, würde ich da fast gar nicht mehr raus, wobei der Reach noch paar Zentimeter länger sein könnte meinetwegen.

Gut, die dicken Knubbelreifen und die Dämpfer haben da auch mit beigetragen, aber die Spurstabilität und daraus resultierende Laufruhe wirken sehr sehr gut mit dem Auflieger zusammen. Kein Vergleich zur flatterigen Kippeligkeit des CX mit Auflieger. Das CX muss gezähmt werden. Ständig. Das MTB folgt brav.

Fazit: Meine Gedanken bezüglich moderner MTB-Trail-Geometrie in Kombination mit Aero-Bars haben sich als folgerichtig erwiesen.
 

scylla

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...Leichter Wurzelpfad auch kein Problem. War sogar spaßig durch die irgendwie rennradartige Vorwärtshaltung. Wenn jetzt noch Bremsen und Schaltung vorne dran wären, würde ich da fast gar nicht mehr raus, wobei der Reach noch paar Zentimeter länger sein könnte meinetwegen.
An einem Dropbar sind da vorne sogar Bremsen und Schaltung dran :aetsch:
Mit einem Starrgabel-Fahrrad würdest du vermutlich in einem Wurzelpfad eh nicht mehr mit den Ellbogen auf einem Auflieger bleiben wollen :ka:

Es stimmt aber, dass man sich gerne daran gewöhnen könnte, selbiges auch mit der vorwärts gegriffenen Position an einem Krummbügel. Da ich in letzter Zeit ziemlich viel auf Dropbar-Rädern unterwegs bin, nervt es mich mittlerweile am Mtb, dass es an dem Flatbar bergauf nicht in diese schöne vorgestreckte Haltung mit der kletterfreundlichen Armhaltung gibt.

Gut, die dicken Knubbelreifen und die Dämpfer haben da auch mit beigetragen, aber die Spurstabilität und daraus resultierende Laufruhe wirken sehr sehr gut mit dem Auflieger zusammen. Kein Vergleich zur flatterigen Kippeligkeit des CX mit Auflieger. Das CX muss gezähmt werden. Ständig. Das MTB folgt brav.

Fazit: Meine Gedanken bezüglich moderner MTB-Trail-Geometrie in Kombination mit Aero-Bars haben sich als folgerichtig erwiesen.
Ich war gestern seit längerem mal wieder mit dem mittlerweile zum Bad-Roads- und Schotterpisten-Rennrad degradierten alten Gravelcrosser unterwegs, aber ohne Aero-Gedöns. Den kurzen Radstand und 72,5° Lenkwinkel hatte ich auch nicht vermisst :) aber trotzdem witzig sich zwischendurch noch manchmal mit dem nervösen Hibbelding einzunorden :D
 

McDreck

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@scylla
Der Vergleich mit dem Dropbar hinkt etwas. Reach ist ca. 20 cm zu kurz und es fehlt die Ellbogenauflage. Aber ich glaube auch, dass ein Dropbar mit gestreckterer und höherer Haltung deutlich angenehmer zu fahren ist als in der gedrungenen Position wie ich sie z.B. auf dem CX einnehmen muss.

Ich weiß nicht, was sich die Rennradler dabei gedacht haben. Vermutlich sowas wie "Es kann nicht gut sein, wenn es nicht weh tut." oder ähnliches.

Der Wurzelpfad war jetzt nicht so schlimm, ich war nicht so schnell und mit einem Gehörn das fest genug montiert ist, dass man daran auch rum reißen kann, sicher auch ohne Dämpfer gut machbar. Auf dem CX mit Gehörn geht man da halt gleich und gerne raus, weil das schon in der Ebene zu bockig ist.
 

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@scylla
Der Vergleich mit dem Dropbar hinkt etwas. Reach ist ca. 20 cm zu kurz und es fehlt die Ellbogenauflage. Aber ich glaube auch, dass ein Dropbar mit gestreckterer und höherer Haltung deutlich angenehmer zu fahren ist als in der gedrungenen Position wie ich sie z.B. auf dem CX einnehmen muss.

Ich weiß nicht, was sich die Rennradler dabei gedacht haben. Vermutlich sowas wie "Es kann nicht gut sein, wenn es nicht weh tut." oder ähnliches.

Der Wurzelpfad war jetzt nicht so schlimm, ich war nicht so schnell und mit einem Gehörn das fest genug montiert ist, dass man daran auch rum reißen kann, sicher auch ohne Dämpfer gut machbar. Auf dem CX mit Gehörn geht man da halt gleich und gerne raus, weil das schon in der Ebene zu bockig ist.
CX Geometrie ist halt normalerweise eher kurz. Aber nicht jedes Rad, das einen Dropbar hat, muss kurz sein. Die meisten Gravels sind ja auch schon länger. Mein Monster hat von der Sattelstütze bis vorne zum Anfang der Hoods satte 70cm, vorne an den Hoods gegriffen eher 74cm (Vergleich: meine Mtbs haben eff. Toptube irgendwas um ca 60cm, mit kurzem Vorbau und Lenkerbacksweep macht das bis zu den Griffen ca 61-62cm). Das passt schon von der Länge für mich (ist eh schon gut gestreckt), wenn es länger wäre oder ein Aerogeweih drangespaxt wäre, würde ich mit ausgestreckten Armen wie Superman horizontal auf dem Bock liegen ;)

Manchmal denke ich, dass dein Problem mit Dropbars eigentlich gar nicht vom Lenker her kommt, sondern eher daher, dass das Rad wo der Dropbar drangespaxt ist, dir nicht gut passt.
Wer weiß, mit einer gscheid passenden Rahmenbasis bräuchtest du vielleicht keinen Aero-Aufsatz, sondern könntest auch mit einem Dropbar glücklich werden.

Das mit den Ellbogen auf dem Aero-Aufsatz im Wurzelpfad meinte ich eher wegen Schlägen von unten. Mit den Ellbogen aufgestützt stelle ich mir das eher schwierig vor die mit dem Körper abzufedern, es fehlt ja quasi der gesamte Federweg der Arme, und wenn dann keine Federgabel die Arbeit übernimmt wird das bestimmt recht unangenehm, sofern man nicht in Superslowmo schleichen möchte.
 

stuhli

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Ein Aero-Geweih hatte ich auch mal auf dieses Rad gemacht. Fuhr sich erstaunlich gut auch auf ruppigeren Wegen. Da hat natürlich die Gabel einiges weggeflext. Das Roetz hab ich nimmer, das Geweih schon. Könnte ich ja mal probieren auf mein Ragley Trig zu schnallen, da ist der Lenker evtl. dünn genug.

1592552139578.png


Eine gewisse Länge sollte das Rad schon haben, sonst muss man den Rücken zu stark krümmen, was ja Schmerzen hervorruft. Mir ist aufgefallen, dass Leute, die vom MTB kommen gerne zu wenig Reach fahren und trotzdem vorne dann tief gehen. Dann wundern sie sich über Rücken.
 
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