Mountainbike Welche Kategorie?

Dabei seit
8. März 2021
Punkte Reaktionen
0
Hallo zusammen,
leider ist genau in diesem Jahr mein (mittlerweile zu kleines) Hardtail-Bike kaputt gegangen. Deshalb würde ich nun gerne auf ein größeres Modell umsteigen, anstatt einer Reparatur.

Ich bin mir aber nicht sicher, welche Kategorie an MTBs (Hard/Fully, Trail/Enduro) meinen Anforderungen am besten entspricht.

Anforderungen:
  • Ich fahre gerne kurze und lange Waldstrecken (10–40km) mit einigen Auffahrten sowie Abfahrten (Mittelgebirge)
  • Fahre auch durch Stock und Stein sowie manchmal Pfützen (also abseits von geebneten Wegen)
  • Fahre auch oft auf Fahrradwegen bis zu 50km oder mehr (mit Abschnitten abseits von Radwegen also bspw, im Wald)
  • Führe kleine Sprünge durch, würde mich aber gerne an größere Sprünge im Gelände herantasten
  • Meine Größe: 183-185cm
  • Budget: bis ca. 3.5k
Ich schätze, dass mir ein Hardtail zu wenig gefedert ist, wenn ich mehr Sprünge durchführen möchte und auch mal “drauflos“ mitten durch das Gelände fahre. Das Fahrrad sollte also robust sein bzw. nicht unter der Holprigkeit leiden.

Im Bereich Fahrradwege und Auffahrten sind Hardtails meines Wissen nach im Vorteil. Lässt es sich mit einem Trail/Enduro bike gut Bergauffahren und auf Fahrradwegen fahren (wegen Sitzposition und Federung).


Im Voraus vielen Dank für Eure Hilfe!
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
31. Mai 2020
Punkte Reaktionen
786
Ort
Zentralschweiz
Ich hätte jetzt spontan gesagt, ein HT mit 120-140mm past da.

Ich schätze, dass mir ein Hardtail zu wenig gefedert ist, wenn ich mehr Sprünge durchführen möchte und auch mal “drauflos“ mitten durch das Gelände fahre
Nicht zwingend. Schau dir mal das Werbevideo von Orbea an.
Ich habe es selbst, und auf meinem Lieblingstrail hat es auch mehrere (nicht all zu grosse) Sprünge, die damit recht gut von der Hand gehen.

Mit den passenden Reifen geht es sowol im Gelände wie auch auf der Strasse recht gut.


Lässt es sich mit einem Trail/Enduro bike gut Bergauffahren und auf Fahrradwegen fahren (wegen Sitzposition und Federung)
Das hängt seeehr von dem Bike ab und kann so denke ich nicht pauschal beantwortet werden.


welche Kategorie an MTBs (Hard/Fully, Trail/Enduro)
Enduro sehe ich da nicht. Höchstens Trail (so um die 140mm) oder auch DownCountry (so um die 120-130mm). Enduro definiere ich mit 160mm aufwärts und das empfinde ich als too much
 
Dabei seit
3. November 2013
Punkte Reaktionen
6.524
Ort
Albtrauf
Wenn Du tatsächlich so große Tour-/Asphalt-/Einfachweg-Strecken fährst und trotzdem auch in den Wald und Springen willst, könnte Dir der TwinLoc von Scott an einem Trailbike evtl. passen. Du kannst damit das Rad trotz größerem Federweg gut tauglich auch für solche Wege einstellen. Da Du weder Deine Körpermaße noch Dein Budget angegeben hast, soll das nachfolgende Genius nur als Beispiel dienen

 
Dabei seit
8. März 2021
Punkte Reaktionen
1
Moin! Ich würde dir stark ein Trailbike empfehlen. 130-150mm Federweg. Nach deinen Anforderungen her sollte das am besten zu dir passen denk ich. Trailbikes sind wie enduro bikes für Ab- und Auffahrten gedacht, wobei Enduro bikes mehr für die abfahrt gestaltet sind. (Mehr Federweg, andere Geometrie etc.) Da du viele Ansteigungen in deinen Runden hast, dürften dir diese in der Regel mit einem Trailbike einfacher fallen. Ich bin kein Experte, jedoch schon ein paar jahre in der Szene unterwegs und hatte glücklicherweise schon die Möglichkeiten die verschiedenen Bikearten durchzutesten. Daher lautet meine Empfehlung ganz Klar: Trailbike! :) (guck dir vielleicht mal das Cannondale Habit, yt Jeffsy oder izzo an.) Die finde ich persönlich sehr angenehm zum fahren. LG und viel spaß mit deinem zukünftigen Rad!
 
Dabei seit
8. März 2021
Punkte Reaktionen
0
Wenn Du tatsächlich so große Tour-/Asphalt-/Einfachweg-Strecken fährst und trotzdem auch in den Wald und Springen willst, könnte Dir der TwinLoc von Scott an einem Trailbike evtl. passen. Du kannst damit das Rad trotz größerem Federweg gut tauglich auch für solche Wege einstellen. Da Du weder Deine Körpermaße noch Dein Budget angegeben hast, soll das nachfolgende Genius nur als Beispiel dienen

Hi robzo, danke für deine Antwort.

Ist der TwinLoc eine Möglichkeit, um den Federweg (vorne oder hinten) stärker/schwächer zu stellen? Um damit dann bspw. auf dem Fahrradweg besser fahren zu können?

Das Fahrrad habe ich mir auch schon angesehen unter anderem. Habe meine Körpergröße von 183cm hinzugefügt, danke für den Hinweis. Welche ähnliche Bikes in dem Bereich würdest du ansonsten empfehlen, die mit dem Scott vergleichbar sind? Und welche nicht?

Noch eine Frage: Angenommen ich würde (wegen dem leergefegten Markt) nur ein Enduro bekommen, wäre dieses auch für Bergfahrten (aufwärts) und Fahrradwege geeignet oder geht es wirklich nur im Notfall? Kann es wirklich gar nicht einschätzen.

Nochmal danke und sorry, falls einige Fragen blöd erscheinen sollten.
 
Dabei seit
31. Mai 2020
Punkte Reaktionen
786
Ort
Zentralschweiz
Noch eine Frage: Angenommen ich würde (wegen dem leergefegten Markt) nur ein Enduro bekommen, wäre dieses auch für Bergfahrten (aufwärts) und Fahrradwege geeignet oder geht es wirklich nur im Notfall? Kann es wirklich gar nicht einschätzen.
Es geht aber ich würde es mal vorsichtig so ausdrücke:

Ist etwa so wie mit einem SUV auf der Nordschleife fahren. Geht aber ist nicht optimal.

Ist so etwa meine erfahrung.
 
Dabei seit
8. März 2021
Punkte Reaktionen
0
Moin! Ich würde dir stark ein Trailbike empfehlen. 130-150mm Federweg. Nach deinen Anforderungen her sollte das am besten zu dir passen denk ich. Trailbikes sind wie enduro bikes für Ab- und Auffahrten gedacht, wobei Enduro bikes mehr für die abfahrt gestaltet sind. (Mehr Federweg, andere Geometrie etc.) Da du viele Ansteigungen in deinen Runden hast, dürften dir diese in der Regel mit einem Trailbike einfacher fallen. Ich bin kein Experte, jedoch schon ein paar jahre in der Szene unterwegs und hatte glücklicherweise schon die Möglichkeiten die verschiedenen Bikearten durchzutesten. Daher lautet meine Empfehlung ganz Klar: Trailbike! :) (guck dir vielleicht mal das Cannondale Habit, yt Jeffsy oder izzo an.) Die finde ich persönlich sehr angenehm zum fahren. LG und viel spaß mit deinem zukünftigen Rad!
Hi! Vielen Dank für die schnelle Antwort. Das gibt mir jetzt mehr Klarheit.


Gibt es einen speziellen Grund, weshalb du die genannten Hersteller empfiehlst?


Danke!
 
Dabei seit
31. Mai 2020
Punkte Reaktionen
786
Ort
Zentralschweiz
Hi, interessanter Vergleich. Ist die Sitzposition nicht optimal (-->Geometrie) oder wegen der Federung?
Ich würde eher sagen es ist dem Fahrwerk geschuldet. Das der Mehrfederweg schluckt halt ein wenig Energie. Man kann den Dämpfer zwar in der Regel sperren, aber dann hast du immernoch den Faktor Reifen. Die sind bei Enduros meisstens schwerer und haben einen erhöten Pannenschutz. Was sich im Rollwiederstand niederschlägt.

Kleines bsp:
Ich habe an meinem Orbea ab Werk Maxxis Rekon/ Forekaster drauf gehabt. In 29"x2.6. Diese sind denke ich so in der Kategorie XC bis Trail zuhause. Da sie mir aber zu wenig Grip hatten, bin ich auf die Minion DHR2 gegangen. Dieser hat zwar einiges mehr an Grip, aber der Rollwiederstand ist auch merklich höher.

Geometriemässig habe ich noch keine bis sehr wenig Erfahrung. Da gibt es hier im Forum sicher welche, die sich besser auskennen. Aber klar hat die auch einen Einfluss.


Und was bringts ein Bike zu kaufen, dass zwar verfügbar ist, aber überhaupt nicht zu dir und deinem Streckenprofil passt? Da wirfst du die Scheine besser zuhause in den Ofen und erzeugst wärme damit :troll:. Oder spendest oder schenkst sie wem, der sie gebrauchen kann. Meine Meinung.
 
Dabei seit
3. November 2013
Punkte Reaktionen
6.524
Ort
Albtrauf
Hi robzo, danke für deine Antwort.

Ist der TwinLoc eine Möglichkeit, um den Federweg (vorne oder hinten) stärker/schwächer zu stellen? Um damit dann bspw. auf dem Fahrradweg besser fahren zu können?

Das Fahrrad habe ich mir auch schon angesehen unter anderem. Habe meine Körpergröße von 183cm hinzugefügt, danke für den Hinweis. Welche ähnliche Bikes in dem Bereich würdest du ansonsten empfehlen, die mit dem Scott vergleichbar sind? Und welche nicht?

Noch eine Frage: Angenommen ich würde (wegen dem leergefegten Markt) nur ein Enduro bekommen, wäre dieses auch für Bergfahrten (aufwärts) und Fahrradwege geeignet oder geht es wirklich nur im Notfall? Kann es wirklich gar nicht einschätzen.

Nochmal danke und sorry, falls einige Fragen blöd erscheinen sollten.
Über den TwinLoc kannst Du die beiden unterschiedlichen Luftkammern des Dämpfers aktivieren. Für bergauf und eher ebene Strecken bist Du im Trailmodus gut unterwegs und hast volle Dämpferperformance. Das ist bei den handelsüblichen Plattformen der anderen Dämpfer nicht so. Da wird praktisch nur das Dämpfen " gebremst". Bei Scott hast Du volle Funktion. Auf Asphalt kannst Du ganz sperren und hast Hardtail-Charakter, bergab dann vollen Federweg.

Ich würde auch zu einem Trailbike evtl. Downcountry (wenn 130mm) raten. Giant Trance 29 (ohne X), Trek Top Fuel oder Fuel EX, Cube Stereo 120, Radon Skeen, Canyon Neuron, Orbea Occam....

Bei Enduro hast Du im Vergleich zu diesen Bikes bergauf etwas mehr zu tun. Teilweise sind die Lenkwinkel deutlich flacher, vor allem sind aber schlechter rollende Reifen drauf (auf Asphalt und Schotter bezogen), mit leichter rollenden Reifen macht das Enduro dann weniger Sinn, weil es Dir bergab am Grip zum ballern fehlt. Und wenn Du nicht vorzugsweise ballern willst, braucht es kein Enduro. Meine subjektive Meinung...
 
Dabei seit
8. März 2021
Punkte Reaktionen
0
Über den TwinLoc kannst Du die beiden unterschiedlichen Luftkammern des Dämpfers aktivieren. Für bergauf und eher ebene Strecken bist Du im Trailmodus gut unterwegs und hast volle Dämpferperformance. Das ist bei den handelsüblichen Plattformen der anderen Dämpfer nicht so. Da wird praktisch nur das Dämpfen " gebremst". Bei Scott hast Du volle Funktion. Auf Asphalt kannst Du ganz sperren und hast Hardtail-Charakter, bergab dann vollen Federweg.

Ich würde auch zu einem Trailbike evtl. Downcountry (wenn 130mm) raten. Giant Trance 29 (ohne X), Trek Top Fuel oder Fuel EX, Cube Stereo 120, Radon Skeen, Canyon Neuron, Orbea Occam....

Bei Enduro hast Du im Vergleich zu diesen Bikes bergauf etwas mehr zu tun. Teilweise sind die Lenkwinkel deutlich flacher, vor allem sind aber schlechter rollende Reifen drauf (auf Asphalt und Schotter bezogen), mit leichter rollenden Reifen macht das Enduro dann weniger Sinn, weil es Dir bergab am Grip zum ballern fehlt. Und wenn Du nicht vorzugsweise ballern willst, braucht es kein Enduro. Meine subjektive Meinung...
Top, danke dir!
 
Oben