Mountainbiker Deutschlands, was ist los mit euch?

Tobias

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Es ist wieder Wochenende. Ich mache mir Gedanken. Die folgende Szene dürfte wohl jedem Mountainbiker bekannt sein: Im Schweiße des Angesichts erkämpft man einen Berg. Man trifft auf einen anderen Mountainbiker, der offensichtlich dasselbe Ziel hat und das gleiche Schicksal erleidet. Man grüßt - es bleibt stumm. Gemeinsam einsam geht es weiter dem Berg entgegen. Auch bei der Rast am Gipfel wird nicht gesprochen, sondern isoliert in die Weite gestarrt. Ein Einzelfall? Mitnichten.


→ Den vollständigen Artikel "Mountainbiker Deutschlands, was ist los mit euch?" im Newsbereich lesen


 
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mag evtl an meiner Region liegen, aber ich habe da komplett andere Erfahrungen bei uns im Wald gemacht.

Es wird immer zurückgegrüßt,egal ob Mtbler,Rentner oder Papa mit Hund und Kind.

Schon öfter unbekannte Mtber im Wald getroffen und dann gemeinsam die Trails unsicher gemacht.

Neulinge finden hier schnell Anschluss durch eine FB Gruppe für gemeinsame Ausfahrten.

Guter Zusammenhalt unter den Mtblern,klar gab es da auch mal Streitigkeiten wegen Trailumbau,lief aber immer zivilisiert abund es wurde nach einer gemeinsamen Lösung gesucht mit der sich die meißten anfreunden können.

@Tobias musst mal wieder die 60km westlich von München fahren, ich kann mich erinnern dass dir die Gegend auch nicht ganz unbekannt ist.
 

CasiBergamont

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klingt mir sehr nach Bayern ... !
Hier in NRW mache ich andere, freundlichere, Erfahrungen. Es gibt immer irgendwelche verklemmten biker die augenscheinlich angst vor verbalem Kontakt haben.
 

MO_Thor

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Eigentlich wollte ich vor meiner Antwort alle Kommentare lesen, aber bei Nr. 7 war für mich alles gesagt:
auf der Tour wird immer jeder gegrüßt!
So isses. Ich grüße. Einfach, weil ich so erzogen worden bin und ich in dem Augenblick, in dem ich im Wald unterwegs bin, ebenfalls Waldbesucher treffe - quasi eine Interessengemeinschaft "Waldbesucher". Keiner erwartet einen kurzen Plausch, wozu auch? Aber ein freundliches "Hallo" MUSS einfach drin sein. Von Wanderern kam bislang immer ein Gruß zurück.

Das Gegenteil, also die zugekniffenen Münder, habe ich bisher nur unter den Mountainbikern mitbekommen. Ich bin bergauf lahm, gebe ich gerne zu. Ich sehe auf der Kuppe jemanden aus einer anderen Richtung angeradelt kommen. Derjenige steigt ab, schaut sich die Umgebung an. Als ich oben ankomme und nett grüße, schaut der andere mich an, schnaubt verächtlich und dreht sich weg.
Anderes Beispiel? Ich halte an einer Bank, einem Aussichtspunkt. Plötzlich bremst neben mir jemand, brüllt "Bergauf gehts aber da lang", lacht hämisch und fährt weiter. Einer geführten MTB-Tour bin ich auch schonmal begegnet. Von denen hat nur der Guide kurz genickt, der Rest hat entweder stur gradeaus gestarrt oder eben eine Art angewiderten Blick aufgesetzt.

Ich bin seit meinem Umzug nach Freiburg primär allein unterwegs. Das hat allerdings wenig mit der Unfreundlichkeit anderer zu tun als eher mit dem Umstand, dass ich einfach nur Ballast für durchschnittlich trainierte Gruppen bin. Während die Gruppe nach ausgiebiger Pause am Gipfel schon dem Downhill frönen, hechel ich noch auf halber Höhe dem Gipfel entgegen - deshalb fahr ich alleine.
Mein unentspannter Gesichtsausdruck ist deshalb kein Zeichen von Unfreundlichkeit :D
 
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Ich denke, es ist nichts neues, dass viele "Biker" meinen, sie bräuchten andere nicht zu grüßen.
Ich wohne seit längerem in Italien, im Trentino und fahre öfter am Gardasee und es fällt mir oft negativ auf, dass so mancher "deutscher Held" mit allerlei mehr oder weniger sinnvollem Material bewaffnet nicht einmal den Gruß abnimmt, geschweige denn zuerst grüßt. Bei Italienern passiert einem so was nicht, wenn sie einen überholen grüßen sie und auch wenn sie überholt werden nehmen sie zumindest den Gruß ab.
Mit den Helden hingegen ist es mir aber schon öfter passiert, dass sie mich überholt haben und nicht einmal zurückgrüßen, wenn ich zuerst grüßte. Ich grüße trotzdem, denn man weiss ja vorher nicht, wen man überholt oder von wem man überholt wird. Und wenn dann einer nicht zurückgrüßt und mich mit Müh und Not überholt hat räche ich mich, indem ich mich hinten dran hänge. Da erlebt man dann die lustigsten Situationen: Leute, die plötzlich anhalten und irgendwas sinnloses am Nabenschnellspanner fummeln...
Ich persönlich hatte eigentlich auch noch nie Probleme mit Wanderern (mal abgesehen von den extrem lustigen Seitenhieben von den Gruppenführern, die aber immer als Spaß gemeint sind, wenn sie auch manchmal nerven). Mit einem "Grüß Gott" kann man selbst in Baden Württemberg so manche Situation entschärfen. Aber einige Helden am Gardasee sind derart Rücksichtslos und ignorant, dass sie wirklich einen aktiven Beitrag zur Verärgerung aller leisten. Und das häuft sich ziemlich, so dass mir bei einer Runde jene, die einen Stahlhelm als Bikehelm hatten, die ehrlichsten schienen...
 
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TTT

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Es ist immer wieder das gleiche Schema:
- Erst gibt es die Sportler: Da gehört ein freundlicher Umgangston dazu und die Grundregeln des Miteinanders werden eingehalten (z.B. Grüßen)
- Dann wird es eine Modesportart und der Bevölkerungsquerschnitt mit jeder Menge Verhaltensgestörter hält Einzug
- Wenn sich die Masse irgendwann wieder verabschiedet, haben die Ursprünglichen Sportler die früheren Verhaltensregeln aufgegeben, die Jüngeren sie nie kennengelernt.

Genau so wars beim Rennradfahren (vor 25 Jahren war es undenkbar, dass man sich nicht gegrüßt hat!), beim Motoradfahren und so wird es auch beim Mountainbiken kommen.
 
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klingt mir sehr nach Bayern ... !
Hier in NRW mache ich andere, freundlichere, Erfahrungen. Es gibt immer irgendwelche verklemmten biker die augenscheinlich angst vor verbalem Kontakt haben.
der Text klingt sehr nach München,steht ja auch so im Text, schau mal einen Beitrag über dir, auch in Bayern gibt es da Unterschiede, Franken zähle ich nicht zu Bayern,da waren die Leute generell recht unfreundlich,war aber nix mtb-spezifisches.
 
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Liegt an jedem Einzelnen! Einfach Grüssen und nicht fragen, warum der andere nicht schon von weit winkend angeradelt kommt... Wie man in den Wald hinein...
 
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Interessanter Beitrag. Fällt mir schon seit 20 Jahren auf. Ich habe den Eindruck das vor allem an Sonn- und Feiertagen und an hoch frequentierten Orten weniger gegrüßt wird. Um so höher man kommt, um so ungewöhnlicher die Uhrzeit und um so seltener man jemanden trifft, desto höher die Wahrscheinlichkeit das sich ein nettes Gespräch entwickelt. Außerdem hab ich die Erfahrungen gemacht das generell in Deutschland weniger gegrüßt wird als im Ausland. Naja, ich lass es mir jedenfalls nicht nehmen Gleichgesinnte mit ein paar freundlichen Worten oder einem Lächeln zu grüßen - Antwort hin und her - tut mir ja nicht weh und ich freu mich, wenn was zurück kommt.
 
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Diese Erfahrung mach ich eigentlich in meiner Gegend (Wasgau/Haardt) eher selten. Ich grüsse eigentlich immer und werd zu 95% zurückgegrüsst. Man kommt auch schon mal ins Gespräch, wenn man mal grad ne Pause macht auf ner Hütte. Eigenbrödler gibts überall und bei allen Waldbesucher-Gruppen. Aber die Mehrheit macht doch das Gesamtbild, und die ist freundlich eingestellt.
 
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26. Juli 2002
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An den Reaktionen auf den Artikel sieht man schon einen ganz entscheidenden Grund für die dünner werdende Kommunikation: Vorurteile.
Es wird munter in Schubladen gesteckt. (CCler, Leute mit teuren Bikes,E-Biker,...)
Wenn ich mich da selbst frage warum nur extrem selten spontan zusammen gefahren wird fällt mir auch noch Unsicherheit und
Anspruchsdenken ein. Will ich wirklich mit diesen Nachwuchsbikern mitfahren und dann feststellen dass die nach 2 Jahren besser fahren
als ich nach 25? Bin ich dann direkt als der mit dem teuren Bike der nicht fahren kann abgestempelt?
Wir wären schon sehr viel weiter wenn wir nicht mehr von Material oder Kleidung abhängig machen würden was wir über jemanden denken.
 

cycophilipp

Kitschkuchenbäcker
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31. August 2003
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Augsburg
aus meiner letzten Begegnung auf den Isartrails kann ich exakt das Gegenteil behaupten.

Vielmehr finde ich die Lycra-Fraktion anteilig die "schlimmere", die verperren dir sogar den Bergabspaß indem sie sich breit machen auf dem Forstweg - alles schon erlebt.

Gegrüßt wird immer meinerseits und nicht nur Biker sondern auch alle die auf dem selbem Weg wandern/rollen/rennen. Die Kradler sind hier zwar vorbildlich, aber das ist auch auf dem Rückmarsch. Nur ist der Punkt der, dass ich wenn ich alleine losfahre, eben auch meine ganz persönliche, individuelle Freiheit genießen will, denn das ist das Schöne und inzwischen recht exklusive an dieser Sportart - ich brauch nix außer mir, mein Rad, Helm und Rucksack mit dem entsprechenden Inhalt, um einen ganzen Tag Freude, Ruhe, Schweinehund-besiegen und Adrenalin zu haben.

Kritisiert bitte nicht die MTBler dafür, sondern die zunehmend negative weil egoistische Entwicklung unserer Gesellschaft bzw. das Anmaßende einiger weniger Menschen, die meinen, geltendes (Un)Recht eigenhändig durchsetzen zu müssen. Der Rentner, der mich mal vom Rad gerissen hat, weil man hier nicht langsam rollen, sondern NUR laufen darf, lässt grüßen.

Deutschland, unzufriedenes, neidisches und immer egoistischeres Land.

Wer von euch nach Augsburg kommen will, dem zeige ich gern all unserer Trails.
 

herb

RADikaler
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Okay, wenn's also um's grüßen gehen soll..... :ka:
.... ich grüsse eigentlich nie auf der Straße, aber selbstverständlich im Wald und auf den Trails.
Ist doch kein Thema - ist wie zuhause. ;)
 
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16. Mai 2012
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Teils Zustimmung, jedoch muss ich grössteils widersprechen. Manchmal fährt man halt auf nen Berg, allein, um auch allein zu sein und nicht für SmallTalk. Freundliche Grüße ok, aber Geschwätz brauch ich dann auch nicht immer. Isartrails zu 98% nette Menschen unterwegs. Klar auf Radwegen grüsst man nicht JEDEN, weil man sonst gar nicht mehr aufhören kann damit - besonders am WE. Aufm Trail erlebeich das aber anders - Ausnahmen bestätigen die Regel -und man kann auch halt auch nicht in die Leute reinschauen. Vielleicht ist mein Gegenüber das nicht grüsst einfach mal schlecht drauf und sonst aber ein netter Typ. Also weiter selbst freundlich bleiben, aber meiner Meinung nach nicht so nen Wind machen von wegen was ist den mit der "Szene MTB" los.
 

Trialar

Bike-trial Pfronten
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13. Oktober 2005
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Pfronten
Ich glaub die freundlichen Umgangsformen gehen verloren, je bissiger die Leute sind, da hat es nichts mit der Sportart zu tun. Und da MTB mittlerweile zum Breitensport gehört, sind auch die ganzen verbissenen aus den andern Sportarten hier unterwegs. Ganz objektiv grüßen auf Trails immer alle, da hab ich nie was anderes erlebt. Wenn nicht gegrüsst wird, dann auf CC Strecken. Und das hat nichts mit Vorurteilen zu tun. Kann gerne wenn der Schnee weg is, ne Statistik erstellen ;).

Hab mal Spaßeshalber dasselbe mit Frauen aufm MTB gemacht, da sowohl meiner Schwester, meiner Freundin wie auch mir aufgefallen ist, dass dort kaum gegrüßt wird. 9 von 10 Herren auf CC Strecken haben gegrüßt. Eine, EINE von 15 Damen hat gegrüßt. Und das hab ich über einige Tage durchgezogen.

Zum Glück bin ich kaum auf CC Strecken unterwegs, auf Trails hat mich noch jede Frau gegrüßt.

Ich finde Grüßen einfach eine Frage des Anstands und des gegenseitigen Respekts. Vielleicht sind andere anders erzogen worden. Keine Ahnung, kanns für mich jedenfalls nicht nachvollziehen, und finds einfach unhöflich.

Aber wie gesagt, hab (noch) kaum negative Erfahrungen gemacht.
 
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6. Januar 2012
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Hi,

Zucchi hats sehr gut auf den Punkt gebracht,man hätte auch vereinfacht sagen können=Willkommen in Deutschland;-)
 
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2. November 2012
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Die Stille ist normal oder nicht ?
Stimmt, normal sind die Radfahrer die grüßen, die anderen nicht.

Ich bin begeisterter MTBler, Crosser, Wanderer und ab und an auch per RR unterwegs.
Anzutreffen ist die Stille bei allen Fraktionen, nur hat es bei mir oft den Anschein, das dies bei der RRFraktion am stärksten vertreten ist.
Das seltsame wenn ich per RR unterwegs bin wird Gegenseitig gegrüßt sobald ich per RR meine Kreise ziehe kommt zu 50% nichts zurück.
Es müssen arme kranke RRler sein die garantiert eine Lähmung im Arm haben, rede ich mir jedes mal ein und ärgere mich.

Allerdings hat mich erst vor knapp 10Tagen ein MTBler unsanft im Wald vor der Haustür angeschrien
Achtung Platz da.
Dies mitten im Wald auf der Forstautobahn.
Ich mit Frau beim Walken.
Welch Frechheit den Wald anders als per Rad zu nutzen.
Hey, du Vollhonk man trifft sich immer zweimal dachte ich mir und grüßte ihn nett.
Zur Antwort ein stoisches versteinertes abdrehen des Gesichtes.
Er wollte nicht erkannt werden.
Warum nur ?

So oder so der der nicht will der hat schon.
Oder er hat ein Problem mit sich selbst.

PS: Am entspanntesten sind die Crosser !!!
 
Dabei seit
3. Mai 2011
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Das Gegenteil, also die zugekniffenen Münder, habe ich bisher nur unter den Mountainbikern mitbekommen. Ich bin bergauf lahm, gebe ich gerne zu. Ich sehe auf der Kuppe jemanden aus einer anderen Richtung angeradelt kommen. Derjenige steigt ab, schaut sich die Umgebung an. Als ich oben ankomme und nett grüße, schaut der andere mich an, schnaubt verächtlich und dreht sich weg.
Anderes Beispiel? Ich halte an einer Bank, einem Aussichtspunkt. Plötzlich bremst neben mir jemand, brüllt "Bergauf gehts aber da lang", lacht hämisch und fährt weiter. Einer geführten MTB-Tour bin ich auch schonmal begegnet. Von denen hat nur der Guide kurz genickt, der Rest hat entweder stur gradeaus gestarrt oder eben eine Art angewiderten Blick aufgesetzt.
Das hat aber nichts mit MTB, Wanderer, Lycra, Baggy, Fullface, Rennrad, Liteville oder Zahnarzt zu tun.
Das sind einfach Idioten und die gibt es überall.

Der Fehler liegt dann doch bei demjenigen, der denkt: Oh, ein unfreundlicher Mensch auf einem Rennrad. Also haben diese Rennradfahrer mit ihren komischen engen Hosen keine Erziehung genossen.
Ball flach halten! Jeder überseiht mal einen anderen oder "beleidigt" den unbewusst.
 

LittleBoomer

Kollateralschaden
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13. April 2009
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Ich grüße immer.
Werde ich nicht zurückgegrüßt, mache ich mir das aber nicht zum Problem.
Denn das ist das Problem des anderen.

Ich habe festgestellt, dass mich oftmals die jüngeren MTBler nicht grüßen.
Ich denke es liegt daran, dass ich schon etwas älter bin und ich quasi der Vater derer sein könnte.
Manchmal werde ich angeschaut wie der Opa in der Disco.
Aber wenn ich dann die Initiative ergreife, kommen sie aus Deckung.

Oft genug wird mein Gruß aber auch nicht gehört, denn die Stöpsel im Ohr verhindern das Ankommen.

Wie auch immer: Einigkeit, Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt sind nicht mehr en vogue.
Was könnte die Menschheit erreichen, würde sie an einem gemeinsamen Strang ziehen ?
Beispielsweise hätte man mal letzten Sonntag die XXXL-Möbelhäuser meiden können.
Aber NEIN, da gibts Frühstück für 1,99 Euro, da muß man hin und es ist gerammelt voll wie immer.
Wen juckst wenn da so 100 Mitarbeiter auf übelste Art und Weise vor die Tür gesetzt werden.

Es gilt das Motto: Solange andere ihr Verhalten nicht ändern, ändere ich auch mich nicht.

Somit grüße ich Euch alle und wünsche Euch für die neue Saison viele wunderbare und unfallfreie km/hm

LittleBoomer
 
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15. November 2005
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München + Berlin
Jetzt wird mir auch bewußt warum ich so gerne den Landy fahre: die grüßen sich eigentlich immer, selbst auf der Autobahn :daumen:

gerade auf den Isartrails fällt auf, das die Wanderer/Biker sehr unterschiedlich miteinander umgehen:
Wanderer machen kein Platz - ich bedanke mich trotzdem (vielleicht klappts bei dem das nächste Mal)
Wanderer legen auf die Trails Schikanen (ich räume sie weg)
Wanderer/Hundegänger machen Platz, halten ihre Vierbeiner zurück - der Dank fällt inkl. Handzeichen lauter aus

Biker gucken teils erstaunt bei einem Servus, andere grimmig - ich grinse in mich hinein wie gefrustet so manche sind ... am entspanntesten wars in dem kurzen Winter, jeder war irgendwie freundlich mit jedem
Biker machen Platz für einander in engen Passagen, andere beharren auf ihre Spur
Die Racebiker hinterlassen fette Bremsspuren wenn sie sich mal bergab wagen
Racebiker ballern nur mit knappen Abstand an einem vorbei - andere wiederum nicht und grüßen freundlich.

Wir üben an einer abgelegenen Wurzelpassage, da kommt ein fahrtechnisch Fitter und fragt ob er helfen kann, er nimmt sich die Zeit und erklärt uns wie er drüber kommt - und siehe da, jetzt klappts auch an dieser Stelle. Vielleicht liest er ja mit - LG an Mr. Unbekannt - wir schaffen es jetzt dank Deiner Hilfe.

Fit aussehenede E-Biker: grüßen oft gar nicht - jedenfalls in den Isartrails.
E-Biker Mädels die mit ihren Männern unterwegs sind grüßen irgendwie immer.
Rotwandhaus haben uns 3 e biker von weit hinten schon angeklingelt damit wir beiseite fahren und sie vorbeirasen können - ok, wir fahren rechts ran, sie bedanken sich, grüßen und ballern vorbei.

Meine Erfahrung: es ist von der Gegend abhängig wie entspannt die Leute sind: Beispiele: Im Pfälzer Wald hatten wir nur angenehme Erfahrung mit Bikern und Wanderern. Berlin ist ebenfalls angenehmer im Umgang miteinander als in München. Wanderne Schikanebauer gibts allerdings dort auch.
Samstag München Süd Schäftlarn hat uns ein Wanderer geholfen einen größeren Baumstamm wegzuziehen.

Alles ist wahscheinlich vom Zufallsprinzip abhängig: wer wen zu welcher Zeit trifft, manche haben mehr Glück, manche weniger. Je entspannter man selbst unterwegs ist, desto unanfälliger ist man gegenüber geistiger Ausfälle anderer.
 
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8. Oktober 2008
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Ich finde Grüßen einfach eine Frage des Anstands und des gegenseitigen Respekts. Vielleicht sind andere anders erzogen worden. Keine Ahnung, kanns für mich jedenfalls nicht nachvollziehen, und finds einfach unhöflich.

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24. August 2010
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warum drückt sich die Industrie hier eigentlich scheinbar feige weg?
Verkaufen uns den teuersten Sch..ß, der dann zum großen Teil für illegale Tätigkeiten verwendet wird?
Tut also kein bisschen was dafür, diesen unhaltbaren Zustand in ihrem Einflussbereich zu thematisieren.
Unser Geld nehmen sie gerne, aber lassen uns ansonsten im Regen stehen.
MTB-News könnte sowas im Sinne ihrer Leser z.B. bei ihren Hausbesuchen auch mal ansprechen,
dann wären die z.T. auch etwas gehaltvoller. ;)
Meine Gebetsmühlen seit Jahren!
Meine Schlussfolgerung: es traut sich keiner, weil sie voneinander leben.

Die Firmen schalten Anzeigen sowohl in Zeitschriften, MTB-News bekommt Material gestellt, Werbung, Geld regiert...
Es wehrt sich ja niemand - der Großteil der Forumsmitglieder hier kaufen brav (nach erster Empörung) doch alles was ihnen vorgesetzt wird. Und Einstiegspreise von 4-6k€ sind irgendwie selbstverständlich geworden. Wir reden hier von Hobby-MTBern!!!
Fragt man bei den Top5 Firmen nach lokaler Unterstützung, ist es immer die gleiche Antwort "unsere Fa. spendet einen Betrag an die DIMB, wir können lokal das nicht machen, uns fehlt das Budget von oben, wir haben zu viel im Laden/Büro/Marketing/Verkauf zu tun, wir dürfen das nicht weil mit den Behörden wollen wir keinen Stress" - wenns aber wie kürzlich von Spezi, ein Werbefilmchen an den von Sperrung bedrohten IsarTrails gibt und darin beworben wird, dass man zur Wiesnzeit doch n Abstecher auf die Isartrails machen sollte (WTF ihr Vollidi...!!!), wird das überall schön plattgetreten - schön ausbeuten, ohne dafür was zu machen.

Wenn man ein wenig übern Teich (groß wie klein) schaut was in UK und USA die Top5 Firmen an Trail-/Jugend-/Öffentlichkeitsarbeit machen, da bekommt man den Mund nicht zu. ABER, dort tritt man auch viel geschlossener auf. Da redet eine IMBA direkt mit den zuständigen Behörden und diese nehmen eine Radvereinigung auch ernst. Während man in Zentraleuropa einfach sehr weit hinten, weit nach der Holzindustrie, dem Agrarminister und den Jägervereinen kommt.
Hier sitzt ein(!!!) Heiko, mehr oder weniger alleine bei OpenTrails oder auch DIMB zentral sinds... an einer Hand abzuzählen (ü60.000 Mitglieder!!!)(rede nicht von den mehr oder weniger guten lokalen Helfer/Sprechern - aber da ist die Streuung schon riesig, da imho keine richtige Struktur in dem Laden zu finden ist) Während sich übern Teich Vollzeitstellen realisieren lassen - auch weil die Industrie einen Grund hat, das MTBen zu pushen - nicht nur über bezahlte Anzeigen/Tests, sondern durch den Spielplatz dafür.

Im Artikel steht was von geschlossenem Auftreten?!
Ich werfe jetzt mal in den Raum:
DAV - hat lokale Bike Unterabteilungen die mehr oder weniger gut sich austauschen und auftreten
DIMB - tritt zum Teil zentral auf (s.o. mit der guten Arbeit von Heiko, der mehr umgedreht hat in dem letzten Jahr, als die ganze DIMB der letzten 10 Jahre), lokal wird aber das gemacht, wozu die Vorstände Bock haben - von Engagement bei Behörden, Kursen, Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Stammtischen und sich zum Tourenradln verabreden ist die Streuung hoch
ADFC - ist wohl eher ein Tourismus-Bike Portal?! Es hat angebl. 450!!! Niederlassungen, aktive Arbeit habe ich von denen nie mitbekommen.
BDR - oh je... das Gute: sie sind auf Welt-Wettkampf Niveau - das Schlechte: MTBen ist für die so, wie für einen 5jährigen das flüssige Lesen - es stottert sich irgendwie voran, aber man erkennt nichts. Schade, dabei hätten sie gute Referenzen und könnten auf einem hohen Niveau/Ebenen Gesprächspartner finden.

Das sind die Großen - dazu gesellen sich Hunderte lokaler - das ist auch vollkommen ok so, aber EINEN Deckherren könnten sie geschlossen haben.
Nur ist man selbst da schon uneinig und jeder redet vom Gleichen, ist aber gemeinsam einsam.

Meiner Meinung nach gibt es keinen Fahrplan!

Keiner hat eine Vision, die er vertritt. Schaut man zu jedem der o.g. Vereine ist es wie eine Ansammlung von Informationsforen. Ein kleines Beispiel gefällig?
About us IMBA U.S.:

  • We create a powerful voice for trails, public lands and management policies that welcome bikes.
  • We advocate for mountain bike access and acceptance nationwide.
  • We build sustainable trails and bike facilities to make mountain biking more accessible.
  • We teach environmentally responsible trail building and trail etiquette practices.
  • We inspire more people to experience the outdoors on bicycles.
  • We educate bike groups on how to organize and make mountain biking better at the local level.
Über uns ADFC (155.000 Mitglieder!!!):
Sie möchten an einer Radtour teilnehmen oder planen eine Radreise?
Sie möchten wissen, was sich im städtischen Radverkehr demnächst für Sie verbessern wird?
Sie müssen Ihr Fahrrad mal wieder auf Vordermann bringen, wissen aber nicht so recht wie?
Oder Sie möchten sich selbst, als Unternehmen oder Ehrenamtlicher, für einen höheren Stellenwert des Fahrrades engagieren?

Dann sind Sie bei uns richtig!


Die einen machen was, die anderen sorgen dafür das irgendjemand was macht. Man darf sie aber gerne kontaktieren, wenn man Fragen hat. Mehr oder minder abgeändert zieht es sich durch alle großen deutschen Radvereine.
Jetzt kann man sich selber eine Meinung bilden, wer da wen ansprechen (will?), oder nicht.

Und wer hier noch bis zum Schluss gelesen hat, der gehört eh zu den wenigen 3% die dann auch wirklich beim "lass uns mal XY machen" auch wirklich auftaucht und anpackt...
In diesem Sinne - Mahlzeit!
 

DR_Z

und der alte Mann
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15. November 2013
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Niederrhein
Lieber Tobias,
ich bin als Zweiradler vollständig sozialisiert, Guide im Sportverein, Trainer für eine Kindergruppe in der Diakonie, maßgeblich am Bau eines genehmigten Downhills beteiligt, Instruktor für Motorradtrainings......
Aber warum müssen wir uns einig sein in unseren Vorstellungen, warum müssen wir uns grüßen oder auf dem Berg miteinander reden?
Ich grüße gerne. Wenn jemand nicht zurück grüßt: so what...:ka: ich weiß nicht was ihm gerade durch den Kopf geht und auch ich hatte Zeiten, da musste ich mir alleine den Kopf frei fahren, habe dabei eventuell auch nicht jeden zurück gegrüßt und auch Gespräche auf dem Berg gemieden.
Warum ist ein Pedelec ein MTB - weil man in der MTB-News neue kommerzielle Aspekte sieht?
Die Vielfalt unter dem Bikern ist genauso wie in der Gesellschaft!
Arschlöcher im einstelligen Prozentbereich, Ignoranten im zweistelligen, viel Durchschnitt, Initiatoren und Macher wieder im einstelligen Bereich. (lasst und bitte nicht über die Prozentzahlen streiten :streit:)
Da kannst du soviel lamentieren wie du magst, das wirst du nicht ändern. Im Gegenteil, deine Kritik führt nur zu mehr Unmut und Polarisierung. Fühlt sich wie eine Bekehrung an :confused:
Ich versuche schöne Momente zu schaffen und nehme sie, wenn sie denn eintreten sollten, gerne mit - natürlich auch gerne in netter Gesellschaft- und der Rest geht mir am Arsch vorbei.
 

cycophilipp

Kitschkuchenbäcker
Dabei seit
31. August 2003
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Augsburg
Es gilt das Motto: Solange andere ihr Verhalten nicht ändern, ändere ich auch mich nicht.
genau diese Haltung finde ich bedenklich. Frei nach "sollen erstmal die anderen sich bessern... Sry, uncool. Geh doch einfach mit gutem Beispiel voran...


Jetzt wird mir auch bewußt warum ich so gerne den Landy fahre: die grüßen sich eigentlich immer, selbst auf der Autobahn :daumen:
Herrlich nicht? Da ist die Lotus-Fraktion genauso cool - Hand oben rausstrecken hat was ;)
 
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