Mountainbiker dürfen zukünftig auf schmalere Wege

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Ich finde aber auch das wir den Ball flach halten sollten, so haben wir die meiste Ruhe.

Ja so ist das bei uns im Schwarzwald. "Ruhe ist die erste Bürgerpflicht".

Und apropos Ruhe:

Ein sehr unkooperativer Schwarzwaldverein, der Wege für sich beansprucht, die Ihm garnicht gehören. Es ist ja lobenswert das sich der SWV um die Pflege der Wege kümmert, aber daraus einen solchen Alleinanspruch abzuleiten ist doch sehr hoch gegriffen.

Gleiches gilt z.B. auch bei der Beschilderung und neuer Wanderwegführung wo der SWV den Gemeinden Vorschriften macht.
Vereinszeitschrift http://www.schwarzwaldverein.de/cms_upload/files/pdf/zeitschrift/2012_03.pdf Die beiden ersten Artikel.
Auch lesenswert "Positionspapier Wege" des SWV
http://schwarzwaldverein.de/cms_upload/files/_wege/positionspapier_wege_120612.pdf

Gefällte Bäume auf der Strecke beim WOMC.
http://www.bo.de/Lokales/Offenburg/Sabotage-bei-Mountainbike-Challenge

Bürgerentscheid zur nicht Genehmigung der Strecken am Giersberg in Kirchzarten.
Seite der Gegner: http://www.unser-giersberg.de/

Bisher keine Streckengenehmigungen für neue Trails im Renchtal. Es gab wohl vor ca 1 Jahr eine Anfrage unseres Tourismusverbandes die vom Forstamt abgelehnt wurde.

Keine Streckengenehmigungen für Trails bei Bike Veranstaltungen. z.B. können wir beim Renchtalbike keine attraktiven Strecken anbieten.

Grauzone im Schwarzwald als Bikeguide zu arbeiten, da man offiziell nicht über Trails fahren darf.

Die gleiche Problematik für ehrenamtliche (Jugend)trainer.

Grauzone bei Unfällen auf Trails

400.- EUR Bußgeld für illegales Waldweg befahren
http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=574551&highlight=strafe+f%FCr+waldweg

Verwarngelder am Trail in Lauf
http://www.mtb-kinzigtal.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=645

Verbotsschilder im Wald z.B.
http://www.mtb-kinzigtal.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=957

Schlechtes Image des Schwarzwaldes:
http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=635736

Schlechtes Image in der Bike:
http://www.bike-magazin.de/reise_gp...ch-schwarzwald-gegen-pfaelzer-wald/a9487.html
http://www.bike-magazin.de/reise_gp...hland/deutschlandfrankreich-vogesen/a536.html

Schlechtes Image beim Wegennetztest
http://dimb.de/aktivitaeten/wegenetztests/suedschwarzwald-test

Und ich weiss da noch ein paar Kleinigkeiten.....



Hey, von diesem Land ging die "Badische Revolution" aus.

Ich denke es ist Zeit aktiv zu werden.
http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=626462&page=7

ciao heiko
 
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Auch wenn der Schwarzwald Tourismus uns hier mit einer PR- und Charmeoffensive eine paradiesische Zukunft in Aussicht stellt, so ist und bleibt das PR. Die Auffassung des Schwarzwaldvereins zu diesem zukünftigen Trailparadies wurden in diesem Thread ja schon angeführt. Aber das "Kleingedruckte" ist noch viel ernüchternder

http://www.suedkurier.de/region/sch...eine-Singletrails-ausweisen;art372541,6126879

Also Bälle flach halten, Klappe halten und von bis zu 850 km an Singletrails träumen? Auch wir sind Bürger, Steuerzahler und Wähler und haben Rechte, die wir offensiv und engagiert einfordern sollten. In Hessen hat man das verstanden und jetzt wird es langsam Zeit, dass wir auch in Ba-Wü den Mund aufmachen.
 
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Für den Forstdirektor ist diese Diskussion vor allem eine Haftungsfrage. „Verträge, die mir nur Risiken bringen und keinen Euro, gehe ich doch nicht ein“, stellt er klar. Nur wenn ein Verein oder ein Verband eine solche Strecke bauen, unterhalten und die Haftung übernehmen würde, könnte er sich eine Zustimmung vorstellen.
In dem Artikel kommt die zweite - neben der grundrechtsfeindlichen 2-m-Regel - verfassungsrechtliche Schwäche des § 37 Abs. 3 Satz 2 LWaldG ganz deutlich zum Vorschein.

§ 37 Abs. 3 Satz 2 LWaldG
Nicht gestattet sind das Reiten auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 3 m Breite und auf Fußwegen, das Radfahren auf Wegen unter 2 m Breite sowie das Reiten und Radfahren auf Sport- und Lehrpfaden; die Forstbehörde kann Ausnahmen zulassen.

Für die angesprochenen Ausnahmen gibt es keine tatbestandliche Festlegung der Voraussetzungen und auch kein objektives Verfahren.
Die Befugnis schmalere Wege im Wald zu nutzen ist daher von einer willkürlichen Freigabe durch die Forstverwaltung abhängig.
Ohne behördliche Verfahren und ohne das Vorliegen der sachlichen Voraussetzungen für die Zulässigkeit von Sperren gemäß Art. 38 LWaldG
kann die Forstbehörde durch bloßes Untätigbleiben den Rad- und Reitverkehr ausschließen.

... und dann wird wieder einmal die Haftungsfrage als Ausrede mißbraucht... :mad:
 
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Die Mountainbiker, die sich engagiert haben, konnten gemeinsam auch mit Naturschutzverbänden, folgenden Unsinn verhindern:

§ 15
Betreten des Waldes, Reiten und Fahren
(1) Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung nach de
n Maßgaben von § 14 Abs. 1 Satz 3
und 4 des Bundeswaldgesetzes und der nachfolgenden
Absätze 2 bis 4 betreten.
(2) Dem Betreten gleichgestellt sind das
1.
Radfahren,
2.
Fahren mit Kutschen und Krankenfahrstühlen sowie
3.
Reiten
auf festen Waldwegen und auf Straßen im Wald. Feste
Waldwege sind befestigte oder naturfeste
Wege, die von nicht geländegängigen, zweispurigen Kraftfahrzeugen ganzjährig befahren
werden können.
 
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Die Freiburger Zeitungen führten auch Titel wie "paradiesische Zeiten für Mountainbiker", "Der Schwarzwald soll in den nächsten Jahren zum Eldorado für Mountainbiker werden. Einen neuen Konsens in dieser Frage verkündeten diese Woche Vertreter des Tourismus, der Forstwirtschaft, der Naturparks und des Schwarzwaldvereins in Freiburg" und ähnliches.

Kurz durchzuckte mich Freude ob dieser schönen Ankündigungen. Doch schnell kam unbehagen auf:
Dieser Vorschlag/"Lösung" wurde also ohne Interessensvertreter der Mountainbiker erarbeitet!!!

Sicher eine Reaktion auf den zunehmenden Druck zur Abschaffung der 2-Meter Regel.

10% des Wegenetztes maximal, aber nur bei Freigabe durch Schwarzwaldverein und Forst und offizielle Genehmigung und offiziell Verantwortliche, die diese Wege pflegen und ausschildern?!?
Das ist lächerlich und keine Verbesserung!

Dass die 2-Meter Regel Unsinn ist, sieht bestimmt manch Wanderer noch ein aber so wie das neue Konzept angepriesen wird, befürchte ich auch, dass damit Wanderer künftig uns Biker vermehrt anmotzen mit dem Tenor: "Fahrt auf Euren eigenen (markierten) freigegebenen Trails!"

Ich bin froh, dass die DIMB dazu eindeutig Stellung ("Volksverdummung .. Alibi-Singletrails" :)) bezogen hat und statt fauler Kompromisse weiterhin die Streichung der ungerechten 2-Meter Regel fordert.
Unbedingt Lesen! -stärkt angenehm das Biker-Selbstbewusstsein und schütz davor, sich insgeheim doch als halbkrimineller Bittsteller zu fühlen, der über jeden Meter Singletrail im Schwarzwald dankbar sein soll :cool:.

Also Biker: Nicht auf den Leim gehen sondern: Abschaffung der 2-Meter Regel - Lösung wie in Hessen!!!
 
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orangerauch

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wenn ich daran denke, wieviele Singletrails in den lezten Jahren im Schwarzwald für die industrielle Waldbewirtschaftung breigeschoben wurden und weiter werden, (die Maschinen werden immer breiter) werden wir in Zukunft dort immer länger auf Forstpisten rumeiern, bis wir dort wieder mal ein Stück Trail finden in das wir uns freudig hinunterstürzen können....

Im Schwarzwald fällt mir auch immer wieder auf, dass markierte Wege von Trails auf Forstpisten verlegt werden, wohl weil die Wegpflege dem SWV zu aufwändig wurde, oder der Waldbewirtschafter keine Lust drauf hat, dass Wanderer und Biker in seiner Plantage rumspringen.

Gegen diese Entwicklung sind wohl alle machtlos die nicht Waldbesitzer oder -Pächter oder Forstler oder Holz- und Pellethändler sind.

Fazit: immer mehr Trailsuchende drängen sich auf immer weniger Trails...
Daher gibts es jetzt wohl immer mehr die "Premiumwege" um die verbleibenden Trail-Perlen zu pflegen nd zu vermarkten. Die sind dann für die biker natürlich offiziell tabu.

Jedoch: im Pfälzerwald wurden hierfür sogar verwilderte Trails wieder aktiviert, und welche ausgewiesen die noch keiner Wanderkarte zu finden sind. Nur, dort wurde wohl auch kürzlich die 2m-Regel eingeführt...hörte ich. Aber wen juckts dort?

cju
 
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