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MTB-Kaufberatungsthread für Einsteiger , Empfehlungen + Tipps zum Bikekauf (siehe SEITE 1)

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Anfangen zu fahren möchte Ich erstmal auf Waldwegen aber dann auch in den Wald hinein, also nicht nur auf Schotterwegen, aufgrundessen tendiere Ich eher zu einem Fully. Auch später in Bikeparks zu fahren schließe Ich nicht aus, daher bietet mir ein Fully denke Ich größeren Spielraum.
Probegefahren bin Ich leider noch keins, da Ich mich vorab hier mal informieren wollte was überhaupt in Frage kommt. Erfahrungen habe Ich auch keine.
Ich kann durchaus nachvollziehen, dass die Frage Fully oder Hardtail - selbst wenn man sich von preislichen Limitierungen und diversen Unterkategorien löst - für einen Einsteiger schwer einzuschätzen ist. Ich mache sie daher bewusst nochmal schwerer, um das eigentliche Dilemma zu illustrieren:

Ein XC Hardtail oder Race Fully? Oder doch besser ein Trail Hardtail oder lieber ein Trail Fully, oder ein All Mountain oder sogar ein Enduro... und das dann als Fully oder als Hardtail?

Jede Bikekategorie zielt auf ein Einsatzgebiet ab, welches sie besonders gut abdeckt. Die angrenzenden Einsatzgebiete dann schon etwas weniger gut, und je weiter weg man sich von der ursprünglichen Ausrichtung bewegt, desto größer sind die Einschränkungen. Wie also vorgehen? Den Federweg alleine kann man auch nicht als Kriterium heranziehen, da es mit nominell gleichem Federweg Bikes sehr unterschiedlicher Ausrichtung gibt. Jemand der seine Ansprüche (noch) nicht kennt, geht also auch nach Klärung der vermeintlichen Kernfrage Hardtail oder Fully noch ein erhebliches Risiko ein, in einem Jahr der Realität ins Auge zu schauen, dass er für seine dann klareren Wünsche eigentlich das falsche Bike gekauft hat. Ich denke daher, dass erste eigene Erfahrungen durch nichts zu ersetzen sind.

Wenn ich die Region um Paderborn richtig einschätze, ist unmittelbar vor der Tür wenig ausgebaute Trailsubstanz vorhanden, im Umfeld sind aber der Trailpark Brilon, die Bikeparks in Winterberg, Willingen und Warstein und brauchbare Strecken um Externsteine / Detmold und an den südlichen Ausläufern des Iths.

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen wie weit man mit einem hardtail gehen kann usw.
Mein Gedanke ist nur, dass wenn Ich Fortschritte mache und anfange zu springen usw nicht nochmal investieren möchte um dann ein Fully zu bekommen.
Für den Anfänger mag ein Hardtail durch den Verzicht auf die hintere Federung etwas fragil wirken. Es hilft dann manchmal, das System aus Bike und Fahrer zu betrachten. Ein XC Hardtail bringt vorne 100mm mit. Die Arme und Beine des Fahrers können dem, gut eingesetzt, weitere 200mm und 400mm beisteuern. Einigermaßen robuste Laufräder und sinnige Reifenwahl mal vorausgesetzt sind beispielsweise im Bikepark Winterberg die meisten Strecken mit einem XC Hardtail durchaus spaßig zu befahren, solange man sich nicht überschätzt. Ja, man ist langsamer unterwegs und wird natürlich schneller müde als auf den Santa Cruz V10 Leihbikes, und Bremswellen haben auf einem Hardtail ihre ganz eigenen Tücken, aber man lernt dabei ungemein.

Andererseits strotzt die Region um Paderborn auch nicht so vor Anstiegen, als dass man die Nachteile eines moderaten Fullys auf der schnellen Hausrunde permanent verfluchen würde. Ich denke daher, dass beides geht, sehe aber angesichts des für ein Fully nicht besonders üppigen Budgets durchaus den Reiz eines relativ günstigen, möglicherweise etwas trailorientierten Hardtails wie dem 2018'er Votec VC Comp, um dann nach einem Jahr mit vertretbarem Wertverlust eine informiertere Entscheidung (mit dann evtl. etwas mehr Budget) treffen zu können.
 
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@Citadel

Danke auch an dich für die wirklich ausführliche Antwort.
Ja hast recht, direkt vor der Haustür sieht es mit Trails schlecht aus, Ich wohne zwar näher an Brilon als an Paderborn und habe viel Wald in der Umgebung aber das ändert ja nichts.
Vielleicht ist dann die Entscheidung sich ein gutes Hardtail anstatt eines mittelmäßigen Fullys zu kaufen doch besser.
Die Frage die sich dann für mich stellt ist dann nur noch kauft man lieber das von dir beschriebene Votec oder das vorher empfohlene Focus Spine Elite um doch ein Fully zu haben.
Ist das Votec ein viel besseres Hardtail wie das Spine ein Fully ist ?

Ich werde mich dann die Tage mal aufmachen und paar Räder testfahren, danke für eure guten Ratschläge.
 
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Vielleicht ist dann die Entscheidung sich ein gutes Hardtail anstatt eines mittelmäßigen Fullys zu kaufen doch besser.
Ein gutes XC Hardtail läge für mich z.B. deutlich unter 11kg, wäre damit aller Wahrscheinlichkeit nach aus Carbon und hätte eine Fox 32 / RS Reba Gabel, das dürfte für 1.5k € schon arg schwer werden, insbesondere wenn da noch eine Variostütze und andere Reifen für einen universelleren Einsatz hinzuzurechnen sind.

Ist das Votec ein viel besseres Hardtail wie das Spine ein Fully ist ?
Ich halte beide in der gegebenen Situation für vertretbare Bikes, auch die von @Aldar verlinkten Vitus und Nukeproof, aber halt auch für Kompromisse, die einfach der fehlenden Erfahrung und der Unsicherheit welche Kriterien künftig als wichtig wahrgenommen werden geschuldet sind.

Für den von @Florent29 verlinkten Preis bekommt man beim Focus aber klar das meiste Bike fürs Geld, der Nachteil sind die knapp 14kg, die man immer dabei hat, wobei nun auch das Votec kein wirkliches Leichtgewicht ist. Wenn der Trailpark in Brilon in Reichweite ist, könnte ich mir aber vorstellen, dass auch ein Spine artgerechten Einsatz findet und ggf. auch nach einer Saison einen Abnehmer mit moderatem Verlust. Ganz ohne Lehrgeld wird man beim Einstieg nicht auskommen, daher ist jede Probefahrt, jede Bikemiete im Park oder beim Händler eine Investition in eine fundiertere Entscheidung.

Ich dachte 2018'er Asket ≠ Kato X = 2017'er Asket
 

Aldar

Ich hab nen roten knopf, mit einem totenkopf
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@jojom und falls du zweifel hast was so ein trail HT aushält oder was man damit alles fahren kann


Hier macht der Fahrer natürlich den größten unterschied , aber bevor du die gleichen strecken auch nur halb so schnell fahren kannst ( egal mit welchem Bike ) bin ich wahrscheinlich Bitcoin Milliardär ( aktueller stand = 0 bitcoins)
 
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Gegen die Alu-Räder spricht nur was, wenn du das Rad superleicht haben willst.

Die sind qualitativ schon richtig gut.
Naja, wie man leicht definiert:D
Mein Alu-Hardtail hat 10,3 kg o.P., das einzige was da aus Carbon ist sind die Spacer überm Vorbau und die Magura-Bremshebel. Herzstück muss natürlich ein richtig guter Rahmen sein:daumen:
 

Florent29

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Naja, wie man leicht definiert:D
Mein Alu-Hardtail hat 10,3 kg o.P., das einzige was da aus Carbon ist sind die Spacer überm Vorbau und die Magura-Bremshebel. Herzstück muss natürlich ein richtig guter Rahmen sein:daumen:
Klar kann man mit einem Alurahmen in ähnliche Gewichtsregionen kommen wie mit Carbon - das Rad fährt dann aber entweder von allein um die Kurve (Spezi Chisel) oder kriegt schon Dellen im Oberrohr, wenn man es nur mal schief anguckt (Liteville).
 
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Was spricht im Allgemeinen gegen die erwähnten Bikes Giant Fathom oder Ghost Asket/ Kato? Dass ich bei der weiteren Suche auf diese Dinge achten könnte...
Also, um die Räder so mal zu vergleichen:
Bremse: wenn eben möglich nicht unter Deore -> Ghost verbaut eine custom Magura MT5/MT4, die ist super, Giant verbaut Altus -> deutlich unter Deore
Gabel: Wenn Fox dann ist es egal was drin ist, bei Rock Shox nicht unter einer Recon, bei SR Suntour nicht unter der Epixon -> beide haben die gleiche Gabel (Axon) ausgenommen der Kartusche, beim Giant kannst du neben dem Lockout noch die Low-Speed-Compression einstellen (Gimmik das schön ist zu haben, aber wenn nicht dann nicht)
Laufräder: Meistens sind in den Kategorien Systemlaufräder von z.B. DT Swiss oder Mavic besser -> Ghost hat nen DT Swiss-Satz, der ist ganz ordentlich, im Ghost sind die Laufräder OK, halt etwas schwer (Formula-Naben können, müssen aber nicht "gut" sein)
Antrieb: Wenn 1-fach, dann Eagle aufgrund der Bandbreite, sonst ist ein Shimano 2-fach Antrieb immer die bessere Wahl -> Punkt für das Ghost
Rahmen: Giant baut richtig ordentliche Rahmen, leicht, stabil und gut verarbeitet, die Rahmen vom Ghost sind auch ganz gut von Gewicht und Verarbeitung ist auch OK, die Steifigkeit schwank in den Modelljahren stark, wobei ich seit 2015 nichts über Probleme gehört habe. Die besten Alu-Rahmen bekommst du eigentlich bei Spezialized, Trek, Giant und ehemals Cannondale.
 
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Also, um die Räder so mal zu vergleichen:
Bremse: wenn eben möglich nicht unter Deore -> Ghost verbaut eine custom Magura MT5/MT4, die ist super, Giant verbaut Altus -> deutlich unter Deore
Gabel: Wenn Fox dann ist es egal was drin ist, bei Rock Shox nicht unter einer Recon, bei SR Suntour nicht unter der Epixon -> beide haben die gleiche Gabel (Axon) ausgenommen der Kartusche, beim Giant kannst du neben dem Lockout noch die Low-Speed-Compression einstellen (Gimmik das schön ist zu haben, aber wenn nicht dann nicht)
Laufräder: Meistens sind in den Kategorien Systemlaufräder von z.B. DT Swiss oder Mavic besser -> Ghost hat nen DT Swiss-Satz, der ist ganz ordentlich, im Ghost sind die Laufräder OK, halt etwas schwer (Formula-Naben können, müssen aber nicht "gut" sein)
Antrieb: Wenn 1-fach, dann Eagle aufgrund der Bandbreite, sonst ist ein Shimano 2-fach Antrieb immer die bessere Wahl -> Punkt für das Ghost
Rahmen: Giant baut richtig ordentliche Rahmen, leicht, stabil und gut verarbeitet, die Rahmen vom Ghost sind auch ganz gut von Gewicht und Verarbeitung ist auch OK, die Steifigkeit schwank in den Modelljahren stark, wobei ich seit 2015 nichts über Probleme gehört habe. Die besten Alu-Rahmen bekommst du eigentlich bei Spezialized, Trek, Giant und ehemals Cannondale.
Danke auch dir, aber ich glaube du sprichst über andere Räder als die die ich meine:
Kato X: https://www.ghost-bikes.com/bikes/hardtail/bike/kato-x-69-al/
Giant Fathom: https://www.giant-bicycles.com/de/fathom-29er-1-ltd-2018

D.h. (Immer erst Ghost dann Giant:)
- Bremse: Magura MT Thirty2 4/2 Piston 180 mm Disc vs. SRAM Level TL, Hydraulik-Scheibenbremse, Centerline-Rotoren (180/160mm)
- Gabel: SR Suntour AXON LO-R 120 mm vs. RockShox Reba RL SoloAir, MotionControl™, 100mm, OneLoc 2-Pos Remote, 1⅛"~1½"-OverDrive Alu-Schaft, Boost 15x110 Maxle Lite, 51mm Rake
- Antrieb: Beide Eagle GX 1x12
- Laufräder: DT Swiss M 1900 Spline 22.5 mm Wheelset vs. Felgen GIANT XC 1 Disc Laufrad-Satz, ETRTO 23-622Naben (v/h)GIANT by Formula Tracker Boost 15x110 / Tracker Sport XD™ Driver Body, 135mm QRSpeichenSapim Leader 2.0 schwarz, 28/28 Speichen

Das alles mal ohne Wertung, aber um richtig zu stellen über welche Räder ich spreche...
Gewichte geben beide nicht an, Reifen unterscheiden sich noch. Beide würden mir gefallen und mir sicher auch ausreichen soweit ich bislang durchblicke. Klar wäre Carbon zum Herbst eine Option...
 
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Danke euch für die Einschätzung. Dann sehe ich mir das am Wochenende schon mal näher an.
 
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Ist das cube Stereo 120 hpa sl für 1900-2000 euro eine gutes Angebot, bzw. allgemein eine gute Wahl ?
Für mich ist ein 2017'er Cube Stereo 120 HPA SL von der Substanz ähnlich einzuordnen wie das bereits verlinkte 2017'er Focus Spine Elite für 1.2k €, das Cube allerdings mit deutlich besserer und leichterer Komponentenbestückung. Beide waren auch mit ihren 2017'er Listenpreisen im Bereich < 2.5k € vergleichbar angesetzt.

Ähnlich bepreist könnte ich eine Präferenz für das Cube durchaus nachvollziehen. So wie es jetzt als Vorjahresmodell bei über 2k € angesiedelt ist (wo es mit einer Variostütze dann landen würde), wird das Bike zwar nicht schlechter, aber die Alternativen deutlich attraktiver (zwar beide leider nicht mehr in L verfügbar, aber nur als Beispiel was in dieser Preislage im Abverkauf möglich ist: 2017'er Focus Spine C Lite - Carbon bzw. 2017'er BMC Speedfox 02 SLX/XT - Carbon). Da Eingangs aber auch ein deutlich niedrigerer Preisrahmen im Raum stand, sollte evtl. erst dieser abschließend festgelegt werden, da einige 100 € mehr Spielraum einen großen Unterschied bei der Beratung machen können. Auch bleibe ich weiterhin bei meinem Vorschlag, das Einstiegsbike als solches zu sehen, und ggf. im Folgejahr das eingesparte Budget zielgerichteter einzusetzen. Bei rechtzeitiger Suche lässt sich auch in der gefragten Rahmengröße L das eine oder andere attraktive Angebot finden.
 
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1. Mai 2017
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Danke auch dir, aber ich glaube du sprichst über andere Räder als die die ich meine:
Kato X: https://www.ghost-bikes.com/bikes/hardtail/bike/kato-x-69-al/
Giant Fathom: https://www.giant-bicycles.com/de/fathom-29er-1-ltd-2018

D.h. (Immer erst Ghost dann Giant:)
- Bremse: Magura MT Thirty2 4/2 Piston 180 mm Disc vs. SRAM Level TL, Hydraulik-Scheibenbremse, Centerline-Rotoren (180/160mm)
- Gabel: SR Suntour AXON LO-R 120 mm vs. RockShox Reba RL SoloAir, MotionControl™, 100mm, OneLoc 2-Pos Remote, 1⅛"~1½"-OverDrive Alu-Schaft, Boost 15x110 Maxle Lite, 51mm Rake
- Antrieb: Beide Eagle GX 1x12
- Laufräder: DT Swiss M 1900 Spline 22.5 mm Wheelset vs. Felgen GIANT XC 1 Disc Laufrad-Satz, ETRTO 23-622Naben (v/h)GIANT by Formula Tracker Boost 15x110 / Tracker Sport XD™ Driver Body, 135mm QRSpeichenSapim Leader 2.0 schwarz, 28/28 Speichen

Das alles mal ohne Wertung, aber um richtig zu stellen über welche Räder ich spreche...
Gewichte geben beide nicht an, Reifen unterscheiden sich noch. Beide würden mir gefallen und mir sicher auch ausreichen soweit ich bislang durchblicke. Klar wäre Carbon zum Herbst eine Option...
Ups, alles klar:eek:
Ähm, also, laut den Herstellergewichten wiegt das Giant, naja, schlappe 1,7 Kg weniger .............
11,2 Kg ist schon ein Wort ..........

  • SRAM Eagle GX 1x12 oder andere 1x12
  • Federgabel min. Reba oder vergleichbar
  • Geringes Gewicht
  • Nice-to-have: Boost-Standard
  • Nice-to-have: Versenkbare Sattelstütze
 
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Was hat die Steifigkeit mit der Stabilität zu tun? da hast du was falsch verstanden.
Ich hab doch nicht gesagt das der Rahmen zusammenbricht:)
Ich mal ein Rennrad mit einem gemufften Carbonrahmen, da hat sich in jeder Kurve der Lenkkopf verzogen:D, Specialized baut hammer (Alu-)Rahmen, aber irgendwann geht's einfacher nicht leichter oder auf Kosten der Streitigkeit.
 
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