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MTB Park Hürtgenwald...

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Hallo Leute.

Sicher haben einige mitbekommen, dass da was im Busch ist. Es haben ja auch öffentliche Veranstaltungen stattgefunden.
Es ist nun offiziell, dass ein kleiner Verein unterstützt durch weitere Vereine an der Ausschreibung teilgenommen hat.

Es war ein Marathon gewisse Dinge zu bearbeiten, auf den Weg zu bringen und es hat ne ganze Menge Kraft und Arbeit gekostet.

Nachdem mit einer Mehrheit der Bau beschlossen wurde und sämtliche Zweifel ausgeräumt werden konnten gibt es neue Hürden.

Ihr könnt im Artikel des Vereins "Nordeifel Gravity e.V." und auch in der Stellungnahme des "Radsportbezirk Aachen e.V." lesen was Sache ist.

Wir sind seit langem brandheiss darauf endlich mit der Öffentlichkeits Arbeit zu beginnen und weitere Leute in das Projekt zu involvieren. Wir hoffen, dass es bald los geht.

Wer Interesse daran hat uns zu unterstützen, der kann gerne seine sachliche Meinung an den Landrat des Kreises Düren, an die Zeitung oder das Radio schicken. Die Leute sind uns wohl gesonnen!

Besten Gruß,
Raoul


Nordeifel Gravity:

"Stellungnahme 13.10.2014
Sehr geehrter Herr Spelthahn,
der Vorstand des Nordeifel Gravity e.V. nimmt wie folgt Stellung zum Zeitungsartikel von
Samstag, 11. Oktober 2014 / Dürener Zeitung / Lokaltitel Düren / Seite 15
„Dem Bikepark läuft langsam die Zeit davon“.
Wir sind der Verein der die Betreiberschaft für den Bikepark in Hürtgenwald anstrebt und
stehen bereits in Vorverhandlungen mit dem Kreis Düren.
Unser Verein gründete sich 2011 mit der Absicht dem Fahren auf illegalen Strecken ein
Ende zu bereiten, indem aktiv an der Schaffung einer legalen Strecke gearbeitet wird.
Im Jahre 2012 trafen sich erstmalig Mitglieder der Vereine aus dem Radsportbezirk Aachen
am „Runden Tisch MTB“ und es wurde thematisiert, dass die stark anwachsende Zahl der
Sportler im Bereich Mountainbike Downhill und Freeride schon bald zu Konflikten mit der
Natur und anderen Waldnutzern führen könnte.
Als dann im Winter 2012 eine Infoveranstaltung zu dem Projekt „Crossing Nature“ stattfand
waren wir begeistert, dass uns sowas an diesem Punkt entgegenkam, da auch von der
Schaffung eines Bikeparks berichtet wurde
Wir begleiteten die Entwicklung des Projekts aufmerksam und unterstützen die Planung mit
unserem speziellen Wissen nach Kräften.
Als im April diesen Jahres die Ausschreibung zum Bau und Betrieb dieses Projekts erfolgte,
beschloss der Verein gemeinsam in Kooperationen mit weiteren Vereinen eine umfangreiche
Umstrukturierung, so dass dieser Betrieb durch den Verein gegebenenfalls ehrenamtlich
übernommen werden könnte.
Nachdem wir teils über Monate samt schlafloser Nächte damit beschäftigt waren Rechte und
Pflichten zu studieren und umfangreiche Konzeptausarbeitungen zu fertigen, sowie
Kooperationsgrundlagen zu schaffen, wurde es uns möglich in der Ausschreibung durch
mehrere Instanzen ein Konzept vorzulegen, mit dem der Kreis Düren als Besitzer der Anlage
einverstanden war.
Wir haben den hohen Arbeits- und vor allem Kostenaufwand zu den Umweltgutachten
verfolgt und auch selber viel Input geleistet und beraten, wenn es um Sport-fachliche
Informationen ging. Aufgrund weiterer Artenschutzgutachten, deren Notwendigkeit im
Endeffekt auch von Fachleuten in Frage gestellt wurde, wurde bereits zwei Mal die
Zuschlagfrist verlängert.
In direkter Nähe zu dem geplanten Gebiet zwischen Vossenack und Simonskall verläuft die
K36, sowie weitere, teils höher frequentierte Straßen, deren Lärmeinfluss den anderen
Waldnutzern, wie Wanderern, Jägern oder Reitern die Erholung in Ruhe und Natur nicht
madig machen. Mountainbiker werden dies auch nicht ändern.
Die Zeitungsartikel sind wahr: Die Zeit läuft davon. Wir haben uns aus Artenschutzgründen
selber ein Zeitfenster zum Bau des Parks bis Dezember gesetzt um der Natur die Winterruhe zu gönnen. Bis August 2015 soll der Park Betrieb laufen. Dazu gehört noch weitere Arbeit
wie Probebetrieb und Fertigstellung einzelner Arbeiten im Bereich des Parks.
Die Kooperationen mit dem Forst, dem Kreis, den Kommunen, der ULB, dem Radsportbezirk
Aachen, dem Eifelverein, dem Tourismusverband und einer Vielzahl anderer Vereine und
Institutionen sind zum Teil schon erfolgt, oder eine Kontaktaufnahme unsererseits steht
bereits in den Startlöchern.
So macht es uns traurig, dass nun eine Einzelperson, nachdem ihm die Argumente auf dem
Sachgebiet ausgegangen sind, nun durch unnötige Klagen und die Inkaufnahme der
immensen Verschwendung von Steuergeldern in Form unserer Fördermittel versucht das
Projekt zu kippen, bzw. uns die Arbeit damit zu erschweren.
Im Sinne des BUND oder NABU wird das Verhalten schon lange nicht mehr sein. Im
Gegenteil! Eigentlich müssten die Beseitigung illegaler Nutzungen und die Bündelung des
Radsports im Sinne der Naturschützer sein.
Ich weise noch einmal darauf hin, dass durch die Ausweisung des Nationalparks gerade und
insbesondere der Mountainbike-Sport aus einem sehr großen Gebiet verdrängt wurde und
es einhellige Meinung aller Akteure war, im Nationalparkumfeld ein entsprechendes Angebot
zu schaffen. An dieses Versprechen möchten wir auch die Naturschutzverbände erinnern.
Unser Verein verfolgt ein großes Interesse dem Umweltschutz beizutragen und einzelne
Mitglieder sind im Umweltschutz aktiv. Die geplante Naturerziehung in Kooperation mit
Schulen und Jugendämtern stehen in den Startlöchern.
Wir fragen uns, welche Interessen Herr Linder eigentlich verfolgt? Die des Naturschutzes,
wie oben ausgeführt, können es ja wohl nicht sein. Sind Kreis- und Landesverband eigentlich
informiert über die in jeglicher Hinsicht destruktive Haltung des Herrn Linder?
Das Beispiel der Schaffung eines Bikeparks am Dreiländerpunkt in Aachen hat bewiesen,
dass das illegale Befahren und Bauen von Strecken im Aachener Wald immens
abgenommen hat. Es ist eine Lenkung erfolgt und auf dem Gelände finden bereits Kurse und
Seminare statt. Aus der Vereinsgeschichte ist ein Förderprogramm in der Kijuze entstanden.
Die Wanderer und Touristen um den Dreiländer Punkt stört der Bikepark auch nicht. Im
Gegenteil ist die Resonanz dort positiv. Und Lärm machen ein Rad und sein Reiter sowieso
nur in geringstem Maße.
Als Bieter, mit dem schon Verhandlungsrunden stattgefunden haben und Verträge
ausgearbeitet wurden, fragen wir uns, warum die Zuschlagsfrist nun bereits zum zweiten Mal
verlängert werden musste und warum der Vertragsabschluss weiter hinaus gezögert wird.
Wie kann es sein, dass durch das Handeln einer Privatperson ein von allen mit getragenes
und öffentlich gefördertes Projekt mit überregionaler Bedeutung torpediert wird?
Wir erwarten, zeitnah mit dem Bau und Betrieb des Bikeparks beauftragt zu werden! Wir
möchten die von uns gesteckten Ziele, die dem Interesse des Kreises Düren, dem Forst als
Eigentümer und dem Naturschutz verschrieben sind, im Sinne von 700 in Vereinen
organisierten Bikern umsetzen.
Für den Vorstand, mit freundlichen Grüßen,
Marc Boltersdorf und Marco Schröder"



Stellungnahme des Radsportbezirk Aachen:

"Stellungnahme 12.10.2014


Der Radsportbezirk Aachen e.V. nimmt wie folgt Stellung zum Zeitungsartikel von Samstag, 11. Oktober 2014

Dürener Zeitung / Lokaltitel Düren / Seite 15

„Dem Bikepark läuft langsam die Zeit davon“


Der Artikel beschreibt zutreffend, dass den umfangreichen gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf Naturschutz umfassend nachgekommen wurde. Nun wurde durch Herrn Linder als Privatperson, der für den BUND im Landschaftsbeirat sitzt, eine erneute Eingabe bei der Bezirksregierung und bei Landesministerien eingereicht, die der Schaffung des Bikeparks im Rahmen des Projekts „Crossing Nature“ wieder eine Hürde in den Weg stellt.

In diesem Fall wird die Prüfung der baurechtlichen Grundlage für die Baugenehmigung verlangt. Ihm dürfte bewusst sein, dass diese weitere zeitliche Aufschiebung das Zeitfenster zum Bau des Parks weiter schmälert und den Planern die Arbeit drastisch erschwert.

Ein Verein der sich auf die Ausschreibung beworben hat und in den Startlöchern zum Streckenbau steht will auf freiwilliger Basis maximal bis Dezember diesen Jahres fertig sein, damit die Tiere in dem Bereich nicht im Winter unnötig gestört werden. Bis August 2015 muss der Park in Betrieb sein, da ansonsten die Landesmittel gestrichen würden. Nachdem durch die Belange zwei Eingaben bereits zwei Zeitaufschübe erfolgt waren, kommt es nun gegebenenfalls zum nächsten.


Der Kreis Düren hat ein Artenschutzgutachten der Stufe 1 sowie ergänzend der Stufe 2 für verschiedene Arten sowie eine Konfliktanalyse „Wildkatze“ erstellen lassen. Zudem wird im Rahmen des Eingriffs durch den Bau der ökologische Ausgleich erfolgen. Diese Gutachten haben jeden Zweifel ausgeräumt, dass der Bikepark der Natur in dem Gebiet zwischen Vossenack und Simonskall, nahe der bereits vorhandenen, intensiv genutzten, Infrastruktur, schaden könnte.

Es erfolgten somit Ausgaben allein für Gutachten aus Steuermitteln und EU-Fördertöpfen von nahezu 30.000 € im Sinne des Naturschutzes.


Denn auch auf dem Mountainbike suchen die Menschen Erholung, Naturnähe und Ruhe.

Die Weichen zur Naturerziehung wurden bereits durch einzelne Vereine innerhalb des Radsportbezirks Aachen gestellt.

Kooperationen mit dem Forst NRW, dem Eifelverein, dem Tourismusverband und vielen anderen stehen in den Startlöchern und werden nun wieder vereitelt.

Die Vereine suchen zudem die Konfliktvermeidung mit anderen Waldnutzern, wie Wanderern, Jägern und Reitern. Die Schaffung einer adäquaten Sportstätte würde die Eifel auch für junge Menschen attraktivieren und dafür sorgen, dass der Bau illegaler Strecken abnimmt.


Ein ähnliches Projekt hat in Aachen gute Erfolge erzielt. Die Frequentierung der Wege im Aachener Stadtwald durch Mountainbikes aus dem Bereich des Downhill und Freeride hat drastisch abgenommen. Im Bereich des Waldes am Dreiländer Eck ist eine Strecke entstanden, die die dortigen Wanderer nicht beeinträchtigt.


Der Radsportbezirk Aachen e.V. war im Projektverlauf am runden Tisch Eifel durch den Vorsitzenden Klaus Wißmann vertreten. Nach den Gesprächen ist es nun umso verwunderlicher, dass nach aller Abstimmung nun solche Mittel genutzt werden um die Arbeit zu beeinträchtigen.


Aus dem Artikel geht hervor, dass Herr Linder in dieser Sache nun unabhängig vom BUND handelt. So stellen wir uns die Frage, warum jemand zunächst als Umweltschützer auftritt um im Anschluss diesen Umweltschutz aktiv zu beeinträchtigen, indem Naturerziehung, Lenkung zur Konfliktvermeidung und Entlastung illegal genutzter Gebiete aktiv beeinträchtigt werden.


Wir können nicht nachvollziehen das die Planung des Projektes und deren Durchführung gegenüber dem Kreis Düren und der überwachenden Behörde Bezirksregierung so leicht in Frage zu stellen ist. Wer unterstützt jetzt 700 aktive und junge Menschen, die den Mountainbike-Sport, verbunden mit einem intensiven Naturerleben, legal ausüben möchten?




Mit sportlichen Grüßen




Raoul Sous

Koordinator Medien"


EDIT: Hier noch der besagte Artikel in der Zeitung:

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/dem-bikepark-laeuft-langsam-die-zeit-davon-1.934422#commentsForm-626715
 
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Für alle die nicht aus dem Kreis Düren kommen:
Herr Spelthahn ist der Landrat des Kreises. Wir warten auf seine Unterschrift unter dem Projektvertrag, vorher kann mit dem Bau nicht begonnen werden!

Grüße aus X-au

Marco
Nordeifel Gravity e.V.
 
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Bin gestern durch Zufall auf eure FB Seite gestoßen und bin begeistert von eurem Vorhaben! Gehört hatte ich schon einmal davon, aber in erster Linie dachte ich da an ein Lieblos Projekt der Stadt. :)

Kann man euch beim Bau unterstützen?
 

Pete04

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Ihr macht einen Bombenjob, Jungens:daumen: Wie weit kann ein Mitgliedschaftsbeitrag bei Nordeifel Gravity in das Projekt geleitet werden?
Bei grünem Licht wären ein paar Termine für Arbeits-WE sicher eine gute Sache um der Gemeinschaft und der Wirtschaft (in Form vonne
recht mau vor sich hinliegenden Ortsgastronomie) mal zu zeigen welch Rohdiamant da wartet...
@marco : hat die Lokalgastronomie eine Vorstellung bekommen von wegen BikerMenu für 8,95 - Apfelschorle inklusive?
Ride on, jetz' erss recht! der Pete:daumen::love:
 
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Super Sache - weiterhin noch viel Erfolg für das Projekt !
Schade das es immer einzelne Personen gibt die einem Steine in den Weg werfen.
 
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@Raoul Sous
Richtig gute Aktion! :daumen:

Finde aber den immer wieder auftauchenden Hinweis zur Vereinsmitgliedschaft etwas verwirrend. Daher mal direkt gefragt:
Wer darf denn nun dort fahren? Jeder oder nur Vereinsmitglieder? Kostet das dann Eintritt oder ist das das ganze wie ein Flowtrail zu verstehen (z.B. Bad Ems, Stromberg...)

Sorry falls ich irgendwo die Antworten zu meinen Fragen übersehen haben sollte.

Grüße.
 
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@chiefrock

Bin zwar kein Vereinsmitglied, habe mich aber auf der FB Seite mal umgeschaut. Also die Eröffnung ist für das Frühjahr 2014 geplant und es soll wohl ein öffentlicher Bikepark werden (mit Eintrittspreis). Es ist auch ein Shuttle Service geplant, genauere Infos folgen mit der Zeit. Am besten hier nachschauen https://www.facebook.com/NordeifelGravity, dann verpasst du nichts :daumen:
 
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14. November 2014
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Alles schön und gut mit dem Vorhaben Bikepark. Dagegen ist nichts einzuwenden. Tolle Sache.

Aber:
Ich will nicht gezwungen werden in einem verfi%§ten Bikeparkreservat als Mountainbike-Indiander fahren zu müssen.

Und so ganz uneigennützig scheint mir das nu auch nicht zu sein.
Es kann doch nicht angehen, dass ich diskriminiert werde dafür dass ich mich in der freien Natur nicht mehr aufhalten darf.
Man darf doch dem ganzen nicht klein bei geben, in dem man sich freiwillig in einen Bikepark zurück zieht, für den ich auch noch zahlen muss. Mir geht es da nicht um die paar Mark, es geht mir drum, dass ich hier in den Wäldern aufgewachsen bin, dort schon MTB gefahren bin als die Meisten nicht mal wussten was das überhaupt ist.

Und nun?
Ich darf nicht mehr mit dem Fahrrad durch den Wald fahren?

Ich bin der Meinung die ganze "Community" geht hier den falschen Weg und ein Kompromiss mit diesem Schwachsinn des MTB Verbots in deutschen Wäldern und den Schwachsinnigen, die sowas verlangen und einführen ist vollkommen falsch.

Da man in der Regel mit solchen Vollhonks, die das Verbot angeleiert haben, nicht reden kann, sollte man mit gleichen Mitteln einmal zeigen, wie das so ist, wenn man verboten wird.
Was ist mit meinen Rechten? Offensichtlich habe ich keine mehr.

Daher sollte man eher mal prüfen lassen, wie man ebenso das Wandern in den Wäldern verbieten kann, denn Wanderer richten nach meiner Beobachtung mehr schaden an, als Mountainbiker:

Wanderer
- sind oft in Gruppen unterwegs und unterhalten / verhalten sich gerne mal laut
- lassen gerne mal Müll rumliegen
- verlassen die Wege öfter als MTB Fahrer um Ihre Notdurft zu verrichten, zu sehen "was es dort hinten gibt" und aus anderen Gründen, treten dabei ins Unterholz und betreten die eigentlichen Waldflächen
- Verschmutzen die Umwelt mit Ihren Autopendeleien und parken auf den Waldparkplätzen, wohingegen MTBler gern das Auto komplett stehen lassen und mit dem Rad in den Wald fahren
- nehmen Material mit aus dem Wald

Es gibt meines Erachtens nach in der Anzahl mehr und von der Gewichtung her eher den Grund Wanderern den Aufenthalt im Wald zu verbieten.
- Man sollte mal in diese Richtung maschieren, mal sehen wie sich die Herrschaften uns MTBlern gegenüber verhalten, wenn Sie selbst und Ihre Klientel mal die Angeprangerten sind. Das ist meiner Meinung nach der einzige Weg wie man den Ignoranten den Weg weisen kann. Wer alleine so einen Mist wie ein Rad-Verbot anleiert, mit dem ist doch sowiso nicht vernünftig zu reden. So jemand will keine Argumente hören. Man kann solchen Menschen nur mit der eigenen Medizin beikommen, oder mit Gewalt.

Gibt es irgendeinen Anwalt hier der sich mit sowas auskennt?
Was sind eigentlich die konkreten Gründe für das Radverbot in den Wäldern und wo stehen diese gerichtlich und gesetzlich festgesetzt?
Auf welcher Grundlage ist das zu erklären?

Kann ich ein Waldgebiet kaufen und Wanderern den Zutritt verweigern?
Wenn ja, würde ich genau das machen.

Also, Bikepark finde ich gut und dass es auch was kostet den zu Unterhalten steht außer Frage.
Ich finde nur, dass man doch nicht ausweichen darf auschließlich.
 
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19. März 2005
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@Pornocchio
Wo kann man nachlesen, dass rund um dieses Projekt (Hürtgenwald) das Biken jetzt oder bald verboten ist?

Ansonsten... Alter.. geht's noch? Haben fast Wochenende und trotzdem so unentspannt?

Grüße.
 

mw.dd

Become a millionaire - be a Sportfunktionär
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18. Juli 2006
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...
Aber:
Ich will nicht gezwungen werden in einem verfi%§ten Bikeparkreservat als Mountainbike-Indiander fahren zu müssen.
...
Ich auch nicht. Was es dafür aber bringen soll, mit dem Finger auf andere zu zeigen, erschließt sich mir nicht, zumal Wanderer sicher nicht diejenigen sind, denen wir Wegsperrungen zu verdanken haben.

Abgesehen davon ist das Betretungsrecht für Radfahrer in NRW doch im allgemeinen recht vernünftig geregelt?
 
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14. November 2014
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@Pornocchio
Wo kann man nachlesen, dass rund um dieses Projekt (Hürtgenwald) das Biken jetzt oder bald verboten ist?

Ansonsten... Alter.. geht's noch? Haben fast Wochenende und trotzdem so unentspannt?

Grüße.
Naturpark Nordeifel ist großenteils für MTB Fahrer gesperrt. Trails fast alle, nur noch Forstautobahnen.
Es rennen ne Menge "Ranger" rum die einen ständig anpöbeln, teils Personalien haben wollen und mich anzeigen.
Dann sieht man diese "Ranger" auch gern mit Wandergruppen unterwegs und über den Wald schwafeln, dabei auf den Trails wie die Ölgötzen rumstehen und das Kleinholz am Rand platt treten.
Und ich bin dann der Angeschisene, wenn ich um die Ecke komm und mal gern durch würde.

Ich bin nicht unentspannt, es ist nur so, dass diese Heuchler mir meinen Spass, meine Erholung und teils eben mein Leben damit verderben, während sie sich selbst darüber aufregen, wenn alle Jubeljahre mal einer auf nem Fahrrad daher kommt.

Naja, dann muss man in Zukunft vielleicht pragmatisch zu nem Pedelec MTB mit 5 PS greifen und vorne nen Schneeschieber montieren, um das ganze Wanderergesocks und Ranger- und Rentnermaterial beiseite zu schieben.
Klingelchen und freundlich Grüßen hilft ja kaum mehr.

Außerdem, ich bin in den Wäldern aufgewachsen, jetzt soll ICH Platz machen in meiner eigenen Heimat, damit die Kaffeefahrten-Rentner und Lehrerexkursionteilnehmer Reihenweise in dieses faken Naturpark gekarrt werden um dumm daher zu schwätzen und den Kaffee und Kuchen der Region leerzufressen und zu saufen ?
Dann kann die GEZ ja gleich anordnen, dass ich trotz meiner Beiträge mein eigenes Wohnzimmer verlassen muss, weil dort jetzt das Musikantenstadl 7 Mal die Woche aufgezeichnet wird und ich darf nicht dabei sein.

Alles latzen, aber keine Rechte. Soviel zum Generationenvertrag.

Das ist nicht unentspannt, das ist angekotzt sein.
 
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Sorry, aber das sind doch 2 verschiedene Paar Schuhe.

Der Nationalpark Eifel als MTB-Revier und ein sich dort befindlicher Bikepark sprechen doch völlig verschiedene Gruppen an.
Somit müsste klar sein, dass es keine "Verdrängung" aus den Wäldern ist.
Sollte das so seitens Ämtern, Förstern, "Obrigkeiten" dargestellt werden, gilt es diese darauf aufmerksam zu machen.

Der Kampf Wanderer Vs Radler hat mMn hier nichts im Kontext Park zu suchen.
Dieser Krieg findet auf einem anderen Schauplatz statt.
 
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Wenn die Meinung erstmal etabliert ist, dass wir nur noch in einem Bikepark für Geld radeln dürfen sollten,
wenn viele sich einer solchen kurzsichtigen Meinung anschließen, wenn wir als Radler dem aus Obrigkeitshörigkeit auch noch anschließen,
wir in der Folge also auf einem abgesperrten Spielplatz für entmündigte Sportler und Naturliebhaber unseren Platz zugewiesen bekommen, dann dürfen wir uns bald gar nicht mehr im Wald sehen lassen, also in der "freien" Natur.
Sollte das so seitens Ämtern, Förstern, "Obrigkeiten" dargestellt werden, gilt es diese darauf aufmerksam zu machen.
Und genau das wird passieren, denn die naheliegende, wenn auch dümmliche Argumentation sehen diese Bürovollhonks ja exakt so:
"Ja, wat wollt Ihr denn im Walld faahren? Ihr könnt doch da in der Mounktänbeik-Park fahren gehen, dat haben wir doch extra für euch so erlaubt. Im Wald fahren? Dat jibbet net, dat is verboten".

Sorry, aber das sind doch 2 verschiedene Paar Schuhe.
Der Nationalpark Eifel als MTB-Revier und ein sich dort befindlicher Bikepark sprechen doch völlig verschiedene Gruppen an.
Nein und wiso?
Ich fahre gerne Mountainbike, weil ich gern mal meine Ruhe haben will und alleine im Wald umherstreifen, also in der freien Natur und so.
Ich fahre gerne im Bikepark, mit anderen, weil ich es schätze, dass dort spezielle Strecken angelegt sind und ich mal ordentlich Leine lassen kann.
Beides kann ich gern machen, um ne Tour zu fahren gehe ich nicht in den Bikepark und weil ich die Natur liebe, will ich keine Northshoretrails in den normalen Wald schaufeln.

Ich bin für den Bikepark, eben darum, dass manche lieber dahin gehen um Ihre 2,4er Reifen in den Grund zu graben und wie die Irren den Berg hinab zu fliegen, als dass Sie das in der freien Natur machen. Das macht ja auch tierisch Spass.
Tourenbiker und CC-Marathonisti und dergleichen können aber durchaus weiterhin im normalen Wald verbleiben, in der Regel macht das rein garnichts aus.

Sagen wir mal so, man muss halt aufpassen, dass einem der Sachverhalt, die Argumente und was sonst noch ansteht nicht im Maul rumgedreht werden, oder rausgenommen und verkehrt wieder reingesteckt. Wenn man nicht den Überblick mit ein wenig gesundem Menschenverstand behält, anstatt sich bei jeder schwachsinnige Diskussion zu verlieren, bis keiner mehr weiß was er will, dann hat man schon verloren.
Und genau das tun professionelle Politiker, PR Leute, Tourismusvorteilshaber. Lügen, betrügen, schmieren, Sachverhalte verdrehen und auch noch Leute beschuldigen und Behauptungen aufstellen, die man dann erstmal wiederlegen muss.
Schnell ist man in einer Scheise drin, aus der man nicht mehr so schnell rauskommt.

*Wie wenn die Frau fragt, ob Sie dick ist, da kommste auch nicht mehr raus, wenn Du dich erstmal drauf einlässt.

Deswegen meine ich, was soll das überhaupt für eine Diskussion sein?
Da gibt es nix zu diskutieren, das ist Schwachsinn.

Zur eigentlichen Streitlage und den benutzten Vorurteilen:
Was denkt eigentlich der normale "Wähler", sprich was sind seine Vorurteile was kann man dagegen sagen?

- Mountainbiker fahren im Wald querfeldein.
Das ist Unsinn, durch Büsche und Sträucher fahren geht ungefähr für 5 Meter, macht überhaupt keinen Sinn, keinen Spass und ist nicht Mountainbiken, macht doch keiner sowas. Trotzdem, das denken Nicht-Mountainbiker gerne mal.
- Die Reifen machen den empfindlichen Waldboden kaputt, wandern ist harmlos.
Das ist nur teilweise richtig. Der Schaden ist in der Regel sehr gering und wenn ist es nichts, was die Natur nicht schnell wieder ausgleichen kann. Ein Reifen mit niedrigem Luftdruck und in Bewegung hat im Vergleich zu einem Wanderschuh mit harter Sohle eine andere Auflagefläche und berührt den Boden nur für einen Bruchteil einer Sekunde, der "Impact" auf den Boden ist vergleichsweise gering.
Ein Wanderschuh hingegen, mit fester Sohle, komprimiert den Waldboden wesentlich mehr, da der Auftritt länger dauert und mit mehr Wucht eingestampft wird ( wenn wir schon so kleinkariert sein möchten, bitteschön ).
Wanderschuhabdrücke sind auch das, was wir eher abseits eines Weges finden, denn der Wanderer geht ja gern mal gucken.
Er kann auch einfach vom Weg abkommen, ein MTBler müsste sein Rad tragen, das ist ja nicht der Sinn des MTB-Fahrens.
Keiner kauft sich so ein Rad für 1000ende Euro um es querfeldein durch den Wald zu tragen.
- Mountainbiker scheuchen das Getier im Wald auf
In der Tat, Tiere bemerken alles was um sie herum passiert. Fährt ein Mountainbiker aber seiner Wege und bewegt sich mit relativer Geschwindigkeit in eine Richtung, merkt das Tier 10 Meter weiter im Unterholz das auch, beobachtet kurz die Situation und stellt schnell fest, der Mountainbiker interessiert sich nur für das was vor seinem Reifen passiert und ist schnell wieder vorbei.
Der Wanderer hingegen ist langsam unterwegs, oft in Gruppen, unterhält sich relativ laut, bleibt überall stehen und glotzt.
Das Tier bemerkt den Wanderer der sich ständig umschaut und durch seine Langsamkeit eben langsam immer näher kommt.
Das Tier wartet in seiner Stellung was passieren wird. Ist der Wanderer nahe dran, langsam wie er ist, guckt sich um, wird das Tier immer panischer und flüchtet aus seiner Deckung und jenachdem wie schockiert es ist, wird es zu seinen Jungen in der Schonung nicht mehr zurück kehren. Speziell wenn Wanderer die Wege verlassen, Krach machen und so weiter.

Wanderer aus der Region, die den Sinn für den Wald in die Wiege bekommen haben sind da auch nicht das Problem, die wissen sich oft zu verhalten. Das Problem sind grade die Touristen, die am WE mal eben ins Naherholungsgebiet einfallen und sich verhalten wie die Briten am Ballermann.
Und genau für die ist ja eben der ganze Naturpark gedacht.

Der Naturpark ist meiner Meinung nach eine Marketingmasche, das Wort Natur lässt beim Deutschen natürlich direkt die Zustimmungsglocken klingeln, ja das ist richtig. Wer einen Naturpark machen will, der hat ja Recht!
Bei dieser Argumentation und dem Ganzen werden zusätzlich direkt die ganzen Ökofuzzi-Wichtigtuer vor den Karren gespannt und ziehen diesen mit der Natur vor der Nase, wie der Esel mit der Möhre vor der Nase, blindlings im Wahnsinn, dass ist ja was tolles.

In Wahrheit geht es nicht um Naturpark, der ja ein Urwald sein soll. Es geht darum, dass eine Touristenmasche gespinnt wird, damit die Zahlungskräftigen Rentner und andere in die Region kommen und Ihre Pensionen in den hiesigen Kaschemmen ausgeben.
Mountainbiker werden als Störfaktor und Sündenböcke dargestellt, wenn die erstmal weg sind, dann lässt es sich gut leben.
Eine Koexistenz in beiderseitigem Dasein auf Basis von gesundem Menschenverstand ist hier gar nicht Thema.
Das Prinzip ist wie bei einer Fussball WM oder einer Einkaufmeile in der Großstadt:
Das Gesindel wird vom Platz vertrieben, damit jeder willige Konsument aus seinem drögen Wachtraum mit Portomonaie in der Hand bloss nicht aufgeschreckt wird.
Das Ganze ist nur Vorwand für Geld, Geld, Geld. Dazu werden tatsächlich sinnige Vorhaben und Argumente ( Renaturierung/Urwald ) wieder mal einfach nur benutzt.

Beispiel:
Argument der Wiedererschaffung des Urzustands des Waldes im "Naturpark" ( was für ein schwachsinniger Begriff, wie kann freie Natur ein Park sein? ) ist unter anderem ja, dass die alten Baumbestände und Arten wieder eingepflanzt werden sollen.
So weit so gut.
Unter diesem Argument haben die "Buddies" nun in ganz NRW Tonnenweise, Millionenfach Holz aus den Wäldern geschafft.
Prima, gleichzeitig brauchen wir ja auch immer wieder mehr Holz, trendy ist ja nen Ofen zu haben, Holz lässt sich immer gut verkaufen, aber ist ja nur im Sinne der Natur, ne ist klar.

Also, im "Nationalpark" hat man nach dem Krieg, in welchem ein regelrechter Kahlschlag stattgefunden hat, damit die Region und die anliegenden Städte Aachen, Köln, und weiter weg, was zu heizen und kochen haben.
Als der Krieg vorbei war, hat man 100erte von Menschen ( wie z.B. mein Opa und meine Mutter ) den Wald wieder aufforsten lassen, und zwar mit Mischwald und Douglasien.
Eben diese wiederstandsfähigen Douglasien sind nun auch Hauptbestandteil des Arguments.
Die Douglasie ist nicht heimisch, sie muss weg.
Gleichzeitig gibt es im Jahr 2014 ein Gutachten der Umweltbehörden gegeben, dass der deutsche Wald so krank ist wie nie zuvor.
https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=deutscher Wald krank 2014
Experten raten demnach die kranken Bestände teils durch neue Bestände zu ersetzen.
Und durch was sollen diese ersetzt werden ?
Eben durch wiederstandsfähige Baumarten wie die Douglasie, die in der Eifel grad erst überall gerodet worden ist somit große Rodungsflächen hinterlassen wurden.

Das alles ist Schwachsinn.
Und Leute die so einen Schwachsinn entscheiden, die entscheiden auch ob ich durch den Wald fahren darf oder nicht.

Mein Opa war im Kermeter Waldarbeiter, damals noch mit Pferd und Axt. ( ca 70 Jahre Walderfahrung )
Meine Mutter hat den Wald als Kind aufgeforstet. (ca 70 Jahre Walderfahrung)
Ich bin mein Leben lang hier durch die Wälder gestreift und kenne jeden Ast, Weg und Stein. (ca 35 Jahre Walderfahrung)
Insgesamt haben alleine wir 3 alleine schon ca 175 Jahre Walderfahrung.
Da muss ich mir Vorschriften machen lassen von irgendwelchen Dahergelaufenen? NEIN!

Ich bin für den Bikepark - ich kaufe direkt eine Jahreskarte - denn das schützt auch den Wald vor unerfahrenen MTB Touris z.B.
Ich bin für die Region, Tourismuserschließung - ich komme weiter her und lass meine Kohle in den Cafes und Kneipen
Ich bin dafür das viel weniger Geld ausgegeben wird und wir meinetwegen Schilder aufstellen um die Waldbesucher daran zu erinnern:
- Verhaltet euch entsprechend, Ihr seit im Wald
- Nehmt Rücksicht Aufeinander, Wanderer und Radfahrer halten sich hier auf.
- Genießt ein Stück Natur, Viel Spass, Euer "Naturpark"
meinetwegen.

Ich bin aber gegen diese populistische Scheise seitens der Behörden, Trottel und Tünnesse die zu dämlich sind auch nur einen Funken von Zusammenhang, gemeinsane Lösung zu sehen und wahrscheinlich auch noch aus niederen und heuchlerischen Gründen wie der reinen Geldgier.
Stinkefinger hoch, wenn es nicht anders geht, gibts halt solange zivilen Ungehorsam bis dass es geht.

*Das gilt übrigens nicht nur regional, sondern das gilt alles ja ebenso für die anderen Teile in Deutschland, in denen oftmals Ähnliches passiert wie BW, Bayern, auch Österreich, überall wo Bürokraten so Ihren Hirnfurz in die Welt scheisen und einem das Leben schwer machen.

Wenn Ihre was mit meiner Ausführung anfangen könnt, kopiert es euch meinetwegen und pappt Sie der nächsten Pappnase an die Stirn.
Wenn nicht, jeder muss denken was er meint, sofern er denn überhaupt denken kann. Wer nicht kann, aber wilig ist, der kann meine Ausführung ja meinetwgen als "betreutes Denken" ansehen.

Bezahlte Schreiberlinge im Auftrag der Meinungsbeeinflussung der Massen in den sozialen Medien sollten sich schämen, sofern sie überhaupt wissen was das ist, im Fall dass das nicht der Fall ist, respektive zur Hölle fahren.
 
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Du hast als Anwohner/Bewohner des Nationalparks halt die Arschkarte gezogen. Aber ansonsten sieht es doch rundrum bzw. in NRW doch gut aus. Von dir aus bist auch schnell in den Ardennen. Weniger rumheulen, mehr radfahren.
 

schraeg

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26. August 2004
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Wenn die Meinung erstmal etabliert ist, dass wir nur noch in einem Bikepark für Geld radeln dürfen sollten,
wenn viele sich einer solchen kurzsichtigen Meinung anschließen, wenn wir als Radler dem aus Obrigkeitshörigkeit auch noch anschließen,
wir in der Folge also auf einem abgesperrten Spielplatz für entmündigte Sportler und Naturliebhaber unseren Platz zugewiesen bekommen, dann dürfen wir uns bald gar nicht mehr im Wald sehen lassen, also in der "freien" Natur.

Und genau das wird passieren, denn die naheliegende, wenn auch dümmliche Argumentation sehen diese Bürovollhonks ja exakt so:
"Ja, wat wollt Ihr denn im Walld faahren? Ihr könnt doch da in der Mounktänbeik-Park fahren gehen, dat haben wir doch extra für euch so erlaubt. Im Wald fahren? Dat jibbet net, dat is verboten".



Nein und wiso?
Ich fahre gerne Mountainbike, weil ich gern mal meine Ruhe haben will und alleine im Wald umherstreifen, also in der freien Natur und so.
Ich fahre gerne im Bikepark, mit anderen, weil ich es schätze, dass dort spezielle Strecken angelegt sind und ich mal ordentlich Leine lassen kann.
Beides kann ich gern machen, um ne Tour zu fahren gehe ich nicht in den Bikepark und weil ich die Natur liebe, will ich keine Northshoretrails in den normalen Wald schaufeln.

Ich bin für den Bikepark, eben darum, dass manche lieber dahin gehen um Ihre 2,4er Reifen in den Grund zu graben und wie die Irren den Berg hinab zu fliegen, als dass Sie das in der freien Natur machen. Das macht ja auch tierisch Spass.
Tourenbiker und CC-Marathonisti und dergleichen können aber durchaus weiterhin im normalen Wald verbleiben, in der Regel macht das rein garnichts aus.

Sagen wir mal so, man muss halt aufpassen, dass einem der Sachverhalt, die Argumente und was sonst noch ansteht nicht im Maul rumgedreht werden, oder rausgenommen und verkehrt wieder reingesteckt. Wenn man nicht den Überblick mit ein wenig gesundem Menschenverstand behält, anstatt sich bei jeder schwachsinnige Diskussion zu verlieren, bis keiner mehr weiß was er will, dann hat man schon verloren.
Und genau das tun professionelle Politiker, PR Leute, Tourismusvorteilshaber. Lügen, betrügen, schmieren, Sachverhalte verdrehen und auch noch Leute beschuldigen und Behauptungen aufstellen, die man dann erstmal wiederlegen muss.
Schnell ist man in einer Scheise drin, aus der man nicht mehr so schnell rauskommt.

*Wie wenn die Frau fragt, ob Sie dick ist, da kommste auch nicht mehr raus, wenn Du dich erstmal drauf einlässt.

Deswegen meine ich, was soll das überhaupt für eine Diskussion sein?
Da gibt es nix zu diskutieren, das ist Schwachsinn.

Zur eigentlichen Streitlage und den benutzten Vorurteilen:
Was denkt eigentlich der normale "Wähler", sprich was sind seine Vorurteile was kann man dagegen sagen?

- Mountainbiker fahren im Wald querfeldein.
Das ist Unsinn, durch Büsche und Sträucher fahren geht ungefähr für 5 Meter, macht überhaupt keinen Sinn, keinen Spass und ist nicht Mountainbiken, macht doch keiner sowas. Trotzdem, das denken Nicht-Mountainbiker gerne mal.
- Die Reifen machen den empfindlichen Waldboden kaputt, wandern ist harmlos.
Das ist nur teilweise richtig. Der Schaden ist in der Regel sehr gering und wenn ist es nichts, was die Natur nicht schnell wieder ausgleichen kann. Ein Reifen mit niedrigem Luftdruck und in Bewegung hat im Vergleich zu einem Wanderschuh mit harter Sohle eine andere Auflagefläche und berührt den Boden nur für einen Bruchteil einer Sekunde, der "Impact" auf den Boden ist vergleichsweise gering.
Ein Wanderschuh hingegen, mit fester Sohle, komprimiert den Waldboden wesentlich mehr, da der Auftritt länger dauert und mit mehr Wucht eingestampft wird ( wenn wir schon so kleinkariert sein möchten, bitteschön ).
Wanderschuhabdrücke sind auch das, was wir eher abseits eines Weges finden, denn der Wanderer geht ja gern mal gucken.
Er kann auch einfach vom Weg abkommen, ein MTBler müsste sein Rad tragen, das ist ja nicht der Sinn des MTB-Fahrens.
Keiner kauft sich so ein Rad für 1000ende Euro um es querfeldein durch den Wald zu tragen.
- Mountainbiker scheuchen das Getier im Wald auf
In der Tat, Tiere bemerken alles was um sie herum passiert. Fährt ein Mountainbiker aber seiner Wege und bewegt sich mit relativer Geschwindigkeit in eine Richtung, merkt das Tier 10 Meter weiter im Unterholz das auch, beobachtet kurz die Situation und stellt schnell fest, der Mountainbiker interessiert sich nur für das was vor seinem Reifen passiert und ist schnell wieder vorbei.
Der Wanderer hingegen ist langsam unterwegs, oft in Gruppen, unterhält sich relativ laut, bleibt überall stehen und glotzt.
Das Tier bemerkt den Wanderer der sich ständig umschaut und durch seine Langsamkeit eben langsam immer näher kommt.
Das Tier wartet in seiner Stellung was passieren wird. Ist der Wanderer nahe dran, langsam wie er ist, guckt sich um, wird das Tier immer panischer und flüchtet aus seiner Deckung und jenachdem wie schockiert es ist, wird es zu seinen Jungen in der Schonung nicht mehr zurück kehren. Speziell wenn Wanderer die Wege verlassen, Krach machen und so weiter.

Wanderer aus der Region, die den Sinn für den Wald in die Wiege bekommen haben sind da auch nicht das Problem, die wissen sich oft zu verhalten. Das Problem sind grade die Touristen, die am WE mal eben ins Naherholungsgebiet einfallen und sich verhalten wie die Briten am Ballermann.
Und genau für die ist ja eben der ganze Naturpark gedacht.

Der Naturpark ist meiner Meinung nach eine Marketingmasche, das Wort Natur lässt beim Deutschen natürlich direkt die Zustimmungsglocken klingeln, ja das ist richtig. Wer einen Naturpark machen will, der hat ja Recht!
Bei dieser Argumentation und dem Ganzen werden zusätzlich direkt die ganzen Ökofuzzi-Wichtigtuer vor den Karren gespannt und ziehen diesen mit der Natur vor der Nase, wie der Esel mit der Möhre vor der Nase, blindlings im Wahnsinn, dass ist ja was tolles.

In Wahrheit geht es nicht um Naturpark, der ja ein Urwald sein soll. Es geht darum, dass eine Touristenmasche gespinnt wird, damit die Zahlungskräftigen Rentner und andere in die Region kommen und Ihre Pensionen in den hiesigen Kaschemmen ausgeben.
Mountainbiker werden als Störfaktor und Sündenböcke dargestellt, wenn die erstmal weg sind, dann lässt es sich gut leben.
Eine Koexistenz in beiderseitigem Dasein auf Basis von gesundem Menschenverstand ist hier gar nicht Thema.
Das Prinzip ist wie bei einer Fussball WM oder einer Einkaufmeile in der Großstadt:
Das Gesindel wird vom Platz vertrieben, damit jeder willige Konsument aus seinem drögen Wachtraum mit Portomonaie in der Hand bloss nicht aufgeschreckt wird.
Das Ganze ist nur Vorwand für Geld, Geld, Geld. Dazu werden tatsächlich sinnige Vorhaben und Argumente ( Renaturierung/Urwald ) wieder mal einfach nur benutzt.

Beispiel:
Argument der Wiedererschaffung des Urzustands des Waldes im "Naturpark" ( was für ein schwachsinniger Begriff, wie kann freie Natur ein Park sein? ) ist unter anderem ja, dass die alten Baumbestände und Arten wieder eingepflanzt werden sollen.
So weit so gut.
Unter diesem Argument haben die "Buddies" nun in ganz NRW Tonnenweise, Millionenfach Holz aus den Wäldern geschafft.
Prima, gleichzeitig brauchen wir ja auch immer wieder mehr Holz, trendy ist ja nen Ofen zu haben, Holz lässt sich immer gut verkaufen, aber ist ja nur im Sinne der Natur, ne ist klar.

Also, im "Nationalpark" hat man nach dem Krieg, in welchem ein regelrechter Kahlschlag stattgefunden hat, damit die Region und die anliegenden Städte Aachen, Köln, und weiter weg, was zu heizen und kochen haben.
Als der Krieg vorbei war, hat man 100erte von Menschen ( wie z.B. mein Opa und meine Mutter ) den Wald wieder aufforsten lassen, und zwar mit Mischwald und Douglasien.
Eben diese wiederstandsfähigen Douglasien sind nun auch Hauptbestandteil des Arguments.
Die Douglasie ist nicht heimisch, sie muss weg.
Gleichzeitig gibt es im Jahr 2014 ein Gutachten der Umweltbehörden gegeben, dass der deutsche Wald so krank ist wie nie zuvor.
https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=deutscher Wald krank 2014
Experten raten demnach die kranken Bestände teils durch neue Bestände zu ersetzen.
Und durch was sollen diese ersetzt werden ?
Eben durch wiederstandsfähige Baumarten wie die Douglasie, die in der Eifel grad erst überall gerodet worden ist somit große Rodungsflächen hinterlassen wurden.

Das alles ist Schwachsinn.
Und Leute die so einen Schwachsinn entscheiden, die entscheiden auch ob ich durch den Wald fahren darf oder nicht.

Mein Opa war im Kermeter Waldarbeiter, damals noch mit Pferd und Axt. ( ca 70 Jahre Walderfahrung )
Meine Mutter hat den Wald als Kind aufgeforstet. (ca 70 Jahre Walderfahrung)
Ich bin mein Leben lang hier durch die Wälder gestreift und kenne jeden Ast, Weg und Stein. (ca 35 Jahre Walderfahrung)
Insgesamt haben alleine wir 3 alleine schon ca 175 Jahre Walderfahrung.
Da muss ich mir Vorschriften machen lassen von irgendwelchen Dahergelaufenen? NEIN!

Ich bin für den Bikepark - ich kaufe direkt eine Jahreskarte - denn das schützt auch den Wald vor unerfahrenen MTB Touris z.B.
Ich bin für die Region, Tourismuserschließung - ich komme weiter her und lass meine Kohle in den Cafes und Kneipen
Ich bin dafür das viel weniger Geld ausgegeben wird und wir meinetwegen Schilder aufstellen um die Waldbesucher daran zu erinnern:
- Verhaltet euch entsprechend, Ihr seit im Wald
- Nehmt Rücksicht Aufeinander, Wanderer und Radfahrer halten sich hier auf.
- Genießt ein Stück Natur, Viel Spass, Euer "Naturpark"
meinetwegen.

Ich bin aber gegen diese populistische Scheise seitens der Behörden, Trottel und Tünnesse die zu dämlich sind auch nur einen Funken von Zusammenhang, gemeinsane Lösung zu sehen und wahrscheinlich auch noch aus niederen und heuchlerischen Gründen wie der reinen Geldgier.
Stinkefinger hoch, wenn es nicht anders geht, gibts halt solange zivilen Ungehorsam bis dass es geht.

*Das gilt übrigens nicht nur regional, sondern das gilt alles ja ebenso für die anderen Teile in Deutschland, in denen oftmals Ähnliches passiert wie BW, Bayern, auch Österreich, überall wo Bürokraten so Ihren Hirnfurz in die Welt scheisen und einem das Leben schwer machen.

Wenn Ihre was mit meiner Ausführung anfangen könnt, kopiert es euch meinetwegen und pappt Sie der nächsten Pappnase an die Stirn.
Wenn nicht, jeder muss denken was er meint, sofern er denn überhaupt denken kann. Wer nicht kann, aber wilig ist, der kann meine Ausführung ja meinetwgen als "betreutes Denken" ansehen.

Bezahlte Schreiberlinge im Auftrag der Meinungsbeeinflussung der Massen in den sozialen Medien sollten sich schämen, sofern sie überhaupt wissen was das ist, im Fall dass das nicht der Fall ist, respektive zur Hölle fahren.

Jetz haste dich so in Rage geschrieben das de ständig Naturpark und Nationalpark verwechselst :D
Ich kann deine Ansichten aber teilweise verstehen und hab mich auch als Anwohner am Nationalpark schon oft drüber aufgeregt.
Betrifft ja nicht nur uns Biker, man darf ja auch keine Pilze oder Beeren mehr sammeln, trifft also im Prinzip fast jeden der drin wohnt und seinen "alten Gewohnheiten" nachgehen möchte. Denke auch das es im Prinzip fast nur ums Geld geht ! Kahlschläge weil man den Sägewerken mehr Holz versprochen hat als geliefert werden kann und Betoniererei von Wegen an der Hirschley bestätigen das auch teilweise. Der Ansatz mit dem Urwald ist vielleicht nicht schlecht, aber wer weiss was in 500Jahren ist ? Vielleicht haben wir den ganzen Nationalpark aufgrund des mangels an Erdöl schon durch den Kamin gedrückt ?

Ich bin z.B. schon lange vor dem NationalPark dort mit dem MTB unterwegs gewesen und ich lass es mir auch so einfach nicht verbieten, da wahre ich persönlich mir ein bisschen "Bestandsschutz" :D

Ich gehe den Rangern halt eben aus dem Weg, sofern das geht. Man sollte es aber auch nicht auf die Spitze treiben, den je mehr man konfrontiert um so schwieriger wird das Verhältnis zwischen Biker, Wanderer und Verwaltung.

Den Bikepark in Hürtgenwald fin ich soweit auch gut, kann damit zwar wenig anfangen da ich mit der fliegenden Zunft, find's aber generell "Besucherlenkung" wesentlich besser als Verbote ! Schade findich nur das man dort nur noch gegen Geld runter fahren darf,hab ich doch früher den Trail dort auf der ein oder andern Tour eingebaut auch ohne zu springen. Die "Schieferwand des Graunes" würdeichz.B. irgendwannmal gerne meistern :D

Hab da mehr befürchtung wenn dieses DürenerProjekt mit den ausgewiesenen Wegen kommt das dann dein beschriebenes Problem auftritt, dann pfeifft man uns Biker generell auf Trails an weil ja neben an super Forstautobahnen ausgewiesene MTB Strecke ist.

Jaja, man hat's nicht leicht als MTBler, aber leicht hats einen !
 

bobcat

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Außerhalb des Nationalparks ist doch alles gut.
Ist doch klasse, dass wir in NRW offiziell auf Trails mit festem Untergrund fahren dürfen.
Fehlt nur der ein oder andere Zweitausender um mal einen lägern Up- und Downhill zu fahren.
 
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Wahret den Anfängen.

So heißt es doch sinnigerweise.
An der Tankstelle muss man nu auch schon für Luft zahlen.

Nationalpark, Naturpark.
Das ist alles Mist. Es ging bisher ohne Probleme, auch so, wo der Wald eben einfach nur "da" war.
Jetzt kriegt wirklich jeder Mist ein Label.

Wo kann man in Deutschland bitte noch hingehen, wo nicht einer schon ne Würstchenbude hingestellt hat?
 
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