MTB Rahmen aus hochfestem Luftfahrtaluminium

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Hallo

Meiner Ansicht nach läuft beinahe jeder Reifen leichter mit hohem Druck.
Ich fahre sehr viel 40er und da merke ich jedes bar. Bei Zeitfahrten gehe ich immer über 5 bar.
Ich wollte mit dem 45er die Möglichkeit einer Druckabsenkung im Gelände haben. Für die langen Straßen- und Wegeabschnitte würde ich den Druck auf das Maximum erhöhen, auf dem Trail dann reduzieren.



Gruss

Thomas
 
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DyingOfTheLight

steinalt
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Hallo Mike, hallo Alle

Der Artikel ist interessant und ich habe mir den durchgelesen.
Allerdings lese ich da keinesfalls folgendes heraus: „Hört auf eure Reifen aufzupumpen, es bringt nichts“.
Dabei bezweifle ich den Inhalt gar nicht, ganz im Gegenteil. Ich könnte mir nämlich schon vorstellen, dass die Sache sich wie beschrieben verhält.
Aber wie bei vielen Reißern, muss man genau gucken, was da eigentlich steht.

In einer Versuchsreihe wurden relativ schmale Reifen auf ihren Leistungsbedarf beim Rollen untersucht. Ich nehme jetzt mal an, die Ergebnisse sind auch auf andere Reifenbreiten übertragbar.
Dabei wurde festgestellt, dass es keinen durchweg stetigen Zusammenhang zwischen dem Fülldruck und dem Leistungsbedarf bei einer gegebenen Geschwindigkeit gibt.
Entlang dem grundsätzlich mit dem steigenden Fülldruck abnehmenden Leistungsbedarf gibt es ein Plateau, ja sogar teilweise einen Rückgang des Leistungsbedarfes bei bestimmten Drücken.
Hier handelt es sich aber um Drücke, die schon jenseits der der nach wie vor vorhandenen und weitaus relevanteren Abnahme des Leistungsbedarfes mit steigendem Druck liegen.
Generell erhöhen Bewegungen die „Hystereseverluste“ , hohe Drücken reduzieren diese.
Ein Einfluss der Fahrkomforts (Schmerz, Ermüdung…) spielt eine Rolle.

Meiner Ansicht nach ist das eine Resonanzsache. Bei einem ganz bestimmten Druck (vermutlich vor der festgestellten Abnahme) steigt der Rollwiderstand an. Hier ist die Dämpfung des Systems Reifen-Rad-Fahrer
eben am geringsten und es treten relative große Bewegungen auf. Daher wird es besser ob man den Druck erhöht oder senkt.
Das würde ich mit einer Fahrwerksabstimmung vergleichen. Es ist also nicht der hohe Druck, der keine Verbesserung bringt, sondern es ist der Druckbereich zu meiden, der für eine gewisses Setup ungünstig ist.


Meine MTB Reifen laufen auf Gravel bei 3 bar deutlich leichter als mit 2 bar. Da habe ich einige Daten, weil ich praktisch immer die gleiche Strecke auf Zeit fahre. Wer sich die Mühe macht und hier zurück blättert, der wird feststellen, dass ich damit auch etwas ins Klo gegriffen habe, weil die Felgen dadurch schneller ermüdeten. Möglicherweise ist so ein MTB-Reifen, auch wenn er sich am unteren Ende der Kategorie befindet, nicht ideal, wenn man schnell über harten Grund rollen möchte.

Das ist ja der Punkt. Daher möchte ich ja in Richtung schmalere Reifen gehen.
Aber nur mal so nebenbei. In der Prüfreihe reden die von Unterschieden um die 10 Watt (die mit Fahrer), die mit den beschriebenen Vorgängen zusammenhängen. Mal so ganz ohne Fahrer und ganz gelöst betrachtet. Bei 30 km/h beträgt der Leistungsbedarf eines 29er Laufrades mit 2.25 Reifen alleine aufgrund des Luftwiderstandes (nur des Reifens) 20 Watt. Da der Luftwiderstand proportional mit der projizierten Fläche eingeht, hat der schmalerer Reifen alleine schon daher einen Luftwiderstand, der um 1/3 geringer ist. Ja, ist vielleicht eine Kleinviehrechnung und das kommt natürlich auch aus der Luftfahrt, aber das macht es nicht falsch.

Gruß

Thomas
 
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Guten Abend liebe Mitleser

Mehr oder weniger zufällig bin ich da über eine Sache gestolpert, die mir Kopfzerbrechen macht.
Sollte ich wie geplant die Kettenstreben um 15 mm auf 425 mm verkürzen, dann komme ich mit der Ferse bis auf 2 Millimeter an das Schaltwerk heran. Ich habe eigentlich normal große Füße und die Kurbellänge von 175 mm ist auch irgendwie gewöhnlich, aber das große Eagle-Schaltwerk ragt weit hinaus.
Wie machen das die Hersteller, die Rahmen mit kurzen Kettenstreben bauen?

Grüße

Thomas
 
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Bist du ganz sicher? *
Diese 425 mm Kettenstrebenlänge sind mE bei den 26" früher mal das Maß der Dinge gewesen... wobei es damals aber eben auch noch keine Eagle Schaltwerke gab...
Diese kurzen Kettenstreben entstehen durch die Absenkung vom Tretlager quasi "virtuell".

*sry, fürs nachfragen
 
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Hallo Raumfahrer

Das Bild zeigt meinen eingeklinkten MTB-Schuh und das Eagle-Schaltwerk im höchsten Gang (12).
Die Länge der Kettenstreben beträgt 440 mm. So viel Platz ist da nicht mehr. Jedenfalls möchte ich so nicht auf 425 gehen. Mag sein, der Winkel ist etwas außergewöhnlich, aber es ist ein Kollisionsproblem.

Kettenstrebe_440.JPG


Schon im 11ten Gang sieht das besser aus und in den hohen Gängen geht das problemlos.
Gruß

Thomas
 
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Hallo Zusammen,

Der Fortschritt hält sich in Grenzen. Die Verzögerungen und Lieferengpässe wirken sich aus.
Nach 3 Monaten erhielt ich endlich das Material und die Werkzeuge aus den USA.
Die Kinder nerven und Homeoffice ist auch nicht so der Bringer. Immerhin komme ich ganz gut zum Radfahren.
Aber die Laufräder sind nun fertig. Dabei gab es ein wichtiges Kriterium, was sich mit auch noch so viel Recherche und Konstruktion nicht vernünftig lösen ließ. Bei so vielen Toleranzen bleibt nur das Ausprobieren.

Passt mein Wunschreifen, der G-ONE Speed in 50mm für 622/700, in die favorisierte 27,5 Zoll Gabel?
Es wird knapp ausgehen und die Fallback-Lösung wäre der WTB-Riddler in 45mm.

Ich möchte in jedem Fall eine gefederte MTB-Gabel und eine 29er kommt nicht in Frage.
Dies würde um die 60mm Steuerrohr-Oberkantenhöhe vorne hinzufügen und das möchte ich vermeiden.

Das Bild zeigt einen 50mm G-One-Speed, der auf einer 622/700er Felge und in einer Rock Shocks SID 27,5 Gabel läuft. Bei vollem Druck (4,3 bar) bleiben exakt 3,0mm Spalt, die Maulweite der Felge beträgt 23mm.
Das halte ich für ausreichend, zumal die Engstelle sehr klein ist. Einen umlaufenden 4mm Ringspalt, wie z.B an einem Schutzblech, halte ich für kritischer.

Clearance.jpg


Gruß

Thomas
 

ONE78

Stahlfanboy
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Dickes B
Bitte vorher noch die Luft ablassen (also aus der Gabel) und den Freigang im ganz eingefedertem Zustand prüfen!!!
 
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Hallo One78

Gibt es tatsächlich Gabeln, bei denen die Krone näher an den Reifen kommen kann als die Brücke?
Ok, das habe ich nicht gewusst, aber das wäre auch irgendwie seltsam konstruiert. Jedenfalls habe ich das überprüft, Danke für den Hinweis.
Die Krone kommt nur bis auf 6 mm an den Reifen heran. Weiter konnte ich den Gummianschlag nicht zusammendrücken.
 
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