Nach dem Fall. Steffi Marth erzählt von ihrer Verletzung nach der 4X-DM

Steffi Marth gewährt uns mit emotionalen Worten einen tiefen Einblick in die Zeit nach ihrem Sturz bei der deutschen 4X Meisterschaft: Dort hatte sie sich mehrere Frakturen an der Hand zugezogen und im Anschluss mit einem langen Heilungsprozess kämpfen.


→ Den vollständigen Artikel "Nach dem Fall. Steffi Marth erzählt von ihrer Verletzung nach der 4X-DM" im Newsbereich lesen


 
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Hardde Sache, beiß dich durch. Wenn man den punkt der akzeptanz mit den geschehnissen und den folgen der verletzung mal erreicht hat, kanns nur aufwärts gehen.
Bei mir hatte z.b. die stark verpätete nerven op (n. Radialis, 4 monate nach ner UA refraktur) nix mehr retten können, aber weeßte steffi, man passt sich auch an sowas an und wird kreativ und findet einen weg weiterzumachen und aufs bike zurück zu finden. Dann muss man sich natürlich langwierig das selbstbewusstsein wieder einfahren und antrainieren, aber selbst das kann richtig laune machen, weil es wieder mehr Herausforderungen und puzzles zu lösen gibt.
Naja, über den internen psycho krieg kann man sicherlich noch unendlich viel schreiben, aber erstmal weiterhin gute therapieerfolge und weitere positive schritte hin zum Zurück-aufs-bike-kommen. Wenn de fragen hast, gerne pn, beste grüße.
 

Dual Rambo

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Hallo Steffi Marth,

erstmal auch von mir alles Gute, damit du bald wieder mit freude auf dem Rad sitzt.
Ich habe eine ähnliche Verletzung hinter mir und kann wieder voll fahren.

Du kannst damit warscheinlich etwas anfangen: Radius-Gelenk Fraktur + Ulna Gelenk Fraktur und das Kopfbein ist nach oben raus gesprungen.
Dazu noch Tossy III an der Schulter, es war wirklich ein ganz schöner Haufen Mist.
Nach einiger Zeit mit einem Fixateur und 3 weiteren OP's konnte zum Glück alles Material wieder raus. Und die Zombihand wurde langsam wieder meine. Die Heilung hat ca. ein Jahr gedauert, ich wünschte ich hätte mehr für die Dehnung gemacht, der Winkel ist immer noch recht stark eingeschränkt ist. Und ich hätte früher geziehlt auf den Muskelaufbau achten sollen, gerade im Schulterbereich brauchst du jetzt mehr Muskeln als früher.
Aufs MTB habe ich mit seit dem nur noch mit einem 661 wrist wrap gesetzt. Am Anfang weil ich höllische Angst hatte wieder aufs "schlimme" Handgelank zu fallen, später nur noch aus Gewöhnung. Es gibt einfach Sicherheit und hilft auch dem Kopf.
Der Kopf ist ohnehin der Schlüssel, du kannst Schmezen ausblenden dich daran gewöhnen, und ihn auch fürs MTB fahren frei machen.
Beim fahren denke ich nicht mehr an die Verletzung ich habe einfach Spass. Zugegeben es dauert wirklich, die vertrauten Hometrails zufahren bis man wieder so schnell und sicher ist wie früher hat mir geholfen, dann wusste ich das ich wieder da bin wo ich war. Auch wenn ich bei größeren Sprüngen immer noch mehr Respekt habe, vielleicht ist es aber auch das Alter ;-)
Nach der Verletzung hab ich mein DH Rad verkauft und mit ein AM-Fully geholt um wieder rein zu kommen, irgendwann hat die Bude nicht mehr gereicht und jetzt mache ich mit meinem Enduro wieder Bikeparks und Trails unsicher, und ich fahre besser als früher.

Ich wurde im Unfallkrankenhaus Berlin von Dr. Eisenschenk behandelt und bin rückblickend sehr zufrieden.
Damals wurde mir aber auch nicht viel Hoffung gemacht was was Radfahren angeht, zum Glück ist es anders gekommen.

Alles Gute und viel Spass auf dem Rad, nie aufgeben !
Martin
 
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3rdNERD

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Wow, super beschrieben - auch wenn ich als Hobby-Radler nicht ansatzweise die Existenzängste eines Pro's durch so eine Verletzung nachvollziehen kann. Ich wünsch Dir alles Gute und dass Dich der Vorfall nicht um Deine Zukunftsperspektiven bringt! Ride on ...
 
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Ich bin nach 5 Monaten Zwangspause am 23.12 das erstmal wieder aufm Rad gesessen und es war top. Langsam wie lange nicht, Kondition wie ne BlumenVase aber einfach nur happy und das lange fehlende Puzzlestück wiedergefunden.

Aufm Heimweg dann das Lied gehört und alles war perfekt.

 
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Bei Hand(gelenks)verletzungen kann ich aus eigener Erfahrung die Handklinik in Bad Neustadt an der Saale empfehlen. Was ich auf meinem inzwischen recht langen Weg der Genesung so an Geschichten gehört und erlebt habe, lässt einen tlw schon das Vertrauen in die "Götter in weiß" verlieren. Und der ganze bürokratische Wahnsinn tut sein übriges dazu.
 
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Auch ich kann da sehr gut mitfühlen: sechs Monate Auszeit, davon fast 2,5 Monate nur in der Horizontalen verbracht. Es lohnt sich zu kämpfen!

Grüße aus München in die alte Heimat!
 
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Wow, super beschrieben - auch wenn ich als Hobby-Radler nicht ansatzweise die Existenzängste eines Pro's durch so eine Verletzung nachvollziehen kann. Ich wünsch Dir alles Gute und dass Dich der Vorfall nicht um Deine Zukunftsperspektiven bringt! Ride on ...

Als Selbständiger kann so etwas auch Existenzbedrohend werden ohne Pro-Fahrer zu sein :-(
 

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Danke für diesen Beitrag! Es wird meines Erachtens zu wenig über den Weg zurück nach Verletzungen berichtet. Wäre wirklich interessant weiter zu verfolgen.

Nach meiner eher raschen (8 Wochen) Genesung von Schlüsselbein Bruch+OP, war mein erster Ausflug in Hinterglemm. Ich hatte den ganzen Tag ein Grinsen im Gesicht, egal wie ich gefahren bin. Ich konnte wieder fahren, das war das wichtigste.

Aber in den Monaten darauf hab ich gemerkt, dass der Kopf nicht mehr so mitmacht. Vor unbekannten schwierigen Stellen zieh ich sehr oft die Panikbremse, meist unnötigerweise. Ich habe weiterhin Spaß beim Biken, aber zieh viel öfter zurück und mach damit auch an sich schaffbare Stellen erst schwierig...

Und der nächste Schritt ist die Metallentfernung, auch nicht gerade ein Lieblingsthema...

Daher: bitte gerne weiter drüber berichten!
 

3rdNERD

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Aber in den Monaten darauf hab ich gemerkt, dass der Kopf nicht mehr so mitmacht. Vor unbekannten schwierigen Stellen zieh ich sehr oft die Panikbremse, meist unnötigerweise. Ich habe weiterhin Spaß beim Biken, aber zieh viel öfter zurück und mach damit auch an sich schaffbare Stellen erst schwierig...

Und der nächste Schritt ist die Metallentfernung, auch nicht gerade ein Lieblingsthema...

Daher: bitte gerne weiter drüber berichten!
Stimmt, bitte auch darüber berichten, wie man den Kopf wieder 'frei' bekommt. Nach meiner gerade ausgeheilten Verletzung ziehe ich sogar vor Stellen zurück, die ich vorher praktisch blind gefahren bin.
 
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Hi,
trifft die Sache wirklich auf den Punkt. Bin seit 10 Jahren hauptberuflich Bikeguide und habe da auch schon einiges hinter Mir (2 Schulter und 1 Knie OP) und jetzt wohl den längsten Reha-Kampf vor mir den ich je hatte, ohne wirklich zu wissen ob es dann wieder gehen wird. Gerade sind 2 Bandscheiben in der HWS kaputt und die ärztliche Versorgung bis hierhin ist wirklich sehr unbefriedignd.
Da passiert mehr als 90% im Kopf und alle Entschedungen muss man selber treffen. Aufgeben ist niemals die Lösung.
 
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Stimmt, bitte auch darüber berichten, wie man den Kopf wieder 'frei' bekommt. Nach meiner gerade ausgeheilten Verletzung ziehe ich sogar vor Stellen zurück, die ich vorher praktisch blind gefahren bin.
Ich denke nicht, dass es da ein Patentrezept gibt. Vor knapp 10 Jahren hab ich mir mein Knie komplett zerstört (vorders KB ab, Innen-/Außenband ab, Meniskus angerissen, Knorpelschaden, Splitterbruch Schienbeinkopf). 2 Jahre später hatte ich genau einen Skitag angesammelt (davor waren es 3-4 die Woche) und dieser eine dauerte genau eine Abfahrt. Ich hatte einen Schlag auf den Ski bekommen und das Knie fing an rum zu zicken. Das hat mich echt fertig gemacht aber was mich noch mehr fertig gemacht hat war der Gedanke daran nie wieder Ski zu fahren. Das hat mich hauptsächlich motiviert. Aber wie gesagt, da ist jeder anders.
Mittlerweile hab ich den dritten Kreuzbandriss. Erste OP war Anfang Dezember, die zweite folgt im April. Bis ich wieder auf dem MTB sitzen, geschweige denn auf Skiern stehen, werde vergehen wohl noch mind. 11 Monate. Unterkriegen lassen werd ich mich davon aber sicherlich nicht. Die Ziele für 2018 sind schon gesteckt (Halbmarathon laufen und nen Alpencross mit Vater und Bruder). Das gute daran ganz unten zu sein ist dass es nur noch einen Weg gibt den man einschlagen kann. Und der geht steil bergauf!
 

Eddigofast

...alles Gut!
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Hier wird sich ja mir schrecklichen Verletzungen und noch viel schnellerer Genesung übertrumpft! o_O
Ich bin nun einige Jahrzehnte mit Moto Cross und MTB dabei, lasst es nach OPs langsam angehen, keine terminlichen Zielsetzungen zur Genesung in der Öffentlichkeit, das macht nur Druck(mit Sponsoren im Nacken ist das noch ätzender) nicht Übermotiviert in das Training einsteigen, das wirft einem meist nur zurück, auf die innere Stimme hören, Selbstbewusst bleiben, die Fähigkeiten und das Talent hat man bei dem Sturz ja nicht verloren, das kommt wieder! Geduld mit sich selbst haben...das ist das schwierigste als Racer/rin.
 
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Alles Gute von den pedaliero Jungs, Steffi!

Beiß Dich durch. Wir sehen uns bald wieder auf den Trails :)
 
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Ich fände es ganz gut, wenn weniger auf den Ärzten rum gehackt werden würde. 99% von denen versuchen ihr Bestes zu geben, dass der Patient wieder vollkommen fit wird. Nur leider hat nicht jeder bei der Beurteilung und/oder Behandlung schon 30 Jahre Berufserfahrung und alles gesehen. Viele vergessen, dass bei einem selbst verschuldeten Unfall in erster Linie man selbst den gröbsten Fehler gemacht hat. Gerade auch bei den Risikosportarten. Dies dann auf einen Arzt abzuschieben, der aufgrund seiner möglichen 24h Schicht nicht mehr ganz so fit ist, halte ich für nicht angemessen. Dieser hat in der Regel auch nicht die Zeit, sich stundenlang in ein Thema einzulesen oder sich mehrere Ratschläge bei zig Kollegen einzuholen. In der Zwischenzeit sterben dann unter Umständen andere Patienten. Also, ein bisschen mehr Nachsicht.
 

uschmann

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Lache und die Welt lacht mit dir, weine und du weinst alleine!!!
So läufts und das sollte man wissen bevor man sich aufmacht grenzen der physischen welt auszuloten.
Gute besserung steffi und kopf hoch wenn der hals auch dreckig ist
 
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Ich fände es ganz gut, wenn weniger auf den Ärzten rum gehackt werden würde. 99% von denen versuchen ihr Bestes zu geben, dass der Patient wieder vollkommen fit wird. Nur leider hat nicht jeder bei der Beurteilung und/oder Behandlung schon 30 Jahre Berufserfahrung und alles gesehen. Viele vergessen, dass bei einem selbst verschuldeten Unfall in erster Linie man selbst den gröbsten Fehler gemacht hat. Gerade auch bei den Risikosportarten. Dies dann auf einen Arzt abzuschieben, der aufgrund seiner möglichen 24h Schicht nicht mehr ganz so fit ist, halte ich für nicht angemessen. Dieser hat in der Regel auch nicht die Zeit, sich stundenlang in ein Thema einzulesen oder sich mehrere Ratschläge bei zig Kollegen einzuholen. In der Zwischenzeit sterben dann unter Umständen andere Patienten. Also, ein bisschen mehr Nachsicht.
Sorry, aber dem muss ich widersprechen. Viel zu viele Ärzte fertigen in ihrer Praxis täglich zu viele Patienten ab, so dass sie keine Zeit haben dem Patienten zuzuhören und auf den Patienten als Mensch einzugehen. Eine erfolgreiche Konsultation ist weitaus mehr, als mit einem Rezept die Praxis zu verlassen. Fragt man dann beim Arzt (mehrfach) nach, weil man ja wissen will, was genau aktuell fehlt oder schief läuft oder äußert man gar mal Kritik bzw sagt, dass man ein anderes Gefühl hat, so reagieren nur sehr wenige Ärzte offen. Die meisten reagieren überheblich. Klar sind sie gestresst und haben teilweise extreme hatte Arbeitszeiten. Aber das ist als Patient nicht mein Problem. Meine Kunden interessiert es auch nicht, ob ich schon dreimal nachgerechnet und gemessen habe und schon seit 15 Stunden arbeite. Die Lösung des Problems ist von Interesse.
 

3rdNERD

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Ich fände es ganz gut, wenn weniger auf den Ärzten rum gehackt werden würde. 99% von denen versuchen ihr Bestes zu geben, dass der Patient wieder vollkommen fit wird. Nur leider hat nicht jeder bei der Beurteilung und/oder Behandlung schon 30 Jahre Berufserfahrung und alles gesehen. Viele vergessen, dass bei einem selbst verschuldeten Unfall in erster Linie man selbst den gröbsten Fehler gemacht hat. Gerade auch bei den Risikosportarten. Dies dann auf einen Arzt abzuschieben, der aufgrund seiner möglichen 24h Schicht nicht mehr ganz so fit ist, halte ich für nicht angemessen. Dieser hat in der Regel auch nicht die Zeit, sich stundenlang in ein Thema einzulesen oder sich mehrere Ratschläge bei zig Kollegen einzuholen. In der Zwischenzeit sterben dann unter Umständen andere Patienten. Also, ein bisschen mehr Nachsicht.
Ärzte-Bashing ist auch keine Lösung. Zu allererst trage ich selbst die Verantwortung für mich. ABER: Der Experte (in diesem Fall der der Arzt) trägt die Verantwortung für die Korrekheit der Diagnose und der mir zur Verfügung gestellten Informationen. Und aus dieser Verantwortung kann er sich nicht stehlen - egal mit welcher Begründung.

Und daher sehe ich keinen Grund, sich fatalistisch seinem Schicksal zu ergeben und jedem(r) Mediziner/Klinik seine Gesundheit anzuvertrauen. Am Ende ist es mir egal, ob er meine Sprache nicht richtig beherrscht, inkompetent oder überarbeitet ist, oder schlichtweg keine Zeit hat, mich bestmöglich zu behandeln. In keiner anderen Branche würde sich ein Kunde mit solchen Erklärungen zufrieden geben.

Ich kann nur dringend jedem empfehlen, sich umgehend in das Thema einzulesen und wie im Artikel schon beschrieben zum Experten seiner eignen Verletzung zu werden. Mir geht es nicht darum, grundsätzlich alles in Frage zu stellen. Aber ich sollte schon kritisch hinterfragen und Erklärungen einfordern. Bekomme ich unzureichende Auskünfte oder mir fallen Ungereimheiten auf, der Arzt eiert rum oder die Umstände in der Klinik ermöglichen keine optimale Versorgung, steht es mir frei mich an andere zu wenden.

Und ja, mir ist durchaus bewusst, dass die Ärzte oft nur Opfer der Umstände in den Kliniken sind (Unterfinanzierung, zu wenig Personal, etc.). Das bedeutet aber nicht, dass ich deswegen bereit bin, ebenfalls zum Opfer eben dieser Umstände zu werden.
 
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Soll ja seinen Grund haben warum Ärzte solange studieren und nur die besten Abiturienten den weg einschlagen können. Wenn dann einer kommt und denen was aus dem Internet erzählt und solange den Arzt wechselt bis er einen findet der ihm das sagt was er hören will, ist dem System insgesamt nicht geholfen.
Aber natürlich passieren Fehler überall und sollten möglichst erkannt und abgestellt werden.
 
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@nullstein
Du widersprichst mir doch gar nicht. Viel mehr hast du selbst erkannt, auch wenn nicht so ausgedrückt, dass der Fehler im System liegt. Warum schleusen, denn die Ärzte ihre Patienten nur so durch? Es liegt mit Sicherheit nicht daran, dass er keine Lust hat, mal ein Schwätzen über die wahren Hintergründe einer Erkrankung zu erlangen. Vielmehr scheint ein deutlicher Kostendruck gegeben zu sein. Irgendwer bleibt immer auf der Strecke. In diesem Fall der Patient. Solang dies allerdings nicht von der Gesellschaft ordentlich erkannt wird, solang reagiert das Geld.

@3rdNERD
In allen anderen Branchen wird jeglicher Fehler mit Geld wieder gerade gebogen. Sei es mit Nachbesserungen oder Ausgleichszahlungen. Dummerweise kann man beim menschlichen Körper manche Sachen die verhunzt wurden, aus welchen Gründen auch immer, nicht wieder gerade biegen.

Was vielfach auch vergessen wird. Man fordert die beste und optimale Behandlung. Zahlt jeder für sich persönlich auch diese Leistung? Oder tragen Andere die Kosten mit? Deswegen sind die Vergleiche mit Privatwirtschaften auch eher suboptimal.
 
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Ich kenne auch Leute die nicht die besten der Besten sind und trotzdem Medizin studieren, einfach mit Wartesemestern und ggf. Ausbildungen im medizinischen Bereich die angerechnet werden können. Und auch bei der Medizin ist vieles auswendiglernen und dann das Auswendiggelernte halt auf die Patientensymptome anwenden. Teilweiße vermag das Internet dazu neuere Informationen haben als so mach angestaubte Lehrbuch. Daher sieht es auch oft ganz anderes aus wenn das Problem eben "von der Norm abweicht". Da wird dann verschiedenes ausprobiert weil man erstmal keine fertige Lösung hat.

Ich bin auch schon Nachts unter der Woche in die Notaufnahme. Außer mir nur ein weiterer Patient da, also von überfüllt kann keine Rede gewesen sein. Das Ende vom Lied war, dass ich die Notaufnahme mit einem Verband verlassen habe, da der Arzt auf dem Röntgenbild das gemacht wurde, übersehen hat, dass ein Knochen angebrochen war! Ich dürfte dann nach dem sich dann ein anderer Arzt das angeschaut hatte am nächsten Tag nochmal vorbei und bekamm einen Gips. Was wäre wenn es sich kein zweiter Arzt angeschaut hätte?

Wo Ärzte hingegen mehr meinen Respekt für haben ist der "handwerkliche" Teil (von Zahnfüllungen bis Ops): Der erfordert in der Regel wirklich Geschick, Feingefühl und wenn vor die ein offener Brustkorb liegt wohl auch ein bisschen Beherrschung/Selbtüberwindung. Das ist wirklich etwas was nicht jeder kann.
 

Tyrolens

eBiker grüßen nicht.
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Was vielfach auch vergessen wird. Man fordert die beste und optimale Behandlung. Zahlt jeder für sich persönlich auch diese Leistung? Oder tragen Andere die Kosten mit? Deswegen sind die Vergleiche mit Privatwirtschaften auch eher suboptimal.


das willst du gar nicht wissen, wie hoch meine Krankenversicherungsbeiträge sind; und wie wenig ich dafür vom Gesundheitssystem bekomme, weil hier bald ohnehin jeder kompetente Arzt Wahlarzt ist, damit er eben die Leistung erbringen kann, die er erbringen möchte.
Tolles Gesundheitssystem.
 

Freesoul

Der Pferd heißt Horst
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Aber in den Monaten darauf hab ich gemerkt, dass der Kopf nicht mehr so mitmacht. Vor unbekannten schwierigen Stellen zieh ich sehr oft die Panikbremse, meist unnötigerweise. Ich habe weiterhin Spaß beim Biken, aber zieh viel öfter zurück und mach damit auch an sich schaffbare Stellen erst schwierig...
Nach meiner gerade ausgeheilten Verletzung ziehe ich sogar vor Stellen zurück, die ich vorher praktisch blind gefahren bin.
Geht mir auch über anderthalb Jahre nach den entsprechenden Stürzen teilweise noch ähnlich - einmal in Kroatien mit zu hoher Geschwindigkeit kopfüber halb in ein Steinfeld, zweimal in Südfrankreich auf losem Schotter weggerutscht und brachial so richtig in den Boden geklatscht. Bis auf größere Abschürfungen und eine leichte Muskelfaserverletzung körperlich nix passiert. Die Krönung war mein völlig kurioser Über-den-Lenker-Abgang mit dem Dirtrad zum Jahresende, der mir auch so ein bisschen die Selbstsicherheit auf dem Dirtbike geraubt hat.

Habe allerdings langsam das Gefühl, dass es besser wird (die TrailTrophy Breitenbrunn lief sogar insgesamt schneller).
 
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