Neue Bremssättel, neue Gabel oder gleich neues Rad?

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Hallo zusammen,

ich hab mich hier angemeldet, weil ich fachkundigen Rat bei zwei Bremsenproblemen brauche:

Das erste ist mein Cube Attention 26" von 2013. Das hat Shimano MT395 Scheibenbremsen mit 160mm Scheibe vorne/hinten.
Die Bremsen reichen für mein aktuelles Gewicht (95kg ohne Gepäck) nicht mehr aus. 2013 war ich noch bei 81kg, da gings noch...
Gut, gewartet habe ich die Bremsen bis auf ein paar neue Beläge hinten auch nie, aber das wird wohl auch nicht allzu viel dran ändern, dass 160mm Scheiben einfach zu klein sind.

Also hab ich mich mal umgesehen, wie ich das Problem mindern könnte. Größere Scheiben (180mm) wären sicherlich notwendig. Da kommt schon das nächste Problem: Die verbaute (bei meinem Gewicht fast nutzlose) RockShox XC28 kann laut Datenblatt nur 160mm Scheiben...
Hinten würden 180mm passen, aber bergab mit Schwerpunkt vorne entfaltet die auch nicht ihr volles Potenzial.
So, was hab ich jetzt für Möglichkeiten:

1. Neue Bremssättel, hinten 180mm, vorne nur 160mm (als Bremssattel BR-MT500 oder BR-M8100)
2. Neue Gabel für größere Scheiben
3. Neues Rad

Option 2 kostet mind. 300€ für die Gabel zzgl. neue Bremsen, dazu steck ich damit ziemlich viel Geld in das tote 26"-Pferd.
Option 1 wäre am günstigsten, aber neue Bremssättel mit immernoch nur 160er Scheibe?
Option 3 am teuersten, wobei ich im Preisbereich von 1000 bis 1500€ auch "nur" MT400-Bremssättel mit teilweise trotzdem nur 160mm Scheiben bekomme... aber eigentlich bin ich mit meinem aktuellen Rad weitestgehend zufrieden.

Fahrprofil: 2000km/Jahr. Kein Gebirge, aber öfters Hügel.


Zweites Problem:
Meine Freundin hat sich ein 500€ MTB gekauft. Das ist für ihre Einsatzzwecke auch ausreichend, hat aber diese grässlichen 3-Finger-Bremshebel der MT200-Serie verbaut. Die sind absoluter Mist. Mein erster Gedanke war: Neue Bremssättel samt Hebel kaufen, aber da die Züge innenverlegt sind und die MT200 bei ihrem Gewicht (60kg) eigentlich reichen sollten, würde ich einfach die Hebel tauschen. Ich dachte an die BL-MT401, sind günstig und für 2 Finger, Einwände oder Alternativen?

Wäre dankbar für ein paar Tipps und Anregungen!
 
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Du brauchst nur die richtigen Adapter für deine Sättel, ist kein Kostenfaktor. Bremssättel haben nichts mit Scheibengrösse zu tun.
 
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Hi,

danke für deine Antwort.
Ja, das mit dem Adapter weiß ich, aber bei mir limitiert ja anscheinend die Gabel. Laut RockShox wird da maximal 160mm empfohlen. Wie weit ich mich der Empfehlung widersetzen kann, weiß ich jetzt allerdings nicht. Vielleicht passt mit Adapter physisch ja eine 180mm Scheibe rein, vielleieicht auch nicht, vielleicht bricht mir die Gabel? Da kenne ich einfach den Hintergrund der Beschränkung nicht (Bautteilkollission, Kraftwirkung auf das Material...) und hab mich dadurch bisher auch ans Datenblatt der Gabel gehalten.
Wenn ich da natürlich gefahrlos einfach einen Adapter zwischenschieben kann, dann hat sich das Thema auch schon erledigt :D

Ich hab leider auch kein aktuelles Datenblatt, das mit den 160mm hab ich noch von 2013 im Kopf, als ich da schon mit dem Gedanken einer größeren Scheibe gespielt habe. Bei den größeren RockSchox stand z.B. in diversen Shops "Scheibenbremsaufnahme: 160mm", "maximale Empfohlene Scheibengröße: 180mm" und bei der XC 28 war die maximal empfohlene Größe eben 160mm.

EDIT: Im SRAM-Archiv hab ich ein Datenblatt für die Xc 28 gefunden. Da steht tatsächlich drin, dass max. 165mm reinpassen. Für die XC32 z.B. sind 215mm erlaubt.
 
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Skwal

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Ohne Gewähr...

Das Limit bzgl Scheibengrösse der Gabel hängt wohl hauptsächlich an den Aufnahmen für die Bremssättel, nicht an den Stand/Tauchrohren.
Ich würde bedenkenlos 180mm einbauen.
Vorne u hinten, das sollte spürbar sein.

Die Hebel für deine Freundin sind hochwahrscheinlich kompatibel.
Kannst du probieren.
 

Skwal

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Ja klar, aber der TE hat Bedenken, dass die Gabel bricht, wenn man über die zertifizierte Scheibengrösse geht.
Ich denke, es bricht allerhöchstens die Bremssattelaufnahme.

Ist auch nicht toll, aber weniger dramatisch.
 
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Alles klar, dann wage ich es mal 180er Scheiben einzubauen. Dazu entlüfte ich die Bremsen auch mal. Wenn das alles nichts bringt, kann ich ja immernoch über ein neues Fahrrad nachdenken :D
 
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Erstmal , warum kommt deine Freundin mit den Bremshebeln nicht zurecht . Die funzen schon ordentlich . Die 401er Hebeln bremsen auch nicht stärker . Die Schwachstelle sind die Scheiben .u. ev. noch bessere Beläge .
Die RS XC28 hätte ich wahrscheindlich nach einer Woche schon in die Tonne geschmissen . Deine Leidensfähigkeit 7 Jahren mit diese Gabel ist doch unendlich hoch und ich würde wenn dir das Bike sonst passt die Gabel neu kaufen . Nach so vielen Jahren kann man schon etwas investieren ,
 
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Zu den Bremshebeln: Die Hebel sind lang und man nimmt automatisch 3 Finger zum Bremsen. 3 Finger weg vom Lenkergriff sind schlechter als nur 2 ;)
Wenn man nur in der Stadt fährt, passen die ja vielleicht. Auf ebenen Feldwegen auch, sobald der Boden aber etwas uneben wird, ist es wohl besser den Lenker fest im Griff zu haben, als die Merheit der Finger zum Bremsen brauchen zu müssen. Ich vermute mal, dass die Bremse an sich ausreichend ist (hat immerhin die gleichen Beläge und Scheiben wie meine M395), aber mit 2-Fingerhebeln einfach komfortabler zu bedienen ist.

Zur Gabel: Das Fahrrad war ingesamt ja eher günstig (750€). Mehr wollte ich damals nicht ausgeben. Bin mit dem Rad hauptsächlich nur 2013/14 und ewas in 2016 gefahren. Insgesamt vielleicht 2000km.
Hab es erst dieses Jahr wieder öfters in Gebrauch. Trotz fehlender Wartung der Gabel federt sie eigentlich noch genauso wie am ersten Tag: fast gar nicht :D
Jetzt 200€ da reinzustecken... Wenn schon dann ne Reba RL (~320€) aber das ist dann irgendwie eine Investition in eine Sackgasse, weil 26er Bike. Hätte ich das damals als 29er gekauft, würde ich wohl sofort eine Reba RL reinstecken, weil die auch in einem eventuellen Nachfolgefahrrad Platz finden kann. Aber so? Das Rad bekommt ein paar neue Bremsscheiben, aber mehr auch nicht mehr. Die Feder ist ja nur ne Komfortsache, die Bremse aber ne Sicherheitssache.
 
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