neues Bike für Anfänger nach Diebstahl

Dabei seit
23. August 2017
Punkte Reaktionen
1
Hallo zusammen,

bin der Phil, 27 und komme aus der Nähe von Dresden. Ich habe 2007 ein Cube LTD Comp bekommen und bin damit sehr gut zurecht gekommen. Die Schaltung war spitze, ich kam gut damit zurecht und hatte bis auf die Federgabel nichts zu beanstanden. Durch Studium und diverse Auslandsaufenthalte hatte ich selten Möglichkeit das Bike mitzunehmen. Seit knapp 1 Jahr ist meine Situation etwas gefestiger und ich bin wieder vermehrt gefahren. Dabei Touren auf Straßen und Waldwegen mit Freunden und Familie und ab und an auch Ausflüge auf etwas steilerem Terrain.

Schon lange habe ich mich für Touren Fahren interessiert aber nicht so die Zeit dafür gehabt/genommen und auch gedacht, dass dies mit einem Hardtail nicht so angenehm ist (Ich denke an Wurzeln auf den Waldwegen etc.). Auch im Winter habe ich im Schnee gerne mal mein Unwesen getrieben. Ich hatte noch Hydraulische Bremsen (Magura HS33 glaube ich) und keine Scheibenbremsen, bin mit denen aber super zufrieden gewesen.

Leider wurde mir mein geliebtes Bike vor kurzem geklaut, glücklicherweise war es versichert und die Versicherung hat mir anstandslos ein nettes Sümmchen überwiesen. Damit würde ich mir nun gerne ein Rad zulegen, welches eine Verbesserung gegenüber dem Comp darstellt und mir erlaubt mich etwas weiter in den Sport herinzufuchsen.

Ich weiß das Qualität seinen Preis hat, aber achte auch auf ein angemessenes Preis Leistungsverhältnis und habe da vom Motorrad übers Handy bis hin zu Funktionskleidung gemerkt, dass dies bei Premiumprodukten/Herstellern selten der Fall ist und bin daher nicht Markenvoreingenommen und immer offen für Neues (eigentlich eher gebrauchtes, da ich da immer wieder gute Schnäppchen gemacht habe).

Mit MTBs und der Technik habe ich mich ehrlich gesagt vorher kaum beschäftigt und jetzt versucht in die Materie einzuarbeiten. Aber als Laie ist dies doch sehr verwirrend und schwer die Übersicht zu behalten, deswegen bitte ich euch um Hilfe.

Ich hätte gerne ein Fully zwecks komfort, bin mir aber im klaren darüber, dass unter den Kennern so alles was unter 2000€ kostet verrufen ist. Ich würde gerne so im Rahmen von 500-650€ bleiben.

Probegefahren bin ich diverse Stevens und Cube MTBs und muss sagen, dass mir 27,5" am angenehmsten war.

Vielleicht nochmal kurz meine Anforderungen:

- vorzugsweise 27,5" oder 29" , 26" aber auch nicht dramatisch da ich damit die letzten 10 Jahre unterwegs
- Stabiler Rahmen
- Gewicht mit Pedalen unter 15kg
- Eine Schaltung mit der ich gut im bergigen Gelände fahren kann (in der Umgebung hier geht es gut auf und ab)
- gerne Fully
- Qualität und Haltbarkeit in dem Sinne, dass ich mich mit dem Rad auch auf ausgedehnte Touren begeben kann, es nicht an Wurzel on der kleineren Steinen zerbricht und ich auch die einfachen Trails am Keilberg (CZ) damit fahren kann, sich der Lenker nicht verdreht und andere Späße die meine Freunde mit 200€ baumarkt Fullies erleben durften
- sehr gutes Preis Leistungs Verhältnis
- Fahrbarkeit in allen Wetterlagen (Schnee, Eis, Regen)
- beim Wheelie Fahren bitte keinen Kettenriss (ist mir mit meinem Corratec passiert das ich von nem Kumpel zur übebrückung geliehen bekommen habe)
- Tauglichkeit für kleinere Sprünge (30-40 cm hoch und 1-2 m lang, nix wildes)

Vom Verkäufer wurden mir natürlich Hardails empfohlen und alles Cube/Carver im 400-700€ Preissegment empfohlen mit dem zusätzlichen kauf einer hochwertigeren Gabel die den "Sprüngen" stand hält. Bis auf die etwas besseren Bremsen sehe ich da keinen Unterschied zu meinem Cube und 700€ für fast die gleiche Leistung 10 Jahre später zu zahlen ist mir irgendwie zu doof.

Ach ja ich bin 1,82 groß und wiege 80 kg. M und L Rahmen fand ich gut. Ich weiß die Profis unter euch werden sagen es kommt auf jeden cm an, aber ich bin auch zwischendurch bei längerne Touren die Bikes von Freunen gefahren usw und bin da ein wenig flexibel.

Ich habe mal ein paar gebrauchte Räder und 3 neue rausgesucht und schreibe dazu was ich von denen denke. Wäre nett wenn ihr mir weiterhelfen könnt und eventuell auf Dinge aufmerksam macht die ich eventuell übersehen habe.

Specialized Fuse Comp 6:
zum Preis von 699 soll es ein ziemlicher Kracher sein. Preislich etwas über meinem gesteckten Rahmen (und auch keine Pedalen) und Sorge macht mir die Schaltung. Wurde eher für flacheres gelände empfohlen.
https://nanobike.de/Specialized-Fus...2TSTok5lz_I_YrvK0mnk_hN8cWsacOoQaAtZwEALw_wcB

Btwin Rockrider 540s:
Kostet 599. Cousin von nem Freund fährt das schlechtere 520 als Hardtail und ist vom Preis/Leistungsverhältnis begeistert. Bitte unvoreingenommen anhand meiner Ansrpüche bewerten und nicht gleich die Hände überm Kopf zusammenschlagen :D Allerdings stellt sich hier die Frage ob ich mit der 9- gang Schaltung klarkomme (bin so etwas bis jetzt nur auf eMTBs gefahren).
https://www.decathlon.de/mountainbike-275-rockrider-540-s-fully-alu-rot-id_8379042.html

Cube Aim SL:
Wurde mir vom Verkäufer vorgeschlagen. Fand ich jetzt irgendwie nicht so spektakulär. Denke ist wie mein Cube nur mit besseren Bremsen, Solide Qualität und vernünftiger Hersteller. Aber den Preis wert?
https://www.fahrrad-xxl.de/cube-aim-sl-x0028167?varid=27849

Als günstigere Alternative schlug er mir das
Carver pht 100 vor:
https://www.fahrrad-xxl.de/carver-pht-100-x0021231?eqrecqid=b25a9641-8828-11e7-8721-10c37bdb7d9d
Fühlt sich an wie ein Baumarktfahrrad nur eben von Carver^^


Auf dem Gebrauchtmarkt fand ich bis jetzt folgende (alle entweder in Dresden oder Berlin wo ich die nächsten Wochen mehrmals bin):

2013 Copperhead 3: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/bulls-copperhead-3-2013-/703377638-217-3353
Wenig gelaufen, aber halt nur ein Hardtail
Cube LTD:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s...in-bike-hardtail-neuwertig/702963023-217-3838
Quasi mein altes nur mit besseren Komponenten und in sehr gutem Zustand. Würde aber maximal 500-550 dafür zahlen (oder ist das noch zu viel nach 4 Jahren?)

Transalp Ambition Team 26:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s...-transalp-ambition-team-26/692629326-217-3831
Auch nur Hardtail aber gute Komponenten. Müsste aber auch noch gut was verhandeln, was meint ihr?

und mein heimlicher Favorit: Cube AMS 100 von 2013
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s...in-merida-specialized-rose/702622326-217-3981
Gute Teile verbaut, ein Fully, aber noch zu teuer (heute wurde von Händler eins mit Gewährleistung in münchen verkauft für 550€ glaube ich, aber ich war zu langsam).

Ja ich weiß das sieht ein wenig durcheinander gewürfelt aus, aber ich hoffe ihr könnt mir trotzdem helfen.

Vielen dank und Gruß
 

Basti138

mir is schlecht
Dabei seit
5. Januar 2014
Punkte Reaktionen
6.815
Ui, da haste aber ne bunte Mischung.
Ein neues Fullie für unter 1000 Euro schlag dir lieber gleich aus dem Kopf.

Das Speiseeis wäre ok, nur hat das 1x10 und du wolltst doch ne gute Übersetuungsbandbreite zum bergauf und bergabfahren.
Mit 1.33 ist der kleinste Gang doch noch recht dicke. Musst du wissen, ob dir das so reicht.
Und mit 30 vorne und hinten 11 ist der schnellste gang nicht der Knüller - sowas schafft man locker auf der Ebene.
Zum Vergleich, ich schaffe mit 26 Zoll (mit 3x7 Schaltung) 42/11 auf der Ebenen aber schon mit gut Trittfrequenz. 44/11 ist mir zu dick.

Das Decathlon:
So eins hat doch vor kurzem hier einer gegen aller Ratschläge gekauft... Musste mal suchen, war glaub auch hier in Kaufberatung.
Meine Meinung ist, dass man mit dem Geld lieber Essen geht, oder Swingerclub oder was auch immer :D
Du musst bedenken, dass der Brocken nicht der leichteste ist und du das bergauf treten musst...
Angeblich fährts :confused::D

Das Cube Aim ist dem preis entsprechend Einsteigerklasse. Für den preis übich ausgestattet.


Das Carver hat ne Ausstattung, die man sonst an Kinderrädern findet, klar bei dem preis.

Das Chopperhead... das ist von 2013 und noch 26 zoll... das wäre mir zu teuer.
Ausserdem kannst du davon ausgehen, dass die Elixir nie neues DOT bekommen hat - das ist beim Service nicht dabei, das lässt keiner machen, solange es bremst, weils zu teuer ist. Kannste dich drauf einstellen, dass du neue Bremsen brauchst - was den kauf uninteressant macht. Wenn du das anschauen willst, kann ich oder jemand anderes noch genauer drauf eingehen, auf was du da speziell achten musst. Die Elixir ist ne tolle Bremse - sie zickt aber gerne, wenn sie nicht regelmässig gewartet wurde, solange, bis du keine Lust mehr hast und sie doch raus schmeißt.
Fair wäre hier <1/2 Neupreis. ca 450, wenn die Bremsen noch ok sind.



Das gebrauchte Cube LTD:
Kannste schon nehmen, aber bitte nicht mehr als 400 dafür zahlen. 26 zoll bei der Größe - das ist wie wenn du heute versuchst nen Diesel zu verkaufen.:ka: 780 euro? No Way...
Dann nimmste lieber ein neues Canyon oder Radon.


Das gebrauchte Transalp... interessant :)
Mehr Federweg - heute selten für ein hardtail. Gute Ausstattung, wartungsfreie Mineralölbremsen, gute Gabel, gute Schaltung...
3x10 => Bandbreite reicht auch. Lenker, Vorbau, Sattelstütze, alles feine Teile.
Müsste man mal ansehen.
Aber: das ist auf 26 zoll? ich kann das preislich überhaupt nicht einschätzen. Und auch das Baujahr nicht.
Könnte schon was sein.


Das gebrauchte Cube AMS:
Der Rahmen ist scheinbar älter und wurde 2013 neu aufgebaut.
Man siehe die Kurbelarme, der blankpolierte Lack. Müsste man halt speziell auf Antrieb, Kettenverschleiß kucken.
Sieht schon arg abpoliert aus - kann auch an Pedal/Schuhkombi liegen.
Hab >6000km drauf und die kurbeln sind nicht so abgerieben. :ka:
Ist ja auch kein Drama sofern die Verschleißteile ok sind.
Hat aber nur 100mm Federweg - ist eher CC Race, mit entsprechend "schneller" Sitzposition wird dir wahrscheinlich reichen?




Es hat sich im Fulliebereich viel getan:
- Steckachsen
- breitere Lenker (trifft auf CC weniger zu)
- Geometrie
- Laufradgrößen
- Variostütze (trifft auf CC weniger zu)
 
Dabei seit
23. August 2017
Punkte Reaktionen
1
Hey Basti,

erstmal vielen lieben Dank für die Rückmeldung. Ich muss mich erstmal bei dir entschuldigen, hab n total verpeilt zu antworten. Hatte viel Stress in den letzten Tagen... Danke, dass du dir die Zeit genommen hast so ausführlich zu antworten, dass hilft mir wirklich weiter :)

Der Verkäufer vom Transalp hat mir noch nicht geantwortet, deshalb kann ich dazu nichts genaueres sagen und die anderen sind immun gegen Preisverhandlungen bzw nicht mehr verfügbar.

Ich hatte heute nochmal die Gelegenheit zum örtlichen Fahrrad Händler zu gehen und endlich mal Probe zu fahren. Dabei habe ich das Gefühl gehabt, dass alles was so um die 500 kostet gar nicht so doll ist... Ist aber natülich aber nicht ganz objektiv wenn man überall die 2-5000 Euro Hardtails und Fullies da herumstehen hat.

Hab mich dann noch vom Verkäufer beraten lassen und er hat mich dann erstmal 29 vs 27,5 Zoll fahren lassen, sowhol auf ner kleinen Rampe mit so paar Mini felsen als auch draußen im Test Gebiet. Hatte leider nicht so viel Zeit aber kann sagen, dass 29" gefühlsmäßig nichts für mich sind. Ich fühle mich dabei wie jemand der jahrelang Smart gefahren ist und nun LKW fahren darf (leicht übertrieben aber gar nicht mal so weit weg von meinem subjektiven Empfinden...). Die 27,5 sind mir viel angenehmer und wendiger. Aber an sich wahrscheinlich auch nur Gewöhnungssache.

Der Verkäufer war ein wenig enttäuscht, dass ich nicht in den 1000er € Bereich wollte und wir verblieben im 800er, was mir eigentlich immer noch ein wenig zu teuer ist... Aber nachdem ich das ( https://www.fahrrad-xxl.de/carver-strict-700-x0033763?varid=56773 ) Carver Strict 700 gefahren bin, hat er mir das BMC Sportelite Deore rausgeholt ( https://www.fahrrad-xxl.de/bmc-spor...AB0esTKW8wiABe0xw4jhy1rbVEi0khEhoCUcEQAvD_BwE ) Und ich war direkt verliebt. Ließ sich super fahren mit den 27,5er im Vergleich zum 29er Carver und ich fühlte mich richtig wohl.

Einziges Manko war die 2x10er Schaltung weil ich so was noch nie gefahren bin und mich daher erstmal rantasten muss. Ist auch direkt die Kette runtergesprungen... War heute nicht mein Tag irgendwie, denn er hat mir dann das Carver auch mit 27,5 geholt (was sich besser fuhr als die 29" aber nicht so angenehm wie das BMC) und da ist mir die Kette gerissen.... Da ich Oma auch schon mit dem Kaffe versetzt hatte bin ich dann los (hab natürlich erst Bescheid gesagt wegen der Kette) und konnte nicht weiter testen, aber das BMC bis auf die ungewohnte Schaltung mein deutlicher Favorit (auch optisch).

Der Verkäufer hatte sich auch ein bisschen auf die Federgabel versteift, die ganz günstige ROX Shock hat er mir madig geredet und bemängelte insbesondere das zurückschlagen bei wurzeligen Strecken.

Ich bin leider momentan so eingebunden und hab den Kopf nicht ganz so frei für so etwas, aber was halter ihr vom BMC? Ist das für den Preis ein solides Bike oder für meine Ansprüche zu hoch oder überteuert?

Und eine Frage noch bezüglich des Gewichts: Machen 2-3 kg bei einem Mountainbike echt so einen riesigen Unterschied? Ich meine ich plus Fahrrad wiegen fast 100 kg, kann mir nicht vorstellen, dass sich das bei Bergauffahren so bemerkbar macht ob die ganze Fuhre nun 93 oder 95kg wiegt...

Danke und Gruß!
 
Dabei seit
5. November 2016
Punkte Reaktionen
693
Das BMC ist zu dem reduzietten Kurs schon in Ordnung finde ich. Hat zumindest ne Luftfedergabel und ansonsten ganz brauchbare Komponenten. Die 160er Bremsscheibe vorne könnte etwas wenig sein, musst du ausprobieren.
Die Recon aus dem Carver ist natürlich ne Ecke besser, aber wenn dir das BMC so viel besser gefällt würde ich da nicht so ein Fass auf machen. Eine gebrauchte Recon lässt sich im Zweifel noch recht günstig nachrüsten.

Ja das Fahrradgewicht macht schon was aus. Je weniger man selber wiegt, desto mehr. Insgesamt ist die persönliche Fitness und anschließend die Geometrie wichtiger als das Gewicht des Rades.
 

RetroRider

Pfadtrampel
Dabei seit
26. September 2005
Punkte Reaktionen
2.024
Hab's ja im anderen Thread schon geschrieben: Ich weiß nicht wie man darauf kommt, daß Luftfederung ein Qualitätsmerkmal ist. Wenn die Recon Silver qualitativ besser ist als die 30 Silver, würde ich auf jeden Fall die Recon nehmen. Bei meiner XC30 (=alte Bezeichnung für 30 Silver) ist der Dämpfer schnell verschlissen - der befindet sich nicht mal im selben Standrohr wie die "böse" Stahlfeder. :ka:
 
Dabei seit
23. August 2017
Punkte Reaktionen
1
Das BMC ist zu dem reduzietten Kurs schon in Ordnung finde ich. Hat zumindest ne Luftfedergabel und ansonsten ganz brauchbare Komponenten. Die 160er Bremsscheibe vorne könnte etwas wenig sein, musst du ausprobieren.
Ok danke, dann werde ich mir das wirklich durch den Kopf gehen lassen. Ich war wirklich angefixt von dem Bike. Möchte das aber auch erstmal wirken lassen und keine Entscheidung aus dem Bauch heraus treffen, das hat mich früher schon paar mal in unvorteilhafte finanzielle Situationen gebracht....

Ja das Fahrradgewicht macht schon was aus. Je weniger man selber wiegt, desto mehr. Insgesamt ist die persönliche Fitness und anschließend die Geometrie wichtiger als das Gewicht des Rades.

Gibt es denn rationale Argumente dafür, dass man sich für 300 Euro extra ne neue Federgabel holt die 300g weniger wiegt als die alte (oder Pedalen die 20g weniger und so Spielereien auf die ich beim durchlesen des Forums gestoßen bin)? Ich sehe da jetzt nicht so den Sinn dahinter^^ (aber ich stecke ja auch nicht so tief in der Materie).

Und spielt nur das Gesamt Gewicht eine Rolle oder lässt sich ein 2-3kg leichteres Rad auch wesentlich besser handeln? Interessiert mich einfach.
 
Dabei seit
5. November 2016
Punkte Reaktionen
693
Man kann die Luftgabel halt ohne Aufwand ans Körpergewicht oder den Fahrstil anpassen. Das sollte auch mit der XC30 halbwegs klappen.
Bei einer Stahlfedergabel muss man erst basteln, sollte das Standardsetup nicht passen.

Die Recon hat immerhin 32er Standrohre und funktioniert laut Tests auch besser.
 

RetroRider

Pfadtrampel
Dabei seit
26. September 2005
Punkte Reaktionen
2.024
Wenn's ruppig wird oder man rumtricksen will, ist ein leichtes Hardtail spürbar besser als ein schweres.
 
Dabei seit
5. November 2016
Punkte Reaktionen
693
Gibt es denn rationale Argumente dafür, dass man sich für 300 Euro extra ne neue Federgabel holt die 300g weniger wiegt als die alte (oder Pedalen die 20g weniger und so Spielereien auf die ich beim durchlesen des Forums gestoßen bin)? Ich sehe da jetzt nicht so den Sinn dahinter^^ (aber ich stecke ja auch nicht so tief in der Materie).

Und spielt nur das Gesamt Gewicht eine Rolle oder lässt sich ein 2-3kg leichteres Rad auch wesentlich besser handeln? Interessiert mich einfach.

Die teurere Gabel ist ja meist nicht nur leichter sondern spricht auch besser an, ist Steifer und/oder bietet feinere Einstellungsmöglichkeiten was wiederum in besserer Performance resultieren kann.
Je nachdem was die Basis ist kann so ein Upgrade mehr oder weniger Sinn machen.

Ich bilde mir ein, dass man ein 2 bis 3 Kilo leichteres Rad schon am Handling merkt. Ein halbes Kilo an der Gabel habe ich jedenfalls deutlich gemerkt.
Kann aber auch alles nur Placebo sein, mir fehlt da auch die Möglichkeit zwei annähernd gleiche Räder mit 2 bis 3 kg unterschiedlichem Gewicht unter gleichen Bedingungen zu testen.
Hätte ich die Wahl würde ich trotzdem zum Teil aufs Gewicht schauen, man muss ja nicht unnötig Masse mit sich rumfahren.
Gewicht ist aber nur ein Kriterium von vielen find ich.
 

RetroRider

Pfadtrampel
Dabei seit
26. September 2005
Punkte Reaktionen
2.024
In dem Preisbereich von der XC30 geht's u.U. einfach nur darum, ob mal Jemand nach Taiwan fliegt und nachguckt, ob die Toleranzpaarungen in der Produktion noch im grünen Bereich sind. Oder daß Dichtungsringe geliefert werden, die 0,05 Cent mehr kosten und dafür 10000km statt 100km halten.
 
Dabei seit
5. November 2016
Punkte Reaktionen
693
In dem Preisbereich von der XC30 geht's u.U. einfach nur darum, ob mal Jemand nach Taiwan fliegt und nachguckt, ob die Toleranzpaarungen in der Produktion noch im grünen Bereich sind. Oder daß Dichtungsringe geliefert werden, die 0,05 Cent mehr kosten und dafür 10000km statt 100km halten.
Das wäre zumindest für mich ein Grund mehr zur Recon zu greifen.
Aber auch das ist nur ne Meinung aus 2. Hand und leitet sich unter anderem aus gelesenen von Mountainbikes Tests der 700 bis 1500 Euro Klassen ab.

Ich selbst bin eher auf dem Gebiet gut abgehangener 26er Gabeln unterwegs und kann auf ne formidable F80 RL oder ausgezeichnete SiD Dual Air zurück greifen. Das sind dann doch ganz andere Referenzen. Und entsprechende Gabeln sind mitterweile recht preiswert zu bekommen. Ich muss mir also kaum Gedanken über die Einsteigergabeln machen.
 
Dabei seit
22. März 2017
Punkte Reaktionen
1.247
Hey Basti,

erstmal vielen lieben Dank für die Rückmeldung. Ich muss mich erstmal bei dir entschuldigen, hab n total verpeilt zu antworten. Hatte viel Stress in den letzten Tagen... Danke, dass du dir die Zeit genommen hast so ausführlich zu antworten, dass hilft mir wirklich weiter :)

Der Verkäufer vom Transalp hat mir noch nicht geantwortet, deshalb kann ich dazu nichts genaueres sagen und die anderen sind immun gegen Preisverhandlungen bzw nicht mehr verfügbar.

Ich hatte heute nochmal die Gelegenheit zum örtlichen Fahrrad Händler zu gehen und endlich mal Probe zu fahren. Dabei habe ich das Gefühl gehabt, dass alles was so um die 500 kostet gar nicht so doll ist... Ist aber natülich aber nicht ganz objektiv wenn man überall die 2-5000 Euro Hardtails und Fullies da herumstehen hat.

Hab mich dann noch vom Verkäufer beraten lassen und er hat mich dann erstmal 29 vs 27,5 Zoll fahren lassen, sowhol auf ner kleinen Rampe mit so paar Mini felsen als auch draußen im Test Gebiet. Hatte leider nicht so viel Zeit aber kann sagen, dass 29" gefühlsmäßig nichts für mich sind. Ich fühle mich dabei wie jemand der jahrelang Smart gefahren ist und nun LKW fahren darf (leicht übertrieben aber gar nicht mal so weit weg von meinem subjektiven Empfinden...). Die 27,5 sind mir viel angenehmer und wendiger. Aber an sich wahrscheinlich auch nur Gewöhnungssache.

Der Verkäufer war ein wenig enttäuscht, dass ich nicht in den 1000er € Bereich wollte und wir verblieben im 800er, was mir eigentlich immer noch ein wenig zu teuer ist... Aber nachdem ich das ( https://www.fahrrad-xxl.de/carver-strict-700-x0033763?varid=56773 ) Carver Strict 700 gefahren bin, hat er mir das BMC Sportelite Deore rausgeholt ( https://www.fahrrad-xxl.de/bmc-spor...AB0esTKW8wiABe0xw4jhy1rbVEi0khEhoCUcEQAvD_BwE ) Und ich war direkt verliebt. Ließ sich super fahren mit den 27,5er im Vergleich zum 29er Carver und ich fühlte mich richtig wohl.

Einziges Manko war die 2x10er Schaltung weil ich so was noch nie gefahren bin und mich daher erstmal rantasten muss. Ist auch direkt die Kette runtergesprungen... War heute nicht mein Tag irgendwie, denn er hat mir dann das Carver auch mit 27,5 geholt (was sich besser fuhr als die 29" aber nicht so angenehm wie das BMC) und da ist mir die Kette gerissen.... Da ich Oma auch schon mit dem Kaffe versetzt hatte bin ich dann los (hab natürlich erst Bescheid gesagt wegen der Kette) und konnte nicht weiter testen, aber das BMC bis auf die ungewohnte Schaltung mein deutlicher Favorit (auch optisch).

Der Verkäufer hatte sich auch ein bisschen auf die Federgabel versteift, die ganz günstige ROX Shock hat er mir madig geredet und bemängelte insbesondere das zurückschlagen bei wurzeligen Strecken.

Ich bin leider momentan so eingebunden und hab den Kopf nicht ganz so frei für so etwas, aber was halter ihr vom BMC? Ist das für den Preis ein solides Bike oder für meine Ansprüche zu hoch oder überteuert?

Und eine Frage noch bezüglich des Gewichts: Machen 2-3 kg bei einem Mountainbike echt so einen riesigen Unterschied? Ich meine ich plus Fahrrad wiegen fast 100 kg, kann mir nicht vorstellen, dass sich das bei Bergauffahren so bemerkbar macht ob die ganze Fuhre nun 93 oder 95kg wiegt...

Danke und Gruß!
Wenn dir öfter Ketten reißen, solltest du dir mal über deinen Antritt Gedanken machen. Nicht plötzlich reinhacken in die Pedale wie ein Irrer sonst machst jede Kette in kurzer Zeit kaputt. Ein bisschen Gefühl beim Antreten und sie halten sehr lange.


Die XC30 Gabel mit Luft soll schon ok sein. Die sind in den letzten Jahren ganz gut geworden. Für Anfänger reicht das wohl.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
23. August 2017
Punkte Reaktionen
1
Ich bin knapp 10 jahre mit 1 Kette gefahren und die ist mir nie gerissen... Schon komisch irgendwie. Nur halt die Kette von dem Corratec beim Wheelie fahren. Aber da brauch man doch nen starken Antritt zum hochkommen oder nutze ich da eine falsche Technik?
 
Dabei seit
22. März 2017
Punkte Reaktionen
1.247
Man kann richtig fest mit ein wenig Gefühl reintreten, da passiert nichts.
Wenn man ruckartig mit viel Kraft quasi ins Pedal schlägt kann's einem schon die Kette reißen.
 
Dabei seit
23. August 2017
Punkte Reaktionen
1
Hm OK muss ich mal genauer hinschauen. Beim Motorrad drehe ich auch immer sofort den Hahn auf da hats auch noch keine Kette zerlegt und so viel Drehmoment erzeugen meine Beine doch nicht in der Position oder (also sitzend und mit beiden Füßen fest auf den Pedalen).
 

RetroRider

Pfadtrampel
Dabei seit
26. September 2005
Punkte Reaktionen
2.024
Ne Shimano-Kette ist bei mir noch nie gerissen. :ka:
Der einzige Unterschied zwischen Deore und XT ist übrigens, daß man XT seltener ölen muss. Haltbarkeit ist gleich.

[...]
Ich selbst bin eher auf dem Gebiet gut abgehangener 26er Gabeln unterwegs und kann auf ne formidable F80 RL oder ausgezeichnete SiD Dual Air zurück greifen. Das sind dann doch ganz andere Referenzen. Und entsprechende Gabeln sind mitterweile recht preiswert zu bekommen. Ich muss mir also kaum Gedanken über die Einsteigergabeln machen.
Bin mittlerweile auch mit alten Bomber-Gabeln mit offenem Ölbad unterwegs. Luft find ich am Alltagsbike besser, weil man da die Federkennlinie total flach und komfortabel machen kann. Im Gelände find ich Stahlfeder besser.
(Nachtrag: Heute isses eher umgekehrt. Die Luftfedern sind heute so miniaturisiert, daß die progressiver sind als Stahlfedern.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
23. August 2017
Punkte Reaktionen
1
Fahre morgen evtl nochmal rüber und versuche mal ne Probefahrt draußen zu bekommen.

Eine andere Idee die mir noch gekommen ist, ist das https://www.fahrrad-xxl.de/bmc-sportelite-alivio-x0032681?varid=61917 Sportelite Alivio zu nehmen. Sind 200€ weniger für eine wartungsärmere Stahl Gabel und etwas schlechtere Schaltung. Alle anderen Komponenten sind genau gleich. Meint ihr es würde sich lohnen mich so 1-2 Jahre weiter an den Sport heranzutasten und gegebenenfalls dann mal Schaltung und Gabel später zu tauschen oder ist der Preis bei den komponenten so nicht gerechtfertigt bzw ein "schlechter Deal" im Vergleich zum Sportelite Deore?
 

RetroRider

Pfadtrampel
Dabei seit
26. September 2005
Punkte Reaktionen
2.024

RetroRider

Pfadtrampel
Dabei seit
26. September 2005
Punkte Reaktionen
2.024
Wow, das BMC hat ja nur 3x7fach. Wusste gar nicht, daß es 7fach noch gibt. Bei 9x Ketten ist die Campagnolo Record wohl die stabilste die's gibt. Zum Verschließen braucht man dann ein zusätzliches Kettenschloß oder einen echten Kettennieter (keinen Nietdrücker).
 
Dabei seit
23. August 2017
Punkte Reaktionen
1
Argh ich konnte verrückt werden es ist so eine schwierige entscheidung :D bin heute beide richtig Probe gefahren für jeweils 15 Minuten. Habe in der Strecke ein kurzes Waldstück mit ein paar Wurzeln und Möglichkeiten für 3 kleinere Sprünge (so 30 cm hoch und 40 weit ca) gehabt und muss sagen man spürt einen kleinen unterschied zwischen den Gabeln aber jetzt nicht so dass ich das gefühl hatte es schränkt mich irgendwie ein. Nur wenn die Gabel gelockt war war die Luft Gabel etwas angenehmer bei Mini Hüpfern (aber wann macht man das schon mit gelockter Gabel?).
Die schaltung vom deore war gefühlt auch ein wenig hochwertiger aber mit den 3 ketten Blättern kam ich trotzdem besser zu recht und das schalt Gefühl war trotzdem in Ordnung. Die 1kg mehr Gewicht merkt man überhaupt nicht, nur wenn man beide an jeweils einer Hand hochhebt.

Im Prinzip würde ich 200€ extra zahlen für eine minimal hochwertigere Gabel. Geld ist momentan leider eher knapp...
 
Oben