Neustart nach Knöchelbruch

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Hallo zusammen,

mir wurde im April beim Fußball spielen der rechte Außenknöchel gebrochen (böses Foul von hinten, Bruch Typ Weber B). Zum Glück sind die Syndesmose Bänder heil geblieben, trotzdem musste operiert werden und jetzt wird der Knöchel durch eine Metallschiene und 6 Schrauben zusammen gehalten. Die OP ist jetzt 6 Wochen her und die Heilung verläuft sehr gut. Seit heute darf ich den Fuß 100% und ohne Manschette belasten, lediglich Sprungbelastungen sind noch nicht erlaubt. Radfahren hat mein Arzt mir ausdrücklich gestattet.

Hat jemand hier in der Community ähnliche Erfahrungen und kann mir ein paar Tipps für den Neuanfang geben? Speziell habe ich folgende Fragen:

Sind Klickpedale jetzt schon ratsam (oder sogar besser für das Gelenk)?
Wie bekomme ich die Neigung zur Schonhaltung am schnellsten aus dem Kopf (ich neige sogar beim Gehen noch zum "Hinken")?

VG Sven
 
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Hi Sven,

erst mal gute Besserung.

Ich hatte so ziemlich das gleiche vor 4 Jahren. Habe mir den rechten Außenknöchel beim ausklicken aus dem Klickpedal gebrochen. Syndesmose ist heil geblieben. Wurde auch mit Schiene und sechs Schrauben im Knöchel geflickt. Ich hatte noch eine siebte um das Volkmanndreieck wieder zusammenzuhalten. Die ist auch immer noch drin.

Ich durfte acht Wochen nur mit 20 kg belasten, habe aber schon nach ca. 5 Wochen auf dem Heimtrainer wieder angefangen zu pedalieren. Von Klickpedalen habe ich eine ganze Weile Abstand gehalten und würde ich auch Dir raten. Die Drehbewegung belastet das Fußgelenk. Gute Plattformpedale würde ich nutzen.

Ab dem Moment, in dem ich das Gewicht wieder steigern durfte, bin ich zunehmend Rad gefahren. Erst flach, dann immer mehr Berg. Relativ bald bin ich dann alles wieder gefahren.

Achte auf den Schmerz. Einen Dauerschmerz durch die Heilung hatte ich schon noch. Aber ich habe aufgepasst, dass kein Belastungsschmerz dazu kommt.

Ich bin dann ein Jahr nach dem Unfall - noch mit Schiene drin - das BC Bike Race gefahren. War kein Problem. Allerdings wurde es erst wieder richtig gut, als die Schiene raus war.

Heute fahre ich mehr und heftiger denn je und das Fußgelenk ist nur gelegentlich wetterfühlig.

Gruß,
Christoph
 
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Hi Sven.
Ich hatte vor einem Jahr auch Weber B mit 7 Schrauben und Platte.
Meine Erfahrungen decken sich mit Christophs Ausführungen:


Von Klickpedalen habe ich eine ganze Weile Abstand gehalten und würde ich auch Dir raten. Die Drehbewegung belastet das Fußgelenk. Gute Plattformpedale würde ich nutzen.
Bei mir genauso. Time-Atac (MTB system) ausklicken schmerzhaft und äußerst unangenehm in den ertsen Wochen.
Flats keine Probleme.
Ausklicken war erst nach der Metallentfernung (7 Monate nach OP) erst wieder so richtig gut.


Ich bin dann ein Jahr nach dem Unfall - noch mit Schiene drin - das BC Bike Race gefahren. War kein Problem. Allerdings wurde es erst wieder richtig gut, als die Schiene raus war.
Ich bin mit Stützmanschette 8 Wochen nach der OP für eine Woche mit dem Enduro-Hardtail nach Nauders. Ging sehr gut. Ein paar wenige harte Landungen ließen den Fuß kurzzeitig (wenige Skunden) taub werden, war nen Problem mit Platte und Nerven.

Nach Metallentfernung ist die Sensorik und das allgemeine Gefühl im Fuß aber einfach um Welten besser geworden, im Grunde wie vor dem Bruch.

Die "Schonhaltung" war bei mir eigentlich sofort weg , schon bei Teilbelastung.
Da mein Bruch durch "Umknicken" zu Stande kam (zahlreiche Vorschädigungen des Gelenks hatten es zu flexibel gemacht) bin ich in den Monaten nach der OP sehr lange immer mit viel Bedacht gegangen. Ich habe auch immer stark darauf geachtet ein schiefes Aufsetzen des Fußes (abgesenkte Bordsteinkanten usw.) zu vermeiden. Rennen war mir nicht / nicht flüssig möglich. Das Gehen auf Schuhen auch nur mit geringer Sprengung auch nicht (bin 7 Monate ausschließlich barfuß oder in Vans Sk8high rumgelaufen).

Ich dachte das würde ggf. so bleiben. Aber mit dem Tag der Metallentfernung stellte sich nahezu schlagartig eine normale Sensorik ein. Ich konnte wieder Lederschuhe tragen, normal rennen usw.



Wünsche dir gute Genesung.
Michael
 
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zec

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Ich habe mir im November den Knöchel gebrochen und durfte ihn nach der Operation sechs Wochen lang nicht belasten. Dadurch war mein größtes Problem ein äußerst steifes Gelenk und starker Muskelschwund. Begann gleich nach der Gipsentfernung unter Anleitung eines Physiotherapeuten mit der Therapie. Bei mir war am Hinken zum großen Teil die zu schwache Wadenmuskulatur schuld in Verbindung mit der eingeschränkten Beweglichkeit. Auch heute kommt es noch vor, dass ich die ersten paar Schritte leicht hinkend zurück lege - es wird aber immer besser. Im Februar war ich das erste Mal wieder am Bike und heute limitiert mich die Verletzung beim Biken nur noch ein bisschen. Mental bin ich noch ein wenig gehemmt, weil ich mir diese Verletzung bei einem Bikesturz zugezogen habe.

Meine Tipps:
- Geduld haben
- such dir einen guten Physio (falls du noch keinen haben solltest)
- führe die dir gezeigten Übungen öfters am Tag diszipliniert durch
- steigere langsam Umfang und Belastung
- leg dir einen Rollentrainer zu (damit konnte zumindest ich deutlich zielgerichteter trainieren und vor allem musste ich keine Angst vor einem möglichen Sturz haben. Außerdem war es angenehm den Rollentrainer am Abend noch mal kurz zu verwenden um die Schwellung zu verringern)
- verwende Plattformpedale
 
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Hallo zusammen,

vielen Dank für die Tipps. Hier ein kurzes Update.

Ich habe jetzt 4 Wochen Physio hinter mir. Mein Knöchel ist schmerzfrei, nur noch leicht geschwollen.

Während der letzten Wochen habe ich viele Gleichgewichtsübungen (Wackelbrett) gemacht, was zum einen die Beweglichkeit im Gelenk und auch mein Laufbild fast normalisiert hat. Am letzten Wochenende war ich dann mal 5 km straff walken bzw. leicht traben. Ergebnis: Muskelkater im Oberschenkel am nächsten Tag! Für mich ein gutes Zeichen, zumal das Gelenk selbst sich nicht gemeldet hat.

Radeln mit Plattform Pedalen geht ganz gut, nur trete ich noch ziemlich unrund. Klickies gehen nicht, da spüre ich ganz deutlich die Platte im Gelenk, was sehr unangenehm ist.

VG, Sven
 

Robert-Ammersee

Ich will doch nur radeln!
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Ammersee
..., nur trete ich noch ziemlich unrund. ...
Falls Du Deinen Fuss einigermaßen schmerzfrei bewegen kannst, langsam(er) treten und darauf achten, dass bei der Abwärtsbewegung sich die Ferse absenkt und bei der Aufwärtsbewegung anhebt. Gilt natürlich für jeweils beide Beine.
:)
 
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Hallo zusammen,

ein kurzes Update: Es ist alles wieder komplett verheilt, ohne bleibende Schäden.

Anfang Dezember habe ich ambulant das Metall entfernen lassen, danach war nochmal 4 Wochen Pause angesagt, damit die 6 Löcher im Knochen sauber verheilen können. Einzig mit der Narbe gab es kleinere Probleme. Da an der gleichen Stelle zweimal geschnitten werden musste, hat sich doch ziemlich hartnäckiges Narbengewebe gebildet, was erst wieder durch viel Dehnungsübungen geschmeidig gemacht werden musste.

Danach ging es erstmal aufs Fitnessbike und seit zwei Wochen auch wieder ins Gelände.

Netter Nebeneffekt: Die Plattform Pedalen am Spectral werde ich wohl dran lassen, ich habe mich irgendwie daran gewöhnt. Und ich habe den Spaß an der Straße bzw. Feld- und Waldwegen entdeckt. Ich spiele mit dem Gedanken, das Fitnessbike gegen ein Grail zu tauschen. Mal sehen, was sich da so ergibt.

VG, Sven
 
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Ich reihe mich hier mal mit ein:

Ich hab mir vor 4,5 Wochen eine Weber B Fraktur (Bruch Wadenbein, Außenknöchel) zugezogen. Folge eines Sturzes, nachdem die neue Klickpedale nicht auslöste (Shimano SPD PD-M 540 mit Cleat SM-SH51).
Vor 4 Wochen folgte die OP mit Einsetzen einer Platte und 7 Schrauben.
Seitdem ist komplette Entlastung angesagt.
Ich hoffe und bange nun, dass ich ab morgen zumindest eine Freigabe zur Teilbelastung erhalte.

Derzeit überlege ich, wie ich schnellstmöglich auf die Beine komm und habe mir dafür einen Rolltrainer zugelegt.

Gedanken mach ich mir freilich auch um die zukünftige Wahl der Pedale.
Der aktuelle Cleat SM-SH51 löst freilich schon beim Gedanken an die Verwendung Angst aus.

Habt ihr Vorschläge für Alternativen für Klickpedalen-Anfänger am Gravelbike?
Zu Bedenken wäre, dass das normale Auslösen durch Drehen der Ferse in nächster Zeit nicht möglich sein wird.

Was ist von folgenden Pedale zu halten?
- SPD EH500 Duopedal mit Cleat SM-SH56
- SPD PD-T241 mit Cleat SM-SH56 (Click'R-Reihe) - aktuelle Empfehlung vom Händler, überrascht mich doch sehr
- magped Sport Magnetpedale
 

zec

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Übergangsweise Flatpedals zu montieren ist keine Alternative? Bereitet dir für die erste Zeit bestimmt am wenigsten Kopfzerbrechen und Schmerzen. Wenn ich an die ersten Fahrversuche am Rollentrainer (nach dem Bruch) zurück denke, wäre die Verwendung von Klickpedalen absolut undenkbar gewesen.
Physiotherapie hast schon organisiert?
 
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Übergangsweise werde ich mir definitiv Flats ranschrauben.
Mir bietet nur mein Händler gerade den Tausch der Klickpedalen an, daher denke ich auch schon über die mittelfristige Lösung nach

Physiotherapie läuft schon, momentan noch recht unspektakulär, gegen die Steifigkeit und Schmerzen der Gelenke arbeiten.
Gaaanz langsam beginnen jetzt auch Abrollübungen.

Hast du gleich nach dem Abnehmen vom Gips mit dem Training auf der Rolle begonnen?
Ich hab die Vacoped-Orthese, was die ganze Sache einfacher macht...
 

zec

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Ja, am Anfang ist die Physiotherapie recht unspektakulär - wichtig ist halt auch, dass du zu Hause selber regelmäßig die gezeigten Übungen machst. Ich persönlich habe mir wirklich konsequent alle drei Stunden 15-30min Zeit genommen um an der Beweglichkeit/Belastbarkeit des Gelenks zu arbeiten - somit habe ich vier bis fünf Mal am Tag die Übungen durchgeführt.
Genau kann ich es nicht sagen, aber aus der Erinnerung heraus habe ich mit dem Rollentraining begonnen, nachdem die Schwellung weit genug zurück gegangen war und der Fuß wieder in den Schuh gepasst hat.
Am Anfang war es freilich nur leichtes Rollen, aber es war dahingehend angenehm, weil dadurch die Durchblutung im Gelenk wieder angekurbelt wurde und auch die Schwellung zurück ging.
Die erste Fahrt am echten Bike fand dann ca. zwei Monate nach der Gipsabnahme statt. Zunächst auch noch mit einigen Schmerzen verbunden (in stehender Position bei Abfahrten, wenn ich leichte Schläge abfedern musste). Gut möglich, dass es bei dir wegen der Vacoped-Orthese schneller ablaufen wird. Geduld ist trotzdem angesagt ...
 
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Wie genau habt ihr das geschafft, beim Ausdrehen aus den Pedalen den Knöchel zu brechen? Irgendwie habe ich Probleme mir das vorzustellen, (?)
 
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Das geht verdammt schnell:

Wenn das Pedal unten ist, ausklicken und im selben Moment mit dem Rad wo gegen fahren, so dass der Fuß nach innen weggedreht wird. So war es bei mir. Gefallen bin ich dann, weil der Fuß gebrochen ist
 
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Bei mir war es die Standard - Kreuzungssituation:
Langsam drauf zu gefahren und dabei ausklicken wollen, weil ein Auto kam.
Kam nicht raus, fiel zur Seite und versuchte, instinktiv noch, das neue Fahrrad und das neben mir parkende Auto zu schützen.
Dabei verdrehte sich der Fuß und das war's dann...

Die Klickpedale an sich und die Auslösehärte waren aber für mich als Anfänger auch völlig falsch eingestellt.
Habe mich einfach vom Händler völlig gegen mein Bauchgefühl zu der Pedale bequatschen lassen.
Da reichen halt ein paar Trockenübungen und anschließende Proberunden nicht, um klar zu kommen.

Habe heute die offizielle Erlaubnis vom Arzt zur Teilbelastung bis 20kg erhalten und Rollentraining zu machen.

Das Zec erst 8 Wochen nach Gipsabnahme wieder radeln konnte, macht mir ein wenig Angst.
Hatte mich so sehr auf die Radsaison und das neue Bike gefreut.
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, dass es vielleicht durch den Vacoped schneller geht
 
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Hört sich ekelig an, das Aussteigen und Fussbrechen. Im Prinzip muss man das üben, bis zum Verrecken, damit es im Fall der Fälle intuitiv läuft. Hatte den Fall noch nie.
 
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Diese Problem eines "Torsionsbruches" kann auch Leuten passieren, die lange Erfahrung habe mit clickpedalen.
Ist vor Jahren meinem Teamkollegen beim Bikepolo passiert.
In einer (damals noch typischen) Kontaktsituation mit dem Gegenspieler zur Seite gekippt/gestürzt. Kurz vor dem Boden erst das Pedal ausgelöst bzw. die Auslösung nicht ganz vollendet und mit verdrehtem Fuß gestürzt. (Ich war nur wenige Meter entfernt und hatte die Situation recht genau verfolgt, weil die beiden den Ball hatten/darum kämpften).
Er hat sich dabei leider einen offenen Torsionsbruch des Schienbeins zugezogen (kein Sprunggelenksbruch, aber ähnlicher Mechanismus).

Der Kollege war aktiver Rennradsportler mit jahrelanger Klickpedal Erfahrung und spielte auch schon lange Bikepolo mit Clickpedalen.
Da man ständig "Feindkontakt" hatte und einhändig auf engstem Raum manövrieren musste, sowie überraschende Sturzsituationen oft vorkamen, sind Polospieler bei der Clickpedalnutzung idR sehr sicher und gut damit vertraut. Die lösen alle intuitiv aus. Ich hab schon Leute samt Rad über die Bande fliegen sehen, die dann im Flug beide Pedal ausgelöst bekommen haben.
Bis zu dem Zeitpunkt habe ich auch immer gesagt "Clickpedale fühlen sich für mich so intuitiv an, ich komme immer rechtzeitig raus. Ganz sicher."
Ich habe meine Meinung nach dem Ereignis geändert.
Fahre meine Time Attack mittlerweile nur noch am Crosser.
An allen MTBs (Trailbikes/Enduros/Parkbikes/Bikepacking) nutze ich flats. Ich fahre keine Rennen, von daher bereue ich den vollständigen Umstieg auf flats nicht.
 
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Der Händler hat mir jetzt mir diese Einsteiger - Pedalen zugeschickt, Click 'R.
Ich finde die zwar super hässlich und überhaupt nicht sportlich, aber da die Auslösehärte wesentlich geringer ist und es sich um ein Duopedal handelt, probiere ich das erstmal, sobald ich das vom Fuß hinbekomme.
Umsteigen kann ich dann immer noch.
 
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Diese Problem eines "Torsionsbruches" kann auch Leuten passieren, die lange Erfahrung habe mit clickpedalen.
Ist vor Jahren meinem Teamkollegen beim Bikepolo passiert.
In einer (damals noch typischen) Kontaktsituation mit dem Gegenspieler zur Seite gekippt/gestürzt. Kurz vor dem Boden erst das Pedal ausgelöst bzw. die Auslösung nicht ganz vollendet und mit verdrehtem Fuß gestürzt. (Ich war nur wenige Meter entfernt und hatte die Situation recht genau verfolgt, weil die beiden den Ball hatten/darum kämpften).
Er hat sich dabei leider einen offenen Torsionsbruch des Schienbeins zugezogen (kein Sprunggelenksbruch, aber ähnlicher Mechanismus).

Der Kollege war aktiver Rennradsportler mit jahrelanger Klickpedal Erfahrung und spielte auch schon lange Bikepolo mit Clickpedalen.
Da man ständig "Feindkontakt" hatte und einhändig auf engstem Raum manövrieren musste, sowie überraschende Sturzsituationen oft vorkamen, sind Polospieler bei der Clickpedalnutzung idR sehr sicher und gut damit vertraut. Die lösen alle intuitiv aus. Ich hab schon Leute samt Rad über die Bande fliegen sehen, die dann im Flug beide Pedal ausgelöst bekommen haben.
Bis zu dem Zeitpunkt habe ich auch immer gesagt "Clickpedale fühlen sich für mich so intuitiv an, ich komme immer rechtzeitig raus. Ganz sicher."
Ich habe meine Meinung nach dem Ereignis geändert.
Fahre meine Time Attack mittlerweile nur noch am Crosser.
An allen MTBs (Trailbikes/Enduros/Parkbikes/Bikepacking) nutze ich flats. Ich fahre keine Rennen, von daher bereue ich den vollständigen Umstieg auf flats nicht.
Das hört sich echt übel und mies an.
Beim Schienbein ist der Heilungsprozess ja noch viel gravierender als beim Wadenbein.
Hat der Verletzte je wieder Polo gespielt?
Hab vorher noch nie von Bike - Polo gehört.
Finde es krass, dass hierbei überhaupt Klickpedale zum Einsatz kommen...
 
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Er hatte einen langen Heilungsprozess und danach nur wenig gespielt und dann aufgehört.

Das ist ein paar Jahre her, die Regelsets waren damals noch anders als heute. Von daher kann ich nicht für heutiges Bikepolo sprechen (ich spiele auch nicht mehr).
Evtl. ist heute vieles anders, die Sportart entwickelte sich schnell weiter.
Als ich gespielt habe, waren time attack Pedale sehr beliebt. Weil die viel Zug verkraften (mehr, als Shimano SPD).
Räder mit Freilauf waren zu der Zeit quasi der Standard im Polo. Man hat die Clickpedale genutzt, um damit mit dem Rad in Zweikampfsituation hüpfen zu können. Das heißt seitwärts und rückwärts, um sich zB von der Bande wegbewegen zu können usw.


Ist schon ein paar Jahre her, dass ich gespielt habe. Aber aus den Pedalen zu kommen war essentiell. Das war einfach intuitiv drin. Ein Video aus der Zeit:



Der Händler hat mir jetzt mir diese Einsteiger - Pedalen zugeschickt, Click 'R.
Ich finde die zwar super hässlich und überhaupt nicht sportlich, aber da die Auslösehärte wesentlich geringer ist und es sich um ein Duopedal handelt, probiere ich das erstmal, sobald ich das vom Fuß hinbekomme.
Umsteigen kann ich dann immer noch.
Wie viele andere auch schrieben, war es bei mir solange die Schrauben noch drin waren recht unangenehm mit clicks. Das Auslösen funktionierte erst nach der Metallentfernung wieder richtig gut.
Ich weiß nicht genau, welche Art von MTB du fährst (XC, Wettkampf ?).
Wenn es um normale Trailrunden geht, sind meiner Meinung nach flats zunächst sicher keine schlechte Wahl. Für mich sind gute flats dabei immer besser, als schlechte/mittelgute Clickpedale.Erst recht so früh nach einem Sprunggelenksbruch.

Das wird sich für jeden individuell anders anfühlen. Von daher kannst du nur auf dein Bauchgefühl hören.
 
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Er hatte einen langen Heilungsprozess und danach nur wenig gespielt und dann aufgehört.

Das ist ein paar Jahre her, die Regelsets waren damals noch anders als heute. Von daher kann ich nicht für heutiges Bikepolo sprechen (ich spiele auch nicht mehr).
Evtl. ist heute vieles anders, die Sportart entwickelte sich schnell weiter.
Als ich gespielt habe, waren time attack Pedale sehr beliebt. Weil die viel Zug verkraften (mehr, als Shimano SPD).
Räder mit Freilauf waren zu der Zeit quasi der Standard im Polo. Man hat die Clickpedale genutzt, um damit mit dem Rad in Zweikampfsituation hüpfen zu können. Das heißt seitwärts und rückwärts, um sich zB von der Bande wegbewegen zu können usw.


Ist schon ein paar Jahre her, dass ich gespielt habe. Aber aus den Pedalen zu kommen war essentiell. Das war einfach intuitiv drin. Ein Video aus der Zeit:





Wie viele andere auch schrieben, war es bei mir solange die Schrauben noch drin waren recht unangenehm mit clicks. Das Auslösen funktionierte erst nach der Metallentfernung wieder richtig gut.
Ich weiß nicht genau, welche Art von MTB du fährst (XC, Wettkampf ?).
Wenn es um normale Trailrunden geht, sind meiner Meinung nach flats zunächst sicher keine schlechte Wahl. Für mich sind gute flats dabei immer besser, als schlechte/mittelgute Clickpedale.Erst recht so früh nach einem Sprunggelenksbruch.

Das wird sich für jeden individuell anders anfühlen. Von daher kannst du nur auf dein Bauchgefühl hören.
Ja, ich werde Clickies wohl auch erst wieder nach der Entfernung der Platte dran schrauben.
Es geht um ein Gravelbike.

Bei meinem Mountainbike kam Klickies für mich von jeher nicht infrage, finde ich zu gefährlich.
 
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Ah, okay. Das hatte ich überlesen.
Das kann ich nachvollziehen. Am Gravelbike fahre ich auch nach wie vor Time Atak Clickpedale.
 
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