Nimms Rad Podcast-Sonderfolge zur Eurobike-Krise: Ist das das Ende der Eurobike?

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Haben Messen generell ihr Ablaufdatum überschritten?
Jein, wage Vermutung: der Mehrwert für die Endkunden nicht mehr gegeben. Aussteller müssen auch wirtschaftlich denken und abwägen ob sich die Kosten für Miete, Aufbau und Organisation lohnt. Echte Innovation gibt es seit Jahren nicht, bisschen Motorupdate, bisschen Cargo, Paul Lange stellt die Shimpanso-Palette aus... das lockt doch niemanden. Ich als Endkunde informiere mich auf den Social-Mediakanälen, oder bei Plattformen wie Pinkbike.

Hat speziell Deutschland ein „Messe-Problem“?
Nein, wir können Fachmesse, Mainstream-Messen sind imho unbeliebt - zu groß, zu langweilig, zu teuer.
 
Die Zeiten wo man sich lediglich auf einer Messe über Alternativen zu den Produkten des Händlers vor Ort informieren konnte, sind halt vorbei. Das führt sicher zu einem deutlichen Besucherschwund. Dazu kommen die hohen Kosten, die neben dem ganzen anderen Marketing halt auch noch gestemmt werden wollen. In Zeiten schwindender Absätze wird da sicherlich immer mehr abgewogen und im Zweifelsfall auch einfach abgesagt.
Messen werden weniger werden. Aus ganz rationalen Gründen.
Ob da jetzt die fehlende Bereitschaft der Eurobike zu Veränderungen oder eine zu hohe Erwartungshaltung der Verbände dran Schuld haben, will ich nicht bewerten. Vermutlich haben da beide so ihren Anteil dran.
Ich persönlich brauche auch keine Messe um mich adäquat über den Markt zu informieren und die Produkte zu bekommen, die mir beim Rad fahren wichtig sind.
 
Es ist einer der wenigen Orte, an denen man querbeet die verschiedensten Marke und Modelle unter (halbwegs) realistischen Bedingungen testen kann. Dieser Aspekt ist zumindest (für die Publikumstage) ungeschlagen und mMn. Für potentielle Käufer extrem vorteilhaft.

Dass das eigentlich nur ein Nebenaspekt der Messe ist, ist vielleicht der Knackpunkt. Spaltet sich das Konzept eventuell langfristig auf in 1) Infustrietreff und 2 ) Testival?
 
Es ist einer der wenigen Orte, an denen man querbeet die verschiedensten Marke und Modelle unter (halbwegs) realistischen Bedingungen testen kann. Dieser Aspekt ist zumindest (für die Publikumstage) ungeschlagen und mMn. Für potentielle Käufer extrem vorteilhaft.

Dass das eigentlich nur ein Nebenaspekt der Messe ist, ist vielleicht der Knackpunkt. Spaltet sich das Konzept eventuell langfristig auf in 1) Infustrietreff und 2 ) Testival?
mountainbikes testen. in der frankfurter innenstadt. macht sinn :daumen:
 
mountainbikes testen. in der frankfurter innenstadt. macht sinn :daumen:
Ja, wirkt abwegig - aber warst du schon mal auf dem Testparkour dort unterwegs? Der schlägt jeden Händler Parkplatz um Längen.
Hat ja keiner von nem Test Wochenende in Finale geredet, wo man übrigens auch erst anreisen muss. Und wenn man den Durchschnitt aller verfügbaren Testräder bildet, ist der vorhandene Parkour nicht falsch.
 
mountainbikes testen. in der frankfurter innenstadt. macht sinn

Es gibt dort immer auch einen Hindernisparcour, den man versuchen kann zu fahren. Aber selbst ohne den kann man schon auf einer flachen Teststrecke einen guten Eindruck von den Rädern bekommen.

Ich fände es schade, wenn die Eurobike wegfallen würde. Ich würde mich im Gegenteil sogar freuen, wenn mehr Fahrradmarken mit machen. Habe diesen Sommer z.B. einen Stand diverser Marken wie Canyon, Radon, Hercules, Rose, Carver (die sind in Frankfurt!) usw. vermisst. Vielleicht auch mit mehr Kauf- oder wenigstens Bestell-Optionen für die Besucher, so dass einem das Zeugs im Anschluss nach Hause oder wenigstens zum örtlichen Kooperationspartner (Händler) geliefert wird, wie wenn man es online bestellt - aber halt mit vorher schonmal anfassen können. Auch ein Teile- und Restbestände-Markt in einer Halle wäre toll, vergleiche wie früher auf der "Hobbytronic".
 
z.B. einen Stand diverser Marken wie Canyon, Radon, Hercules, Rose, Carver
Wäre für mich ein weiterer Grund nicht zu kommen. Imho ist so eine Messe doch dafür da, Marken und Hersteller kennenzulernen, welche eben nicht überall im Alltag zu sehen sind. Ich sprach oben den Cargobike-Sektor an, dieser wurde die letzten Jahr sehr gepusht, aktuell flacht es wieder ab.

In Dresden gab es kürzlich die Bespoked, klar, Nischenmesse - aber Besucherzahlen steigen jährlich.
 
Die Eurobike war doch in erster Linie eine B2B Messe.

Euro war die schon lange nicht mehr und Kontakte kann man Heutzutage das ganze Jahr knüpfen da braucht's keinen zentralen Treffpunkt mehr.

Willkommen im digitalen Zeitalter.

Der Termin für 2026 in FFM steht schon fest, somit die Diskussion völlig überflüssig.
 
Ja, wirkt abwegig - aber warst du schon mal auf dem Testparkour dort unterwegs? Der schlägt jeden Händler Parkplatz um Längen.
Hat ja keiner von nem Test Wochenende in Finale geredet, wo man übrigens auch erst anreisen muss. Und wenn man den Durchschnitt aller verfügbaren Testräder bildet, ist der vorhandene Parkour nicht falsch.
Und als nicht Frankfurter muss ich auch nach Frankfurt anreisen. Da lohnt es sich, wenn man ein Rad testen will, deutlich mehr da hin zu fahren wo man die Räder auch wirklich im Gelände testen kann bei einem Test Event. Zumal man ja eigentlich davor schon weiß welches Radl man theoretisch will und viele Hersteller ja eh nicht mehr auf der Messe sind.
 
Wenn du als Endkunde nur als notwendiges übel angesehen wirst ist es nicht schade wenn die Messen sterben.
Bereits in Friedrichshafen war es so das am Endverbrauchertag einige Firmen gezeigt haben, wie unwichtig denen der Endkunde wirklich ist. Zumal es dort gegen Ende eh nur noch um Pedelecs ging und wirkliche Innovationen oder Neuerungen bzw. interessante Sachen höchstens noch bei den Chinesen zu finden waren.
Wenn ich mir dann überlege wie ich damals z.B. überlegt hatte mir einen Ergon Sattel zu holen und Ergon die nur an der Wand hängen hatte und nicht einmal einen Heimtrainer da hatte zum Probefahren kann ich mir so eine Messe auch gleich ersparen.
 
Jein, wage Vermutung: der Mehrwert für die Endkunden nicht mehr gegeben. Aussteller müssen auch wirtschaftlich denken und abwägen ob sich die Kosten für Miete, Aufbau und Organisation lohnt. Echte Innovation gibt es seit Jahren nicht, bisschen Motorupdate, bisschen Cargo, Paul Lange stellt die Shimpanso-Palette aus... das lockt doch niemanden. Ich als Endkunde informiere mich auf den Social-Mediakanälen, oder bei Plattformen wie Pinkbike.


Nein, wir können Fachmesse, Mainstream-Messen sind imho unbeliebt - zu groß, zu langweilig, zu teuer.
Die Eurobike hat sich doch noch nie als Mainstream Messe gesehen sondern war immer nur B2B und einen Tag wo man dann die Endkunden "ertragen" hat.
 
Interessant wäre mal eine Entwicklung der Standgebühren über die Jahre. Glaub dann würde es auch keinen mehr Wundern warum mehr und mehr Hersteller da nicht mehr hin gehen.
Zumal Produktvorstellungen dem Händler gegenüber heute ja per Onlinekonferenz deutlich einfacher und günstiger gehen.
Sollte doch vor allem die Klimahysteriker die solche Sätze raus hauen freuen "Welche Rolle nimmt sie bei drängenden politischen Themen wie dem Mobilitätswandel ".
Keine Messe = keine Bösen Besucher die mit dem Auto dort hin fahren.
 
Interessant wäre mal eine Entwicklung der Standgebühren über die Jahre. Glaub dann würde es auch keinen mehr Wundern warum mehr und mehr Hersteller da nicht mehr hin gehen.
Zumal Produktvorstellungen dem Händler gegenüber heute ja per Onlinekonferenz deutlich einfacher und günstiger gehen.
Sollte doch vor allem die Klimahysteriker die solche Sätze raus hauen freuen "Welche Rolle nimmt sie bei drängenden politischen Themen wie dem Mobilitätswandel ".
Keine Messe = keine Bösen Besucher die mit dem Auto dort hin fahren.
Fachbesucher Tickets haben 2025 schon 60,50 Euro für ne Tageskarte gekostet. 2023 noch 55,46 Euro.

9m² haben dieses jahr 2025 Euro gekostet - Reihenstand, OHNE! Strom, AUMA, Medienpauschale, Einträge, parken usw.usf. gekostet. 2024 waren es noch 1935,-
2018 haben 9m² noch 1170,- gekostet.

Klar, ist alles bißchen her.
Aber wenn man die strukturellen Veränderungen des Marktes (Corona > Direktvertrieb) gesehen hat... kein Wunder.
 
Fachbesucher Tickets haben 2025 schon 60,50 Euro für ne Tageskarte gekostet. 2023 noch 55,46 Euro.

9m² haben dieses jahr 2025 Euro gekostet - Reihenstand, OHNE! Strom, AUMA, Medienpauschale, Einträge, parken usw.usf. gekostet. 2024 waren es noch 1935,-
2018 haben 9m² noch 1170,- gekostet.

Klar, ist alles bißchen her.
Aber wenn man die strukturellen Veränderungen des Marktes (Corona > Direktvertrieb) gesehen hat... kein Wunder.
Schwächelnde Branche und steigende Gebühren. Dann braucht es ja keinen wundern wenn da weniger kommen.
Zumal ja 9m² nix sind und Strom, Parken usw... noch dazu kommen
 
Und als nicht Frankfurter muss ich auch nach Frankfurt anreisen.

Frankfurt ist immer einen Ausflug wert, mit und ohne Rad.

Wenn du als Endkunde nur als notwendiges übel angesehen wirst

Irgendjemand muss die Räder ja am Ende kaufen, das sollten die sich mal überlegen.

Die Eurobike hat sich doch noch nie als Mainstream Messe gesehen

Chance verpasst, wenn man das so sieht. Was könnte man da ein Event draus machen. Begleitende Radsportveranstaltungen, usw...? Ironman, Radrennen, Downhill-Cup (Taunus!), ...


Chance, den Endkunden direkt zu erreichen.
 
genau, vor allem wenn man mit dem zug anreist und dann, nach langer fahrt, aus dem bahnhofsgebäude tritt und sich an all der lebensfreude, die man direkt erblickt, ergötzen kann.

darauf einen langen frankfurter applaus!
Immer und ewig auf den paar Quadratmetern um die Kaiserstrasse rumzuhacken wird doch langsam langweilig. Ja, es macht die Situation dort nicht weniger Schlimm, aber es offenbart halt entweder fehlende Kenntnis der Stadt oder den typischen, ausgelutschten Allerweltshumor. Beides auf jeden Fall kein Vorteil.
Außerdem werden die wenigstens Besucher diesen Vorplatz sehen. Die meisten werden auf dem Weg zur Unterkunft die direkten Zugänge von der Gleishalle des Regional- und Fernverkehrs zu U- und S-Bahn benutzen.

Und die Talahons/Talahone (?) gehören jawohl mehr als offensichtlich zur Misere dazu. Oder wer genau, meinst du, verteilt den Stoff auf den Straßen? Darf also - wenn wir schon diese „Diskussion“ führen, ebenso angesprochen werden. Wir wollen ja schließlich nicht die halbe Wahrheit weglassen ;)

Dazu genug von meiner Seite.
 
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