Orientierung von Mountainbikern - Probanden für Masterarbeit gesucht

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Moin!

Meine Name ist Alex und ich studiere Tourismus an der HS Harz. In der nun anstehenden Masterarbeit soll untersucht werden, wie sich Mountainbiker in ihnen unbekannten Regionen orientieren.

Als Voruntersuchung habe ich durch die angestrebte Realitätsnähe einen denkbar einfachen Versuchsaufbau geplant.

Dazu lade ich euch nach St. Andreasberg ein. Dort bekommt ihr von mir eine GoPro auf den Lenker geschraubt. Brustgurt oder die eigene Kamera geht natürlich auch.

Die Aufgabe lautet dann, ab dem Start eurer Tour bei jedem Richtungswechsel kurz auszusprechen, warum ihr diesen vornehmt. Also beispielsweise: Ich folge dem Schild, der Trail wirkt vielversprechend, mein GPS sagt rechts, nach der Karte muss ich jetzt hier abbiegen, ein Local hat mir empfohlen ...etc.

Das ganze soll absolut natürlich sein, es soll quasi die Situation imitiert werden, als ob ihr dort Urlaub macht und so wie ihr es immer tut eure Tour plant. Oder eben nicht und einfach drauf los fahrt, wie gesagt - mit der Ausnahme des lauten Aussprechens - wie gehabt :)

Einzige Voraussetzung ist, dass ihr die Region nicht auswendig kennt (noch besser gar nicht). Circa eine Stunde eurer Zeit würde die Untersuchung in Anspruch nehmen. Den Zeitpunkt könnt ihr selbst wählen. Die Teilnahme erfolgt anonym.

Bedanken würde ich mich bei jedem Teilnehmer mit einem Bier und einem kleinen Mittagessen in einer der Hütten vor Ort.

Beste Grüße,
Alex
 
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Viel Erfolg erstmal dabei.

Im Harz würde ich NIE ohne vorherige Recherche eine Tour beginnen, daher kann ich dir dabei nicht helfen.
Zuviele Forststraßen. Zu viele Verbote.

Da ich im Urlaub in einer völlig fremden Gegend unterwegs war, als Beispiel wie ich vorgehe - das würde mit deiner Testkonfiguration eh nicht harmonieren:
- auf Trailforks vorher nach interessanten Trails gesucht, zu viele gefunden
- bei der Bikestation eine Übersichtskarte (sehr grob) geholt, zwecks Überblick
- ein Ziel rausgesucht, hingeradelt in die Ecke wo es Trails geben soll
- die eigentliche Tour dann nach dem Motto "wo es rauf geht, wird es auch runter gehen" den nächsten Forstweg rauf, und das regelmäßig auf der Trailforks-App gegengecheckt, ob es in die Richtung meiner Trails führt (kann auch jede beliebige andere App dafür sein)
- dann auf den eigentlichen Trails froh gewesen, gut sichtbare, mit Nummer und Farbe versehene Wegweiser zu den jeweiligen Trails zu finden (oder auch nicht, waren teils geklaut), das hilft sehr damit man im Tempo nicht immer anhalten muss

An sich bin ich früher im Harz (und auch jetzt noch) immer so vorgegangen, um Enttäuschungen über Schotterstrassenabfahrten nach stundenlangem Berghochtreten zu vermeiden.
Allerdings bin ich da evtl nicht repräsentativ, da die meisten meiner Mitradler sich immer auf mich verlassen ;) und völlig planlos losradeln.
 
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Moin @cxfahrer ,

Ich finde deine Methode zur Orientierung super spannend. Die Erwartungen an eine Tour sind ja total individuell. Allein die Begründung, warum du es auf die beschriebene Weise tust, ist ja schon eine Erkenntnis zu den Faktoren, die eine Rolle spielen. Besonders die eigenen Vorgaben, Ansprüche und die Vorabplanung sind für eine subjektiv erfolgreiche Orientierung ja ganz entscheidend.
Du würdest also sehr wohl in das „Beuteschema“ der (Vor)Untersuchung fallen. Ziel ist es letztlich, einen mit der Schrotflinte geschossenen Eindruck von den verschiedenen Möglichkeiten zu gewinnen.

Insofern vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag! Vielleicht hast du ja doch die Möglichkeit vorbeizuschauen :)

Alex
 
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