Outbound Lighting Focal Series - CAD-berechnete Reflektorleuchte für Trail/Straße

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Hat hier jemand ne Trail im Einsatz und einen Vergleich zu einer üblichen (aber was ist schon üblich :) ) Lenkerlampe? 250 ist mir zum blind kaufen zu teuer...
 

Polyphrast

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So, heute geht es mit der Endmontage der Hangover-Vorbestellungen los. Es wurden sogar noch last minute händisch ein Widerstand getauscht, weil der ursprüngliche bei sehr tiefen Temperaturen dazu führte, dass die Lampe die Leistung heruntergeregelt hat.

Edit: und die Info zur Schnellladefunktion wurde aktualisiert: 0-85% in 60 min. War ich wohl zu leichtgläubig gegenüber dem amerikanischem Marketinggeschwätz.
 
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Überzeugt euch das Leuchtbild?
Bei mit springt da irgendwie der Funke nicht über oder ich bin einfach blind ;)
 
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Ich meine mal, die breite Ausleuchtung könnte durchaus recht gut und nutzbar sein. Das scheint noch breiter zu sein, als bei der SL. Wie das mit der Leuchtweite ist, das konnte man auf dem gezeigten engen Trail eher weniger sehen.

Die gezeigten Helligkeiten auf Bildern und Videos sind auch immer mit etwas Vorsicht zu geniessen, weil da die verwendeten Blenden die Realität etwas bis viel verändern können. Wenn man die Lampe mal live in Aktion sehen könnte, wäre das besser einzuordnen.

Ausser der Ausleuchtung gibt's natürlich noch den Punkt Stromversorgung, der im Dunkeln blieb. Wie lange leuchten die Lampen in der gezeigten Stufe? Wie kann man die Akkus befestigen, wie groß ist der z.B. am Helm?
 
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Polyphrast

Beckenrandschwimmer
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[...] Das scheint noch breiter zu sein, als bei der SL. Wie das mit der Leuchtweite ist, das konnte man auf dem gezeigten engen Trail eher weniger sehen.
[....]
Wie lange leuchten die Lampen in der gezeigten Stufe? Wie kann man die Akkus befestigen, wie groß ist der z.B. am Helm?
Das ist deutlich breiter als die SL, insbesondere auf den ersten 10-15m vor dem Rad. in 30-50 metern Enfternung wird da kein gigantischer Unterschied sein, da die SL wird erst in der Ferne einen sehr breiten Lichtkegel hat.
Der Lichtkegel der Road edition ist vor dem Rad bereits deutlich breiter als die SL. Aber bei 60 lux (auf 10m) im hellsten Bereich gewinnt man mit der Trail Edition keine Leuchtweiten-Wettbewerbe. Dafür ist ja dann auch die Hangover (>80 lux) oder die Road (110 lux) auf dem Helm vom Hersteller angedacht (so wie auch im Video zu sehen)

Leuchtzeit: theroretische 2:40 hr auf max, praktisch wird nach 1:20 die Helligkeit heruntergeregelt (damit man nicht zu schnell ohne Licht da steht)... Das ist mit der größte Knackpukt. Kann man aber mit einem 3S Akku umgehen, da das spannungsgesteuert ist, siehe den Review im TLF Forum, den ich ein paar Posts vorher verlinkt habe..
 
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Bei einer etwas teureren Lampe möchte keiner damit anfangen, erst noch herumzubasteln, damit der Kram wie gewünscht funktioniert. Das gehört in den Bereich Bastelbude.

Da muss der neue Hersteller aber noch mal ran, um das ganze auf ein höheres Niveau zu hieven. Ansonsten ist das schon recht vielversprechend. Eine Kombi aus Lenkerlampe StVZO und Helmlampe ist auch mein Favorit.
 

Polyphrast

Beckenrandschwimmer
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Bei einer etwas teureren Lampe möchte keiner damit anfangen, erst noch herumzubasteln, damit der Kram wie gewünscht funktioniert. Das gehört in den Bereich Bastelbude. Da muss der neue Hersteller aber noch mal ran, um das ganze auf ein höheres Niveau zu hieven.
Einen anderen Akku anstecken fällt in meinen Augen jetzt nicht unter "Bastelbude", vor allem da man die Lampenköpfe einzeln bestellen kann. Aber die Software der Lampen braucht mal ein Update, um dieses Herunterregeln ausschalten zu können, da stimme ich Dir zu.

Eine Kombi aus Lenkerlampe StVZO und Helmlampe ist auch mein Favorit.
Nur dass in dem Fall die "StVZO" konforme Lampe als Helmlampe angedacht ist (und im Video auch so verwendet wird), und die nicht blendfreie Lampe als Lenkerlampe eingesetzt wird.
Grund: die Trail Edition leuchtet sehr breit, aber nicht so sehr in die Tiefe, die Road Edition hat dagegen deutlich mehr Reichweite (aber weniger breite Abstrahlung)
 
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Die Hangover ist jetzt ausgeliefert und ich schon erwartet hatte, recht mau mit wirklich schlechter Laufzeit. Wer will: Messwerte gibts im MTBR-Forum.
 
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warte noch auf meine Hangover. Leuchtbild ist sicher gut. Aber das mit dem Batterienanagement hätte man in Vorfeld transparenter kommunizieren sollen. Ist ein Unding, dass man die Marketingversprechen zur Laufzeit erst in Internetforen gegenchecken muss.
 

Polyphrast

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das mit der Laufzeit ist schon echt enttäuschend, vor allem bei einer Lampe mit interner Batterie. Die nicht so hohe Lumenanzahl (Hersteller schätzt die Lumen out the front auf 650-700 lm) halte ich jetzt nicht für das Problem, wenn die gut verteilt sind (woran ich jetzt einfach noch glaube).
Klar könnte man da Basteln und eine andere Batterie mit etwas höherer Kapazität einbauen (auf Bildern war eine Batterie mit der Beschriftung "3.2Ah 3.7V" zu sehen), aber mehr als 5-10% gewinnt man da auch nicht, und von den 2 hr bleibt man da immer noch weit weg.
 
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Ist ein Unding, dass man die Marketingversprechen zur Laufzeit erst in Internetforen gegenchecken muss.
Da hast du völlig Recht. Aber bei OL ist das ja jetzt nicht so überraschend, da wurde einfach zu viel in Superlativen angepriesen. Und die bisherigen Modelle sind ja auch nicht perfekt. Ich hatte OL vor Wochen auf die technisch unwahrscheinliche Laufzeit angesprochen, aber nie ne Antwort bekomen... Schade, dass Mole das jetzt so beantworten musste.
 

Polyphrast

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Und vor allem das Argument, dass alle Hersteller die Leistung nach unten rampen, weil die Laufzeit im FL01 Standard so lasch definiert ist.... pffff....
OL sollte einfach in jeder Lichtstufe den Stromverbrauch angeben, wie das Lupine tut, dann kann jeder mit einfacher Mathematik die Laufzeit (bei frischem Akku und idealen Temperaturen) berechnen. Aber nein, dass will OL auch nicht machen, das hatte ich schonmal angeregt..
 
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Man muss Outbound natürlich auch mal zugute halten, daß das ein neues Startup Unternehmen ist und die erst mal ein bischen Geld in der Kasse haben müssen. Wie es bei Amerikanern üblich ist, wird da oft mit schierer Power geglänzt. Ich könnte mir vorstellen, daß die bald noch mit fetten Akkus nachlegen.
 
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Naja, wer sich einmal den Namen versaut hat, dem traut man nicht mehr. Besonders als Startup kann das böse enden.
Das Thema Laufzeit wurde vor längerer Zeit bereits angesprochen aber von Outbound einfach ignoriert (statt klar Stellung zu bezihen).
Jedem der nur ein wenig Ahnung von sowas hat, war klar das die versprochenen Laufzeit nicht machbar ist.
Und die momentane Rausrederei macht es nicht besser.
 
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Nennt mich altmodisch, aber wenn man was verspricht, muss man auch liefern. Insbesondere, wenn man das Engineering so raushängen lässt. Dazu schlechter Stil, die anderen schlecht zu reden, finde ich einfach nicht o.k. Egal ob Start-up oder Konzern. Immerhin ist er kulant mit Rücknahme und Stornierung.
 

Polyphrast

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Und die bisherigen Modelle sind ja auch nicht perfekt.
Und welche Bikelampe ist perfekt? Es gibt leider an jeder Lampe irgendwas auszusetzen....

Es ist schon enttäuschend, wie die Kommunikation ablief, und einen Gefallen hat er sich damit sicher nicht getan. Dabei hatte er bei der Focal Serie ganz gut vorgelegt (abgesehen vom doofen Step-Down, wofür es immer noch kein Software Update gibt, dass den Überschreibbar macht.... Das macht die Laufzeiten natürlich auch irreführend). Es war ja mal irgendwann vage eine Straßenlampe mit Fernlicht angekündigt, die wollte ich eigentlich auch per Vorbestellung ordern, sollte die je kommen. Da bin ich inzwischen von abgekommen, da müssten erst mal ein paar andere die Fakten über das Licht bestätigen...
 
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Hier kommt nun ein kurzer Erfahrungsbericht zur Outbound Lightning Focal Series, @Polyphrast hat sie mir netterweise zum Testen zur Verfügung gestellt. Zeitlich schaffe ich es gerade leider nicht für einen ausführlichen Testbericht und habe bisher keinen richtigen MTB Night-Ride damit geschafft. Daher hier meine kurzen Alltagserfahrungen. Sie entspricht sicher nicht den fleissigen Testberichten samt Fotos und protokollierten Laufzeiten, hoffe aber mein subjektiver Eindruck hilft mehr dem tatsächlichen Biker, als dem Lampennerd. Als Vergleich habe ich bloß eine Yinding und eine Philips Bike Light.


Die Lampe kommt in einer wertigen Hülle mit Schaumstoffpolsterung, sie besteht aus einem Lampenkopf, der Wahlweise mit einer Lenkerhalterung mit Gummiband oder mit einem GoPro Halter betrieben werden kann. Die Gummibefestigung ist sehr wertig


Bedienkonzept:
Oberhalb der Lampe ist ein großer Orangefarbener Knopf und fünf Status Leds, die im Betrieb den Akkustand anzeigen. Der Knopf ist auch mit dicken Winterhandschuhen gut zu bedienen. Es gibt fünf Leuchtstufen, eine adaptive Leuchtstufe, d.h. sie fängt auf maximaler Helligkeit an und wird über den Verlauf schwächer und vier konstante Leuchtstufen von High bis Low. Das Bedienkonzept ist sehr logisch:

Wenn Lampe ausgeschaltet:
1x Drücken: Batteriestand
1x lang Drücken: schaltet die Lampe ein, beginnend mit der adaptiven Leuchtstufe
weitere Klicks: ändern die Leuchtstufe

Wenn die Lampe eingeschaltet:
1x Drücken: Status Leds zeigen anstelle von der Akkukapazität die aktuelle Leuchtstufe an
weitere Klicks: ändern die Leuchtstufe

Beim Wechsel der Leuchtstufen dimmt die Lampe auf die nächste Stufe, das sieht daheim verdammt gut aus, ist im Praxisbetrieb leider sehr nervig. Der Wechsel dauert ähnlich lange wie der Senderwechsel moderner Fernseher. Komme ich beispielsweise von einem dunklen Feldweg in eine beleuchtete Siedlung brauche ich mehrere Sekunden um die Leuchtstufe zu wechseln. Die Klicks kann man sich nicht merken, da die Lampe immer nur zwischen je nach Akkustand verfügbaren Leuchtstufen wechseln kann. Wenn der Akku voll ist, brauche ich fünf Klicks. Ist der Akku halb voll, sind es weniger. Hier ist meine Philips Bike Light überlegen. Lange drücken: Ein- ausschalten, kurz drücken wechsel zwischen High- und Low.
Fazit: Wechsel der Stufen nur auf überschaubaren Streckenabschnitten (geraden, Steigungen) sinnvoll. Im anspruchsvollen Gelände schnell mal die Lampe auf High Stellen zu umständlich. Daher fahre ich die Lampe durchgängig auf High und nur auf langen ruhigen Abschnitten auf Low, was zu einem schlechteren Energiemanagement und einer kürzeren nutzbaren Leuchtdauer führt.


Leuchtbild:
Das Leuchtbild hat mich schon daheim überzeugt, mit sehr breiter Ausleuchtung und einem klaren Cut-Off. Die Lichtverteilung ist sehr Gleichmäßig und die Lampe leuchtet sehr breit, so dass selbst 90 Grad Kurven noch hell erleuchtet waren. Bei regennasser Fahrbahn mit Gegenverkehr fand ich die höchste Stufe sehr angenehm und es lässt sich so auch noch bei mehr als 30km/h komfortabel und anstrengungsfrei fahren. Die niedrigste Stufe ist bei Anstiegen oder auf gut beleuchteten Wegen in der Stadt ideal. Überland ist bei normalen Feldwegen die zweite Stufe für mich ausreichend. Meine Philips dagegen entspricht auf High eher der zweitniedrigsten Stufe und leuchtet auch nicht so breit.
Das gleichmäßige Leuchtbild kommt zustande, da die Lampe sowohl einen berechneten Reflekor hat wie die Philips, zusätzlich aber auch eine Linse einsetzt, die das Licht streut. Für einen selbst natürlich toll, für den Gegenverkehr jedoch geringfügig schlechter. Bei einer Tour hatte ein Jogger in 20m Entfernung die Hand vor das Gesicht gehalten. Habe das Szenario extra nachgestellt mit Philips und der Focal Road, beide haben in 20m Entfernung dank des Cut-Offs keine direkte Blendung. Allerdings hat die Focal Road aufgrund der Streulinse einen deutlich helleren Leuchtpunkt als die Philips mit klarer Scheibe. Ich würde nicht von Blendung sprechen, Autos haben auch nicht negativ reagiert, aber in dem Punkt ist die Philips besser.
Und zuletzt: Die Lampe ist keine offizielle STVZO Lampe, das Leuchtbild entspricht einer, allerdings nicht nach dem Gesetz.
Fazit: Eigentlich wollte ich mir nach den ersten Fahrten aufgrund des Leuchtbilds und der wertigen Verabeitung sofort die Lampe holen, allerdings habe ich im Anschluss mit dem Batteriemanagement schlechte Erfahrungen gemacht.

Batteriemanagement:
Hier kommt leider mein größter Kritikpunkt. Meine Testfahrten im Alltag habe ich mit voll aufgeladenem Akku begonnen, konnte allerdings nicht die Zeiten messen. Ist der Akku voll, war ich vollends begeistert von der Lampe, auch nach mehreren Alltagsfahrten zeigte die Lampe noch Stufe 5 von 5 an. Bei der fünften Alltagsfahrt, dimmte die Lampe während der Fahrt deutlich herunter, obwohl ich noch bei Stufe 4 von 5 war. Manuell konnte man kurzfristig wieder die höchste Stufe aktivieren, die allerdings nach etwa 15 Sekunden wieder herunterregelte. In den anderen Testberichten zur Lampe liest man ähnliches verhalten. Scheinbar ist die Lampe so programmiert, dass man sicher eine 4-5 Stunden Tour fahren kann und am Ende noch mehr als genug Licht hat, um sicher zu fahren.
Fazit: Für mich hieße das, ich müsste die Lampe nach jeder Nutzung immer voll aufladen, damit ich möglichst lange im High Modus fahren kann. Bevorzuge da eher Lampen die man möglichst lange auf voller Stufe fahren kann und die einen dann noch auf niedrigster Stufe heimbringen, damit einen wenigstens Autos sehen. Die Lampe hat eine Akkuanzeige und eien externen Akku. Da würde ich gerne selbser entscheiden können, wann ich wieviel Energie verbrate. Notfalls würde ich halt ein Ersatzakku mitnehmen. Auf den niedrigeren Akkustufen ist die Lampe dann auch nicht mehr um Welten besser wie meine Philips. Meine Philips lade ich nur vor geplanten Touren auf und im Alltag fahre ich sie immer solange, bis die Akkuanzeige rot anzeigt, ich muss sie im Alltag daher auch nur alle ein bis zwei Wochen aufladen (schwarze Eneloops).

Halterung:
Die Gummihalterung ist sehr schnell montierbar und der mitgelieferte vier Zellen 18650 Akku kommt in einer Neoprenhülle, die sich klapperfrei und fest mittels doppelt umgelegten Klettverschluss am Rahmen befestigen lässt. Beides lässt sich sogar mit Handschuhen montieren. Yinding und Philips sind dagegen recht fummelig. Bei Yinding ist mir bereits das dünne Gummiband einmal gerissen, bei der Philips verstellt sich der Plastikhalter im Gelände. Bei meinem dünnen Gravel-Stahlrahmen ist das Klettband leider nicht ausreichend, um den Akku richtig fest zu montieren, für das MTB allerdings kein Problem. Generell finde ich Halter gut, bei denen sich der Winkel der Lampe nachträglich anpassen lässt. Hätte ich die Gelegenheit für eine echte MTB Testfahrt gehabt, hätte ich die Lampe im Gelände ohne Gegenverkehr höher ausgerichtet um mehr sehen zu können, mein Low-Budget Fernlicht bei meinen STVZO-Lampen.

Gesamtfazit:
Die Lampe hat enorm viel Potential und befindet sich mit 225$ eigentlich in einem Preisbereich in dem sie vom Leuchtbild her alle günstigeren Lampen übertrifft und die weiteren STVZO Lampen von Lupine und co deutlich mehr kosten.
Würde der Hersteller nun noch das Batteriemanagement und die Bedienführung überarbeiten würde ich sie mir gerne zulegen. Schön wäre es, wenn man die Schaltstufen selbst festlegen könnte und auch wie lange man die Lampe im High Modus betreiben kann.
Um erfolgreich auf dem deutschen Markt zu sein, bräuchte es allerdings einen deutschen Vertrieb und eine STVZO Zulassung.
 

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Nennt mich altmodisch, aber wenn man was verspricht, muss man auch liefern
Und die momentane Rausrederei macht es nicht besser.
Zurück zur Hangover: es gibt ein Update, die Lampensoftware wurde angepasst und er erkennt seine Fehler...Er bietet an, bereits gekaufte Lampen kostenfrei (wenn die alte binnen 2-3 Wochen nach Erhalt der neuen zurückgeschickt wird) zu tauschen (Edit: das gilt zugesichert auch für Kunden in Übersee, siehe Ende dieses Beitrags)

Originalverhalten der Hangover:
Hangover high runtime.png

Verhalten anderer Modi (von einem User gemessen, Lumenwerte mit etwas Vorsicht zu genießen):
Hangover w Powerbank.jpg

Schwarz: Hangover mit Powerbank auf High, Grün: Hangover ohne Powerbank auf High, Rot: medium. Blaue Line: irgendeine andere Lampe,


Neues Verhalten: (Quelle, auch der Bilder)
Hangover 2020 Runtime.jpg

Er gibt hier "perceived brightness" an (entspricht der Wurzel der tatsächlichen Leistung: 50% Leistung --> 70% wahrgenomm: Wurzel(0,5)=70%).
Mit der neuen Software kommt die Lampe an die Laufzeit heran, diedamals in einem der ersten Beiträge (ganz am Ende des Beitrags) genannt wurde:
Outbound schrieb:
When we say 2 hours of runtime we are calculating that we'll have around 75% of original output before it conks out
Allerdings muss man da schon guten Willen zeigen, da nicht spezifiziert war ob "perceived brightness" oder realer Output gemeint war. Schon Getrickse, da gefallen mir Lupines Laufzeitverhalten und -angaben besser (auch wenn deren Lampen die volle Power meist nicht lange packen, außer es ist saukalt, weil sie die Wärme nicht wegbekommen und daher nach einiger Zeit herunterreglen (Ausnahme: SL(F))

Hier ein Diagramm mit Leistungsdaten:
outputvstime.jpg
 
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Fahrbericht Hangover
Ich hatte die Gelegenheit die Hangover bei einer kleinen Runde mit dem Crosser durch den Wald bei Matsch und Nässe zu testen (vielen Dank an @maxito). Vergleichslampe war in dem Fall eine Blika auf ca 700 lm eingestellt, mit Spot und den Hauptleds. Fotos habe ich keine gemacht, aber das hier kommt der Realität schon sehr nahe.

Ich war von der Lichtverteilung sehr angetan, wenn man die Lampe gegen eine Wand strahlt, hat sie zwar einen merkbaren Spot, aber auf dem Rad fällt der Spot dann überhaupt nicht mehr auf. Die Lichtfarbe ist sehr angenehm (merkbar wärmer als die 6000 K Blika). Die maximale Helligkeit von "nur" ca 700 lm hat mir gereicht, da die Hangover einen sehr kräftigen Spot hat, der ausreichend Ausleuchtung in der Ferne erlaubt. Extrem erfreulich ist der Übergang vom Spot bis zum Rand des Lichtfeldes, das einen wirklichen breiten Winkel ausleuchtet. Bei der Blika gibt es am Rand einen ziemlich abrupten Übergang vom Hellen ins Dunklere (--> Tunneleffekt), bei der Hangover ist das super gleichmäßig und damit viel angenehmer. Auch verschwendet die Hangover nicht so viele Lumen in die Baumkronen wie die Blika.

Hätte ich mehr Verwendung für eine Kopflampe, würde ich mir eine Hangover holen. Die Blika (oder auch die Piko) ist vom Lichtbild her deutlich simpler (und in meinen Augen schlechter), aber hat drei Mal so viel Bumms (wobei 1000-1400 lm bei Piko/Blika mehr als reichen, das Lichtbild is ja eher enger)
 
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Zurück zum ursprünglichen Thema:
Zur Focal Serie: Outbound testet jetzt PMMA Linsen, um ein paar Artefakte der Silikonlinse loszuwerden sowie eine klarere Linse zu bekommen. Mir wurde eine PMMA Linse versprochen, wenn die ankommt, werde ich berichten. An der Focal Serie wird also immer noch ein bisschen gefeilt, das ist gut.
Was lange währt, wird endlich gut, beim ersten Anlauf hats mit den Linsen nicht geklappt, bei der (kostenlosen) Zusendung eines Ersatzladers (der alte hat komische Dinge gemacht) wurde eine PMMA Linse beigelegt. Die musste ich natürlich gleich mal einbauen...

Hier die Lampe mit Silikonlinse (wie ich sie geliefert bekam)
OL_Silikonlinse.jpg
man sieht das die Linse leicht milchig ist (das blau kommt von der sich reflekierenden Stirnlampe...) und größere Abstände zwischen den Rillen/Streifen hat

OL_Beam_Silikon.jpg
Man sieh die vertikalen Streifen (die fallen auf der Straße aber nicht auf) und man sieht den horizontalen Streifen relativ weit oben im Lichtbild, der ist schon eher ungünstig

Hier die Focal Road mit PMMA
OL_PMMA Linse.jpg
Die Linse ist merklich klarer, und die vertikalen Streifen sind deutlich enger gestaffelt. Der untere Teil der Linse ist opak, der Bereich ist für den Nahbereich zuständig.
OL_Beam_PMMA.jpg
Im Wandbild sieht man dass das Lichtbild viel homogener ist (die vertikalen Streifen sind weg und auch der horizontale ist weniger stark ausgeprägt). Die Lichtfarbe ist u.U. etwas kälter geworden, die Silikonlinse hat im Betrieb immer leicht bläulich geleuchtet, die PMMA Linse macht das nicht.

Die ISO/Belichtungs und Weißabgleichwerte sind NICHT geeignet um die Realität der Helligkeit/Lichtfarbe abzubilden, es ging mir nur um einen Vergleich zwischen PMMA und Silikonlinse

Erfahrungen aus der echten Welt kommen noch, spätestens nächste Woche, der Beitrag wird ergänzt
 
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