Pakistan per Bike – Teil 1: „It’s possible, inschallah!“

Pakistan per Bike – Teil 1: „It’s possible, inschallah!“

Radeln in Pakistan? Jetzt magst du dich vielleicht fragen, ob das denn nötig sei. Also warum man so etwas tut. Mei, gefährlich ist das doch – und unnötig sowieso. Berechtigte Einwände. Eindeutig. Und dennoch: Wir sind trotzdem nach Pakistan. Mit unseren Mountainbikes. Davon wird dir nun im Folgenden berichtet.

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Pakistan per Bike – Teil 1: „It’s possible, inschallah!“
 
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Einerseits ein schöner Bericht - andererseits aber auch (mir) zu wenig differenziert. Warum?
Es ist klar, dass Pakistan nicht nur von Terroristen bevölkert ist. Die Naivität, das anzunehmen, besitzt nicht jeder. Allerdings ist die Mehrheit der Bevölkerung durchaus der Meinung, dass es die Ungläubigen durchaus verdient hätten, zu versterben. Dass dies der MTB-Tourist nicht mitbekommt und als Novi- und Kuriosität bestaunt und freundlich behandelt wird - geschenkt (kognitive Dissonanz!). Trotzdem ist der durchschnittliche Pakistani sicher nicht dem „Leben und leben lassen“ westlicher Prägung zugetan, was regelmäßig wiederkehrende Ereignisse inklusive Steinigungen Ungläubiger beweisen. Die Be-bzw. Mißhandlung von Mädchen und Frauen im großen Stil mal vorsichtig am Rande erwähnt. Was meint der Autor wohl wäre die Erfahrung gewesen, wären er und die anderen Mitstreiter nicht männlich gewesen? Nicht mehr viel mit Freundlichkeit und Sympathie, ganz sicher. Abgesehen davon, dass die Tour so erst gar nicht stattgefunden hätte.
So ist der Bericht für mich am Ende wieder das Ausblenden der komplizierten Realität, der Verzicht dee Anerkennung männlichen Privilegs und eine von mir wahrgenommene Glorifizierung des Landes, dessen landschaftliche Schönheit unbestritten ist, dessen politische, religiöse und gesellschaftliche Realitäten es aber in meinen Augen zweifelhaft machen, ob man solche Touren unbedingt durchführen muss.
Aus meiner Sicht macht das HDR die Bilder nicht besser - im Gegenteil.
 
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Was würden wir wohl sagen, wenn die Tibeter das in den Alpen machen würden? Oder eine Milliarden Inder?
Der Unterschied zwischen den Alpen und dem Himalaya beträgt ziemlich genau 4000 Meter (Montblanc vs. Mount Everest). Anstatt sich physisch tage- oder besser wochenlang auf die Höhe anzupassen, um seinen Krempel selbst hochschleppen zu können, nimmt der Flachgebirgsbewohner im Himalaja eben Helfer, die die Höhe gewohnt sind.
 
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Einerseits ein schöner Bericht - andererseits aber auch (mir) zu wenig differenziert. Warum?
Es ist klar, dass Pakistan nicht nur von Terroristen bevölkert ist. Die Naivität, das anzunehmen, besitzt nicht jeder. Allerdings ist die Mehrheit der Bevölkerung durchaus der Meinung, dass es die Ungläubigen durchaus verdient hätten, zu versterben. Dass dies der MTB-Tourist nicht mitbekommt und als Novi- und Kuriosität bestaunt und freundlich behandelt wird - geschenkt (kognitive Dissonanz!). Trotzdem ist der durchschnittliche Pakistani sicher nicht dem „Leben und leben lassen“ westlicher Prägung zugetan, was regelmäßig wiederkehrende Ereignisse inklusive Steinigungen Ungläubiger beweisen. Die Be-bzw. Mißhandlung von Mädchen und Frauen im großen Stil mal vorsichtig am Rande erwähnt. Was meint der Autor wohl wäre die Erfahrung gewesen, wären er und die anderen Mitstreiter nicht männlich gewesen? Nicht mehr viel mit Freundlichkeit und Sympathie, ganz sicher. Abgesehen davon, dass die Tour so erst gar nicht stattgefunden hätte.
So ist der Bericht für mich am Ende wieder das Ausblenden der komplizierten Realität, der Verzicht dee Anerkennung männlichen Privilegs und eine von mir wahrgenommene Glorifizierung des Landes, dessen landschaftliche Schönheit unbestritten ist, dessen politische, religiöse und gesellschaftliche Realitäten es aber in meinen Augen zweifelhaft machen, ob man solche Touren unbedingt durchführen muss.
Aus meiner Sicht macht das HDR die Bilder nicht besser - im Gegenteil.
Klingt sehr zynisch. Wir waren nicht dabei (von daher sehr schwer zu beurteilen).
Ich finde den Bericht grandios :daumen:
 

Tyrolens

eBiker grüßen nicht.
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War wahrscheinlich der letzte Zeitpunkt, an dem man so was noch machen kann, ohne von anderen Touristen überrannt zu werden oder sich selbst moralisch abzuschießen. Vom Stil her fühle ich mich ein wenig in die 90er Jahre zurück geworfen. Da war sowas aber auch noch ein echtes Abenteuer und "neu". Heute wird's ganz normal konsumiert; wie alles andere auch.
In einem Hardcore Forum wie diesem genießen natürlich Zorro und Goldkettle eine ganz andere Reputation.
 

Hammer-Ali

Ich habe nix dagegen überholt zu werden. Leider..
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Die Gastfreundschaft in solchen ländlichen islamisch geprägten Gegenden ohne groß Tourismus ist einfach unglaublich, das habe ich in Teilen der Türkei, von Montenegro sowie von Marokko auch schon erlebt, wenn auch nicht mit dem Fahrrad. Sehr geiler Bericht, mein Neid fährt mit Euch!
 
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Na, da habt Ihr bestimmt ein tolles Abenteuer erlebt. Ob ich das toll finde? Über die halbe Welt zu fliegen, sich nen Haufen Leute zu engagieren, die einem alles hinterherschleppen? Im Himalaya scheint das ja Usus zu sein und in der westlichen Welt stellt das auch kaum jemand in Frage. Was würden wir wohl sagen, wenn die Tibeter das in den Alpen machen würden? Oder eine Milliarden Inder?

Der Unterschied ist, dass es dort einfach nicht ohne geht. Alleine wegen größerer Distanzen, mehr Höhe und längerer Zeitspannen ohne Versorgungsmöglichkeiten muss viel Material mitgeführt werden.
Diese Problematik hat man in den Alpen überhaupt nicht, wo die nächste Hütte immer weniger als einen halben Tagesmarsch entfernt ist.

Er schreibt von 20 kg eigenem Gepäck. Wenn man jetzt die 20 kg vom Träger noch selbst nimmt hat man 40 kg. Damit fährt garantiert niemand mehr Mountainbike.
Die meisten Leute packen es mit 40+ kg auf dem Rücken nichtmal zu Fuß mehr als ein paar Kilometer (wenn überhaupt). Schon gar nicht in der Höhe.

Man könnte natürlich Ausrüstung weg lassen. Dann wird es aber sehr schnell ein Abenteuer in Richtung "Mal schauen ob ich lebend da durch komme". Ist wohl auch nicht wünschenswert.
 
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Der Unterschied ist, dass es dort einfach nicht ohne geht. Alleine wegen größerer Distanzen, mehr Höhe und längerer Zeitspannen ohne Versorgungsmöglichkeiten muss viel Material mitgeführt werden.
Diese Problematik hat man in den Alpen überhaupt nicht, wo die nächste Hütte immer weniger als einen halben Tagesmarsch entfernt ist.

Er schreibt von 20 kg eigenem Gepäck. Wenn man jetzt die 20 kg vom Träger noch selbst nimmt hat man 40 kg. Damit fährt garantiert niemand mehr Mountainbike.
Die meisten Leute packen es mit 40+ kg auf dem Rücken nichtmal zu Fuß mehr als ein paar Kilometer (wenn überhaupt). Schon gar nicht in der Höhe.

Man könnte natürlich Ausrüstung weg lassen. Dann wird es aber sehr schnell ein Abenteuer in Richtung "Mal schauen ob ich lebend da durch komme". Ist wohl auch nicht wünschenswert.
mal eine ganz abstruse Idee: Wie wäre es auf solche Trips einfach zu verzichten ?

Die Problematik in Pakistan sollte allgemein bekannt sein, ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren jemanden finanziell zu unterstützen dessen Leben von Frauenverachtung, Misshandlung und Hass auf andersgläubige oder ungläubige geprägt ist. Aber schön das die Tour Teilnehmer das nicht gesehen haben, dann existiert das natürlich auch nicht, aus den Augen aus dem Sinn, inkl. Anspielung auf die Lügenpresse, ich könnte ja über manche Aussagen in dem Tourbericht lachen wenn sie nicht so traurig wären.
 
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mal eine ganz abstruse Idee: Wie wäre es auf solche Trips einfach zu verzichten ?

Die Problematik in Pakistan sollte allgemein bekannt sein, ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren jemanden finanziell zu unterstützen dessen Leben von Frauenverachtung, Misshandlung und Hass auf andersgläubige oder ungläubige geprägt ist. Aber schön das die Tour Teilnehmer das nicht gesehen haben, dann exisstiert das natürlich auch nicht, aus den Augen aus dem Sinn, inkl. Anspielung auf die Lügenpresse, ich könnte ja über manche Aussagen in dem Tourbericht lachen wenn sie nicht so traurig wären.
Alman Achim bist du es?
 

Bjoern_U.

Bergaufschleicher
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wäre diese Thematik tatsächlich der Aspekt, der mir während der Reise am negativsten aufgestoßen ist...
das ist in der Tat ein sehr unschöner Aspekt in diesen Ländern
Man möchte Regionen, Nationen und oder Kulturen unterstützen, auf Themen aufmerksam machen? Nehmt die ganze Kohle die hier verballert wurde und spendet diese mit Bedacht.
in unserer medialen Welt braucht es aber auch Berichte über diese Regionen, Nationen und oder Kulturen von Leuten die vor Ort waren
Mit Steinen umlegtes Loch?
ja
sich nen Haufen Leute zu engagieren, die einem alles hinterherschleppen? Im Himalaya scheint das ja Usus zu sein und in der westlichen Welt stellt das auch kaum jemand in Frage.
das ist wieder die typische westliche von oben herab Denke
1. ohne Träger kommst du nicht in die Gebiete (steht so auch im Text)
2. die verdienen damit ihren Lebensunterhalt, auch weil es keine andere Arbeit gibt mit dem sie Geld verdienen können! Die sind dir ernsthaft böse wenn du dein Kram selbst schleppst. Da kann es dir passieren, dass wenn du ohne Träger unterwegs bist Steine fliegen wenn andere Porter/Sherpas/Träger das mitbekommen.
3. warum stellst du dich moralisch auf eine höhere Stufe und bestimmst für diese Menschen dort was gut oder nicht gut ist? auch hier gibt es vielen Menschen die Arbeit für dich erledigen damit du es bequem, warm hast oder satt wirst
So ist der Bericht für mich am Ende wieder das Ausblenden der komplizierten Realität,
sehe ich nicht so
es wird durchaus darauf eingegangen und nicht ausgeblendet wie das in vielen anderen Reiseberichten der Fall ist
es ist aber definitiv kein Reiseland für jederman
aber eigentlich dürfte dann auch keiner in die Türkei, Jordanien, Israel oder in die neueste Bananenrepublik, die USA reisen...
Anstatt sich physisch tage- oder besser wochenlang auf die Höhe anzupassen, um seinen Krempel selbst hochschleppen zu können, nimmt der Flachgebirgsbewohner im Himalaja eben Helfer, die die Höhe gewohnt sind.
abgesehen davon, dass kaum einer die Zeit und schlicht keine Möglichkeit hätte, sich wochenlang auf eine Höhe anzupassen, die mehr oder weniger jeden Alpengipfel überragt, ist wie oben bereits geschrieben das Tragen von Lasten oft die einzige Arbeit die dort möglich ist und wenn für Ausländer getätigt, wenigstens ein paar Devisen einbringt. Oder was meint ihr wie sämtliche andere Lasten, Krankentransporte oder Lebensmittel in die entlegenen Ortschaften kommen zu denen es keine Straßen gibt?
Wenn man sich mit den Leuten unterhält und frägt warum sie das machen, verstehen sie die Frage bzw. den Hintergrund warum man das frägt oft nicht. Es ist ihre Arbeit!
Hier hinterfrägt ja auch keiner, warum andere für ihn die Straße, den Lift oder den Bikepark bauen, Taxi oder Shuttle fahren und warum man das nicht selbst macht.


zum Bericht selbst:
definitiv kein Reiseland für jeden, ähnlich kontrovers zu sehen wie die Nordkorea Tour von Harald Phillip
Schöner Bereicht und tolle Bilder, aber auch ich finde den HDR Einsatz oft zu heftig. Zumal ich seit 2002 weiß, dass es Markus auch anders kann.
 

Bjoern_U.

Bergaufschleicher
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Die Problematik in Pakistan sollte allgemein bekannt sein
du warst schon einmal in solch einem Land?
ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren jemanden finanziell zu unterstützen dessen Leben von Frauenverachtung, Misshandlung und Hass auf andersgläubige oder ungläubige geprägt ist.
du vergisst aber eins
die Menschen dort haben nicht die Möglichkeit über den Tellerrand zu schauen. Es gibt schlicht keine Möglichkeit dies zu tun. Nicht nur weil die (religiöse) Obrigkeit das unterbindet sondern auch weil es keine mediale Infrastruktur gibt die von der Allgemeinheit genutzt werden kann.
Somit ist der Kontakt zu Fremden oft die einzige Möglichkeit andere Sichtweisen und Kulturen überhaupt kennenzulernen.
 
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du warst schon einmal in solch einem Land?

du vergisst aber eins
die Menschen dort haben nicht die Möglichkeit über den Tellerrand zu schauen. Es gibt schlicht keine Möglichkeit dies zu tun. Nicht nur weil die (religiöse) Obrigkeit das unterbindet sondern auch weil es keine mediale Infrastruktur gibt die von der Allgemeinheit genutzt werden kann.
Somit ist der Kontakt zu Fremden oft die einzige Möglichkeit andere Sichtweisen und Kulturen überhaupt kennenzulernen.
Genau das wollte ich net alles schreiben aber hab ich auch gedacht. Die wachsen in dieses System rein ohne äußerliche Einflüsse.
 

Tyrolens

eBiker grüßen nicht.
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Hottentottenstaat
mal eine ganz abstruse Idee: Wie wäre es auf solche Trips einfach zu verzichten ?

Die Problematik in Pakistan sollte allgemein bekannt sein, ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren jemanden finanziell zu unterstützen dessen Leben von Frauenverachtung, Misshandlung und Hass auf andersgläubige oder ungläubige geprägt ist.

Du musst in solchen Ländern paradox intervenieren. Wenn die mal Bild, BAMS und Glotze haben, verschwindet der Extremismus ganz von selbst. ;)
Nicht jedes Land bringt es so schnell wie China hin, sich zum Indistriestandort zu transformieren. Den meisten bleibt nur Landwirtschaft und/oder Tourismus. Tourismus eignet sich bestens zur Öffnung eines Landes.
 

Bjoern_U.

Bergaufschleicher
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Pfälzerwald
das braucht man in Deutschland gar nicht, kenne ein paar Pakistaner in DE,, SIe haben damit eine andere Kultur bereits kennengelernt, und sie verabscheuen unsere offene Gesellschaft.
und die Meinung ein paar weniger reicht für ein ganzes Land?
sorry, aber du machst es dir zu einfach
 

gurkenfolie

a. D.
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Hotspot
du warst schon einmal in solch einem Land?

du vergisst aber eins
die Menschen dort haben nicht die Möglichkeit über den Tellerrand zu schauen. Es gibt schlicht keine Möglichkeit dies zu tun. Nicht nur weil die (religiöse) Obrigkeit das unterbindet sondern auch weil es keine mediale Infrastruktur gibt die von der Allgemeinheit genutzt werden kann.
Somit ist der Kontakt zu Fremden oft die einzige Möglichkeit andere Sichtweisen und Kulturen überhaupt kennenzulernen.
hab 5 Jahre in der Region gelebt, alles was du schreibst ist Käse...
 
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