Power Gels selbst herstellen

MucPaul

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Hi folks,
nachdem ich hier im Forum das Rezept zum Selberbacken von Power Riegeln erfolgreich nachgebacken habe (Danke nochmals an @stumpimario ) und von den Power Riegeln überzeugt war, habe ich im Internet mal nach Rezepten für Power Gels gesucht.

Der Grund ist einfach. Power Gels kann man auch zwischendurch schnell mal saugen und geben sofort Power, da sie nicht verdaut werden müssen. Also theoretisch nicht.

Bin im Internet fündig geworden und gebe hier die Tipps mals weiter. Gels kosten so ca. EUR 1,70 und mehr und wenn man in einem Rutsch mal 10 Stück auffüllt und im Eisfach bereit hält, rentiert sich das.

Ich habe mit der Internet Firma selbst nix zu tun und habe sie vorhin erst entdeckt. Eine interessante Seite mit guten Tipps: http://tri-passion.com/news/power-gel.html

(Da ich Roggenmehl absolut nicht vertrage, frage ich mich was man stattdessen nehmen könnte. Feines Maismehl (Backstärke)? )

Selfmade POWER-GEL

Energiegels, viele von euch werden schon Erfahrungen damit gemacht haben.
Kennen vermutlich ihre Favoriten und wissen welche einem im Wettkampf wohl bekommen und
jene die gar nicht gehen.

f3149bfb46-TRI-PASSION-Power-Gel_04.JPG

"Warum – Energiegels?"


Laut wissenschaftlichen Studien sollte man im Wettkampf seinen Körper mit folgenden Mengen an Kohlenhydraten (je nach Wettkampfdauer) versorgen um einen Leistungseinbruch rechtzeitig
entgegen zu wirken.


1-2 Stunden Wettkampf bis zu 30 g Kohlenhydrate/ Std.

2-3 Stunden Wettkampf bis zu 60 g Kohlenhydrate/ Std

>3 Stunden Wettkampf bis zu 90 g Kohlenhydrate/ Std


Hierfür eignen sich die Gels perfekt.

"Selfmade"

Wieso nicht einfach mal die kleinen Energiebomben selber machen?

Alles was man dazu benötigt findet sich beinahe im täglichen Gebrauch und das Beste ist man kann nach dem persönlichen Geschmack und den entsprechenden Anforderungen variieren und
weiß genau was darin ist.
Was man dafür lediglich wissen muss ist, was aus welchem Grund enthalten sein soll und welche Lebensmittel die benötigten Energielieferanten enthalten.


100 Gram Gel namhafter Hersteller enthalten im Durchschnitt

65 g Kohlenhydraten (24 g daraus aus Zucker)

33 g Wasser

0,6 g Eiweiß und

0,5 g Natrium


An diese Werte werden wir uns auch im Groben bei unseren Self-Made-Gels halten unter Berücksichtigung unserer explizierten Anforderungen.

Bananen verwenden wir als Grundsubstanz für unser selbstgemachtes Power Gel.

Reife Obstbananen enthalten neben 74 % Wasser, 20 % Kohlenhydrate (Stärke + Zucker), 1,2 % Eiweiß und nur 0,2% Fett.

Bananen sind gesund und leicht verdaulich, sie enthalten Vitamin A/B/C, Folsäure sowie die Mineralstoffe Kalium und Magnesium (0,85 %).

Außerdem stimmt es, dass Bananen glücklich machen. Sie enthalten Serotonin, Noradrenalin und Dopamin.


Bei der Reifung wird vor allem Stärke in Zucker umgewandelt. Zucker nutzt der Körper als schnelle Energiezufuhr. Stärke muss erst zu Zucker abgebaut werden und füllt geleerte Energiedepots langsamer auf.

Da unser Körper aber bei übermäßiger Zuckerzufuhr mit Insulin entgegensteuert und einfache Kohlenhydrate nur kurzzeitig Energie liefern, ist es wichtig auch sogenannte komplexe Kohlenhydrate, welche erst durch den eigenen Körper zu Zucker umgewandelt werden, zuzuführen. Hierzu gleich noch mehr.

Je gelber die Schale, umso größer ist also der Zuckeranteil. Unterm Strich sind die sonnig-gelben Früchte die Besten für uns. Die gelben Bananen enthalten die meisten Vitamine. Die Braunen verlieren hingegen bereits wieder die wichtigen Vitamine.

Zurück zu den Kohlenhydraten, sie sind unsere wichtigsten Energielieferanten.
Die zwei großen, für uns interessanten Gruppen sind:
„Süße Kohlenhydrate“
Oder auch Einfachzucker und Monosaccharide genannt.
Hierzu zählen Glukose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker) und Galaktose.
Zu den Zweifachzuckern, auch Disaccharide genannt, gehören u.a. die Saccharose = Rübenzucker = Rohrzucker, die Laktose = Milchzucker und die Maltose = Malzzucker.

„Nicht süße Kohlenhydrate“
werden auch als komplexe Kohlenhydrate bezeichnet. Sie bestehen aus vielen einzelnen, chemisch aneinander geketteten Zuckermolekülen. Im Rahmen der Verdauung werden sie in ihre Bestandteile zerlegt. Da dies relativ langwierig ist, hält das Sättigungsgefühl länger an als bei einfachen Kohlenhydraten wie Saccharose und Süßigkeiten.

Der Körper wandelt alle Kohlenstoffe in Glukose um.

Einfachzucker kann der Körper direkt aufnehmen. Zweifach- und Vielfachzucker werden durch die Verdauung in Einfachzucker aufgespalten.
Für die Energiegewinnung benötigt unser Körper Glukose. Daher baut er Einfachzucker, wie Fruktose und Galaktose, in der Leber zu Glukose um. Je nachdem wie schnell er aus zugeführten Kohlenstoffen Glukose bilden kann, steigt der Blutzuckerspiegel. Glukose geht sofort ins Blut. Fruktose steigert ihn nur sehr langsam. Bei komplexen Kohlenhydraten dauert es am längsten.


Somit steht fest, dass ein großer Teil unseres Gels, für die schnelle Energiezufuhr aus Einfachzucker bestehen muss.

Um uns aber nicht einfach reinen Zucker rein schmeißen zu müssen haben wir uns für den gesünderen Bienenhonig entschieden. Honig enthält ca. 70 % Invertzucker.

Das ist eine Mischung aus Fruktose und Glukose und somit für unseren Zweck perfekt.
Noch etwas Traubenzucker dazu und die schnellen Energielieferanten sind komplett.
Für die Zufuhr der komplexen Kohlenhydrate verwenden wir Roggenmehl.

Roggenmehl besteht aus 71 % Kohlenhydraten, 14 % Wasser, 7 % Eiweiß, 6 % Balaststoffen, 1 % Fett und den wichtigen 1% Mineralstoffen.

Die Salze, welche dem Körper über den Schweiß verloren gehen, füllen wir über die Zugabe von natürlichem Meersalz in unser Gel wieder auf. Natürliches Meersalz liefert neben dem chemisch raffinierten Kochsalz auch noch wichtige Mineralstoffe.

Um die gewünschte Viskosität zu erhalten und der Energiebombe noch einen Boost zu verpassen,
verdünnen wir das Ganze mit einem Schuss koffeinhaltigem Energiedrink.



08a7419a9d-Rezept.jpg

1. Zutaten abwiegen und vorbereiten

2.Traubenzucker in Energiedrink auflösen

3. Banane, Honig und Energiedrink mit Mixer vermengen

4. Mehl und Salz unter ständigem Rühren stückweise zugeben

.

5. Mit Zimt abschmecken

6. In Spritze abfüllen

7. Vorbereitete Squeeze-Beutel damit befühlen

.

8. Finished!

1. Zutaten abwiegen und vorbereiten


"Verpackung"


Jetzt fehlt uns nur noch eine renntaugliche Verpackung für die Gels.

Hierfür kann man sich zum Beispiel wiederbefühlbare Squeezy Beutel bestellen oder noch einfacher sich im nächsten Supermarkt normale Obst-Squeezys besorgen und diese nach Verbrauch, mit einer Spritze die man in jeder Apotheke bekommt, wieder befühlen.

Eine Option wäre auch die Aufbewahrung in der Spritze selbst, aber hier sowie in der geschmacklichen Zusammenstellung, ist eurem Erfindergeist jetzt keine Grenze mehr gesetzt.


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MucPaul

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Nimm halt gleich Maltodextrin, ist doch der Klassiker wenn man sowas selbst macht.
Habe ich auch mehrmals getestet. Bringt aber zu langsam Power und dauert bei mir ewig, wenn ich nicht nebenbei noch ein paar Traubenzuckerpillen nehme. Bin davon nicht überzeugt. Zuckermischungen sind da halt einfach besser.
Ausserdem enthält es meist Gluten, was ich nicht so gut vertrage.
 
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genau, einfach was mit Malto als Grundlage mixen. Seit ich meinem Zahnarzt seinen dicken SUV und Golfclubbeitrag mitzahlen durfte, sind Riegel für mich Geschichte. Jetzt einfach Malto + 10% irgendein süß schmeckendes kaufbares Pulver in einem Shaker mischen und ab in eine Softflask.
 

MucPaul

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genau, einfach was mit Malto als Grundlage mixen. Seit ich meinem Zahnarzt seinen dicken SUV und Golfclubbeitrag mitzahlen durfte, sind Riegel für mich Geschichte. Jetzt einfach Malto + 10% irgendein süß schmeckendes kaufbares Pulver in einem Shaker mischen und ab in eine Softflask.
:)
Das ist wohl mehr ein Urban Legend! :D
Du machst irgendwas falsch. Hast ja eine Wasserflasche dabei für nach dem Riegel.
Und "Karies"-Bakterien machen sich auch über Maltodextrin her.
Wenn Du einen Gel-Bot nutzt oder das Gel in die Wasserflasche schüttest, kannst Du auch Dauer echt Probleme kriegen.

Ich mampfe Riegel schon seit immer und bin seit über 20 Jahren vollkommen kariesfrei. Immer Wasserflasche dabei. :)
 
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MucPaul

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Der Riegel klebt aber mehr und bleibt z.T. in den Zähnen kleben.

Mit meinem Gel schieße ich mir das nach hinten und rein und spüle mir danach den Mund mit Wasser aus der Trinkflasche aus.
Back mal die Riegel nach dem Rezept von @stumpimario :)
Die bappen nicht an den Zähnen. Sind eher kleine Kuchen.
 
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Bei Ausfahrten/Rennen bis 3h reichen mir 2 Trinkflaschen mit Wasser, Maltodextrin (je nach Belastungsintensität Fructose) und eine Messerspitze Salz. Riegel esse ich schon lange keine mehr.

Wenn dir Malto zu langsam Energie bereitstellt, solltest du dich früher verpflegen. Gerade bei einer flüssigen Verpflegung hat man den Vorteil, dass Nährstoffe und Flüssigkeit zugeführt werden.
 

decay

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Habe ich auch mehrmals getestet. Bringt aber zu langsam Power und dauert bei mir ewig, wenn ich nicht nebenbei noch ein paar Traubenzuckerpillen nehme. Bin davon nicht überzeugt. Zuckermischungen sind da halt einfach besser.
Ausserdem enthält es meist Gluten, was ich nicht so gut vertrage.

Ich meinte Maltodextrin als Ersatz fuer den langkettigen Anteil, sprich Mehl.
Gluten bezweifle ich stark, da Dextrine grundsätzlich glutenfrei sind.
 

MucPaul

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Ich meinte Maltodextrin als Ersatz fuer den langkettigen Anteil, sprich Mehl.
Gluten bezweifle ich stark, da Dextrine grundsätzlich glutenfrei sind.
Nicht ganz vermutlich. Nur wenn es aus Maismehl hergestellt wird wie in USA.
Bei uns aus Weizen als Grundlage schreiben sie zwar glutenfrei drauf, aber das wäre nur bei 100% sauberer Fertigung und 100% Hydrolyse des Gemisches von Kohlehydraten und Proteinen.

Ich glaube mich zu erinnern, daß bei einigen Tests immer noch Reststoffe gefunden wurden. In etwa wie Alkoholfreies Bier, was früher gesetzlich alles unter 0.5% Alkohol war.
Seit neuestem sehe ich auf den Flaschen hinten 0.5% Alkohol stehen. Vermutlich wegen eines Gerichtsurteils.

Wie auch immer... ich finde das Rezept von oben prima und werde es mal ausprobieren. :)
Und das bischen Gluten vertrage ich ja auch, wenn es nicht Unmengen sind.
 
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nachdem ich hier im Forum das Rezept zum Selberbacken von Power Riegeln erfolgreich nachgebacken habe (Danke nochmals an @stumpimario ) und von den Power Riegeln überzeugt war, habe ich im Internet mal nach Rezepten für Power Gels gesucht.

Der Grund ist einfach. Power Gels kann man auch zwischendurch schnell mal saugen und geben sofort Power, da sie nicht verdaut werden müssen. Also theoretisch nicht.

Bin im Internet fündig geworden und gebe hier die Tipps mals weiter. Gels kosten so ca. EUR 1,70 und mehr und wenn man in einem Rutsch mal 10 Stück auffüllt und im Eisfach bereit hält, rentiert sich das.

Ich habe mit der Internet Firma selbst nix zu tun und habe sie vorhin erst entdeckt. Eine interessante Seite mit guten Tipps: http://tri-passion.com/news/power-gel.html

(Da ich Roggenmehl absolut nicht vertrage, frage ich mich was man stattdessen nehmen könnte. Feines Maismehl (Backstärke)? )

Selfmade POWER-GEL

Energiegels, viele von euch werden schon Erfahrungen damit gemacht haben.
Kennen vermutlich ihre Favoriten und wissen welche einem im Wettkampf wohl bekommen und
jene die gar nicht gehen.

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"Warum – Energiegels?"


Laut wissenschaftlichen Studien sollte man im Wettkampf seinen Körper mit folgenden Mengen an Kohlenhydraten (je nach Wettkampfdauer) versorgen um einen Leistungseinbruch rechtzeitig
entgegen zu wirken.


1-2 Stunden Wettkampf bis zu 30 g Kohlenhydrate/ Std.

2-3 Stunden Wettkampf bis zu 60 g Kohlenhydrate/ Std

>3 Stunden Wettkampf bis zu 90 g Kohlenhydrate/ Std


Hierfür eignen sich die Gels perfekt.

"Selfmade"

Wieso nicht einfach mal die kleinen Energiebomben selber machen?

Alles was man dazu benötigt findet sich beinahe im täglichen Gebrauch und das Beste ist man kann nach dem persönlichen Geschmack und den entsprechenden Anforderungen variieren und
weiß genau was darin ist.
Was man dafür lediglich wissen muss ist, was aus welchem Grund enthalten sein soll und welche Lebensmittel die benötigten Energielieferanten enthalten.


100 Gram Gel namhafter Hersteller enthalten im Durchschnitt

65 g Kohlenhydraten (24 g daraus aus Zucker)

33 g Wasser

0,6 g Eiweiß und

0,5 g Natrium


An diese Werte werden wir uns auch im Groben bei unseren Self-Made-Gels halten unter Berücksichtigung unserer explizierten Anforderungen.

Bananen verwenden wir als Grundsubstanz für unser selbstgemachtes Power Gel.

Reife Obstbananen enthalten neben 74 % Wasser, 20 % Kohlenhydrate (Stärke + Zucker), 1,2 % Eiweiß und nur 0,2% Fett.

Bananen sind gesund und leicht verdaulich, sie enthalten Vitamin A/B/C, Folsäure sowie die Mineralstoffe Kalium und Magnesium (0,85 %).

Außerdem stimmt es, dass Bananen glücklich machen. Sie enthalten Serotonin, Noradrenalin und Dopamin.


Bei der Reifung wird vor allem Stärke in Zucker umgewandelt. Zucker nutzt der Körper als schnelle Energiezufuhr. Stärke muss erst zu Zucker abgebaut werden und füllt geleerte Energiedepots langsamer auf.

Da unser Körper aber bei übermäßiger Zuckerzufuhr mit Insulin entgegensteuert und einfache Kohlenhydrate nur kurzzeitig Energie liefern, ist es wichtig auch sogenannte komplexe Kohlenhydrate, welche erst durch den eigenen Körper zu Zucker umgewandelt werden, zuzuführen. Hierzu gleich noch mehr.

Je gelber die Schale, umso größer ist also der Zuckeranteil. Unterm Strich sind die sonnig-gelben Früchte die Besten für uns. Die gelben Bananen enthalten die meisten Vitamine. Die Braunen verlieren hingegen bereits wieder die wichtigen Vitamine.

Zurück zu den Kohlenhydraten, sie sind unsere wichtigsten Energielieferanten.
Die zwei großen, für uns interessanten Gruppen sind:
„Süße Kohlenhydrate“
Oder auch Einfachzucker und Monosaccharide genannt.
Hierzu zählen Glukose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker) und Galaktose.
Zu den Zweifachzuckern, auch Disaccharide genannt, gehören u.a. die Saccharose = Rübenzucker = Rohrzucker, die Laktose = Milchzucker und die Maltose = Malzzucker.

„Nicht süße Kohlenhydrate“
werden auch als komplexe Kohlenhydrate bezeichnet. Sie bestehen aus vielen einzelnen, chemisch aneinander geketteten Zuckermolekülen. Im Rahmen der Verdauung werden sie in ihre Bestandteile zerlegt. Da dies relativ langwierig ist, hält das Sättigungsgefühl länger an als bei einfachen Kohlenhydraten wie Saccharose und Süßigkeiten.

Der Körper wandelt alle Kohlenstoffe in Glukose um.

Einfachzucker kann der Körper direkt aufnehmen. Zweifach- und Vielfachzucker werden durch die Verdauung in Einfachzucker aufgespalten.
Für die Energiegewinnung benötigt unser Körper Glukose. Daher baut er Einfachzucker, wie Fruktose und Galaktose, in der Leber zu Glukose um. Je nachdem wie schnell er aus zugeführten Kohlenstoffen Glukose bilden kann, steigt der Blutzuckerspiegel. Glukose geht sofort ins Blut. Fruktose steigert ihn nur sehr langsam. Bei komplexen Kohlenhydraten dauert es am längsten.


Somit steht fest, dass ein großer Teil unseres Gels, für die schnelle Energiezufuhr aus Einfachzucker bestehen muss.

Um uns aber nicht einfach reinen Zucker rein schmeißen zu müssen haben wir uns für den gesünderen Bienenhonig entschieden. Honig enthält ca. 70 % Invertzucker.

Das ist eine Mischung aus Fruktose und Glukose und somit für unseren Zweck perfekt.
Noch etwas Traubenzucker dazu und die schnellen Energielieferanten sind komplett.
Für die Zufuhr der komplexen Kohlenhydrate verwenden wir Roggenmehl.

Roggenmehl besteht aus 71 % Kohlenhydraten, 14 % Wasser, 7 % Eiweiß, 6 % Balaststoffen, 1 % Fett und den wichtigen 1% Mineralstoffen.

Die Salze, welche dem Körper über den Schweiß verloren gehen, füllen wir über die Zugabe von natürlichem Meersalz in unser Gel wieder auf. Natürliches Meersalz liefert neben dem chemisch raffinierten Kochsalz auch noch wichtige Mineralstoffe.

Um die gewünschte Viskosität zu erhalten und der Energiebombe noch einen Boost zu verpassen,
verdünnen wir das Ganze mit einem Schuss koffeinhaltigem Energiedrink.



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1. Zutaten abwiegen und vorbereiten

2.Traubenzucker in Energiedrink auflösen

3. Banane, Honig und Energiedrink mit Mixer vermengen

4. Mehl und Salz unter ständigem Rühren stückweise zugeben

.

5. Mit Zimt abschmecken

6. In Spritze abfüllen

7. Vorbereitete Squeeze-Beutel damit befühlen

.

8. Finished!

1. Zutaten abwiegen und vorbereiten


"Verpackung"


Jetzt fehlt uns nur noch eine renntaugliche Verpackung für die Gels.

Hierfür kann man sich zum Beispiel wiederbefühlbare Squeezy Beutel bestellen oder noch einfacher sich im nächsten Supermarkt normale Obst-Squeezys besorgen und diese nach Verbrauch, mit einer Spritze die man in jeder Apotheke bekommt, wieder befühlen.

Eine Option wäre auch die Aufbewahrung in der Spritze selbst, aber hier sowie in der geschmacklichen Zusammenstellung, ist eurem Erfindergeist jetzt keine Grenze mehr gesetzt.


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Ah Okay, ich hatte mal irgendwann irgendetwas von Zimt und dessen Wirkung auf Insulin gelesen, weiss aber die genauen Zusammenhänge nicht mehr.
 

decay

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Ja, sowas wird diskutiert, angeblich erhöht es Insulineffektivität (keine Ahnung ob man das so nennt) und verbessert damit wohl die Glukoseaufnahme. Auch nicht gewusst, interessant.
 
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MucPaul

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zimt reguliert wohl den Blutzucker... haben bestimmt amerikanische Wissenschaftler herausgefunden..
Kannste vergessen. In den Tests mussten sehr hohe Dosen verwendet werden, damit man überhaupt was nachweisen konnte. Bei den hohen Dosen jedoch nimmt man soviel Cumarin auf, daß man vorher schon heftige Kopfschmerzen bekommt, von langfristigen Leberschäden/versagen mal abgesehen. Deshalb hat die EU ja auch dänische Zimtrollen und Zimtgebäck verboten.

Die einzige Alternative ist, sich feinen Ceylon Zimt zu besorgen. Der ist aber sehr teuer und schwer zu erhalten.
Im Handel ist leider fast immer nur der billig Cassia Zimt. Den schmeckt man sofort raus, weil er einen beissenden, scharfen Nachgeschmack hat.

Wen es interessiert: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/zimt.html
und mein Tipp: Ceylon Zimt. Der schmeckt wesentlich besser als Cassia Zimt.
 
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tool

ncswic
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Aua. Zentrum der Gesundheit? Wirklich? Mein Beileid.
Btw... Die Menge an Zimt, die irgendwie toxisch wirken kann, kann niemand durch den Verzehr dänischer Zimtschnecken zu sich nehmen, ohne sich vorher die Seele wegen Überfressung aus dem Leib zu kotzen.

Btw 2... Obwohl ich die Seite nicht mag, aber: liest Du auch, was Du verlinkst?

Zu Cumarin:
Zentrum der Gesundheit schrieb:
Studien fanden nun aber heraus, dass Cassia-Zimt einen Stoff enthält – Cumarin – der in hohen Konzentrationen zu Leber- und Nierenschäden führen soll. Infolgedessen kursierten plötzlich Warnungen vor Zimt in den Medien und das wohlige Gefühl beim Zimttee trinken und Zimtsterne naschen wich nicht selten einem gewissen Unbehagen. Ja, es wurde sogar konkret empfohlen, Kindern keinesfalls mehr als 4 Zimtsterne oder 1 Lebkuchen pro Tag zu geben.
Leider finden die Entwarnungen in den Medien (meist kleingedruckt auf der letzten Seite) nicht annähernd dieselbe Beachtung wie der zuvor ausgelöste Schreckschuss auf Seite eins. Denn mittlerweile weiss man, dass jene Leber- und Nierenschäden nur bei sehr wenigen Menschen nach übermässigem Cumarin-Genuss auftreten – und zwar nur bei solchen Menschen, die bereits vorgeschädigte Organe hatten. Das weiss man deshalb, weil Cumarin einst in isolierter Form als Medikament gegen bestimmte Venenleiden verordnet wurde und die beschriebenen Nebenwirkungen bei einigen der Patienten auftraten.
Für Cumarin gibt es daher Grenzwerte. Sie liegen bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Das bedeutet, man kann ein Leben lang täglich 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen, ohne mit irgendwelchen gesundheitlichen Schäden rechnen zu müssen. Wiegen Sie nun beispielsweise 70 Kilogramm, dann läge Ihr persönlicher unbedenklicher Cumarin-Grenzwert bei 7 Milligramm.
Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass Zimt einen Cumaringehalt von 0 bis allerhöchstens 0,45 Prozent aufweist, dann nehmen Sie mit dem empfohlenen einen Gramm Zimt maximal 4,5 Milligramm Cumarin zu sich und liegen damit – selbst wenn Sie nur 50 Kilogramm wiegen würden – unterhalb des Grenzwertes.
Allerdings ist zur Grenzwertfestlegung folgendes zu bedenken: Die Diskussion um möglicherweise schädliches Cumarin kommt eigentlich aus den 1980er Jahren. Bis zu dieser Zeit durfte synthetisches Cumarin als Aroma unbegrenzt in Lebensmittel und Getränke gemischt werden. Das jedoch ist etwas ganz anderes als das natürliche Cumarin im Zimt.


Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/zimt.html#ixzz3ge85SRw2

Zu "kannste vergessen":
Zentrum der Gesundheit schrieb:
Zimt reguliert den Blutzuckerspiegel

Die bekannteste und faszinierendste Eigenschaft des Zimts ist jedoch seine Blutzucker senkende Wirkung. Die Entdeckung dieser speziellen Wirkung des Zimts soll sich folgenderrmassen zugetragen haben: Einst wollten Wissenschaftler den Einfluss verschiedener Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel testen. Auch ein Apfelstrudel mit viel Zimt war darunter. Die Forscher waren sich selbstverständlich sicher, dass der süsse Strudel den Blutzuckerspiegel stark anheben werde. Doch stieg der Blutzuckerspiegel nicht so dramatisch, wie das nach einem zimtfreien Strudel der Fall war. Sofort führte man eine weitere Studie durch, in deren Mittelpunkt der Zimt stand. Das Ergebnis der Untersuchung wurde bereits im Jahr 2003 im Fachmagazin Diabetes Care veröffentlicht und war mehr als erstaunlich:
Die Studie: Zimt bei Diabetes

Es nahmen 60 Testkandidaten teil, die bereits seit Jahren wegen ihres Typ-2-Diabetes in Behandlung waren. Zwar mussten sie noch kein Insulin spritzen, aber Medikamente nehmen, die ihre Insulinausschüttung ankurbeln sollten.
Man teilte die Probanden in sechs Gruppen auf. Gruppe 1 erhielt täglich zwei 500-mg-Kapseln mit Zimt (also insgesamt 1 g Zimt), Gruppe 2 nahm sechs Zimt-Kapseln (3 g) und Gruppe 3 sogar 12 Zimt-Kapseln (6 g). Die Gruppen 4, 5 und 6 stellten die entsprechenden Placebo-Gruppen dar. Die Kapseln wurden unmittelbar nach den Mahlzeiten eingenommen. Gruppe 1 nahm je eine Kapsel nach dem Frühstück und dem Abendessen. Die Gruppen 2 und 3 nahmen dreimal je ein Drittel ihrer Tagesdosis nach jeder Hauptmahlzeit.
Die Teilnehmer assen weiterhin ganz normal und blieben auch bei ihren verordneten Medikamenten.
Nach 20 Tagen der Zimteinnahme zeigte sich nur in der 6-g-Gruppe ein signifikant niedrigerer Blutzuckerspiegel. Nach 40 Tagen jedoch war auch der Blutzuckerspiegel der anderen beiden Gruppen gesunken – und zwar genauso erfreulich (um 18 bis 29 Prozent) wie in der 6-g-Gruppe.
Das bedeutet: Die Blutzucker regulierende Wirkung des Zimts ist nicht dosisabhängig und setzt schon bei einer Tagesdosis von 1 Gramm Zimt pro Tag ein, nur eben nicht nach 20 Tagen wie bei 6 Gramm, sondern erst nach 40 Tagen. In den Plazebogruppen blieb hingegen alles beim Alten. Es konnten keine Änderungen des Blutzuckerspiegels beobachtet werden.


Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/zimt.html#ixzz3ge8hBHiN

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Aua. Zentrum der Gesundheit? Wirklich? Mein Beileid.
Btw... Die Menge an Zimt, die irgendwie toxisch wirken kann, kann niemand durch den Verzehr dänischer Zimtschnecken zu sich nehmen, ohne sich vorher die Seele wegen Überfressung aus dem Leib zu kotzen.

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Zu Cumarin:


Zu "kannste vergessen":


Was denn nun?
Was nun?
Ich empfehle Ceylon Zimt. Erstens, weil der weniger Cumarin hat (was auch immer die Portale sagen. Ungesund ist ungesund, auch wenn in kleinen Konzentrationen.), aber vor allem weil der viel besser schmeckt als Cassia Zimt. Hat nicht diesen scharfen, beissenden Nachgeschmack. Muss man mal selbst getestet haben. Cassia Zimt ist ja wohl auch keine Zimtpflanze im botanischen Sinn. :)

Das mit dem dänischen Zimtschnecken und Zimtsternen ist echt so. Da gab es in Dänemark wegen der EU mächtigen Stress.

Und wegen diversere Portale... egal welche man liest und erwähnt, man bekommt immer von irgendjemandem Beileid und Mitleid. Alles ist erfunden und gelogen und das meiste ist sowieso aus einem Märchenbuch! :D

Aber etliche Medizinportale haben ähnliche Ergebnisse von Untersuchungen gebracht, dann wird vielleicht was dran sein.
Schau mal hier und sag was dazu: Bundesinstitut für Risikobewertung zum Thema Zimt und Cumaringehalt
 
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1-2 Stunden Wettkampf bis zu 30 g Kohlenhydrate/ Std.

2-3 Stunden Wettkampf bis zu 60 g Kohlenhydrate/ Std

>3 Stunden Wettkampf bis zu 90 g Kohlenhydrate/ Std

Mal ne doofe Frage, zu welchem Zeitpunkt / wann nehmt ihr dann die 30/60/90 Gramm Kohlehydrate auf? Was ist da am sinnvollsten?

Eine Stunde fahren, dann 30 Gramm, dann wieder ne Stunde 30 Gramm?
 
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