Probleme Kassette, Schaltwerk, Kettenlinie beim Mullet

Nina_S

Hobby Ornithologin
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Hallo beisammen,

ich habe das Forum nach einer Antwort auf mein Problem durchwühlt, bin aber auf keinen grünen Zweig gekommen. Deswegen nun mein Post mit der Bitte um Hilfe/eure Experten-Meinungen. Ich kann gleich vorwegnehmen: Ich habe mit wenig Schrauber-Erfahrung versucht selbst die Probleme zu lösen und die Expert*innen unter euch werden sich wahrscheinlich öfters an den Kopf fassen müssen, wenn sie die folgenden Zeilen lesen. Ich will jedoch betonen: Ich bin sehr lernwillig, handwerklich nicht ungeschickt und vor allem würde ich mein Rad bzw Räder gerne besser verstehen und am liebsten künftig alles selbst machen (außer vielleicht den Gabel Service bei meinem MTB oder ein Tretlager einpressen...). Ich hoffe ich beschreibe mein(e) Problem(e) gut genug und die Bilder sind aufschlussreich.

Und nun zum Probelm: Ich habe mir im letzten Jahr günstig ein Serious Grafix Elite gekauft 1x11, um zu sehen, ob ich Freude am Gravelbike habe. Hier das Original-Setup: Sram Force Schaltwerk, Apex Kurbel (40 oder 42T - ich weiß es nicht mehr genau), 11-42 Kassette auf Shimano Freilauf, GXP Tretlager. Nachdem ich damit hier in der Gegend die Berge rund um Mittenwald nicht ohne Herzinfarkt hochkam, habe ich beschlossen, mir eine Kassette mit mehr Bandbreite zu montieren und vorne auf ein kleineres Kettenblatt umzurüsten.

Verbaut habe ich dann folgende Komponenten:
  • XD Freilauf für die:
  • Garbaruk 10-50 Kassette
  • langer Garbaruk Käfig und Röllchen an das vorhandene Force Schaltwerk
  • Sram Rival Kurbel und Garbaruk 36T Direct Mount Kettenblatt
  • neue Sram Kette (yes, eine 12-fach Eagle, war ein probeweiser Workaround)

Komischerweise(?) musste ich den Spacer auf Antriebsseite zwischen Tretlager und Rahmen entfernen, um die Rival Kubel montieren zu können - mit Spacer, wie bei der vormontierten Apex, hat es nicht funktioniert, weil zu gequetscht. Spiel hat die Rivel Kurbel meines Erachtens nicht.

Und noch etwas, was sicher erwähnenswert ist: Leider hat mir fahrrad.de ein Montagsmodell von Rad zugeschickt bzw habe ich das Gefühl, dass da die Komponenten einfach drangeklatscht wurden, ohne dass jemand überprüft hat, dass alles sauber läuft. Das habe ich leider erst mit der Zeit gemerkt, nachdem ich am Anfang noch so gut wie keine Schrauberfahrung hatte...

Folgende Probleme lagen bzw liegen vor: Verbogenes Schaltauge und dementsprechend ein schief stehender Käfig (mittlerweile behoben). Zudem scheint am Ausfallende etwas nicht zu stimmen, denn ich wollte das verbogene Schaltauge tauschen, man bekommt die Steckachse jedoch nicht richtig in das Gewinde des montierten Schaltauges - wenn man das versuchen würde, ruiniert man das Gewinde, weil es nur mit Gewalt ginge. Wenn man die Steckachse in das "lose" neue Schaltauge schrauben will, funktioniert das einwandfrei - das Problem liegt also nicht am Gewinde des Schaltauges oder der Steckachse, denke ich. Man sieht am Ausfallende auch, dass die Steckachse an einem Punkt am Rahmen irgendwie reibt oder schleift oder bei der Erstmontage schon irgendwie reingepfuscht wurde (ganz nachvollziehen oder gut beschreiben kann ich die Gesamtproblematik offensichtlich nicht). Mir ist auch schleierhaft, was die Monteure gemacht haben, um die Kombination Schaltauge, Hinterrrad und Steckachse "erfolgreich" zu montieren...
(Nebenbemerkung: Die Bremsen durfte ich auch direkt entlüften, da quasi kaum Bremsleistung da war - wenn ich schlau gewesen wäre, hätte ich das Rad zurückgehen lassen - das war ich aber leider nicht. Mein Lehrgeld...)

Wie dem auch sei: Mittlerweile habe ich das verbogene Schaltauge gerichtet und wenn ich das Schaltwerk sauber einstelle, läuft es für ein, zwei bis drei Touren ohne Probleme. Aber irgendwann gehen dann wieder Probleme los: das Schaltwerk rasselt, der Käfig ist nicht mehr sauber unter dem jeweiligen Ritzel.
Ich habe das Gefühl, dass da im Laufe der letzten Monate eine Reihe unterschiedlicher Probleme beteiligt waren bzw potentiell noch vorliegen, während andere Probleme mittlerweile hoffentlich gelöst sind:

  1. Das verbogene Schaltauge, das mit dem Original-Setup (Sram 11-42 Kassette, Original-Kurbel und Schaltwerk mit Sram Käfig) zum Abspringen der Kette vom größten auf das zweitgrößte Ritzel geführt hat, zusätzlich lief alles sehr unsauber - Nachdem das ein bisschen zurechtgebogen wurde, war der Abwurf nicht mehr das Problem, die Kette lief jedoch nicht geräuschlos und hat immer ein anderes Ritzel touchiert. Mit dem längeren Garbaruk Käfig und der Gabaruk 10-50 Kassette hat sich herausgestellt, dass das Schaltauge weiterhin zu schief stand - das Problem habe ich vor ein paar Wochen mit einem vernünftigen Tool behoben - zurvor habe ich das Schaltauge Pi Mal Daumen mit einem Zweiten Laufrad zurechtgebogen, das ich an das Schaltauge montiert hatte...Ich denke das Problem verbogenes Schaltauge ist mittlerweile gelöst...
  2. Die Kettenlinie könnte ein Problem sein? Ich habe ehrlich gesagt nicht darauf geachtet, als ich den Spacer zwischen Tretlager und Rahmen entfernt habe, damit die Kurbel sauber läuft (yes, shame on me). Das aktuell montierte Garbaruk Direct Mount 36T Kettenblatt hat einen Offset von 2,9mm. Es gäbe allerdings auch Wolf Tooth 36T Kettenblätter mit einem Offset von 6mm, damit die Sram Road Kettenlinie eingehalten wird!? Aber wenn die Ketteninie das Hauptproblem wäre, müsste die Kette ja konstant schlecht laufen - die Problematik dürfte sich also nicht mit der Zeit verschlimmern sondern die Situation müsste konstant schlecht sein? Wie ihr seht, das Thema überfordert mich ein wenig.
  3. Ich habe eben das Hinterrad ausgebaut, weil ich bemerkt habe, dass sich die Garbaruk Kassette gelockert hat. Ich habe dann festgestellt, dass der Lockring relativ lose war und die Kette auf dem kleinsten Ritzel am Rahmen geschliffen hat - das ist wohl auf der gestrigen Tour auf den letzten Metern auch der Fall gewesen....
    Tatsächlich habe ich sie bei der Montage vor einigen Monaten mit dem richtigen Drehmoment angezogen - allerdings kein Loctite benutzt, wie Garbaruk es wohl empfiehlt. Im Forum habe ich einen Thread gefunden, wo es auch um dieses Thema geht. Ich denke, dass die aktuellen Schaltprobleme also damit zusammenhängen. Klar: Die Kassette muss ich wieder fest installieren, damit alles überhaupt sauber laufen kann. Das habe ich, inklusive Loctite, eben gemacht.
    Dass ich die Kassette von Anfang an unsauber installiert habe, würde ich ausschließen - darauf habe ich penibel geachtet, weil mir alles so neu war...
  4. Ich bin mir unsicher: Habe ich übersehen, dass zwischen Kassette und Freilauf noch ein Spacer muss? Ich dachte das betrifft nur XDR Freiläufe? Oder auch XD?
  5. Kann der Schaltzug bzw könnten die Hüllen ein Problem sein? Ich habe das Gefühl, dass das nicht wirklich optimal bei diesem Rad gelöst ist, kenne mich mit dem Thema Züge aber leider auch zu wenig aus.
  6. Habe ich sonst noch einen Faktor vergessen, der in das Thema sauber laufender Antrieb mit hinein spielt? Die Umschlingung sollte korrekt eingestellt sein - auch den oberen und unteren Anschlag korrekt einstellen kann ich mittlerweile im effeff, weil ich schon so lange an dem Rad herumwurstel...
Hier ein paar Impressionen (mit wieder festgezogenem Lockring):

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Ganz lieben Dank im Voraus für eure Hilfe!
Nina

PS: Das kreative Chaos auf den Bildern bitte ich zu entschuldigen. 🙈
 
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pseudosportler

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Kann nur zu einem Problem was sagen, das neue Schaltauge passt vielleicht nicht 100%, mal versuchen es nicht komplett festschrauben und dann die Steckachse versuchen ein zu schrauben, Vorsicht nicht zu festziehen wenn da keine Nabe drin ist, sonst kann es sein das du den Hinterbau zusammen drückst.
Dann das Schaltauge fest schrauben, Steckachse lösen und schauen ob sie sich jetzt reinschrauben lässt.
Es kann sein das die Anlageflächen des Schaltauge etwas zu viel Spiel haben und beim fest schrauben verdreht sich das Schaltauge etwas, dann ist es Gewinde nicht mehr in der Flucht zur Steckachse.

Bei Kettenline und Kurbel bin ich leider draussen.

MfG pseudosportler
 
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Gehen wir das mal nach deiner Reihenfolge durch:

Schaltauge: ob das gerade ist kann ich auf den fotos natürlich leider nicht erkennen... dass die Achse nicht so richtig gut reingeht ist leider keine seltenheit, passiert leider zu oft, dass die beiden ausfallenden nicht parallel sind, wenn du ne möglichkeit hast das zu überprüfen (z.b messchieber, die kanten sind ja parallel verschiebbar) mach das mal, weil schief in ein Gewinde einschrauben ging noch nie gut :) (wie @pseudosportler ja grad gesagt hat)

Kettenlinie: Kann man messen oder peilen. die sollte im besten fall im mittleren gang (oder bei gerader ganganzahl zwischen den beiden mittleren Gängen) gerade laufen, einfach in den gang schalten und von hinten aufs rad schauen und gucken, ob die kete genau gerade läuft. Eine verschobene Kettenlinie macht aber nie auf allen ritzeln probleme, da nur auf einer Außenseite dann ein zu großer Schräglauf auftritt. Außerdem muss man aufpassen mit Kurbeln für 68mm und 73mm tretlager, die haben auch andere Kettenlinien bei gleichem offset, da andere Spindellänge.

Kassette: Loctite auf die kassette muss nicht, aber XD braucht gern mal nen bisschen mehr drehmoment und man muss wegen der lange zylindrischen passung immer gut fetten, sonst geht da das ganze drehmoment in ide Reibeung beim anziehen, ich ziehe XD immer so mit 40-45nm fest

Der Schaltzug mach so lange er recht sauber läuft keine Problem außer er ist neu. Dann setzen sich Hülle und Seele noch, man muss also nocheinmal nachspannen. (entweder durch einfahren oder das schaltwerk am schaltauge in die hand nehmen und gegen die pannung gegenhalten während man dagegen schaltet)

wie stellst du denn die genaue Zugspannung, Umschlingung und die anschläge ein? Weil da macht bei Sram leider schon wenig nen großen unterschied (zb beim mtb schaltet es zt schon schlecht wenn man das schaltwerk nicht auf den eingefederten Zustand abstimmt)

Wenn alles nicht Hilft, dann singlespeeden, so mach ichs bei meinen Bikes, aber im Laden wollen das die kunden irgendwie nur selten 🤷‍♂️
 
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Das Kettenblatt muss jedenfalls weiter raus, sonst schleift die Kette auf den kleinen Ritzeln an den nächst größeren... Bei mir konnte ich das Problem mit einer GRX Kurbel mit größerer Kettenlinie lösen...
Garbaruk bietet nach meinen Erfahrungen Kettenblätter mit eher kleinerer Kettenlinie, was bei normalen Kassetten funktionieren mag, bei den großen ab 11-42 funktioniert das bei mir nicht. Bei mir hat eine Kettenlinie von 49-50 mm funktioniert, das könnte hier auch passen, aber ohne Gewähr...

Wird schon... und du sammelst dadurch Erfahrung!😉
 

metalmatrix

Keine Panik
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"can of worms" nennt der Engländer das.
Was mir einfällt... Zugspannung. Die 1fach Antriebe mit der großen Bandbreite sollten immer mit der geringsten möglichen Zugspannung montiert werden, du hast ein Force Schaltwerk mit nominal max. 32 Kapazität (den Käfig mal geschenkt, das Apex verbiegt sich schon im Neuzustand bei 42er Ritzel) dazu offen laufende Züge, und dazu ne Kassette und Rahmen die auch nicht gerade "lange bewährt" schreien. Vielleicht den Zug am Rahmen durchgehend verlegen?

Oder das Konzept ändern. Vorne eben doch ein paar Zähne am Kettenblatt weglassen (34) und auf die größte Übersetzung verzichten, dafür reicht dann hinten 10-46 als Untersetzung und der Antrieb wird wahrscheinlich einfacher einzustellen sein und stabiler laufen.

36/50 ist halt viel Kette für so ein Force mit Adapterkäfig und dazu noch offen laufende Züge, das Schaltwerk ist eben für was anderes gedacht und hat nicht umsonst einen zusätzlichen Einsteller.
 

Nina_S

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Danke für die Tipps. 👍

Ich werde auf alle Fälle überprüfen, ob ich an der Kettenlinie etwas machen muss. Seitdem ich die Kassette wieder vernünftig auf dem Freilauf montiert habe, läuft das ganze System wieder absolut geschmeidig. Ich werde die nächsten Touren abwarten und natürlich beobachten....

Oder das Konzept ändern. Vorne eben doch ein paar Zähne am Kettenblatt weglassen (34) und auf die größte Übersetzung verzichten, dafür reicht dann hinten 10-46 als Untersetzung und der Antrieb wird wahrscheinlich einfacher einzustellen sein und stabiler laufen.

36/50 ist halt viel Kette für so ein Force mit Adapterkäfig und dazu noch offen laufende Züge, das Schaltwerk ist eben für was anderes gedacht und hat nicht umsonst einen zusätzlichen Einsteller.

Danke für die Einschätzung. Wenn es gar nicht anders klappen will, dann kommt das vielleicht in Frage. Ich hatte auch überlegt testweise die alte Kassette und den alten Käfig wieder dranzuschrauben um zu sehen, ob es damit weiter die Probleme gibt.

Wird schon... und du sammelst dadurch Erfahrung!😉

Danke! 🙂

Neben der Feststellung, dass mir mein Gravelbike (im Prinzip) mega Spaß macht (wenn es denn mal gut läuft), hat das Rad bisher wohl die Hauptfunktion gehabt, mir alle möglichen Dinge beizubringen. Tatsächlich bin ich schon auch froh, so viel Tätigkeiten am Rad mittlerweile selbst machen zu können - aber das nächste Rad ist hoffentlich mit weniger Gebastel verbunden. Außer ich baue mir irgendwann eines selbst auf, aber dann ist die Schrauberei und die Recherche-Arbeit ja wenigstens selbst gewählt 😅
 
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Sind ja schon einige gute Ideen gemacht worden, aus eigener Erfahrung vllt. noch folgender input:

  • Lt. Sram werden die Kurbeln OHNE Spacer montiert (außer bei einem 135 mm Hinterbau), d.h. in deinem Fall müßte eigtl. noch ein Sapcer raus = andere Kettenlinie
  • Sram Rival 1 gibt es mit 2 Kettenlinien (also vermtl. verschiedene Kettenblätter, wie bei SRAM MTB ?), welche hast Du verbaut ?
  • Schaltauge: Hatte ich 2 x. Nummer 1 war nach Einschlag verbogen, wurde zurecht gebogen. Danach war das Alu so "weich", daß sich das ganze Schaltauge bei richtig Kettenzug wie eine Nudel gebogen hat. War nat. auf dem Montageständer nicht ganz soooo einfach, daß zu finden :D Nummer 2, Einschlag, minimalster Haarriß, gleicher Effekt wie 1. Im Zweifelsfall neues Auge organisieren und montieren. Könnte für wenig Geld großer Aha Effekt sein....
 

Nina_S

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  • Schaltauge: Nummer 1 war nach Einschlag verbogen, wurde zurecht gebogen. Danach war das Alu so "weich", daß sich das ganze Schaltauge bei richtig Kettenzug wie eine Nudel gebogen hat. War nat. auf dem Montageständer nicht ganz soooo einfach, daß zu finden :D

Das habe ich auch schon ein bisschen in Verdacht, nachdem ich schon zwei Mal dran rumbiegen musste - und wer weiß, was bei der Erstmonatge gemacht wurde. Würde ich überprüfen, falls die Probleme erneut losgehen. Habe hier noch zwei Ersatzschaltaugen rumfliegen. Aber wie geschrieben, das wird einen Herausforderung, die überhaupt montiert zu bekommen.

Die Sache mit den unterschiedlichen Kettenlinien bei Rivalkurbeln ist ebenso hilfreich - das hatte ich nicht auf dem Schirm.

Ganz herzlichen Dank für die Einschätzung! 🙂
 

pseudosportler

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Hallo Frau Hobby Ornithologin, schöner Graurheier 😜 .

Wen das Schaltauge schon 2 mal zurecht gebogen wurde kann es sein das es jetzt zu weich ist und sich bei ordentlich Zug auf der Kette verbirgt, das Schaltauge ist ja die Sollbruchstelle um bei zu hoher Kraft Einwirkung, den Rahmen und das Schaltauge zu schützen.
Wie du mit den nicht passenden neuen Schaltauge Vorgehen kannst habe ich ja schon in meinem ersten Post hier versucht zu sagen.
Gerade bei nicht mehr Sortenreinen Umbauten ist es oft "learning by doing".

MfG pseudosportler
 

epic2006

einfach kann jeder
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Servus,

zu der Schalterei kann ich nichts sagen, ich verweigere mich den 1x12 Antrieben…. Einzig ein Zug mit Liner könnte bei der Biegung unter dem Tretlager evtl. etwas mehr Performanze bringen.

Thema Schaltauge/Steckachse: die Schrauben die das Schaltauge „befestigen“ sind in diesem Fall eher ein Rausfallschutz bei demontierter Steckachse. Die Schraube die das Schaltauge hält nicht festziehen, so dass das SA locker im Rahmen ist, dann das Hinterrad montieren, Steckachse festziehen und gut ist. Dann das Schaltwerk einstellen. Die Steckachse fixiert das Schaltauge, die kleine Schraube sorgt in diesem Fall dafür, dass es halt nicht rausfällt, wenn das HR demontiert wird. Einem Verlust der Schraube beugt man vor, wenn sie mit Locktite o.Ä. verschraubt wird.
Dadurch könnte das Problem mit der unsauberen Passung erledigt sein.

Zum Thema CX/Gravelbike in unserer Gegend bleibe ich beim 2fach Antrieb, 2x11 ist evtl. nicht up to date, funktioniert hier aber.

Gruß Gerrit
 
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