Probleme mit Nacken/Rücken

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Moin zusammen,

ich habe aktuell Probleme mit meinem Nacken und Rücken. Alles über 2h Fahrt wird relativ unangenehm. Zunächst hatte ich die Beschwerden nur im Nacken. Daraufhin habe ich meinen Vorbau gedreht, auch wenn es hässlich aussieht, sodass ich eine positive Neigung von 6 Grad auf 100mm habe. Das hat die Schmerzen im Nacken etwas gelindert. Seit ich diese Einstellung vorgenommen habe, habe ich zusätzlich aber Schmerzen im Rücken bekommen, die knapp unter den Schulterblättern liegen.

Habt ihr ne Idee was ich noch probieren kann?

Danke!
 
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Bisher noch nicht. Ich wollte erstmal prüfen ob es noch günstigere Optionen gibt. Werde ich sonst aber wohl mal testen müssen.

Was ist denn deutlich kürzer? Ich hätte vorgehabt ein 80mm Vorbau zu testen, sonst komme ich mit dem umgedrehten Vorbau ja auch nicht mehr hoch genug für den Nacken. Für Spacer habe ich max. noch 5MM Platz unterm Vorbau.
 
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Achso vielleicht noch paar Maße:

Körpergröße: 183cm
Schrittlänge: 86cm
Armlänge: 60cm

Armlänge habe ich von der Schulter bis zum Handgelenk gemessen. Hoffe das war richtig. Handgelenk bis Fingerspitzen sind nochmal ca. 18cm.

Rahmen: 56er Cyclocross
Vorbau: 100mm
Reach: 393mm
Oberrohr: 558mm
 
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Hi,
ohne nun in irgendeine Berechnung einzusteigen (davon hab ich keine Ahnung), hier mal eine kleine Geschichte von mir, das könnte helfen. Nach dem Wechsel der Lenkergriffe an meinem Bike (war auf ESI Griffe umgestiegen) hatte ich mit Problemen im äußeren Nackenbereich zu kämpfen. Meine Lösung waren Griffe mit Handballenauflage (z.B. Ergon GA3). Lenker und Vorbau sind gleich geblieben, auch alles andere unverändert. Die Dinger kosten 30 Euro (oder mal nen billigen Satz von irgendwas anderem kaufen). Einen Versuch kann es wert sein.
 
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verabschiede dich von "unbedingt höher".

nur weil der lenker höher montiert ist sitzt du nicht automatisch aufrechter.
du neigst den oberkörper beim fahren immer automatisch nach vorne. durch den höheren lenker musst du die arme nun mehr anwinkeln. dabei kann du auch die schultern nach hinten schieben und die brust nach vorne.
dann noch den kopf in den nacken und du bekommst probleme.

ich würde kürzer und eventuell tiefer gehen.
 
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Ich würde das Rad so lassen, und allein bei Dir ansetzen. Was kann dein Rad dafür, dass Du körperlich nicht mithalten kannst? Alle Muskelgruppen kräftigen, dehnen etc. Insbesondere unterer Rücken und der Gegenspieler hierzu, die Bauchmuskulatur. Radsport hat nichts damit zu tun, allein nur besser in den Beinen zu werden, wenn der Rest deines Körpers nicht mitkommt.
 

DerHackbart

l'enfer c'est les autres
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Wie lang bist du denn schon auf dem Rad unterwegs?

Der Umstieg auf Dropbar kann anfangs gern Mal Schmerzen in Schultern, Nacken und Rücken verursachen. Die Muskeln brauchen Eingewöhnungszeit.
 
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Fahre erst seit Anfang Juni und bin jetzt bei ca. 1800km angekommen. Keine Ahnung was aussagekräftiger für die Radfahrdauer ist.

Das Problem ist, dass ich ja nicht mal in den Drops fahre. Die Probleme habe ich auch wenn ich relativ viel im Wechsel am Oberlenker und an den Bremshörnern fahre.

Ich hatte vorhin noch was gelesen von nem Test ... sinngemäß Ellenbogen an Sattelspitze und gucken wie weit der Arm reicht. Damit komme ich mit den Fingerspitzen nur bis zur Mitte des Vorbaus.

Dehnübungen für Rücken, Nacken, Beine und Hüfte führe ich bereits durch. Außerdem auch kleinere Kraftübungen für Nacken, Bauch und Rücken.
 

rapidrabbit

lässt alle Hoffnung fahren
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Das was @k_star geschrieben hat und auch mal probieren den Sattel ein Stück runter und weiter nach hinten. (Vor allem wenn das ganze schon irgendwie wackelig scheint und du dir vorkommst, als würdest du weit oben auf dem Rad sitzen)

Nicht so verbissen auf das Knielot achten.
 

McDreck

Cyclist for Justice
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Sicher, dass der Sattel die richtige Höhe hat? Das ist das A und O! Passt das nicht, hat das massive Auswirkungen auf alles andere. Also zuerst den anpassen und im Zweifelsfall tiefer stellen. Ruhig mal 2 cm oder so. Man soll ja eine Veränderung spüren können.

Ich habe meinen Vorbau von 100mm auf 60mm gewechselt. Hat mir geholfen. Hier kannste billig welche kaufen zum Testen.

Ein Foto von Dir auf dem Rad würde helfen. Noch besser wäre eine Video von Dir beim Treten.
 
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Sattel würde ich ungern rumspielen. Vorher teste ich alles andere. Es hat ewig gedauert den Sattel so einzustellen, dass ich ohne Knieschmerzen fahren konnte.

Danke für den Link. Ich glaube dann komme ich um einen Test mit nem kürzeren Vorbau wohl nicht rum.

Foto sollte ich die Tage wohl auch hinbekommen
 
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Jup mit Klickpedalen. Die Sattelhöhe hatte ich damals ausgerechnet mit 0,885 x Schrittlänge und das dann vom der Mitte des Tretlagers bis zur Sattelfläche gemessen. Bin nach paar Testfahrten glaube ich noch nen halben Zentimeter runtergegangen.

Ich mache einfach morgen oder Samstag mal nen Foto.
 

Mr.Nox

gemueseapfel
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Was heißt denn Schmerzen im Rücken? Muskulär oder eher Wirbelsäule?

Die Bandscheiben werden z.B. nur durch Bewegung gequetscht und entlastet, so dass ein Nährstoffaustausch entsteht. Kennt man, wenn man lange in der selben Position ist.
Hast du vor den Problemen etwas geändert oder sind die "Vorraussetzungen" die gleichen wie mit Schmerzen?
 
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Bei mir lags an der Höhe, bin dann Mal testweise auf 35° gegangen, war deutlich besser. Jetzt 17° und 30mm Riser.
Ich würde einfach Mal verschiedene Sachen probieren. Vorbauten gibt's günstig von procraft, xlc etc.
Bedenke, dass bei der starken Steigung der vorbau effektiv gesehen kürzer wird. Bei einer Steigung von 35° ist ein 60mm vorbau effektiv nur noch 50mm lang, bei 100mm dann entsprechend ähnliches Verhältnis.

Ist halt auch immer ne Frage der Steuerrohr/Gabelschaftlänge...

Grüße
 
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Was heißt denn Schmerzen im Rücken? Muskulär oder eher Wirbelsäule?

So genau kann ich das gar nicht beschreiben. Während der Fahrt fühlt es sich nach ner Zeit einfach stark verspannt an und schmerzt im Nacken und im Rücken zwischen den Schulterblättern. Nach der Tour beruhigt sich das meistens recht schnell, wobei ich ab und zu am nächsten Tag noch so leichtes Druckgefühl im Rücken habe.

Die Nackenschmerzen hab ich seitdem ich Radfahre bei längeren Touren also ohne kenne ich gar nicht. Die Schmerzen zwischen den Schulterblättern kamen dazu nachdem ich den Vorbau erhöht habe.
 

cjbffm

26 Zoll lebt! Nur Stahl ist real.
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Meine Lösung waren Griffe mit Handballenauflage (z.B. Ergon GA3). Lenker und Vorbau sind gleich geblieben, auch alles andere unverändert. Die Dinger kosten 30 Euro (oder mal nen billigen Satz von irgendwas anderem kaufen). Einen Versuch kann es wert sein.

Ich zitiere mich mal selbst:
Gut wenn das bei dir geht, der Schuß kann aber auch nach hinten losgehen. Denn diese Ergo-Griffe haben leider den Nachteil, daß sie meistens nur eine Handhaltung zulassen; drehen der Hände am Griff, also eine Veränderung der Handhaltung, ist damit nicht mehr möglich - oder nur noch sehr begrenzt.

Dann lieber Handschuhe mit Gel-Einlagen oder ähnliches, damit bleiben die Hände in ihrer Bewegung frei.

Das ist also alles sehr individuell. Was der eine gut findet, kann der andere gar nicht gebrauchen.

Zum Sattel: Ich würde auf keinen Fall empfehlen ihn "einfach mal zwei Zentimeter tiefer" zu stellen, weil das angeblich nichts ausmacht. Macht es nämlich sehr wohl. Zwei Zentimeter sind eine Menge bei der Sattelhöhe.

Nach dem, was der TO schildert, scheint er ziemlich verspannt auf dem Rad zu sitzen. So in Hab-acht-Stellung mit eingezogenem Kopf, korrekt?. (Eine Patentlösung dafür habe ich aber nicht.)
 

McDreck

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Zum Sattel: Ich würde auf keinen Fall empfehlen ihn "einfach mal zwei Zentimeter tiefer" zu stellen, weil das angeblich nichts ausmacht. Macht es nämlich sehr wohl. Zwei Zentimeter sind eine Menge bei der Sattelhöhe.
Besser runter als hoch und wenn der Sattel zu hoch ist, dann sind 2cm runter gar nichts. Bisserl zu tief macht auch weniger Probleme Quelle: Bikefitter auf Youtube. Aber die Sattelhöhe ist es wohl nicht, wenn wir den Angaben vom TE vertrauen können.
 
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Was mir Grad noch einfällt: Alternativ kann man ja in diversen Läden solche "Bikefittings" machen lassen, wo man vermessen wird und das Rad ebenfalls. Ich persönlich habe damit keine Erfahrungen, aber das wäre vielleicht eine effiziente Möglichkeit voranzukommen bei der Geschichte.

Grüße
 
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Nicht ausschließlich aber hauptsächlich. Ich habe nen Bürojob, bei dem die Muskeln sicher nicht viel gefördert werden, wenn ich dann z.B. mal am Wochenende im Garten was umbuddel bekomme ich da auch Rückenprobleme.
 
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Wenn kein medizinischen Problem vorliegt, hilft ein Aufbautraining sicher.

Ein moderates Training, welches die Rumpfmuskulatur stärkt, ist empfohlen. Körperspannung der Körpermitte - wird oft unterschätzt. Früher musste ich an steilen Anstiegen anhalten oder wo es möglich war, mich aufrichten und das Kreuz durchdrücken. Die Beine waren nie das Problem, aber im Kreuz hat es dermassen anfangen zu ziehen, dass mir der Spass vergangen ist.

Wenn du am PC arbeitest - versuche es mal an einem Stehpult, wenn möglich. Man hängt nicht wie an nasser Sack im Stuhl, sondern ist aktiver. Auch Telefongespräche mit unangenehmen Kunden sollte man im Stehen durchführen. Man fühlt sich nicht kleiner und der Körper ist auch wacher. Das ist beileibe keine Esoterik. Und wenn man steht, die Knie nie ganz durchdrücken. Machen auch sehr viele Leute. Wenn du das nicht gewohnt bist, fängt es gleich an zu ziehen. Einfach dranbleiben. Auch ein Sitzball hilft den Rumpf zu stabilisieren. Überhaupt Abwechslung in der Bewegung setzt neue Anreize - dann wird auch die Gartenarbeit und das Radeln zum Vergnügen.:daumen:
 
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