Propain Naben

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Ich hänge mich hier mal dran, weil ja einige die Naben schon offen hatten. Kann man die Propain-Naben irgendwie leiser bekommen? Ich habe ein Tyee Baujahr 2020, hatte die Nabe aber noch nicht offen. Kann ich da gefahrlos etwas Fett spendieren oder gibt es da noch andere Möglichkeiten? Ich trete inzwischen auch bei der Abfahrt immer mal mit, um etwas Ruhe zu haben 8-)
Danke für alle Tipps!
 
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Das sollte auch eine normale Sperrklinken-Nabe sein. Dort kannst du Fett rein machen, klar. Die Sperrklinken und Rastpunkte sind ungefähr so groß wie bei Hope. Dort kannst du durchaus viel Fett verwenden, solltest du es sehr leise haben wollen.
Vg
Hexe
 
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Das sollte auch eine normale Sperrklinken-Nabe sein. Dort kannst du Fett rein machen, klar. Die Sperrklinken und Rastpunkte sind ungefähr so groß wie bei Hope. Dort kannst du durchaus viel Fett verwenden, solltest du es sehr leise haben wollen.
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Hexe

So, heute habe ich dann geschafft, den Freilauf abzunehmen. Mit deiner Anleitung war das auch alles gut machbar. Wie beschrieben hat sich natürlich erst die Nicht-Antriebsseite gelöst, bei mir hat dann aber die Impuls-Methode funktioniert, um die Antriebsseite zu lösen. Mit mehr Fett ist es jetzt im Keller schon deutlich leiser, Fahrttest kommt dann morgen.

Auf jeden Fall vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen hier, die haben mir heute sehr geholfen!
 
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@Knusperhexe

Wenn alle Lager sitzen und man die Antriebsseitige Kappe mit 5nm festzieht die Lager rau laufen, wird wohl was mit der Toleranz nicht stimmen vom Lagersitz oder Welle oder ?

Die Kappe hab ich mit Hand angelegt und eine viertel Umdrehung mit dem Schlüssel . Das sind sicherlich keine 5nm aber sollte trotzdem passen oder ? Läuft so alles geschmeidig.

Mit freundlichen Grüßen marc
 
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30. Juli 2018
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Hallo zusammen,
ich habe das Problem, dass die GX Eagle Kassette auf meiner Propain Nabe "eiert".
Das Laufrad war nun das zweite mal bei Propain und das Problem besteht noch immer.
Bis jetzt wurde von Propain die Kassette getauscht und angeblich die Achse und Lager der Nabe, was ich aber nicht ganz glauben kann, da der Freilauf nach dem demontieren nicht so aussah als wäre er in letzter Zeit entfernt worden (viel schwarzes Fett).
Die letzte Aussage von Propain war, dass es an Fertigungsungenauigkeiten von SRAM liegt und sie daher nichts mehr machen können.
Die Kassette und der Freilauf können aber als Fehlerquelle ausgeschlossen werden, da auch bei demontiertem Freilauf die Achse leicht eiert.

Evtl. hat hier jemand eine Idee wie ich das Problem selber lösen kann.
 
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Ah cool, die Lager im Freilauf oder in der Nabe selber? Sie in der Nabe selber machen mir eigentlich noch einen guten Eindruck.
Hallo allerseits,

ich belebe das Thema nochmal. Ich habe auch die Powerway Nabe der "1. Generation" (ohne Innensechskant). Ich habe gerade den Freilauf nachgefettet. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Achse ohne Vorspannung geschmeidig läuft, jedoch sobald ich die Endkappen verschraube der Widerstand stark ansteigt. Es dreht sich sogar der Freilauf mit, wenn ich die Achse auf der Bremsseite drehe (Anmerkung: Spacer zw. Nabengehäuse und Freilaufkörper ist eingebaut!). Hat sich das Problem bei euch durch neue Lager behoben? Würde mich über eine Rückmeldung freuen.

Kann es sein, dass es irgendwie am Spacer liegt?

Grüße
 
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Grüß dich @elus - auf Ferndiagnose ist immer schwierig, aber es gibt noch einen Punkt an der Nabe, den man schnell ergründen kann, ob er Probleme macht - Schau mal die Antriebsseitige Endkappe an bzw. die Gummilippe/"Dichtung" die dort verwendet wird. Sieht die so aus, als wäre die berührungsfrei zum Freilauf? Es gibt hier mehrere Ausführungen und manche Gummilippen/Freilaufkombinationen passen nicht zusammen und sorgen für unnötige Reibung.
Recht einfache Methodik wäre hier mal zu schauen wie die Nabe dreht, wenn du den Gummi weg lässt.
VG
 
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Hallo zusammen,
ich habe das Problem, dass die GX Eagle Kassette auf meiner Propain Nabe "eiert".
Das Laufrad war nun das zweite mal bei Propain und das Problem besteht noch immer.
Bis jetzt wurde von Propain die Kassette getauscht und angeblich die Achse und Lager der Nabe, was ich aber nicht ganz glauben kann, da der Freilauf nach dem demontieren nicht so aussah als wäre er in letzter Zeit entfernt worden (viel schwarzes Fett).
Die letzte Aussage von Propain war, dass es an Fertigungsungenauigkeiten von SRAM liegt und sie daher nichts mehr machen können.
Die Kassette und der Freilauf können aber als Fehlerquelle ausgeschlossen werden, da auch bei demontiertem Freilauf die Achse leicht eiert.

Evtl. hat hier jemand eine Idee wie ich das Problem selber lösen kann.
Hey, wie ist die Sache ausgegangen? Habe das gleiche Problem bei meinem Tyee von Juli 20. Die Kassette eiert seit kurzem so stark, dass sie an den Speichen/Nabe schrabbelt. Kassette funktioniert auf anderem Laufrad problemlos, Freilauf habe ich noch nicht demontiert. Konnte Propain dein Problem lösen bzw. lohnt es sich, das Rad einzuschicken oder sollte ich direkt auf eigene Kosten für Ersatz sorgen?

Beste Grüße!
 
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abend zusammen
leider habe ich auch probleme mit meiner propain nabe :(
habe die erste generation ohne innensechskant, ist es möglich die achse separat zu erhalten?
oder irgendwer ne idee wo ich noch ne anständige nabe herbekomme die nicht über 300 euro kostet?
 
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@Knusperhexe
So, ich versuche mal mein Bestes beim Zeigen der Variante

Achse ausschlagen um an die Sperrklinken heran zu kommen - oder allgemein, wenn sich eine Endkappe nicht lösen lässt.
Es handelt sich bei der Nabe um eine M82A - die Boost Version der M81, weshalb die Achse identisch ist. Der Freilauf hat stärkere Klinken, sonst ist aber wenig Unterschied hervorzuheben.

Zunächst mal haben wir die Nabe vor uns - ich stelle alles so dar, dass sich nur die bremsseitige Endkappe lösen lässt!

Anhang anzeigen 1005977 (Bild 1)
Das ist, klar, die Nabe, bevor es los geht. Beide Endkappen besitzen Aufnahmen für 17mm Konusschlüssel, hier wird also mindestens eine Endkappe gelöst werden. Da man aber gelegentlich beide runter haben möchte, oder sich eben die falsche Seite zuerst löst (Bild 2), kann man die Nabe komplett ihres Innenlebens befreien, um sein Ziel zu erreichen.
Hierzu setzt man etwas auf die Achse, ich nehme gern Schraubenschlüssel, um mit einem Hammer das Ding heraustreiben zu können.

Anhang anzeigen 1005978 Anhang anzeigen 1005979 Anhang anzeigen 1005980 Anhang anzeigen 1005982
(Bild 2) (Bild 3) (Bild 4) (Bild 5)

Die Nabe sollte dafür nicht direkt auf einer harten Unterlage stehen. Besser ist es, wenn der Nabenkörper aufliegt, Freilauf und Endkappe aber "frei schweben", damit die Achse Spielraum hat zum rauskommen. (Dafür kann man zum Beispiel ein Holzstück so ausbohren, dass der Freilauf in die Bohrung passt, der Rest der Nabe aber auf dem Holz aufliegt) Da man dabei das Lager hinterm Freilauf aus der Nabe schlägt, kann es sein, dass der Freilauf mit einem Schwung rauskommt und die Sperrklinken herausfallen. Es ist deshalb wichtig über einer sauberen, zugänglichen Fläche zu arbeiten, damit man nicht anfängt über den Boden zu kriechen und Kleinteile zu suchen...

Anhang anzeigen 1005983 Anhang anzeigen 1005984 Anhang anzeigen 1005985 Anhang anzeigen 1005986
(Bild 6) (Bild 7) (Bild 8) (Bild 9)

Jetzt sind wir schon am Freilauf und könnten rein theoretisch schon anfangen zu arbeiten - wenn es denn das Ziel war, an die Sperrklinken heran zu kommen. Problematisch wird hier aber der Wiedereinbau - denn das ausgeschlagene Lager muss ja wieder zurück in die Nabe, was nur geht, wenn wir direkt ans Lager heran kommen. Aktuell blockiert uns da noch die Endkappe, welche ja noch immer auf der Achse aufgeschraubt ist. Wir bekommen den Freilauf also nicht abgezogen. So richtig schöne Methoden kenne ich hier leider auch nicht. Aber was funktioniert und auf jeden Fall machbar ist --> die Achse klemmen/festhalten und dann die Endkappe abschrauben. Der Mittelteil zwischen den Lagern, also der Teil der Achse, der im Nabenkörper selbst steckt, ist in der Wandstärke deutlich dicker als die Aussenstücke. Hier kann man mit Schraubstock, Rohrzange oder diversen anderen Utensilien ran, wenn man ein bisschen Materialschutz betreibt - zum Beispiel, in dem man Tesa Band drumwickelt und dann greift, oder was auch immer man als Unterlage parat hat. Wichtig ist nur, dass man genügend Kraft zum Gegenhalten der Achse aufbringen kann - die Endkappen sitzen - ab Werk - gern brutal fest, da keinerlei Fett verwendet wurde. Die hier gezeigte Methode ist eher rustikal, nicht auf Schönheit ausgelegt, aber auf ein paar kleine Kratzer an der Achse kam es mir hier nicht an. Das Ziel hier ist wichtiger - die Endkappe herunter bekommen, was damit nun auch möglich sein sollte. Die Achse ist nun also frei zugänglich, kein Freilauf und kein Lager mehr drauf.

Anhang anzeigen 1005998 Anhang anzeigen 1005999 Anhang anzeigen 1006000
(Bild 10) (Bild 11) (Bild 12)

Was kommt als nächstes? Ganz klar - alles wieder zusammen bauen! Hier ist die Reihenfolge besonders wichtig. Denn tatsächlich muss man noch das verbleibende Lager aus dem Gehäuse schlagen, bevor man alles wieder zusammen setzt. Hierzu am Besten wieder die Achse verwenden, genau wie schon beim ersten mal, mit Schraubenzieher das letzte Lager Richtung Bremsscheibe ausschlagen. Warum? Wenn man versuchen würde das Antriebsseitige Lager wieder in die Nabe zu bauen, muss die Achse gleichzeitig mit verbaut werden. (Wenn man die vergisst, steht man mit 2 eingeschlangenen Lager im Nabengehäuse da, aber keine Achse dazwischen. Das wird dann richtig problematisch.) Genau diese Achse ist einem beim Einbau des freilaufseitigen Lagers aber im Weg, wie man auf Bild 12 erkennt.
Wenn alles raus ist, kann man anfangen die Lager wieder einzusetzen. Zuerst die Antriebsseite! Bei dieser Nabe passt eine 21mm Nuss quasi exakt auf den äußeren Lagerring. (Bild 15) So ein Teil hat vielleicht nicht jeder zu Hause. Es ist allgemein nur wichtig etwas zu finden, über welches man das Lager möglichst auf den Ringen in die Nabe schlagen kann.

Anhang anzeigen 1006003 Anhang anzeigen 1006004 Anhang anzeigen 1006005
(Bild 13) (Bild 14) (Bild 15)

Über die Nuss schlägt man nun, vorsichtig, das Lager zurück in die Nabe. Aufpassen, dass man nicht schief kommt, deshalb lieber mit Geduld, und nicht mit roher Gewalt. Wenn das Lager bündig in der Nabe sitzt, hat man die Einschlagtiefe erreicht (Bild 16). Jetzt steckt man die Achse rein, so, wie sie reingehört, setzt das Bremsseitig Lager auf und schlägt dieses, dank 21mm Nuss, oder was auch immer, wieder ein. Gern mal an der Achse rütteln, ob Spiel vorhanden ist oder nicht. Dann weiß man auch, ob die Lager schon richtig sitzen, oder doch noch nicht richtig.


Anhang anzeigen 1006006 Anhang anzeigen 1006007 Anhang anzeigen 1006008 Anhang anzeigen 1006009
(Bild 16) (Bild 17) (Bild 18) (Bild 19)

Eigentlich hat man es jetzt geschafft. Was noch fehlt ist der Freilaufkörper und die Endkappen. Aber auch hier kann man noch ein paar Sachen beachten. Damit gehts gleich im nächsten Beitrag weiter....
wenn ich es richtig verstanden habe müsste also diese achse passen oder? (natürlich mit den alten endkappen der alten achse148mm)


würde diese achse auch gehn dann hätte ich für die zukunft einen konterpunkt
 
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Grüß dich - eine 142er Achse passt nicht in eine 148er Nabe. Wenn du also eine Boostnabe mit 148mm Einbaubreite hast, kannst du nicht einfach die hier genannte Achsen nehmen, die sind unterdimensioniert - damit bekommst du keine funktionierende Nabe zusammen.
Ich bin nicht up to date, ob es bei Powerway mittlerweile auch für die Boost Naben die Innensechskantvariante gibt, kann dir deshalb leider nicht sagen, ob es einfach ein anderes Modell gibt, was du noch auf Aliexpress finden musst...
 
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Grüß dich - eine 142er Achse passt nicht in eine 148er Nabe. Wenn du also eine Boostnabe mit 148mm Einbaubreite hast, kannst du nicht einfach die hier genannte Achsen nehmen, die sind unterdimensioniert - damit bekommst du keine funktionierende Nabe zusammen.
Ich bin nicht up to date, ob es bei Powerway mittlerweile auch für die Boost Naben die Innensechskantvariante gibt, kann dir deshalb leider nicht sagen, ob es einfach ein anderes Modell gibt, was du noch auf Aliexpress finden musst...
achso dachte die achse ist die gleiche wie in den boost naben
So, ich versuche mal mein Bestes beim Zeigen der Variante

Achse ausschlagen um an die Sperrklinken heran zu kommen - oder allgemein, wenn sich eine Endkappe nicht lösen lässt.
Es handelt sich bei der Nabe um eine M82A - die Boost Version der M81, weshalb die Achse identisch ist. Der Freilauf hat stärkere Klinken, sonst ist aber wenig Unterschied hervorzuheben.

deswegen dachte ich das eine 142mm achse verbaut ist und die endkappen einfach als "adapter"dienen
habe auch leider keine größere achse wie 142mm gefunden, oder eine m82 achse...
 
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abend zusammen
leider habe ich auch probleme mit meiner propain nabe :(
habe die erste generation ohne innensechskant, ist es möglich die achse separat zu erhalten?
oder irgendwer ne idee wo ich noch ne anständige nabe herbekomme die nicht über 300 euro kostet?
Wende dich am besten an den Propain-Support, bei mir wars der Freilauf, der wirklich schnell und unkompliziert von den Jungs auf Garantie ersetzt wurde.
 
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Kurzes Update und neue Frage:

Das äußere Lager vom Freilauf war total verrostet. Heute habe ich beide Lager ausgepresst und neue eingepresst. Ich vermute aber, dass ich eines der Lager zu weit eingepresst habe. Zwar sind die äußeren Lagerschalen zu 100% nicht zu weit eingepresst, aber die Distanzhülse zwischen den Lagern sitzt etwas stramm, weshalb man beim Drehen an einer Stelle einen größeren Widerstand merkt. Insgesamt lässt es sich etwas schwerer, aber nicht rau drehen. Im montierten Zustand (beim Treten und Rollen) merkt man das nicht.

Würdet ihr neue Lager kaufen und nochmal aus/einpressen oder es so lassen?

Die Distanzbuchse ist vermutlich von Werk aus zu lang, oder? Kann ja nicht der Sinn sein, dass man die Lager nicht auf Block pressen kann.
Hey! Ich habe selbes Problem. Weißt du noch welches Lager du dafür verwendet hast? Und mir kommt vor, dass am Innenring zu viel Vorspannung (vor von der Endkappe) ist. Hast du da vlt noch Erfahrung sammeln können?

Cheers!
 
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@Knusperhexe Hi, du scheinst dich ja sehr gut auszukennen, deshalb tagge ich dich einfach mal ganz frech :p

Ich habe auch das mittlerweile scheinbar berühmte Freilauf Problem bei meinem Tyee AL 2020 (Powerway M82 Nabe): Die Kassette samt Freilauf hat Spiel und beim Treten erzeugt es ein Geräusch. Vor einem Monat habe ich daraufhin das Ding zerlegt und festgestellt, dass das äußere Lager durch war. Es hat etwas ausgesehen, als ob zu viel Vorspannung auf dem Innenring lag. Ich habe das Lager daraufhin gewechselt (6802) und das Problem war beseitigt. Die Endkappen und die Steckachse habe ich nur sehr leicht verschraubt, um weniger Vorspannung zu erzeugen.

Nun, nur 1 Monat später selbiges bekanntes Knacken. Kassette abgenommen und festgestellt, dass das neue äußere Lager des Freilaufs so richtig zerstört war. Der Innenring war richtig gebrochen und der Spacer zwischen den beiden Lagern des Freilaufs war dadurch so belastet, dass er das innere Lager Richtung Nabe fast ausgetrieben hat.

Jetzt ergeben sich für mich 2 Fragen:
1) ist zu leichtes Verschrauben der Endkappen vielleicht sogar kontraproduktiv? Bis zum ersten Mal Knacken hat es ja über ein Jahr gedauert und Ab Werk ist alles bekannterweise eher streng festgemacht. Du hast irgendwo mal 5 Nm erwähnt glaube ich?
2) habe ich beim ersten Service eventuell einen Spacer zwischen Freilauf und Nabenlager vergessen, dass es überhaupt möglich war, dass das innere Lager rauskommt? Einen sehr dünnen Spacer (ca. 2 mm) habe ich dazwischen. Ich habe dahingehend Propain um eine Explosionszeichnung/Rat gebeten, die konnten mir aber nicht weiter helfen.

Cheers!

Update 1: ich habe mittlerweile von Powerway ein Explosionchart bekommen, Spacer scheint keiner zu fehlen. Allerdings eine Dichtung der Endkappe auf Antriebsseite, die war aber nie vorhanden.
 

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Servus, ich habe mir mal erlaubt die Anleitung von @Knusperhexe als ein PDF zusammenzufassen. Ich hoffe das geht in Ordnung. Bei dem Sauwetter 🤪 eine gute Gelegenheit sein Bike mal frisch zu machen. In diesem Sinne gutes Schrauben. 8-)
 

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Bei mir hat sich die Nabe aus nem 21er Spindrift leider ähnlich verabschiedet. Hab jetzt gegen Hope getauscht in der Hoffnung, dass das besser funktioniert.
 
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Moin! Beim Tauschen der Lager an meiner Hinterradnabe (Tyee von 2021) ist leider diese kleine Distanzscheibe, die eigentlich auf der Achse zwischen Freilauflager und Nabenlager sitzt, verschwunden. Hat jemand seine Nabe vielleicht mal außeinandergebaut und könnte mir die Maße (vor allem Dicke) dieser Scheibe mitteilen?

Alternativ wärs cool zu wissen ob man irgendwo Ersatzteile bekomment.

Ich bin nicht sicher, welche Nabe das genau ist. Sieht schon sehr ähnlich aus wie die Powerway M82A, die in diesem Thread schonmal durchgekaut wurde. Hat aber 6 Sperrklingen.
 
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Also es folgendes passiert:

beim pedalieren hat das Rad irgendwann geknarzt und es wurde immer schlimmer. Beim abfahren hat manchmal die Kassette blockiert.

--> das Lager hat sich gefressen bzw. zerlegt.

auf der Achse ist noch der Innenring des inneren Freilauflagers zu sehen. (Bild1)
es ist auch zusehen, dass die Kugeln eine gewisse Zeit auf dem Alu-Spacer gefahren sind.(Bild1)
Bild2 zeigt den Außsenring der noch im Freilauf steckt.

den Spacer kann ich dir leider nicht vermessen, da ist die Maßhaltigkeit durch die starken Deformationen flöten gegangen.

Ich habe nun eine entsprechende Hope Pro 4 Nabe bestellt, da ich 70€ für einen neuen Freilauf zu teuer finde. Vor allem nachdem ich 2 mal schon probleme hatte, werde ich mir da nicht wieder eine Zeitbombe einbauen.
 
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Es gibt übrigens noch eine Methode, wie man es schafft die fest sitzende Kappe zu lösen - ohne alles öffenen zu müssen. Diese Methode ist nur leider schwer zu beschreiben und klappt auch irgendwie nicht immer, aber kurz gesagt: Es geht über Impuls.
(Diese Methode musste ich zum Beispiel verwenden, um die kleine Photoshow aufzeichnen zu können, da sich bei dieser Nabe natürlich die antriebsseitige Endkappe zuerst gelöst hat - die brauchte ich aber fest auf der Achse, weshalb ich auf diese Weise die Bremsseite geöffnet habe)

Wenn man weiß, dass man die antriebsseitige Kappe lösen möchte, diese sich aber beim normalen Öffnen mit den Konusschlüsseln keinen Millimeter vor traut, sondern immer die Bremsscheibenseite zuerst abdreht, kann man probieren durch schnelle Kraftimpulse doch die Seite gelöst zu bekommen, die man haben will. Dafür muss man (leider), die Bremsseitige Endkappe ziemlich festziehen und nur Gegenhalten, wenn man mit beiden Konusschlüsseln die Endkappen zu öffnen versucht. Beim Öffnen dann nur Antriebsseitig, mit schnellen Kraftimpulsen versuchen diese Kappe zu lösen. Es kann sein, dass man die Bremsseite immer wieder öffnet, aber mit ein bisschen Überung/Wiederholung bekommt man es irgendwann hin, dass sich wirklich diese Seite zuerst löst, die man haben möchte.
Nachteil der Methode: Vermutlich sitzt danach die gegenseitige Endkappe fester als je zuvor.....

VG
Hexe
Super Tip! Hat tatsächlich nach dem 4ten mal probieren funktioniert. Endlich ist meine Propain/Powerway Nabe leise :)
 
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