Propain Tyee oder Trek Slash

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Hallo Forum,

bin dabei mir ein Enduro zuzulegen und schwanke zwischen Propain Tyee oder Trek Slash. Canyon wäre das Strive interessant aber nicht lieferbar..

Einsatzzweck: Trails mit Drops, Sprüngen und Anleger; gelegentlich Bike-Park;

Gleich einmal auffällig: die wesentlich besseren Komponenten beim Propain bei vergleichbarem Preis. Kann man die Bikes auf diese Art vergleichen oder gibt es da so etwas wie "Abstimmung" oder "Gesamtpaket" was mehr ausmacht als rein die "Summe der Einzelteile"?

Im Enduro https://enduro-mtb.com/trek-slash-9-8-xt-2021-test/ bezeichnen sie den Preis des 9.8 mit knapp € 6K als fair - am Datenblattvergleich zum Propain ist das allerdings kaum nachvollziehbar.
Ist das tatsächlich rein der Markenname, den man hier zahlt? Tatsächlich gibt es ja eine Menge Trek-Fahrer, die hellauf begeistert sind und Empfehlungen aussprechen.. zudem wird man bei Enduro auch nicht unbedingt seine Glaubwürdigkeit plump auf's Spiel setzen wollen?

Was ich mit 1m81 und ca. 83 cm Schrittlänge - immer zwischen M und L - auch charmant an Trek finde ist die ML Größe da ich eher etwas agileres suche. Bei Propain wäre das dann wohl M.. macht das Sinn?

Vielen Dank vorab für eure Meinung und Empfehlungen,
Martin

PS: die Frage trifft im Kern wahrscheinlich auch den alten Klassiker "Versender vs. alt-eingesessene Marke".. für interessante Links wäre ich auch dankbar!
 
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Servus,
Kann man die Bikes auf diese Art vergleichen oder gibt es da so etwas wie "Abstimmung" oder "Gesamtpaket" was mehr ausmacht als rein die "Summe der Einzelteile"?
Man muss beides machen.

Ist das tatsächlich rein der Markenname, den man hier zahlt?
Trek ist weltweit bekannt, deshalb gibt es natürlich einen Markenzuschlag. Einen weiteren Teil zahlt man für das Händlernetz, welches es bei Propain als Versender nicht gibt.
Leitungsverlegung und Kettenstrebenschutz sind beim Slash etwas besser gelöst, sodass das Rad insgesamt deutlich leiser ist. Außerdem gibt es ein kleines Staufach im Rahmen sowie einen Flip-Chip, welche das Tyee nicht hat. Durch die fehlende Querverstrebung am Hinterbau kann es beim CF Tyee bei ungünstiger Belastung passieren, dass dieser komisch knackt. Die Zusatzgrößen welche Trek bietet kosten ebenfalls zusätzliches Geld.

Da Propain bei Stabilität des Rahmens und Qualität der Rahmenlager nicht gespart hat gibt es dort für den Normalo etwas mehr Bike fürs Geld. Das Trek ist - bei identischer Ausstattung - insgesamt etwas hochwertiger und bietet auch etwas mehr. Ob dir das den Aufpreis wert ist musst du selbst entscheiden.

Das Tyee ist eher das Touren-Enduro, geht etwas besser bergauf und weniger fluffig bergab. Mit beiden Rädern machst du nichts verkehrt und beide sind verhältnismäßig agil unterwegs. Falls du öfter mal längere Touren mit steilen Anstiegen fährst solltest du das Tyee vorziehen.

Was ich mit 1m81 und ca. 83 cm Schrittlänge - immer zwischen M und L - auch charmant an Trek finde ist die ML Größe da ich eher etwas agileres suche. Bei Propain wäre das dann wohl M.. macht das Sinn?
Ich bin bei identischer Schrittlänge 3cm kleiner und denke M wäre bei dir bereits grenzwertig. Bedeutet: Kein M-Tyee bestellen ohne vorherige Probefahrt!


Gruß
 
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Was ich mit 1m81 und ca. 83 cm Schrittlänge - immer zwischen M und L
Persönliche Meinung, streich das Wort M bei deiner Größe. Ich bin 1,86m mit SL 88cm und tendiere meist zu XL oder langem L. Nach meiner Meinung warst und bist du nie M gewesen, ganz klar L. Einzig deine Schrittlänge musst halt mit dem Sitzrohr und der Dropper abstimmen.

Bei Propain wäre das dann wohl M.. macht das Sinn?
Spontan hat sich mal auf dem Pumptrack ein kurzes Testrollen vom Tyee 29 in XL ergeben für mich. Also mit dem anderen Fahrer getauscht, er mein Dirt mit 440 Reach und ich das Tyee in XL.
Empfinde das Tyee in XL nicht als riesig. Auf dem asphaltierten Pumptrack war keine wirklich Eingewöhnung nötig und sperrig empfand ich es auch nicht.

Natürlich spielen persönliche Vorlieben ein, wüsste aber nicht was du mit einem M willst.
 
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Servus,

Man muss beides machen.


Trek ist weltweit bekannt, deshalb gibt es natürlich einen Markenzuschlag. Einen weiteren Teil zahlt man für das Händlernetz, welches es bei Propain als Versender nicht gibt.
Leitungsverlegung und Kettenstrebenschutz sind beim Slash etwas besser gelöst, sodass das Rad insgesamt deutlich leiser ist. Außerdem gibt es ein kleines Staufach im Rahmen sowie einen Flip-Chip, welche das Tyee nicht hat. Durch die fehlende Querverstrebung am Hinterbau kann es beim CF Tyee bei ungünstiger Belastung passieren, dass dieser komisch knackt. Die Zusatzgrößen welche Trek bietet kosten ebenfalls zusätzliches Geld.

Da Propain bei Stabilität des Rahmens und Qualität der Rahmenlager nicht gespart hat gibt es dort für den Normalo etwas mehr Bike fürs Geld. Das Trek ist - bei identischer Ausstattung - insgesamt etwas hochwertiger und bietet auch etwas mehr. Ob dir das den Aufpreis wert ist musst du selbst entscheiden.

Das Tyee ist eher das Touren-Enduro, geht etwas besser bergauf und weniger fluffig bergab. Mit beiden Rädern machst du nichts verkehrt und beide sind verhältnismäßig agil unterwegs. Falls du öfter mal längere Touren mit steilen Anstiegen fährst solltest du das Tyee vorziehen.


Ich bin bei identischer Schrittlänge 3cm kleiner und denke M wäre bei dir bereits grenzwertig. Bedeutet: Kein M-Tyee bestellen ohne vorherige Probefahrt!


Gruß

Vielen Dank für deinen super Vergleich. "Fluffiger bergab" klingt sehr verführerisch, ebenso wie das mit der Lautstärke.. allerdings erscheint mir der Preisunterschied bei ähnlicher Ausstattung enorm.

Danke auch für den Hinweis bzgl. der Größe - ML ist wohl ein weiterer Slash Pluspunkt für mich..
 
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Hallo Forum,

bin dabei mir ein Enduro zuzulegen und schwanke zwischen Propain Tyee oder Trek Slash. Canyon wäre das Strive interessant aber nicht lieferbar..

Einsatzzweck: Trails mit Drops, Sprüngen und Anleger; gelegentlich Bike-Park;

Gleich einmal auffällig: die wesentlich besseren Komponenten beim Propain bei vergleichbarem Preis. Kann man die Bikes auf diese Art vergleichen oder gibt es da so etwas wie "Abstimmung" oder "Gesamtpaket" was mehr ausmacht als rein die "Summe der Einzelteile"?

Im Enduro https://enduro-mtb.com/trek-slash-9-8-xt-2021-test/ bezeichnen sie den Preis des 9.8 mit knapp € 6K als fair - am Datenblattvergleich zum Propain ist das allerdings kaum nachvollziehbar.
Ist das tatsächlich rein der Markenname, den man hier zahlt? Tatsächlich gibt es ja eine Menge Trek-Fahrer, die hellauf begeistert sind und Empfehlungen aussprechen.. zudem wird man bei Enduro auch nicht unbedingt seine Glaubwürdigkeit plump auf's Spiel setzen wollen?

Was ich mit 1m81 und ca. 83 cm Schrittlänge - immer zwischen M und L - auch charmant an Trek finde ist die ML Größe da ich eher etwas agileres suche. Bei Propain wäre das dann wohl M.. macht das Sinn?

Vielen Dank vorab für eure Meinung und Empfehlungen,
Martin

PS: die Frage trifft im Kern wahrscheinlich auch den alten Klassiker "Versender vs. alt-eingesessene Marke".. für interessante Links wäre ich auch dankbar!
Also da ich vor 3 Monaten endlich mein erstes Fully nach gründlicher Überlegung ergatterte , nachdem ich immer ein Canyon kaufen wollte, und am Ende doch bei einem Trek gelandet bin, kann ich dir hier vielleicht ein paar Gedankenanstöße geben.

Canyon Strive:
Inzwischen recht veraltet. Der Lenkwinkel ist verglichen mit anderen Enduros ist recht steil, das Gewicht ist dank ShapeShifter recht groß. Vielleicht solltest du an dieser Stelle über das Canyon Spectral 29" nachdenken.


Jetzt kommen wir zu Trek:
Ich war anfangs gegen die Marke abgeneigt, da "Massenware" etc. Aber nachdem ich mein Bike, eigentlich der kleinere Bruder des Slash, das Remedy (beide Fahrräder teilen quasi die gleiche Basis), vor Ort bei einem lokalen Händler anfassen und fahren durfte, wurde ich eines besseren gelehrt. Was die Hochwertigkeit des Rahmens und der Kabelführung ist Trek spitze. Selbst der Alurahmen fühlte sich fast wie ein Carbonrahmen. Der Rahmen ist so solide und robust, freigegeben für ein gesamtgewicht bis 136 kg.

Das Fahrrad ist praktisch lautlos. Besonders wenn du Richtung Shimano gehst, dann kannst du bei Trek restlos glücklich sein.Du hast oben drauf eine lebenslange Garantie auf den Rahmen. Bei Propain oder Canyon sind es nur 5 bzw. 7 Jahre!!

Außerdem sollte man die Vorteile des Vor-Ort-Kaufens, insbesondere in diesen Zeiten globaler Bike-Knappheit nicht außen vor lassen. Wenn irgendwas mit dem Bike nicht stimmt, hast du Pech bei Direkt-Versendern. Es kann sein, dass du wochen- oder monatelang auf Ersatz warten müsstest.

Das Trek Slash hat schon viele Tests als bestes Enduro für 2021 gewonnen, ich glaube da machst du nichts Falsches
 
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Persönliche Meinung, streich das Wort M bei deiner Größe. Ich bin 1,86m mit SL 88cm und tendiere meist zu XL oder langem L. Nach meiner Meinung warst und bist du nie M gewesen, ganz klar L. Einzig deine Schrittlänge musst halt mit dem Sitzrohr und der Dropper abstimmen.


Spontan hat sich mal auf dem Pumptrack ein kurzes Testrollen vom Tyee 29 in XL ergeben für mich. Also mit dem anderen Fahrer getauscht, er mein Dirt mit 440 Reach und ich das Tyee in XL.
Empfinde das Tyee in XL nicht als riesig. Auf dem asphaltierten Pumptrack war keine wirklich Eingewöhnung nötig und sperrig empfand ich es auch nicht.

Natürlich spielen persönliche Vorlieben ein, wüsste aber nicht was du mit einem M willst.

OK, danke für deinen Input! Hab die Frage auch an Propain direkt gestellt. Tatsächlich sagen die, dass M noch super geht bei meinen Maßen. Aber wie du sagst wird es wohl das persönliche Empfinden sein. D.h. ich muss irgendwie zu Möglichkeiten kommen, unterschiedliche Größen zu testen..
 
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Also da ich vor 3 Monaten endlich mein erstes Fully nach gründlicher Überlegung ergatterte , nachdem ich immer ein Canyon kaufen wollte, und am Ende doch bei einem Trek gelandet bin, kann ich dir hier vielleicht ein paar Gedankenanstöße geben.

Canyon Strive:
Inzwischen recht veraltet. Der Lenkwinkel ist verglichen mit anderen Enduros ist recht steil, das Gewicht ist dank ShapeShifter recht groß. Vielleicht solltest du an dieser Stelle über das Canyon Spectral 29" nachdenken.


Jetzt kommen wir zu Trek:
Ich war anfangs gegen die Marke abgeneigt, da "Massenware" etc. Aber nachdem ich mein Bike, eigentlich der kleinere Bruder des Slash, das Remedy (beide Fahrräder teilen quasi die gleiche Basis), vor Ort bei einem lokalen Händler anfassen und fahren durfte, wurde ich eines besseren gelehrt. Was die Hochwertigkeit des Rahmens und der Kabelführung ist Trek spitze. Selbst der Alurahmen fühlte sich fast wie ein Carbonrahmen. Der Rahmen ist so solide und robust, freigegeben für ein gesamtgewicht bis 136 kg.

Das Fahrrad ist praktisch lautlos. Besonders wenn du Richtung Shimano gehst, dann kannst du bei Trek restlos glücklich sein.Du hast oben drauf eine lebenslange Garantie auf den Rahmen. Bei Propain oder Canyon sind es nur 5 bzw. 7 Jahre!!

Außerdem sollte man die Vorteile des Vor-Ort-Kaufens, insbesondere in diesen Zeiten globaler Bike-Knappheit nicht außen vor lassen. Wenn irgendwas mit dem Bike nicht stimmt, hast du Pech bei Direkt-Versendern. Es kann sein, dass du wochen- oder monatelang auf Ersatz warten müsstest.

Das Trek Slash hat schon viele Tests als bestes Enduro für 2021 gewonnen, ich glaube da machst du nichts Falsches

Super, danke für deinen Input! Ich kann mir äußerst gut vorstellen, dass sich das Trek im Generellen wertiger anfühlt - man siehts den Dingern in Natur ja richtig an. Habe beim Fuel meines Kollegen schon nicht schlecht gestaunt, wie lautlos das Ding über den Trail rollt.

Gibt's bei SRAM tatsächlich mehr Geräusche bzw. Probleme? Denn das GX wäre natürlich auch eine Option..

Ja, vor Ort kaufen hat schon einen gewissen Charme. Allerdings sind derzeit die Bikes in meiner Gegend dermaßen vergriffen, dass wenn Ersatz notwendig sein sollte, ich warscheinlich auch Monate warten würde..

Das mit den Tests ist mir natürlich nicht entgangen :) Das Tyee scheindet dort halt auch relativ gut ab und wird teilweise direkt mit dem Slash verglichen.
 
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D.h. ich muss irgendwie zu Möglichkeiten kommen, unterschiedliche Größen zu testen..

Gibt's bei SRAM tatsächlich mehr Geräusche bzw. Probleme? Denn das GX wäre natürlich auch eine Option..
Hab gerade GX Eagle 3+4 im Einsatz, eine davon AXS. An das aktuelle Projekt kommt wieder ein Eagle GX/X01 Mischung.

Ob ein Bike lautlos ist hängt von vielen Dingen ab. Freilauf, Kettenstrebe bzw. Schutz dieser und der Sitzstrebe, Verlegung der internen Leitungen geklemmt oder frei liegen oder sogar Ummantelung etc.

SRAM hat grundsätzlich ein knackiges und eher lauteres Schalten als SRAM. Wobei dies seit meiner AXS auch nicht mehr zutreffender ist. Eigentlich brauchst nicht schauen ob SRAM oder Shimano. Einzig die Deore ist einer SX/NX ganz klar vor zu ziehen.
 
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Gibt's bei SRAM tatsächlich mehr Geräusche bzw. Probleme?
Keine Ahnung, ich finde beide Systeme laufen recht vernünftig.
Die Abstufung bei Shimano ist allerdings eine andere (liegt mir besser) und ab dem XT-Schalthebel lassen sich nach wie vor zwei Gänge auf einmal hochschalten, was SRAM afaik bis heute noch nicht kann. Beim XT-Schalthebel könnte man zudem alternativ mit dem Zeigefinger hochschalten, aber dieses Feature habe ich noch nie genutzt. Der Unterschied zwischen dem 51er und 52er Ritzel ist so gering, dass du ihn praktisch nicht merkst.


Gruß
 
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Super, danke für deinen Input! Ich kann mir äußerst gut vorstellen, dass sich das Trek im Generellen wertiger anfühlt - man siehts den Dingern in Natur ja richtig an. Habe beim Fuel meines Kollegen schon nicht schlecht gestaunt, wie lautlos das Ding über den Trail rollt.

Gibt's bei SRAM tatsächlich mehr Geräusche bzw. Probleme? Denn das GX wäre natürlich auch eine Option..

Ja, vor Ort kaufen hat schon einen gewissen Charme. Allerdings sind derzeit die Bikes in meiner Gegend dermaßen vergriffen, dass wenn Ersatz notwendig sein sollte, ich warscheinlich auch Monate warten würde..

Das mit den Tests ist mir natürlich nicht entgangen :) Das Tyee scheindet dort halt auch relativ gut ab und wird teilweise direkt mit dem Slash verglichen.
Sagen wir mal so:

Es ist, sagen wir, eine fast ideologische Frage: SRAM oder Shimano. Ich bin ein absoluter Shimano-Fan. Ich habe beide probiert an den Canyon Spectral Rädern bei Canyon in Koblenz, und der Unterschied sticht sofort ein. Shimano ist viel geschmeidiger, flüssiger, hochwertiger, und die Bremsen sind um Welten besser. Ich habe an meinem Hardtail aus 2017 Shimano-XT Schaltgruppe, und es ging nie was kaputt (außer natürlich Defekte durch Stürze und Ähnliches), es schaltet immer noch einwandfrei.

Was die Größe angeht: ich bin selber 180 cm große und 105 kg groß. Vergiss die Größe M, bei Trek je nach Modell entweder M/L oder L, sogar XL wäre denkbar für dich, würde ich sagen.
 
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Ich habe beide probiert an den Canyon Spectral Rädern bei Canyon in Koblenz, und der Unterschied sticht sofort ein. Shimano ist viel geschmeidiger, flüssiger, hochwertiger, und die Bremsen sind um Welten besser. Ich habe an meinem Hardtail aus 2017 Shimano-XT Schaltgruppe, und es ging nie was kaputt (außer natürlich Defekte durch Stürze und Ähnliches), es schaltet immer noch einwandfrei.
Meinst wirklich man kann das auf Testrädern auf einem Parkplatz beurteilen?

Alle SRAM Bremsen die ich kenne, fahre aktuell die dritte sowie vierte und auch noch SLX und bald noch XT, haben sehr lange Einbremszeiten gehabt. Ich glaube unter 150 Tiefenmeter hat keine SRAM richtig gearbeitet. Ich kann mit meiner SRAM locker 4.5-6.000 Tiefenmeter am Tag ziehen. Und der wandernde Druckpunkt bei Shimano der teilweise auftritt ist ja auch bekannt.

Der GX Trigger ist in meinen Augen auch hochwertiger, als der SLX, stand ja lange genug ein Bike mir Shimano 1x12 im Keller. Hab Shimano 1x12, GX Eagle und GX AXS direkt nacheinander getestet. Die XT kenne ich von Testrides.

Hier spielen persönliche Vorlieben ein, aber so grottig ist SRAM nicht. Probleme haben beide mal hier und da. Brauchst ja nur hier im Forum lesen.
 
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Der GX Trigger ist in meinen Augen auch hochwertiger, als der SLX
Der Sprung zwischen SLX und XT-Trigger ist riesig, deshalb lohnt sich der Aufpreis praktisch immer. Durch Instant-Release und Multi-Release erfolgen die Gangwechsel deutlich schneller und knackiger. Beides sind Features, die man erst vermisst, wenn man sich daran gewöhnt hat. Hätte Shimano nur den SLX-Trigger im Angebot würde ich mich auch für den SRAM-Antrieb entscheiden.

Gruß
 
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Der Sprung zwischen SLX und XT-Trigger ist riesig, deshalb lohnt sich der Aufpreis praktisch immer. Durch Instant-Release und Multi-Release erfolgen die Gangwechsel deutlich schneller und knackiger. Beides sind Features, die man erst vermisst, wenn man sich daran gewöhnt hat. Hätte Shimano nur den SLX-Trigger im Angebot würde ich mich auch für den SRAM-Antrieb entscheiden.

Gruß
Bei SRAM ist der Unterschied GX und X01 deutlich geringer, minimal knackiger. Wobei dort die zwei Features fehlen, dafür hast wieder den Cagelock.
Wenn es nicht kennst, fehlt es nicht.

Ist halt eine Frage der Vorlieben, wenn SRAM magst fühlt sich Shimano teigig an, auf der andern Seite sind wieder die Abstimmungen der Kassette etwas anders.
Bei Shimano nervt nur die dauernde Änderung von I-Spec I und II auf EV jetzt. SRAM ist da seit Jahren bei MMX.

Hätte ja 2019 gerne Shimano probiert, war aber damals teuer und schwerer. Jetzt drücken sie mit dem Preis rein und können nicht liefern.
Irgendwie ist Shimano in meinen Augen nur noch am Reagieren auf SRAM.
Wäre die AXS nicht so teuer, käme sie sofort ans jetzige Projekt.

Bei RR Gruppen sind Sram und Shimano teils mixbar. Ist das eigentlich auch im MTB Sektor der Fall?
Ja, wobei schauen musst was sinnvoll ist. Kettenschloss wohl nie Shimano verwenden.
 
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Bei RR Gruppen sind Sram und Shimano teils mixbar. Ist das eigentlich auch im MTB Sektor der Fall?
Die Frage lässt sich so einfach nicht beantworten, zumal sich ja auch Gruppen untereinander mischen lassen. Bei Shimano waren z.B. 7, 8 und 9-fach Schaltwerke/Schalthebel untereinander kompatibel, ab 10-fach nicht mehr. Es ist aber kein Problem z.B. eine 10-fach Ultegra Kassette mit einem 10-fach Shimano SLX-MTB Schaltwerk und einem 10-fach Shimano-Trekking-Schalthebel zu fahren. Ein Shimano 10-fach Schaltwerk kann/könnte man wiederum mit einem SRAM 9-fach Hebel mixen, weshalb auch immer man das tun sollte. Bei den 12-fach Antrieben müssten theoretisch SRAM Schalthebel und Shimano Schaltwerk mixbar sein. Beide sind allerdings etwas unterschiedlich aufgebaut, sodass das u.U. zu Problemen führt.
Was praktisch immer herstellerübergreifend funktioniert sind (mit Ausnahmen) die Antriebskomponenten, also Kassetten, Ketten, Kurbeln/Kettenblätter. Nicht alle Kombinationen harmonieren perfekt miteinander, aber sie funktionieren. Du kannst dich also austoben solange du Schaltwerk und Hebel vom selben Hersteller wählst. Lediglich Gangzahl und Kapazität des Schaltwerks muss man beachten und natürlich passt nicht jede Kassette auf jeden Freilaufkörper.


Wobei dort die zwei Features fehlen, dafür hast wieder den Cagelock.
Ja, alles weit entfernt von perfekt, aber fahrbar.
Die eierlegende Wollmilchsau wäre wohl eine Getriebebox mit Abstufung, Bandbreite und Schwerpunkt der Pinion, dem Gewicht vom Singlespeed, dem Wartungsintervall eines Zahnriemens, der Effizienz eines Nabenmotors und der Zuverlässigkeit einer Rohloff. Selbstverständlich sowohl unter Last als auch im Stand in einen beliebigen Gang schaltbar und das ohne den blöden Drehgriff. Nachdem ich jetzt in meinen Keller gehe um das zu entwickeln .. fällt dir noch was ein? 🤔

Gruß
 
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Was ich mit 1m81 und ca. 83 cm Schrittlänge - immer zwischen M und L - auch charmant an Trek finde ist die ML Größe da ich eher etwas agileres suche. Bei Propain wäre das dann wohl M.. macht das Sinn?
fahr das ML auf jeden Fall vorher Probe..
wir hatten gestern zufällig ein Slash in ML im Trailcenter geliehen und ich fand es teilweise grenzwertig gedrungen (1,80m, 83cm SL)

Geschmäcker sind verschieden, aber nach ein paar Trails und Probesitzen (kein Trails) auf dem L, würde ich persönlich zum größeren tendieren.

(Radl wurde für die Dame geliehen.. durfte aber mal ein paar Runden drehen)

Edit: ahh.. es war das Trek Slash 8 2020 - vermute, dass die Geometrie verändert wurde.
 
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Was die Größe angeht: ich bin selber 180 cm große und 105 kg groß. Vergiss die Größe M, bei Trek je nach Modell entweder M/L oder L, sogar XL wäre denkbar für dich, würde ich sagen.
Der Thread ist zwar schon ne Weile her, aber vielleicht für künftige Besucher: ich bin 1,81cm groß und habe 83cm Schrittlänge. Ich bin das Tyee in M und L gefahren, jeweils mit 27,5ern und 29ern. Und eben nicht nur mal kurz auf dem Parkplatz, sondern wirklich ausgiebig auf diversen trails (technische, wurzelige Passagen, kleine Drops, Sprünge, Spitzkehren, etc.). Ich bestelle mir jetzt ein M mit 29ern. Das L fühlte sich für mich viel zu wenig verspielt und etwas träge an. Das M ist super-lebendig, fährt sich absolut genial! Die Bikes werden eh alle immer länger. Ich empfehle hier einfach wirklich probezufahren und eben nicht nur im Laden oder aufm Parkplatz mal eben n Runde zu drehen, das ist murks. Bei propain jetzt ja auch super einfach über die "Propain friends" app möglich Probefahrten zu vereinbaren.
Have fun!
 
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Ich fahre ein Trek Remedy in L und hatte die Gelegenheit das neue Tyee in L kurz Probe zu fahren. Mir fiel auf, dass das Tyee sich kleiner anfühlt, da berührte der Lenker ständig mein Knie, was beim Remedy nur bei spitzen Kurzen vorkommt. Nur so als Randbemerkung. Sonst muss ich gestehen, dass das Tyee sich unglaublich leicht pedalieren lässt, besonders bergauf, daneben fühlt sich das Remedy wie ein Downhiller.
 
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Ich fahre ein Trek Remedy in L und hatte die Gelegenheit das neue Tyee in L kurz Probe zu fahren. Mir fiel auf, dass das Tyee sich kleiner anfühlt, da berührte der Lenker ständig mein Knie, was beim Remedy nur bei spitzen Kurzen vorkommt. Nur so als Randbemerkung. Sonst muss ich gestehen, dass das Tyee sich unglaublich leicht pedalieren lässt, besonders bergauf, daneben fühlt sich das Remedy wie ein Downhiller.
Das kommt durch die steilen Sitzwinkel, die verkürzen das eff Oberrorh. Das Remedy hat nicht gerade einen steilen Sitzwinkel.

Das mit dem Lenker schaffe ich sogar bei 1,86m und meinem DC mit 512 Reach, aber nur mit einem Fuß am Boden. Hat aber überhaupt nichts zu sagen, da ich keine Fahrsituation kenne wo dies vorkommen könnte. Und aus dem Stand bei 70° Lenkeinschlag kann ich kein Hinterradversetzten.
 
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