Protektoren made in Europe oder USA/Canada?

mueslimann

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Gibt es noch Marken, die Protektoren (insb. Knie/Schienbein und Ellenbogen) in Europa, Nordamerika oder einem anderen "Hochlohnland" fertigen?

G-Form macht die Pads in den USA, das Endprodukt und der Stoff werden in Asien gefertigt. Sonst habe ich aktuell nichts gefunden.
 

mueslimann

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Vielen Dank! Suicide kannte ich noch nicht, Orthema schon. Dass es Orthesen aus heimischer Fertigung gibt, wusste ich. Ich würde mich eher dafür interessieren, ob es irgendwas im Bereich "normale" Protektoren gibt, also keine Orthesen, das nicht aus China/Vietnam/Kambodia o.Ä. kommt.
Ich glaube es ja nicht, aber vielleicht habe ich etwas übersehen und vor allem kleine Marken kenne ich natürlich nicht alle.

Total abwegig ist der Gedanke jedoch nicht, es gibt ja durchaus Hersteller für z.B. Arbeitsschutzprodukte (Uvex) die noch in Europa fertigen und auch sonst vereinzelt Marken, die Bekleidung nicht in Asien herstellen.
 
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Ich link mich hier Mal rein- möchte auch nicht mehr (so viel) Sachen kaufen, welche in Asien gefertigt werden.
Die MTB Branche ist hier sehr weit hinten- ich kann die Marken auf der Hand abzählen die in Europa fertigen.... Finde ich schade, da gibt's sicher nen Markt dafür
 

cxfahrer

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Ich kann den Gedankenansatz gerade nicht nachvollziehen, insbesondere beim MTB Sektor.
Geht es um "faire" Arbeitsbedingungen, um "nachhaltige" Produktion oder um die Qualität des Produkts?

:ka:
 

mueslimann

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Ich kann den Gedankenansatz gerade nicht nachvollziehen, insbesondere beim MTB Sektor.
Geht es um "faire" Arbeitsbedingungen, um "nachhaltige" Produktion oder um die Qualität des Produkts?

:ka:
Um die Punkte 1 und 2 geht es schon auch, ja. Und noch um ein paar andere Dinge. Aber wenn es nur deine ersten beiden Punkte wären, würde ja nichts grundsätzlich gegen Asien sprechen. Es gibt genug Bekleidungshersteller, die entsprechend zertifiziert (fair, umweltfreundlich etc) in Asien prodizieren. Allerdings ist mir im Protektorenbereich niemand bekannt, der da irgendwas (unabhängige Label, Siegel, Kontrollen) vorzuweisen hat. Ich erinnere mich sogar nicht einmal daran, dass irgendwer mit nachhaltiger/fairer Produktion "nach eigenen Standards" wirbt.

Wieso ist der Gedankenansatz "insbesondere im MTB Sektor" nicht nachvollziehbar?
 

mueslimann

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Ich glaube Fuse Protection produziert in Europa. Zumindest teilweise. Könnte man mal nachfragen.
Sieht irgendwie leider nicht so aus.
Auf der Webseite finde ich dazu gar nichts, in den FAQ nur zum Thema "Umwelt" das Zitat unten. Die Passage erwähnt die Produktion gar nicht, ich nehme also an, dass diese keine bestimmten, erwähnenswerten Normen einhält. Zumindest ich würde groß damit werben (und das hält auch fast jede mir bekannte Firma so), wenn ich bewusst in Europa, den USA, etc herstelle. Denn das macht man, Einzelanfertigungen ausgenommen, seltenst aus wirtschaftlichen Gründen. Es gibt kaum mehr jemanden, der in diesen Ländern das Wissen und die Produktionsmittel hat um Bekleidung herzustellen (klar gibt es Firmen, aber das sind nur ein paar wenige)

Do we think about the environment?

Too right we do. All our manufacturing is strictly controlled to agreed international standards. We’ve avoided the use of chrome over the years and our powder chrome process is a lot more friendly than traditional methods. All our cardboard packaging(and progressively everything else) is from recycled sources and to support that we also recycle all our paper, plastic and packaging at the office. We all cycle into work, we share a single car, have fitted energy saving/movement activated lighting where possible and on the whole do give a shit about this kind of thinking. We make parts that last so they don’t need replacing as often. We try to do our bit although we’re still a long way from being the best. We help the local scene out with re-using product and small parts. I couldn’t say what our carbon footprint is, but the ideology and our thoughts about it are being re-looked at the whole time.
 
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Ich kann den Gedankenansatz gerade nicht nachvollziehen, insbesondere beim MTB Sektor.
Geht es um "faire" Arbeitsbedingungen, um "nachhaltige" Produktion oder um die Qualität des Produkts?

:ka:
1. Ein vorstrittlicheres Arbeitsrecht als in vielen Asiatischen Ländern.
2. Weitaus höhere Umweltauflagen
3. Fairer(er) Lohn
4. Oft hochwertigere Materialien
5. Wenn auch die Rohstoffe aus Europa kommen weniger Verkehrsweg

Finde eben in MTB Sektor sollte es das vermehrt gehen- gibt auch sonst genug Kleidung, welche weniger kostet als Marke Kleidung aus Fernost aber um Meilen bessere Stoffe und Verarbeitung aufweist (fehlt halt das Logo drauf ;) )

Und viele kaufen ja Rahmen aus der EU weil man Firmen unterstützt die das mit Herz machen und nicht um reich zu werden
 

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Um die Punkte 1 und 2 geht es schon auch, ja. Und noch um ein paar andere Dinge. Aber wenn es nur deine ersten beiden Punkte wären....

Wieso ist der Gedankenansatz "insbesondere im MTB Sektor" nicht nachvollziehbar?
Weil an sich alles am MTB aus irgendwo auf der Welt kommt, außer vielleicht die Conti Reifen in der teuren Version.
Ok, Schuhe aus D oder IT gibt es.

Ich kaufe auch kein chinesisches Tomatenmark (hoffentlich), aber inwiefern ist italienisches fairer und nachhaltiger erzeugt, wenn man von gleicher Qualität ausgeht? Die EU macht mit den übelsten Verdrängungswettbewerb in anderen Ländern.
Der Manchesterkapitalismus ist doch überall derselbe. Da kann eine Firma in Taiwan fairer und nachhaltiger sein als eine in D.
Ich kenne hier nur den Bausektor, und wie das da zugeht....
 
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Weil an sich alles am MTB aus irgendwo auf der Welt kommt, außer vielleicht die Conti Reifen in der teuren Version.
Ok, Schuhe aus D oder IT gibt es.
Das stimmt mal von der Schaltung abgesehen nicht. Da gibt's inzwischen schon einiges an Auswahl für Made in Europe (beim Fahrwerk einiges für Made in US) Teile. Ohne dabei dann irgendwelche Fantasiepreise zu bezahlen.
 

mueslimann

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Ich wollte das hier explizit nicht zu einer Grundsatzdiskussion machen.

Klar ist, es gibt Gründe für eine solche Wahl/den Wunsch nach Produktion in den besagten Regionen/Ländern.
Darüber können die Meinungen dann von mir aus auseinander gehen. Dass es durchaus nachhaltige und ökologische Produktion in Asien gibt (Vaude z.B.) und es teilweise ökologisch sogar sinnvoller ist in Asien zu produzieren (von mir aus Biketeile in Taiwan, oder Baumwollkleidung in Indien, nah am Anbaustandort der Baumwolle) ist davon ja unberührt.

Also lassen wir Grundsatzdiskussionen hier bitte außen vor.
 

cxfahrer

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Mir reicht an sich die Angabe des Grundes, warum du explizit aus diesen Ländern nur Produkte kaufen willst.
Den hast du nicht genannt, und der interessiert mich. Das muss ich dann auch nicht weiter diskutieren - jedem sein Hobby.
 

mueslimann

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Verstehe.

Grund ist, dass mir nicht bekannt wäre, dass ein Hersteller von Protektoren mit Umwelt- oder Sozialstandards wirbt, oder diese nachvollziehbar kommuniziert. Auch habe ich nach längerer Recherche nicht wirklich etwas zu diesen Fragen gefunden.
Das ist bei der restlichen Bekleidung (bekanntermaßen) anders. Hier gibt es vom Schuh bis zum Helm Produkte, bei denen halbwegs transparent oder zumindest extern kontrolliert ist, unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden, wie es um Schadstoffe in der Produktion und dem Endprodukt steht usw.

Darüber hinaus würde ich immer eher Produkte/Produzenten bevorzugen/unterstützen, die eben nicht erst den "billigen" Weg nach Asien gehen. Die Gründe sind vielsichtig und nicht immer treffen alle zu (siehe Baumwolle aus Indien, da ist eine Produktion in Indien durchaus die ökologisch und sozial sinnvollste Variante, oder entsprechend zertifizierte Produktion in Asien, Fairwaer Foundation oder Ähnliches). Relevante Punkte sind hier Trasportwege, Sozial- und Umweltstandards, Bekenntnis zur "heimischen" Wirtschaft/lokalen Wertschöpfung (Beispiele wären aus dem Bekleidungsbereich Trigema, Manomama (machen neben wenig Kleidung sehr viel Stofftaschen etc. für Große Handelsketten), Löffler, diverse Italienische Hersteller von Rennradbekleidung usw.)
 

cxfahrer

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Methan beim Pupsen nicht vergessen.

Wusste nicht dass Japan, Malaysia oder Taiwan weiter weg sind als USA Kanada und es dort billiger ist zu produzieren - arbeiten Amis nicht zum Mindestlohn 60-70h die Woche und bedanken sich noch?
Hatte schon befürchtet, du hättest da so einen identitären Ansatz.

Es ist aber durchaus richtig, dass so ziemlich alles am MTB nicht im geringsten nachvollziehbar von der Herkunft und Herstellung beworben wird. Das wäre ja mal ein neuer Ansatz. Aber wo die Amis mit 400PS-Dieseltruck ihr edles Carbonbike auf den Hügel fahren...denen braucht man glaub damit nicht zu kommen.
 

mueslimann

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Es ist aber durchaus richtig, dass so ziemlich alles am MTB nicht im geringsten nachvollziehbar von der Herkunft und Herstellung beworben wird. Das wäre ja mal ein neuer Ansatz. Aber wo die Amis mit 400PS-Dieseltruck ihr edles Carbonbike auf den Hügel fahren...denen braucht man glaub damit nicht zu kommen.


Deine ersten beiden Absätze beziehen sich vermutlich nicht auf mich.

Aber der oben zitierte. Zu dem will ich etwas sagen, denn ich finde, dass das nicht generell der Fall ist. Es gibt in allen Bereichen beim Thema MTB (und auch generell "Outdoorsport") Hersteller, die relativ transparent kommunizieren, wie sie fertigen, oder bei denen man zumindest nach kurzer Recherche einen Eindruck von der Produktion und vielen damit verbundenen Fragen bekommt. (und seien das diverse in Taiwan hergestellte Produkte. Bei Shimano aus Japan ist es eh klar usw.)

Am undurchsichtigsten ist das immer im Bekleidungsbereich. Aber eben da gibt es, für alles - außer scheinbar für Protektoren - mindestens eine Hand voll Hersteller, die sich nachhaltige und umweltfreundliche (und nicht zuletzt schadstoffarme) Produktion auf die Fahnen geschrieben haben. Vorreiter gibt es einige, aber im Bikebereich fallen mir direkt Triple2, Vaude, Deuter (Fairwear), etc ein. Generell ist das im Outdoorbereich stark im kommen. Vermutlich kann man es sich als Firma immer schwerer leisten, intransparent und nicht zertifiziert zu produzieren - vom Image her. Und nun ist es ja so, dass in den letzten 10-15 Jahren Protektoren von einem Nischenprodukt für ein paar Freerider und Downhiller zu einem Massenprodukt für quasi jeden MTBler geworden sind. Fast jeder Tourenbiker dürfte heute zumindest einen Satz Knieschoner besitzen. Ich finde es äußerst verblüffend, dass es da keine gibt, die zumindest den bluesign-Standard erfüllen (nur vereinzelt tun das scheinbar Komponenten/Ausrüstung der Schoner) oder nach Fairwear zertifiziert sind.
 

fone

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Deine ersten beiden Absätze beziehen sich vermutlich nicht auf mich.

Aber der oben zitierte. Zu dem will ich etwas sagen, denn ich finde, dass das nicht generell der Fall ist. Es gibt in allen Bereichen beim Thema MTB (und auch generell "Outdoorsport") Hersteller, die relativ transparent kommunizieren, wie sie fertigen, oder bei denen man zumindest nach kurzer Recherche einen Eindruck von der Produktion und vielen damit verbundenen Fragen bekommt. (und seien das diverse in Taiwan hergestellte Produkte. Bei Shimano aus Japan ist es eh klar usw.)

Am undurchsichtigsten ist das immer im Bekleidungsbereich. Aber eben da gibt es, für alles - außer scheinbar für Protektoren - mindestens eine Hand voll Hersteller, die sich nachhaltige und umweltfreundliche (und nicht zuletzt schadstoffarme) Produktion auf die Fahnen geschrieben haben. Vorreiter gibt es einige, aber im Bikebereich fallen mir direkt Triple2, Vaude, Deuter (Fairwear), etc ein. Generell ist das im Outdoorbereich stark im kommen. Vermutlich kann man es sich als Firma immer schwerer leisten, intransparent und nicht zertifiziert zu produzieren - vom Image her. Und nun ist es ja so, dass in den letzten 10-15 Jahren Protektoren von einem Nischenprodukt für ein paar Freerider und Downhiller zu einem Massenprodukt für quasi jeden MTBler geworden sind. Fast jeder Tourenbiker dürfte heute zumindest einen Satz Knieschoner besitzen. Ich finde es äußerst verblüffend, dass es da keine gibt, die zumindest den bluesign-Standard erfüllen (nur vereinzelt tun das scheinbar Komponenten/Ausrüstung der Schoner) oder nach Fairwear zertifiziert sind.
Ist das bei Tripple2 verifiziert? Die aufgeklebten Taschen haben mich an die Amazon-9€-Shorts erinnert.
(Wäre mir nicht aufgefallen, wenn die Bekannte nicht ihre Tasche an der T2 verloren hätte.)
 
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Wird SAS-TEC nicht in Deutschland produziert? Ist wohl mehr im Motorradbereich bekannt, wird aber z.B. von Racergloves für Fahrradprotektoren verwendet.
 

mueslimann

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ich habe es nicht selber überprüft, muss da einfach den Angaben des Herstellers vertrauen. Finde das aber in diesem Fall deutlich transparenter, als wenn Firma XYZ einfach nur irgendein Zertifikat hat, aber nichts genaueres über die Produktionsstätten offenlegt.

 

mueslimann

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Wird SAS-TEC nicht in Deutschland produziert? Ist wohl mehr im Motorradbereich bekannt, wird aber z.B. von Racergloves für Fahrradprotektoren verwendet.
Ähnliches habe ich auch gehört.
Das ist auch nicht unüblich. G-Form z.B. fertigt den Polsterschaum (das schützende Element) in den USA.
Einzelne Bestandteile von Protektoren erfüllen auch durchaus ab und an Normen (z.B. Polygiene erfüllt bluesign, wenn ich mich nicht täusche)
 

RFS_134

E-gal
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Wird SAS-TEC nicht in Deutschland produziert? Ist wohl mehr im Motorradbereich bekannt, wird aber z.B. von Racergloves für Fahrradprotektoren verwendet.
SAS-Tech wird schon von relativ vielen Herstellern im MTB Bereich verwendet, z.B. Sweet-Protection und Fuse fallen mir auf die schnelle ein.

Hier noch etwas aus der Praxis, hab heute beim Biken mal in den Fuse Knöchelschoner geschaut, es ist sogar die Produktionsstätte angegeben, vllt. ist diese Info ja interessant:
885355
 
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