Raaw Madonna V2 im ersten Test: Mamma mia!

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Die ganzen Enduros werden doch nur im sitzen und gemütlich Forststraße hoch bewertet. Als Ausnahme kann man sich ja den Bro Science Test von Pinkbike ansehen, da war bei den Enduros keine Rede mehr von klettert wie ein CC Bike.

Wann sind die anstrengendsten Momente beim MTB bergauf (und auch die, die man sich merkt)? Dann wenn man genau das Steilstück zum Gipfel raufkeucht im kleinsten Gang, geringer Kadenz und evtl. Wiegetritt. Das Rad wird jedes mal beschleunigt und rollt aus. Da merkt man sehr wohl das Gewicht.

Wiegetritt war bei einem Test wo die Plattformdämpfung als überflüssig empfunden wird vermutlich kein Thema, auch spielt hier der Sitzwinkel keine Rolle. Im Enduro Bereich macht das wohl keiner :ka:.
Denke mal der Rollwiderstand und das Gewicht machen viel mehr aus als das Rahmengewicht. Aber bei dem Rahmen leichte Mäntel aufzuziehen wäre auch falsch. Eine 27,5 Version wäre geil!!!
 

525Rainer

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Richtig schönes bike! So geht alu. Der steuerrohrknotenpunkt!
Aber der federweg ist wohl nicht mehr ganz zeitgemäss hier im forum :)

Mal an eine 8pin option gedacht? Fänd ich gut.
 
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Schönes Rad, schaut viel gefälliger aus als vorher. Nur der Shimano-werzeug-drehpunkt ist zumindest optisch gewöhnungsbedürftig. Die Details finde ich auch sehr fein, wie die einstellbare Kettenstrebe, oder 203mm Rotor-aufnahme.
Die Geo Änderungen finde ich sinnvoll. Die Tretlagerabsenkung ist aber schon grenzwertig tief und der Stack könnte für etwas mehr Variabilität auch 10-15mm tiefer.
Warum man nicht schon als mittelschwerer Fahrer die 65mm Wippe fahren sollte er schließt sich mir nicht. So niedrig ist auch bei der das Überstzungverhältnis nicht und mit 60mm ist es für heutige Verhältnisse schon tendenziell hoch. Bei Dämpfen mit großen Negativkammern muss man da schon ordentlich aufpumpen.

Zum Gewicht: Ich bin alles andere als Gewichts-fetischist und fände es eigentlich okay mit anständigen Reifen. So finde ich es aber auch zu hoch. EXO Casting hinten ist für das Kaliber von Bike echt mikrig und Exo+ wie vorne schon Minimum. Wäre mir an der Kiste vom Fahrgefühl sogar zu wenig, da gehört mM nach DD dran. Und dann wiegt des leicht mal 16kg. Das ist zu viel.
Egal, ich finde es schick, aber meins würde es eh nicht werden, wäre mir zu träge.
 
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Blöde Frage: Warum achten dann die CC oder RR Fahrwr auf jedes Gramm am Rad?
So richtige Grammfeilscher sind glaub nur die Hillclimb Rennfahrer.

Aber beim CC (und auch oft im Trail) fährt man ja nicht konstant bergauf sondern ist ständig am leicht Beschleunigen, Bike über Hindernisse wuchten, ausweichen, etc. Und da machen sich größere Unterschiede im Gewicht schon bemerkbar.
 
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Das Raaw ist ein sehr schickes Enduro. Die Geo usw. klingt gut.
Jedoch muss ich auch sagen, dass es mir zu schwer ist. Wenn ich 5k für ein Enduro ausgebe wäre14,x kg schon erstrebenswert.
Das Raaw mit DD oder SG Reifen wiegt soviel wie der Scott Downhiller.
 
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Möglicherweise nicht die intelligenteste aller Fragen an das Forum...Die Komplettbikes kommen - nehme ich an - vormontiert ähnlich wie von den großen Versendern, oder? Finde dazu nichts auf der Website...
 
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Mich wundert ein wenig die Preisgestaltung... Wie kann der XTR-Build denn bitte sooo viel teurer sein?
Ja, die XTR Version ist schon mit Endkundenpreisen ~400€ zu teuer..
Wenn man bei der XT Version alles gegen XTR tauscht und dabei mit Verkauf der XT Teile noch billiger bei rauskommt, stimmt irgendwas nicht.

Aber der Rahmen und das Rad ist schon optisch sehr ansprechend.

Dass so viele hier gerne schwerere Räder hätten, hab ich allerdings nicht gedacht, vielleicht ist das eine Marktlücke.
Ich hatte mal die Idee eines Fahrrades aus Doppel-T-Trägern, vielleicht ist die Zeit nun reif dafür :confused:
 
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Weil die, im Gegensatz zu Enduro Bikern, so schnell wie möglich rauf wollen.
Man merkt den Gewichtsunterschied ehrlich gesagt nicht- das was man eher spürt ist die Federung, die eben bei 160-180mm mehr Energie zieht als beim 140mm Trail-Bike.
Wie begründest du das? Wenn ich den UH Lockout reinmache, verhält sich die Federung mit 180mm genauso wie eine 130mm. Enduro Hinterbauten können kinematisch ebenso antriebsneutral sein, wie die eines XC Bikes. Da dürfte energetisch der Unterschied zwischen diesen Bike Typen noch geringer ausfallen, als beim Gewicht. Denkt man das zuende, haben XC / AM / Trail Fullies eigentlich keinerlei, für den Hobbybiker, spürbaren Vorteile vor Enduros. In einem anderen Thread kam man zu dem schlüssigen Ergebnis, dass die Reifen offensichtlich den grössten Einfluss auf die Performance haben. Ein zweiter performanter Laufradsatz ist deutlich günstiger als ein zusätzliches Bike.
Meine persönliche Erfahrung geht auch in diese Richtung. Ich kann mit meinem Enduro alles besser, als mit meinen alten XC / Trail / AM Fullies die ich früher hatte. Die alten Teile hatten natürlich auch noch eine andere Geometrie etc. - dennoch hätte ich nicht erwartet, dass Enduros so allroundtauglich sind.
 
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Hi
Zum Gewicht: Hab das V1 in XL mit Masxis DH drauf und dem dpx2. Restliche Anbauteile alles Alu. Wiegt 16.3kg. Mein ehemaliges Stirve wog 13.8 kg. Uphill ist das Madonna nach meinem Empfinden viel angenehmer und relaxter zu fahren, was vorallem mein Rücken dankt und so lange Anstiege problemlos bewältigen lässt. Ein grosses Plus gegenüber dem Strive. Allerdings war das leichtere Strive bei Sprints den Berg hoch schneller und liess sich demnach auch schneller beschleunigen.
Gruss
 

525Rainer

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Wie begründest du das? Wenn ich den UH Lockout reinmache, verhält sich die Federung mit 180mm genauso wie eine 130mm. Enduro Hinterbauten können kinematisch ebenso antriebsneutral sein, wie die eines XC Bikes. Da dürfte energetisch der Unterschied zwischen diesen Bike Typen noch geringer ausfallen, als beim Gewicht. Denkt man das zuende, haben XC / AM / Trail Fullies eigentlich keinerlei, für den Hobbybiker, spürbaren Vorteile vor Enduros. In einem anderen Thread kam man zu dem schlüssigen Ergebnis, dass die Reifen offensichtlich den grössten Einfluss auf die Performance haben. Ein zweiter performanter Laufradsatz ist deutlich günstiger als ein zusätzliches Bike.
Meine persönliche Erfahrung geht auch in diese Richtung. Ich kann mit meinem Enduro alles besser, als mit meinen alten XC / Trail / AM Fullies die ich früher hatte. Die alten Teile hatten natürlich auch noch eine andere Geometrie etc. - dennoch hätte ich nicht erwartet, dass Enduros so allroundtauglich sind.
Bedenke es gibt im forum leute die wollen unbedingt 3 räder haben und man muss schon ein paar spezialbereiche übriglassen wo diese dann besser sind.
Am besten fand ich zum beispiel den vorteil einer 150er trailgabel bei technischen uphills weil man diese leichter als eine 36 er lupfen kann. Wegen dem gewicht!!!!
 
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@Jo-san
Ich hatte auch mal das (alte) Strive und bei längeren Touren / Uphills Rückenschmerzen. Bei meinem jetzigen Bike mit deutlich steilerem Sitzwinkel passt alles. Keine Rückenschmerzen mehr ... Die modernen Geometrien sind wirklich die grösste Innovation der letzten Jahre.

@525Rainer
Ich versuche nur Fahrradtechnik zu verstehen, dabei fällt mir auf, dass es hier Widersprüche ohne Ende gibt, bzw. diese nicht erklärt / aufgelöst werden.
Ganz aktuell z.B.: Da wird die neue Marzocchi Z1 mit Stahlfeder getestet und die ausserordentliche Sensibilität der Stahlfeder hervorgehoben (O-Ton: bügelt jedes Kieselsteinchen, bis zum Gröbsten alles platt). Anderswo werden UD Gabeln die bestmögliche Sensibilität attestiert, weil bauartbedingt die Biegekräfte weniger innere Reibung erzeugen, was vor allem beim Bremsen spürbar ist. D.h. die Sensibilität einer Gabel hat weniger mit Stahl/Luft zu tun, als mit innerer Reibung. Wie kann dann die Z1 deutlich sensibler sein, als vom Casting baugleiche Luftfedern. Meine Lyrik ist so sensibel, das alleine ein Anheben des Vorderrades zu einem minimalen Ausfedern führt. Sensibler bzgl. innerer Reibung wird die Z1 auch nicht sein. Mir geht es jetzt nicht um die Federrate, die unterscheidet sich selbstverständlich zwischen Stahl / Luft, sondern lediglich um das Ansprechverhalten / Sensibilität.
 
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Auf NSMB gibts ein Interview mit dem Ingenieur des Madonna.

Wie begründest du das? Wenn ich den UH Lockout reinmache, verhält sich die Federung mit 180mm genauso wie eine 130mm. Enduro Hinterbauten können kinematisch ebenso antriebsneutral sein, wie die eines XC Bikes.
"Könnten". Macht aber praktisch kein Hersteller weil die Enduros ja bergab alles wegschlucken sollen. TANSTAAFL. Ein Enduro das kinematisch so sprintstark ausgelegt wäre wie ein XC Race bike würden die allermeisten als viel zu anstrengend und unkomfortabel im Downhill empfinden.
Und welches Enduro hat denn einen kompletten Lockout? Das Ransom? Alle anderen erhöhen halt die Druckstufe, d.h. ein Teil der Energie wird statt in Wippen in Wärme umgesetzt.

Find die Diskussionen auch ein bisschen zu theoretisch. Ich hab beide Arten Bikes, und mit dem XC macht der Uphill Spaß, mit dem Enduro ist er ein notwendiges Übel. Warum das so ist ist eher zweitrangig. Ich würde mir kein Madonna holen um Mittelgebirgsmarathons zu fahren, auch nicht mit Racing Ralphs statt Minions.....
 
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@Blue Rabbit
Solche Aussagen sind nur Tendenzen. UD Gabeln sind tendenziell sensibler unter Bremseinwirkung als klassische. Coil ist tendenziell sensibler als Luft (liegt übrigens an den zusätzlichen Dichtungen, die eine Luftfeder hat, die zu mehr Reibung führen). Ist eine UD Luftgabel feinfühliger als eine klassiche Coilgabel? Keine Ahnung, wird davon abhängen wie gut es jeweils umgesetzt ist. Eine gute klassiche Luftgabel kann auch besser sein als eine schlecht gemachte UD Luftgabel. Außerdem kommt es auf die Situation und auf die persönlichen Vorlieben und Fahrstil an.
Das ist wie mit Porsche: Ein schlechtes Konzept (Heckmotor), aber grandios umgesetzt, kann bei angepasstem Fahrstil auch schneller sein, als "Fahrdynamikwunder" mit ausgeglichener Gewichtsverteilung (Mittelmotor oder Transaxle)
 
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@Stompy
Schau dir mal bei Linkagedesign Antirise / Antisquat Werte von Enduros im Vergleich zu XC Bikes an, z.B. Canyon Torque und Trek Top Fuel. Die Unterschiede sind marginal. Das war vielleicht früher mal anders, akuelle Enduros sind voll bergauftauglich. Dass du mit dem XC besser den Berg rauf kommst ist halt die Summe von weniger Gewicht, anderen Laufrädern / Reifen und vielleicht auch Placebo.

@race91
Wenn die zusätzlichen Dichtungen einen spürbaren!!! Effekt per Definition haben müssen, würde meine Lyrik nicht alleine durch Anheben des Vorderrades bereits federn. Noch höhere Sensibilität ist auf dem Trail objektiv nicht erfahrbar (behaupte ich jetzt einfach mal so). Das es auch schlechte Luftgabeln, mit hohem Losbrechmoment / Slipstick Effekt gibt, bestreite ich nicht. Die aktuelle Z1 liegt testtechnisch aber in direkter Konkurrenz zur Lyrik. Ich glaube, dass sich die beiden Typen reibungstechnisch nur in der Dichtung des Schaftkolbens unterscheiden - der läuft wirklich extrem geschmeidig mit DebonAir. Die meiste Reibung würde ich bei der Dämpfung und den Standrohren in den Gleitbuchsen und Abstreifern erwarten. Da unterscheiden sich die beiden bauartbedingt nicht.
Über den Porsche Vergleich können wir mal in einem anderen Forum diskutieren ;).

PS:
Die Z1 hat im übrigen mehr ungefederte Masse - ein Nachteil bzgl. Ansprechverhalten.
Ich glaube, dass Tests auch durch Vorurteile beeinflusst werden ... weil etwas immer so war, ist es auch jetzt noch so ...
Wir bewegen uns bei MTB's mittlerweile auf einem so hohen Niveau, dass es halt immer weniger echte Innovationen gibt, die der Markt aber braucht. Also werden marginale Verbesserungen extrem überhöht dargestellt, sonst kauft es ja niemand. Da ist sehr viel Psychologie im Spiel.
 
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Blöde Frage: Warum achten dann die CC oder RR Fahrwr auf jedes Gramm am Rad?
Also eigentlich verabschiedet man sich inzwischen auch im Rennrad Bereich (langsam aber sicher) von diesem Gewichtsfetischismus.
Dort ist es halt eher zugunsten der Aerodynamik, während es am MTB mehr um Haltbarkeit geht.
Cannondale hat letztes Jahr, als das neue System Six kam, Daten zum Thema Gewicht vs. Aerodynamik veröffentlicht. Fand ich recht interessant.
 

Geisterfahrer

Sapere aude!
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Meine persönliche Erfahrung geht auch in diese Richtung. Ich kann mit meinem Enduro alles besser, als mit meinen alten XC / Trail / AM Fullies die ich früher hatte. Die alten Teile hatten natürlich auch noch eine andere Geometrie etc. - dennoch hätte ich nicht erwartet, dass Enduros so allroundtauglich sind.
Ganz fair ist der Vergleich älteres CC-Bike gegen topaktuelles Enduro jetzt nicht...
Mit aktuellen CC-Fullys geht schon auch deutlich mehr (auch bergab) als mit den älteren Kandidaten.
 

Tyrolens

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unter irren
Da muss ich immer lachen, bergauf, wenn die XC Jungs keinen Wiegetritt mehr fahren können, weil ihnen andauernd das Hinterrad durch geht. Während ich in der Sänfte gemütlich meine Positionen ändern kann und selbst Wurzeln ohne Traktionsverlust überrollt werden.
Ich habe hier so einen rauf/runter Trail, den ich seit Jahren fahre. Das einzige Bike, mit dem ich den komplett fahren kann, ist das Schlachtschiff. ;)
 
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