Rechtslage in Bayern - Diskussionsthread

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Ich will auch gar nicht diskutieren, mich interessiert einfach nur was in unserem (als MTBler) und damit u.a. in meinem Namen (als DIMB und DAV Mitglied) ausgehandelt wird...
In Miesbach ist die DIMB durch die örtliche IG erst seit kurzem überhaupt in das Projekt involviert. Das Projekt soll ja laut Medienberichten kurz vor dem Abschluss stehen. Die Umsetzung wird sicher noch etwas dauern.
Insoweit hat zumindest die DIMB hier bisher kaum einen direkten Einfluss auf die dortigen Ergebnisse genommen bzw. nehmen können.

Ansonsten ist die Intention von Lenkungskonzepten nicht vordringlich das Mountainbiken attraktiver zu machen - das sollte jedem hier klar sein. Sie funktionieren halt nur, wenn sie für die Radfahrer attraktiv genug sind. Hierin liegt eine Chance - auch für den Tourismus. Das Risiko ist, dass man auf allen übrigen Strecken plötzlich nicht mehr gern gesehen ist - das könnte vor allem die Einheimischen treffen.
 
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Danke dir @Sun on Tour für deine Antwort. Ja die Risiken/Chancen seh ich ähnlich, und Handlungsbedarf besteht wohl.

Ist die DIMB über eine Ortsgruppe auch in das Konzept im Tölzer Land involviert? Mir hat nur ein DAV Wegewart erzählt, dass da aktuell was erarbeitet wird (u.a. Zwiesel).
 
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Das Mountainbike-Konzept für Landkreis Miesbach ist ein Projekt der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS), einem Kommunalunternehmen des Landkreises Miesbach, im Rahmen der "Modellregion Naturtourismus".

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gibt es das Modellprojekt des DAV.

Zu beiden Projekten sollte man sich ein eigenes Bild machen.
Handlungsbedarf besteht wohl.
Das ist überwiegend eine Frage des jeweiligen Interesses.
 
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Na dann bin ich mal gespannt welches Konzept besser für uns ausgeht.

Ist die DIMB in irgendeiner Weise in Tölz beteiligt oder kümmert sich da ausschließlich der DAV drum?

Das ist überwiegend eine Frage des jeweiligen Interesses.
Ich könnte aktuell gut ohne Konzept leben. Allerdings wird am Ende ein Konzept das sein, was die Interessen der MTBler noch schützt. Die Gegenseite hat im Zweifelsfall den besseren Kontakt zum Gemeinderat, Landrat, UNB, Grundeigentümer usw…

Durchs Aussitzen wirds nicht besser befürcht ich. Besser ist es Einfluss auf die Gestaltung des Konzepts nehmen. Genau deshalb bin ich bei der DIMB, und deshalb frag ich nach in wie weit ihr solche Konzepte mitgestalten könnt :)
 
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"Andererseits eröffne der Trail Fischbachau Handlungsmöglichkeiten: Die Untere Naturschutzbehörde werde der Sperrung anderer Wege für Mountainbiker nur zustimmen, wenn der Ort den Radlern ein Alternativangebot bietet. Der Trail ermögliche es der Gemeinde also, besonders sensible Stellen zu schützen. Ohne ihn blieben alle Wege offen."

Klingt als ob einige der hier geäußerten Befürchtungen berechtigt wären.


@Sun on Tour
Ist die DIMB in irgendeiner Weise in Tölz beteiligt oder kümmert sich da ausschließlich der DAV drum?
Ich zitier mich nur ungern selbst, aber jetzt kann ich meine Frage ausweiten:
Ist die DIMB in Tölz und in Fischbachau involviert?
 
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Ist die DIMB in Tölz und in Fischbachau involviert?
Die DIMB hat an den "Runden Tischen" teilgenommen. Der letzte ist da schon eine sehr geraume Zeit her. Ich könnte mich nicht erinnern, dass da bisher etwas Konkretes dabei rausgekommen wäre.
Ansonsten ist die DIMB auch bisher nicht in die konkrete Umsetzung involviert.

Im Thread zur Änderung der Bekanntmachung
Mountainbiken in Bayern – Updates im Betretungsrecht: Geldbußen und Beschlagnahmung von Bikes möglich [Update] kann man auf den Seiten 82 - 90 u.a. auch nachverfolgen wie es zu den Pilotprojekten des DAV kam.
Hieraus zwei Beiträge zu den Hintergründen der DAV-Projekte:
 
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"Andererseits eröffne der Trail Fischbachau Handlungsmöglichkeiten: Die Untere Naturschutzbehörde werde der Sperrung anderer Wege für Mountainbiker nur zustimmen, wenn der Ort den Radlern ein Alternativangebot bietet. Der Trail ermögliche es der Gemeinde also, besonders sensible Stellen zu schützen. Ohne ihn blieben alle Wege offen."

Klingt als ob einige der hier geäußerten Befürchtungen berechtigt wären.

Ansonsten ist die Intention von Lenkungskonzepten nicht vordringlich das Mountainbiken attraktiver zu machen - das sollte jedem hier klar sein.

Bei der Gelegenheit kann man sich jetzt die Frage stellen, unter welchen Bedingungen es überhaupt einen Sinn ergibt sich als Mountainbiker bei der Ausweisung bestehender Wege zu engagieren oder dies gar zu initiieren. Darüber machen sich viele, die sich für das Mountainbiken einsetzen wollen, leider überhaupt keine Gedanken - mit zum Teil äußerst ungünstigen Ergebnissen oder Aussichten, die weit über den jeweiligen eigenen Wirkungskreis hinaus wirken und eine Vielzahl "unbeteiligter" Mountainbiker betreffen.

Das selbe gilt letztlich auch bei der Neuanlage von Strecken.
 
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Bei der Gelegenheit kann man sich jetzt die Frage stellen, unter welchen Bedingungen es überhaupt einen Sinn ergibt sich als Mountainbiker bei der Ausweisung bestehender Wege zu engagieren oder dies gar zu initiieren. Darüber machen sich viele, die sich für das Mountainbiken einsetzen wollen, leider überhaupt keine Gedanken - mit zum Teil äußerst ungünstigen Ergebnissen oder Aussichten, die weit über den jeweiligen eigenen Wirkungskreis hinaus wirken und eine Vielzahl "unbeteiligter" Mountainbiker betreffen.

Das selbe gilt letztlich auch bei der Neuanlage von Strecken.
Ich denke, das Ergebnis eines solchen Engagements sehen wir kommendes Jahr in den bayrischen Voralpen. Die Rolle des DAV bei diesen Lenkungskonzepten (z.B. ob dann Bike-Sperrungen anderer Trails in der Nähe bereitwillig zugestimmt wird) wird auch entscheiden, ob ich weiter DAV Mitglied bleibe oder nicht (ich weiß, hierfür gibts einen eigenen Thread).
 

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Ist die DIMB in Tölz und in Fischbachau involviert?
Auch wenn's vielleicht a bissl spät kommt: Ja, die DIMB ist in Tölz und Fischbachau wenigstens informiert, teilweise auch involviert. Es ist in beiden Gebieten die gleiche IG Bayerische Voralpen. Du kannst mich gerne auch per PN dazu kontaktieren (und natürlich auch alle anderen Mitleser), oder über die IG-Seite den Kontakt suchen.

Nebenbei, alle Artikel, die hier in den letzten Wochen zu dem Thema zitiert wurden, sind vom Merkur bzw. deren Satellitenzeitungen. Und der Merkur ist bekanntermaßen weder neutral noch MTB-freundlich. Insofern würde ich die Aussagen hier nicht alle auf die Goldwaage legen. Wir sind gerade dabei, weitere verlässliche Informationen dazu zu bekommen.
 

ExcelBiker

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Nebenbei, alle Artikel, die hier in den letzten Wochen zu dem Thema zitiert wurden, sind vom Merkur bzw. deren Satellitenzeitungen. Und der Merkur ist bekanntermaßen weder neutral noch MTB-freundlich. Insofern würde ich die Aussagen hier nicht alle auf die Goldwaage legen. Wir sind gerade dabei, weitere verlässliche Informationen dazu zu bekommen.
So, ich habe eine Antwort zu den Merkur-Artikeln bekommen. Der Projektleiter hat mir versichert, dass hier der Merkur eine sehr eigenwillige, sinnentstellende Interpretation von einem Satz von ihm macht. O-Ton: "die schreiben leider viel Müll.". Auch wäre es ihm "sehr zuwider", irgend etwas mit Sperrungen mittragen zu müssen und auch die Untere Naturschutzbehörde hat aktuell kein Interesse an Sperrungen.

Wir bleiben natürlich an der Sache dran.
 
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