Rechtslage in Bayern - Diskussionsthread

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Ich finde, rechtswidrige Schilder dürfen auch direkt überklebt werden.
Sehe ich auch so
Gibt es bei der DIMB einen vergleichbaren Aufkleber?
Wenn ja, falls man die bei euch zu einem überschaubaren Betrag bestellen kann würde ich tatsächlich nen Stapel ordern und wo immer nötig/sinnvoll drauf kleben.
Oder ist das kein Thema da man nicht dafür belangt werden möchte?
 

KäptnFR

systemirrelevant
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Bike der Woche
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@dertutnix Son Aufkleber find ich ne gute Idee, man müsste nur den Text noch so hinbekommen, dass es auch ein Laie der NULL Ahnung hat von der Materie, richtig versteht.
So steht da unter (1) erstmal nur was von "betreten". Dass das Fahrradfahren dem Betreten (auf Wegen :p ) gleichgestellt ist bleibt unklar. Unter (3) heissts dann "Straßen" und unser allseits beliebtes "geeignete Wege". Wenn sowas an nem Pfad hängt, erschliesst sich das für den Laien nicht zwingend dass dort Radeln erlaubt ist.
 
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@dertutnix Son Aufkleber find ich ne gute Idee, man müsste nur den Text noch so hinbekommen, dass es auch ein Laie der NULL Ahnung hat von der Materie, richtig versteht.

Würde das eher als Slogan machen. Großer, grüner Sticker aus diesem tollen papierartigen Material (abbaubar bitte), das man recht mühselig abrubbeln muss.

So in der Art wie :

"Der Wald ist für alle da. Jeder darf und soll die Natur geniessen. Rücksichtnahme und Benehmen gehören dazu. Radikales Schildbürgertum einzelner nicht."

Ohne Anspruch drauf das es nicht besser geht.
 

Sandheide

Sebastian
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Ich finde, rechtswidrige Schilder dürfen auch direkt überklebt werden.
Klasse Idee das rückt dann natürlich die Biker in das rechte Licht.. Ich sehe schon die ersten Zeitungsartikel wo von Sachbeschädigung oder Vandalismus die Rede ist.
Ja. Aber das kann dauern
Kommt immer darauf an mit wem man es zu tun hat. Aber egal wie lange es dauert es ist nunmal der offizielle Weg der gegangen werden muss ohne das wir einen "Schaden" davon tragen.
 

mw.dd

Betretungsrechtsextremist
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Ich sehe schon die ersten Zeitungsartikel wo von Sachbeschädigung oder Vandalismus die Rede ist.
Wo warst Du die letzten Jahre?
Aber egal wie lange es dauert es ist nunmal der offizielle Weg der gegangen werden muss ohne das wir einen "Schaden" davon tragen.
Auf Appeasement habe ich keinen Bock mehr. Ich verhalte mich natur- und sozialverträglich, dass muss reichen.
Gibt es bei der DIMB einen vergleichbaren Aufkleber?
Wenn ja, falls man die bei euch zu einem überschaubaren Betrag bestellen kann würde ich tatsächlich nen Stapel ordern und wo immer nötig/sinnvoll drauf kleben.
Oder ist das kein Thema da man nicht dafür belangt werden möchte?
Solche Aufkleber kann man gut selbst produzieren lassen. Einen Urheber würde ich aber nicht dranschreiben...
 

ExcelBiker

veni, vidi, bici
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da wo andere Urlaub machen
Solche Aufkleber kann man gut selbst produzieren lassen. Einen Urheber würde ich aber nicht dranschreiben...
Trotzdem ist es irgendwas Richtung Sachbeschädigung. Wie @Sandheide schreibt, halte ich den offiziellen Weg langfristig als den besten.

Übrigens, ich kenne einen Fall im Nachbarlandkreis, wo nach Meldung von illegalen Schildern bei der UNB die Schilder sehr schnell weg waren. Kommt also sehr auf die Leute dort an.

Daneben sehe ich das Problem nicht bei Schildern, die "irgendwer" ohne UNB aufgehängt hat, sondern bei Schildern, die aufgrund von illegalen Verordnungen vom Landratsamt / UNB abgesegnet wurden.
 
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Klasse Idee das rückt dann natürlich die Biker in das rechte Licht.. Ich sehe schon die ersten Zeitungsartikel wo von Sachbeschädigung oder Vandalismus die Rede ist.

Kommt immer darauf an mit wem man es zu tun hat. Aber egal wie lange es dauert es ist nunmal der offizielle Weg der gegangen werden muss ohne das wir einen "Schaden" davon tragen.
Den offiziellen Weg sollte man natürlich auch gehen.

Aber mit kreativem Feedback muss man halt rechnen, wenn man meint im öffentlichen Raum diffamieren und aussperren zu dürfen.
 

pib

.:: last | trailsucht | selemma.cc :.
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Bischen ziviler Ungehorsam ist schon ok. Nen Sticker mit der korrekten Rechtslage wird keinem weh tun.

Schilder abschrauben und entsorgen wäre mir zuviel Aufwand und den Ärger nicht wert.
 
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Bischen ziviler Ungehorsam ist schon ok. Nen Sticker mit der korrekten Rechtslage wird keinem weh tun.

Schilder abschrauben und entsorgen wäre mir zuviel Aufwand und den Ärger nicht wert.
Oder falsche Schilder einfach ignorieren und in seltenen Fällen ein bisschen Wegezoll zahlen...
 

reo-fahrer

cooler Junge.
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Aber ein paar echte Schilderschmankerl aus den letzten Wochen hab ich auch:


Die Tierfreunde mit dem Schießgewehr
Anhang anzeigen 1512054

Ah, wir können Zeitung lesen, toll!
Was die Zeitung aber wohl von Fallenbauen auf "geeigneten" Wegen hält?
Anhang anzeigen 1512055

Und das beste - Forstarbeiten bis 2024
Anhang anzeigen 1512057
Und das von einem Waldbesitzer, der in den Wald als Blockade verschimmelte Siloballen geworfen hat, außerdem alte Bau- und Landmaschinen und sonstigen Müll in dem Wald und den angrenzenden Wiesen verrotten lässt.

Neue Runde Schilder bei Hersbruck?
 
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Kann sein, dass du mehr von diesen Situationen mit bekommst. Das hängt wahrscheinlich auch sehr vom Gebiet bzw. (nicht) vorhandenen Schildern ab.

Erlebnis am letzten Samstag, Region zwischen Tegernsee und Isartal/Lenggries. Von der Aueralm über das Steinbachtal ins Isartal. Welch Freude, dass die Schilder bei den wenigen Pfadmetern abmontiert waren (ich hoffe doch sehr, dass die nicht "geklaut" wurden, sondern von der Gemeinde bzw. Wegeigentümer entfernt wurden).

1657610296216.jpeg


Meine Strecke führte mich dann wieder hinauf Richtung Schwaigeralm/Rechelkopf, über den Pfad sollte es nach Gaißach hinunter gehen. Der Pfad quert immer mal wieder einen Wirtschaftsweg (Forstautobahn). Nach einer dieser Passagen war am Pfadeinsteig ein Drehkreuz mit dem Schild, wie es auch mal bei der Aueralm gestanden ist (evtl. sind das ja die dort abmontierten Schilder, die sie jetzt weiter unten aufgestellt haben? Diesen Abschnitt bin ich erstmals gefahren, habe also keinen Vergleich).

1657610263231.jpeg


Nach wenigen Metern auf diesem Weg kamen mir ein Mann und eine Frau entgegen. Ich blieb gut 50 m oberhalb stehen und begrüßte den Mann, der deutlich vor der Dame war, freundlich. Sein kritisch-fragender Blick zeigte dann schon, was kommt, denn direkt meinte er, dass man auf dem Weg nicht Radfahren darf, was ja auch auf einem oben stehenden Schild klar gemacht werden würde. Die weitere Diskussion spare ich mir. Im weiteren Verlauf dann noch 3-4 Wandersleute getroffen, einige murrten auf meine Begrüßung nur zurück, einige gar nicht, ob das nun meine persönliche Wahrnehmung nach dem Erlebnis war, oder deren Einstellung entsprach, da sie ja zu Beginn ihres Aufstiegs das unten stehende Schild passiert hatten (dieser Weg ist übrigens mit einem Fahrzeug befahrbar), ich habe mir dazu keine Gedanken gemacht.

1657611847467.jpeg


Interessant war, dass ich kaum Reifenspuren gefunden habe, der Weg meist in gute
m Zustand und bis auf wenige Meter gut abzurollen war, lediglich im Bereich der Viehweide war der Weg erbärmlich, lästig waren dagegen die häufigen Drehkreuze, die auf die Nähe zur Kuhweihe schließen lassen. Ach ja: ich habe dann natürlich aufgrund der Ermahnung weitgehend geschoben, wollte ja ke

Das ist jedenfalls genau das, was diese Schilder bewirken, einen unnötigen Stress auf den Wegen. Ob es nun hilft, da persönlich die Gemeinde anzuschreiben und somit ggf. auch nichtwissentlich Gespräche im Hintergrund zu torpedieren (das lassen ja die Hinweise fast vermuten)?

Abschließend zum "Bekleben von Schildern": klare Ablehnung! Auch wenn die Schilder nicht korrekt sind, wäre sowohl eine Abmontieren als auch ein Überkleben o.ä. falsch! Ob nun meine Variante besser ist? ich weiß es nicht, auch diese wäre wohl in feiner Auslegung eine Sachbeschädigung. Jedoch würde ich diesen kleinen "Wink" augenzwinkernd nach meinem Verständnis für möglich erkennen.

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Echter Qualitätsjournalismus. 🙈
Radwege im Almgebiet bei Farrenpint gesperrt

Die Wege im Almgebiet zwischen Farrenpoint und Rampoldplatte nahe Brannenburg sind nicht zum Fahrradfahren geeignet und dürfen nicht deshalb nicht befahren werden. Das teilte die untere Naturschutzbehörde des Landratsamts mit.
Es sind also Radwege gesperrt, weil sie sich nicht zum Radfahren eignen. 🤪
Das „nicht … geeignet und dürfen nicht deshalb nicht befahren werden“ ist imho ein absolutes Schmankerl der deutschen Sprache.

Dabei wird das alles in der Pressemitteilung des Landratsamtes ziemlich gut erklärt.
Ob das alles so rechtens ist, vor allem ob der Grundeigentümer da jetzt mit Einverständnis des LRA selbst tätig werden darf, ist eine andere Sache.
 
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Highlight ist für mich die Sache mit dem Schutz der Vegetation auf Wegen. Was soll das denn? Ist nicht auf einem Weg per Definition gerade keine Vegetation? Und wenn doch, warum darf man dann darauf laufen, aber nicht Rad fahren?

Unbestritten ein Problem ist, wenn sich Leute nicht an Wege halten und alle möglichen Abkürzer in Kehren etc. machen. Das betrifft Fußgänger aber mindestens genauso wie Radfahrer. Warum wird da nur einseitig gegen Radfahrer geschossen und nicht allgemein gegen alle, die sich nicht an Wege halten? Der Niggl-Steig in dem Gebiet dürfte da ein gutes Beispiel sein. Der franst in seinem unteren Teil tatsächlich ziemlich aus, aber das dürfte zum größten Teil an Fußgängern liegen, denn der Steig ist ziemlich technisch und ich glaube nicht, dass der viel befahren wird, gerade von E-MTBs (wenn wird er wohl eher begangen und das dann auch nur ein Mal). Im unteren Teil ist aber die Weganlage nicht sehr gut und teils einfach gar nicht klar ersichtlich, weshalb dann alle kreuz und quer laufen. Mit einer besseren Anlage des Wegs könnte das Problem wohl beseitigt werden, das Radverbot wird dagegen wohl nicht viel ändern.

Überhaupt zeigt sich an dem vorliegenden Beispiel mal wieder, wie sinnbefreit die aktuelle Situation ist. Wenn man sich die Wege anschaut, die hier jetzt als „nicht geeignet zum Radfahren“ eingeordnet werden, dann lässt sich da keine Gemeinsamkeit erkennen, außer vielleicht derjenigen, dass sich jemand wünscht, dass dort nicht Rad gefahren werden darf. Die zwei kurzen Wege an der Walch- und Hansenalm kannst du auch mit dem Stadtrad fahren (anders als der Karrenweg weiter unten, der aber nicht ungeeignet ist), da wird auch keiner einen Wegschneider machen, weil die eh gerade über die Wiese gehen. Aber das ist halt eine klassische Weide, da wird sich der Bauer ärgern, wenn da jemand durch geht bzw. fährt, was laut Strava Heatmap beides geschieht mit deutlichen Plus bei den Wanderern. Gegen Wanderer lässt sich aber nicht so leicht vorgehen…
Der Niggl-Steig ist dagegen wie bereits erwähnt ein Weg, der sich für die Mehrheit der Mountainbiker tatsächlich nicht sehr eignet, was einfach in seinem technischen Anspruch begründet ist. Laut Strava wird der aber auch praktisch nicht befahren. Was ich mir vorstellen kann: E-Biker, die zum ersten Mal dort sind - wer fährt mit einem Nicht-E-Bike schon freiwillig auf den Farrenpoint ;) - fahren ahnungslos in den Steig, weil der oben noch einigermaßen harmlos aussieht, schieben dann aber den größten Teil runter und haben Probleme damit, ihre schweren Geräte durch die teils engen, stufigen Spitzkehren zu wuchten. Das kann bei entgegenkommenden Wanderern zu Ärger führen, weil der Weg kurzzeitig blockiert ist. Ja, ich weiß, Vorurteile galore, aber vielleicht ist einem DAV-Funktionär ja das einmal passiert und deshalb hat er sich für das Bike-Verbot dort eingesetzt. Tatsächlich würde hier aber kein Verbot helfen, sondern einfach eine sinnvoll Info zum Weg, weil dann die allermeisten Biker den Weg gar nicht befahren würden, und die wenigen Stolperbiker, die das mögen (und dann wahrscheinlich auch können), werden dem Weg sicher nicht in einer Weise schaden, dass durch das Verbot irgendwas bewirkt wäre (anders als durch eine bessere Weganlage im unteren Teil, wie bereits oben geschrieben).
Wo es mMn tatsächlich ein Argument gibt, ist der Weg direkt durch den Südhang vom Farrenpoint, weil da am Ende ein Abschnitt ist, der wahrscheinlich viele im direkten Weg überfordert, weshalb dann viele einen alternativen Weg suchen und sich so der Weg verbreitert. Das ist aber ein kurzes Stück und der Rest vom Weg ist leicht, weshalb halt viele, die auf den Farrenpoint fahren, diese Abfahrt wählen. Auch hier ließe sich aber durch etwas Weganlage Abhilfe schaffen, ohne dass da ein Verbot nötig wäre, zumal der Abschnitt jetzt nicht über irgendwelche ökologisch wertvollen Rasen geht, sondern vielmehr durch einen steilen Fichtenwald, der sicherlich kein naturnaher Wald ist.

Was bleibt, ist der Punkt, dass es einfach überhaupt nicht ersichtlich ist, auf welcher Grundlage hier entschieden wird, welche Wege geeignet sein sollen und welche nicht. Es kann jedenfalls weder die tatsächliche Fahreignung sein noch eine ökologische Abwägung. Mag ja vielleicht zutreffen, dass es in der Gegend Vorkommnisse gibt, die den einen oder anderen verärgern (auch objektiv gerechtfertigt, nicht nur subjektiv in ihrer Wohlfühlzone), aber das dürfte dann mindestens so sehr an Fußgängern liegen wie an Radfahrern. Abhilfe zu schaffen, ist sicherlich eine gute Idee, mit der aktuellen Strategie der UNB wird das aber sicherlich nicht gelingen.
 
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Nachtrag zum vorletzten Post:

Gerade noch den zugehörigen Artikel im OVB (hier: Mangfall-Bote) gelesen. Ist gleich ein Halbseiter geworden, also ziemlich prominent. Zunächst wird das Verbot von einem LRA-Vertreter im Artikel damit begründet, dass hauptsächlich die sensible Vegetation (speziell Borstgrasrasen) geschützt werden müsse. Dabei wird dann ins Feld geführt, dass zunehmend Wanderer und Radfahrer abseits der Wege unterwegs seien. Wie jetzt ein Verbot von Wegen für einen Teil der genannten Nutzer im Speziellen das Unterwegssein ABSEITS der Wege von allen Nutzern verhindern soll, bleibt im Dunkeln.
Im weiteren Verlauf des Artikels kommen dann Almbauern zu Wort, die eine allgemeine Überlastung der Almgegend mit zugehörigen Problemen beklagen und deshalb froh sind, „dass endlich was getan wurde“. Ein Almbauer hat dann wenigstens noch den Vorwurf, dass Zäune durchschnitten wurden, „um freie Fahrt zu haben“. Wieso das jetzt ausgerechnet Radfahrer und nicht Fußgänger waren, die das Hindernis beseitigt haben, bleibt ebenfalls unklar, aber zumindest kann man das noch irgendwie mit Radfahren in Verbindung bringen. Was aber danach folgt, ist eine Reihe von Vorwürfen, die gerade auf Radfahrer am allerwenigsten zutreffen dürften, als da wären: Hunde unangeleint zwischen Weidevieh laufen zu lassen, kreuz und quer über Wiesen zu laufen, Pferden Zöpfe zu flechten, mit dem Gleitschirm an Stellen zu starten, die nicht als Startplätze ausgewiesen sind, zu campieren und offenes Feuer zu machen, …

Wie gesagt, die Umsetzung der Handlungsanweisung „die nicht geeigneten Wege“ betreffend in den UNBs ist vor allem Aktionismus und hat mit den vorgeschobenen Argumenten (speziell Naturschutz) nichts zu tun, sondern soll vor allem gewisse Klientel (hier die Almbauern) beruhigen. Dass diese Interessengruppen (Almbauern, Jäger, …) aufgrund des zunehmenden Nutzungsdrucks (von allen Seiten, also nicht nur durch Radfahrer) Anliegen haben, kann ich verstehen. Inwiefern diese Anliegen dann Maßnahmen rechtfertigen, die eine Einschränkung der Allgemeinheit zur Folge haben, kann man diskutieren. Es sollte aber klar sein, dass diese Einschränkungen keinesfalls nur auf einen Teil der Allgemeinheit beschränkt sein können, zumal ja für einen guten Teil der genannten Anliegen der Teil, der eingeschränkt werden soll (also die Mountainbiker), allerhöchstens teilweise verantwortlich ist.

Mich würde echt mal interessieren, welche Kommunikation da teilweise zwischen den Interessengruppen, den Behörden und insbesondere der Politik stattfindet. Zielorientiert (mal abgesehen davon, dass Lokalpolitiker sich Stimmen sichern wollen) kann das ja nicht sein. Ich bin mal gespannt, was passiert, wenn die Almbauern feststellen, dass trotz der gesperrten Wege genauso viele Wanderer und Radfahrer (die Forstwege in der Gegend sind ja weiterhin erlaubt) auf ihrer Alm unterwegs sind und deshalb die Probleme, die sie schildern, genauso bestehen bleiben. Kommt dann ein Umdenken? Bin gespannt…
 
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Erlangen
Die DIMB IG Chiemgau war bereits 2018 und 2019 bei Gemeinderatssitzungen in Bad Feilnbach dabei, wo es damals schon um die Forderung von Sperrungen im Bereich Farrenpoint ging. Wir konnten diese abwenden und es wurden im Gemeindebereich gemeinsam mit den Almbauern einige „Gemeinsam Natur erleben“ Schilder zur Sensibilisierung angebracht. Die DIMB Fachberatung wird auch in diesem Fall die IG Chiemgau unterstützen eine sinnvolle und rechtskonforme Lösung herbeizuführen.
 

pib

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Kempten
Ich kann nicht mehr vor lachen 🤣 beste Comedy
Sie zerstören Almen und Forstwege, verschrecken Wildtiere, bekriegen sich mit Wanderern: Naturschützer und Gebirgsretter beklagen eine Mountainbike-Plage in den Alpen. Landwirte warnen vor tödlichen Kollisionen mit Kühen.
 
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