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Du hadt aber schon gelesen, um was es in den zitierten Fällen ging? Da wurde nicht willkürlich und wild ein Unfallszenario geschaffen, sondern durchaus allgemein üblich etwas gemacht, was zum Schaden führte. Ohne bösen Hintergedanken. Das einem das dann manchmal Schwierigkeiten verursachen kann, zeigen diese Fälle.

Ja, habe ich. Es ging in beiden Fällen um atpyische Unfälle, für die genau die "normale" Grundbesitzerhaftpflicht doch gedacht ist und hier auch gegriffen hat, oder nicht?
Du hast allerdings dann daraus gefolgert, dass man diese auch für typische Waldgefahren benötigen könnte.
 
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Ja, habe ich. Es ging in beiden Fällen um atpyische Unfälle, für die genau die "normale" Grundbesitzerhaftpflicht doch gedacht ist und hier auch gegriffen hat, oder nicht?
Du hast allerdings dann daraus gefolgert, dass man diese auch für typische Waldgefahren benötigen könnte.
Nein, ich habe geschrieben, dass ich Verständnis dafür habe, dass ein Versicherungsnehmer versucht, mögliche Schadensfälle zu vermeiden - in unserem Fall, indem er versucht Mountainbiker von seinem Grundstück fern zu halten. Damit ist sein Risiko geringer, dass Schäden entstehen, die seine Versicherung tragen müsste. Damit behält er die Versicherung bzw. seine Prämien gehen nicht hoch.
Von waldtypischen Gefahren habe ich nichts geschrieben.
Genau lesen hilft.
 

ufp

Daystrom Institut
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Wen es interessiert, heute kommt im BR um 19:00 Uhr in der Sendung Unser Land auch ein Beitrag über Mountainbiker im Wald.
Für die waldtypischen Gefahren benötigt es eigentlich keine Versicherung. Denn diese sind ja nach §14 Bundeswaldgesetz sowieso ausgeschlossen.
In dem Beitrag oben wurde die Verkehrssicherungspflicht angesprochen.
Sinngemäß, wenn der Waldbesitzer/-eigentümer/-pächter davon weiß (also von den illegalen Bauten) dann ist er "fällig", wegen der Verkehrssicherungspflicht.

Gibt es dafür ein entsprechenden § (Forstgesetz, Bayrische Verfassung, BGB) oder ist das nur durch Rechtsfortentwicklung entstanden?

Die Verkehrssicherungspflicht will ja va Gefahren vermeiden und abwehren.
Jeder, der eine Gefahrenquelle schafft (zB Konzert, Marktstand), muss den Verkehr vor einer Schädigung durch diese Gefahrenquelle schützen.
Also die unter seiner Verfügung unterliegende Anlage, wenn er sie dem Zutritt eines Personenkreises eröffnet oder auf seinem Grund einen Verkehr für Menschen unterhält (zB Weg, Schipiste).
Er muss die Anlage für die befugten Benützer in einem
  • verkehrssicheren und
  • gefahrlosen Zustand
  • erhalten und
  • vor erkennbaren Gefahren schützen bzw warnen.
Nun erschließt sich mir nicht ganz die Verkehrssicherungspflicht bzw Haftung, wenn er von illegalen Strecken etwas weiß, oder eben nicht.

Gehen wir davon aus, das diese "Anlage" (also Singletrail, Sprungschanzen, Anleger etc) nichts zerstört, das Wild nicht beeinträchtigt wird und auch sonstige im Artikel genannten "Nachteile", nicht erzeugt werden. Und auch, dass in ein Recht eingegriffen wird (wobei das bei dem Staatswald ja auch relativ ist, weil er ja allen gehört).

Was geht es einen Waldbesitzer/-eigentümer/-pächter/Staatsforste an, wenn in seinem Wald etwas illegales gemacht/gebaut wird? Oder anderes gesagt: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Klar, wenn man jemanden eine gewisse Fürsorgepflicht, Menschen- bzw Nächstenliebe, Schutzfuktionen etc auferlegt, dann muss man sich um andere kümmern. Aber wo hört das auf? Noch dazu wo jeder, grundsätzlich, für sich selbst verantwortlich ist.

Wenn jemand in einem Wald eine Sprungschanze, einen Anleger, Vertiefungen und Erhöhungen ungewöhnlichen Ausmaßes sieht bzw vorfindet, dann muss oder sollte einem doch der gesunde Menschenverstand sagen, dass dies nicht "normal" :spinner:(für bzw in einem Wald) sei.

Und wenn ich keine Ahnung habe, was es mit diesem riesigen Hügel, Anlege, Sprungschanze auf sich hat, dann sollte man auch nicht (darüber) fahren :mad:. Tut man es trotzdem, sollte man halt entsprechend dafür selbst gerade stehen und die Konsequenzen daraus tragen.

Was anderes ist es, wenn zB der Betreiber eines Bikeparks/Trailcenters etc damit wirbt bzw sogar Geld verdient. Damit "lockt" er ja andere an und suggeriert ihnen, dass es relativ sicher sei (weite Ausläufe, Schutzmatten, Helm- und Protektorenpflicht, Erste Hilfe in der Nähe, Beschriftung von Notrufstellen, Standortangaben, Kontrolle der Strecke, Ausbesserung der Strecke usw usf).
 
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Was anderes ist es, wenn zB der Betreiber eines Bikeparks/Trailcenters etc

Sicher? Also zumindest bei den ständig Offenen welche ich kenne steht in den Nutzungsbedingungen eindeutig "Benutzung auf eigene Gefahr". Wäre ja auch unsinnig, wenn ein Betreiber, der dazu noch nicht einmal Eintritt verlangt, für eine Gefahr haften müsste in die man sich selbst begibt.
 

franzam

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Weiß nicht, ob es Vergleichbar ist:

ein Bekannter wurde verdonnert die Tierarztkosten zu tragen, weil der (etwas unvernünftige) Reiter über einen alten Steg aus Rundhölzern reiten wollte und der Gaul dabei eingebrochen ist und sich verletzte
 
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Gut, so ein Steg ist ja ein Bauwerk. Kommt sicher drauf an, wer hat es errichtet und ist es ein offizieller Weg für Reiter. Hinzu kommt, Pferd und Reiter sind ja anscheinend nicht gestürzt, sonder eingebrochen.
Ich denke bei Brücken/Stegen/Rampen auf Trails mit Betreiber sehe es auch nicht anders aus. Auch hier müsste der Betreiber sicher nachweissen sie zumindest regelmässig geprüft zu haben.
 
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Was geht es einen Waldbesitzer/-eigentümer/-pächter/Staatsforste an, wenn in seinem Wald etwas illegales gemacht/gebaut wird? Oder anderes gesagt: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Wenn dann doch mal was passiert, dann darf halt keiner um die Ecke kommen: Das ist schon 5 Jahre so, das habe ich dem Besitzer schon so oft gesagt.
Das will sich halt keiner ans Bein binden.
 

mw.dd

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Ist es nicht ermüdend, dass Märchen von der Gefahr für die Grundbesitzer durch Haftung für Unfälle von Radfahrern immer wieder mit den gleichen unsinnigen "Argumenten", Anekdoten und Halbwissen zu diskutieren?
@HelmutK und @Sun on Tour haben sich solche Mühe gegeben, das auch für Rechtslaien aufzubereiten; steht bestimmt auch schon weiter vorn im Thread was dazu. Also bitte lasst das Thema - da hier auch noch eindeutig OT - doch einfach ruhen.
 
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Irgendwie geht das langsam zu weit. Die Wirtschaft darf buddeln, zubetonieren, abholzen usw, Hauptsache das Bruttosozialprodukt steigt, aber wehe Wanderer und Mountenbiker kommen zarten Pflänzchen zu nah.
 
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Die hinterlassen Spuren von einem halben Meter tiefe
 

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Pffff...
Immer mehr Mountainbiker erobern den Hesselberg. Augenzeugen sprechen von "Pisten-Rambos", die mit ihren von E-Motoren angetriebenen Boliden in voller Schutzmontur den Berg der Franken hoch und runter preschen.
Pffff... Berg der Franken! Witz! Das sieht man doch schon an dem Namen, dass der weder nach Franken, Bayern oder Sachsen gehört. Der gehört nach Hessen!
 

ufp

Daystrom Institut
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Aus dem Artikel:
Der Hesselberg bietet eine vielfältige Flora und Fauna. Mehr als 500 Tier- und Pflanzenarten leben auf dem höchsten Berg Mittelfrankens. Nirgendwo sonst gebe es in Bayern so viele verschiedene Biotop-Arten auf einem Fleck wie hier, sagt Naturschutzwächter Fettinger.

Tja. Dann hätten die (Hesselberg, Franken, Bayern, Deutschland) halt früher drauf schauen sollen.
Durch die Wanderwege und -pfade, der Errichtung des Gipfelkreuzes, der Anfahrtswege, der Parkplätze, der Straßen, der Häfen, der Autobahnen, der Eisenbahnlinien, der Flughäfen, Wohnhäuser, Betriebsanlagen, Industrien usw usf, sind bis dato Abermillionen, wahrscheinlich sogar, Abermilliarden, Fastrilliarden an Fauna und Flora vernichtet worden.
 
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Biker und Radler zerstören vielfältige Pflanzenwelt

Interessant...wie unterscheidet man Biker von Radler? Oder meinen sie gar das Bier-Mischgetränk, welches durchs Ausscheiden die Pflanzen kaputt machen könnte?

Reiterstaffel soll auf dem Hesselberg für Ordnung sorgen

Ahja...Radfahrer zerstören die Pflanzenwelt und die werden dann mit Pferden kontrolliert, welche ja absolut keine Spuren hinterlassen. Da spielt es dann wieder keine Rolle?

Irgendwie habe ich immer mehr den Eindruck, als wollte der bayerische Staat mit allen verfügbaren Mitteln (somit auch mit dem BR) uns Radler bewusst ins schlechte Licht rücken. Und wenn dann alle Politiker den Märchen glauben, werden dann die Gesetze angegangen?
Sorry, bin eigentlich nicht für Verschwörungstheorien zu haben, aber das, was in den letzten Monaten alles zu lesen und zu sehen ist, lässt mich daran zweifeln, ob es wirklich nur Theorien sind. Das ist inzwischen schon abartig, was da alles abgeliefert wird. 🤮
 

LeFritzz

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"What do demograts want? Demograts always want a majority, in Bavaria, an absolute majority. To tell the majority what the majority wants you need your own newspaper - as we for instance have the Miesbacher Merkur; and of course you need your own radio station - as we in Bavaria have the Bayrische Rundfunk...the principle of Freibeer is deeply religious...to drink so much for your country it needs a strong liver and it needs a very strong constitution - we call it the Bayrische Verfassung."
(Gerhard Polt, "Demogracy", Tschurangratti-Rede)
 
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Ahja...Radfahrer zerstören die Pflanzenwelt und die werden dann mit Pferden kontrolliert, welche ja absolut keine Spuren hinterlassen. Da spielt es dann wieder keine Rolle?
Ist ein riesiger Unterschied.
Pferde hinterlassen einzelne Hufandrücke in denen sich Wasser sammelt und dadurch innerhalb kürzester Zeit wertvolle Kleinbiotope entstehen.
Radfahrer dagegen verursachen tiefste Spurrillen, welche sich den kompletten Hügel herunterziehen und beim nächsten Regen sofort zu einem metertiefen Errosionscanyon ausgewaschen werden. Das zerstört nicht nur die Humusschicht sondern stellt auch ein unüberwindliches Hindernis für die komplette Fauna dar.

(Wer Ironie findet, darf sie behalten)
 

Bejak

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In den Reifenspuren bilden sich reißende Flüsse, die alles mitreißen, was es mitreißen kann. Aber das kann noch bestimmt jemand anders noch viel reißender formulieren. Issso.

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Der BR sieht Mountainbiker offensichtlich nicht als Menschen an.
Oder wie sonst gibt es einen Konflikt zwischen Mountainbikern und Menschen??

 
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Der BR sieht Mountainbiker offensichtlich nicht als Menschen an.
Oder wie sonst gibt es einen Konflikt zwischen Mountainbikern und Menschen??

Der Titel des Berichts ist etwas unglücklich gewählt. Inhaltlich aber teilweise gut, z.B. werden willkürlich aufgehängte VerbotsSchilder ganz klar als nicht wirksam und illegal dargestellt. Das man sich auf Bildzeitungsniveau begibt und den Merkur zitiert ist ein Armutszeugnis für den BR.
 
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Der BR sieht Mountainbiker offensichtlich nicht als Menschen an.
Oder wie sonst gibt es einen Konflikt zwischen Mountainbikern und Menschen??


Siehe auch im Diskussions-Thema https://www.mtb-news.de/forum/t/rechtslage-in-bayern-diskussionsthread.740227/page-6#post-17450093
 

LeFritzz

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