Rock Shox New Lyrik und Yari Thread ab MY2016

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Hallo 0rcus,
Danke für die Antwort und die Erklärung. :daumen:Hab mir schon fast gedacht, dass es so richtig sein müsste und hab die Gabel am Wochenende zusammengebaut. Im eingebauten Zustand merkt man deutlich die Unterschiede der 3 Stufen, passt also alles.
Richtige Testfahrt steht aber noch aus.

Gruß Christian
 
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Dass eine 2020er Lyrik Ultimate beim tieferen Einfedern auf dem Trail ein Geräusch macht als würde jemand Luft durch die Nase schnauben, ist normal, ne?
 
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Über die RS App hab ich die Anleitung tatsächlich nicht gefunden, über die Webseite dann schon. 220mm geht bei den 2019er Gabeln tatsächlich. Danke
 

Helselot

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So, meine Lyrik ist schon wieder sehr unsensibel, obwohl ich das Gefühl gehabt habe, dass es durch die paar psi mehr an Druck besser geworden ist. Bei der heutigen Tour war sie sehr träge. Hab nun nochmals 5 psi rausgegeben und probiere die Gabel morgen mal aus. Das kann doch nicht sein, dass so eine gute Gabel so unsensibel ist und nur Tuning hilft! :confused: Ebenfall habe ich versucht durch meine Haltung mehr Druck auf aufs Vorderrad zu bekommen. Hat auch nicht wirklich geholfen! Werde bald mal einen Service machen lassen und hoffe, dass die Sensibilität dann besser wird. Wäre super!
 
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Also inzwischen ist meine Lyrik mithilfe des HC97 Kits und der Abstimmhilfe des Shokwiz endlich mal näher an dem dran was ich unter einer gescheiten Gabel verstehe. Shockwiz wollte oft dass ich Luft ablasse, obwohl ich mMn bei 30% SAG war (Stehend auf dem Bike in der Werkstatt), durch die HC97 kann man zudem die Druckstufe vielmehr öffnen und alles wird weicher aber mit genug gegenhalt :)
 

0rcus

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So, meine Lyrik ist schon wieder sehr unsensibel, obwohl ich das Gefühl gehabt habe, dass es durch die paar psi mehr an Druck besser geworden ist. Bei der heutigen Tour war sie sehr träge. Hab nun nochmals 5 psi rausgegeben und probiere die Gabel morgen mal aus. Das kann doch nicht sein, dass so eine gute Gabel so unsensibel ist und nur Tuning hilft! :confused: Ebenfall habe ich versucht durch meine Haltung mehr Druck auf aufs Vorderrad zu bekommen. Hat auch nicht wirklich geholfen! Werde bald mal einen Service machen lassen und hoffe, dass die Sensibilität dann besser wird. Wäre super!
Doch kann sein ;) Da kannst du noch so oft einen Service machen lassen, das bringt trotzdem nichts.

Welche Lyrik hast du? Evtl. kann dir wenigstens etwas geholfen werden.

Zwei Sachen schon mal vorab - egal welche Lyrik (vor der aktuellen 2.1 - Überarbeitung) du hast, mit mehr Tokens und weniger Druck oder aber auch dünnerem Öl machst du alles nur noch schlimmer. Deine Herangehensweise, mehr Druck zu fahren, um eine sensiblere Gabel zu bekommen, ist, obwohl es absolut kontraintuitiv ist jedenfalls bei der prä-2.1 Lyrik schon mal der richtig Weg.

Hatte das hier schon mal erwähnt:

https://www.mtb-news.de/forum/t/roc...m-test-macht-rot-schnell.910117/post-16321612
dilu hast anscheinend die fragerunde mit rock shox nicht gelesen. Die Lösung heisst 2.1! Die neue charger 2.1 kann alles besser. ;) :daumen:
:anbet:Ja stimmt, das neue, ungeschlitzte Gleitband am Midvalve, welches viiiieeeel mehr Kontrolle in der Dämpfung bringt, wird da bestimmt einen himmelweiten Unterschied machen...

Meine erste Federgabel war eine Manitou EFC - ich muss sagen, da hat sich doch Einiges getan. Aber der Service von Answer damals war wirklich super, die haben mir jedes Kleinteil für lau aus USA geschickt - aber sie war auch ständig defekt.

Allerdings hat sich bei Charger seit Gen 1 nicht viel Positives getan.

Charger 2 ist überdämpft, Charger 2.1 dann wohl etwas unterdämpft - und vor allem und weswegen auch alle rumjammern: man kann die nicht wirklich einstellen!

Wäre die Druckstufe und die Zugstufe in einem Rahmen verstellbar, dass jeder Fahrstil und jedes Gewicht von 50-120kg zufrieden wäre, dann würde Rockshox das Risiko eingehen, dass der 120kg Fahrer sich die Gabel als Hüpfstock einstellt und vom Fahrrad fällt und RockShox verklagt.
Das wollen sie offensichtlich nicht, das kann man sehr schön auch an den Dämpfern 2018 vs 2020 beobachten. Völlig zähe Zugstufe!

Dazu kommt, dass viele ihre Gabel ultrasoft haben wollen, um die paar Bremswellen oder Würzelchen ("Staubsaugerfeeling") wegzubügeln. Das ist mit Debonair2 möglich, aber der Nachteil ist die überforderte Dämpfung, die nicht mitkommt.
Dabei ist die Konstruktion vom Charger schon ordentlich.
Ne, die Charger 2 ist insgesamt sogar ziehmlich unterdämpft, der Übergang von LSC auf HSC ist nur Mist, die HSC Ports sind riesig und der vorgespannte straight stack kennt in Verbindung mit diesen nur digitales auf/zu und dann kommt noch hinzu, dass der LSC Port ziehmlich groß ist und es eine fette Überlagerung mit der HSC gibt. Um den harschen Übergang zu umgehen, stellen viele ihre LS noch weicher ein und machen damit das Problem noch schlimmer. Deswegen ist der Midstroke support auch nicht so toll und sie kommt bei schnell aufeinanderfolgenden, härteren Schlägen nicht mit (da beklagen ja durchaus viele Nutzer, dass sich das Ding dann Hölzern anfühlt), weil die Dämpfung die Bewegung nicht richtig wegarbeiten kann, sondern die Feder den Haupjob macht. Will man das nun durch mehr Tokens und weniger Luftdruck korrigieren, macht man es nochmals schlimmer, da man durch die bauchige Federkennlinie noch weniger midstroke support hat und die Gabel besagte Schläge noch schlechter wegarbeitet. M.E. ist hier das Rezept, soviel LSC wie möglich einzustellen und die Luftfeder so hart und linear, wie möglich abzustimmen.

Gibt übrigens zur Charger 2 einen tollen thread auf mtbr.com, in dem auch der Inhaber von PUSH und andere Tuner fleißig mitdiskutiert haben und wo genau diese Probleme angesprochen werden: https://forums.mtbr.com/shocks-suspension/charger-2-damper-modifications-1094321.html

Aber auch bei den Tunern scheiden sich die Geister. Während MST und Öhlins/Andreani der Meinung sind, man müsse das Midvalve austauschen und dieses mit verantwortlich für die schleche Performance bei schnellen, härteren Schägen sei, sagt Push, dass dieses gut funktioniert. Push verbaut stattdessen eine völlig neue Druckstufe, weil sie sagen, dass man selbst mit teilweise neuen Teilen (und anderem Shimstack) aus der bestehenden Druckstufenarchitektur nicht so viel rausholen kann, dass sie es für angebracht hielten, dafür Geld zu verlangen. Öhlins/Andreani bieten hingegen Austauschdruckstufenshimstacks für das Standardbasevalve an, während MST nicht nur den Shimstack in der Druckstufe, sondern auch gleich das Basevalve tauscht... Ja und Rockshox hat natürlich an der 2.1 alles vieeeel besser gemacht.

Wenn man also 5 leute fragt bekommt man 6 Meinungen. Das sieht man ja auch an den Posts hier. Die einen sind gar nicht zufrieden, die anderen finden alles super. Klar Geschmäcker sind verschieden und man kann nicht jeden glücklich machen, aber mir leuchtet dabei allerdings nicht ein, warum RS, die bei der Charger 1 noch drei verschiedene Shimstacks für Druck- und Zugstufe samt Umbauanleitung in der Anleitung hatten und die vor mittlerweile über einem Jahrzehnt die ersten waren, die verschiedene Dämpfertunes für den Aftermarket angeboten haben, nun behaupten, sie könnten mit einem Shimstack alle glücklich machen. Zwar ist die verstellbare HSC wieder ein Schritt in die richtige Richtung (offensichtlich haben sie mitbekommen, dass ihr Kram doch nicht so toll funktioniert und viele das auch durchaus "erfahren" können), aber das abgehobene Marketinggequatsche bzgl. Charger 2.1 und neuer Modellbezeichnungen und vor allem die neue Ersatzteilpolitik, die vorsieht, dass man ein Vermögen für Servicekits ausgeben muss und dass viele Teile gar nicht mehr zu haben sind (ein gerissener Bladder bedeutet jetzt -> komplett neue Kartusche) oder das es keine Anleitung mehr zum Zerlegen gibt (Die einzige, frei zugängliche Anleitung zur Zerlegung der Charger 2 hat PUSH veröffentlicht... früher gab es sogar YT-Videos) sorgen dafür, dass RS-Produkte kürzlich immer unatraktiver werden. Statt Produkten, die sich von vielen unterschiedlichen Fahrern je nach Vorlieben, Gewicht, Können, etc. einstellen lassen, macht man Durchschnittsprodukte für Durchschnittsfahrer (das ist jetzt nicht negativ gemeint ;) - aber wenn man nicht zum angeblichen Durchschnitt gehört, funktioniert das Zeug halt nicht), redet sich diese schön, verpasst ihnen neue tolle Namen, die jeden verwirren und darüber im Unklaren lassen, was er jetzt eigentlich gerade kauft und konzentriert sich stattdessen darauf durch ständig neue "Evolutionsstufen" und das absichtliche Nicht-Anbieten von Ersatzteilen, das den Nutzer schon bei kleinen Defekten zum Kauf einer neuen Kartusche (oder besser noch Gabel) zwingt, möglichst viel Geld zu verdienen (auch das nicht falsch verstehen ;) gegen Geld verdienen ist grundsätzlich nichts einzuwenden).
https://www.mtb-news.de/forum/t/roc...m-test-macht-rot-schnell.910117/post-16321798
Erstmal sind solche Aussagen wie "haben sie mitbekommen das ihr Kram doch nicht so toll ist" ziemlicher Unsinn, an einem neuen Produkt arbeiten viele Leute, es gibt viele Meinungen, Erfahrungen, Informationen bzw Feedback von Fahrern usw und darauf werden Produkte weiterentwickelt. Wenn nen neuer Benz rauskommst sagst sowas doch auch nicht?!
Was stimmt ist natürlich das jeder seine Meinung und Erfahrungen hat, bei Tunern ist es ja nicht anders, Tuning macht es nicht zwangsläufig besser, für einzelne sicherlich aber nur bedingt für die Mehrheit.
Genau wie die Dämpfung, eine Gabel muss schon mit bedacht abgestimmt sein, daran scheitert es bei vielen schön und dann ist sie überdämpft usw...
Für den Großteil funktioniert die Boxxer wohl ziemlich gut, und das letzte Wort was die Performance beschreibt ist hölzern...das nun wirklich Blödsinn.
Wenn der Benz nicht das hält was versprochen wurde... doch! ;)

Sehr viele in den deutsch und englischsprachigen Foren haben sich über genau die beschriebenen Eigenheiten an der Charger 2 beschwert (RS hatte nämlich vollmundig angepriesen diese schon von der Charger 1 bekannten Mängel auszubessern), wobei in letzteren ziehmlich oft die Begriffe "harshness" oder "spiking" auftauchen - wenn dir die besser gefallen als hölzern...

Wenn nach einem guten halben Jahr schon eine Version 2.1 herauskommt, bei der genau diese Dinge verändert werden: bessere Abstimmung der LSC und HSC aufeinander, besserer Einstellbereich der LSC, die nun weiter schließbar ist, neues Midvalve mit verbessertem Ölfluss, neue Dichtung am Zugstufenschaft für weniger Reibung, neues Gleitband... dann hat entweder RS ganz schnell nachgebessert, weil sie gemerkt haben, dass der Endkunde nicht so überzeugt war, wie sie es vorher propagiert hatten oder hier wurde tatsächlich absichtlich eine Entwicklung zurückgehalten, um zweimal abzukassieren - Ich bin jetzt mal von der sympathischeren Variante ausgegangen, im Gegesatz zu anderen hier. Gerade in der von dir erwähnten Autoindustrie gehört es zum guten Ton, eine tolle Entwicklung in 5 Evolutionsstufen aufzuteilen und über Jahre zu strecken, um möglichst viel Gewinn zu machen. Was dann an technischem Vorsprung fehlt wird durch Marketing ersetzt... aber das wurde ja hier schon ausreichend emotional ausgeführt :daumen:

Übrigens bewirbt RS selbst das 2.1 Upgrade damit, dass die Gabel nun nicht mehr wegtaucht, höher im Federweg steht, das Vorderrad besser dem Untergrund folgt und das Charger 2.1 "more control for you and less fatigue caused by feedback at the handlebar" bietet. Ob das ein Zufall ist?

Und das mit den zerlegen des Chargers, das es nicht jeder Heinz im Keller macht, ist nicht weil SRAM dir was böses will, sondern schlichtweg geht's um Garantie und Sicherheit, ist ganz einfach.
Das hat nichts mit Garantie zu tun. Die Anleitung zum Ölwechsel und Wechsel der Dichtung am Zugstufenschaft und die für den Service der Luftfeder und für den Lowerlegservice gibt es ja nach wie vor.

Was aber nun fehlt ist Anwenderfreundlichkeit und Abstimmbarkeit - bspw. durch Shimstackwechsel (vorher wurden für Druck- und Zugstufe je drei Stacks im Manual angegeben. Die benötigten Shims waren bereits im Inneren der Gabel mit verbaut, hinter den clampshims, wo sie keine Funktion hatten, aber zum Umbau des Stacks entnommen und verbaut werden konnten).

Für welche Gabeln sind denn keine Teile mehr zu haben ?
Für Charger 2 und 2.1 gibt es, wie schon mehrfach erwähnt definitiv keine Bladder mehr. Bladder defekt = komplette Kartusche für die Tonne. Und es gibt noch mehr Bsp. Selbst der kleine O-Ring, der den LSC Versteller nach außen abdichtet ist m.W. nicht mehr über RS erhältlich.

Das ist ja eine äußerst schlechte Entwicklung. Ich habe Sram immer zugute gehalten, dass es so viele Ersatzteile gibt.
Ja, ich auch. Das war früher auch mal anders. Da gab es jedes Teil zu vernünftigen Preisen. Und es gab detailierte Anleitungen, Explosionszeichnungen mit Ersatzteillisten, Service-Videos von RS auf Youtube, etc.

Einer der Gründe, warum ich früher RS immer Fox vorgezogen habe. Früher durfte man ja tatsächlich gemäß Herstellter an den Fox Sachen nichts selbts machen. Heute ist es aber genau umgekehrt: während man früher bei Fox gar keine Infos bekam, haben die mittlerweile eine große online Datenbank mit vielen Tips und Anleitungen, Datenblättern, technischen Zeichnungen, Videos, usw. Findet man auf deren Homepage ganz leicht unter "TechHelp" Und ja, die haben auch Garantie ;)
Das, was dort OT ist bitte mal einfach überlesen. Ich hatte keine Lust, das alles nochmal zu schreiben.

Meiner 160er RCT3 Charger2 DebonAir Lyrik habe ich mit Shimtuning in Form eines deutlich härteren, besser auf mein Gewicht abgestimmten Zugstufenstacks von PUSH, eines selbst erarbeiteten, insgesamt zwar härteren, aber über viel weniger Vorspannung verfügenden Druckstufenshimstacks, welcher nun auch kein straight-stack, sondern ein tapered stack ist, mit zwar deutlich mehr Dämpfung im HS-Bereich, aber gleichzeitig sanfterem Ansprechverhalten, zwei Formula Neopos-Tokens in Verbindung mit viiiieeeel mehr Druck (bin 25 bis 30 PSI über Empfehlung und habe trotzdem knapp 20% SAG) als RS für mein Gewicht empfiehlt, guten Fetten und Ölen und einer steiferen Achse kostengünstig auf die Sprünge geholfen. Dazu fahre ich die LS-Druckstufe nur im Bereich von 3 bis 6 Klicks von ganz zu (den Rest des Einstellbereichs kannst du M.E. vergessen, der überlagert nur die HSC und hat nichts mehr mit LSC zu tun).

Wunder bewirkt man damit natürlich nicht, aber die Gabel geht (für mich mit meinem Fahrstil und Gewicht) deutlich besser, als im Serienzustand.
 
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Helselot

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@0rcus: Danke für deine Tipps! ;) Du kennst dich ja sehr gut aus. :bier:Ich hab in meinem Remedy 8 MY19 die Lyrik RC Debon Air. KA ob Charger 1 oder 2? Tippe auf Charger 2. Bin vorhin nochmals ein paar Trails mit 5 psi weniger gefahren. LSC ist immer komplett offen. Fahre ich immer so und hab gedacht, dass das gut wäre. Du schreibst ein paar Clicks LSC sind wichtig. Wieviele Clicks würdest du mir bitte für 80kg fahrfertiges Gewicht empfehlen?:confused:
 

0rcus

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@0rcus: Danke für deine Tipps! ;) Du kennst dich ja sehr gut aus. :bier:Ich hab in meinem Remedy 8 MY19 die Lyrik RC Debon Air. KA ob Charger 1 oder 2? Tippe auf Charger 2. Bin vorhin nochmals ein paar Trails mit 5 psi weniger gefahren. LSC ist immer komplett offen. Fahre ich immer so und hab gedacht, dass das gut wäre. Du schreibst ein paar Clicks LSC sind wichtig. Wieviele Clicks würdest du mir bitte für 80kg fahrfertiges Gewicht empfehlen?:confused:
Wenn es eine RC ist, dann ist das nochmal was anderes. Das sollte dann der Charger mit Trennkolben statt Bladder sein. Den hatte ich bisher noch nicht in den Fingern.





Inwiefern sich das von mir oben geschriebene übertragen lässt, kann ich nicht sagen, da das Druckstufendesign ein ganz anderes ist.






Gemeinsamkeit ist aber, dass auch hier ein vorgespannter Straight-Stack verbaut ist.

Bei mtbr gibt es ein entsprechendes Thema zu diesem Dämpfer: https://forums.mtbr.com/shocks-susp...ridge-style-self-bleeding-damper-1089874.html Dort gibt es weitere Infos.

Die LSC ganz offen zu fahren ist aber auch hier ziehmlich sicher keine sehr gute Idee. Probier mal aus die weiter zu schließen. Und versuche mal, deine Luftfeder so linear und straff wie möglich abzustimmen, damit du mehr midstroke-support bekommst.

Für den Fall das du basteln willst:

Die Vorspannung aus diesem Stack herauszubauen (so man dies denn wollte) ist zwar etwas schwieriger, da hier das Ventil einen Dish hat und selbige nicht über ringshims erreicht wird, ginge aber auch. Dazu müsste man aber erst die Ventilplatte vermessen und herausfinden, wie tief der dish ist. Dann könnte man so etwas machen (rechte Seite):


So ganz ideal ist das aber nicht. Man könnnte natürlich auch einfach einen tapered stack verbauen. Da hat die Vorspannung auf die Shims weiter oben, mit geringerem Außendurchmesser weniger weniger Einfluss.

...aber wie gesagt - alles erstmal nur Gedankenspiele. So eine hatte ich noch nicht in den Fingern.
 
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Helselot

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Nochmals vielen Dank für all die Details! :daumen:Ganz ehrlich bin ich leider kein Bastler und möchte es mit der OEM Gabel schaffen. Dann werde ich wieder ein paar psi mehr reinpumpen und mal 3 Clicks LSC dazugeben und testen, ob es sich besser anfühlt!
 
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Die Lyrik RC im 19er Remedy sollte aber noch mit Bladder-Charger sein. Müsste Charger 2.0 sein.
Erst mit der Umbenennung auf Lyrik Select ist die die Trennkolben Charger (welche zur maximalen Verwirrung Charger RC genannt wurde) in die günstigeste Lyrik rein gekommen.

Kannst aber mal schauen wieviel Klicks die LSC hat. Wenn nur 5, dann ist es die neue Trennkolben Charger RC. Ansonsten die Charger 2.0 mit Bladder.
 

Helselot

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Die LSC hat deutlich mehr als 5 Clicks! Bin gespannt auf den Test morgen, bei dem ich mal ein paar Clicks LSC dazu gebe. Mal schauen, wie es sich anfühlt! ;) Aktuelles Setup lt. Trek Calculator bei fahrfertigen 80kg: 83psi, 8 Clicks Rebound von der langsamsten Stufe, 3 Clicks LSC von komplett zu
 
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Helselot

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War heute auf unserem anspruchsvollsten Trail unterwegs, um das neue Setup auszuprobieren! Die kleinen Schläge wurden ein wenig besser gefiltert und die Kontrolle war immer gegeben! Hab gut FW gebraucht. Ein kleiner Kicker 40cm war auch dabei! Aber das Gelbe vom Ei wars noch nicht! :rolleyes: Werde einfach weitertüfteln! Die Zugabe von einigen Clicks LSC war schon mal ein guter Tipp! Danke! :daumen:
 
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Hey,

ich hab mir jetzt echt den Wolf gesucht aber nix gefunden. An meiner Charger 2.1 drückt es oben am RTC3 Öl raus und zieht mir Luft rein.
Leider habe ich in den Manuals nix darüber gefunden wie ich da ran komme. Mit den alten Charger zerlegen hatte ich keine Probleme aber gerade stehe ich auf dem Schlauch und muss leider nun fragen :confused:
Und welche Dichtung ist denn da nicht mehr gut ?, die man einzeln wahrscheinlich nicht bekommt oder ?

Außerdem nervt mich der extrem harte Anschlag beim Vorderrad anheben, ist das in den Griff zu bekommen ? (Außer Zugstufe sinnlos auf ganz langsam drehen)

Vielleicht hat jemand passendes an Info ?

Danke !
 

0rcus

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ich hab mir jetzt echt den Wolf gesucht aber nix gefunden. An meiner Charger 2.1 drückt es oben am RTC3 Öl raus und zieht mir Luft rein.
Leider habe ich in den Manuals nix darüber gefunden wie ich da ran komme. Mit den alten Charger zerlegen hatte ich keine Probleme aber gerade stehe ich auf dem Schlauch und muss leider nun fragen :confused:
Und welche Dichtung ist denn da nicht mehr gut ?, die man einzeln wahrscheinlich nicht bekommt oder ?

Außerdem nervt mich der extrem harte Anschlag beim Vorderrad anheben, ist das in den Griff zu bekommen ? (Außer Zugstufe sinnlos auf ganz langsam drehen)

Vielleicht hat jemand passendes an Info ?

Danke !
PUSH hat eine Anleitung zum Zerlegen (die ist eigentlich gedacht, um deren Druckstufe einzubauen). Die ist gut verständlich und anständig bebildert.

Aber... wenn der O-Ring am Versteller hinüber ist, dann kannst du deine Charger vermutlich wegschmeißen. Man kann nämlich die Druckstufeneinheit nicht vollständig zerlegen und kommt da tlw. nicht ran -> auf jeden Fall konnte ich bisher noch nicht entdecken, wie man die Zerlegen soll... Wenn es jemand weiß bin ich mehr als dankbar es zu erfahren (Bisher habe ich aber im Netz, auch auf englischsprachigen Foren absolut nichts gefunden).

Bei mir war die da auch mal undicht. Da war etwas Dreck am Versteller unter die Dichtung gelangt. Ich hatte das Glück, dass vorsichtiges Reinigen und ordentliches Durchspülen mit Silikonspray geholfen hat. Wenn man die Druckstufeneinheit so weit wie möglich zerlegt (Ventilplatte, shims, das Kunstfoffteil des RCT3-Verstellmechanismus, Bladder, etc), kann man an der Seite Messingstifte entfernen. Diese führen den Verstellmechanismus in zwei spiraligen Nuten beim Drehen des Verstellers nach oben und unten. Wenn du die herausnimmst und oben am LSC-Versteller den Sprengring entfernst, kannst du die Einsteller ein Stück weit nach oben herausziehen und siehst dann die beiden Dichtungen, die dort sitzen (Das steht nicht in der PUSH-Anleitung).

Evtl. hilft bei dir ja auch reinigen. Andernfalls ist deine Charger wegen einem O-Ring für ein paar Cent ein Fall für die Tonne. Gleiches gilt, wenn du beim Auseinanderbauen den Bladder kaputt machst. Den gibt es auch nicht einzeln. Das gehört zur neuen, wunderbar kundenfreundlichen Ersatzteilpolitik von RS :wut: ;)

Das Vorderrad schlägt bei mir nicht hart an. Ich fahre meine Zugstufe sogar sehr weit offen, obwohl ich 125 PSI drin habe und zwei Formula Neopos. Mein HSR ist aber auch umgebaut und viel langsamer - Shimstack von PUSH. Auch die Anleitung für verschiedene Zugstufenshimstacks geben die kostenlos heraus, mit der Anmerkung, für welches Gewicht die gedacht sind (die sind eigentlich gedacht, um sie in Verbindung mit ihrer neuen Druckstufe zu nutzen). Wenn du die Charger ohnehin zerlegst, würde ich dir raten, den entsprechenden zu verbauen (die Serie taugt M.E. nur für absolute Leichtgewichte und sehr niedrige Drücke).

Es kann sein, dass dein Bypass nicht richtig funktioniert. Evtl. zu viel zähes Fett in der Luftkammer oder eine der Dichtungen ist defekt -> Wenn der Druck in der Neg-Kammer zu niedrig ist, dann schlägt die Gabel beim Ausfedern hart am Gummipuffer an.
 
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jim_morrison

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Wenn du die Charger ohnehin zerlegst, würde ich die raten, den entsprechenden zu verbauen (die Serie taugt M.E. nur für absolute Leichtgewichte und sehr niedrige Drücke).
Hallo
Darf ich fragen, welche Charger du genau meinst? Ich bin nämlich so ein Leichtgewicht und möchte ev. meine Charger 1 RCT3 gegen eine neuere tauschen.. :)
 

0rcus

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Hallo
Darf ich fragen, welche Charger du genau meinst? Ich bin nämlich so ein Leichtgewicht und möchte ev. meine Charger 1 RCT3 gegen eine neuere tauschen.. :)
Charger 2 - das 2.1 update bin ich noch nicht gefahren. Aber auch für letztere gibt es von PUSH übrigens entsprechende Zugstufenshimstacks für die verschiedenen Gewichtsklassen.

Die PUSH-Shimstacks für die Zugstufe sind übrigens wirklich eine ganze Ecke härter (sowohl bei 2, als auch 2.1). M.E. funktionieren die viel besser (kann hier nur von Charger 2 berichten). Vor allem, wenn man gerne etwas mehr Luftdruck oder Progression fährt. Mit dem originalen Stack musste ich den LSR immer viel langsamer einstellen, als ich gerne wollte, damit die Gabel nicht übel anfing zu springen, wenn ich mal etwas mehr Federweg genutzt habe.

Bei der Charger 1 hat RS das noch selbst gemacht. In deinem Manual müssten noch drei verschiedene Zugstufenstacks abgebildet/beschrieben sein, inklusive Umbauanleitung (Bei der Boxxer gabe es bei Charger 1 auch noch drei Druckstufenstacks). Bei der "Verbesserung" zu Charger 2 (und auch 2.1) ist RS nun davon ausgegangen, dass ein einziger Stack für alle Gewichtsklassen/Drücke passen soll.
 
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Wenn es eine RC ist, dann ist das nochmal was anderes. Das sollte dann der Charger mit Trennkolben statt Bladder sein. Den hatte ich bisher noch nicht in den Fingern.
Die LSC ganz offen zu fahren ist aber auch hier ziehmlich sicher keine sehr gute Idee. Probier mal aus die weiter zu schließen. Und versuche mal, deine Luftfeder so linear und straff wie möglich abzustimmen, damit du mehr midstroke-support bekommst.
Ich fahre eine Lyrik Select mit besagter Charger RC Kartusche.

Was die Luftfeder angeht stimme ich dir auf jeden Fall zu.
Was die Dämpfung angeht bin ich nicht sicher ob es allgemein zielführend ist die Lowspeed-Druckstufe weiter zu schließen. Wenn ich die Druckstufe weiter als 1-2 Klicks (von 5) schließe fallen mir nach 50HM die Arme ab.

Meinst du es würde helfen auf ein dünneres Öl, zB Putoline 2.5 zu wechseln und dann die Druckstufe weiter zu schließen? Dann müsste ja mehr Volumen durch den Shimstack fließen.

Für eine schnellere Lowspeed Zugstufe würde das entsprechend auch sorgen.
 

0rcus

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Was die Luftfeder angeht stimme ich dir auf jeden Fall zu.
Was die Dämpfung angeht bin ich nicht sicher ob es allgemein zielführend ist die Lowspeed-Druckstufe weiter zu schließen. Wenn ich die Druckstufe weiter als 1-2 Klicks (von 5) schließe fallen mir nach 50HM die Arme ab.

Meinst du es würde helfen auf ein dünneres Öl, zB Putoline 2.5 zu wechseln und dann die Druckstufe weiter zu schließen? Dann müsste ja mehr Volumen durch den Shimstack fließen.

Für eine schnellere Lowspeed Zugstufe würde das entsprechend auch sorgen.
Warum ich der Meinung bin (und da bin ich nicht der einzige) man sollte die eher weiter geschlossen fahren habe ich in Post 3584 erklärt. Dort allerdings bezogen auf die Charger 2.

Wie gesagt, die RC mit IFP hatte ich noch nicht in den Fingern. Wenn ich mir aber die Bilder die ich in Post 3586 gepostet habe anschaue, dann sehen die Öffnungen für die LSC (blaue Scheibe mit Bohrungen), wie für RS üblich, ziehmlich groß aus. Und es sieht auch so aus, als ob der gleiche Shimstack benutzt wird - straight stack mit drei 6x18x0,10 Shims und Vorspannung. Da hier aber die Vorspannung durch einen dish in der Ventilplatte kommt und nicht über einen ringshim, ist die Vorspannung bei der RC sogar noch größer. hier sind nicht nur die beiden oberen Shims vorgepannt, sondern alle drei - vorausgestetzt, dass der Rand entprechend gleich erhöht ist wie durch den Einsatz des ringshim bei der Charger2. Die Vorspannung an der Charger2 beträgt 0,2 mm. Du kannst ja bei Gelegenheit mal nachmessen.

Vermutlich liegt das Problem auch hier nicht an der LSC, sondern am Übergang zur HSC und an der großen Überschneidung. Weil die Auslöseschwelle durch die Vorspannung so hoch ist, musst du die LSC weiter öffnen - diese wirkt sich ja auf den gesamten Dämpfungbereich aus. Dadurch bekommst du evlt. den harschen Übergang beim Öffnen der Shims weg, opferst dafür aber mid- und highspeedsupport. Da die Charger ohnehin schon unterdämpft ist (auch wenn es sich durch die Vorspannung der Shims anders anfühlt) macht man es damit nicht unbedingt besser, denn wenn man die Gabel nun in entsprechendem Gelände mit entsprechender Geschwindigkeit bewegt, so arbeitet die Dämpfung die Schläge nicht anständig weg und sie rauscht durch den mittleren Federweg in die Endprogression. Wenn man nun ständig in die Endprogression hineinrauscht, weil man die erste Hälfte des Gabelhubs wegen fehlender Dämpfung nicht nutzt und also beinahe alles über die Feder macht, dann fühlt sich das ganze auch harsch an. Wenn man das dann durch öffnen der LSC oder weniger Luftdruck beheben will, macht man es immer schlimmer - ist wegen der nicht ganz gelungenen Abstimmung der Gabel leider kontraintuitiv.

Inwieweit das auf die IFP-Charger übertragbar ist, weiß ich nicht, aber wie gesagt, scheint es hier in Bezug auf die angesprochenen Eigenschaften ähnlich zuzugehen, wie bei der Charger2. Die Charger RC2 wurde da am Shimstack auch anders abgestimmt (keine Vorspannung... und leider noch weicher, sodass sieinsgesamt auch viel zu weich ist - aber der Übergang ist viel besser). Und bei der 2.1 kann man nun auch die LSC anständig schließen, sodass sie tatsächlich nützlich ist und LSC/HSC das tun, was sie sollen (solang man an der HSC nicht die softe Einstellung nutzt, denn wegen des noch weicheren Shimstacks, besteht hier sonst die Gefahr, dass man die LSC bypasst und diese ihre Wirkung verliert. Das ließe sich aber ganz einfach durch einen härteren Stack beheben).

Die RCT3 (und wahrscheinlich auch die RC - damit sie bei zugedrehter LSC auch so etwas wie eine Plattform bietet) ist leider nicht wirklich auf Performance ausgelegt, sondern um den Pedal-Modus herum abgestimmt. Um da die Plattform zu generieren, werden die Shims eben vorgespannt und im LS-Bereich m.E. viel zu hart abgestimmt (obwohl der stack eigentlich insgesamt zuwenig Dämpfung bereitstellt). Das soll wohl dazu da sein, dass im Pedal- und Lock-Modus kein zu großer Bypass durch Öffnen der Shims entsteht. Wie die Verstellung funktioniert hatte ich in Post 3575 erklärt.

Der Hinweis, die LSC etwas weiter zu schließen und die Feder so linear und straff abzustimmen wie möglich, war nicht dazu gedacht, die Gabel in ein Komfortwunder zu verwandeln (was ohnehin nicht funktioniert), sondern ihr die bestmögliche Performance zu entlocken. Tatsächlich fühlt sie sich dann bei entsprechender Gangart aber auch besser an, da man, wie beschrieben, nicht so viel Federweg verschenkt und mehr Arbeit über die Dämpfung erledigt und dadurch besseren midstroke-support hat. Wenn man auf der Suche nach mehr Komfort ist, ist es besser an anderer Stelle anzusetzen - bspw. indem man am Vorderrad mal 2 PSI weniger fährt, ein Insert verwendet oder einen stärker dämpfenden Reifen. Das wirkt sich viel eher positiv auf den Komfort aus - vor allem (wenn man es beim Reifendruck nicht "untertreibt" ;)) ohne, dass man sich den Komfort mit gravierenden Nachteilen an anderer Stelle erkauft.

Wenn du mit dem Öl herumexperimentieren willst, dann unbedingt beachten, dass die Viskositäten in den Bezeichnungen Unsinn sind. Halte dich an die cSt-Werte. Erklärung und Tabelle hier: https://www.peterverdone.com/wiki/index.php?title=Suspension_Fluid#Rock_Shox Das bisherige RS-Öl war das 3er Maxima (ich nutze gerade das 2,5er Silkolene, die sind annähernd gleich). Die haben aber jetzt seit deiner Gabelgeneration auf Maxima "Plush" umgestellt. Da musst du erst mal herausfinden, wieviel centistokes das hat. Sonst verschlimmbesserst du evtl. Ölviskositäten wirken sich immer am stärksten auf den LS-Bereich aus - auch auf den LS-Bereich des Shimstacks, wenn dieser erst sehr gering öffnet. Auf den HS-Bereich haben veränderbare Ölviskositäten sehr wenig Einfluss. Deswegen verschiebt dünneres Öl das Dämpfungsprofil in Richtung progressiv und dickeres in Richtung degressiv. Als Faustregel gilt auch, dass dünnes Öl temperaturstabiler ist, also einen höheren Viskositätsindex hat als dickes. Wenn du dünneres/dickeres Öl nimmst immer darauf achten, dass du noch genug Positionen an deinen Einstellern hast, damit du wie jetzt bspw. die bei der Abstimmung an deiner Druckstufe unweigerlich auch an der Zugstufe auftretenden, eigenltich ungewollten, Änderungen an der Zugstufe wieder kompensieren kannst. Dünneres Öl wird dir aber nur etwas bringen, wenn man die LSC an der RC Charger mit IFP wirklich weit genug schließen kann. An der normalen Charger 2 würde dünneres Öl das Problem mit der nicht weit genug schließbaren LSC noch verschlimmern.
 
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Warum ich der Meinung bin (und da bin ich nicht der einzige) man sollte die eher weiter geschlossen fahren habe ich in Post 3584 erklärt. Dort allerdings bezogen auf die Charger 2.

Wie gesagt, die RC mit IFP hatte ich noch nicht in den Fingern. Wenn ich mir aber die Bilder die ich in Post 3586 gepostet habe anschaue, dann sehen die Öffnungen für die LSC (blaue Scheibe mit Bohrungen), wie für RS üblich, ziehmlich groß aus. Und es sieht auch so aus, als ob der gleiche Shimstack benutzt wird - straight stack mit drei 6x18x0,10 Shims und Vorspannung. Da hier aber die Vorspannung durch einen dish in der Ventilplatte kommt und nicht über einen ringshim, ist die Vorspannung bei der RC sogar noch größer. hier sind nicht nur die beiden oberen Shims vorgepannt, sondern alle drei - vorausgestetzt, dass der Rand entprechend gleich erhöht ist wie durch den Einsatz des ringshim bei der Charger2. Die Vorspannung an der Charger2 beträgt 0,2 mm. Du kannst ja bei Gelegenheit mal nachmessen.

Vermutlich liegt das Problem auch hier nicht an der LSC, sondern am Übergang zur HSC und an der großen Überschneidung. Weil die Auslöseschwelle durch die Vorspannung so hoch ist, musst die LSC weiter öffnen - diese wirkt sich ja auf den gesamten Dämpfungbereich aus. Dadurch bekommst du evlt. den harschen Übergang beim Öffnen der Shims weg, opferst dafür aber mid- und highspeedsupport. Da die Charger ohnehin schon unterdämpft ist (auch wenn es sich durch die Vorspannung der Shims anders anfühlt) macht man es damit nicht unbedingt besser, denn wenn man die Gabel nun in entsprechendem Gelände mit entsprechender Geschwindigkeit bewegt, so arbeitet die Dämpfung die Schläge nicht anständig weg und sie rauscht durch den mittleren Federweg in die Endprogression. Wenn man nun ständig in die Endprogression hineinrauscht, weil man die erste Hälfte des Gabelhubs wegen fehlender Dämpfung nicht nutzt und also beinahe alles über die Feder macht, dann fühlt sich das ganze auch harsch an. Wenn man das dann durch öffnen der LSC oder weniger Luftdruck beheben will, macht man es immer schlimmer - ist wegen der nicht ganz gelungenen Abstimmung der Gabel leider kontraintuitiv.

Inwieweit das auf die IFP-Charger übertragbar ist, weiß ich nicht, aber wie gesagt, scheint es hier in Bezug auf die angesprochenen Eigenschaften ähnlich zuzugehen, wie bei der Charger2. Die Charger RC2 wurde da am Shimstack auch anders abgestimmt.

Die RCT3 (und wahrscheinlich auch die RC - damit sie bei zugedrehter LSC auch so etwas wie eine Plattform bietet) ist leider nicht wirklich auf Performance ausgelegt, sondern um den Pedal-Modus herum abgestimmt. Um da die Plattform zu generieren, werden die Shims eben vorgespannt und im LS-Bereich m.E. viel zu hart abgestimmt (obwohl der stack eigentlich insgesamt zuwenig Dämpfung bereitstellt). Das soll wohl dazu da sein, dass im Pedal- und Lock-Modus kein zu großer Bypass durch Öffnen der Shims entsteht. Wie die Verstellung funktioniert hatte ich in Post 3575 erklärt.

Der Hinweis, die LSC etwas weiter zu schließen und die Feder so linear und straff abzustimmen wie möglich, war nicht dazu gedacht, die Gabel in ein Komfortwunder zu verwandeln (was ohnehin nicht funktioniert), sondern ihr die bestmögliche Performance zu entlocken. Tatsächlich fühlt sie sich dann bei entsprechender Gangart aber auch besser an, da man, wie beschrieben, nicht so viel Federweg verschenkt und mehr Arbeit über die Dämpfung erledigt und dadurch besseren midstroke-support hat. Wenn man auf der Suche nach mehr Komfort ist, ist es besser an anderer Stelle anzusetzen - bspw. indem man am Vorderrad mal 2 PSI weniger fährt, ein Insert verwendet oder einen stärker dämpfenden Reifen. Das wirkt sich viel eher positiv auf den Komfort aus - vor allem (wenn man es beim Reifendruck nicht "untertreibt" ;)) ohne, dass man sich den Komfort mit gravierenden Nachteilen an anderer Stelle erkauft.
Danke für die ausführliche Antwort!
Ich werde bei Gelegenheit die Kartusche öffnen und die Shims vermessen. Den Preload rauszunehmen wäre wohl das beste um die Performance zu steigern, ist halt die Frage ob sich das irgendwie einfach realisieren lässt.
Dünneres Öl wäre keine Lösung? Das wäre noch am einfachsten umsetzbar.
 
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PUSH hat eine Anleitung zum Zerlegen (die ist eigentlich gedacht, um deren Druckstufe einzubauen). Die ist gut verständlich und anständig bebildert.

Aber... wenn der O-Ring am Versteller hinüber ist, dann kannst du deine Charger vermutlich wegschmeißen. Man kann nämlich die Druckstufeneinheit nicht vollständig zerlegen und kommt da tlw. nicht ran -> auf jeden Fall konnte ich bisher noch nicht entdecken, wie man die Zerlegen soll... Wenn es jemand weiß bin ich mehr als dankbar es zu erfahren (Bisher habe ich aber im Netz, auch auf englischsprachigen Foren absolut nichts gefunden).

Bei mir war die da auch mal undicht. Da war etwas Dreck am Versteller unter die Dichtung gelangt. Ich hatte das Glück, dass vorsichtiges Reinigen und ordentliches Durchspülen mit Silikonspray geholfen hat. Wenn man die Druckstufeneinheit so weit wie möglich zerlegt (Ventilplatte, shims, das Kunstfoffteil des RCT3-Verstellmechanismus, Bladder, etc), kann man an der Seite Messingstifte entfernen. Diese führen den Verstellmechanismus in zwei spiraligen Nuten beim Drehen des Verstellers nach oben und unten. Wenn du die herausnimmst, kannst du die Einsteller ein Stück weit nach oben herausziehen und siehst dann die beiden Dichtungen, die dort sitzen (Das steht nicht in der PUSH-Anleitung).

Evtl. hilft bei dir ja auch reinigen. Andernfalls ist deine Charger wegen einem O-Ring für ein paar Cent ein Fall für die Tonne. Gleiches gilt, wenn du beim Auseinanderbauen den Bladder kaputt machst. Den gibt es auch nicht einzeln. Das gehört zur neuen, wunderbar kundenfreundlichen Ersatzteilpolitik von RS :wut: ;)

Das Vorderrad schlägt bei mir nicht hat an. Ich fahre meine Zugstufe sogar sehr weit offen, obwohl ich 125 PSI drin habe und zwei Formula Neopos. Mein HSR ist aber auch umgebaut und viel langsamer - Shimstack von PUSH. Auch die Anleitung für verschiedene Zugstufenshimstacks geben die kostenlos heraus, mit der Anmerkung, für welches Gewicht die gedacht sind (die sind eigentlich gedacht, um sie in Verbindung mit ihrer neuen Druckstufe zu nutzen). Wenn du die Charger ohnehin zerlegst, würde ich die raten, den entsprechenden zu verbauen (die Serie taugt M.E. nur für absolute Leichtgewichte und sehr niedrige Drücke).

Es kann sein, dass dein Bypass nicht richtig funktioniert. Evtl. zu viel zähes Fett in der Luftkammer oder eine der Dichtungen ist defekt -> Wenn der Druck in der Neg-Kammer zu niedrig ist, dann schlägt die Gabel beim Ausfedern hart am Gummipuffer an.
:(

Danke für deine Vorschläge !
ich hab jetzt mal versucht das umzusetzen - vielleicht habe ich Glück und es bleibt trocken. Ich vermute aber dennoch, dass der Gerät an der Stelle weiter Luft zieht - Bin jetzt gefahren, leider drückt immer noch das Öl nach oben raus - grrrrrrrrrrrr

Was Tuning angeht, habe ich ja das MST drin.

Dem harten Anschlag beizukommen, hatte ich auch kein Glück - keine Ahnung ......

So langsam bin ich dann aber auch echt Rockshox müde. Für die olle Reverb Sattelstütze habe ich echt tollen Ersatz gefunden, vielleicht muss ich den Schritt einfach auch mal bei den Gabeln vollziehen.
 
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0rcus

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Danke für die ausführliche Antwort!
Ich werde bei Gelegenheit die Kartusche öffnen und die Shims vermessen. Den Preload rauszunehmen wäre wohl das beste um die Performance zu steigern, ist halt die Frage ob sich das irgendwie einfach realisieren lässt.
Dünneres Öl wäre keine Lösung? Das wäre noch am einfachsten umsetzbar.
Bzgl. Öl habe ich noch etwas angefügt. Ist immer einen Versuch wert, da wenig Arbeit und ohne Umbau zu bewerkstelligen.

Wie man den Preload herausbekommt siehst du in Post 3586. Man könnte hinter den Faceshim einen crossovershim einfügen, der so hoch ist wie die Vorspannung. Man könnte auch einen tapered-stack verbauen. Die Vorspannung wirkt sich weniger stark auf die hinteren Shims mit geringerem Außendurchmesser aus. Beides macht das Dämpfungsprofil, ebenso wie dünneres ÖL weniger degressiv. Hier noch ein paar Infos: http://www.restackor.com/Code/Sample_Applications/Damping_Profile/damping-profile.htm
 
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Bzgl. Öl habe ich noch etwas angefügt. Ist immer einen Versuch wert, da wenig Arbeit und ohne Umbau zu bewerkstelligen.

Wie man den Preload herausbekommt siehst du in Post 3586. Man könnte hinter den Faceshim einen crossovershim einfügen, der so hoch ist wie die Vorspannung. Man könnte auch einen tapered-stack verbauen. Die Vorspannung wirkt sich weniger stark auf die hinteren Shims mit geringerem Außendurchmesser aus. Beides macht das Dämpfungsprofil, ebenso wie dünneres ÖL weniger degressiv. Hier noch ein paar Infos: http://www.restackor.com/Code/Sample_Applications/Damping_Profile/damping-profile.htm
Vielen Dank. Ich werde das mit dem Öl wohl mal als erstes versuchen. In den Select Modellen wird noch das normale RockShox 3WT benutzt.
Die oben genannte Tabelle ist mir bekannt, danach sollte Putoline 2,5 ja entsprechend dünner sein und ist einen Versuch wert. Ausreichend Verstellbereich dürfte noch vorhanden sein.

Edit: Ich meinte diese Tabelle: https://radtechnik.awiki.org/forkoil.html
 
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