Rockrider Feel Enduro-Helm – Ausprobiert!: Was kann der Decathlon-Helm für 50 €?

Rockrider Feel Enduro-Helm – Ausprobiert!: Was kann der Decathlon-Helm für 50 €?

In der Rubrik „Ausprobiert!“ findet ihr regelmäßig kurze Vorstellungen von spannenden Produkten, die wir einem ersten Check unterzogen haben. Heute stellen wir euch mit dem Rockrider Feel einen MTB-Helm von Decathlon vor – der nur 50 € kostet. Unser erster Eindruck!

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Rockrider Feel Enduro-Helm – Ausprobiert!: Was kann der Decathlon-Helm für 50 €?

Wie gefällt dir der Rockrider-Helm, wäre er was als nächste Anschaffung?
 
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Hannes

MTB-News.de Redaktion
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Helmtest ohne Prüfstand finde ich ziemlich unnötig.
Warum wir das nicht tun, hat Gründe. Der entsprechende Absatz, den wir diesbezüglich immer einsetzen, wurde hier vergessen, habe ihn ergänzt.

Zusätzlich nochmal hier:

Warum MTB-News Helme nicht auf dem Prüfstand testet

Jeder Helm muss verschiedene Tests und Normen bestehen, bevor er auf dem europäischen Markt verkauft werden darf. Die Praxisrelevanz dieser Normen, bei denen die Helme nach einem standardisierten Verfahren auf einem Prüfstand getestet werden, wird teilweise kontrovers diskutiert. Um eine Verkaufserlaubnis für den europäischen Markt zu erhalten, müssen Fahrradhelme bestimmte Standards erfüllen.

Hierzulande besonders relevant ist die Prüfnorm DIN EN 1078. Bei dieser Norm fällt der Helm – inklusive Prüfkopf, dessen Masse zwischen 3,1 und 6,1 kg beträgt – zunächst aus einer Höhe von etwa 150 cm mit einer Aufprallgeschwindigkeit von 19,5 km/h auf eine Stahlplatte. Anschließend fällt der Helm aus einer Höhe von circa 110 cm auf ein dachförmiges Ziel. Die Aufprallgeschwindigkeit beträgt hier 16,5 km/h. Im Prüfkopf befindet sich ein Sensor, der die Beschleunigung misst. Liegt diese unter 250 g, gilt der Test als bestanden und die Norm ist erfüllt.

Die Hersteller der Helme kommunizieren nur, wenn der Helm den Test bestanden hat – nicht jedoch mit einem konkreten Prüfergebnis. Die schwedische Versicherung Folksam hat 2015 mit einem aufwendigen Versuchsaufbau mehrere Helme auf dem Prüfstand getestet und anschließend die Ergebnisse veröffentlicht. Studien aus dem American Football zeigen, dass Gehirnerschütterungen ab einer Einwirkung von 60 bis 100 g auftreten können. Bei einer Einwirkung von 250 g – also dem Höchstwert, den ein Helm bei der DIN EN 1078 aufweisen darf – liegt ein 40-prozentiges Risiko für eine Schädelfraktur vor.

Bei unserem MTB Helm Test haben wir uns gegen einen Test auf dem Prüfstand entschieden. Dieses Thema haben wir vorab redaktionsintern diskutiert und uns dabei unter anderem folgende Fragen gestellt:

  • Simuliert man auf dem Prüfstand nur die beiden Situationen, die auch für die Erfüllung der DIN EN 1078-Norm relevant sind?
  • Wie relevant ist ein Aufprall aus einer Höhe von 150 cm mit einer Aufprallgeschwindigkeit von 19,5 km/h auf eine Stahlplatte für einen Trail- oder Enduro-Helm?
  • Und wie relevant ist ein Aufprall aus einer Höhe von 110 cm auf ein dachförmiges Ziel für einen Trail- oder Enduro-Helm?
  • Sollte man nicht auch die auf den Kopf einwirkenden Rotationskräfte messen?
  • Wie simuliert man im Labor einen bei einer Trailfahrt typischen Sturz?
  • Müsste man nicht mehrere Ausführungen ein und desselben Helms auf dem Prüfstand testen, um eine Serienstreuung auszuschließen?
  • Wie, wo und wann testet man?
  • Wie viel Schutz bietet ein Helm, der im Labor hervorragend funktioniert, in der Praxis aber schlecht auf dem eigenen Schädel sitzt?
  • Wie viele Helme müsste uns eigentlich der Hersteller zuschicken, damit wir sinnvoll im Labor und auf dem Trail testen können?
Die Antwort auf die Frage, weshalb wir die Helme nicht im Labor auf dem Prüfstand getestet haben, ist also komplexer, als man zunächst annehmen würde. Unter idealen Bedingungen hätten wir natürlich gerne jeden Helm auch hinsichtlich seiner konkreten Schutzwirkung möglichst objektiv, reliabel und valide getestet. Generell begrüßen wir es, wenn die Hersteller der Helme den Fokus vor allem auf sicherheitsrelevante Aspekte legen und würden uns eine praxisrelevante Überarbeitung der aktuell für Trail- und Enduro-Helme notwendigen DIN EN 1078 wünschen.
 
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Helmtest ohne Prüfstand finde ich ziemlich unnötig.
Ob der auf meine Rübe passt kann ich ja im Laden immernoch ausprobieren.
Hier auf MTB-News gibt es doch fast immer nur Funktionstests. Also ob oder wie ein Produkt in der Praxis verwendbar ist. Vor- und Nachteile dabei.

Es werden weder Reifen auf Durchstich/Rollwiederstand, noch Lenker/Felgen auf Bruchgefahr etc. oder was auch immer noch an Produkten kommt per Prüfstände und genormte Verfahren getestet.

Der Helm hat die vorgeschriebenen Normen. D.h., er sollte gewisse Grundkriterien erfüllen.
Dann kann so ein "Test" wie hier helfen zu erfahren, ob der Verschluss was taugt, das Visier beim Fahren stört, die Lüftungsschlitze wirken, das Ding zu schwer ist....

Passt doch so.
 

liveintensive

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Für Einsteiger im ersten Jahr vielleicht ne Option, aber ohne verstellbares Visier und ohne MIPS nicht interessant genug. Bei Bell z.B. gibt es für ein paar Euro mehr eben solche Optionen, austauschbare (und nachkaufbare) Polster und IMO ne bessere Optik.
 
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Für Einsteiger im ersten Jahr vielleicht ne Option, aber ohne verstellbares Visier und ohne MIPS nicht interessant genug. Bei Bell z.B. gibt es für ein paar Euro mehr eben solche Optionen, austauschbare (und nachkaufbare) Polster und IMO ne bessere Optik.
Na ja, Helme mit festem Visier gibt es auch teurer, von "Marken" und anscheinend funktionsfähig. Was sollte das mit Einsteiger zu tun haben?
Mein verstellbares Visier verstelle ich persönlich bspw. nie.

Und MIPS? Das hat ja nun bei weitem auch nicht jeder andere Helm.
 

liveintensive

Tree Hugger
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Na ja, Helme mit festem Visier gibt es auch teurer, von "Marken" und anscheinend funktionsfähig. Was sollte das mit Einsteiger zu tun haben?
Mein verstellbares Visier verstelle ich persönlich bspw. nie.

Und MIPS? Das hat ja nun bei weitem auch nicht jeder andere Helm.
"Für Einsteiger" auf den Preis bezogen natürlich. Das mit dem Visier ist vielleicht Geschmacksache, ich will die Option mehr Belüftung (Visier oben) oder Schutz gegen tiefstehende Sonne (unten) als Ganzjahresbiker aber nicht missen. Wenn ich ne Halbschale mit Goggles kombiniere kann ich diese außerhalb des Trails auch super unter das Visier klemmen.
 
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Für Einsteiger im ersten Jahr vielleicht ne Option, aber ohne verstellbares Visier und ohne MIPS nicht interessant genug. Bei Bell z.B. gibt es für ein paar Euro mehr eben solche Optionen, austauschbare (und nachkaufbare) Polster und IMO ne bessere Optik.
Ich fahr jetzt seit 8 Jahren MTB und auch Enduro-Rennen. Verstellbares Visier und MIPS ist mir nicht wichtig, weil ich mit der Halbschale noch nie aufn Helm gefallen bin.
Visier hab ich auch noch nie dran rumgefummelt.

Lieber öfter man nen Helm austauschen wenn der altert.
Finde die Decathlon-Feel-Reihe super. Was die Amis an Preisen aufrufen ist zul Teil schon wirklich krank
 

Downhillrider

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bezüglich Preis-Leistung finde ich Bell immer super, der 4forty Air MIPS ist häufig für 80 Euro irgendwo im Angebot. Qualitativ sind die Bell Helme top meiner Meinung nach, Crash Replacement musste ich auch schon 2 mal ausprobieren
 

red_hook

Phup
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Es fehlt tatsächlich die Angabe wo der Helm hergestellt wird.
Diese Angabe ist relevant , denn

-ich möchte explizit chinesische Ware vermeiden.
-ich möchte wissen, ob der Preis auf dem verbreiteten
'in Niedriglohnländern unter zweifelhaften Bedingungen hergestellt' -Modell beruht.

Trifft etwas davon zu, kaufe ich nicht.
Das gilt natürlich für alle Hersteller.
 
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Hannes

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mal ne Frage zur Passform.

muss dieser Helm soooo hoch auf dem Kopf sitzen ?!

oder schaut das nur so aus ?!
Mein Kopf ist zugegebenermaßen eher lang, daher sieht der beige Helm vergleichsweise hoch aus. Auf den Bildern mit dem schwarzen Helm ist es eher gemäßigter.

Meiner Meinung verstärkt die Form, die den Helm relativ stark nach hinten oben zieht, den Effekt des sehr aufsitzenden Helms allerdings zusätzlich etwas.
 
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Ich fahre den Helm auch seit einigen Wochen. Bis jetzt einer der besten Helme, die ich in 15 Jahren hatte.
Passform passte besser als jeder andere Helm bis jetzt. Ist aber natürlich sehr individuell.
Auch die Verarbeitung lässt den günstigen Preis nicht vermuten.
Ich bin bisher rundum zufrieden.
Ist natürlich absolut nicht Eisdielen geeignet. Aber mich haben im Wald noch keine Eichhörnchen mit Tannenzapfen beworfen, weil ich einen fiesen Billighelm fahre.
 
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