RockShox Boxxer Ultimate im Test: Macht Rot schnell?

RockShox Boxxer Ultimate im Test: Macht Rot schnell?

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Der Klassiker unter den Downhill-Federgabeln wurde neu aufgelegt und ist klassischer denn je: Die RockShox Boxxer Ultimate erinnert mit ihrem blutroten Casting und den dezenten Chrom-Decals an die absolute Glanzzeit der Doppelbrücken-Gabel. Doch die Boxxer Ultimate soll nicht nur schnell aussehen, sondern auch schnell machen. Stimmt das? Wir haben die neuste RockShox Boxxer in der 29"-Variante für euch getestet!

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RockShox Boxxer Ultimate im Test: Macht Rot schnell?
 

wAr_in_mY_heAd

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vielleicht hätte noch die verkleinerten servicekits angesprochen werden sollen. es gibt keinen einzelnen bladder mehr da bladder heutzutage nicht mehr platzen ;) selbst das 200h kit ist quasi sinnfrei :ka: rs konnte das mal besser!
 

Asphaltsurfer

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Überraschendes Fazit, wie ich finde. Interessant zu lesen.

Verständnisfrage: weshalb könnt ihr auf die verstellbare HSC eher verzichten als auf die LSC? (Bei einer Downhillgabel)
Bei meiner 36 Grip2 scheint mir bergab der Einfluss der HSC erheblich größer zu sein, als der der LSC und zwar sowohl auf den Grip, wie auch auf die Wirkung der LSC, wobei sich die Wirkung beider Dämpfungsanteile gegenseitig beeinflussen.
 
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Verständnisfrage: weshalb könnt ihr auf die verstellbare HSC eher verzichten als auf die LSC? (Bei einer Downhillgabel)
Bei meiner 36 Grip2 scheint mir bergab der Einfluss der HSC erheblich größer zu sein, als der der LSC und zwar sowohl auf den Grip, wie auch auf die Wirkung der LSC, wobei sich die Wirkung beider Dämpfungsanteile gegenseitig beeinflussen.
Soll wohl heissen, dass auch eine RC fahrbar wäre - ob das wirklich so ist? Dazu müsste man ja die Grundeinstellung der HSC kennen...
 

Gregor

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Verständnisfrage: weshalb könnt ihr auf die verstellbare HSC eher verzichten als auf die LSC? (Bei einer Downhillgabel)
Bei meiner 36 Grip2 scheint mir bergab der Einfluss der HSC erheblich größer zu sein, als der der LSC und zwar sowohl auf den Grip, wie auch auf die Wirkung der LSC, wobei sich die Wirkung beider Dämpfungsanteile gegenseitig beeinflussen.
Dabei ging es eher darum, dass die HSC bei den Vorgänger-Modellen oder der günstigeren Select-Gabel nicht dabei ist. Insbesondere zum Vorgänger merkt man jedoch vor allem, dass die neue DebonAir-Luftfeder ziemlich gut arbeitet. Sie spricht extrem sensibel an und bietet den berühmt berüchtigten "Gegenhalt in der Mitte des Federwegs".

Prinzipiell hast du natürlich Recht: Die meisten Schläge sind ja erstmal relativ schnell und fallen daher in den Highspeed-Bereich. Die Lowspeed-Dämpfung wird oft erst später aktiv – außerdem verschiebt die HSC meist den gesamten LSC-Bereich.

Praktisch ist es so, dass laut RockShox die neue HSC-Einstellung der World Cup im mittleren Setting dem nicht veränderbaren Setting des Vorgänger-Modells entspricht. Bei der Ultimate wurde das ganze dann leicht ins Offenere verschoben. Ich bin die World Cup erst genau in der Mitte, später eher offen gefahren und die Ultimate eigentlich immer in der Mitte (außer aktuell im Winter, da fahre ich sie aufgrund der Kälte offen). Ich habe also an der HSC nicht viel geändert (ich fahre nur ein etwas offeneres Setting) und hätte auf die Einstellung ohne riesige Performance-Einbuße verzichten können – sie ist aber definitiv „nice to have“!

Ich hoffe, das macht es klarer? :)
 
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Soll wohl heissen, dass auch eine RC fahrbar wäre - ob das wirklich so ist? Dazu müsste man ja die Grundeinstellung der HSC kennen...

Die RC ab 2019 ist komplett anders als die Ultimate. Hat keine Charger-Dämpfung 2.1.
Die RC-Serie hat keine Motion Control, aber auch keine Bladder und ähnelt meiner Meinung nach vom Innenleben stark der Fox Grip. Habe irgendwo Fotos wo ich die RC auseinander gebaut habe, wenn Interesse am Innenleben der RC-Boxxer besteht kann ich sie gerne posten.

Die RC-Serie funktionert seit 2019 aber richtig gut. Habe sie in 2 DH-Bikes und bisher nicht das Bedürfnis auf das Ultimate-Upgrade.
 
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Die RC ist komplett anders als die Ultimate. Hat keine Charger-Dämpfung 2.1.
Die RC-Serie hat keine Motion Control, aber auch keine Bladder und ähnelt meiner Meinung nach vom Innenleben stark der Fox Grip. Habe irgendwo Fotos wo ich die RC auseinander gebaut habe, wenn Interesse am Innenleben der RC-Boxxer besteht kann ich sie gerne posten.

Die RC-Serie funktionert seit 2019 aber richtig gut. Habe sie in 2 DH-Bikes und bisher nicht das Bedürfnis auf das Ultimate-Upgrade.
Ah ok, also ist RC bei der Boxxer das, was bei Lyrik Select heisst?
Meine Lyrik RC (2018, straff wie verrückt) ist ja in 2020 die Select Plus.
 

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Dabei ging es eher darum, dass die HSC bei den Vorgänger-Modellen oder der günstigeren Select-Gabel nicht dabei ist. Insbesondere zum Vorgänger merkt man jedoch vor allem, dass die neue DebonAir-Luftfeder ziemlich gut arbeitet. Sie spricht extrem sensibel an und bietet den berühmt berüchtigten "Gegenhalt in der Mitte des Federwegs".

Prinzipiell hast du natürlich Recht: Die meisten Schläge sind ja erstmal relativ schnell und fallen daher in den Highspeed-Bereich. Die Lowspeed-Dämpfung wird oft erst später aktiv – außerdem verschiebt die HSC meist den gesamten LSC-Bereich.

Praktisch ist es so, dass laut RockShox die neue HSC-Einstellung der World Cup im mittleren Setting dem nicht veränderbaren Setting des Vorgänger-Modells entspricht. Bei der Ultimate wurde das ganze dann leicht ins Offenere verschoben. Ich bin die World Cup erst genau in der Mitte, später eher offen gefahren und die Ultimate eigentlich immer in der Mitte (außer aktuell im Winter, da fahre ich sie aufgrund der Kälte offen). Ich habe also an der HSC nicht viel geändert (ich fahre nur ein etwas offeneres Setting) und hätte auf die Einstellung ohne riesige Performance-Einbuße verzichten können – sie ist aber definitiv „nice to have“!

Ich hoffe, das macht es klarer? :)
Ja etwas. Ich freue mich immer, wenn in Tests auch @Grinsekater zu Wort kommt, quasi als repräsentativer Schwerlastteilnehmer (auch wenn er gern noch ein paar kg zunehmen dürfte, nur der Aussagekraft wegen natürlich:D)
 
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Ah ok, also ist RC bei der Boxxer das, was bei Lyrik Select heisst?
Meine Lyrik RC (2018, straff wie verrückt) ist ja in 2020 die Select Plus.

Ja, RC (2019) bei Boxxer ist nun Boxxer Select (2020), ist aber das gleiche Innenleben ohne Bladder.

Die Lyrik Select wurde letztes Jahr OEM als Yari RC Charger verkauft und hat den gleichen Aufbau vom Innenleben wie die Boxxer RC/Select (ab 2019)

Die Lyrik Select Plus hat nun die Charger 2.1 wie die Ultimate, aber die Einstelloption der HSC fehlt. Die Select Plus Lyrik wird auch nur OEM verkauft
 

SCM

Waldschrat
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Was mich mal interessieren würde (auch bei Waschmittel...:rolleyes:). Jedes Jahr bzw. jede Produktgeneration sprechen Gabeln angeblich feinfühliger an als die Vorgängermodelle. Das wird auch regelmäßig in Prozent quantifiziert. Eigentlich müssten wir, wenn man das alles seit den 90ern addiert, doch langsam bei Reibungen angelangt sein, die sich auf Teflon-Niveau bewegen. Könnte der Sache mal jemand nachgehen, oder weshalb muss ich auch 2020 noch regelmäßig Dichtungen und Lager tunen, damit sich der Kram out of the box fahren lässt?

Edit: Ganz im Ernst. In 30 Jahren sollte man doch ein QM hinbekommen, dass es einem ermöglicht, jedes Jahr besser zu sein als vorher (außer der Lieferant baut Kacke, aber auch dafür dient ja gerade das QM). Wie kann es sein, dass die Maschinen immer noch Dichtungen mit Über- bzw. Untermaß ausspucken? Und wie kann es sein, dass das dann verbaut und verkauft wird? Das ist doch zum Kotzen und alles ne Riesengroße Verarschung. Und es handelt sich nicht um Weltraumtechnologie. Das sind verkackte beschichtete Rohre, Blechringe und ein paar Gummidichtungen. Das ist so dermaßen Steinzeit, dass es kracht. Wie kann das sein, dass nach 30 Jahren (dreißig!) offenbar kein Hersteller dazu in der Lage ist, konstante Qualität zu liefern und uns jedes Jahr davon überzeugen will, dass die Gabel jetzt 20% weniger Reibung hat?

Vor allem summieren sich die verkackten Prozentwerte nicht einfach! Eigentlich müssten wir längst bei negativer Reibung angelangt sein! Die Gabeln und Dämpfer müssten eigentlich beim Einfedern Energie erzeugen und verf*ckt nochmal leuchten!

Und wir kaufen den Kack auch noch, weil wir es anscheinend geil finden, für deren bekacktes Qualitätsmanagement und die Unfähigkeit, kontinuierliche Verbesserung zu implementieren, zu bezahlen.

Z.B. MegNeg. Als wäre die Erkenntnis, dass die MegNeg das Ansprechverhalten verbessert, neue Raketenwissenschaft. Die haben das Ding doch absichtlich erst jetzt rausgebracht, damit wir den Mist jetzt teuer nachrüsten.

Nochmal: Das sind Rohre, die sich auf Kunststoffringen bewegen. Die erfinden da nix neu. Trotzdem bekommen die es nach 30 Jahren immer wieder hin, dass Rohre(!) sich nicht bzw. Schlechter auf Kunststoffringen bewegen. Kann mir das bitte, bitte jemand erklären? Der Gedanke daran macht micht echt mürbe.

Der Produkt-Zyklus ist jetzt auch nicht mehr alle drei bis vier Jahre ne neue Gabel, sondern:

1. Produkt auf den Markt bringen, das neu ist, aber Fehler hat bzw. einfach verbessert werden kann = einmal abkassieren.
2. Im nächsten Jahr Upgradekits (MegNeg, DebonAir, neue Dichtungen) rausbringen: zweimal abkassieren, weil ein Jahr später die Bereitschaft, direkt ne neue Gabel zu kaufen, gering ist.
3. Drei Jahre später wieder ein Produktupgrade, und der Kack beginnt von vorne.

Das ist eine derartig massive Verarschung, aber betriebswirtschaftlich natürlich der heilige Gral. Und wer jetzt glaubt, 700-1500 Euro für ne Gabel sei angemessen: die Castings fallen vom Band. Die Kosten nix. Und dadrin sind Rohre, Dichtungen und ein paar CNC-Teile. Jaja, R&D kostet Geld, klar - Milliarden, sage ich euch, Milliarden! Da arbeiten wirklich tausende höchstbezahlte Leute in Einhornreservaten, die den ganzen Tag per Hand neue Ports in Platin bohren. LOL.

Ok, reingesteigert. :lol:

Und von der Steifigkeit fange ich jetzt erst gar nicht an. Wenn man das über die letzten 30 Jahre (jaja, der Federweg hat zugenommen, blaaablaaa) addiert, dann dürfte es keinen Flex mehr geben - nix Flex, verstehen? Aber für dieses Logikloch hat man ja ne Lösung gefunden: 15mm Steckachse. Arschraketen.

Wie man merkt: Mich fuckt in der Industrie echt wenig so dermaßen ab wie Gabeln und Dämpfer...:lol:
 
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Was mich mal interessieren würde (auch bei Waschmittel...:rolleyes:). Jedes Jahr bzw. jede Produktgeneration sprechen Gabeln angeblich feinfühliger an als die Vorgängermodelle. Das wird auch regelmäßig in Prozent quantifiziert. Eigentlich müssten wir, wenn man das alles seit den 90ern addiert, doch langsam bei Reibungen angelangt sein, die sich auf Teflon-Niveau bewegen. Könnte der Sache mal jemand nachgehen, oder weshalb muss ich auch 2020 noch regelmäßig Dichtungen und Lager tunen, damit sich der Kram out of the box fahren lässt?

Edit: Ganz im Ernst. In 30 Jahren sollte man doch ein QM hinbekommen, dass es einem ermöglicht, jedes Jahr besser zu sein als vorher (außer der Lieferant baut Kacke, aber auch dafür dient ja gerade das QM). Wie kann es sein, dass die Maschinen immer noch Dichtungen mit Über- bzw. Untermaß ausspucken? Und wie kann es sein, dass das dann verbaut und verkauft wird? Das ist doch zum Kotzen und alles ne Riesengroße Verarschung. Und es handelt sich nicht um Weltraumtechnologie. Das sind verkackte beschichtete Rohre, Blechringe und ein paar Gummidichtungen. Das ist so dermaßen Steinzeit, dass es kracht. Wie kann das sein, dass nach 30 Jahren (dreißig!) offenbar kein Hersteller dazu in der Lage ist, konstante Qualität zu liefern und uns jedes Jahr davon überzeugen will, dass die Gabel jetzt 20% weniger Reibung hat?

Vor allem summieren sich die verkackten Prozentwerte nicht einfach! Eigentlich müssten wir längst bei negativer Reibung angelangt sein! Die Gabeln und Dämpfer müssten eigentlich beim Einfedern Energie erzeugen und verf*ckt nochmal leuchten!

Und wir kaufen den Kack auch noch, weil wir es anscheinend geil finden, für deren bekacktes Qualitätsmanagement und die Unfähigkeit, kontinuierliche Verbesserung zu implementieren, zu bezahlen.

Z.B. MegNeg. Als wäre die Erkenntnis, dass die MegNeg das Ansprechverhalten verbessert, neue Raketenwissenschaft. Die haben das Ding doch absichtlich erst jetzt rausgebracht, damit wir den Mist jetzt teuer nachrüsten.

Nochmal: Das sind Rohre, die sich auf Kunststoffringen bewegen. Die erfinden da nix neu. Trotzdem bekommen die es nach 30 Jahren immer wieder hin, dass Rohre(!) sich nicht bzw. Schlechter auf Kunststoffringen bewegen. Kann mir das bitte, bitte jemand erklären? Der Gedanke daran macht micht echt mürbe.

Der Produkt-Zyklus ist jetzt auch nicht mehr alle drei bis vier Jahre ne neue Gabel, sondern:

1. Produkt auf den Markt bringen, das neu ist, aber Fehler hat bzw. einfach verbessert werden kann = einmal abkassieren.
2. Im nächsten Jahr Upgradekits (MegNeg, DebonAir, neue Dichtungen) rausbringen: zweimal abkassieren, weil ein Jahr später die Bereitschaft, direkt ne neue Gabel zu kaufen, gering ist.
3. Drei Jahre später wieder ein Produktupgrade, und der Kack beginnt von vorne.

Das ist eine derartig massive Verarschung, aber betriebswirtschaftlich natürlich der heilige Gral. Und wer jetzt glaubt, 700-1500 Euro für ne Gabel sei angemessen: die Castings fallen vom Band. Die Kosten nix. Und dadrin sind Rohre, Dichtungen und ein paar CNC-Teile. Jaja, R&D kostet Geld, klar - Milliarden, sage ich euch, Milliarden! Da arbeiten wirklich tausende höchstbezahlte Leute in Einhornreservaten, die den ganzen Tag per Hand neue Ports in Platin bohren. LOL.

Ok, reingesteigert. :lol:

Und von der Steifigkeit fange ich jetzt erst gar nicht an. Wenn man das über die letzten 30 Jahre (jaja, der Federweg hat zugenommen, blaaablaaa) addiert, dann dürfte es keinen Flex mehr geben - nix Flex, verstehen? Aber für dieses Logikloch hat man ja ne Lösung gefunden: 15mm Steckachse. Arschraketen.

Wie man merkt: Mich fuckt in der Industrie echt wenig so dermaßen ab wie Gabeln und Dämpfer...:lol:
Hast du dir den Weltschmerz für diesen Artikel aufgespart?:D
 
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Was mich mal interessieren würde (auch bei Waschmittel...:rolleyes:). Jedes Jahr bzw. jede Produktgeneration sprechen Gabeln angeblich feinfühliger an als die Vorgängermodelle. Das wird auch regelmäßig in Prozent quantifiziert. Eigentlich müssten wir, wenn man das alles seit den 90ern addiert, doch langsam bei Reibungen angelangt sein, die sich auf Teflon-Niveau bewegen. Könnte der Sache mal jemand nachgehen, oder weshalb muss ich auch 2020 noch regelmäßig Dichtungen und Lager tunen, damit sich der Kram out of the box fahren lässt?

Edit: Ganz im Ernst. In 30 Jahren sollte man doch ein QM hinbekommen, dass es einem ermöglicht, jedes Jahr besser zu sein als vorher (außer der Lieferant baut Kacke, aber auch dafür dient ja gerade das QM). Wie kann es sein, dass die Maschinen immer noch Dichtungen mit Über- bzw. Untermaß ausspucken? Und wie kann es sein, dass das dann verbaut und verkauft wird? Das ist doch zum Kotzen und alles ne Riesengroße Verarschung. Und es handelt sich nicht um Weltraumtechnologie. Das sind verkackte beschichtete Rohre, Blechringe und ein paar Gummidichtungen. Das ist so dermaßen Steinzeit, dass es kracht. Wie kann das sein, dass nach 30 Jahren (dreißig!) offenbar kein Hersteller dazu in der Lage ist, konstante Qualität zu liefern und uns jedes Jahr davon überzeugen will, dass die Gabel jetzt 20% weniger Reibung hat?

Vor allem summieren sich die verkackten Prozentwerte nicht einfach! Eigentlich müssten wir längst bei negativer Reibung angelangt sein! Die Gabeln und Dämpfer müssten eigentlich beim Einfedern Energie erzeugen und verf*ckt nochmal leuchten!

Und wir kaufen den Kack auch noch, weil wir es anscheinend geil finden, für deren bekacktes Qualitätsmanagement und die Unfähigkeit, kontinuierliche Verbesserung zu implementieren, zu bezahlen.

Z.B. MegNeg. Als wäre die Erkenntnis, dass die MegNeg das Ansprechverhalten verbessert, neue Raketenwissenschaft. Die haben das Ding doch absichtlich erst jetzt rausgebracht, damit wir den Mist jetzt teuer nachrüsten.

Nochmal: Das sind Rohre, die sich auf Kunststoffringen bewegen. Die erfinden da nix neu. Trotzdem bekommen die es nach 30 Jahren immer wieder hin, dass Rohre(!) sich nicht bzw. Schlechter auf Kunststoffringen bewegen. Kann mir das bitte, bitte jemand erklären? Der Gedanke daran macht micht echt mürbe.

Der Produkt-Zyklus ist jetzt auch nicht mehr alle drei bis vier Jahre ne neue Gabel, sondern:

1. Produkt auf den Markt bringen, das neu ist, aber Fehler hat bzw. einfach verbessert werden kann = einmal abkassieren.
2. Im nächsten Jahr Upgradekits (MegNeg, DebonAir, neue Dichtungen) rausbringen: zweimal abkassieren, weil ein Jahr später die Bereitschaft, direkt ne neue Gabel zu kaufen, gering ist.
3. Drei Jahre später wieder ein Produktupgrade, und der Kack beginnt von vorne.

Das ist eine derartig massive Verarschung, aber betriebswirtschaftlich natürlich der heilige Gral. Und wer jetzt glaubt, 700-1500 Euro für ne Gabel sei angemessen: die Castings fallen vom Band. Die Kosten nix. Und dadrin sind Rohre, Dichtungen und ein paar CNC-Teile. Jaja, R&D kostet Geld, klar - Milliarden, sage ich euch, Milliarden! Da arbeiten wirklich tausende höchstbezahlte Leute in Einhornreservaten, die den ganzen Tag per Hand neue Ports in Platin bohren. LOL.

Ok, reingesteigert. :lol:

Und von der Steifigkeit fange ich jetzt erst gar nicht an. Wenn man das über die letzten 30 Jahre (jaja, der Federweg hat zugenommen, blaaablaaa) addiert, dann dürfte es keinen Flex mehr geben - nix Flex, verstehen? Aber für dieses Logikloch hat man ja ne Lösung gefunden: 15mm Steckachse. Arschraketen.

Wie man merkt: Mich fuckt in der Industrie echt wenig so dermaßen ab wie Gabeln und Dämpfer...:lol:



Also bei den leuchtenden Federelementen hast du mich gehabt ! vielleicht was für 2021 ?
 
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Guter Test!

Klingt so als ob es sich mit meinen Erfahrungen bezüglich Lyrik Ultimate vs. Fox 36 Factory Grip2 deckt. Beides Gabeln auf extrem hohen Niveau, jedoch ist, für den durchschnittlichen Otto-Normal-Biker, die Lyrik/Boxxer die bessere weil deutlich komfortablere und verzeihende Gabel.

RockShox hat mit der Charger 2.1 und der DebonAir Luftkammer echt nen ordentlichen Sprung gemacht.
 
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Ich erinnere mich an die Dramen mit der Lyrik A1 in 2007, was musste da nicht alles als Begründung herhalten.
Mir erzählte mal jemand, dass die Standrohre unterschiedlich dick sind, je nach dem ob die Strangpresse neu einjustiert oder schon verschlissen ist. Da gibt es von-bis, und das muss mit den Buchsen abgestimmt werden , und ich denke mir, das ist Zeitaufwand und kostet daher zu viel vom möglichen Gewinn.
So eine wenn auch minimal klemmende Gabel ist auch mit Eimern voll Slickoleum immer wieder bockig.

Ist Charger2.1 wirklich so gut, dass die Tuner arbeitslos werden? Bei dem geringen Verstellbereich?
 

Votec Tox

Sog. Cappucinobikerin
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Was mich mal interessieren würde (auch bei Waschmittel...:rolleyes:). Jedes Jahr bzw. jede Produktgeneration sprechen Gabeln angeblich feinfühliger an als die Vorgängermodelle...
Wie man merkt: Mich fuckt in der Industrie echt wenig so dermaßen ab wie Gabeln und Dämpfer...:lol:

Weltklasse! Muß jetzt noch schmunzeln! Da man als Frau allerdings nicht so mit F*ck und K*ck um sich werfen darf, habe ich mir eine Gabel bauen lassen und all der F*ck und K*ck rauscht gelassen an mir vorbei ;)
Du fährst dann das Produkt etliche Jahre und während Andere im gleichen Zeitraum 3 oder 4 neue leuchtende Gabelversprechen kaufen, bist Du dann preislich auch auf dem gleichen Niveau und redest Dir noch Dank Nachhaltigkeit ein gutes Gewissen herbei - wunderbar!
 

xMARTINx

Echter Nordhäuser!
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Ich erinnere mich an die Dramen mit der Lyrik A1 in 2007, was musste da nicht alles als Begründung herhalten.
Mir erzählte mal jemand, dass die Standrohre unterschiedlich dick sind, je nach dem ob die Strangpresse neu einjustiert oder schon verschlissen ist. Da gibt es von-bis, und das muss mit den Buchsen abgestimmt werden , und ich denke mir, das ist Zeitaufwand und kostet daher zu viel vom möglichen Gewinn.
So eine wenn auch minimal klemmende Gabel ist auch mit Eimern voll Slickoleum immer wieder bockig.

Ist Charger2.1 wirklich so gut, dass die Tuner arbeitslos werden? Bei dem geringen Verstellbereich?
Kommt immer auf den Fahrer an. Aber ich finde die Boxxer in jedem.mkment perfekt, gibt so viel Federweg frei wie nötig, feinfühlig, und ich der auf coil schwört liebt die Luftgabel. Nur aus Interesse werde ich die Tokens ersetzen, ob es was bringt keine Ahnung aber warum nicht probieren.

Super Test danke dafür!!!
Offset konnte ich damals gar nicht wählen ?
 

0rcus

Wer später bremst, ist länger schnell!
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Dabei ging es eher darum, dass die HSC bei den Vorgänger-Modellen oder der günstigeren Select-Gabel nicht dabei ist. Insbesondere zum Vorgänger merkt man jedoch vor allem, dass die neue DebonAir-Luftfeder ziemlich gut arbeitet. Sie spricht extrem sensibel an und bietet den berühmt berüchtigten "Gegenhalt in der Mitte des Federwegs".

Prinzipiell hast du natürlich Recht: Die meisten Schläge sind ja erstmal relativ schnell und fallen daher in den Highspeed-Bereich. Die Lowspeed-Dämpfung wird oft erst später aktiv – außerdem verschiebt die HSC meist den gesamten LSC-Bereich.

Praktisch ist es so, dass laut RockShox die neue HSC-Einstellung der World Cup im mittleren Setting dem nicht veränderbaren Setting des Vorgänger-Modells entspricht. Bei der Ultimate wurde das ganze dann leicht ins Offenere verschoben. Ich bin die World Cup erst genau in der Mitte, später eher offen gefahren und die Ultimate eigentlich immer in der Mitte (außer aktuell im Winter, da fahre ich sie aufgrund der Kälte offen). Ich habe also an der HSC nicht viel geändert (ich fahre nur ein etwas offeneres Setting) und hätte auf die Einstellung ohne riesige Performance-Einbuße verzichten können – sie ist aber definitiv „nice to have“!

Ich hoffe, das macht es klarer? :)
Ja etwas. Ich freue mich immer, wenn in Tests auch @Grinsekater zu Wort kommt, quasi als repräsentativer Schwerlastteilnehmer (auch wenn er gern noch ein paar kg zunehmen dürfte, nur der Aussagekraft wegen natürlich:D)

Ich kann hier nur Erfahrungen mit einer Lyrik bieten. Dort kann ich als "Schwerlastteilnehmer" die Aussagen bzgl. der DebonAir Luftkammer nicht unterschreiben. Und auch die Dämpfung ohne Hsc Verstellung an meiner Gabel (2019er Charger 2) taugt nicht.

Die Debonair Luftkammer ist zwar ein riesiger Schritt nach vorne im Gegensatz zur Soloair, aber der viel beschworene Gegenhalt in der Mitte ist trotzdem nicht so, wie ich ihn gerne hätte. Ich fahre in meiner Lyrik 125-130 PSI und habe zwei Formula Neopos in der Luftkammer (das sind ca. 30PSI über der Rockshoxempfehlung und dürfte so ca 3 Tokens entsprechen). Damit habe ich knapp über 20% SAG. Trotzdem muss ich in steilen, engen Kurven meinen Fahrstil der Gabel anpassen und mein Gewicht von der Gabel nehmen (was dem Grip nicht immer gut tut), sonst sackt die Gabel ab und im blödesten Falls geht's über den Lenker.

Mit der Dämpfung lässt sich diesem Verhalten kein Einhalten gebieten. Ich fahr zwischen 3 und 5 Klicks von ganz zu. Das ist bzgl. Grip und Ansprechverhalten schon arg grenzwertig. Mit weniger wippt die Gabel aber im Wiegetritt wie sau, sackt weg und schlägt durch. Wegen der großen Ports im Basevalve (das ist übrigens in das Rohr eingepresst und lässt sich nicht entfernen), des straight stack und der vorgespannten Shims ist die Charakteristik der Gabel teils fragwürdig. Der Übergang von LSC zu HSC ist m.E. nicht optimal. Anfänglich muss man ein nicht unerhebliches Losbrechmoment überwinden und dann ist plötzlich so viel Durchfluss da, dass man durch den Federweg rauscht (wenigstens wenn man schwer ist - mag sein, dass es für leichte Fahrer funktioniert) und gefühlt ungedämpft in die Endprogression der Luftfeder rasselt. Man hat dann also eine Gabel mit zuviel LSC, die anstrengend zu fahren ist und viel zuwenig HSC, die trotz ordentlich Luftdruck immer noch durchschlägt.

Ich habe mittlerweile einen anderen Shimstack in der Druckstufe (HSC-Versteller wäre viel einfacher gewesen, denn die Charger 2 lässt sich nicht gut zerlegen und ist teilweise gar nicht demontierbar. Auch gibt es, wenn man den Bladder beschädigt kein Ersatzteil :mad: :spinner: :aufreg:). Der ist zwar insgesamt viel härter und bietet viel mehr Dämpfung im Highspeedbereich, hat aber weniger Vorspannung, wodurch der Dämpfungsverlauf gleichmäßiger und der Übergang m.E. besser ist. Damit geht die Gabel schon viel besser. Aufgrund der großen Ports ist man aber eingeschränkt und Shimstackänderungen haben keinen riesigen Einfluss.

Die Zugstufe ist auch problematisch: Gefühlt ist die Kennlinie der Debonair Feder zu Beginn recht flach. Daher muss ich die LS-Zugstufe sehr schnell fahren, damit die Gabel bei kleineren Schlägen (trotz meinem hohen Luftdruck) schnell genug ausfedert und sich nicht tot anfühlt. Das bewirkt aber, dass die Gabel im oberen Federwegsbereich mit dem hohen Luftdruck und der Endprogression nicht richtig klar kommt. Wenn ich mehr als 3/4 des Federwegs nutze springt die Gabel beim Ausfedern etwas. Hier passt die Abstimmung (wenigstens für schwere Fahrer) auch nicht.

Kurz zur Info: Ich wiege nackig ca. 103kg. Und bevor jetzt wieder Sprüche kommen wie "Nimm halt mal ab" - Das Gewicht ist meiner Meinung nach, dank Kraft- und früher auch Kampfport, sehr gut an mir verteilt. Strava sagt, dass ich auch auf dem Rad nicht ganz langsam bin. Ich fahre ein Giant Reign in XL. Mein Fahrstil ist eher grob und kraftvol und wenig agil und verspielt. Ich halte eher mal drauf.

... Ja ich weiß, dass sich diese Erfahrung nicht 100% von der Lyrik auf die Boxxer übertragen lassen. Die Architektur der Dämpfung ist aber die gleiche und auch der Aufbau der Luftfeder ist sehr ähnlich (bei der Boxxer ist die Negativkammer, glaube ich, nochmal etwas größer). Vielleicht hilft die Info aber trotzdem jemandem weiter.
 

Enrgy

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Könnte der Sache mal jemand nachgehen, oder weshalb muss ich auch 2020 noch regelmäßig Dichtungen und Lager tunen, damit sich der Kram out of the box fahren lässt?

wenn man die gabel natürlich nach ner halben saison weiterverkauft, weil die nächste schöne um die ecke biegt, kommt nie in den genuß einer wirklich eingefahrenen gabel.
die dinger brauchen halt so ihre zeit, bis sie richtig laufen.
 

SCM

Waldschrat
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wenn man die gabel natürlich nach ner halben saison weiterverkauft, weil die nächste schöne um die ecke biegt, kommt nie in den genuß einer wirklich eingefahrenen gabel.
die dinger brauchen halt so ihre zeit, bis sie richtig laufen.
Was soll sich denn da einfahren? Wenn die Toleranzen und das QM stimmen, ist da ab Werk alles korrekt. Da muss sich auch nichts "setzen". Wir reden nicht über ein Haus mit ner Betondecke oder ein filigranes Konstrukt mit vielen Drehgelenken. das ist ein Rohr, dass sich in einem anderen Rohr bewegt. Auf ner Gleitbuchse. Und entweder ich habe meine Lieferanten unter Kontrolle und die haben ein vernünftiges QM laufen, oder ich kaufe nicht mehr bei denen.

WIR sind die Idioten, die denen ihren Quatsch abnehmen. Eigentlich müsste man jede Gabel und jeden Dämpfer, der nciht korrekt anspricht, sofort zurückschicken. Aber nein, wir kaufen das und warten 1 Jahr bis es funktioniert. Oder geben nochmal 300-500 Euro dafür aus, damit jemand anders es zum Funktionieren bringt - natürlich mit Garantieverlust, versteht sich, wäre ja noch schöner, wenn jemand anders als der Hersteller profitiert.

Ich soll 600 Euro aufwärts für etwas ausgeben, dass nicht korrekt funktioniert?

Und dann noch ein Jahr warten, bis es das tut?!

Und es funktioniert nur richtig, wenn ich es abgenutzt habe?!

:lol: :lol: :lol:

So viele Lachsmileys, wie für die Absurdität dieses Gedankenganges erforderlich sind, gibt es nicht.
 
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Was mich mal interessieren würde (auch bei Waschmittel...:rolleyes:). Jedes Jahr bzw. jede Produktgeneration sprechen Gabeln angeblich feinfühliger an als die Vorgängermodelle. Das wird auch regelmäßig in Prozent quantifiziert. Eigentlich müssten wir, wenn man das alles seit den 90ern addiert, doch langsam bei Reibungen angelangt sein, die sich auf Teflon-Niveau bewegen. Könnte der Sache mal jemand nachgehen, oder weshalb muss ich auch 2020 noch regelmäßig Dichtungen und Lager tunen, damit sich der Kram out of the box fahren lässt?

Edit: Ganz im Ernst. In 30 Jahren sollte man doch ein QM hinbekommen, dass es einem ermöglicht, jedes Jahr besser zu sein als vorher (außer der Lieferant baut Kacke, aber auch dafür dient ja gerade das QM). Wie kann es sein, dass die Maschinen immer noch Dichtungen mit Über- bzw. Untermaß ausspucken? Und wie kann es sein, dass das dann verbaut und verkauft wird? Das ist doch zum Kotzen und alles ne Riesengroße Verarschung. Und es handelt sich nicht um Weltraumtechnologie. Das sind verkackte beschichtete Rohre, Blechringe und ein paar Gummidichtungen. Das ist so dermaßen Steinzeit, dass es kracht. Wie kann das sein, dass nach 30 Jahren (dreißig!) offenbar kein Hersteller dazu in der Lage ist, konstante Qualität zu liefern und uns jedes Jahr davon überzeugen will, dass die Gabel jetzt 20% weniger Reibung hat?

Vor allem summieren sich die verkackten Prozentwerte nicht einfach! Eigentlich müssten wir längst bei negativer Reibung angelangt sein! Die Gabeln und Dämpfer müssten eigentlich beim Einfedern Energie erzeugen und verf*ckt nochmal leuchten!

Und wir kaufen den Kack auch noch, weil wir es anscheinend geil finden, für deren bekacktes Qualitätsmanagement und die Unfähigkeit, kontinuierliche Verbesserung zu implementieren, zu bezahlen.

Z.B. MegNeg. Als wäre die Erkenntnis, dass die MegNeg das Ansprechverhalten verbessert, neue Raketenwissenschaft. Die haben das Ding doch absichtlich erst jetzt rausgebracht, damit wir den Mist jetzt teuer nachrüsten.

Nochmal: Das sind Rohre, die sich auf Kunststoffringen bewegen. Die erfinden da nix neu. Trotzdem bekommen die es nach 30 Jahren immer wieder hin, dass Rohre(!) sich nicht bzw. Schlechter auf Kunststoffringen bewegen. Kann mir das bitte, bitte jemand erklären? Der Gedanke daran macht micht echt mürbe.

Der Produkt-Zyklus ist jetzt auch nicht mehr alle drei bis vier Jahre ne neue Gabel, sondern:

1. Produkt auf den Markt bringen, das neu ist, aber Fehler hat bzw. einfach verbessert werden kann = einmal abkassieren.
2. Im nächsten Jahr Upgradekits (MegNeg, DebonAir, neue Dichtungen) rausbringen: zweimal abkassieren, weil ein Jahr später die Bereitschaft, direkt ne neue Gabel zu kaufen, gering ist.
3. Drei Jahre später wieder ein Produktupgrade, und der Kack beginnt von vorne.

Das ist eine derartig massive Verarschung, aber betriebswirtschaftlich natürlich der heilige Gral. Und wer jetzt glaubt, 700-1500 Euro für ne Gabel sei angemessen: die Castings fallen vom Band. Die Kosten nix. Und dadrin sind Rohre, Dichtungen und ein paar CNC-Teile. Jaja, R&D kostet Geld, klar - Milliarden, sage ich euch, Milliarden! Da arbeiten wirklich tausende höchstbezahlte Leute in Einhornreservaten, die den ganzen Tag per Hand neue Ports in Platin bohren. LOL.

Ok, reingesteigert. :lol:

Und von der Steifigkeit fange ich jetzt erst gar nicht an. Wenn man das über die letzten 30 Jahre (jaja, der Federweg hat zugenommen, blaaablaaa) addiert, dann dürfte es keinen Flex mehr geben - nix Flex, verstehen? Aber für dieses Logikloch hat man ja ne Lösung gefunden: 15mm Steckachse. Arschraketen.

Wie man merkt: Mich fuckt in der Industrie echt wenig so dermaßen ab wie Gabeln und Dämpfer...:lol:
Du hast wohl den Kapitalismus verstanden.
 
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