Saison ohne Trainingsplan und trotzdem fit?!

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Hallo zusammen,

ich mache mir seit Tagen Gedanken, wie ich dieses Jahr trainieren soll...

Kurz zu mir:

- Alter: 29 (männlich)
- Größe: 187cm
- Gewicht: 97-99kg (schwankt etwas)
- Trainingszeit pro Woche (aus Erfahrung der verg. Jahre): ca. 4-7 Stunden
- bisheriger Sport: seit 2005 MTB, seit 2007 Rennrad, seit 2006 Laufen. seit 2011 Krafttraining (kein Fitness Studio).


Ziel(e) 2013:

-Abnehmen (Zielgewicht so um die 88-89kg, über den Zeitpunkt habe ich mir noch nicht so Gedanken gemacht. Irgenwann Mitte Sommer...)

- im Mai/Juni 1-2 Mini-Mountainbike Marathons (ca. 30km 800-1000Hm) unter 2 Stunden gut überstehen.

- September 2013 (mein Höhepunkt der Saison): Dünsbergmarathon - etwa 52km mit 1500 Hm in 3:00 - 3:30 Std. ins Ziel kommen.


Jetzt zu meinem eigentlichen Problem:

Ich habe die letzten Jahre immer wieder versucht, nach dem ein oder anderen Traininsplan zu trainieren. Die Ziele waren eigentlich immer ähnlich wie in dieser Saison.

Am Anfang (so 2006-2008) habe ich kaum auf meine Pulsbereiche geachtet und bin hauptsächlich drauf los gefahren, so wie es ging und die Beine+Kondition mit gemacht haben.
Irgendwann habe ich begonnen nach Trainingsplänen (aus der Bike, Büchern, Internet, etc.) zu trainieren. Also GA Blöcke, EB, Einheiten, Regeneration, etc.

Letztes Jahr war etwas verkorkst da ich mit Hausrenovierung und anschließender Verletzung ziemlich wenig Zeit zum biken hatte (oder eher gesagt genommen hatte) sodaß ich das Jahr eigentlich streichen kann.

Wenn ich so die Jahre Revue passieren lasse, waren die Jahre 2007 und 2008 eigentlich die Jahre wo ich am fittesten war und auch die besten Ergebnisse bei dem Bike Marathon im September erreicht habe.

Die Jahre darauf, wo ich mit Trainingsplan trainieren wollte, habe ich mich glaube mit den Einheiten selbst unter Druck gesetzt, wenn z.B. ich eine Einheit nicht machen konnte, ich statt Grundlage auf dem Rennrad lieber eine knackige MTB-Tour machen wollte, usw.
Irgendwann im Jahr kam dann der Moment, wo ich den Plan komplett über den Haufen geschmissen habe und stattdessen mein Trainingsdefizit so schnell wie möglich aufholen wollte. 2010 kam ich so ins Übertraining und ab Anfang August des Jahres ging dann gar nichts mehr bei mir und ich hab mit Training erst wieder im Jan. 2011 begonnen.

Wg. meiner Verletzung (Entzündung in beiden Knien) habe ich von September 2012-Dezember 2012 keinen Sport gemacht. Im Januar habe ich wieder mit Kräftigungsübungen (Rücken, Arme, Beine, Bauch) begonnen und seit Februar geht es auch wieder mit lockeren Laufen.
Diät, bzw. Ernährungsumstellung läuft ebenfalls seit 3-4 Wochen. Und Erfolge sind zu verzeichnen (ein Loch enger im Gürtel ;) ).

Wenn die Angaben bei wetter.com stimmen, soll es nächste Woche ja wärmer werden, dann ist neben dem Laufen auch Biken möglich (wenn der Schnee weg ist - fahr nicht gerne auf Schnee Rad, deshalb z. Zt. nur Laufen).
Ich habe mir nun vor genommen, statt mich mit einem Trainingsplan rum zu quälen einfach 4-5 Lauf-/Bikeeinheiten in die Woche unter zu bringen. Dazu 1-2 Krafteinheiten (Liegestütz, Crunches, Kniebeugen...so Richtung Crossfit, maxxF und wie das alles heißt...).

Bei den Biketouren dann einfach drauf los fahren.

Ich habe in der Woche so etwa 2-3 Tage Zeit für je 1-1,5 Std. Bike-Einheiten oder Laufrunden mit meinem Hund.
Am Wochenende kann ich Samstags 2-3 Stunden abknappen, und Sonntags je nachdem nochmal 2-3 Stunden.

Würde im Idealfall 10,5 Stunden machen.
Die Erfahrung sagt mir aber das wie oben geschrieben so 4-7 Stunden realistisch sind.


Wie macht ihr das? Trainiert ihr wirklich alle nach Trainingsplan, oder radelt ihr einfach drauf los, Hauptsache es macht Spass und man macht regelmäßig Sport?!

Wenn ich mir die Trainingspläne in den einschlägigen Bike-Bravos so anschaue, oder das ein oder andere Trainingsbuch für Bike-Marathons/Trainings so durch lese, weiß ich nicht, wie man als berufstätiger Endzwanziger, mit Freundeskreis, Freundin, Hund und Co. das alles unter einen Hut kriegen soll.

So, ihr seid dran :)

Gruß Norman
 
E

elmono

Guest
So mal von jemandem mit knappem Zeitbudget zu jemandem mit knappem Zeitbudget: fcuk Bike-Trainingspläne. ;)

Aber mal im Ernst: Grundsätzlich wirst du mit deiner Bike-Erfahrung und der Zeit die du schon Sport treibst, keine Probleme haben, die gesetzten Zielstrecken zu erreichen und auch nahe an der angepeilten Zeit zu sein, oder?

Wenn dem so ist: Statt einem krassen Trainingsplan aus der Bike, versuch doch lieber deine Woche etwas zu strukturieren, so dass du bestimmte Tage und Zeiten hast, wo du Sport machst. Das dann etwas koordinieren und mit hoher Intensität durchziehen, und in Summe solltest du kein Problem bekommen, bzw. die Zeit hinkriegen.
Ich würde das Trainingsziel eher so anlegen, die knappe mögliche Zeit mit möglichst viel Spaß und möglichst hoher Intensität zu verbringen.
Also grundsätzlich schon "einfach drauflos fahren" wie du schreibst, aber schon gucken dass du hart am Gas bist, und am Ende auch mal schneller wirst auf der Hausrunde.

Bleibt dein Ziel Abnehmen. Und ganz ehrlich: Du bist recht schwer für deine Größe. Wenn du jetzt gerade nicht Bodybuilder bist, wird jedes verlorene kg dir auf dem Trail helfen (Watt/kg Verhältnis).
Und hier hilft dann eigentlich nur konsequente Ernährung, bzw. weniger kcal-Input als Output. Aber dazu gibt es hier wirklich zig Threads. Entscheidend ist am Ende die Konsequenz am Tisch / am Kochtopf / an der Süßigkeitenschublade.
 

ctwitt

witt-training
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hallo Norman,


es ist nicht so der Punkt, ob du mit Trainingsplan trainiert oder ohne. wichtig sind erst einmal dir Grundsätze. die gilt es einzuhalten.

regelmäßig, zielgerichtet,individuell, muss Spaß machen

und eine Diät ist gift für dich. stelle deine Ernährung so um das sich automatisch ein für seinen Körper angenehmes Gewicht einstellt. trinke Wasser, esse Obst und Gemüse, meide Reis und Nudeln. nehme Kartoffeln, wenig Brot, an abend eiweißreiche kost. wenig Zucker, Lebensmittel die dein Zuckerspiegel nicht so sehr hoch jagen.


gib feinen Körper Zeit zu regenerieren. das training muss Spass machen. es hilft oft sehr wenn man jemanden hat der einen dabei hilft. das können Kumpel, Sportverein oder Trainer sein. macht man alles ganz alleine erlebt man oft was du schilderst.
 

Chrige

Trailverrückt
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Ich habe letztes Jahr mit 2peak trainiert (www.2peak.com) Ich fand es sehr praktisch, da man das Training sehr flexibel gestalten kann und ich wegen meiner Arbeit auch nicht fix nach Plan trainieren kann. Ich habe enorme Fortschritte gemacht. Bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob ich die Fortschritte nicht auch gemacht hätte, wenn ich einfach nach Lust und Laune trainiert hätte.
Du kannst es dir ja mal anschauen. Es kostet allerdings etwas. Es gibt aber auch eine dreiwöchige Testversion, die umsonst ist.

Aber ich schliesse mich auch den anderen an. Mit regelmässigem Biken wirst du bestimmt auch an deine Ziele kommen.

Gruss,
Chrige
 

Rockwood

Gestürzter
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Wenn ich mir die Trainingspläne in den einschlägigen Bike-Bravos so anschaue, oder das ein oder andere Trainingsbuch für Bike-Marathons/Trainings so durch lese, weiß ich nicht, wie man als berufstätiger Endzwanziger, mit Freundeskreis, Freundin, Hund und Co. das alles unter einen Hut kriegen soll.
Nur falls es Dich irgendwie tröstet. An diesem Zustand der Verzweiflung wird sich auch in den nächsten 20 Jahren nichts ändern. ;);)
 

mot.2901

Busfahrer
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Diese "Probleme" haben,denke ich, die meisten hier.Ich mache mir gerade die selben Gedanken.
Bin auch zu klein für mein Gewicht und das mit den Trainigsplänen haut auch nicht so richtig hin:D
Ich werde dieses Jahr versuchen vom "dubbelschen rumfurz Tempo" wegzukommen.
Ist ehrlicherweise schon so das ich meistens mit mittlerer Belastung unterwegs bin.
Für Grundlage zu schnell,für Entwicklung zu langsam:rolleyes:

Daher habe ich mir vorgenommen im Frühjahr meine die letzten Jahre vernachlässigte Grundlage mit dem Fitnessbike aufzupäppeln und mal wirklich lange Strecken langsam zu fahren.
Danach werde ich nach und nach mit intensiveren Einheiten nachwürzen:daumen:
Dazu kann man auch gut die Bikekumpels "missbrauchen":lol:
 
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@ mot.2901: was ist denn das "dubbelschen rumfurz Tempo"

Mit den lockeren GA Einheiten am Anfang der Saison sitz ich etwas in der Zwickmühle...
...so langsam geht es bei unserem Biketreff wieder los.
Da wird zwar darauf geachtet, daß jeder mit kommt, aber GA1 Einheiten sind das nicht :rolleyes:

Heist dann wohl die Grundlage alleine trainieren und nur ab und zu mit den anderen Jungs fahren.

2peak sieht wirklich interessant aus, aber dann bin ich wieder daran gebunden, in gewissen Bereichen zu trainieren und kann nicht das machen zu dem ich gerade Bock habe. Zumal das Jahresabo auch ziemlich teuer ist.

Im großen und ganzen glaube ich, das ich gar nicht so verkehrt liege mit dem "einfach drauf los fahren und Spass haben". Deshalb versuche ich es dieses Jahr einfach mal ohne strukturiertes Training.
Meine Theorie ist, daß wenn man auf sein Körper hört, am Anfang der Saison, eh im GA Bereich rumfährt, da der Körper harte Touren noch gar nicht mit macht/mit machen will.

Jetzt muss nur noch der Schnee weg tauen. Hoffen wir mal, das die Wetter Vorhersage für die kommenden Tage zu treffen wird.

schönen Sonntag!
Norman
 

mot.2901

Busfahrer
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@ mot.2901: was ist denn das "dubbelschen rumfurz Tempo"
Ist zwischen zu schnell für Grundlage und zu soft für wirklich harte Einheiten.
Mit den lockeren GA Einheiten am Anfang der Saison sitz ich etwas in der Zwickmühle...
...so langsam geht es bei unserem Biketreff wieder los.
Da wird zwar darauf geachtet, daß jeder mit kommt, aber GA1 Einheiten sind das nicht :rolleyes:

Egal,hauptsache nicht letzter:D

Heist dann wohl die Grundlage alleine trainieren und nur ab und zu mit den anderen Jungs fahren.

Darauf wird es wohl hinauslaufen.Ich arbeite im 3-Schichtbetrieb.Da kann ich eh nur am WE mit anderen fahren.Unter der Woche GA:daumen:



Im großen und ganzen glaube ich, das ich gar nicht so verkehrt liege mit dem "einfach drauf los fahren und Spass haben". Deshalb versuche ich es dieses Jahr einfach mal ohne strukturiertes Training.
Meine Theorie ist, daß wenn man auf sein Körper hört, am Anfang der Saison, eh im GA Bereich rumfährt, da der Körper harte Touren noch gar nicht mit macht/mit machen will.

Ich würde versuchen wenn GA dann wirklich lange und langsam.Auf Touren einfach immer mal wieder harte Intervale fahren.
 
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