Sattelstütze neu nach Bruch Carbon oder wieder ALU?

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N'abend in die Runde,

mir ist vor ein paar Tagen die Sattelstütze während der Fahrt gebrochen, und ich habe mich ziemlich übel auf die Nase gelegt.
Jetzt ist die Frage, welche neue Stütze ich kaufen soll, da der Rahmen a: aus Stahl ist, und b: der Durchmesser der Sattelstütze 29.8 mm beträgt, d.h. das Rad ist älter, aber mit ziemlich hochwertigen Komponenten, und ich bin nicht ganz leicht ca. 100 Kg. Die gebrochene Stütze war von Kaloy mit 350 mm Länge und war Bestandteil des Rahmens, falls ich mich noch richtig erinnere.

Es gibt vereinzelt noch Sattelstützen in den o.g. Abmessungen, aber NoName und Made in China.

Meine Idee ist jetzt eine Carbon-Sattelstütze in 27.2 mm (400 mm) eines Markenherstellers zu kaufen und mittels Reduzierhülse die nötige Passung herzustellen, auch in der Hoffnung, dass ich in Zukunft von plötzlichen Brüchen verschon bleibe.

Macht das Sinn, oder doch wieder ALU aber von einer bekannten Marke ebenfalls mit Reduzierhülse?

Für eine Antwort bedanke ich mich ganz herzlich im Voraus.

Michael
 

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Ich würde das Sitzrohr überprüfen ob grad bzw. irgendwelche kanten vor stehen.
Ist die Stütze genau am austritt gebrochen?

Ich würde bei Alu bleiben 🤔




 

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sun is shinning
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Vielleicht ist das Sitzrohr scharfkantig oder du selbst hast vielleicht eine Markierung in die Stütze geritzt?! Normal sollte das so nicht brechen. Weil so extrem lang scheint sie ja auch nicht zu sein.
 

sharky

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carbonstütze mit aluhülse in stahlrahmen... wenn du noch ne titanschraube mit magnesiummutter an die sattelklemme machst, dann haben wir alle standardwerkstoffe durch :p

kauf dir auf jeden fall eine im passenden durchmesser. da läuft es dann auf alu raus, weil carbon und titan in dem maß sehr selten sein dürften.

um das ganze abzurunden:
an welcher position und aus welchem grund ist die stütze denn gebrochen?
 
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Alu ist nichts für die Ewigkeit, mir sind 12 Jahre alte Stützen auch schon gebrochen. Lenker und Vorbau würde ich auch gleich ersetzen. Das sind auch die Bauteile bei deren Bruch man einen üblen Sturz machen kann. Ein Rahmenbruch macht sich meist vorher bemerkbar.
 
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Guten Morgen allerseits,

erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Das hilft mir auf jeden Fall weiter. Ich schaue mich jetzt nach einer passenden Alu-Stütze um.

@on any sunday: Ja, das Sattelrohr hat definitv 29.8 mm Innendurchmesser. Die gebrochene Stütze passte da exakt rein. Man mußte keine Gewalt anwenden beim Ein oder Ausbau. Spiel war auch keins vorhanden.

@pacechris: Danke für die Links. Werde ich mir genau ansehen. Die Stütze aus dem 1. Link BBB Skyscaper hätte ich sofort bestellt. Ist aber leider nicht lieferbar.

Ich werde nach einem Grat noch einmal genau nachsehen. Die Idee hatte ich auch schon, aber bei zugegeben oberflächlichen Untersuchung ist mir nichts aufgefallen.

Die Stütze ist etwa 5 mm oberhalb des Sattelrohrs abgebrochen.

@--- Die Stütze ist bzw. war 350 mm lang. Vielleicht zu kurz? Auf jeden Fall war die Markierung für die Mindesteinbautiefe 20-30 mm unterhalb des Sattelrohrendes. Die neue wird auf jeden Fall 400 mm lang.

Eine scharfe Kante konnte ich nicht feststellen. Geritzt habe ich da nix. Bin zwar kein Fachmann, aber soviel weiß ich noch, dass man in oder an ALU nix ritzen sollte, zumindest nicht tiefergehend, ansonsten Sollbruchstelle.

@sharky: Ja, ja, Du hast ja recht. Der Materialmix ist schon recht exotisch. Ich sehe mich nach einer passenden in Alu um. Ich habe noch ein Trek 8000 von 2007. An dem ist eine Sattelstütze aus Carbon. Hält bisher prima. Ich wollte einfach nur sichergehen, dass mir so ein Bruch nicht noch einmal passiert.

Wie ich schon schrieb, die Stütze ist etwa 5 mm oberhalb des Sattelrohrs Richtung Hinterrad abgebrochen und zwar bei Tempo 30 auf einem flachen Radweg. Vielleicht ein Ermüdungsbruch durch zu schweren Fahrer? Generell versuche ich materialschonend zu fahren, also Hintern hoch bei Löchern oder Bordstein etc., was bei dem Zustand der Radwege auch nicht immer klappt.

@maxito: Wem sagst du das. Mir ist vor Jahren bei einem Drop der Lenker gebrochen. Bin erst wieder im Krankenwagen zu Bewußtsein gekommen. Der Helm hat dabei primär nichts genutzt, weil ich mit dem Gesicht auf den Vorbau gekallt bin.. Danach habe ich alle meine Räder mit Syntace Lenkern und Vorbauten ausgerüstet. 3 Alu-Rahmen habe ich auch schon durch. Da hast du recht; die Risse kündigen sich durch Knarzen an.
 
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Wechselbeanspruchte Bauteile wie Stützen und Lenker sollten, wenn aus Alu, irgendwann mal in die Tonne.

Hilft dir jetzt natürlich genau gar nix. Aber wenn du noch mehr so Teile hast: weg damit.

Das einzig positive was du dem abgewinnen kannst ist dass viel gefahren sein musst um den Kram kaputtzufahren.
 

sharky

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Hilft dir jetzt natürlich genau gar nix.
hilft ihm schon. wenn er nicht wusste, dass die alle paar jahre / tausend km getauscht werden sollen...
ich tausche meine carbonlenker alle 2-3 jahre aus, je nach nutzung. vorbauten alle 5 jahre
da schau ich auch nicht ob da eine beschädigung ist oder nicht, die kommen einfach raus und neue rein
 
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Bei Carbonlenkern brauchst du das aber auch nur machen, wenn du dich damit wissentlich auf die Schnauze legst.

Wechselbelastun in die Richtung 20 Jahre gehen dürfte. Wenig fährt der Mann auch nicht.

Klar, ist statistisch Humbug, aber der Kram hält schon.
 

sharky

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Bei Carbonlenkern brauchst du das aber auch nur machen, wenn du dich damit wissentlich auf die Schnauze legst.
nicht unbedingt. ich war mal auf einem alpencross und bin nach der ankunft in riva noch mit zwei leuten zum ledro see hoch und dann die pönale runter gedonnert. unten an der straße zieht einer der beiden mitfahrer beim anfahren am lenker und hatte die rechte hälfte in der hand :eek:
seitdem bin ich da eher auf der sicheren seite und tausche den lenker lieber 1x unnötig
 
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nicht unbedingt. ich war mal auf einem alpencross und bin nach der ankunft in riva noch mit zwei leuten zum ledro see hoch und dann die pönale runter gedonnert. unten an der straße zieht einer der beiden mitfahrer beim anfahren am lenker und hatte die rechte hälfte in der hand :eek:
seitdem bin ich da eher auf der sicheren seite und tausche den lenker lieber 1x unnötig

Naja da weiß man halt nicht was der Lenker vorher mitgemacht hat oder?
 

sharky

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eine sehr konservativ und ihrer aussage nach auch sturzfrei gefahrene CC dame. auf dem AX hat es sie nicht gelegt. und der lenker war max. 2 jahre alt. ich tippe auf zu fest angezogene vorbauschrauben. und da steckt man nicht drin. kann aber, je nach grad des zu vielen drehmoments, zu verfrühter ermüdung führen
 
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Nochmals vielen Dank für die tolle Unterstützung. Ich habe jetzt eine BBB Skyscraper in 400 mm bei Fahrrad.de bestellt.

Ich fahe übrigens 10 - 15 tkm im Jahr konservativ geschätzt. Keine Ahnung ob das viel oder wenig ist, bin aber auch schon älter. Allerdings verteilt sie die Strecke auf mehrere Räder.

Das blöde ist, die Bruchproblematik bei ALU war mir teilweise schon bewußt, und war auch ein häufiges Thema seinerzeit im Radladen, aber irgendwie ist bei mir hängen geblieben, dass das nur für die Anfangszeit der Verbreitung von MTBs und/oder Trecking-Rädern galt ->ca. 1990. Danach soll die Fertigungsqualität zumindest bei den Markenherstellern verbessert worden sein. Syntace gibt bspw. 10 Jahre Garantie. Die Lenker und Vorbauten und bei 2 Rädern die Sattelstützen habe ich schon vor ein paar Jahren ersetzt, warum ich das bei diesem Rad nicht getan habe, weiß der Henker.

Bleibt gesund

Michael
 
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