Schaltwerk funktioniert nicht mehr in "on"-Position

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Hallo Community,

vorweg: ich bin Anfänger, bitte daher um gnädige Berücksichtigung, wenn ich sehr laienhaft erkläre.

Mein Problem: ich habe am MTB ein DEORE M5100-SGS 11fach Schaltwerk mit dem "on"-"off"-Schalter, der, glaube ich, die Kette stabilisieren und den Kettenschlag verringern soll.
Nun ist es so, dass ich in der "off"-Position relativ problemlos alle Schaltvorgänge durchführen kann.
In der "on"-Position allerdings geht zwar das Schaltwerk von Kranz zu Kranz, allerdings bewegt sich der untere Teil (Schaltkäfig?) nicht dynamisch mit (es ist, als würde er klemmen) - das heißt, nach dem Schaltvorgang wird die Kettenspannung nicht angepasst und die Kette hängt einfach locker durch und man kann nicht mehr sinnvoll fahren.
Kennt ihr dieses Problem? Könnt ihr mir Hinweise geben, was da falsch sein könnte?

Vielen Dank vorab,
MatsB
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von PORTEX77

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Hast du den Deckel mal abgeschraubt und geschaut ob das irgendwie sichtbar verrottet ist da drin?

Man liest ja öfter davon, dass die Rutschkupplung festgeht. Wenn die Schaltwerke altern, bekommt die Rutschkupplung auch Spiel.

Da das 5000er ja um 30€ zu bekommen ist, würde ich erstmal ein neues als Backup kaufen.
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von PORTEX77

Hilfreich
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Jepp, hier benötigt die Käfigbremse eine Wartung.

Fett wäre das hier:
Screenshot_20240210_192131_Chrome.jpg


Für die Anleitungen hier mal die SuFu oder eben YouTube bemühen....
 
Vielen Dank für eure bisherigne Einschätzungen.

Bislang habe ich noch nichts geöffnet oder so. Das Schaltwerk (und das Bike) ist erst 1 Jahr alt und knapp 1.000 km gelaufen und eigentlich nach jeder Fahrt auch äußerlich gereinigt worden. Kann das echt so schnell verdrecken/altern oder die Kupplung verrotten?

Und könnt ihr mir vlt. sagen, warum es in der "off"-Position dann funktioniert mit dem Schalten, so dass der Käfig jeweils in seine Position wandert, auf "on" aber steif im Gelenk bleibt und nicht mehr seine Position anpasst? Müsste das nicht, wenn was verschlissen ist, in beiden Positionen das gleiche Fehlerbild geben?
Interessant ist auch, wenn ich auf "on" einen Schaltvorgang durchführe, dass der Käfig dann in seiner Position bleibt; aber wenn ich dann vorsichtig den Hebel in die "off"-Position drücke, dann schnappt er irgendwann rückartig ein und der Käfig springt in seine jeweils korrekte Position... (ich hoffe, es ist nachvollziehbar, was ich meine)
 
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Vielen Dank für eure bisherigne Einschätzungen.

Bislang habe ich noch nichts geöffnet oder so. Das Schaltwerk (und das Bike) ist erst 1 Jahr alt und knapp 1.000 km gelaufen und eigentlich nach jeder Fahrt auch äußerlich gereinigt worden. Kann das echt so schnell verdrecken/altern oder die Kupplung verrotten?

Und könnt ihr mir vlt. sagen, warum es in der "off"-Position dann funktioniert mit dem Schalten, so dass der Käfig jeweils in seine Position wandert, auf "on" aber steif im Gelenk bleibt und nicht mehr seine Position anpasst? Müsste das nicht, wenn was verschlissen ist, in beiden Positionen das gleiche Fehlerbild geben?
Interessant ist auch, wenn ich auf "on" einen Schaltvorgang durchführe, dass der Käfig dann in seiner Position bleibt; aber wenn ich dann vorsichtig den Hebel in die "off"-Position drücke, dann schnappt er irgendwann rückartig ein und der Käfig springt in seine jeweils korrekte Position... (ich hoffe, es ist nachvollziehbar, was ich meine)
Da ist ne Reibungskupplung unter dem schwarzen Deckel, die "bremst" den Arm in der Bewegung.
Soll Kettenschlagen minimieren.
Entweder isses festgegammelt,wie oben beschrieben,oder zu straff eingestellt.
Da is n schwarzer Gumminuppsi am Deckel,da mal aufmachen und mit nem Inbus(2,5?3?) versuchen ,weicher einzustellen (in on Position), nach links wirds weniger,mein ich.

Wenn nichts geht, siehe oben. Dann Decjel abschrauben und die Kupplung schmieren.
Ich nehm da immer normales Fett, geht problemlos.
Is ja n normales Nadellager in der" Rolle".

Edit1, Nuppsi:

17076043387647171008830693959520.jpg


Edit 2, Inbus is 2mm!
 
Ich habe jetzt mal wie empfohlen den Deckel abgeschraubt und so sieht es darunter aus:
es war in der Abdeckung noch etwas Restflüssigkeit und ich würde daher sagen: Mischung aus Rost und Fett.? Wie schätzt ihr die Lage ein? Kann das das Problem sein?

IMG_20240211_142912.jpg
IMG_20240211_143037.jpg
IMG_20240211_142920.jpg


Außerdem habe ich mal ein Video zur Verdeutlichung des Problems gemacht und als zip-Datei angehängt; vielleicht hilft es für eine genauere Ferndiagnose. Freue mich über jedes Feedback.

Hab übrigens nochmal geschaut: Rad und Schaltwerk sind gerade knapp 770km gelaufen.
 

Anhänge

  • Video-Schaltung.zip
    9,6 MB · Aufrufe: 12
Ja, daß ist das Problem.
Clutch abnehmen,alles saubermachen und neu fetten:


Bei 3:30 gehts los.
Super, vielen Dank (auch für den Link), dann werde ich mal das Fett bestellen und die Reinigung vornehmen und hoffe, dass es dann wieder läuft. Worüber ich mangels Fachwissen immer noch staune, ist, dass es in der "off"-Position ja klappt mit den Schaltvorgängen und der Kettenspannung.


Genau das war mein Gedanke...zu viel geputzt.
Ich hoffe nicht, dass das der Grund ist; eigentlich war ich nicht so großzügig mit Wasser.

Auf jeden Fall nochmal danke an alle bis hierhin.
 
Worüber ichimmer noch staune, ist, dass es in der "off"-Position ja klappt mit den Schaltvorgängen und der Kettenspannung
Schau dir mal das Funktionsprinzip an, die Schraube spannt das Blech um die Rolle.
Wenn die Rolle nicht gleitet, (rostig,trocken,zu stramm eingestellt) hast du nur lose oder fest,mit entsprechenden Losbrechmoment.
Wenn du auf "off" schaltest, ist die Spannung raus dann dreht sich wieder alles .
Deswegen funktioniert das bei dir, bzw nicht
 
Schau dir mal das Funktionsprinzip an, die Schraube spannt das Blech um die Rolle.
Wenn die Rolle nicht gleitet, (rostig,trocken,zu stramm eingestellt) hast du nur lose oder fest,mit entsprechenden Losbrechmoment.
Wenn du auf "off" schaltest, ist die Spannung raus dann dreht sich wieder alles .
Deswegen funktioniert das bei dir, bzw nicht
Super, jetzt kann ich es nachvollziehen - vielen Dank für die Erklärung!
 
Schnelle Abhilfe,
Das ganze mit Balistol fluten..
Du meinst, den Rost quasi damit "abwaschen" und gleich dann auch die Kupplung schmieren? Ich hatte gelesen, dass man auf das spezielle (Shimano)Fett gehen muss, da es eine spezifische Dicke/Dichte hätte, die für heiße Temperaturen die richtige Schmierung garantiert. Oder ist das nur Marketing?
 
Schnelle Abhilfe,
Das ganze mit Balistol fluten..
Weder Balistol noch WD40 sind gescheite Schmiermittel!
Wer damit hemmungslos hantiert, der "schmiert" z.B. auch Teflonbuchsen mit mineralischen Öl/Fett... 🤦‍♂️
....oder mobilisiert mit WD40 die Kolben deiner Dot-Bremse.

Setzen, sechs!

Edit: Es gibt z.B. auch extra 'nicht leitende Fette/Schmiermittel' für die Paarung zweier unterschiedlicher Metalle.
Nutzt man(n) irgendein Fett/Schmiermittel, kann das Kontaktkorrosion fördern..

Wenn schon, dann richtig machen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Weder Balistol noch WD40 sind gescheite Schmiermittel!
Wer damit hemmungslos hantiert, der "schmiert" z.B. auch Teflonbuchsen mit mineralischen Öl/Fett... 🤦‍♂️
....oder mobilisiert mit WD40 die Kolben deiner Dot-Bremse.

Setzen, sechs!

Edit: Es gibt z.B. auch extra 'nicht leitende Fette/Schmiermittel' für die Paarung zweier unterschiedlicher Metalle.
Nutzt man(n) irgendein Fett/Schmiermittel, kann das Kontaktkorrosion fördern..

Wenn schon, dann richtig machen...
Nun für diesen Anwendungsfall kann man schon `WD40 als "Reiniger" verwenden und Kontaktkorrosion an diesem Bauteil? Jetzt bleib mal auf dem Teppich. Ein Standard Fett reicht in diesem Bereich locker.
 
Edit: Es gibt z.B. auch extra 'nicht leitende Fette/Schmiermittel' für die Paarung zweier unterschiedlicher Metalle.
Nutzt man(n) irgendein Fett/Schmiermittel, kann das Kontaktkorrosion fördern..

Wenn schon, dann richtig machen...

Bei einer dauerhaften Verbindung würde Ich das so unterschreiben.
Aber nicht bei beweglichen Teilen.
Zudem würde das Schaltwerk sicher ohnehin schneller das Zeitliche segnen, als es zur Kontaktkorrosion kommt.

Von daher würde Ich auch nicht all zu große Wissenschaft betreiben und ein Fett mit mittlerer Viskosität verwenden, welches in der Radwerkstatt steht.
 
Eine Frage in die Runde:
Würde gern ebenfalls mal einen Blick unter die Abdeckung meines Schaltwerkes machen, weil Ich auch das Gefühl habe, daß meine Schaltung etwas hakelig ist.
Muß das Schaltwerk abgeschraubt und die Spannung vom Käfig genommen werden, bevor Ich die Kupplung entferne ?
 
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