Schaltwerk SHIMANO XT RD-M8000 Kette schrammt an Ritzel

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Hi,

ich habe an meinem 2x 11-fach SHIMANO XT Antrieb kürzlich die Kette, die Leit- und Spannrolle und die Kassette erneuert. Die Kassette war ein Gebrauchtkauf, sieht äußerlich m. E. n. aber noch gut aus. Leider ist es so, dass beim Fahren im ersten Kettenblatt Geräusche auftreten, irgendetwas also unsauber läuft. Mein einziger Verdacht ist, dass das Kettenblatt vielleicht doch zu alt für neue Kette und Kassette ist.

Bei genauer Betrachtung konnte ich aber zumindest einen konkreten Punkt feststellen, bei dem die Kette am Zahn des 2. kleinsten Ritzels hängenbleibt und dann hineinläuft. Gibt sich das von alleine?

Ich vermute fast, dass das die eine Sache ist und ansonsten noch etwas anderes im 1. Kettenblatt nicht sauber läuft.

Freue mich über Input. :)

Nachtrag: Die Schaltung wurde natürlich eingestellt, ich gehe es aber sicherheitshalber noch einmal vollständig durch.
 

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Wo stellst du das fest das die Kette am Ritzel schleift? Hast du da das Bike auf dem Sattel und Lenker stehen und kurbelst dann oder hängt es im Montageständer?
Stimmt, das ist ein guter Punkt. In dem Moment stand das Rad tatsächlich auf dem Kopf, um herauszufinden, ob irgendetwas zu erkennen ist. Damit dann vermutlich nicht optimal von der Position her.

Beim Fahren im 1. (kleinstes) Kettenblatt schien sich auf jeden Fall der Schaltarm periodisch zu bewegen / zu schnappen. Sowas hätte ich bspw. dann vermutet, wenn einzelne Kettenglieder nicht sauber laufen oder etwa mit einem Kettenschloss nicht stimmt.

Nachtrag: Noch drei Bilder angefügt.
 

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Wenn Du mit 1. Kettenblatt vorne das kleine Kettenblatt meinst, tausch es für 13€ aus. Es ist nicht das Haltbarste.

Neue Shimanoketten kleben fürchterlich. Deshalb läßt Du sie durch einen ölbesprühten Lappen laufen, bis sie darin leicht durchflutschen.

Wenn sich das Auflaufen der Kette hinten dadurch nicht erledigt hat, mußt Du hinten die Einstellung korrigieren. Dazu vorne groß und hinten aufs 2. kleinste Ritzel schalten. Dann die Zugspannung soweit erhöhen, bis die Kette anfängt am 3. kleinsten Ritzel zu schleifen. Zugspannung wieder verkleinern bis das Schleifen weg ist.
Achso, der Hebel zur Federkafterhöhung am Schaltwerk ist dabei auf "off".

Edit:... und das Bike steht dabei nicht auf dem Kopf.
 
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Wenn ich das richtig verstehe, muss (unter Umständen?), der Schalthebel vom 2. kleinsten Ritzel aus leicht betätigt werden, um zu sehen, ob die Kette am 3. kleinsten Ritzel schleift, richtig? So interpretiere ich zumindest die SHIMANO Anleitung.

Ich habe bei der Gelegenheit auch einmal den Greifer gefettet, nicht aber die Plattenachse (hätte man bei der Gelegenheit wohl erledigen können).

In der offiziellen Anleitung wird auch die Reibung erwähnt. Gibt es da irgendeine Faustregel, wie diese einzustellen ist?

(möglich, dass trotz allem ein neues kleinstes Kettenblatt angeraten wäre, wenn das Problem vor allem da spürbar ist)
 
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Wenn ich das richtig verstehe, muss (unter Umständen?), der Schalthebel vom 2. kleinsten Ritzel aus leicht betätigt werden, um zu sehen, ob die Kette am 3. kleinsten Ritzel schleift, richtig? So interpretiere ich zumindest die SHIMANO Anleitung.
Mach das mal nach meiner Anleitung nach Gehör. Der Schalthebel ist dabei nicht betätigt.


In der offiziellen Anleitung wird auch die Reibung erwähnt. Gibt es da irgendeine
Lass es wie es ist. Die Schaltung muss auch ohne eingeschalteten Reibungsdämpfer sauber funktionieren.


(möglich, dass trotz allem ein neues kleinstes Kettenblatt angeraten wäre, wenn das Problem vor allem da spürbar ist)
Wieviele km bzw. Ketten ist es denn gelaufen?
Wenn die neue Kette darauf rauh läuft und Geräusche macht, ist es fertig.
 
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Zum Kettenblatt kann ich nichts konkretes sagen, da es vom Vorbesitzer stammt. Allerdings bin ich nun so weit, dass das Problem schon auch beim großen Kettenblatt auftritt.

Ich habe das einmal behelfsmäßig abgefilmt, siehe Anhang. Das Geräusch wird auf jeden Fall deutlich. Auch wenn man es im Video leider nicht sehen kann, kommt das Geräusch definitiv zwischen Schaltarm (bzw. Leitrolle) und Kassette zustande. Die Kette läuft nicht sauber in die Ritzel hinein. Das Hoch- und Runterschalten geht übrigens einwandfrei.

Alternativ könnte ich einmal die vorherige, wesentlich abgenutztere Kassette montieren. Verstehen tue ich es bislang nicht. Es ist eine 11-fach Kassette und eine 11-fach Kette.

EDIT: Die beiden Kassetten sehen von den Abständen etc. ähnlich aus. Ich fotografiere morgen das Schaltwerk nochmal.
 

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Lade mal ein Foto hoch wie die Kette durch das Schaltwerk geführt ist (von der Seite). Das Geräusch hat nichts mit den Kettenblättern zu tun.
 
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Irgendwie habe ich das Problem noch nicht verstanden, da Kettenblatt und Ritzel permanent durcheinander geworfen werden. Kettenblätter (klein und groß) sind vorn, Ritzel hinten. Kleinstes Ritzel = höchster Gang.

Wenn es bei einer gebrauchten Kassette an der Kassette schleift, habe ich sofort den Verdacht, dass die Spacer zwischen den einzelnen Ritzeln falsch verbaut sind, oder das letzte Ritzel schief sitzt.
 
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Irgendwie habe ich das Gefühl, gebrauchte Verschleißteile zu kaufen ist keine gute Idee.
Ein gebrauchtes Fahrrad würde ich nach all dem jüngsten Streß auch nicht mehr kaufen aber einzelne Artikel sind durchaus in gutem Zustand manchmal etwas günstiger zu haben.

Irgendwie habe ich das Problem noch nicht verstanden, da Kettenblatt und Ritzel permanent durcheinander geworfen werden. Kettenblätter (klein und groß) sind vorn, Ritzel hinten. Kleinstes Ritzel = höchster Gang.

Wenn es bei einer gebrauchten Kassette an der Kassette schleift, habe ich sofort den Verdacht, dass die Spacer zwischen den einzelnen Ritzeln falsch verbaut sind, oder das letzte Ritzel schief sitzt.
Ja, das Problem (an der Kassette/Schaltwerk) schien vor allem beim Fahren im kleinen Kettenblatt aufzutreten. Vermutlich betrifft es aber doch beide Kettenblätter. Ich versuche das nochmal einzugrenzen. Etwas schwierig, wenn es eher unter Last deutlich wird und man dazu fahren muss.

Die Spacer hatte ich auch schon im Verdacht. Nach Augenmaß sehen sie aber identisch aus zur vorherigen Kassette. Prinzipiell scheint auch genügend Platz für die Kette zu sein. Es ist eher, wie die Kette auf die Kassette anläuft. Man könnte fast meinen sie würde nicht unbedingt zeitweise an den Zähnen des Nachbarritzels hängen/schrammen, sondern eher mit dem Kettenglied am eigenen Ritzel.

Wie wurde denn die Länge der neuen Kette bestimmt?
Durch Auflage auf Größtes Ritzel, Größtes Kettenblatt und dann noch etwas dazu. Das deckte sich auch mit dem Rechner, der 110 / 112 empfahl. 112 müssten es nun sein. Beim Einfedern passt es auch. Die Kettenrichtung, Richtung des Quick Link und die Schalträdchen-Laufrichtung habe ich nun auch öfter geprüft. Vielleicht könnte man argumentieren, dass wenn die Kette kürzer wäre sie wg. höherer Spannung eher in die Kasse "hineingezogen" werden würde?

Ich bin mittlerweile etwas überfragt, muss mir das heute alles nochmal in Ruhe ganz genau ansehen.
 
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Könnte theoretisch auch ein schiefes Schaltauge sein. Hatte das bei beim Rennrad mal. Genau ein Gang war laut, die anderen waren okay. Schaltauge gerichtet (waren wenige Zehntel mm) und danach war Ruhe.
Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Istaber relativ schwierig zu prüfen ohne eine Richtlehre.
Auf dem ei en Foto sieht es so aus, als ob die Schaltzugspannung zu hoch ist.
 
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Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Istaber relativ schwierig zu prüfen ohne eine Richtlehre.
Auf dem ei en Foto sieht es so aus, als ob die Schaltzugspannung zu hoch ist.
Woraus kann man das vermuten? Von früheren Schaltwerken kenne ich es so, dass wenn sie zu hoch wäre spürbare Probleme beim Runterschalten auftreten würden.

Das stimmt, wenn der TE aus nähe Wuppertal kommt, kann ich ihm einen kostenlosen Schaltaugencheck anbieten :D
Bin leider nicht aus der Richtung. Sieht eigentlich ganz in Ordnung aus, müsste man vielleicht das Schaltwerk einmal abnehmen, um das besser beurteilen zu können.

Es ist auf jeden Fall auch möglich, dass es zwei verschiedene Sachen sind. Ich habe mir den Kettenlauf über das kleine Kettenblatt nochmal angesehen. Die Kette scheint das Kettenblatt nicht geschmeidig zu verlassen, sondern sie springt eher nach einem kurzen Widerstand. Ich werde das Kettenblatt zeitnah austauschen und dann weitersehen.

Was die Kassette angeht: Von oben betrachtet, Blick auf die schwarzen Distanzscheiben, scheinen die Abstände zwischen zwei Ritzel nicht immer gleich zu sein, wenn die Kassette dabei gedreht wird. Kann das aber sein, dass das sogar so konzipiert, die Ritzel also nicht verborgen sind? Das zu messen ist schwierig aber ich würde schon sagen, dass es in einem Bereich schmaler wird (die Form der Zähne scheint ja nicht überall gleich).
 
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Fühl Mal an den Kettenblättern
,Also vorne die, ob sich an den Zähnen ein Grad gebildet hat,seitlich .
Das war bei mir der Fall und eine neue Kette blieb daran dann hängen ,besonders beim vorderen schalten hatte ich Chainsuck.

Evtl bleibt die Kette vorne auch hängen?
 
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Woraus kann man das vermuten? Von früheren Schaltwerken kenne ich es so, dass wenn sie zu hoch wäre spürbare Probleme beim Runterschalten auftreten würden
Auf dem Foto sieht der Kettenlauf etwas seltsam aus.
Also Zugspannung, wie bereits von mir beschrieben, prüfen:
Vorne großes Kettenblatt, hinten 2. kleinstes Ritzel. Aufs 2. kleinste Ritzel zuerst vom kleinsten Ritzel her hochschalten !
Schleift dann die Kette bereits am 3. kleinsten Ritzel die Zugspannung verringern, bis es hörbar nicht mehr schleift. Ansonsten Zugspannung erhöhen, bis es schleift, dann wieder nach Gehör verringern bis es nicht mehr schleift.

Wenn es das nicht ist, tippe ich doch auf ein leicht verbogenes Schaltauge als mögliche Ursache. Wobei das macht eher Probleme auf den 2 größten Ritzeln oder den 2 Kleinsten, jenachdem wie man zuvor den horizontalen Weg des Schaltwerkes justiert hat. In den mittleren Gängen, wo der Kettenschräglauf nicht so stark ist, funktioniert die Schaltung dann eher.

Abstand des oberen Schaltröllchens zum größten Ritzel schon kontrolliert ? Das 8000er Schaltwerk reagiert empfindlich auf zu großen Abstand = zu geringem Umschlingungswinkel.

Wenn vorne das klein Kettenblatt wirklich fertig ist,merkt man das an einem sehr rauen, knurbeligen Lauf der Kette. Man spürt das förmlich beim pedalieren und es macht auch rel. laute Geräusche. Auch wenn hinten alles passt.

Wie hast Du Dir eigentlich das Schaltwerk so verkratzt ? Sturzbedingt ? Dann wären wir wieder beim Schaltauge....
 
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Abstand des oberen Schaltröllchens zum größten Ritzel schon kontrolliert ? Das 8000er Schaltwerk reagiert empfindlich auf zu großen Abstand = zu geringem Umschlingungswinkel.
M. E. n. müsste das passen, in der Anleitung heißt es ja 5 bis 6 mm (wobei in der Skizze die Kette nicht dargestellt wird).

Wie hast Du Dir eigentlich das Schaltwerk so verkratzt ? Sturzbedingt ? Dann wären wir wieder beim Schaltauge....
Gute Frage, wüsste ich auch gerne. Müssten wir den Vorbesitzer fragen. ;-)

Ich habe nun das kleine Kettenblatt getauscht. Ist sicher von Vorteil aber das Geräusch am Schaltwerk war trotzdem noch da. Besonders in einem bestimmten Gang. Möglicherweise dem 3. oder 4. kleinsten. Es war wie geschildert - die Kette läuft auf die Kassette an und springt dann an der Seite des nächst größeren Ritzels für einen Moment entlang und findet dann den Weg auf das eigentliche Ritzel. Ich habe dann in diesem Gang nochmal an der Schaltspannung gedreht und konnte es möglicherweise für den Moment beseitigen.

Ich frage mich - gerade wegen dem Umschlingungswinkel - ist das normal, dass die Leitrolle in diesen Gängen so weit weg ist von den Ritzeln und irgendwie weit vorne (in Fahrtrichtung) steht? Ich könnte mir vorstellen, dass die Kette den Weg besser in das Ritzel finden würde, wenn die Leitrolle näher an diesem dran wäre (siehe Anhang).

EDIT: Die sichtbaren Kratzer stammen vom Vorbesitzer, aktuell kratzt nichts.
 

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Also in der Ansicht von hinten sieht es so aus, als wäre der L-Anschlag nicht sauber eingestellt. Aber auch das kann an einem schiefen Schaltauge liegen.

Dein Schaltauge ist geschätzte 30 cm lang (😄), da reicht ein kleiner Schlag, um es zu verbiegen. Ich würde dir empfehlen, dass du das richten lässt oder dir ein neues zulegst. Vielleicht hast du ja einen Freund in der Nähe, der ein Richtwerkzeug sein Eigen nennt. Oder eine DIY Werkstatt oder so.
 
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Ich habe das Schaltauge recherchiert, dürfte wohl dieses sein:
Ist mir unbegreiflich, wie man auf die Idee kommen kann, demselben Artikel zwei verschiedene Bezeichnungen zu verpassen: Schaltauge GP0172-01 / Schaltauge EP0787-01

Kostet allerdings 25 EUR aufwärts. Ich werde einmal sehen, ob ich vorerst ein Richtwerkzeug organisieren kann und die Umschlingung auch noch etwas geringer einstellen. Mir ist auch aufgefallen, dass die Sicherungsplatte an der H-Schraube fehlt und die Schraube deshalb ziemlich wackelt. Werde ich auch zeitnah korrigieren.

Ansonsten dürfte das aber normal sein, dass die Leitrolle so weit entfernt von den Ritzeln ist bzw. in diesem Winkel zu ihnen steht?
 
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