Schlüsselbeinbruch: Liegt mein Heilungsverlauf im "Soll"?

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Im OP-Bericht steht zunächst mal "Verdacht auf Frozen Shoulder" sowie "Narkose-Mobilisation" und oberhalb der "2-3 Wochen Schonzeit" sogar was von "intensiver PT". Damit beginne ich morgen. War heute beim nachbehandelnden Unfallchirurgen und der meinte PT und PT und PT sowie sehr viel Eigeninitiative. Auf meine Frage, ob ich zu viel machen könnte, kam wie von dem Arzt gestern ein Nein.

Nun war es bis gestern auch so, dass der Arm aktiv nur 30 Grad nach vorn und zur Seite ging und ich scheussliche Dauerschmerzen hatte. Und schon 1,5 Stunden nach Entfernung der Hakenplatte (die war 3,5 Monate drin) war ich direkt bei 80 Grad vorn und 60 Grad seitlich bei geringen Schmerzen. Heute noch ein paar Grad mehr. Schulter fühlt sich schon viel freier an und Beweglichkeit ist auch viel besser.

Seitlich ist noch schwer, weil die Kapsel verklebt ist. Und der Bizepsmuskel schmerzt noch etwas (bin mir ziemlich sicher, dass der durch die Platte eingeklemmt wurde). Noch ein Haufen Arbeit und Aua vor mir.

Denke, dass es jetzt ohne den Haken in der Schulter gut voran geht.
 
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Apropos Eigeninitiative: Nach meinem Schlüsselbeinbruch Ende März mit OP+Platte (ohne Haken) war ich Mitte Juni im Urlaub an der Nordsee. Schwimmen im Meer hat gut getan (Schwimmbäder hatten ja noch Corona), die Physiotherapeutin war nach dem Urlaub vom Fortschritt in der Beweglichkeit sehr angetan.
 

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Quatsch mit Narkosemobilisation. Erstmal GENAU wie der Unfallchirurg sagte: PT + Eigeninitiative!

ABER: "Gut Ding braucht Weile!" kennst Du sicherlich. Also schon noch Vorsicht, nix mit Gewalt erzwingen wollen. Die von Dir angegebenen Winkel, die Du schon schaffst, sind sicher mir langem Hebel gegen die Schwerkraft geschätzt. Mach's mal, wie ich Dir gesagt habe oben.

Die Kapsel ist bei 80 Grad aktiv in Flexion mehr geschrumpft als verklebt imho!
 
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Da hier ein wenig mehr diskutiert wird, als im Rennrad-Forum, schreibe ich meine Geschichte auch mal hier rein ;)

Am 24.10. ist mir der Fuß im Sprint vom Pedal gerutscht, hat im Vorderrad 7 Speichen durchtrennt, was daraufhin natürlich die Bewegung eingestellt hat. Abflug übern Lenker, Aufprall auf der rechten Seite. Ich wusste nach 15 Sekunden, dass das SB durch ist.

Der Bruch war schon verschoben, nach der Marke "würde ich in ihrem Alter operieren lassen." Am 27.10. OP in Frankfurt/Oder mit Einsetzen eines Rockwood-Pins.
Ich hatte dann schon relativ bald das Gefühl, dass das nicht stabil steht und - im Vergleich zur OP - wieder verrutscht ist. Habe dem Gefühl noch eine Weile gegeben, war dann 3 Wochen nach der OP noch bei einem Arzt (hauptsächlich aus Angst, das Implantat könnte gebrochen sein). War es nicht, aber das brustseitige Bruchstück wird nicht gehalten von der Schraube - dadurch wieder deutliche Verschiebung, allerdings "kann man so lassen". Mein vor 13 Jahren gebrochenes, konservativ behandeltes SB ist gefühlt weiter verschoben und bereitet keine Probleme.

Nach meinem Umzug letzte Woche war ich meiner neuen Heimat (Aschaffenburg) beim Chirurgen. Sieht ähnlich aus wie vor 2 Wochen, Kallusbildung gut zu erkennen. Da das Ende vom Pin kurz vor der Perforation steht (und der Pin eh nicht hält) kommt der jetzt kommenden Montag raus. Dann geht's im Prinzip konservativ weiter. Ich hoffe, dass mich die Aktion nicht zurück wirft...

Beweglichkeit kommt wieder, das einzige, was mich stört, sind leichte Knackgeräusche bei manchen Bewegungen - z.B. wenn ich mich anlehne und die Schulter etwas nach vorn gedrückt wird. Ist aber laut Chirurg im Moment nicht unnormal. Schmerzen habe ich aber fast gar keine.
 

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Ich hatte auch einen Bruch in der Mitte des Schlüsselbeins (zweimal gebrochen) und es wurde eine Platte eingesetzt. Ob ein Titanstab wie der Rockwood in der Situation überhaupt möglich gewesen wäre, kann ich nicht sagen, aber bei den Einschränkungen der Platte (Rucksack oder Sicherheitsgurt über der Platte sind unangenehm) klingt das erst mal interessant. Allerdings ist das Problem des verschobenen Stabes wohl etwas größer, zumindest erwähnt die erste Studie aus der Liste eine Rate von Nachoperationen mit weniger als 7% und Nachbehandlungen unter 31% der Fälle. Nächstes Jahr im Herbst kommt die Platte raus, da werde ich mal nachfragen, wann der Stab überhaupt sinnvoll ist.
 
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Den Pin macht man wohl gerne bei "Normalen" (Nicht Splitter- oder Trümmerfrakturen) im mittleren Drittel. Allerdings kennt auch nicht jeder Arzt diesen Pin, bzw. wird er eben nicht überall verwendet. Kurz nach der OP war ich bei einem Arzt in Berlin (da hatte ich bis zuletzt gewohnt), dem ich von meinem anstehenden Umzug erzählt hatte. Er meinte daraufhin, dass schonmal ein Patient nach seinem Umzug in den Westen wieder zurückgeschickt wurde für die Pin-Entfernung, weil keiner wusste, wie das gehen soll.

Auch mein Chirurg gestern musste erstmal schauen, wie das überhaupt geht. Ist aber sehr einfach. ("Sie brauchen einen T-Griff, dann kann das der Pförtner! Merken Sie sich: 'T-Griff!'", so der Arzt in Berlin).
 
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Hallo,

Auch mich hat es vor drei Wochen erwischt. Merkwürdigerweise habe ich kaum Schmerzen gehabt, weshalb ich auch 2 Wochen munter gearbeitet habe (inklusive täglicher „Rotation“ meines Arms, da ich dachte, es wäre lediglich eine Prellung). Irgendwann bin ich dann zum MRT und Röntgen gegangen und sieht da - Schlüsselbeinbruch rechts lateral. Bänder sind zum Glück wohl nicht betroffen (was auch meine so gut wie nicht vorhandenen Schmerzen begründet) - Stufenbildung von etwa 3-4mm.

Bei mir wird’s konservativ, habe seit einer Woche einen Gilchrist den ich nachts und den halben Tag auch tagsüber trage. Folgetermin zum erneuten Röntgen habe ich erst am 03.01.2022, was mir ein wenig Sorgen bereit.

Hat sich der Bruch seit dem ersten Röntgen vor einer Woche weiter verschoben? Ist der gilchrist überhaupt sinnvoll, so liegt er ja sehr nah am bzw. über dem kaputten Schlüsselbein. Haben die zwei Wochen Arbeit bereits die Vorzeichen für eine „schlechte“ Heilung des kaputten Knochens geebnet? Oder hat die Heilung der kaputten Knochen schon während der beiden Wochen begonnen? Stichwort: keine Schmerzen…

Ab und zu habe ich das Gefühl, dass ich mich ohne den Verband sicherer fühle. Zumal ich ja auch keine Schmerzen habe…

LG
 

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Hallo,
ich kann dir nur raten, echt Ruhe zu geben und den Gilchrist konsequent zu tragen. Warum liegt der Gilchrist über dem Bruch? Die Schulterschlaufe wird doch an der gesunden Seite getragen...
Mein Bruch im Juli war etwa an derselben Stelle wie deiner und wurde auch konservativ behandelt. Da ich auch überhaupt keine Schmerzen hatte, hab ich den Verband sehr sporadisch getragen und war recht bald wieder sehr aktiv, auch am Rad. Zumal ich super Verspannungsschmerzen hatte, wenn ich den Verband getragen habe. Das alles hatte leider zur Folge, dass 8 Wochen nach dem Bruch festgestellt wurde, dass der Knochen nicht geheilt ist - es haben die Bruchenden sogar resorbiert, also jedes Ende ist für sich abgeheilt und hat sich zurückgebildet, was nun einen 6mm Spalt ergab. Mit einer hochenergetischen Stoßwelle unter Vollnarkose wurden dann die Bruchenden zur erneuten Kallusbildung angeregt. Danach hab ich konsequent 4 Wochen den Gilchrist getragen. Jetzt, 3 Monate nach der Stoßwelle sieht es so aus, als wäre das Schlüsselbein endlich wieder heil.
Es hat zwar keine Arzt wirklich ausgesprochen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich durch meine Ungeduld und mangelnde Ruhestellung den Heilungsprozess gestört habe.
Ich wünsche dir, dass das Arbeiten in den ersten beiden Wochen nichts gemacht hat und dein Schlüsselbein gut heilt! Ich rate dir echt, Ruhe zu geben und Geduld zu haben!
LG
 
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Hallo,

Ich habe einfach manchmal das Gefühl, dass der Gilchrist am betroffenen Arm (da außen) ordentlich Druck auf den Arm gibt. Die richtige Größe habe ich aber definitiv.

Wann hast du denn wieder angefangen mit Sport bzw hast dich aufs bike gesetzt? Wenn du sagst, dass du zu früh damit angefangen hast…

Hast du den Verband dann dauerhaft getragen? Oder auch mal ein paar Pausen eingelegt und den Arm ausgehangen?

Danke für die Antwort. Auch dir weiterhin alles Gute!

LG
 
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Hallo,

ich war in den ersten 4 Wochen wöchentlich zum Röntgen im Spital, wo mir jedes Mal gesagt wurde, dass sich nichts verschiebt und alles gut aussieht, Kallusbildung könne man eben erst nach 3 bis 6 Wochen am Röntgen erkennen. Da ich schmerzfrei war, bin ich einfach davon ausgegangen, dass alles passt und gut heilen würde. Bei der Untersuchung nach 4 Wochen, hat der Arzt dann gemeint, dass ich den Verband jetzt weglassen könne und nach 6 Wochen eigentlich wieder alles außer Überkopfbewegungen mit Gewicht machen darf. Den nächsten Termin hatte ich allerdings erst nach 8 Wochen.
Nach 4 Wochen hab ich also begonnen, auf der Straße mit dem Bike zu fahren. Nach 6 Wochen war ich dann auch wieder auf Trails unterwegs. Naja, und beim Termin nach 8 Wochen kam dann das böse Erwachen.

Nach der Stoßwelle hab ich den Verband echt nur zum Duschen abgenommen. Den Unterarm hab ich öfter aus der Schlaufe genommen, um Alltägliches zu erledigen, bzw. um den Arm aushängen zu lassen. Aber ich hatte echt konsequent den Oberarm am Körper fixiert. Vier Wochen nach der Stoßwelle wurde ich wieder vom Gilchrist erlöst, weitere 4 Wochen durfte ich jedoch nichts heben und den Arm nicht weiter als bis zur Horizontalen heben. Jetzt ist mein Schlüsselbein zwar heil, aber ich bin extrem bewegungseingeschränkt (durch die lange Ruhestellung). Seit 4 Wochen mach ich jetzt Physiotherapie und es wird langsam besser... Gestern bin ich auch erstmals wieder mit dem Bike (nur am Asphalt) unterwegs gewesen.

Alles Gute für deine Untersuchung im Jänner!

LG
 
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Hallo zusammen,

nun auch von mir einmal wieder ein Rückmeldung. Gestern vormittag hatte ich die ambulante Osteosynthese-Materialentfernung. Hat ganze 23 Minuten gedauert und scheint alles gut verlaufen zu sein. Für diejenigen die Bedenken haben die Platte länger drin zu lassen: bei mir waren es nun ziemlich genau 3 Jahre und 3 Monate. Zwischendurch immer wieder Abstimmung mit Unfall-Chirurg (mein Operatuer) und meinem Orthopäden, Röntgenbilder und zuletzt eine CT (bin vor 6 Wochen beim Boarden schwer auf die Schulter gestürzt) haben die Einschätzung bestätigt. Operateur von gestern war ebenfalls sehr zufrieden, Montag ist Nachbesprechung und Röntgen, heute mal zum Physio.

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Hallo zusammen,

nun auch von mir einmal wieder ein Rückmeldung. Gestern vormittag hatte ich die ambulante Osteosynthese-Materialentfernung. Hat ganze 23 Minuten gedauert und scheint alles gut verlaufen zu sein. Für diejenigen die Bedenken haben die Platte länger drin zu lassen: bei mir waren es nun ziemlich genau 3 Jahre und 3 Monate. Zwischendurch immer wieder Abstimmung mit Unfall-Chirurg (mein Operatuer) und meinem Orthopäden, Röntgenbilder und zuletzt eine CT (bin vor 6 Wochen beim Boarden schwer auf die Schulter gestürzt) haben die Einschätzung bestätigt. Operateur von gestern war ebenfalls sehr zufrieden, Montag ist Nachbesprechung und Röntgen, heute mal zum Physio.

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Stabiles Ding 😅
So ähnlich wird meine auch aussehen.
Bei mir ist’s jetzt 13 Monate her und hab Ende April nen Kontrolltermin bei der Orthopädin. Werde dann mit ihr besprechen wie es weitergeht, weil ich das Teil eigentlich erst im November raus nehmen lassen will, nach der Saison und vor allem nach nem
größeren Urlaub mit biken in Frankreich, Spanien und Portugal 🥳😃🍺
Ist die Frage:
1. ob alles gut zusammengewachsen ist
2. was passiert im dümmsten Fall wenn ich drauf falle mit „Platte“ drin und der Knochen gut zusammengewachsen ist oder der Knochen noch nicht gut geheilt ist
 

HalleluYAH-Biker

in the name of yahwe
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2. was passiert im dümmsten Fall wenn ich drauf falle mit „Platte“ drin und der Knochen gut zusammengewachsen ist oder der Knochen noch nicht gut geheilt ist


Der Knochen bricht nicht nochmal an der selben Stelle... doch die Platte ist m.E.n nicht förderlich bei einem Sturz. Daher raus mit dem Teil wenn die Ärzte keine Einwände mehr haben. Obwohl man da auch verschiedenste Meinungen hört.
 
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Hallo,
Bei mir ist es jetzt leider wieder passiert.
Vor 3 Wochen war ich an einem Drop zu langsam und musste somit über den Lenker absteigen.
Hab mich dann über die linke Schulter abgerollt und beim abrollen schon das knacken des Schlüsselbeins gehört.
Hier Fragen sich ja einige was passiert, wenn man mit Platte auf dem Schlüsselbein stürzt, hier kann ich jetzt leider meine Erfahrung teilen.
Hab von einem Schlüsselbeinbruch 2019 noch eine Platte auf dem linken SB.
Die Platte hat das SB genau dort gebrochen wo sie aufhört. Und das schon bei dieser relativ geringen Krafteinwirkung. Ich würde den Sturz zumindest nicht als heftig einstufen.
Die Platte Ansicht hat sich weder verbogen, noch haben sich Schrauben gelockert.
Der neue Bruch wurde dann 9 Tage nach dem Sturz operiert und ich gehöre jetzt wohl zu einem ganz kleinen Prozentsatz der 2 Platten auf einem SB hat…
Die alte Platte konnte noch nicht entfernt werden, da der alte Bruch immer noch nicht genug gefestigt war.

Jetzt aber zu meinem eigentlichen Anliegen.
Ich habe leider das Pech zeitnah keine Termine bei einem Physio zu bekommen, daher behelfe ich mir zur Zeit mit den Übungen welche ich noch vom letzten Mal kenne.
Bewege den Arm 3x täglich passiv bis 90 grad sowohl nach vorne als auch zur Seite ( schiebe den Arm dazu mithilfe eines Handtuchs über den Tisch).
Welche Übungen habt ihr noch so gemacht um den Arm passiv beweglich zu halten?
 

JaSon78

einarmiger Bandit
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Hallo,
Bei mir ist es jetzt leider wieder passiert.
Vor 3 Wochen war ich an einem Drop zu langsam und musste somit über den Lenker absteigen.
Hab mich dann über die linke Schulter abgerollt und beim abrollen schon das knacken des Schlüsselbeins gehört.
Hier Fragen sich ja einige was passiert, wenn man mit Platte auf dem Schlüsselbein stürzt, hier kann ich jetzt leider meine Erfahrung teilen.
Hab von einem Schlüsselbeinbruch 2019 noch eine Platte auf dem linken SB.
Die Platte hat das SB genau dort gebrochen wo sie aufhört. Und das schon bei dieser relativ geringen Krafteinwirkung. Ich würde den Sturz zumindest nicht als heftig einstufen.
Die Platte Ansicht hat sich weder verbogen, noch haben sich Schrauben gelockert.
Der neue Bruch wurde dann 9 Tage nach dem Sturz operiert und ich gehöre jetzt wohl zu einem ganz kleinen Prozentsatz der 2 Platten auf einem SB hat…
Die alte Platte konnte noch nicht entfernt werden, da der alte Bruch immer noch nicht genug gefestigt war.

Jetzt aber zu meinem eigentlichen Anliegen.
Ich habe leider das Pech zeitnah keine Termine bei einem Physio zu bekommen, daher behelfe ich mir zur Zeit mit den Übungen welche ich noch vom letzten Mal kenne.
Bewege den Arm 3x täglich passiv bis 90 grad sowohl nach vorne als auch zur Seite ( schiebe den Arm dazu mithilfe eines Handtuchs über den Tisch).
Welche Übungen habt ihr noch so gemacht um den Arm passiv beweglich zu halten?
Mein Beileid.
Ich hab das zweite Mal ne Platte drin.
Ich persönlich hab 2 Wochen quasi nix gemacht und mich dann 4 Wochen auf die Rolle gesetzt. Ab Woche 6 dann wieder auf das Rad / Strasse.
Mobilisierung beide male erst nach 6 Wochen wieder. Beide male vorher auch kein Physio. Davor halt altagsbewegungen unterhalb 90 Grad. Kein Probleme damit gehabt.
Parallel aufbauendes und sehr dosiertes Krafttraining im 1-2-3 kg Bereich. Ab Woche 6 dann wieder locker aufgebaut.
Nach 13 Wochen prinzipiell wieder bei 90-100 % Kraftwerte.

Will sagen: 6 Wochen keine speziellen Mobilisierungen sind überhaupt kein Problem…
 
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Erst mal gute Besserung!
war.

Jetzt aber zu meinem eigentlichen Anliegen.
Ich habe leider das Pech zeitnah keine Termine bei einem Physio zu bekommen, daher behelfe ich mir zur Zeit mit den Übungen welche ich noch vom letzten Mal kenne.
Bewege den Arm 3x täglich passiv bis 90 grad sowohl nach vorne als auch zur Seite ( schiebe den Arm dazu mithilfe eines Handtuchs über den Tisch).
Welche Übungen habt ihr noch so gemacht um den Arm passiv beweglich zu halten?
Ich hatte damals gefragt, was ich selber tun kann: Das Wichtigste, was mir die Physiotherapeutin gesagt hat, war, die Grenze von anfangs bei mir 60° und später 90° zu beachten und nur langsam zu steigern. Wie man bewegt, sei dann fast egal: Hauptsache langsam und wenn es weh tut, aufhören. Als die volle Beweglichkeit wieder erlaubt war, war Schwimmen das, was sowohl Beweglichkeit als auch Kraft gebracht hat. Das war bei mir aber erst sechs Wochen nach der OP. Anschließend gab es ein Kompliment von der Physio: Der Fortschritt war auch für sie feststellbar.
 

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Hallo,
Bei mir ist es jetzt leider wieder passiert.
Vor 3 Wochen war ich an einem Drop zu langsam und musste somit über den Lenker absteigen.
Hab mich dann über die linke Schulter abgerollt und beim abrollen schon das knacken des Schlüsselbeins gehört.
Hier Fragen sich ja einige was passiert, wenn man mit Platte auf dem Schlüsselbein stürzt, hier kann ich jetzt leider meine Erfahrung teilen.
Hab von einem Schlüsselbeinbruch 2019 noch eine Platte auf dem linken SB.
Die Platte hat das SB genau dort gebrochen wo sie aufhört. Und das schon bei dieser relativ geringen Krafteinwirkung. Ich würde den Sturz zumindest nicht als heftig einstufen.
Die Platte Ansicht hat sich weder verbogen, noch haben sich Schrauben gelockert.
Der neue Bruch wurde dann 9 Tage nach dem Sturz operiert und ich gehöre jetzt wohl zu einem ganz kleinen Prozentsatz der 2 Platten auf einem SB hat…
Die alte Platte konnte noch nicht entfernt werden, da der alte Bruch immer noch nicht genug gefestigt war.

Jetzt aber zu meinem eigentlichen Anliegen.
Ich habe leider das Pech zeitnah keine Termine bei einem Physio zu bekommen, daher behelfe ich mir zur Zeit mit den Übungen welche ich noch vom letzten Mal kenne.
Bewege den Arm 3x täglich passiv bis 90 grad sowohl nach vorne als auch zur Seite ( schiebe den Arm dazu mithilfe eines Handtuchs über den Tisch).
Welche Übungen habt ihr noch so gemacht um den Arm passiv beweglich zu halten?
Ich meine, es ist Deine Gesundheit, im blödsten Fall Dein Leben. Biste jetzt nicht geheilt? Lass' die Dropperei sein, das sollte als Warnung (ich meine damit die Frakturen) reichen.

Grüsse, Physiotherapeut
 
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Keine Frage, ich hab meine Lektion gelernt.
Du bist nicht der erste der das zu mir gesagt hat, vor allem meine Frau war und ist besonders „stolz“ auf mich…
 
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Ist eine längere Geschichte.
2019 ist das SB zum ersten Mal gebrochen, wurde dann notfallmäßig Zusammangeflickt. Bruch wollte dann nicht heilen, Diagnose Pseudathrose.
Ende 2020 wurde dann nochmal operiert, Platte raus, neue Platte und Material aus dem Beckenknochen rein.
Seitdem heilt der Bruch langsam vor sich hin, ist allerdings noch nicht so ausgeheilt, dass die Ärzte sich getraut hätten die alte Platte rauszunehmen und den Knochen noch zusätzlich zu schwächen.
 
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Diagnose Pseudathrose.
Ende 2020 wurde dann nochmal operiert,
Ok, das ist eine andere (Leidens-)Geschichte. Mir hatten die Ärzte im Krankenhaus als Perspektive 12-15 Monate mit der Platte mit gegeben, aber da dann die OP in das Frühjahr oder Sommer fallen würde, werde ich erst nach 18 Monaten wieder beim Arzt aufschlagen. Der nachbehandelnde Orthopäde meinte, das wäre sehr sinnvoll. Besser ein paar Monate später, als zu früh operieren (zumindest beim Schlüsselbein).
 
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Ich möchte mich nun auch einmal zu Wort melden, da ich schon mehrere Male stiller Mitleser in diesem Thread gewesen bin, so wie wahrscheinlich tausende andere – dank dem guten Google-Ranking dieses Threads. Ich bin sicher, dass ich mit meinen Geschichten dem/r ein oder anderen "helfen" kann, so wie auch mir Beiträge geholfen haben. Andere Geschichten zu hören und "Leidensgenossen" zu haben, hilft halt einfach.

Ich habe mir bis jetzt zweimal das linke, einmal das rechte Schlüsselbein gebrochen. Alle dreimal beim Snowboarden. Letzteres auch erst kürzlich.

Das erste mal hatte ich links einen stark verschobenen Bruch mit Splitterfragment. Wurde nach einer Ärzteodyssey gottseidank opertiert. Riesige Narbe, aber nicht schlimm. Ist halt immer einmal auf, Platte rein, Knochen & Haut heilen, Platte raus, Haut heilen (und auch der Knochen wieder etwas, aufgrund der Schraubenlöcher). Verheilt ist alles sehr gut, hatte danach keine Beschwerden. Leistung genauso wie vorher. Aber halt recht viel hussle mit den ganzen nicht zu vernachlässigenden Eingriffen.

Das zweite mal ca. 3 Jahre später. Allerdings geringer Impact, nur angebrochen. Paar Wochen Sportpause und dann alles back to normal. Ist jetzt minimal schiefer, aber kaum merklich gewesen.

Das rechte hab ich mir paar Tage vor Weihnachten gebrochen:

clavicula_am_Tag_des_Bruches.jpg


Der UKH Arzt meinte "wenn es seines wäre, würde er es nicht operieren". Also Rucksackverband und ruhig stellen. Hämatom war nicht allzuschlimm. Aber generell doch ordentlich durchgebrochen. Leichtes Knirschen und das Gefühl, als würde sich der Bruch verschieben, waren da, sind normal und vergehen! Hab mir dann noch eine andere Meinung eingeholt und er meinte "ja, würde vsl. auch ohne OP verheilen...".
Da meine Mum Physiotherapeutin ist, und ich über Weihnachten dann einfach 10 Tage daheim war, konnte sie mich in ganz speziellen Rückenlagen (Kissentürme auf der Couch) bereits täglich behandeln, in dem sie vor allem die Schulter und Trapezius-muskulatur ausmasiert hat. Diese sind vor allem aufgrund der Schutzwirkung des Körpers und aufgrund des Rucksackverbandes sehr schnell sehr verspannt und schmerzhaft. Zusätzliches Unterarmtraining (zB. mit so Klettererbällen und co) halte ich für sinnvoll, damit man nicht so sehr verkümmert einseitig. Aber kein richtiges Training die ersten zwei Wochen, wenn konservativ behandelt wird, nur Therapie!

Schlafen geht am besten auf einer schiefen Lage auf der anderen Seite / Rücken. Hier helfen Sofapolster oder ähnliche Kontrukte im Bett. Man liegt halb, lehnt sich halt an.
Ich habe den Rucksackverband in den ersten Wochen nur 2-3 mal zum "Duschen" ganz kurz abgenommen. Die Schultern aber nie entspannt. Ich wollte um eine OP herumkommen und so braucht es eben etwas Disziplin, dass der Bruch komplikationslos und ohne Pseudo-Arthrose gut verheilt. Seids nicht eitel und duschen ist wirklich nicht Priorität in den erstenbeiden Wochen. Ich kann mich noch dran erinnern, dass ich nach meinem ersten Bruch direkt mal heiß duschen gegangen bin unter Schmerzen, und sich dann durch die Entspannung der Muskeln mit einem lauten Knall beide Bruchstücke verschoben. :eek: Nicht so geiles Gefühl. Vergesst auch den Struggle mit T-Shirts: Hoodie oder Hemd über den Rucksackverband tuts auch.

Mit der richtigen Physio konnte ich dann nach zwei Wochen starten, also hatte eigentlich nur 4-5 Tage Physiopause. Ich muss auch dazu sagen, dass ich in Österreich gut versichert bin und nun wöchentlich 2-3 mal zur Physio konnte, jeweils eine gute Stunde! In Deutschland ist das sicher nich Usus und mir auch klar, dass das nicht immer geht. Dennoch kann ich den Stellenwert von gscheiter Physio nach so einem Bruch nicht noch mehr unterstreichen. Je besser und intensiver die Physio, und damit auch Aufbautraining, umso schneller und besser ist man wieder "back in the game".

Die ersten Wanderungen waren nach 3 Wochen wieder drin. Vorsichtig Snowboarden war ich bereits nach 6,5 Wochen wieder. Es heißt ja, nach 6 Wochen ist ein Knochen verheilt. Naja. Fest vllt, verheilt sicher nicht. Also wer da ohne Platte drin nochma drauffällt, wird ihn sich ganz flott wieder brechen. Auch (nur im Top-Rope) Klettern in der Halle hab ich nach 7 Wochen wieder probiert, war eher keine so gute Idee. Hat schon noch ordentlich weh getan. Die erste kleine Skitour war nach 8 Wochen dran, und das ging ganz gut, nur ein paar mal musste ich aufgrund der Schulterschmerzen pausieren (bei insgesamt ca. 900hm). Flusssurfen ging nach 10 Wochen wieder (hier braucht man Stützkraft damit man auf dem Flussufer wieder aus dem Wasser kommt).

Generell kann man sagen, dass konservativ nach 6 Wochen das alltägliche Leben sich wieder "normal" anfühlt. Nach 12 Wochen war ich sportlich wieder voll unterwegs. Merken tut mans hier und da noch, aber der Körper verheilt und verheilt und verheilt immer weiter. Klettern war schon sehr früh wieder beschwerdefrei möglich, nur Stützbewegungen (Dips, Liegestütze) sind auch nach knapp 4 Monaten noch net so geil. Hier hilft nur monatelange Physiotherapie und Training, aber das bekommt jeder hin.

Wenns noch Fragen gibt, fragt einfach. Ansonsten wünsch ich euch eine gute Genesung. Das wird wieder, auch ohne OP :)

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@eldarshit Wenn ich das lese, denke ich an den Schlüsselbeinbruch meines Sohnes: Er war damals 10 Jahre alt und hatte einen glatten, nicht verschobenen Bruch (Sportunfall). Nach einer Woche waren wir bei der Ärztin, die fragte, warum wir so spät kommen. Daraufhin unsere Gegenfrage, ob sie so, wie unser Sohn auf die Liege geklettert sei und sich bewegt, einen Bruch vermutet hätte, sage sie aber auch "Nein". Quintessenz: Rucksackverband, damit er daran erinnert wird, nicht zu übermütig zu sein und nach vier Wochen war alles verheilt. Daher die Frage: Wie kompliziert war dein Bruch bzw. Brüche und wie alt (Jahrzehnt reicht) bist du?
 
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