Schulter: Übungen nach Luxation

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Die meisten Menschen machen die gleichen Fehler wie du. Hauptsache "Shape" und dann landen sie irgendwann bei uns auf dem OP-Tisch wo ich sie anästhetisieren und überwachen muss.
Oder sie haben auch nur - so wie ich - versucht ihre zig Sportverletzungen mit Muskeln zu kompensieren um den Sport der ihnen wirklich Spaß macht weiterhin ausüben zu können und die Häufigkeit ist allein der Tatsache geschuldet dass sie kein Bock auf Poser und Barbies im Fitnesstudio haben, deshalb vor der arbeit gehen und weil sie ihren Biorhythmus nicht durcheinander bringen möchten und Sport sie Entspannt dies eben jeden Werktag tun. Wer weiß das schon...
 

Organik

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So gut wie jeder Körper weicht von den biomechanischen Idealmaßen irgendwo ab.
Deswegen sieht jede tiefe Hocke anders aus, aber sie können, muss jeder Mensch, denn es ist unsere natürliche Ruheposition. Das hat mit angeborenen anatomischen Fehlstellungen nichts zu tun.....
Eigentlich ganz einfach zu verstehen...... Hier fiel ja auch sogar der Satz: Der Mensch ist von Natur aus ein Generalist und nicht Spezialist. Keine perfekt aussehende Hocke , aber eine Hocke.

Ich sehe, hier fehlt eideutig das Wissen und Verständnis zu diesem Thema. Und ich stimme zu, es wird oft aneinander vorbei geredet. 😉

@mad raven

Für die Locomotions, die der Typ im Video durchführt braucht man mehr als Core. Vor allem Propriozeption und Range of Movement aller Gelenke. Das geht nur wenn man seinen Körper multidimensional bewegt. Wenn du das als Judoka schaffst, dann hast du meinen Respekt.

Spagat ist eine Erweiterung , aber ein Erwachsner kann den lernen. Somit ist deine These widerlegt. Und als wäre das nicht genug, für den Spagat musst du erstmal die tiefe Hocke und den Pancake können, da die gleichen Muskelgruppen und Strukturen beansprucht werden. Diese blöde tiefe Hocke.... 😉
 
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[...]im Viideo durchführt braucht man mehr als Core. Vor allem Propriozeption und Range of Movement aller Gelenke.[...]
Ich habe nie gesagt nur Core. Aber hier wird es immer so dargestellt als muss man sowas alles können bevor man mit Krafttraining anfängt.

Wenn du das als Judoka schaffst, dann hast du meinen Respekt.
Zeigt wenig Verständnis von Kampfsport. Ich habe alle der Übungen aus dem Video schon beim Training mal gemacht
 
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Organik

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Ich habe nie gesagt nur Core. Aber hier wird es immer so dargestellt als muss man sowas alles können bevor man mit Krafttraining anfängt.
Ich denke das ist hier auch nicht gemeint. Sondern: Wenn du z.B Kreuzheben machen willst, wäre es besser erstmal die tiefe Hocke zu können und einen mobilen / gesunden Rücken zu haben um später keine Probleme mit Knien oder Schultern zu bekommen

Also nicht mit irgendeiner Erwartungshaltung etwas machen, sondern sich erstmal um die Basics kümmern. Und da sind Übungen wie die Brücke oder Hocke schon Gold wert.

Auch Kampfsport erfordert diese Grundlagen. Judo treiben ohne gesunden mobilen Rücken, mobiler Hüfte und Handgelenke führt irgendwann im Alter zu Problemen. Ich bin mir aber auch sicher , dass dir das klar ist. Es sei denn du bist ein 8. oder 7 Kyu, dann hast du noch viel zu lernen und dir ist noch vieles nicht bewusst.

Zeigt wenig Verständnis von Kampfsport. Ich habe alle der Übungen aus dem Video schon beim Training mal gemacht
Wenn du die Übungen aus dem Video kannst dann Herzlichen Glückwunsch. Du gehörst zu der Minderheit, aber du hältst dich gesund und dann sollte die tiefe Hocke, oder die Brücke für 2 Minuten, doch kein Problem für dich sein? Wenn du den Bridge Walk kannst, dann kannst du erst recht 2 Minuten in der Brücke verbleiben...... Die meisten Menschen können nichtmal das.
 
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Organik

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Zeigt wenig Verständnis von Kampfsport. Ich habe alle der Übungen aus dem Video schon beim Training mal gemacht
deal. das sehe ich genauso. kam nur eben insbesondere von @luckyleaf so rüber.
Ich habe sie jedenfalls so verstanden, auch wenn ich das Wissen was sie hat, nicht habe.

Jedenfalls hast du die Grundlagen wenn du nicht lügst. Wenn du also den BridgeWalk aus dem Video kannst, wie du selbst sagst, dann kannst du erst recht 2 Minuten in der Brücke verweilen. 😉 Der @LetzRoll hat da schon einige Probleme, die er erstmal lösen muss.
 
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Dann mal Butter an die Fische: wie trainiert man abwechslungsreich und wie sieht ein bewegter Alltag aus?
Bin beruflich von Fertigung in Logistik gewechselt und das finden ich jetzt schon ziemlich optimal weil bunte Mischung aus kurzen und längeren strecken gehen,(kurzes) stehen und sitzen(aber nie länger als 15mins am stück). Dazu noch divers bücken,auf lkw ladefläche springen,tragen,mal paletten stapeln.. Seitdem fühle ich mich erheblich besser als vorher in Fertigung d.h größtenteils stundenlages stehen an Maschine.

Bürojob ist einfach der letzte s*** für den Körper da brauchen wir wohl nicht zu diskutieren obwohl der Körper sich auch daran anpassen kann, ungesund ist es aber trotzdem.

Abwechslungsreiches Training...im Grunde versuche ich möglichst alle möglichen Gelenkbewegungen/stabilisationen von Kopf bis Fuß irgendwie dabei zu haben und das ganze nicht nur als stumpfes "diese Übung soundsoviel mal" wie beim klassischem Krafttraining sondern auch so das es einen Übertrag auf meine Bewegungsqualität und Körperhaltung hat. Stichwort training wie man es auch in diversen Kampfsportarten macht also so sachen wie Locomotion/Movement training,animal flow, Movenat sowie grundlegende Sachen wie Werfen,Hangeln,turn (kraft)elemente. Dazu dann noch isolationsübungen für Bewegungen die sonst zu kurz kommen bzw. die mir persönlich besonders wichtig sind.

Das summiert sich natürlich auf tausende mögliche Übungen/bewegungen die man machen könnte was zeitlich gar nicht möglich ist, deshalb habe ich keinen starren Trainingsplan mit festgelegten und wiederholenden Übungen mehr sondern mache eigentlich immer was anderes. In Kraftsportkreisen(war ich früher selbst begeistert) wirst dafür gesteinigt weil "Training muss messbare Progression haben", aber ich fühle mich lieber wohl in meinem Körper ohne Schmerzen und kann alles mögliche mit ihm machen anstatt das alles wegzugeben nur um 30kg mehr Kreuzheben zu können.
 
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luckyleaf

Ich wiege 55 kg....
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also so sachen wie Locomotion/Movement training,animal flow, Movenat sowie grundlegende Sachen wie Werfen,Hangeln,turn (kraft)elemente.
Und genau das, nennt sich artgerechtes ( multidimensionales ) Bewegen aus der Evolution. Unser Körper bekommt endlich das, was er braucht. Super @ForgottenData !

Lernt erst die Grundlagen und dann experimentiert, spielt, erforscht verschiedene Bewegungsmöglichkeiten eures Körpers. Nicht immer die gleichen Bewegungen ausführen. Seid ein Generalist und kein Spezialist.
Übrigens , welcher Kampfsport der menschlichen Biomechanik am nächsten kommt ist Capoeira.
 
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Wer sich dafür interessiert aber nicht weiß wie weil man mit unstrukturiertem Training nicht klarkommt so ging es mir zumindest anfangs kann ich ein Trainingsprogramm/kurs empfehlen, dort wird alles sehr anfängerfreundlich erklärt und man hat einen klaren Plan zum folgen. Nicht billig aber sein Geld wert, um das thema hier in ein paar Sätzen zu erklären ist es zu umfangreich.


Darauf aufbauend gibt es dann noch ein Programm welches sich dann mehr an klassisches Training anlehnt allerdings mit wirklich guter Übungsauswahl und konzentration auf Details wie es das so wohl in keinem anderem Programm gibt

Wenn jemand mehr Details möchte einfach fragen, habe beide Programme mal stark reduziert bekommen.

Kann mir vorstellen dass das alles etwas "too much" wirkt wenn man eigentlich nur nen paar Übungen für die Schulter will aber was ich schrittweise immer mehr festgestellt habe in den letzten Jahren ist, das der Körper als Gesamtes funktioniert und deshalb auch immer als gesamtes trainiert werden sollte, das was in Fitness/Kraftsport/Sportkreisen als optimal angesehen wird ist aber in der Regel weit davon entfernt.
 
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Und genau das, nennt sich artgerechtes ( multidimensionales ) Bewegen aus der Evolution. Unser Körper bekommt endlich das, was er braucht. Super @ForgottenData !

Lernt erst die Grundlagen und dann experimentiert, spielt, erforscht verschiedene Bewegungsmöglichkeiten eures Körpers. Nicht immer die gleichen Bewegungen ausführen. Seid ein Generalist und kein Spezialist.
Übrigens , welcher Kampfsport der menschlichen Biomechanik am nächsten kommt ist Capoeira.
Du sprichst mir mit deiner Erkenntnis und Tipps aus dem Herzen. Deswegen war ich mit meinen Jungs auch ab 16 Monaten jeden Tag stundenlang im Wald. Habe sie dort nach Lust und Laune werkeln lassen. Plastikschubkarre und Schaufel für jeden, manchmal ein radlader und ansonsten haben sie ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Leider hat einer der Zwillinge mit 44 Monaten Morbus Perthes bekommen und sitzt nun im Rollstuhl. Vielseitige Bewegung hilft also nicht immer.

Anderes Thema: kennst du das Buch 'füsse gut, alles gut' von Carsten stark? Barfussprophet... Das wäre was für dich
 

luckyleaf

Ich wiege 55 kg....
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Du sprichst mir mit deiner Erkenntnis und Tipps aus dem Herzen. Deswegen war ich mit meinen Jungs auch ab 16 Monaten jeden Tag stundenlang im Wald. Habe sie dort nach Lust und Laune werkeln lassen. Plastikschubkarre und Schaufel für jeden, manchmal ein radlader und ansonsten haben sie ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Leider hat einer der Zwillinge mit 44 Monaten Morbus Perthes bekommen und sitzt nun im Rollstuhl. Vielseitige Bewegung hilft also nicht immer.

Anderes Thema: kennst du das Buch 'füsse gut, alles gut' von Carsten stark? Barfussprophet... Das wäre was für dich
Hallo Tiefdruck!

Nein, das ist nicht richtig. Dein Sohn hat doch erst gar keine Chance bekommen, sich mit 44 Monaten artgerecht, also entsprechend der menschlichen Natur zu bewegen. Die Calvé-Legg-Perthessche Krankheit ist doch eine recht seltene hormonelle Entgleisung in der Wachstumszeit. Noch seltener, ist die Ursache eine Gefäßanomalie, insbesondere im Initialstadium bei einer Kondensation des femoralen Knochenkerns. Ist die Epiphysenfuge deines Sohnes angegriffen, dann treten in Zukunft Wachstumsstörungen auf. Resultat: Restitutio ad integrum bzw. die Fixierung der Deformität, so die Klassifikation nach Waldenström.

Also nein, multidimensionales Bewegen hilft immer, weil es unserer Natur entspricht. Deswegen bitte ich dich, so traurig der Fall deines Kindes auch ist, setze keine Zweifel an der natürlichen Bewegung des Menschen, in dem du eine seltene Hüftanomalie als Beispiel nimmst.
Umso mehr fördere das multidimensionale Bewegen bei deinem anderen Kind, eben weil der andere Zwilling nicht mehr die Chance dazu hat. Verstehst du das?

Ich kenne die Akte und die Epikrise deines Sohnes nicht, aber mit einer zeitigen Operation ( Varisationsosteotomie z.B.) im fortgeschrittenen Verlauf, lässt sich eine sphärische Kongruenz der Gelenkflächen erreichen und du kannst deinem Sohn bis zum 45. Lebensjahr, viele Komplikationen, wie z.B. eine Hüftarthrose ersparen. Die Prognose muss auch nicht lebenslang im Rollstuhl heißen. Man darf es nur nicht verschlafen und vor allem braucht es einen erfahrenen Chirurgen.

P.S: Das Buch ist großartig und das Thema Füße, sollte für alle wichtig sein. 😉
 
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