Sea Otter Classic: 6D ATB-1 Carbon Helm

Vor genau einem Jahr hatten wir zum ersten Mal die neuen 6D Mountainbike-Helme vom Sea Otter Classic Festival vorgestellt. Seitdem hat sich an der Technologie nichts geändert: Nach wie vor soll der zweischalige Helmaufbau mit Omni-Directional Suspension genannter Verbindung zwischen den Schalen, der auch von vielen Stars in der Motocross-Szene (z.B. Travis Pastrana) gefahren wird, für eine außergewöhnlich gute Crash-Sicherheit sorgen. Seit einiger Zeit sind die Helme nun auch in Deutschland verfügbar.


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hasardeur

hydrophob
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Hmmm, knapp oder gar mehr als 3 Pfund sind schon ziemlich schwer für einen Helm. Was ich nicht weiß, ob diese ineinander bewegliche 2-Schalenkonstruktion bei heftigen Stürzen tatsächlich mehr Schutz bieten. Da wären unabhängige Gutachten/Tests interessant.
 
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Ein deutlich dicker auftragender Helm erhöht voraussichtlich das Moment an der Halswirbelsäule. Ich kenne viele Biker, die sich an der Wirbelsäule verletzt haben aber niemand mit einer ernsthaften Kopfverletzung. Für mein Verständnis wurde das Teil an der eigentlichen Schwachstelle des Körpers vorbeientwickelt...
 
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Naja die Kräfte werden schon abgedämpft beim Einschlag und somit auch theoretisch der Moment, aber mit ca 50% mehr Gewicht ist die Kraft aber auch höher... Also wahrscheinlich wieder "durchschnittlich"
 
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Ein Helm kann deine Halswirbel einfach nicht schützen, dafür braucht man ein Neckbrace. Da bringt der leichteste Helm nichts. Für die Rückenwirbel brauchst du eh einen ganz anderen Schutz.
In diesem Sinne behaupte ich, das die Idee des Helmes sehr gut ist, die Ausführung vermutlich auch sehr gut ist und der Helm sehr sehr sicher ist, für die Halswirbel braucht man anderen Schutz. Und leichtere Helme werden da nicht helfen, weil dein Kopf schwer genug ist um bei einem Sturz die Halswirbel zu beschädigen. Die wurden von der Natur nun mal nicht dafür konstruiert wie der bekloppte durch den Wald zu heizen und riesige Sprünge zu springen und sich dabei auf die Fresse zu legen.
 
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Naja Nen Kopf wiegt ca 6 kg, somit ist das Gewicht schon relevant, da es fast 10% mehr effektives Gewicht ist und mehr Gewicht aufjedenfall nicht gut ist. Trotzdem hast du recht das es nicht die Aufgabe vom Helm ist den Hals zu schützen, trotzdem muss man ihn auch nicht extra belasten ;)
 

ufp

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Naja Nen Kopf wiegt ca 6 kg, somit ist das Gewicht schon relevant, da es fast 10% mehr effektives Gewicht ist und mehr Gewicht aufjedenfall nicht gut ist. Trotzdem hast du recht das es nicht die Aufgabe vom Helm ist den Hals zu schützen, trotzdem muss man ihn auch nicht extra belasten ;)
Schau dir mal Motorradhelme an. Die wiegen fast alle auch deutlich um oder über 1500 Gramm. Und die müssen wesentlich mehr aushalten (Geschwindigkeit, Asphalt).

Und so lange trägt man einen Vollvisiershelm nun auch wieder nicht. Bergauf kenne ich kaum jemanden und für die eine Abfahrt beim Downhill (4-? Minuten) wird man es ja wohl aushalten können, zumal man dann eh mit dem Lift hochkommt...
 
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Ja aber die fahren auch meist Nen bißchen schneller, somit auch mehr Energie die irgendwo hin muss. Nicht desto trotz : Nen test wäre ganz praktisch, da hier wohl keiner damit hingeflogen ist :D und wenn sie es schaffen etwas Gewicht zu sparen wird der Helm noch besser/interessanter


Geht ja nicht ums fahren mit Helm sondern wenn was passiert
 
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Der Ansatz, die anscheinend gefährliche Rotationsbewegung zu verringern scheint ja sehr sinnvoll zu sein um Gehirnerschütterungen zu reduzieren. Wenn das mit einer dünneren Schale ginge, wäre es genau mein Ding. Evtl. schafft man es irgendwann, nur die äußere Schale beweglich zu gestalten. Aktuell erscheint mir persönlich das Verhältnis zwischen mehr Kopfschutz, mehr Risiko für die HWS und Preis nicht attraktiv. Und man bräuchte ein Testverfahren für diese spezielle Bauart um die echten Vorteile zu ermitteln. Evtl. Hat man ja den gleichen Effekt mit einem gleitenden Helmpolster oder anderen weniger aufwendigen Trennschichten wie z.B. grobzelligem Neopren etc.
 
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hasardeur

hydrophob
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Motorrad-Helme > 1500g sind eher von der billigen Sorte und würde ich nicht nehmen wollen. Ein Carbon-Mopped-Helm wiegt ca. 1250g. Der konstruktiv einzige Unterschied sollte die Lüftung sein.
Meine Zweifel kommen aus der Wirksamkeit dieser schwimmenden Lagerung. Das kann doch nur tangential wirkende Kräfte "besser" abfangen. Die meisten Einschläge werden doch aber in radialer Richtung sein und tangentiale Kräfte entweder sehr hoch sein, wenn man beispielsweise mit dem Visier irgendwo hängen bleibt, oder kaum auftreten, da die Helmoberfläche glatt ist. Versteht Ihr, was ich meine? Was bringt dann diese mehr Gewicht und mehr Durchmesser fordernde Konstruktion noch, außer mehr Gewicht und einen größeren Helm? Das "Übergewicht" merkt man beim Fahren, gerade runterwärts schon deutlich, da der Hals einfach mehr halten muss. Die dabei entstehenden Kräfte betragen oft ein Vielfaches des eigentlichen Gewichts. Ein Neckbrace wird da nicht viel helfen, da es ja noch Bewegungen zulassen soll.
 
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Du überschätzt glaube ich gewaltige die Glätte der Oberfläche und das Rutschen. Damit du bei einem Sturz nur über den Boden rutscht, muss der Untergrund auch glatt für sein und keine groben unebenheiten aufweisen. Da tut es dann jeder andere Helm sicher auch. Zwei Dinge die ich mir vorstellen kann die bei dem Helm zusätzlichen Schutz bieten egal in welcher Richtung die Belastung kommt: Die "Gummiverbindung" zwischen den beiden Schichten kann sich ja nicht nur zur Seite bewegen sondern auch dämpfen wenn du direkt drauf fällst auf so eine Verbindung. Zweitens ist die Luft zwischen den beiden Schichten vielleicht auch eine zusätzliche Dämpfung, da diese ja auch rausgedrückt werden muss bevor die beiden Schichten aufeinander treffen können, kommt natürlich darauf an, wie groß die Lüftungsöffnungen sind, wenn die groß genug sind dann ist der Effekt natürlich nicht vorhanden.
Ein richtig eingestelltes Neckbrace schränkt dich immer etwas ein, weil wenn es so eingestellt ist, das es dich bei keiner Bewegung stört, ist der Schutzfaktor erheblich eingeschränkt bzw. gar nicht mehr gegeben.
An das Mehrgewicht des Helmes gewöhnt man sich sicher mit der Zeit.
 

hasardeur

hydrophob
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Also einen Helm, bei dem die Luft zwischen diesen Schichten nicht entweichenden, würde ich nicht anziehen wollen. Dann könnte man sich gleicht eine Plastiktüte über den Kopf ziehen. Die zusätzliche Dämpfung in Radialrichtung könnt man durch andere Lösungen besser hinbekommen. Darum geht es bei einem Helm aber gar nicht, sondern um die Verteilung des Drucks auf eine möglichst große Fläche. Ich behaupte nicht, dass dieses 2-Schalen-Design etwas bringt, doch halte ich es solange für nicht erwiesen, bis jemand stichhaltige Beweise (Vergleichstest) vorweisen kann. Sowas habe ich bisher nicht gesehen. Dass ein Helm oberhalb irgendwelcher Standards abschneidet, ist auch kein Beweis. Das können andere Helme sicher auch.
 
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