Selbertreter: welche Übersetzung fahrt ihr auf Trails ohne Lift/Shuttle??

Ich bin auch nicht der Fitteste, und daheim käme ich wohl auch mit 32/50 die Abstiege hoch, da die zwar steil, aber nicht so lang sind.
Ein größeres Kettenblatt vermisse ich aber ausschließlich auf dem kleinen, leicht abfallenden Asphaltstück kurz vor der Haustür...
Ist immer wieder interessant, was für ein Fass aufgemacht wird, wenn einer seine Übersetzungen schreibt und nebenbei erwähnt, dass er noch 3x10 fährt.
Dabei hatte ich eigentlich gar nicht gemeint, dass 1x12 Shaize ist.
Es hat eben sowohl Vor- als auch Nachteile. Ein Nachteil ist, dass es eben eher komplex eingestellt werden muss, weil eben 12 Ritzel hinten sehr präzise angesteuert werden müssen, da hat man bei der. 10 Fachschaltung hinten eher mehr „Luft“.
Andererseits hat es den Vorteil, dass ich mich nicht um eine Einstellung eines Umwerfers kümmern muss und erlaubt auch, Fullies wesentlich effektiver zu gestalten, wobei bei der 3x10 Version, die ich habe, die Geometrie aufs mittlere, ein 32er, optimiert wurde. Das halte ich auch für praktisch, da man mit diesem die meisten Anstiege mit hinten 11-36 gut fahren kann.
Nur wenn es dann heftig wird, schaltet man vorn aufs kleine, geht aber mit diesem eigentlich nie hinten weiter als aufs dritte, weil dann hinten groß (36er) vorn Mitte (32er) schon kleiner ist als hinten viertes (24er) vorn klein (22er).
Die Idee von 1x12 ist schon gut, weil ich eben statt dem 22er vorn hinten noch mal zwei größere Ritzel habe, welche bei der Transmission AXS meiner Frau und meiner Tochter 44 und 52er sind. Somit komm ich mit dem 32er vorn auf praktisch die gleiche Übersetzung wie beim 22-36er von meinem 3x10er Bike.
Wo es hingegen dann eher nachteilig ist, ist oben raus. Das 10er Ritzel hinten ist schon eher grenzwertig, nicht zuletzt wegen dem engen Kettenradius den es erzwingt.
Und da hilft dann das große Kettenblatt, bei mir ein 42er, mit dem ich auch noch bei 40 km/h mittreten kann und antreiben.
Fazit: es kommt eben darauf an, was man fährt. Bei langen Touren ist der 3x10 Antrieb schon praktisch, vorausgesetzt natürlich, dass man ihn korrekt einstellen kann. Für die Hardcore Up und Downhill Touren ist er nicht unabdingbar und bei CX Rennen ist natürlich einfach vorn besser, weil ich mich viel weniger verschalten kann und auch nicht die Gangwechsel planen muss. Ich zieh am Hebel und trete.
Da ich gern lange Touren in den Alpen fahre, passt mir die 3x10 gut und sie ist auch wirklich solide. In Nunmehr 8 Jahren und geschätzt 10.000 km auf dem Fully habe ich eine(!) Kassette (um 48 Euro, XT), zwei Ketten und ein, ja, großes Kettenblatt gewechselt. Das große weil es das einzige aus Alu ist. Das kleine und das mittlere sind aus Stahl. Es würde mir wirklich eher Nachteile bringen, wenn ich auf 1x12 umsteigen wollte.
 

Anzeige

Re: Selbertreter: welche Übersetzung fahrt ihr auf Trails ohne Lift/Shuttle??
Mag sein dass das 26er mich da an die Grenze mit dem 10er Ritzel bringt, aber das wird mich sicherlich viel seltener stören als die benötigte Kraft mit dem 28er bergauf.
Hast du eigentlich schon mal ovale Kettenblätter ausprobiert?
Ich will jetzt bitte nicht noch ein Fass aufmachen und die Diskussion noch weiter ausweiten, aber empfehle jedem das zumindest mal zu probieren.
 
Oval macht NULL Unterschied. Kenne meine Steigungen, habe ovale und runde, total egal und bei 28 schon merkbar im Pedalrückschlag.
 
Ist immer wieder interessant, was für ein Fass aufgemacht wird, wenn einer seine Übersetzungen schreibt und nebenbei erwähnt, dass er noch 3x10 fährt.
Das Fass ging auf, als einer kam und behauptete, dass sein 2x10 eine größere Bandbreite und eine feinere Abstufung hat. Das ist einfach Unsinn...
Dass das für 3x10 stimmt, ist unbestritten; da stellt sich beim MTB allerdings die Frage, ob man das braucht. Ich brauche es jedenfalls nicht.
 
Wenn man nur solche Steigungen zur Verfügung hat, ist es natürlich bitter.
Kein Stress, macht viel Spaß! Wär halt schön sowas einfach Durchzufahren statt pulsbedingt Pausen machen zu müssen.

Aber stört dich der Pedalrückschlag bei einem so kleinen Blatt nicht?
Und wenn du mal wo zwecks Drop o.Ä. richtig Geschwindigkeit treten musst?

Interessanter Gedanke! Hatte das gar nicht am Schirm dass der Pedalrückschlag bei kleinerem Blatt schlimmer ist!

Gibt nur ein paar kleinere Drops hier (das Road-Gap fahr ich nicht, auch weil dessen Zustand fragwürdig ist), dafür hats immer noch gereicht.

Oval macht NULL Unterschied.

Mein 28er ist bereits oval, das neue 26er auch. Keine Ahnung ob oval einen Unterschied macht.

Ich reize eh alles aus :D
Das Streckenprofil würde ich gerne Mal sehen.

Ich sehe im Bikerouter nur ein mini-kurzes Teilstück von der ganzen Strecke (die ganze müsste ich vom Sigma exportieren), ich versuche das mal zu verlinken:

https://bikerouter.de/?lng=de#map=1...939,47.341308|16.413381,47.344477&profile=MTB

Natürlich meine ich den neben meiner gerouteten Strecke eingezeichneten Serpentinen-Uphill.

Die Serpentinen machen das für mich zumindest nochmal schwieriger.

Aber euer Fazit kenn ich eh schon ;)
 
Das Fass ging auf, als einer kam und behauptete, dass sein 2x10 eine größere Bandbreite und eine feinere Abstufung hat. Das ist einfach Unsinn...
Dass das für 3x10 stimmt, ist unbestritten; da stellt sich beim MTB allerdings die Frage, ob man das braucht. Ich brauche es jedenfalls nicht.
Jetzt schreibe ich Dir mal etwas, was Dich potenziell überraschen könnte: 2 Fach halte ich auch für ziemlichen Unsinn, auch wenn die Bandbreite durchaus größer als bei 1x 12 sein könnte, ich denke da an die anfänglichen Kombinationen, wo die Hersteller vorn 24/38 verbaut hatten und hinten 36-11.
Ein Kumpel von mir hatte ein solches Bike. Da hast Du 24-36 als kleinsten Gang und 38-11 als größten. Letzterer ist etwas größer als 32-10, aber nicht viel, und der kleinste ist größer als der 32-52 am 1x12 Bike meiner Frau, welcher in etwa dem 22-36er an meinem Bike entspricht.
Das eigentliche Problem war aber die 24/38er Kombination vorn:
Während ich auf meiner Hausrunde hier praktisch alles auf meinem 32er mittleren Kettenblatt fahren konnte, abgesehen von einer Steilrampe von ca. 20 Metern Weg, suchte mein Kumpel verzweifelt nach der geeigneten Übersetzung zwischen den 24er und 38er vorn. 24 war zu klein und er musste hinten sein fünftes oder sechstes Ritzel vergewaltigen. 24-24 oder 24-21 ist schon heftig für die Kette und 38-36 war dann doch zu groß. Und so ging es bei ihm vorne stark hin und her, während ich nur hinten schaltete, ohne irgendwelche Probleme. Bei ihm war einfach der Sprung viel zu groß.
Shimano hat dann versucht, das ganze durch einen Unterschied von 10 zwischen großem und kleinem Kettenblatt auszugleichen. Bei 2x10 ging das dann zu lasten der langen Übersetzung und an dieser Stelle ist dann natürlich 1x12 klar im Vorteil, weil ich eben eine wesentlich einfachere Anlage habe und dennoch eine große Bandbreite. Zwischen 34-11 und 32-10 ist sogar 32-10 der längere Gang.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nö, ursprünglich ging es hier ja um die Kettenblattgröße bei einem 1x12 Antrieb.


Im Bezug auf einen konstant runden und ruhigen Tritt.

Daher mein Vorschlag, aber vielleicht wurde es ja schon ausprobiert. 🤷🏻‍♂️
Ich bin noch einer, der 1991 ein Bike mit Biopace hatte, das im Bike Magazin als sehr wichtige Ausstattung beschrieben wurde. 1991. 1993 hatte die Bike plötzlich herausgefunden, dass einen die ovalen Kettenblätter eher aus dem Rhythmus bringen. Ich kann es so bestätigen. Denn als ich dann 1993 mein ersten Bike mit runden Kettenblättern hatte merkte ich vor allem, dass die Schaltung wesentlich besser funktionierte und dass es eher ausgeglichener war, rund statt oval zu pedalieren. Mein Fazit: ovale Kettenblätter sind eher störend und bringen absolut nichts.
 
Ich bin noch einer, der 1991 ein Bike mit Biopace hatte, das im Bike Magazin als sehr wichtige Ausstattung beschrieben wurde. 1991. 1993 hatte die Bike plötzlich herausgefunden, dass einen die ovalen Kettenblätter eher aus dem Rhythmus bringen. Ich kann es so bestätigen. Denn als ich dann 1993 mein ersten Bike mit runden Kettenblättern hatte merkte ich vor allem, dass die Schaltung wesentlich besser funktionierte und dass es eher ausgeglichener war, rund statt oval zu pedalieren. Mein Fazit: ovale Kettenblätter sind eher störend und bringen absolut nichts.
Biopace ist nicht das gleiche wie heute ovale Kettenblätter...

Trotzdem, leichter wird's mit dem ovalen Kettenblatt auch nicht.
 
immer dieses entweder/oder🙄
fahre ich eher Rumpeltrails ohne Mördersteigungen, greife ich zum Enduro mit 1x12 XT 30T/10-51T/170KL
fahre ich lange Touren mit 20%+ Rampen und simplen S1 Trails greife ich zum bewährten leichten All Mountain mit 2x11 XT🤗
Hab auch keine Umwerfer-Allergie, da ich keine Bike-Bravos lese...
 
immer dieses entweder/oder🙄
fahre ich eher Rumpeltrails ohne Mördersteigungen, greife ich zum Enduro mit 1x12 XT 30T/10-51T/170KL
fahre ich lange Touren mit 20%+ Rampen und simplen S1 Trails greife ich zum bewährten leichten All Mountain mit 2x11 XT🤗
Hab auch keine Umwerfer-Allergie, da ich keine Bike-Bravos lese...
In meiner Gegend führen zu den Rumpel-Enduro Trails meist nur steile Rampen. Was soll ich jetzt machen?

Das finde ich bei der Diskussion hier eh merkwürdig. Die Trails wo sich ein Enduro lohnt, haben viele Höhenmeter und sind in steilem Gelände. Meistens fahre ich also auch lange, steile Anstiege mit dem Enduro um zum Trail Einstieg zu kommen.

Das finde ich auch immer bei den Vorwürfen, das man mit Enduros eh nur Lift fährt komisch.
 
...Die Trails wo sich ein Enduro lohnt, haben viele Höhenmeter und sind in steilem Gelände. Meistens fahre ich also auch lange, steile Anstiege mit dem Enduro um zum Trail Einstieg zu kommen.

Das finde ich auch immer bei den Vorwürfen, das man mit Enduros eh nur Lift fährt komisch.
Das mit den vielen Höhenmetern stimmt aber so nicht - das ist halt möglicherweise dort so, wo es viele Höhenmeter gibt - hier gibt es die nicht, aber es gibt Endurotrails (25hm - 150hm).

Und eine steile Abfahrt bedeutet ja nicht, dass man notwendigerweise die steilste mit einem Forstfahrzeug zu fahrende Rampe hinauf nehmen muss.
Oftmals führt auch eine Bundesstraße dorthin.

Um bis zu 150hm hoch zu drücken, braucht man auch eine andere Übersetzung, als wenn man 1000hm Forstpiste rauf muss. Das erstere ist halt mehr oder weniger ein Sprint, das geht auch mit größerem Blatt, selbst wenn es steiler ist.
 
Das mit den vielen Höhenmetern stimmt aber so nicht - das ist halt möglicherweise dort so, wo es viele Höhenmeter gibt - hier gibt es die nicht, aber es gibt Endurotrails (25hm - 150hm).

Und eine steile Abfahrt bedeutet ja nicht, dass man notwendigerweise die steilste mit einem Forstfahrzeug zu fahrende Rampe hinauf nehmen muss.
Oftmals führt auch eine Bundesstraße dorthin.

Um bis zu 150hm hoch zu drücken, braucht man auch eine andere Übersetzung, als wenn man 1000hm Forstpiste rauf muss. Das erstere ist halt mehr oder weniger ein Sprint, das geht auch mit größerem Blatt, selbst wenn es steiler ist.
Wer fährt bitte mit einem Enduro freiwillig auf einer vielbefahrenen Bundesstraße, also ich kenne niemanden der sich das freiwillig antun würde.🤷‍♂️
 
Wer fährt bitte mit einem Enduro freiwillig auf einer vielbefahrenen Bundesstraße, also ich kenne niemanden der sich das freiwillig antun würde.🤷‍♂️
vlt. nicht gerade Bundesstraße, aber z.B. in der Pfalz fallen mir spontan einige solche Asphaltstraßen ein, welche in die schönsten DH Trails abzweigen🤗
Davon abgesehen nutze ich mein All Mountain z.B. auch oft für Bike & Hike Touren, bei denen wir lediglich Forstwege als Zubringer verwenden. Benediktenwand, Hochplatte, Feldberg am Kaiser, Scheffauer, Montscheinspitze etc.
Mit nur einem Bike im Keller wäre ich sehr unglücklich 😪
 
Überspitzt formuliert. Aber hier gibt es oft beliebte Aussichtstürme usw auf den Hügeln, zu denen dann Asphaltstrassen für die Ausflügler rauf führen.
Die anspruchsvollen Trails sind hier (Schwarzwald und Alb) oft "illegal" gebaute Trails und ziemlich versteckt und unauffällig. Also möglichst weit weg von Touris, Aussichtstürmen und Straßen.

Aber auch in Bike gebieten ists doch so. Finale zum Beispiel. Da kann/will man bei weitem nicht alles shutteln aber trotzdem ist das Enduro das richtige Bike für die Strecken. Mir fällt direkt der Uphill zum DH Men ein. Hat auch Rampen bis 20%.
Und selbst mit Shuttle hast da steile Rampen. Der Zubringer von Din zum Roller Coaster hat teilweise deutlich über 20%.

Also ICH fahre mit dem Enduro deutlich öfter steile rampen und lange anstiege als mit dem leichten kurzhubigen Trailbike.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um bis zu 150hm hoch zu drücken, braucht man auch eine andere Übersetzung, als wenn man 1000hm Forstpiste rauf muss. Das erstere ist halt mehr oder weniger ein Sprint, das geht auch mit größerem Blatt, selbst wenn es steiler ist.
Da bewegen wir uns aber von der Bikemechanik weg, hinein in die Trainingslehre
8-)
Bei allen Ausdauersportarten ist anscheinend die "Muscular Endurance" der limitierende Faktor (VO2 max ist inzwischen umstritten). Vorausgesetzt die betreffende Person verfügt bereits über eine adäquate Grundlagenausdauer.
"Muscular Endurance" beschreibt (beim Radfahren) schlicht die Fähigkeit im Grundlagenbereich (Z1/Z2) eine bestimmte Wattzahl dauerhaft zu treten. Je höher die Wattzahl desto leistungsfähiger ist der/die betreffende Bikerin.

Je schwerer das Bike, der Fahrer, der Rollwiderstand etc. sind, desto höher muss die muskuläre Ausdauer ausgeprägt sein um ein bestimmtes Tempo zu fahren.

Bei @Hannes2023 ist anscheinend die muskuläre Ausdauer noch zu gering um mit der verbauten Übersetzung die Anstiege vor Ort zu bewältigen.

Wenn ich die Beiträge von @Hannes2023 richtig interpretiere hat er sowohl noch ein Problem mit der Grundlagenausdauer, als auch mit der muskulären Ausdauer.

Auch ein kleineres Kettenblatt wird wahrscheinlich nicht dabei helfen den Anstieg vor Ort im Grundlagenbreich zu bewältigen.

Da hilft nur viel Trainingsvolumen im Grundlagenbereich (Rollentrainer ist da schon sehr effektiv) in Kombination mit einer! intensiven Einheit pro Woche.

Vorschlag dafür: Montiere wieder die Standardübersetzung. Wärme Dich gut auf (Eventuell auf der Rolle) Fahre deinen Anstieg für ca. 10 Minuten bergauf. Steige ab und schiebe für ca. 10 Minuten bergauf. Fahre nochmals für 10 Minuten bergauf. Den Rest bis zum Traileinstieg schiebst Du wieder.
 
In Finale schiebe ich oft. Da fehlt mir auch die Kraftausdauer, um zB von Giustenice die Forststraße zum Einstieg des Hiroshima auch nur ansatzweise durch zu treten - in der EDR fahren das aber alle Racer hoch, teils mit 34!
Und ein 26er oder 28er würde da kein bisschen helfen.
 
Zurück