SRAM Code auf 220 mm + Trickstuff Power umrüsten oder MAGURA MT Sport Trail /MT7 kaufen?

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Hallo zusammen,

ich stehe vor dem Problem, dass ich mit meiner SRAM Code RSC nicht ganz zufrieden bin. Ich bin davor 5 Jahr eine Saint gefahren und war es gewöhnt immer massig Power/Reserven zu haben. Seit zwei Jahren habe ich jetzt ein Jeffsy 27 und habe mir gleich von Anfang an für vorne eine Code RSC gekauft. Aktuell fahre ich sie mit den original Metallbelägen.
Da mir die Bremskraft einfach auf langen alpinen Abfahrten (800 hm und mehr) einfach zu gering ist (ich kann nach 600 hm am Stück teilweise das Vorderrad nicht mehr zum kompletten Blockieren bringen) würde ich gerne aufrüsten.

Jetzt ist die Frage, ob ich auf 220mm Scheiben und Trickstuff Power Belege wechsel soll, oder auf Nummer sicher gehe und mir einfach eine MAGURA MT Sport Trail oder eine MT7 kaufen soll?!

Hat jemand evtl. Erfahrung mit der Kombi Code RSC + 220 mm Scheiben und Trickstuff Power Belegen?
Oder kann jemand was über die Standfestigkeit der MT Sport Trail sagen? Reicht diese aus, oder sollte ich lieber zur MT7 greifen?


Vielen Dank und Servus
georgius
 
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Die 220er Scheiben bringen nur 10% mehr Power, aber du brauchst ja eher mehr Standfestigkeit. Die bekommst du sicherlich ausreichend mit der großen Scheibe.
Meine MT 5 und Shigura MT 5 mit 203/180 sind auch nicht endlos standfest (hat bisher aber immer noch gereicht ...).
 

josh_hennessy

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Code RSC + Trickstuff Power + 223mm Galfer = :winken: Wenn alles einwandfrei sauber ist und sauber entlüftet wurde wirst die Kombi nicht ans Limit bringen bzw wird dir ne andere Bremse dann auch nicht mehr Standfestigkeit bringen.

BTW: Wenn eine größere Schweibe 10% mehr Power bringt holst du dir natürlich auch mehr Standfestigkeit ins Haus unter gleichen Bedingungen!
 
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Wenn du richtig Power willst, dann die cura 4 mit 200er Scheiben. Die original Beläge sollten dann reichen.
 

Alpinum

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Fahre an meinenm langhubigen trailbike Sram Guide Ultimate, TRP Rotoren mit Aluspider, Swissstop E-Bike-Bremsbeläge (nein - ich fahre kein E-Bike) und ich kann auch 1500 hm an einem Stück durchrasseln und zuunterst ohne Probleme einen Nosewheelie machen.

Die Scheiben hatten sich bei der ersten Abfahrt verfärbt und verglasen bei langanhaltenden und steilen Abfahrten auch immer wieder mal. Dürfte kaum zu verhindern sein, ausser vielleicht mit einer innenbelüfteten Scheibe.

Wer gerne richtig steile und anhaltende Sachen fährt, wo oft zum fast konstanten, starken Bremsen noch der nur geringe Fahrtwind hinzu kommt, dies regelmässig praktiziert und so auch die Ausdauer aufbringt nach 20 min sich noch auf dem Rad gut halten zu können, der wird merken, dass Bikebremsen dafür grenzwertig dimensioniert sind.
Da hilft rohe Bremskraft einer Saint leider wenig, es ist das Zusammenspiel von Rotoren, Bremshebel/-sättel und Belägen das der Belastung angepasst werden muss.

Ich war mal mit zwei Jungs unterwegs, die jeweils auf MT7 fuhren, ihre Bremsen hatten ordentliche Mühe. Bei einem der Mitfahrer kann fehlende Ausdauer definitiv ausgeschlossen werden. Beide hatten einfache Stahlscheiben, kann mich aber an die Beläge nicht mehr erinnern. Gleiche Rotorengrösse wie bei mir.

Grössere Scheiben helfen auf jedenfall (nicht viel aber spürbar mehr Power und besseres Hitzemanagement) und dann würde ich von den originalen Belägen weg und mal was anderes probieren. Wie erwähnt, z.B. Swissstop. Wäre vielleicht auch sinnvoll deren EXOTherm-Beläge zu probieren. Zudem haben sie vor nicht zu langer Zeit einen Rotor herausgegeben bei dessen Entwicklung insbesondere die Hitzeableitung verbessert wurde. Vielleicht haben die wirklich was entwickelt und nicht einfach irgend einen weiteren Rotor auf den Markt gebracht. Leider nicht in 220/223 mm.


Wenn alles einwandfrei sauber ist und sauber entlüftet wurde wirst die Kombi nicht ans Limit bringen bzw wird dir ne andere Bremse dann auch nicht mehr Standfestigkeit bringen.
Ist das Deine Erfahrung?
Ich würde von einfachen Stahlrotoren die Finger lassen. Wenn ich sehe wie oft sich diese verziehen und wie es vermeintlich einfach ist als geübter Alpenbewohner dies auch bei 200 mm Rotoren herbei zu führen...
Habe aber nie einen Rotor >203 mm gefahren. Ich zweifle aber daran, dass sich dieser nicht auch verzieht, schlussendlich, weil er einfach heiss wird.

Bin aber ganz der Meinung, dass bei einem System mit grossen Rotoren, 4 Kolben, gescheiten Belägen und sorgfältiger Entlüftung, die Bremsanlage an sich dann nur noch kleine Unterschiede ausmacht.
Ich würde vorerst bei der Code bleiben. Die Investition der grossen Rotoren kannst Du ja beibehalten, solltest Du dennoch das Gefühl haben, dass Du eine andere Bremsanlage fahren möchtest.

Würde mich freuen zu sehen, wie sich die Sache bei Dir entwickelt.
 
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josh_hennessy

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Die Scheiben hatten sich bei der ersten Abfahrt verfärbt und verglasen bei langanhaltenden und steilen Abfahrten auch immer wieder mal. Dürfte kaum zu verhindern sein, ausser vielleicht mit einer innenbelüfteten Scheibe.

Wer gerne richtig steile und anhaltende Sachen fährt, wo oft zum fast konstanten, starken Bremsen noch der nur geringe Fahrtwind hinzu kommt, dies regelmässig praktiziert und so auch die Ausdauer aufbringt nach 20 min sich noch auf dem Rad gut halten zu können, der wird merken, dass Bikebremsen dafür grenzwertig dimensioniert sind.
Da hilft rohe Bremskraft einer Saint leider wenig, es ist das Zusammenspiel von Rotoren, Bremshebel/-sättel und Belägen das der Belastung angepasst werden muss.

Ich war mal mit zwei Jungs unterwegs, die jeweils auf MT7 fuhren, ihre Bremsen hatten ordentliche Mühe. Bei einem der Mitfahrer kann fehlende Ausdauer definitiv ausgeschlossen werden. Beide hatten einfache Stahlscheiben, kann mich aber an die Beläge nicht mehr erinnern. Gleiche Rotorengrösse wie bei mir.

Grössere Scheiben helfen auf jedenfall (nicht viel aber spürbar mehr Power und besseres Hitzemanagement) und dann würde ich von den originalen Belägen weg und mal was anderes probieren. Wie erwähnt, z.B. Swissstop. Wäre vielleicht auch sinnvoll deren EXOTherm-Beläge zu probieren. Zudem haben sie vor nicht zu langer Zeit einen Rotor herausgegeben bei dessen Entwicklung insbesondere die Hitzeableitung verbessert wurde. Vielleicht haben die wirklich was entwickelt und nicht einfach irgend einen weiteren Rotor auf den Markt gebracht. Leider nicht in 220/223 mm.



Ist das Deine Erfahrung?
Ich würde von einfachen Stahlrotoren die Finger lassen. Wenn ich sehe wie oft sich diese verziehen und wie es vermeintlich einfach ist als geübter Alpenbewohner dies auch bei 200 mm Rotoren herbei zu führen...
Habe aber nie einen Rotor >203 mm gefahren. Ich zweifle aber daran, dass sich dieser nicht auch verzieht, schlussendlich, weil er einfach heiss wird.

Bin aber ganz der Meinung, dass bei einem System mit grossen Rotoren, 4 Kolben, gescheiten Belägen und sorgfältiger Entlüftung, die Bremsanlage an sich dann nur noch kleine Unterschiede ausmacht.
Ich würde vorerst bei der Code bleiben. Die Investition der grossen Rotoren kannst Du ja beibehalten, solltest Du dennoch das Gefühl haben, dass Du eine andere Bremsanlage fahren möchtest.

Würde mich freuen zu sehen, wie sich die Sache bei Dir entwickelt.
Ja das ist meine Erfahrung. Fahre einmal die Cura4 und einmal die Code RSC jeweils auf Galfer 223 mit Trickstuff Power. Bis jetzt habe ich es einmal geschafft dass nach einer langen alpinen Abfahrt meine Bremse vorne angefangen hat tierisch zu Qualmen und stinken so dass alle Leute dort schon komisch geschaut hatten. Von Verzug der Scheibe und Fading keine Spur ?‍♂. Dazu kommt auch noch dass ich es nahezu provoziert habe um mal an die Grenzen zu kommen.
Deshalb bleibe ich bei der Meinung dass unter normalen Bedingungen und dazu zähle ich auch lange alpine Abfahrten, eine solche Kombi nicht an die Grenzen kommt.

Die Meinung teile ich aber auch mit dir, dass es in dem Fall dann nahezu kaum einen Unterschied macht ob da ne Code, Cura, MT, Saint o.ä dranhängt.
 

Alpinum

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Deshalb bleibe ich bei der Meinung dass unter normalen Bedingungen und dazu zähle ich auch lange alpine Abfahrten,
:daumen: klingt doch gut. Glaube ich Dir gerne, war nur nicht sicher ob's wirklich erFAHRen war oder nicht.
Du hattest früher sicher auch verzogene 200er Rotoren. Cool, dass es bei 220 nicht passiert.
 

josh_hennessy

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Verzogene hatte ich noch nicht. Dafür habe ich aber noch ne komplett ausgeglühte centerline iwo rumfliegen. Die kannste nicht mal mehr auf ne Stadtschlampe bauen :D
 
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Hi,

erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Kaufe doch einfach wieder eine Saint! ?‍♂
Das war eigentlich auch mein erster Gedanke. Jedoch ist die Saint im Gegensatz zur Code auch sehr schlecht dosierbar und einfach brachial. Auch würde mich stören, dass mein Cockpit nicht so aufgeräumt wäre. Das gleiche Problem hätte ich natürlich auch bei Magura...


Wer gerne richtig steile und anhaltende Sachen fährt, wo oft zum fast konstanten, starken Bremsen noch der nur geringe Fahrtwind hinzu kommt, dies regelmässig praktiziert und so auch die Ausdauer aufbringt nach 20 min sich noch auf dem Rad gut halten zu können, der wird merken, dass Bikebremsen dafür grenzwertig dimensioniert sind.
Danke für die Anmerkung. Das habe ich jetzt in den letzten 9 Jahren, in denen ich MTB fahre, auch feststellen müssen. Die alten Avid Bremsen waren überhaupt nichts. Dann hatte ich ein Formular the One an einem 180 mm Fahrrad - was für ein Schwachsinn. Erst mit der Kombination aus Saint, original Shimanobelägen mit Kühlrippen und Shimano Scheiben mit Alukern hatte ich keine Probleme mehr.
Nachdem die Code RSC jedoch auch bei Enduro mtb den großen Test von 19 Scheibenbremsen gewonnen hat, dachte ich, sie hätten es endlich geschafft eine richtig standfeste Bremse zu bauen...
Ich muss natürlich auch sagen, dass diese Situationen, mit denen ich jetzt mit der Code an die Grenzen gekommen bin, an zwei Händen abzuzählen sind. Trotzdem stört es mich und ich will nach einer langen Abfahrt immer noch einen Nosewheelie machen können bzw. einfach eine Vollbremsung.

Wäre vielleicht auch sinnvoll deren EXOTherm-Beläge zu probieren
Ich glaube, diese Beläge werden nicht für die Code angeboten. https://www.swissstop.ch/de/brakepads/discbrakes/

Ich habe schon die ganze Zeit eher zu der Lösung mit größeren Bremsscheiben und anderen Belegen tendiert, da ich die Code auch sehr gerne von den Haptik und den Einstellmöglichkeiten mag.

Ich würde mir jetzt einmal die Galfer Wave E-Bike Scheiben in 223 mm bestellen. Diese hat 2,0 mm. Das sollte ja kein Problem geben oder??
Dazu noch die Trickstuff Power Beläge. Dieser Adapter müsste passen oder?

Hinten habe ich ja aktuell eine 180 mm Centerline Scheibe. Kann ich da einfach die 200 mm von vorne nach hinten setzen und folgenden Adapter bestellen??

Oder passt dieser nicht, da in der Beschreibung steht, von 180 mm auf 203? Und ich hinten ja nur eine 200mm Scheibe habe? Oder sollte ich hinten auch gleich eine Gafer Wave in 2 mm dicke und 203 mm kaufen?

Und dieses mal werde ich die Bremsbeläge auch penibel einfahren. Bei der Saint habe ich einfach neue Beläge eingesetzt und bin den Trail runter ;-)

Vielen Dank nochmal für eure Hilfe und Servus.
georgius


PS: Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden bzw. werde euch informieren, ob die Kombination was taugt.
 
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Wenn du richtig Power willst, dann die cura 4 mit 200er Scheiben. Die original Beläge sollten dann reichen.
Formula Cura4 sind schwächer als SRAM Code RSC.
Da mir die Bremskraft einfach auf langen alpinen Abfahrten (800 hm und mehr) einfach zu gering ist (ich kann nach 600 hm am Stück teilweise das Vorderrad nicht mehr zum kompletten Blockieren bringen) würde ich gerne aufrüsten.
Immer Gewicht, Scheibendurchmesser und Modell erwähnen - sehr wichtig!
Jetzt ist die Frage, ob ich auf 220mm Scheiben und Trickstuff Power Belege wechsel soll?!
223 mm Scheiben müssen's nicht unbedingt sein.
Gleicher Durchmesser aber dickere Scheiben würden auch reichen, falls du die dünne SRAM Centerline Scheiben hast.

Trickstuff Power-Beläge unbedingt kaufen. Gibt nichts besseres.
Fahre an meinenm langhubigen trailbike Sram Guide Ultimate, TRP Rotoren mit Aluspider, Swissstop E-Bike-Bremsbeläge (nein - ich fahre kein E-Bike) und ich kann auch 1500 hm an einem Stück durchrasseln und zuunterst ohne Probleme einen Nosewheelie machen.
Du has vergessen dein Gewicht und Scheibendurchmesser zu erwähnen.
Ich war mal mit zwei Jungs unterwegs, die jeweils auf MT7 fuhren, ihre Bremsen hatten ordentliche Mühe. Bei einem der Mitfahrer kann fehlende Ausdauer definitiv ausgeschlossen werden. Beide hatten einfache Stahlscheiben. Gleiche Rotorengrösse wie bei mir.
Ohne zu wissen/erwähnen wieviel beide wiegen und welche Scheibendurchmesser und Modell und welche Beläge die fahren, hat das geschriebene kaum Wert.

Magura MT7 haben definitiv mehr Power als SRAM Guide Ultimate (falls beide mit Trickstuff Power-Beläge ausgestattet und bei gleichen Scheiben).

Aber da du nur eine 180 mm Scheibe vorne fährst und Guide mehr als ausreichend für dich sind, bedeutet, dass du nicht besonders viel wiegst.
Die zwei andere Jungs müssen bestimmt schwerer als du sein. Und welche Scheiben und Beläge die fahren ist nicht gewusst ?‍♂
 
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josh_hennessy

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Formula Cura4 sind schwächer als SRAM Code RSC.

Immer Gewicht, Scheibendurchmesser und Modell erwähnen - sehr wichtig!

223 mm Scheiben müssen's nicht unbedingt sein.
Gleicher Durchmesser aber dickere Scheiben würden auch reichen, falls du die dünne SRAM Centerline Scheiben hast.

Trickstuff Power-Beläge unbedingt kaufen. Gibt nichts besseres.

Du has vergessen dein Gewicht und Scheibendurchmesser zu erwähnen.

Ohne zu wissen/erwähnen wieviel beide wiegen und welche Scheibendurchmesser und Modell und welche Beläge die fahren, hat das geschriebene kaum Wert.

Magura MT7 haben definitiv mehr Power als SRAM Guide Ultimate (falls beide mit Trickstuff Power-Beläge ausgestattet und bei gleichen Scheiben).

Aber da du nur eine 180 mm Scheibe vorne fährst und Guide mehr als ausreichend für dich sind, bedeutet, dass du nicht besonders viel wiegst.
Die zwei andere Jungs müssen bestimmt schwerer als du sein. Und welche Scheiben und Beläge die fahren ist nicht gewusst ?‍♂
Wie kommt die Aussage zustande, dass die Cura4 unter gleichen Bedingungen (Scheibe + Beläge) schwächer ist als ein CRSC?


Hi,

erstmal vielen Dank für eure Antworten.



Das war eigentlich auch mein erster Gedanke. Jedoch ist die Saint im Gegensatz zur Code auch sehr schlecht dosierbar und einfach brachial. Auch würde mich stören, dass mein Cockpit nicht so aufgeräumt wäre. Das gleiche Problem hätte ich natürlich auch bei Magura...




Danke für die Anmerkung. Das habe ich jetzt in den letzten 9 Jahren, in denen ich MTB fahre, auch feststellen müssen. Die alten Avid Bremsen waren überhaupt nichts. Dann hatte ich ein Formular the One an einem 180 mm Fahrrad - was für ein Schwachsinn. Erst mit der Kombination aus Saint, original Shimanobelägen mit Kühlrippen und Shimano Scheiben mit Alukern hatte ich keine Probleme mehr.
Nachdem die Code RSC jedoch auch bei Enduro mtb den großen Test von 19 Scheibenbremsen gewonnen hat, dachte ich, sie hätten es endlich geschafft eine richtig standfeste Bremse zu bauen...
Ich muss natürlich auch sagen, dass diese Situationen, mit denen ich jetzt mit der Code an die Grenzen gekommen bin, an zwei Händen abzuzählen sind. Trotzdem stört es mich und ich will nach einer langen Abfahrt immer noch einen Nosewheelie machen können bzw. einfach eine Vollbremsung.



Ich glaube, diese Beläge werden nicht für die Code angeboten. https://www.swissstop.ch/de/brakepads/discbrakes/

Ich habe schon die ganze Zeit eher zu der Lösung mit größeren Bremsscheiben und anderen Belegen tendiert, da ich die Code auch sehr gerne von den Haptik und den Einstellmöglichkeiten mag.

Ich würde mir jetzt einmal die Galfer Wave E-Bike Scheiben in 223 mm bestellen. Diese hat 2,0 mm. Das sollte ja kein Problem geben oder??
Dazu noch die Trickstuff Power Beläge. Dieser Adapter müsste passen oder?

Hinten habe ich ja aktuell eine 180 mm Centerline Scheibe. Kann ich da einfach die 200 mm von vorne nach hinten setzen und folgenden Adapter bestellen??

Oder passt dieser nicht, da in der Beschreibung steht, von 180 mm auf 203? Und ich hinten ja nur eine 200mm Scheibe habe? Oder sollte ich hinten auch gleich eine Gafer Wave in 2 mm dicke und 203 mm kaufen?

Und dieses mal werde ich die Bremsbeläge auch penibel einfahren. Bei der Saint habe ich einfach neue Beläge eingesetzt und bin den Trail runter ;-)

Vielen Dank nochmal für eure Hilfe und Servus.
georgius


PS: Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden bzw. werde euch informieren, ob die Kombination was taugt.
Fahre die Galfer in 223/2 mit TS Power auf der Code RSC. Funktioniert perfekt!
 

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Ich würde mir jetzt einmal die Galfer Wave E-Bike Scheiben in 223 mm bestellen. Diese hat 2,0 mm. Das sollte ja kein Problem geben oder??
Dazu noch die Trickstuff Power Beläge. Dieser Adapter müsste passen oder?
Passt alles. Die Trickstuff hat auch 2,0 bzw. knapp drüber und passt rein. Der Adapter ist der richtige.

Hinten habe ich ja aktuell eine 180 mm Centerline Scheibe. Kann ich da einfach die 200 mm von vorne nach hinten setzen und folgenden Adapter bestellen??
Ich würde bei Deinen Voraussetzungen hinten auch eine dickere Scheibe verbauen und nicht die dünne 200er Centerline.
Der Adapter ist - dieser Beschreibung nach - echt witzig: Der kann +20 und +23, je nachdem, wie's gebraucht wird. :D
Schätze, da haben sie ne ungenaue Beschreibung drin. Nimm einen passenden. Du hast glaub hinten PM 180er Bremssockel, oder?
Dann brauchst Du für die SRAM-Disc einen PM-PM + 20 - Adapter oder für eine 203er Disc einen PM-PM + 23 - Adapter.
 

Alpinum

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Ich glaube, diese Beläge werden nicht für die Code angeboten. https://www.swissstop.ch/de/brakepads/discbrakes/
Sorry, habe vermutlich die Guide Beläge (#31) gesehen und falsch gedacht...

Immer Gewicht, Scheibendurchmesser und Modell erwähnen - sehr wichtig!
Oh... bitte um Entschuldigung.
Meine TRP Rotoren sind 200/180 mm. Ich bin 80 - 86 kg, fahre manchmal mit Biwakgepäck, also Gepäck für eine lange Tagestour plus 1 - 2 kg oder so.
Ich finde aber nicht, dass es sehr relevant ist, weil ich sicher anders fahre, anders Bremse und das Material anders belaste als Du, als Hans Müller oder sonst wer. Wir fahren nicht am gleichen Ort, zur gleichen Zeit, haben unterschiedliche Handkräfte, Kraftausdauer etc.

Letzten November/Dezember durchquerte ich, was als trockenste Region der Welt gilt (ausserhalb der Antarktis), und musste Verpflegung und Brennstoff für 30 Tage buckeln.

Dabei gab's auch Abfahrten mit bis zu 1000 hm an einem Stück, steile Abschnitte wie ich sie oft und gerne in den Alpen fahre gab's kaum. Das Bike hatte in der ersten Tagen gute 60 kg, da ich noch Wasser für 4 Tage mitführen musste. Dass ich im Album keine Bilder habe von den Abfahrten ist lediglich ein Beweis dafür, dass ich in der Abfahrt nicht gerne anhalte.
Nun... 180/180 mm, Avid BB7 und wenn ich mich recht erinnere zuerst originale organische Beläge (später organische von Swissstop) - bin nicht einmal sicher... und grosse Überraschung, ich habe meine Fahrweise angepasst und zwar verzogen sich die Rotoren ein wenig und verglasten, aber es passte so einigermassen. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich wegen der Bremse eine Pause einlegen musste, obschon z.T. bei bis zu 40 °C. Gut, einmal verklemmte sich die Rückholfeder und wurde in den Belag förmlich eingeschmolzen, aber sonst war's 'quite okay'. Dieses System ist undenkbar für wie ich gerne in den Alpen mit dem trail bike fahre.

Deshalb, frage ich mich was nützt es uns,
Immer Gewicht, Scheibendurchmesser und Modell erwähnen
wenn es viele weitere objektive und subjektive Faktoren gibt, die genau so wichtig sind?
Ich wäre ja grundsätzlich auch dafür, müsste aber dann immer erklären wie ich fahre, was ich fahre, wie ich meist bremse etc. und am Ende gilt meine Aussage dann nur für einen 6 km langen singletrack Abschnitt mit 27.37 ° Neigung bei 22 °C und 1.2 m/s Wind aus SSW bei leichter Bewölkung, guter Laune, energetisch gestimmt, Ausgeruht, die letzte Belastung 16.7 h her, bei einer mittleren Handkraft von 107 Newton, Magic Mary Addix Soft, 1.65 bar vorne, 1.85 bar hinten auf 30 mm Felge mit 32 DT Comp Speichen und und und. Die Liste der Einflussfaktoren ist riesig. Die hier genannten Parameter mögen lächerlich wirken, aber ich bin mal "back to back" mit dem gleichen Bike am gleichen Ort keine 24 h zeitlich verschoben einen Rock Razor und dann einen Magic Mary am Hinterrad gefahren und das Bremsverhalten war dermassen ein anderes, dass ich fast sicher bin, dass ich mit dem Rock Razor auf einigen Untergründen die Verzögerung gar nicht hinbekomme um gute eine Bremse zu grillen - anders dann mit dem Magic Mary.

Magura MT7 haben definitiv mehr Power als SRAM Guide Ultimate (falls beide mit Trickstuff Power-Beläge ausgestattet und bei gleichen Scheiben).
das glaube ich auch. Ich hab mich unglücklich ausgedrückt:
Die Aussage betreffend der MT7 habe ich nicht zum Vergleich Guide - MT7 gemacht, sondern es ging mir um die Darstellung, dass man bewusst Rotoren und Beläge kaufen sollte, die zum Einsatzgebiet passen, was die Jungs mit den MT7 nicht wirklich gemacht haben. Auch wollte ich damit aussagen, dass man jede Bremse klein kriegt und eine starke Bremse dann eben schwächer als die vermeintlich schwächere Bremse ist, wenn die Abfahrt lang und steil ist und der Fahrer was kann.
Ich habe mich z.B. nicht bewusst für eine Bremsen entschieden, einfach genommen, was beim Bikehersteller bereit lag (bieten verschiedene Konfigurationen an, damals war die Firma noch jung und die Auswahl ein wenig beschränkt). Als ich dann merkte wie die Bremse schwächelt, begann ich mit Belägen und Rotoren zu experimentieren und
et voilà;
fand eine Lösung die passt. Hätte auch eine andere 4 Kolbenbremse genommen.

Wer klettert/bouldert hat praktischerweise viel weniger Probleme mit schwächeren Bremsen. Aber wer will schon die Handkraft trainieren - alle wollen die stärkste Bremse, selbst für den Ponyhof.
Finde es schön mal von jemandem zu lesen der auch gerne viele hundert hm durchbrezelt.
 
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Hallo zusammen,

Immer Gewicht, Scheibendurchmesser und Modell erwähnen - sehr wichtig!
Stimmt: Ich habe 74 kg / 183 cm. Verbaut sind Centerline Rotoren (200/180mm). Vorne habe ich die Code RSC verbaut, hinten ist die Guide Ultimate.

223 mm Scheiben müssen's nicht unbedingt sein.
Gleicher Durchmesser aber dickere Scheiben würden auch reichen, falls du die dünne SRAM Centerline Scheiben hast.

Trickstuff Power-Beläge unbedingt kaufen. Gibt nichts besseres.
Ich gehe jetzt, wenn ich eh schon neue Bremsbeläge und Scheiben (dickere) kaufe, lieber auf Nummer sicher und nehme gleich die großen 223 mm :)

Schätze, da haben sie ne ungenaue Beschreibung drin. Nimm einen passenden. Du hast glaub hinten PM 180er Bremssockel, oder?
Dann brauchst Du für die SRAM-Disc einen PM-PM + 20 - Adapter oder für eine 203er Disc einen PM-PM + 23 - Adapter.
Ja ich gehe davon aus :-/ Aktuell ist die 180mm Scheibe ohne Adapter montiert.

@Alpinum: Vielen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen. Sehr interessant, was du für Touren machst... Im Gegensatz zu dir, fahre ich ganz normale Tagestouren, Bikepark usw. Jedoch bin ich viel alleine unterwegs und habe oft nur mich bzw. meine eigene Kondition, die mich einschränkt. Ich fahre in den Alpen gerne technische, steile Singletrails auf denen ich teilweise permanent bremsen muss, hier hatte ich auch die bisherigen Probleme mit der Code. Bei meinen alten Bremsen (Avid/Formular) hatte ich immer Fading und nach dem Fading konnte ich den Bremshebel einfach ohne Wirkung durchziehen. Bei der Code habe ich noch einen Bremsdruck, jedoch keine Bremskraft mehr.

Ich bestelle jetzt mal die Teile verbaue diese. Im März habe ich frei, evtl. komme ich dazu die Kombination zu testen. Dann werde ich nochmal berichten.

Danke nochmals an alle für eure Antworten.

Schöne Grüße
georgius
 
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und hast du deine kombo schon verbaut und bist zufrieden?

bin leider mit meiner sram code r mit 203mm vorne und 200mm centerlines hinten auch nicht zufrieden...

lg, joe
 
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Hallo zusammen,

entschuldigt bitte meine späte Antwort.
Ja ich habe die Kombo von Galfer Scheiben (E-Bike Version, 223 und 203 mm) mit Trickstuff Power Belägen verbaut. Natürlich habe auch gleich noch beide Bremsen entlüftet und zum ersten mal in meinem Leben die Beläge so richtig eingefahren.
Eigentlich wollte ich im März ja nach Südtirol oder Finale zum biken, aber dann kam ja Corona...

Ich konnte die Bremsen jedoch schon ein paar mal auf meinen "Hometrails" im Alpenvorland fahren. Es waren immer so ca. 600 - 700 hm.
Grundsätzlich hätte ich fast noch mehr "Power" erwartet. Also meine Saint, die ich noch an meinem anderen Rad verbaut habe (und auch erst am Freitag gefahren bin), beißt viel aggressiver zu. Dafür ist die SRAM immer noch sehr gut kontrollierbar und auch hier reicht mir jetzt die Kraft jederzeit aus ein Stoppie zu machen. Ein Wärmeproblem oder sonstiges hatte ich bis jetzt noch nicht und werde ich auch bei längeren Abfahrten sicher nicht bekommen. Die Bremsscheibe ist so massiv im Gegensatz zu der Centerline...
Also ja ich bin grundsätzlich sehr zufrieden und werde ich Kombo weiterhin fahren.
Die Bremsscheiben sind natürlich auch deutlich schwerer als die Centerline, aber man kann ja nicht alles haben.

Schöne Grüße
 
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Wenn in der Fingerkraft/Bremskraft ein spürbarer Unterschied liegt muss ein Einstellungsfehler vorliegen, die Übersetzung gibt sich bei keinem der DH Bremsenhersteller was, da sonst der Hebelweg zu groß wird. Wo soll die auch herkommen, wir verwenden alle rein mechanische Systeme ohne Bremskraftverstärker. Allerdings sind SRAM Bremsen sind schwierig zu Entlüften, sieht man daran dass "Gravity Bleeds" unmöglich sind.
 

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Äh... nee.
Ne Shimano Saint/Zee usw. wird durch die Bank weg als bissiger von Leuten wahrgenommen als ne Code. Die RSC hat zwar ein Swing Link, aber Shimanos Servo Wave scheint noch etwas schneller anzuliegen. Darum mögen die einen eher SRAM-Bremsen für ihre gute Modulierbarkeit, andere Shimanos für ihren starken Biss.

Einen Einstellungsfehler würde ich bei der Beschreibung keineswegs vermuten.

Und was an ner aktuellen SRAM-Bremse schwierig zu entlüften sein soll, erschließt sich mir nicht. Hatte da noch nie Probleme. Vor allem kann man beliebig mit Druck und Unterdruck arbeiten, ohne etwas zu schrotten oder dass die Spritze abfliegt. Und am Schluss tropffrei die untere Spritze entnehmen zu können, ist auch einiges wert.
Shimano ist zwar scheinbar einfacher mit dem Trichter, aber nicht umsonst benutzen doch einige zwei Spritzen, um die letzten Bläschen auch noch rauszukriegen.
 
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Hi,
also ich fahre meine Saint jetzt seit über 7 Jahren am Enduro. Am DH habe ich die Zee. Angefangen habe ich mit Avid Bremsen und dann Formular.
Die Saint ist mit Abstand die bissigste/kräftigste Bremse die ich gefahren bin, bzw. fahre. Nach dem jetzigen Umbau der Code funktioniert diese auch sehr gut. Wie gesagt, lässt sich besser dosieren, hat aber gefühlt nicht die Power. Die Saint packt halt sofort mega an, das ist aber auch manchmal zu viel...
Ich habe erst dieses Jahr an allen drei MTB´s die Bremsen entlüftet (zwei mal Shimano, ein mal SRAM). Entlüften ist immer blöd, egal welcher Hersteller. Die nehmen sich da nicht so viel...
 
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Hi!

Danke für Deine ausführlichen Antworten!
Ich glaub ich werd im Laufe des Jahres, wenns mich juckt, entweder auf die MT7 oder die Saint umsteigen...
 

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Für mein neues Projekt habe ich Code RSC+Trickstuff Power+220mm Scheiben geplant. Bremse und Beläge sind schon bestellt. Welche Scheibe ich nehme steht noch nicht fest.
 
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