Stabiler Enduro LRS (28 Loch) als Reiselaufradsatz?

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Hello zusammen,

dank eines Hinweises hier aus dem Forum, kann ich günstig an ein DT Swiss E1700 Laufradsatz kommen. Gemacht ist der Satz für den Enduro-Einsatz, also etwas höherer Beanspruchung, vermute ich. Der Satz ist für ein Systemgewicht bis 130Kg ausgelegt, hat aber lediglich 28 Speichen. Nabe sollte die 350 sein, Speichen die Competition und die Felge die bekannte EX471.

Mein Einsatzzweck ist allerdings nicht Enduro, sondern Offroad-Reise. Im besten Fall mehrere Tausend KM am Stück, möglichst wenig Straße, viel Schotter und auch mal Trails. Das alles bei einem Systemgewicht von 120 bis 130Kg.

Laut Systemgewichtsangabe von DT Swiss sollte das ja passen. Nun liest man in den gängigen Reise-Threads jedoch, dass 32 Speichen auf Reisen "absolutes" Minimum sind und teilweise auch 36 Speichen verbaut werden sollten.

Könnt Ihr mir eine Einschätzung geben, in wiefern man sich auf die Angaben von Dt Swiss zum Systemgewicht verlassen kann und ob 28 Speichen tatsächlich ungeeignet für längere Reisen auf teilweise härterem Terrain sind?

Merci und Gruß
ransome
 

Florent29

Blind Racing for life
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Viel entscheidender als die Speichenanzahl ist doch die Speichenart: Während man J-Bend in jeder Klitsche bekommt, dürften Straightpull schwerer zu kriegen sein.
 
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5 Ersatz Straight Pull Speichen in den Schlafsack ;)
Na, schon mal ne SP Speiche "on the fly" gewechselt? Viele vergessen, dass man die Speiche eigentlich nur rein bekommt, wenn auch die umliegenden locker sind, damit man den Kopf in den Flansch bekommt... das ist bisschen mehr Arbeit, als einfach Speiche rein - Spannung druff - "fertig".
 
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Na, schon mal ne SP Speiche "on the fly" gewechselt? Viele vergessen, dass man die Speiche eigentlich nur rein bekommt, wenn auch die umliegenden locker sind, damit man den Kopf in den Flansch bekommt... das ist bisschen mehr Arbeit, als einfach Speiche rein - Spannung druff - "fertig".
Das wäre tatsächlich ein guter Grund gegen das Vorhaben. Unterwegs alle Speichen lockern, neue Einspeichen und dann alles nachspeichen hört sich jetzt etwas unvorteilhaft an.
 

ragazza

es will nur spielen
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mal andersrum betrachtet: ich habe einen E1700SP-Satz mit 28 Speichen, weil er damals 2015 in meinem Enduro als Erstausrüstersatz drin war. Im Normalfall fahre ich Eigenbau-LRS, meist Carbon. Den 1700er habe ich nur für die ganz bösen Sachen genommen, Schlechtwetter,Matsch, Bikepark, Intensivstation, Endurorennen, Ligurien, Alpen, Ochsenkopf. Probleme nach mindestens 3000km: Null, nicht mal nachzentriert. Und ich bin ein böser Dampfstrahlerbenutzer. Wiege halt nur 70kg, aber mit nem Reiserad wirst kaum den Ochsenkopf runterballern.
 
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Wiege halt nur 70kg, aber mit nem Reiserad wirst kaum den Ochsenkopf runterballern.
Ich weiß ad hoc nicht was der Ochsenkopf ist ;), aber meine Fahrweise hat recht wenig mit dem gemütlichen Gejuckel des 26 Zoll Trekking Radlers gemein. Also das Systemgewicht wird schon teilweise auf eine recht schroffe Fahrweise treffen müssen.
 
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Ich glaube, solch ein Enduro LRS wäre übertrieben.

Auf Reisen fährt man ja doch vorsichtiger und vor allem knallt man ja mit Gepäck nicht den steinigen S2 Trail runter.
Ich würde immer 36 Speichen bevorzugen, rund und doppeldickend.
Stabil genug, daß ein Ast zwischen den Speichen nicht so schnell zum Speichenabriß führt. Und falls doch ist die Reserve der restlichen Speichen groß genug, daß man bedenkenlos seine Reise zu Ende bringen kann.



Meine Erfahrung ziehe ich aus mehrmonatigen Reisen in Europa, Asien und Afrika - Also auch oft robuste Wege mit viel Gepäck, bzw. Anhänger
Anfangs hatte ich eine Hügi Compact mit Mavic Keramik Felge (ca. 60-80tkm für die Nabe, Felgen aufgrund Bremsflankenverschleiß 2 oder 3mal gewechselt),
dann gab es einen sehr kurzen Ausflug zu damals neuen Campa Record OR und letztendlich landete ich bei den konusgelagerten XT auch mit Magic Felgen.
Speichen immer 36st doppeldickend.
Seit 2008 tut eine XTR ihren Dienst, die hat jetzt auch so ca. 50Tkm drauf.
 
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