Ständig Muskelprobleme

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  1. Sven_Kiel

    Sven_Kiel Bewegungsmensch

    Dabei seit
    10/2003
    "Liebscher&Bracht" ist ganz okay und wer heilt, der hat recht.

    Er ist aber auch kein ausgebildeter Physio und hat sich alles selber beigebracht mit seiner Frau zusammen, die Ärztin ist. Mit seinen youtube-videos bin ich immer skeptisch, weil er selten darauf hinweist, dass man erstmal mit einem Arzt sprechen sollte. Auf seiner Plattform will er ausserdem Geld verdienen mit online-schmerzcoach.de und das ist schon recht fragwürdig

    Eher würde ich mir mal vom Arzt ein Rezept verschreiben lassen und direkt zum Physio latschen und der wird dann auch sagen: Muskelpartien kräftigen. Jeder Kassenpatient kann das und es kostet weniger und führt in die gleiche Richtung.
     
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  3. Kein Einspruch. Meinen Arbeitskollegen hat der YouTube -Kanal vor einer (vom Orthopäden als unvermeidlich dargestellten) Knie-OP bewahrt. Exklusives Geheimwissen hat L&B aber natürlich nicht.
     
  4. Sven_Kiel

    Sven_Kiel Bewegungsmensch

    Dabei seit
    10/2003
    Das stimmt...Orthopäden operieren gerne und ich versuche die mittlerweile zu meiden.

    Mir haben die leider nur EINMAL geholfen (von div. Versuchen) und in der Regel waren es , IMMER die Physios, die mich aus meinem Schlamassel gezogen haben. Ich halte diese Berufsgruppe auch die für am meist zu unrecht unterbewerteteste und unterbezahlte in Deutschland.
     
  5. fofi1

    fofi1

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    11/2016
    Die Orthopäden wollen bei mir nicht mal spritzen oder operieren, weil sie nix finden ;) . Mein letzter Orthopäden Thermin am Mittwoch hatte als Diagnose "nix auffindbar, aber machen wir nochmal MRT". Entzündung ist laut Ultraschall auch komplett weg. MRT ist Ende des Monats, aber da wird auch nix weltbewegendes entdeckt werden ;)

    Physio hatte ich jetzt 3 Blöcke. War jedes mal hilfreich. Blackroll nutze ich auch mehrmals die Woche zur Selbstmassage. Das beste ist derzeit das Dehnen, da es den Druck vom Knie nimmt. Der Rest wird wohl eine Frage der Zeit sein.

    Ich fahre jetzt auch 5 Tage die Woche jeweils 5km mit hoher Trittfrequenz. Einerseits um mal wieder aufm Bike zu sitzen, andererseits aber auch um die Muskulatur mal wieder ein bisschen zu fordern und herauszufinden ab wann es denn schmerzt (derzeit kommt ab 7km ein unschönes Ziehen rund ums Knie)
     
  6. fofi1

    fofi1

    Dabei seit
    11/2016
    Update mal wieder.

    Die kurzen Radtouren habe ich gelassen, weil danach die Muskeln in der Wade und Oberschenkel stark verkrampft waren und so die Schmerzen schlimmer gemacht haben.

    Ich konnte den Schmerz langsam Orten (ist nicht einfach. Dieses Ziehen rund ums Knie ist so stark, dass ich nie sagen konnte woher es kommt). Es ist der vordere Oberschenkelmuskel, der maßgeblich Schuld an den Schmerzen ist. Wenn ich ihn mit vollem Körpergewicht auf der Blackroll massiere (tut weh wie sau :bier:), dann ist es für ein paar Stunden nahezu komplett Ruhe. Mit dieser Info habe ich mich also etwas eingelesen und noch ein paar Physio Stunden rangehängt und den Muskel täglich mit der Blackroll gequält + gedehnt. Nach 1 Monat täglicher Verbesserung wurde es dann wieder schlechter bzw. gleichbleibend. Also wieder zu einem guten Physio gegangen und den Tipp bekommen den Wadenmuskel zwischen den Blackroll-Einheiten öfters mal stark zu dehnen. Damit konnte ich sogar einige schmerzfreie Tage erzielen. Das Problem ist aber, dass der Oberschenkelmuskel ohne ständige Massage wieder anfängt sich merklich zu verspannen und so wieder Schmerzen erzeugt. Mein Physio meinte, dass es vom Rücken kommen könnte da der Fuß eigentlich komplett gedehnt ist. Ich habe das etwas skeptisch gesehen und daher noch nichts unternommen. Seit ich mich beim Dehnen diese Woche aber blöd am Rücken verrissen habe und nun seit 2 Tagen ein ordentliches Ziehen im unteren Rücken habe haben die Schmerzen im Knie wieder zugenommen. Es scheint also wirklich ein Zusammenhang zu bestehen. Ich werde also (mal wieder:p) den Arzt drüberschauen lassen und evtl mal zum Osteopathen schauen.

    So jetzt wisst ihr mehr. Und wie immer ein belehrendes: "Kinder, hört auf zu Trainieren wenn was mit den Muskeln nicht stimmt."
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2018
  7. Sven_Kiel

    Sven_Kiel Bewegungsmensch

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    10/2003
    Vielleicht nicht vergleichbar aber mir hat die Blackroll oder die Physio nie alleinig geholfen, sondern dazu nur eine zielgerichtete Gymnastik...also schon "Trainieren"...aber vielleicht mal ganz anders.

    Ich hatte jetzt jedenfalls aufgrund einer verschleppten Bronchitis erstmal 3 Wochen Sportverbot und nur die Erlaubnis, Gymnastik (Yoga, Pilates) zu machen, lange Spaziergänge, komplette Umstellung...auch kein Schwimmen, was mir eigentlich immer gut tut.

    Der Witz...es war anfangs hart....aber mit Yoga/Pilates und Stretch&Relax-Stunden habe ich jetzt nicht nur meine Bronchitis zu 90% in den Griff bekommen, sondern auch meine permanenten Schulterprobleme, Verspannungen und der Rücken fühlt sich jetzt auch besser an.

    Ich würde daher nicht nur massieren, sondern auch ganzheitlich aktiv was dagegen tun. Der ganze Muskelapparat Wade, Hüfte, Kreuzbein, Rücken und Schulter hängt doch muskulär ziemlich miteinander zusammen, als das man das Problem isoliert betrachten dürfte.

    Ein sehr guter Freund und Physio meint auch immer, dass man sich letztendlich nur selber helfen kann: ein paar zielgerichtete Übungen und etwas mentalen Abstand zum alltäglichen Stress jeden Tag bringts. Viele Chiros und Physios geben einem leider keinen Tip zur Selbsthilfe, sondern lösen nur Blockaden, die immer wieder aufs neue entstehen, wenn man nicht der Wurzel des Übels beikommt.

    Gute Besserung!
     
  8. Hör dich mal nach einer guten Stelle für Osteopathie um.
     
  9. +1 für Yoga/Pilates.
     
  10. decay

    decay peace, love, death metal

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    04/2003
  11. imfluss

    imfluss Joined

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    09/2012
    Ganz außer acht lassen sollte man das Nervensystem bei der Betrachtung auch nicht.
    Um eine optimal abgestimmte Belastung zum richtigen Zeitpunkt zu setzen, ist eine Herzratenvariabilitätsmessung geeignet. Diese, morgendlich durchgeführt, gibt Aufschluss darüber, ob und was an dem Tag trainiert werden sollte. Ein gutes Gerät ist z.B. der Vitalmonitor.
    Und als Tip aus eigener Erfahrung ist Taijiquan eine prima Methode, um schmerzfrei hohe Beweglichkeit zu erreichen.
     
  12. Bergaufbremser

    Bergaufbremser Coke bei 37 Grad

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    09/2002
    @fofi1@fofi1

    Verkürzte Muskeln muss man neu "Programmieren". Dafür reicht aber einmaliges Dehnen am Tag nicht aus. Ich spreche da aus Erfahrung.

    Am besten ist es wenn man mehrmals am Tag kurz dehnt. Dann mittags nochmals und am Abend vor dem zu Bett gehen auch nochmals.
    Wenn mehr möglich ist, dann noch mehr.

    Ich hatte über mehrere Monate sehr viel Schmerz im unteren Rücken. Physio, Medis etc. hat alles nichts gebracht. Der Grund war ein durch das viele Sitzen im Büro verkürzter Hüftbeuger. Als dies mal erkannt war, (Es gibt Gründe warum dies nicht gleich erkannt wurde)ging es sehr schnell.

    Meine Physio sagte mir mach Minimum 3x am Tag den Krieger (Yoga) wenn möglich mehr. Ich habe ihn teilweise 10x am Tag gemacht. Nach einem Monat waren die Schmerzen nahezu weg.

    Natürlich jeder ist anders und bei dir ist es nicht der Rücken. Aber versuche mal die ganze Oberschenkel Muskulatur, also nicht nur vorne sondern auch hinten mehrfach am Tag zu dehnen. Denn es ist wichtig immer auch den Gegenspieler zu dehnen. Denn teilweise kann es sein, dass dieser sehr stark ist. Als kleines Bsp.: Der Bizeps ist sehr stark ausgeprägt. Der Trizeps jedoch nicht. Nun kommt dieser unter eine Belastung welche zu viel ist. Er fängt an zu schmerzen.
     
  13. fofi1

    fofi1

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    11/2016
    Servus,

    also ich hab in den Tagen wo es ziemlich schlimm war teilweise alle 20 Minuten gedehnt. Einfach nur weils dadurch kurz besser wurde :p. Blackroll benutze ich seit Anfang März (also kurz nach dem letzten Post) nicht mehr, weil es dadurch eher schlimmer wurde. Oft und viel Dehnen hat sich als effektiver herausgestellt.

    Ich hatte ja letzte Woche meinen Osteopathie-Termin. Festgestellt wurde von ihm, dass die Hüfte schuld sei. Ursache des Fehlers sei, dass ich mit dem Kiefer immer recht stark aufeinanderbeisse, wenn ich schlafe oder mich konzentriere. Also hat er da so ein bisschen rumgedrückt und ich habe eine provisorische Schiene zum draufbeißen bekommen, die ich in der Nacht tragen soll. Die ersten Tage dachte ich mir noch "Ist ziemlich abwegig und bringt eh nix". Aber am Wochenende habe ich meine erste 25km Tour gefahren und hatte kaum Schmerzen und wieder deutlich mehr Kraft im rechten Fuß. Heute bin ich nach der Arbeit mal schnelle 10km gefahren und der Fuß fühlte sich an wie früher. Nur danach habe ich jetzt leichtes ziehen im Muskel, weil ich etwas zu schnell unterwegs war. Da war ich etwas zu optimistisch auf die letzten km. Ich bin ehrlich gesagt echt ziemlich erstaunt, aber ich will den Tag nicht vor dem Abend loben. Kurzzeitige Besserungen hatte ich ja öfters

    Zur Stärkung des Rückens bin ich jetzt auch wieder öfters Bouldern, das hat sich auch als sinnvoll herausgestellt.

    Mal schauen, ich halte euch auf dem laufenden:bier:.
     
    • Gewinner Gewinner x 1
  14. fofi1

    fofi1

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    11/2016
    Update:

    Mein letzter Beitrag ist zwar nur 8 Tage her, aber es hat sich viel getan. Meinen Bein geht es jeden Tag deutlich besser. Im Alltag ziept es nur noch manchmal, wenn ich lange auf den Füßen war, aber überhaupt kein Vergleich zu vorher. Am Wochenende hab ich mein Glück mal richtig herausgefordert und habe nach einer langen Nacht, dank Junggesellenabschied eines Kumpels, eine 20km Radtour hingelegt. Die Füße haben sporadisch Muskelschmerzen an den üblichen Stellen gezeigt, aber ich hatte nie das "oh fuck, da ist was hin"-Gefühl wie vor dem Osteopathen. Auch die Tage danach waren ok. Die Beine waren fertig (1 Jahr Schmerzen vergeht ja nicht so schnell), aber man hat deutlich gemerkt dass es nur temporär ist. Seit Mittwoch früh merk ich auch gar nix mehr davon. Die Regenerationszeit wird auch besser, jetzt wo ich die Füße wieder öfter belaste. Mein nächster Schritt ist auf jeden Fall noch ein anderer Sattel, da auf dem jetzigen die Hüfte öfters mal am Ende langer Touren schräg ist, einfach weil das Ding nicht so zu meinem Arsch passt.


    Ich schließe das ganze Thema damit mal ab. Zusammenfassend kann man sagen: Ich war sehr sehr skeptisch gegenüber der Wirksamkeit des Osteopathie-Termins, vor allem weil eben die Eingriffe minimal waren (und die Krankenkasse es kaum zahlt :p). Aber ich wurde echt eines besseren belehrt. Da wo mir kein Physio und Orthopäde das komplette Jahr helfen konnte, hat der Typ das innerhalb von 60 Minuten nahezu komplett behoben. Das mag sicher nicht immer der Fall sein, aber vllt stolpert mal jemand mit ähnlichen Symptomen hier dank Google drüber und bekommt dadurch einen eventuellen Lösungsansatz.
    Eine positive Sache hatte das ganze aber auch: ich hab meine Muskeln recht gut kennengelernt und weiß jetzt ganz genau wo ich wie dehnen muss, damit es besser wird. Auch kann ich jetzt besser unterscheiden, wann ich trainieren kann und wann lieber nicht wenn ich irgendwo Muskelkater habe.