STEVENS Prestige 2019/2020

3x8

Dabei seit
5. Mai 2019
Punkte für Reaktionen
14
Hallo,

wer kann etwas über die STEVENS Gravelbikes, insbesondere zum Prestige sagen? Dabei interessiert mich am meisten die Sitzhaltung. An den Bremsen, der Schaltung etc. habe ich keine Zweifel. Seit 1-2 Tagen zeigt stevensbikes.de die 2020er Kollektion (mit GRX und Ultegra) und das Prestige ist nun als Gravelbike und nicht mehr als Cyclocrosser gelistet.
Das Stack-Reach-Verhältnis reicht von 1,43 (47er Rahmen) bis 1,55 (62er Rahmen) aber damit kann ich wenig anfangen. Mich interessiert ob das Rad ab Werk eher sportlich-gestreckt oder sagen wir mal gravel-like-aufrecht gefahren wird bzw. ob man es graveltauglich umbauen kann ohne es dabei optisch zu ruinieren. Von den Fertigrädern spricht mich das Prestige bis jetzt am meisten an. Nur den Namen finde ich nicht so gelungen und finde es schade dass die Bikes nur in 1-2 Farben angeboten werden. Nun ja, phantom-grey würde schon gehen.

Zur Zeit fahre ich noch 26" MtBs und habe an allen Rädern 30-35° Vorbauten montiert, d.h. ich kann auf Dauer nicht mehr so sportlich gestreckt fahren. Alle Räder fahre ich mit Barends und benutze diese Lenkerhaltung auch zu >90%.

Nun suche ich das ideale Gravelbike für längere Fahrten (75km+) auf Waldwegen und Asphalt bei angenehmer Sitzhaltung ;-) Zum cross-country fahren komme ich wohl nicht mehr..

Freue mich über ein paar Tips, Anregungen, o.ä - Danke!

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Hilfreichster Beitrag geschrieben von Gitanes

Hilfreich
Zum Beitrag springen →
Dabei seit
4. September 2013
Punkte für Reaktionen
607
Standort
Neumünster
Finde die Sitzhaltung ziemlich moderat. Allerdings bin ich mit 162cm / 47er Rahmen auch am unteren Ende der Skala. Viel mehr als 1-2cm Überhöhung sind nicht drin ohne Plateauschuhe :D
Die 2020er sind schon länger online, sollte man zügig ordern sonst ist der erste Schwung weg. Steht übrigens "Cyclocross/Gravel" dran. Geometrie wie gehabt. Man wollte jetzt einfach nur die Aufmerksamkeit aus dem Gravellager auch mal Richtung Stevens lenken, nachdem es schon seit 2017 so läuft aber sie sich halt weigerten es Gravel zu nennen... 🤫

Ich finde den wilden Teilemix des 2020er aus 400er (Bremsen), 810er Umwerfer/Schaltwerk, 600er (Sti, Kassette, Kette) und Gruppenfrei (Kurbel) inkonsequent und chaotisch. Gewollt aber dann doch irgendwie nicht gekonnt. Warum nur, die 50/34 die exakt soviel kostet wie die 46/30 GRX 🙄

Kannst dich in meinem Album umgucken, da sind jeweils ein umgebautes Tabor 2017 & ein Prestige 2019 drin. Ich finde das grau bei Stevens ja scheusslich, und gerade dass grellrote geil. Beide dienen auch zum bikepacken. Das Tabor mit fixen Schutzblechen, das Prestige mit Speedrockern bei Bedarf.

Lenker Ritchey VentureMax Comp, Ergon Sattel, jeweils 100mm statt 80mm Vorbau, Gabel der Ösen wegen getauscht (Fyxation Sparta AllRoad). Ich finde es jetzt nicht unbedingt optisch verhunzt. Bei Bedarf klemm ich noch den Lenkeraufsatz und im Winterhalbjahr die Lupine dran. 🤗
 

lahnbiker

immer im fluss...?
Dabei seit
9. November 2005
Punkte für Reaktionen
97
Standort
Mittelhessen
Ich finde den wilden Teilemix des 2020er aus 400er (Bremsen), 810er Umwerfer/Schaltwerk, 600er (Sti, Kassette, Kette) und Gruppenfrei (Kurbel) inkonsequent und chaotisch. Gewollt aber dann doch irgendwie nicht gekonnt. Warum nur, die 50/34 die exakt soviel kostet wie die 46/30 GRX 🙄
Der "wilde" Gruppenmix aus GRX 400, 600, 810 ergibt sich halt schon gruppen- bzw. kombinationsbedingt, wenn der Hersteller nicht das teuerste GRX nehmen will. Mit den 600er STI (11f) sind idR die 400er Bremsen kombiniert. Kassette/Kette kommt aus dem MTB/Road-Bereich, da gibt es gar kein GRX (gut so).

Verbaut ist ein Ultegra Umwerfer. Daher passt dazu dann zum einen keine GRX Kurbel (wegen dort veränderter Kettenlinie!). Zum anderen hängt es dann wieder am Preis oder an Altbeständen warum keine GRX verbaut wurde. Aber für ein Querfeldein/Gräwwel-Rad würde ich die Kombi 46/30 bzw. 48/32 auch sinnvoller finden.
Wenn damit die Radpendler angesprochen werden sollen, wäre die Kurbel-/Umwerfer-Kombi wohl besser an den beiden Surpreme Rädern aufgehoben.

[...] Ich finde das grau bei Stevens ja scheusslich, und gerade dass grellrote geil.
Da bin ich ganz bei dir :daumen:
...aber Farbe ist ja Geschmacksache...
 
Dabei seit
4. September 2013
Punkte für Reaktionen
607
Standort
Neumünster
Ich denke damit sollen ausschließlich Gravelbiker angesprochen werden. Nur macht die Kurbel dann halt keinen Sinn und wirkt wie gesagt inkonsequent. Gespart wurde da ja nix da 510 = 90€ - GRX = 90€.

Würde ich beim Kauf direkt tauschen lassen 1:1. Ebenso die Kassette von 11-32 auf 11-34. Zumindest wenn man sich alle Möglichkeiten offen halten will.
Und warum letztlich nicht direkt ein passender Lenker mit Flare verbaut wurde um das ganze abzurunden :ka:
Naja Lenker tauschen und Band neu wickeln ist ja kein Hexenwerk. Zumal das Band was dran ist eh gruselig ist von der Haptik.

Wo sie allerdings gespart haben sind die Reifen. Verbaut ist die günstigere Performance Variante gegenüber der Evolution Version. TLE sind zwar beide, und ich hatte noch keinen Platten, mein Mann mit ü100kg schrottet die Performance Dinger allerdings regelmäßig.

Für Pendler gibt es ja inzwischen sogar 2 Supreme Varianten...
 

3x8

Dabei seit
5. Mai 2019
Punkte für Reaktionen
14
Hallo,

Finde die Sitzhaltung ziemlich moderat
Okay, danke.

ohne Plateauschuhe :D
Ohne gehts ja gar nicht wenn man ordentlich Druck auf die Pedale bekommen will ;)

Steht übrigens "Cyclocross/Gravel" dran.
Das stimmt

wilden Teilemix des 2020er
Shimano nennt das Mix&Match, allerdings nur innerhalb der GRX-Gruppen. Ein gruppenreiner Aufbau ist kaum möglich, der gelingt nur mit der höchsten GRX-Gruppe und geht nur bis 48T beim Kettenblatt wenns nach diesem PDF geht und ich das richtig gelesen habe.https://bike.shimano.com/content/dam/productsite/shimano-northamerica/pdf/GRX DOC CONSUMER.pdf Mehr hat die Gruppe nicht zu bieten, da kann STEVENS nur mischen wenn unbedingt ein größerer Antrieb ans Bike muss. Ein bisschen komisch ist das schon und hat wahrscheinlich damit zu tun dass sie das 2019er Prestige wieder mit einer 50/34 Kurbel ins neue Jahr bringen wollen, sonst ist es ja kein Gravel...wobei das ja nirgendwo festgelegt ist, oder?

Du sagst dass man das Bike schnell bestellen sollte. Noch habe ich mich gar nicht entschieden. Kann man jetzt noch die 2019er Räder bekommen oder werden die alle eingeschmolzen? Wegen des Antriebs bin ich mir auch noch nicht sicher. (46T oder mehr) und wegen der Farbe. Das Hot Pepper Red ist schön und bestimmt nicht langweilig, meine Farbe ist das aber nicht. Wirklich schade dass das Prestige nicht wie das Tabor oder Gavere aussehen kann und velvet-black (2019) kann ein verstecktes grau sein?! :confused: Ein bisschen Farbe darf das Rad schon zeigen oder eben ein richtiges schwarz.
Nun ja, ich kaufe eh kein Rad wenn ich es nicht live gesehen habe. Kommen die Bikes bei einer Bestellung immer so wie dargestellt oder kann man da irgendetwas beeinflussen wie z.B. ungekürzter Gabelschaft, Lenkerbreite, etc.?

Kannst dich in meinem Album umgucken
Deine Bikes sehen klasse aus. Ohne Gepäck sind sie natürlich am schönsten, dein Bikepacking sieht aber richtig durchdacht und ordentlich aus. Bitte verrate mir wie diese Speichenreflelktoren heißen und wo man die bekommt. Die gefallen mir richtig gut. Zur Lupine, etc. hätte ich auch noch Fragen aber nicht heute weil ich zu müde bin.

Was wären für euch gute Alternativen zu den STEVENS Bikes oder wo bekomme ich im Raum Frankfurt einen Custom Aufbau her? Alleine bekomme ich das nicht hin weil ich bei der 90er Technik stehen geblieben bin :ka:8-)

Viele Grüße
 

lahnbiker

immer im fluss...?
Dabei seit
9. November 2005
Punkte für Reaktionen
97
Standort
Mittelhessen
In Frankfurt hatte ich mal bei dem Laden wegen einem Genesis Rahmenset nachgefragt. Die bauen auch Custombikes auf.
Wenn du Stahl magst, könnte ggf. auch ein Genesis Croix de Fer etwas für dich sein?
Oder ein Rose Backroad bzw. Pro Cross Gravel oder Canyon Grail AL oder, oder...
Die Auswahl wird ja immer grösser. o_O

Nachdem ich jetzt ein Stevens verworfen habe, werde ich mir wohl ein Ragleg Trig selbst aufbauen. Wenn es nicht am nötigen Kleingeld scheitern würde, hätte ich mir das 2020er Niner RLT 9 (Steel) geholt.
 

3x8

Dabei seit
5. Mai 2019
Punkte für Reaktionen
14
Hi,
danke Dir. Durch die Links, etc. werde ich mich morgen mal durchlesen und umschauen. STEVENS ist immer noch eine gute Option, wobei ich da mehr und mehr das 2019er Prestige besser finde. GRX muss nicht sein. Welches STEVENS hast Du denn verworfen und weshalb?
Stahl mag ich schon aber davon habe ich genug an den MtBs und möchte nun den Sprung zu feinstem Aluminium machen.
Absolut, es wird gegravelt, commutet und was weiß ich noch alles ;-)
Rose kommt nicht in die Tüte, aber nur aus optischen Gründen und alle Räder mit "tiefergelegten" Sitzstreben, das ist schon mal klar.
Eine 1x Kurbel ist auch unwahrscheinlich, aber noch nicht ausgeschlossen (müsste ich mal Probe fahren)
Edit: das Budget spielt natürlich auch eine Rolle. 2000 oder knapp darüber. Mehr würde ich auch nie für ein Fahrrad ausgeben, und was jetzt etwas untergegangen ist aber mit das wichtigste ist, ist eine nicht zu gestreckte Fahrposition.
Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:

lahnbiker

immer im fluss...?
Dabei seit
9. November 2005
Punkte für Reaktionen
97
Standort
Mittelhessen
Hatte mir auch einmal das Prestige angeschaut und vor allem das Surpreme (Pro). Bin da eigentlich durch die Livestreams der Crossrennen zu gekommen mal bei Stevens zu schauen. Das Supreme hat etwa ähnliche Geometriewerte wie mein jetziges altes Rocky Mountain Solo CXD. Letztendlich habe ich es auch deshalb verworfen, da es mir auch nur eine Aluminiumgabel und die aktuellen Standards mit einer neueren 11fach Schaltung bietet. Und so war nach einiger Überlegung, nur wegen letzterem beiden dann der Reiz für das Stevens nicht mehr so da....
 
Dabei seit
17. September 2019
Punkte für Reaktionen
3
Ich bin 195 cm und saß auf dem 62er Prestige sportlich gestreckt, was ich aber als angenehm empfand. Kaufen möchte ich es dennoch nicht, da Stevens bei einem Verkaufspreis von 1800 Euro eine Aluminium-Gabel verbaut. Das habe ich bisher bei keinem anderen Hersteller in diesem Preisbereich gesehen. Auf IndianaWalross' Bildern habe ich gesehen, dass er sie bei beiden Stevens Modellen durch eine Carbon-Gabel ersetzt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
4. September 2013
Punkte für Reaktionen
607
Standort
Neumünster
Also, du kriegst noch 2019er ABER nur noch Restgrößen. Schon im Januar meinte man zu mir "jetzt aber hopp sonst weg, gibt nur noch was jetzt bestellt wird". Geliefert wurde dann Ende Mai!

Mein Händler kommt beispielsweise an nix in den Normgrößen 50-56 mehr. Also zumindest wenn er bei Stevens schaut. Können natürlich noch in den diversen Läden welche rumstehen. In Kiel gabs meine ich noch zig Prestige. Mein Händler hat meine ich noch 58 & 62er Prestige stehen afaik. Das alte schwarze hat ja viel weiss vonwegen Schriftzug und Logos. Meins war das nicht, daher lieber das rote.

Schon beim Tabor 2017 war das so. August 2016 bestellt 1 Woche nach webrelease und 7 Tage später war es da. 2 Monate später meinte man zu mir es sei bereits schwer noch was zu bestellen o_O - Weihnachten 2016 waren zig Größen bereits "aus".

Zur Gabel, die Alugabeln sind nach meinem Empfinden keinen Deut schlechter als meine neue Carbongabel mit Aluschaft. Zumindest ICH kann keinen Unterschied feststellen. Sorry. Ich hab die Gabel einzig und allein getauscht, weil ich minimum 2 Ösen je Seite wollte, und es damals erst hiess an die Stevens Gabeln dürfen nur Schutzbleche. Selbst wenn da jetzt ein Lowrider dran darf, Flaschenhalter geht ja bei 1 Öse nur mit Bastellösung und von dem Shice wollte ich dringend weg. Sand und Dreck zerreiben einem den Lack und letztlich die Gabel bei Kabelbinder Getöse.

P.S.: eigentlich wollte ich Carbon. Gab aber nur sehr wenige in XS oder XXS die mir gepasst hätten. Bombtrack Hook Ext C oder Salsa Warbird. Z.B. du konntest aber nirgends Probefahren weil keiner die aufgebaut hatte, schon garnicht in den Größen.
Dann hiess es das Bombtrack könne nicht 50/34 oder 46/30 gefahren werden. Zig Nachfragen an Bombtrack blieben seit 1 Jahr unbeantwortet. Auf so einen Verein kann ich dann auch verzichten. Zumal das Frameset scheissteuer ist.
Das Salsa war nie in winzig verfügbar, mir mit komplett schwarz dann auch zu öde und zu teuer.

So bin ich letztlich wieder bei Stevens gelandet, weil die mir einfach passen.
 
Zuletzt bearbeitet:

3x8

Dabei seit
5. Mai 2019
Punkte für Reaktionen
14
ABER nur noch Restgrößen
Oha!

"jetzt aber hopp sonst weg, gibt nur noch was jetzt bestellt wird". Geliefert wurde dann Ende Mai!
Auch oha! Danke für die Infos, auch zur Gabel, etc. Hört sich ja an als wäre eine Autobestellung einfacher?! Ich wohne fernab von Hamburg und werde die Tage so schnell wie möglich einfach mal beim Händler nachfragen.

So bin ich letztlich wieder bei Stevens gelandet, weil die mir einfach passen.
:daumen:
 

Micha0707

Deathlike Silence
Dabei seit
14. Februar 2015
Punkte für Reaktionen
203
Standort
Voreifel
Das Stevens ist und bleibt ein Cyclocrosser, egal wie Stevens das jetzt nennt. Die Geo ist nicht moderat und einfach aggressiv fürs Querfeldein. Natürlich wird ein Rad mit 4cm Spacern und hochgedrehtem Vorbau moderat, aber dafür isz es nicht vorgesehen.
 
Dabei seit
21. Juni 2003
Punkte für Reaktionen
478
Standort
Bad Aibling
Es ist aber weder besonders lang noch sonderlich tief , so kann man auch ohne schräge Aufbauten entspannt darauf sitzen .
0° Vorbau , 2cm Spacer , Lenker mit wenig Reach und der Keks ist gegessen :)
Und das Walross z.B. nutzt es ja eh als Rennrad mit Breitreifen - da passt es schon .
Jeder sieht Gravel halt anders .
 
Dabei seit
10. Januar 2006
Punkte für Reaktionen
23
Das Stevens ist und bleibt ein Cyclocrosser, egal wie Stevens das jetzt nennt. Die Geo ist nicht moderat und einfach aggressiv fürs Querfeldein. Natürlich wird ein Rad mit 4cm Spacern und hochgedrehtem Vorbau moderat, aber dafür isz es nicht vorgesehen.
Das finde ich auch.

Um eine entspannte Geometrie zu haben, braucht es längere Steuerrohre und ein stärker abfallendes Oberrohr, ansonsten passt es mit der Überstandshöhe nicht mehr.

Zudem, ist die Distanz zwischen Tretlagergehäuse und der Vorderradachse recht gering. Da kommen sich die Füße mit breiten Reifen häufiger ins Gehege.

Hier benötigt man etwas flachere Steuerrohrwinkel und eine Gabel mit größerere Vorbiegung.
Oder etwas flachere Steuerrohrwinkel, eine längeres Oberrohr und kürzere Vorbauten.
Beides wird mehr Distanz zwischen Fuß und Reifen lassen, ohne sich dabei zu sehr aufs Lenkverhalten auszuwirken.

Theoretisch kann auch gleich eine Gabel mit 50 statt 45 mm Vorbiegung rein. Das hab ich ja auch bei meinem Vortrieb/Drössiger CX-Rahmen im Selbstaufbau gemacht. Das finde ich noch in Ordnung in Sachen Lenkverhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
10. Januar 2006
Punkte für Reaktionen
23
So bin ich letztlich wieder bei Stevens gelandet, weil die mir einfach passen.
Bei den steilen Sitzrohrwinkeln wird es für langbeinige Fahrer mit langen Oberschenkel aber schwierig noch passende Sattelstützen zu bekommen, um eine vernüftige Sitzposition zur Kurbel zu realsieren. Da reichen dann 25 mm Sattelstützen-Setback kaum mehr aus.
Und Sattelstützen mit größerem Setback zu finden, ist immer schwerer geworden.

Nur als Anhaltspunkt - bei 0,5° steilererem Sitzrohrwinkel muss der Sattel 5 bis 10 mm weiter nach hinten geschoben werden, um die selbe Position zur Kurbel beizubehalten.
 
Dabei seit
4. September 2013
Punkte für Reaktionen
607
Standort
Neumünster
Und ich kann nur immer wieder betonen: die Räder kommen eigentlich komplett. Also so mit Sattelstütze und allem 🤫

Die Stevens Scorpo Sattelstützen haben schon mächtig Setback. Ich meine es waren zwischen 30-40mm.

Wer natürlich meint die sind ihm nicht gut genug, und es muss Carbon sein, der muss halt zusehen wie er klar kommt. Aber zu behaupten es gäb ja nix, nur weil es nicht lila gestreiftes Carbon mit Rosa Glitzer ist (überspitzt formuliert) ist immer lustig. :D
 
Dabei seit
10. Januar 2006
Punkte für Reaktionen
23
Und ich kann nur immer wieder betonen: die Räder kommen eigentlich komplett. Also so mit Sattelstütze und allem 🤫

Die Stevens Scorpo Sattelstützen haben schon mächtig Setback. Ich meine es waren zwischen 30-40mm.

Wer natürlich meint die sind ihm nicht gut genug, und es muss Carbon sein, der muss halt zusehen wie er klar kommt. Aber zu behaupten es gäb ja nix, nur weil es nicht lila gestreiftes Carbon mit Rosa Glitzer ist (überspitzt formuliert) ist immer lustig. :D
Die Scorpo ist lediglich eine Standardsattelstütze mit um die 20 mm Setback.
Schwierig ist es halt bezahlbares Standardmaterial mit diesem großen Setback zu bekommen.

Sonst hat man bei Spezi ne Alustütze mit größeren Setback um 50 € bekommen. Zwischendurch gab es mal für 25 € 3T Stützen mit großem Setback. Das ist aber Geschichte.

Zuletzt gab es noch von FSA eine teure Carbonstütze und dann gab es von einem Hersteller noch eine im Setback verstellbare Stütze, die aber um 500 g wog.

Zu behaupten, ein bestimmter Rahmen würde einfach passen, stimmt meist nur für einen bestimmten Körperbau. *1
Daher bin ich ganz froh, dass die Angebotspalette des Marktes so breit ist und fast jeder einen optimalen Standardrahmen für sich finden kann.


*1

Wobei ich hier auch erst einmal gucken würde, ob das Knielot zur Kurbel wirklich in Sachen Kraftübertragung optimal fällt.
So steil, wie die Sitzrohrwinkel bei den kleinen Rahmengrößen des Stevens Prestige sind, würde ich eher vermuten es handelt sich um einen Triathlon Rahmen, die eine extrem aerodynamische Sitzpostion vor eine optimalen Kraftübertragung bevorzugen.
Aber das betrifft nicht nur Stevens, Rose hat auch partiell solch ähnliche Geometrien.
 
Zuletzt bearbeitet:

arno¹

Moderator
Forum-Team
Dabei seit
2. Dezember 2007
Punkte für Reaktionen
758
Standort
Niederrhein
gibt es eine optimale kraftübertragung, gemessen über knielot? ich bspw. mag mehr von vorne treten
 
Dabei seit
10. Januar 2006
Punkte für Reaktionen
23
gibt es eine optimale kraftübertragung, gemessen über knielot? ich bspw. mag mehr vorne treten,.

Zwischen optimal physiologisch/physikalisch und persönliche Vorlieben und daran angepasste Physiologie liegen oft Welten.

Ich habe viele Jahre auf einen zu langen Rennrad gesessen, was ich mit gerader Sattelstütze und nach vorn geschobenen Sattel angepasst hatte. Ging auch gut für Marathons, war aber eben nicht optimal für maximalen Poweroutput im Minuten- und Sekundenbereich.

Den Hinweis bekam ich damals von meinem Teamkollegen in Rostock, Andre Greipel.

Ich habe dann allerdings den Fehler gemacht, die Sitzposition radikal auf optimal anzupassen - womit Muskeln und Sehnen nicht klar kamen.

Letztlich setze ich dann auf langsame Veränderung der Sitzposition und langsamen Trainingsaufbau und erbringe nun mit fast 40 höhere Leistungen als noch mit 20.

Hoffe es ist anhand dieses Beispiels zumindest etwas klar geworden, was ich meine.

Ich will nicht sagen, dass diese Abweichung vom Knielot bzw. ein Mü davor falsch wäre, aber halt nicht das Optimum. Es muss aber auch nicht zwangsläufig das Optimum sein.
-
Für mich allerdings ja, sowohl am Crosser im schweren Gelände oder mit allen Rädern am Berg und am schwer bepackten Reiserad sowieso - schiebt sich der Hintern weit nach hinten auf dem Sattel.

Übrigens im Gegensatz zu steilen Sitzrohrwinkeln, findet man bei flacheren Sitzrohrwinkel einfach passende Stützen.
 

arno¹

Moderator
Forum-Team
Dabei seit
2. Dezember 2007
Punkte für Reaktionen
758
Standort
Niederrhein
mein querfeldeinrad ist sehr kurz für meine länge

das ist auch gut so, und von vorne treten auch, gerade im gelände, je nach form.

für diese dynamischen bewegungen gibt es kein optimales lot, sondern der ganze fahrer muss betrachtet werden. ich habe zum beispiel affenarme :)
 
Dabei seit
10. Januar 2006
Punkte für Reaktionen
23
mein querfeldeinrad ist sehr kurz für meine länge

das ist auch gut so, und von vorne treten auch, gerade im gelände, je nach form.

für diese dynamischen bewegungen gibt es kein optimales lot, sondern der ganze fahrer muss betrachtet werden. ich hab zum beispiel affenarme, aber die schulter kapott ;-) tossy3
Affenarme und Bewegungseinschränkungen habe ich auch.

Ich hab mich allerdings auf einen Mindestlänge des Rahmens festgelegt, da es mir sonst zu knapp zwischen Füßen und Reifen zu knapp wird.

So wie mit den ersten Crossgeometrien von Ridley wäre ich gar nicht klar gekommen.

Dann lieber Geometrien mit etwas längeren (virtuellen horizontalen) Oberrohren und flacheren Winkeln in Kombination mit kürzeren Vorbauten und einem Lenker mit geringem Reach.

Das gilt um so mehr für Gravelrahmen.

Das Stevens Prestige hat jedenfalls nur das Label Gravel bekommen, ohne dass wesentliche Änderungen der Geometrie vorgenommen wurden. Da sollte man sich IMHO bei Stevens jedenfalls etwas mehr Mühe geben.
 

arno¹

Moderator
Forum-Team
Dabei seit
2. Dezember 2007
Punkte für Reaktionen
758
Standort
Niederrhein
habe ich auch schon gehört

aber man kann ja aus jedem crosser ein gravelbike machen, nur durch textänderung im marketing ;-)
 
Dabei seit
21. Juni 2003
Punkte für Reaktionen
478
Standort
Bad Aibling
Das Stevens Prestige hat jedenfalls nur das Label Gravel bekommen, ohne dass wesentliche Änderungen der Geometrie vorgenommen wurden. Da sollte man sich IMHO bei Stevens jedenfalls etwas mehr Mühe geben.
Nur wären wieder bei der Frage was Gravel überhaupt ist .
Und ein Crosser mit etwas Reserve was die Reifen betrifft und noch ein paar zusätzlichen Befestigungsmöglichkeiten erfüllt viele Kriterien und ist ein funktionierendes Konzept .
Der Rest ist doch pure Interpretation und Geschmackssache .
 
Dabei seit
11. März 2019
Punkte für Reaktionen
419
Bei Stevens steht ja noch nicht einmal explizit, dass das Prestige neuerdings ein Gravelbike wäre. Sie schmeißen bloß die Begriffe Cyclocross und Gravel in einen Topf.
 
Oben