Talon 2021 mehr Federweg?

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Moin,
Ich hab mir Mitte des Jahres recht spontan ein Giant Talon 0 in L gekauft. Mittlerweile Ärger ich mich ein bisschen wegen "veralteten" Nabenbreiten und dem geraden Steuerrohr, aber die Geometrie an sich gefällt mir gut. Da ich das Rad jetzt nicht unbedingt schone und gerne flott bergab unterwegs bin, hab ich überlegt trotz allem etwas mehr Federweg zu verbauen. Ich hatte an ne Pike o.ä. mit maximal 150mm gedacht. Mit ausliegenden Steuersatz wären das nach meiner Rechnung 44mm höher als mit der aktuellen Gabel. Das sollte den Lenkwinkel um ca. 2-2,5° flacher machen oder? Das wären dann 55,5°-56° , was ja noch im Rahmen wäre.
Ist das das dennoch eine blöde Idee ?
 
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Ziemlich blöde Idee um ehrlich zu sein.

Aus dem CC Hobel wird durch eine längere Gabel keine Abfahrtsmaschine.

Entweder verkaufst du das Teil komplett und kaufst dir etwas das eher deinen Vorstellungen entspricht oder du nimmst weniger drastische Modifikationen vor:

120mm Gabel mit "gutem" Federweg. 100mm gut funktionierender Federweg sind immer besser als 200mm Federweg der nicht funktioniert.

Dazu ein Winkelsteuersatz um den Lenkwinkel etwas flacher zu bekommen und eventuell ein etwas kürzerer Vorbau.


Edith sagt: Falls du dich für einen Umbau entscheidest ist die "alte" Naben Breite sogar recht vorteilhaft. Non Boost Gabeln bekommt man förmlich nachgeworfen. Und schlechter als aktuell Modelle funktionieren die auch nicht wirklich.
 
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Mhh.. ja ein bisschen hab ich es auch schon so eingeschätzt. Ich will jetzt ja auch kein Downhiller daraus machen nur eben auch nicht das Material und mich kaputt fahren.
vorne wäre Boost oder nicht ja auch Recht egal weil wegen Steckachse und Qr ja sowieso ein neues Laufrad/Nabe dran müsste...
 
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nur eben auch nicht das Material und mich kaputt fahren.
Das machst du aber mit einer längeren Gabel. Je länger die Gabel, desto länger der Hebel der die Kraft auf dein Steuerrohr wirken läßt...44 mm mehr sind schon ordentlich, von der völlig versauten Geometrie mal abgesehen. Wie oben schon geschrieben entweder ein neues Bike (AM oder EN) kaufen, oder den fahrerischen Skill auf ein Niveau bringen bei dem der momentane Federweg reicht. Ich sehe im Bikepark oft Piloten die mit 100/120 mm Marathon Bikes keinen Deut langsamer als ich auf meinem EN die Trails runterbrausen.
 
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Die 150mm waren auch eher als absolutes Maximum gedacht um die Geometrie Veränderungen Mal zu überschlagen. Mir ist schon klar daß diese sich dadurch verändern wird, allerdings ja nicht zwangsläufig nur zum Nachteil. Man könnte dem ja auch etwas entgegenwirken durch Vorbau und weniger Spacer. Sitzrohrwinkel und Tretlagerhöhe ist ne andere Sache.
Bezüglich der Belastung der Schweißnähte am Steuerrohr würde mich interessieren ob da Bei flacheren Rahmen wirklich so viel stabiler gebaut wird.
 
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Ich merk ja schon worauf's hinausläuft. Knall dir die 150 mm Federweg dran und gut ist. Du bist doch hier wie jeder der denkt mehr Federweg ist automatisch besser sowieso immun gegen jeden anderslautenden Ratschlag. Mein ich jetzt nicht böse, aber wir verschwenden hier Zeit. ;)
 
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@RocketMorton
Ich will mich hier auch wirklich nicht mit dir streiten, aber hast du meinen vorherigen Post wirklich gelesen?
Ich Versuche ernsthaft abschätzen zu können wie die Auswirkungen ausfallen würden und Versuche das an Hand von Daten. Ich bin wirklich nicht beratungsresistent.
Mir ist klar daß Federweg nicht alles ist, aber ich wieg 90kg und da ists mit 100mm eben nicht unbedingt immer gemütlich.
2,5k für nen gebrauchtes Al oder En liegen auch gerade nicht rum, ich Guck also was sonst so geht.
Man merkt man ist im Internet...

Zum Thema
Lassen sich generell auch einfachere Gabel im Federweg verändern?
Und gerader Schaft um Einbauhöhe am Steuersatz zu sparen?
 

roudy_da_tree

sucht_nach_wald
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Moin,
Ich hab mir Mitte des Jahres recht spontan ein Giant Talon 0 in L gekauft. Mittlerweile Ärger ich mich ein bisschen wegen "veralteten" Nabenbreiten und dem geraden Steuerrohr, aber die Geometrie an sich gefällt mir gut. Da ich das Rad jetzt nicht unbedingt schone und gerne flott bergab unterwegs bin, hab ich überlegt trotz allem etwas mehr Federweg zu verbauen. Ich hatte an ne Pike o.ä. mit maximal 150mm gedacht. Mit ausliegenden Steuersatz wären das nach meiner Rechnung 44mm höher als mit der aktuellen Gabel. Das sollte den Lenkwinkel um ca. 2-2,5° flacher machen oder? Das wären dann 55,5°-56° , was ja noch im Rahmen wäre.
Ist das das dennoch eine blöde Idee ?
So lange, bis es bricht ist es mit 150 mm unfahrbar .
Der Rahmen ist für 80-100 ausgelegt. 120mm würde ich ihm noch zutrauen.
Danach passieren diverse Dinge.
Vergrößerte Hebelkräfte und andere Winkel belasten das Steuerrohr bei jeder Bodenwelle oder schlechter Landung bis es abreißt. Bis dahin wird die Lenkung sehr kippelig, damit steigt die Unsicherheit auf dem Trail. Bis zum Totalausfall schluckt die Gabel mehr als der Hinterbau verkraften kann.
Ob Hinterrad, Kettenstrebe oder Steuerrohr zuerst versagen kann keiner sagen.

Weil ich grundsätzlich auch nicht glaube was die Mehrheit sagt, habe ich so um 2007 mal mein CC-Fully von 80mm auf 105mm umgebaut und damit Rahmenbruch erlitten.
Ich antworte also aus praktischer Erfahrung :)
 
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Du wirst es kaum glauben, aber du bist ungefähr der "millionste" Held, der diese Idee hat. Könnte man hier in genauso vielen Beiträgen lesen, wenn man sich die Mühe gemacht hätte, danach zu suchen. Genauso unglaublich ist es auch, das sich der Konstrukteur bei dem serienmäßigen Federweg was gedacht hat. Wenn du Bedarf nach mehr Federweg hast, hast du halt schlicht das falsche Rad gekauft.
 

Hammer-Ali

Ich habe nix dagegen überholt zu werden. Leider..
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Ich würde eher sagen dass es eine Federgabel mit geradem 1 1/8 " Schaft , Schnellspanner , 29 " und 120mm Federweg nicht geben wird
Aber diese könnte sich auf 120mm Federweg umbauen lassen.
@dotslur
Ich hab mein MTB auch von 100 auf 120mm umgebaut. Da war es schon von den Auswirkungen auf die Geo nicht ganz unproblematisch, aber ging noch. Von mehr als 120mm rate auch ich Dir ab. Die von @memphis35 verlinkte Gabel scheint mir ein gutes Angebot zu sein.
 
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Das ist ja heiter hier im Forum...
Danke für die hilfreichen Antworten.
Ich bin dann Mal Fahrrad fahren ;-)
Ja, das Forum ist heiter. Aber wie weiter oben schon stand, taucht hier wöchentlich einer mit der gleichen Idee auf wie du und ich finde es gut und seriös, dass sich hier immer wieder erfahrene Biker finden die versuchen ihm dieses selbstmörderische Vorhaben auszureden. Das zeugt für mich von der durch die User bestimmte Qualität des Forums. Und ja, die Antworten waren hilfreich und wenn du sie befolgst, wirst du auch weiterhin gesund und munter einem der schönsten Hobbys nachgehen bzw. fahren können.

Es ist ja auch nicht so, dass ich dich nicht verstehen könnte. Aber an einem geignetem Bike wird kein Weg herumführen. Nur als Beispiel. Bei meinem letzten Bikeparkbesuch im September traf ich unten einen Kerl mit Platten, ich half ihm mit Werkzeug aus und weil er ein sympathisches Kerlchen war, haben wir den Tag gemeinsam verbracht, wie's so oft im Park passiert wenn man allein anreist. Er war Student mit schmalem Budget, brauchte aber trotzdem ein Enduro. Also hat er sich für € 1100 ein gut ausgestattetes Liteville 301 in 26 Zoll gekauft. Ein astreines Bike für relativ wenig Geld das voll bikeparktauglich war. Klar ist mir mein Bronson CC in 650B lieber, aber wenn ich nur wenig Geld zur Verfügung hätte, wäre ich damit auch sehr gut bedient gewesen. Das ist nur eine Möglichkeit, die andere wäre sparen für was wirklich amtliches. Aber seine Gesundheit mit halbseidenen Basteleien auf's Spiel zu setzen ist definitiv keine Option. 😉
 
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