Testosteron-Doping: Helen Grobert wehrt sich gegen Anschuldigungen

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Es gibt auf dem deutschen Markt keine mir bekannte Salbe mit Testosteron, die für die Behandlung von Frauen zugelassen ist. Es gibt Testosteron als Gel, Pflaster oder als Injektionslösung zur Therapie des altersbedingten Testosteron-Mangels bei Männern. Anwendung bei Frauen ist kontraindiziert. Außerdem kann wird es noch bei Transgender-Personen vor einer Geschlechtsumwandlung angewendet. Ich selber arbeite jetzt ca. 20 Jahre als Apotheker und hab noch nie in meinem Berufsleben ein testosteronhaltiges Präparat an eine Frau abgegeben.
 

Tyrolens

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Hottentottenstaat
Ist alles irrelevant, weil bei Doping Causen immer eine sehr große psychologische Komponente mit schwingt. Die überschattet alles. Wer mit der Wahrheit nicht leben kann, erfindet Märchen. Im Leistungs- und Spitzensport mit seiner Heldenverehrung ist Doping maximal ambivalent.
 
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Völlig unabhängig vom genauen Sachverhalt - den man vor Veröffentlichung der Urteilsbegründung nicht kennen kann - ist es schon lustig, wie teils der völlig subjektiven Stellungnahme der Verurteilten so viel Gewicht eingeräumt wird. Der gleichen Person, die bisher nicht gerade auch nur durch Ansätze von Transparenz glänzte.

Ist dann zu erwarten, dass es nach Veröffentlcihung eines etwaigen späteren strafrechtlichen Urteils bis zur Urteilsbegründung wieder die gleichen Aufwallungen gibt - inkl. der üblichen Vermischung von Rechtsstaat und Privatmeinung? To be continued....
 
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Falls dieser ganze Fall möglicherweise "nur" an einer ohne TUE angewendeten Testosteron Salbe für irgendwelche Wehwehchen lag, ist es natürlich doppelt traurig, da es ja sicher (nein ich bin kein Mediziner) für jeden denkbaren Fall auch ein nicht auf der Ausschlussliste stehendes Präparat geben dürfte.
Mal schauen, aber wohl kaum...

"Dass der Startpunkt der Sperre aber auf den 24. März datiert ist, hat wohl damit zu tun, dass das Testosteron in der Urin-Probe nicht im ersten Anlauf gefunden wurde und die vorläufige Suspendierung erst am 24. März gegriffen hat. Womit auch erklärt ist, warum Helen Grobert am gleichen Wochenende auf einen Start in Marseille verzichtet hat.
[...]
In der Pressemitteilung der NADA heißt es, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Letzte Instanz ist der internationale Sportgerichtshof CAS.

Dass die Sperre bei einer Ersttäterin gleich vier Jahre ist, deutet darauf hin, dass sich noch mehr dahinter verbirgt als nur der Missbrauch von Testosteron.

Beim Amtsgericht Waldshut-Tiengen ist noch ein Straf-Verfahren anhängig, das auf unbestimmte Zeit ausgesetzt ist. Laut Auskunft des Gerichts, weil die Angeklagte derzeit nicht verhandlungsfähig ist.

Bei der Staatsanwaltschaft in Freiburg war auch von der Anwendung verbotener Methoden (Infusionen, Ozon-Therapie) die Rede."
Verhandlung geht nicht, aber Interview geht, auch interessant.
Und jetzt auf einmal ein Interview nachdem vorher seit 2 Jahren gar nix zu hören war...
 
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Wer von den Schreibern hier war denn bei allem direkt und unmittelbar dabei und kann objektiv Daten beitragen, also ohne subjektive Beurteilung?

Und tut das einfach gut anonym zuzutreten?

Vielleicht kann der Versuch von Empathie der erste Schritt zu mehr Friedfertigkeit sein.
Gilt natürlich nur für diejenigen unter uns, die menschlich und damit fehlerhaft und unperfekt sind.
Ich wünsche euch ein besseres Leben, und ein liebevolles echtes Lächeln
Sabine
 

xyzHero

Genussbiker
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Sabine
Man kann Sie in Schutz nehmen, aber nüchtern betrachtet wusste sie was sie tat.
Weiter muss man sich die Frage stellen, welchem "sauberen" Athleten hat Sie potentiell die Karriere weggenommen? Keine Gewinner ohne Verlierer.

Gruß xyzHero
 

gewichtheber

außer Form
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Die Mounainbikerin H.G. war/ist Person des öffentlichen Lebens, hat mit Öffentlichkeit ihr Geld verdient (Sponsoren, Bundeswehr). Sie hat eine Sperre bekommen und es steht in unserem Land doch allen Menschen frei zu sagen, dass sie das Verhalten von H.G. gut/nachvollziehbar/scheiße finden.
Du musst doch selbst zugeben, dass die Situation reichlich Anlass zur Diskussion bietet. H.G. verabschiedet sich aus gesundheitlichen Gründen, verschwindet komplett von der Bildfläche und das nächste was man von ihr hört, ist ein Schuldspruch durch die NADA.

Meine Meinung: Doper stinken, immer.
Frau H.G. muss das ja nicht auf sich beziehen, wenn sie reinen Gewissens ist und hier mitliest.
 
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Doper :mad: haben sich keine Empathie verdient, da Sie Betrüger sind!
Grundsätzlich richtig. Das Problem ist, dass erstmal Rechtsstaatlich nachgewiesen werden muss, ob jemand wirklich ein Doper ist. Und so wie sich die Situation hier darstellt, wurde dermaßen geschlampt und gewurstelt, dass der vorgebrachte Nachweis nicht als gültig betrachtet werden kann. Und das ist das Problem, nicht ob Doper bestraft werden sollen oder nicht, sondern ob hier wirklich ein echter Dopingfall vorliegt und keine Hexenjagd.
 
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@Zucchi : Richtig, nur könnte man Sabines Stellungnahme so verstehen, dass man jedem (über den Radsport hinaus) Betrüger, Rechtsbrecher, etc. einen Freibrief ausstellt, denn jeder Mensch hat und macht Fehler. Jedem Verbrecher Empathie entgegen zu bringen geht mir persönlich entschieden zu weit.

Dieser Post ist bewusst allgemein formuliert und bezieht sich ausdrücklich nicht auf H.G.!
 
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Was hätte denn die Nada für ein Interesse an einer Hexenjagd? Und was genau haben sie falsch gemacht, geschlampt und gewurstelt? Ich kenne mich mit solchen Verfahren und Ermittlungen nicht aus und finde auch keine Informationen.

Meine Empathie gehört denen, die betrogen wurden, nicht den Betrügern
 
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echter nordhäuser!
Bike der Woche
Bike der Woche
Vor allem, wie bereits geschrieben, passiert sowas im PROFIRADSPORT nicht zufällig sondern bewusst. Zugeben tut es eh keiner, ausreden haben sie aber alle.
Und alles in allem ist die Geschichte schon recht eindeutig.
 

525Rainer

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Werden titel aberkannt? Ist sie nicht auch mit spitz im team gefahren und wie geht das bei zweier teamleistungen.
 
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Sportgerichtsbarkeit : Die Begründung des Urteils erfolgt nach Rechtskraft - ich habe ohnehin Probleme mit Sportfunktionären und der Parallelwelt einer sog. "Sportgerichtsbarkeit" , aber sollte dies zutreffend sein ist es für mich in Zukunft ohne jeden Wert. Denn d.h. es gibt derzeit ein Urteil ohne Begründung, nur mit einem Urteils-Tenor?

Die Verteidigung "keine Anhörung" erscheint mir nach 2 Jahren Verfahrensdauer zunächst nicht plausibel. Ohne einen Akteneinsicht und eine Kontrolle der Fomalien ist in der Tat eine Verteidigung nicht möglich. Da in der Sportgerichtsbarkeit / Dopingverfahren die Beweislast umgekehrt wird, ist oft die einzige Chance die Einhaltung von Formalien anzugreifen, und das ist in einem formalisierten Verfahren auch ok.

In diesem Zusammenhang eine Urteilsbegründung (also "Karten auf den Tisch") erst nach Rechtskraft zu formulieren kann ja wohl nicht ernst sein.

Zum Betrug: formal sind alle nicht erwischten Sportler nicht gedopt, aber würde man tatsächlich jemanden erwischen wollen, würde man Testungen dann anberaumen, wenn Doping eingesetzt wird. Solange das nicht geschieht sind Doping-Kontrollen für mich Teil des Sportbetriebs, für den es ein erfolg ist, KEINE Dopingfälle festzustellen (dann ist Doping besiegt).
 
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Hallo,

ich will mich nicht zum Sachverhalt äußern, vor dem Hintergrund der anderen im Artikel genannten Verfahrensfragen, finde ich vor allem den folgenden Absatz tendenziell bezeichnend:

"...Die NADA selbst betont gegenüber dem Südkurier, dass eine ausführliche Urteilsbegründung folgen wird, sobald das Urteil rechtskräftig sei. Binnen vier Wochen sei damit zu rechnen..."

Das liest sich, als ob es diese Begründung noch gar nicht geben würde und also auch H. Grobert sie noch nicht kennen kann. Nun kann aber absolut niemand prüfen, ob er ein Rechtsmittel einlegen will oder eine Entscheidung rechtskräftig werden lassen will, indem er das nicht tut, wenn er deren Begründung gar nicht kennt, weil niemand ohne Kenntnis der Urteilsbegründung die Erfolgsaussichten eines Rechtsmittels prüfen kann. Das würde vor keinem "normalen", rechtsstaatlichen Gericht so funktionieren.

Vielleicht soll mit dem obigen Absatz auch nur gesagt werden, dass es diese Begründung bereits gibt, H. Grobert sie bereits kennt, aber eine Veröffentlichung erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist erfolgen kann. In dem Fall wäre das so in Ordnung.

mfg sf
 

ufp

Daystrom Institut
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Die Begründung wird schon längst fertig sein.
Aber, was ist, wenn sie dagegen Einspruch erhebt?
Dann muss das ganze nochmals (vor dem CAS) aufgerollt und geprüft werden.

Und, glaubt jemand wirklich, dort sitzen irgendwelche Nulpen/Ahnungslose/nicht Rechtstaatliche Institutionen/Idioten?
Klar, jeder kann Fehler machen, auch der Bund Deutscher Radfahrer, die NADA, die WADA, das IOC und auch der Sportgerichtshof.

Aber an dieser ganzen Materie Doping und was dazu gehört, hängen so viele (va wirtschaftliche) Interessen ab, sodass jeder ein Interesse daran hat, dass das Ganze in ordentliche Verfahren, Gesetze, Verordnungen, Statuten etc gegossen und entsprechend abgewickelt wird.

West Europa, inklusive Deutschland, ist ein Rechtstaat, wo es eben Verfahren und Regeln gibt. Da wird es schon eine Interessensvertretung geben, die es zu verhindern wüßte, dass ein AtlethIn keine Anhörung, keine Verteidigung oder Urteil bekäme. Und selbst wenn es diese Interessensvertretung nicht gäbe, gibt es immer noch ordentliche oder Höchst-Gerichte, die dieses Recht dem Angeklagten zusprechen würde.
 
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