Tipps für gelungene Bikebilder.

Grinsekater

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Ich weiß ich hab schon den Tipp für das Aktuelle Foto-Magazin gegeben. Dennoch glaube ich es wäre durchaus sinnvoll hier mal einige Tipps zu sammeln die zu sehenswerten Bikebildern führen ;).

Meine Tipps stützen sich auf meine Erfahrungen eben beim Fotografieren, meinen kaltschnäuzigen Prof und das aktuelle Fotomagazin (ich finde die Vorgehensweise wird dort recht anschaulich beschrieben)

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So als erstes kramt ihr mal auf dem Dachboden und schaut ob ihr irgendwo eine verstaubte aber funktionstüchtige Spiegelreflexkamera findet. So ziemlich jede Familie hat ein "Foto-ambitioniertes" Mitglied ;) .

Spiegelreflex empfehle ich deshalb weil man die größmögliche Kontrolle über Blende und Zeit hat. Und natürlich weil man durch den sucher genau das sieht was man am Ende herausbekommt :)

Kurze Erläuterung der Funktionsweise von SLR-Kameras: Der Blick durch den Sucher zeigt nicht wie bei "normalen" Kleinbildkameras einfach einen Ausschnitt des Gesichtsfeldes des Fotografen, sondern wird über ein Prisma um 90 grad nach unten auf einen Spiegel der den SLR ihren Namen gab gelenkt. von dort aus gehts durch das Objektiv auf das Objekt der Begierde ;). Arbeite ich mit einem Zoom kann man nun wärend man durch den Sucher blickt den Bildausschnitt festlegen. Es fällt auch ein Schärfeabfall zum Bildrand hin auf. Verfügt eure Kamera über eine Abblendtaste könnt ihr die "tatsächliche Schärfe" sehen. (unten nochmal genauer erklärt)

Hier gilt desto kleiner die Blendenzahl desto geringer ist die Schärfentiefe (der Bereich der später auf eurem Bild scharf ist).
Zum besseren Verständnis; eine Blende von 2.8 ist fast vollständig geöffnet. Ihre Schärfentiefe beträgt nur wenige Zentimeter. Blende 22 ist so groß wie ein Stecknadelkopf -> extrem hohe Tiefenzeichnung.

Wozu ist das gut?
Zum einen könnt ihr ein Objekt über diese Schärfentiefe "isolieren". Das bedeutet, dass der Fahrer zwar scharf, der Hintergrund aber unscharf (verschwommen) ist was den Fahrer in den Mittelpunkt stellt und nichts von ihm ablenkt.

Was bringt es noch?
Beim Biken hat man es mit sich ziemlich schnell bewegenden Objekten ;) zu zun.
Ein Beispiel: Eure Kamera zeigt euch bei einer weit geöffnete Blende 2.8 (um das obige Beispiel aufzugreifen) eine Belichtungszeit von 1/125 sec. an. Bei einer solch kurzen Belichtungsdauer wäre es höchstwarscheinlich das ihr den Fahrer "einfriert" und jegliche Dynamik aus dem Bild verschwindet. Des weiteren wird die Tiefenschärfe sehr gering was es schwieriger macht den Fahrer Scharf abzulichten). Schließt ihr nun die Blende um eine Stufe auf 5.6 halbiert ihr damit die Größe der Öffnung. Das hat zur Folge, dass ihr die Zeit verdoppeln müsst um eine korrekte Belichtung zu erreichen. Die Zeit ändert sich auf 1/60sec (jaja das ist nicht die Hälfte von 1/125sec aber die cam stellt das so ein ;) ).

Das ganze verhält sich natürlich auch umgekehrt: -> also wenn ihr zu wenig Licht habt (Wald) müsst ihr die Blende weiter öffnen (kleiner Blendenzahl) um keine Belichtungszeiten von 1sec zu haben. Sowas hält kein Mensch ruhig -> kein scharfes Bild ;).

Abblendtaste: Vielleicht seid ihr in der glücklichen Lage auf diese Taste zurückgreifen zu können. Sie ermöglicht euch die Tiefenschärfe eurer aktuellen Blende zu überprüfen. Wenn ihr sie drückt wird das Bild zwar etwas dunkler aber schärfer. Experimentiert am besten etwas damit.


##################################

Hmmm - jetzt noch einige Sachen die ich wichtig finde:


-> desto kürzer die belichtungszeit desto leichter wird es ein scharfes foto zu machen.

-> es ist möglich auf verschiedene art und weise geschwindigkeit zu zeigen:

- "längere" Belichtungszeit und mitziehen - je nach Geschwindigkeit des Objekts. Man muss experimentieren. 1/60 ist ein guter Richtwert um anzufangen.

Beim Mitziehen immer die "Position" des Fahrers im Bild vorher festlegen. Belichtung und Blende vorher einrichten dann kann man sich ganz auf das "einfangen" des Fahrers konzentrieren.

- "einfrieren" des Fahrers. Dazu ist eine sehr kurze Belichtungszeit nötig (1/125 oder kürzer). Hierbei solltet ihr darauf achten, dass die Körperhaltung und Position des Fahrers ausreicht um dessen Geschwindikeit zu verdeutlichen (zB tief in einem Anlieger).

####################################

Viel Spaß beim Ausprobieren!

:bier:
 

Grinsekater

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achja nochwas -

auch wenn die sonne scheint... schaltet ruhig mal den blitz an. das hellt den fahrer noch ein wenig auf.

hohe asazahlen (400er 800er film) helfen euch zu kurzen belichtungszeiten auch im dunklen, bööösen wald ;)

und weitwinkel lassen drops, sprünge usw "größer" aussehen. zudem ist es damit möglich mehr vom umfeld mit aufs bild zu bekommen.
 
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Hier mal meine Tipps für den Digitalfotografen:

Probiert aus, ob ihr eure Autofocus-Kamera auf manuellen Focus stellen könnt. Das ist nämlich ein Manko bei vielen digitalen Kameras, dass zum einen der AF schweinlahm ist und zum anderen noch eine Auslöseverzögerung hinzukommt. Und damit kann man die meisten schnellen Objekte auch schon vergessen. Also, entweder erst auf MF umschalten und den Bereich, in dem ihr euer Motiv erwartet scharfstellen, oder halt vorfokussieren. Das bedeutet, ihr nehmt den Bereich in dem ihr den Biker fotografieren wollt und drückt den Auslöseknopf halb durch. Dadurch müsst ihr nur noch mit der Auslöseverzögerung der Digitalen leben.
Eine weitere Möglichkeit ist das Nutzen der Serienbildfunktion, wobei man beachten muss, dass je nach Kamera der Autofocus in dieser Zeit nicht arbeitet, weshalb ein Teil der Bilder unscharf werden kann.
Ein Problem bei vielen günstigen Digitalkameras ist, dass man nicht manuell Blenden oder Belichtungszeiten einstellen kann. Dann hilft unter Umständen ein sogenanntes Sportprogramm weiter, welches eher offene Blenden und kurze Zeiten vorwählt.
Ansonsten ist beim Kauf zu beachten, das nur die Kamera nicht alles ist. Erst das Zubehör macht die Cam komplett. Ihr solltet immer genug Speicherkarten dabei haben, gerade die Serienbildfunktion haut einem ganz schnell so ne Speicherkarte voll. Ausserdem sollte sowohl die Komprimierung der JPG-Dateien als auch die Auflösung auf höchster Qualität stehen. Damit bleibt noch genügend Spielraum um am PC den Ausschnitt anzupassen.
Auch gibt es so schöne Sachen wie Konverter, die den Zoombereich eurer Objektive erweitern. Dies geht allerdings je nach Qualität des Konverters auf die Bildqualität...

So, muss jetzt erstmal überlegen, ob ich noch was vergessen hab...
 

logan

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Ja - dafür :daumen: habe grade eine vernünftige Digicam günstig erstanden (Konica/Minolta Dimage A2) und bin nun fleißig am probieren!da kommen die Tipps genau richtig!!

Dafür gibts doch glatt mal Karma... ;)
 

Chaka-Checka

Bremse auf!
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hoffentlich lesen sich das hier einige durch.. bei einigen fotos hier in der gallery läufts einem kalt den rücken runter...
 

schalom

IBC-Gang #02-4554
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Chaka-Checka schrieb:
hoffentlich lesen sich das hier einige durch.. bei einigen fotos hier in der gallery läufts einem kalt den rücken runter...

Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit.....





Spaaaaaaaaaaaß.. :lol: Hast schon recht...
 
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logan schrieb:
Ja - dafür :daumen: habe grade eine vernünftige Digicam günstig erstanden (Konica/Minolta Dimage A2) und bin nun fleißig am probieren!da kommen die Tipps genau richtig!!

Dafür gibts doch glatt mal Karma... ;)

Na denn Glückwunsch, wirklich ne tolle Cam, hab selbst die A1...
Aber das wichtigste daran steht leider nicht im Handbuch, nämlich das D7-Userforum!
www.d7userforum.de
Speziell die Grundeinstellungen von Winsoft kann ich dir empfehlen!

Ganz wichtig zu dem Zubehör:
1. Gescheite Akkus! Gerade die günstigeren Modelle werden mit AA-Akkus betrieben, die es doch mit recht hohen Kapazitäten gibt. Nehmt nicht nur einen Satz mit, nichts ist ärgerlicher als ein tolles Motiv und dann fehlt der Saft. Gerade bei Blitzeinsatz und längerem Rumspielen geht das doch recht flott. Und bei den Cam's mit "richtigem" Akku, auch genug mitnehmen! Teilweise gibt es Batteriehandgriffe (bspw. aktuelle 8 MP-Modelle) die auch das Handling der Kamera verbessern.
2. Tasche, am besten gerade beim Kauf dran denken. Habe selbst 2 Stück, eine wo gerade so meine Kamera reinpasst mit nem Ersatzakku und Speicherkarten. Zum anderen ne Umhängetasche, in die Blitz etc. auch noch reinpassen.

Insgesamt gilt, dass ihr Fotografieren nur lernt, indem ihr fotografiert! Klingt komisch, ist aber so :lol:
Testet die Kamera und probiert ggf. auch mal die von Kumpels. Spielt mit Blende und Belichtungszeit, gerade bei Digitalkameras kostet das nix und ihr habt ein schnelle Erfolgskontrolle. Und selbst gescheites Zoomen will gelernt sein. In der Sportfotografie gibt es eine Weisheit:
Wenn das Bild nicht gut ist, warst du nicht nah genug dran.
Gerade schnellen Bikern oder bei Rennen kann man sich nicht ganz so nahe postieren, also braucht man schon etwas Brennweite, mit 90 mm wird's arg eng. Dabei solltet ihr aber auf den Einsatz des Digitalzooms verzichten, das bringt qualitativ eher bescheidene Ergebnisse.

Übrigens, bei all den Tipps, auch in der Fotografie führen verschiedene Wege nach Rom. Klar, viel Brennweite bringt das Motiv ran. Aber auch ein Weitwinkel kann reizvoll sein. Digitalzoom kann auch (richtig eingesetzt) zu guten Bildern verhelfen. Also, knipsen was das Zeug hält und nebenbei auch mal denken! ;)
 
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was auch noch wichtig ist die zeit in der fotografiert wird morgens oder abends da kommt das beste licht, zumindestens wenn es um bilder geht die auf freiem gelände geschossen werden. versucht also mal früh aufzustehen oder etwas später ins bett zu gehen :D .
und macht anstadt wild loszufotografieren mal ein paar probeaufnahmen mit unterfschiedlicher blende und dann mit unterschiedlicher belichtungszeit, natürlich von einem immer gleichem starem objekt so lernt ihr eure cam besser kennen und dehren funktion ! manuel!!
was auch noch wichtig ist achtet darauf was ihr anzieht als fotografierter, legt mal genau fest was und wo ihr fotos macht, den nicht alle klamotten kommen in jeder umgebung gleich gut rüber!
und legt euch nen schönen grossen blitz zu den ihr auch bei tageslicht benutzen dürft ! das macht manche bilder gleich viel schöner um zb. den fahrer richtig auszuleuchten ! die beiden bilder sind zwar schon bekannt aber trotzdem gut zu erklären, beide sind mit blitz gemacht worden ohne würde das fahrer kein gesicht sondern nur einen dunklen schatten haben und es war früher morgen, durch das mehrfarbiege trikot schaut er trotz blauem himmel nicht wie ein fremdkörper aus sondern past recht gut in seine umgebung. in zb. schwarz würde das total ******* ausschauen oder in ganz weiß würde sogar eine art reflektoteffekt (durch den blitz) zustande kommen :daumen:
 

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Grinsekater

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wow! kommt doch ganz gut das thema (fürs anpinnen gibts nen dicken :daumen: ).

wie chaka schon sagte - "hoffentlich lesen sich das einige hier durch" ;)
 

PyZahl

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ehem. Adliswil, ZH - now: LongIsland, Rocky Point,
Thomas schrieb:
Ich hatte mal ein Interview mit 3 (Bike) Fotografengemacht - da geht es etwas weniger um Hardware sondern mehr um das drumherum (Bildaufbau, vorbereitung, Tipps...)

Super! Das Interview wär mir sonst glatt entgangen - Danke für den Link.

Die Bilder hier sind wirklich erste Sahne:

Noch ein paar Knips Tips meinerseits:
a) Motivehintergrund und "Rahmen" wählen falls vorhanden, "Rahmen" ist etwas was das Bild an ein oder mehreren Seiten am Rand abgrenzt wie ein Baum, Pfahl, Felsen...

b) Eigentliches Objekt (Biker, Gesicht oder so) nie voll in der Bildmitte plazieren! Immer etwas herausgerückt -- wirkt dann viel ansprechender.
Man nennt das auch den "Goldenen Schnitt".

c) Focussieren, z.B. auf ein Auge des Bikers!

d) Blitz, ist immer gut zum Aufhellen... -- aber draussen muss es schon etwas mehr Biltz sein, und den großen schlepp ich auch nicht immer mit rum :mad:

e) Den richtige Moment zum Auslösen schonmal vorab planen...

etc...) Action und Speed Effekte, dicht ran und mitziehen, nicht zu kurze Verschlußzeit (>1/60s) -> Hintergrund verschmiert, Biker bleibt scharf!

Mit der Blende spielen (Schärfebereich) -- das geht besonders mit normalen SLR Kameras gut, alle "kleinen" und selbst die digitlalen SLR Topmodelle haben noch nicht ganz die Kleinbildfilm Diagonale von ca. 40mm und somit ist bei gleicher effektiver Brennweite (Bildausschnitt) die Objektivbrennweite kürzer und der absolute Schärfebereich (in gleicher Entfernung) deutlich größer und damit ein bewußtes unscharf stellen des Hinter/Vordergrundes nicht oder nur begrenzt möglich... d.h. selbst bei voll geöffneter Blende bekommt man ab einem gewissen Abstand überall eine scharfe Abbildung!

So, das war jetzt etwas phototechnisch, hier etwas zum Entspannen:

Man muß aber kein Berufsphotograph dazu sein, das können wir auch mit ein klein wenig Photoambitionen, siehe diesen Thread im Schweiz Forum:

http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=123402

(Tour am Eiger, Rider: uni63, Photo by PyZahl, SLR F100, Festbrennweite 50mm, auf 100ASA Diafilm)
17602dia_0156pz-med.jpeg

Mit MTBikerischen Photogrüßen,
 
A

alöx

Guest
geiles thema! werd dann gleich mal ne runde experimentieren gehn... hab leider keine spiegelreflex... naja aber meine diggi macht auch geile bilder. und manchmal entstehen durch falsche einstellungen auch sehr geile bilder... ;)
 

PyZahl

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ehem. Adliswil, ZH - now: LongIsland, Rocky Point,
Thomas schrieb:
Ich hatte mal ein Interview mit 3 (Bike) Fotografengemacht
[...]
Thomas schrieb:

Mir sind hier auf der Seite von "Friedemann" ein paar viele voll geniale Actionshots aufgefallen...

Evtl. hat sich ja schonam jemand gefragt wie man derartige effektreiche Bilder machen kann :confused: :confused: -- Also ich meine z.B. dieses hier (Klick mal drauf!!):

Bild hier:

Also ich kann nur mal vermuten wie das geht, wenn es dann nicht digital am PC gemacht wurde...:

Die nicht ganz auf des Zentrum laufenden Linien deuten auf einen "Zoomeffekt" mit anschliessendem Blitzeinsatz am Ende des Verschlußvorhanges hin. Evtl. wurde das Bild letztlich noch beschnitten, sonst müssten die "Zoomlinen" ins Zentrum laufen... oder nicht???

Es benötigt einen nicht zu hellen Hintergrund (Wald) oder sogar Grau Filter (um bei weiter offener Blende arbeiten zu können -- Schärfentiefe einschränken!!!), dann die Kamera voll abblenden.
Einen starken Blitz montieren und die Kamera auf ein Stativ setzen!!!
Nun wird es tricky...
Kamera Belichtung so auf etwas 1/30..1/8sec stellen (nur eine grobe Vermutung),
Blitzauslösung auf Ende des Belichtungsfensters setzen. (2. Verschlußvorhang oder so)

Rider abwarten, Finger am Zoom, Zoom und Kamera mit dem Rider mitziehen (schwenken + zoomen) und auslösen...

Also wie gesagt, das ist alles reine Spekulation...
:D
aber extrem :cool:
 

Grinsekater

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PyZahl schrieb:
Bild hier:
Also ich kann nur mal vermuten wie das geht, wenn es dann nicht digital am PC gemacht wurde...:

Die nicht ganz auf des Zentrum laufenden Linien deuten auf einen "Zoomeffekt" mit anschliessendem Blitzeinsatz am Ende des Verschlußvorhanges hin. Evtl. wurde das Bild letztlich noch beschnitten, sonst müssten die "Zoomlinen" ins Zentrum laufen... oder nicht???

Es benötigt einen nicht zu hellen Hintergrund (Wald) oder sogar Grau Filter (um bei weiter offener Blende arbeiten zu können -- Schärfentiefe einschränken!!!), dann die Kamera voll abblenden.
Einen starken Blitz montieren und die Kamera auf ein Stativ setzen!!!
Nun wird es tricky...
Kamera Belichtung so auf etwas 1/30..1/8sec stellen (nur eine grobe Vermutung),
Blitzauslösung auf Ende des Belichtungsfensters setzen. (2. Verschlußvorhang oder so)

Rider abwarten, Finger am Zoom, Zoom und Kamera mit dem Rider mitziehen (schwenken + zoomen) und auslösen...



Also wie gesagt, das ist alles reine Spekulation...

:D
aber extrem :cool:
stimmt soweit ich das überflogen habe alles. nur das mit dem beschnitt nicht... ;) - wenn du aus/einzoomst und gleichzeitig dem sich bewegenden objekt folgst verschiebt sich das zentrum der "radialen verwischung" (wenn ich das einfach mal so nenne ;) ) nach außen.

eine weitere möglichkeit ist die kamera auf der "lichachse" um das objektiv zu drehen. mitziehen ist auch hier pflicht.

unten hängt ein bild an das eine freundin von mit (freie fotografin) von mir genau mit diesem dreheffekt gemacht hat.
 

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Fliege

fitfu*ker
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Grinsekater schrieb:
Was bringt es noch?
Beim Biken hat man es mit sich ziemlich schnell bewegenden Objekten ;) zu zun.
Ein Beispiel: Eure Kamera zeigt euch bei einer weit geöffnete Blende 2.8 (um das obige Beispiel aufzugreifen) eine Belichtungszeit von 1/125 sec. an. Bei einer solch kurzen Belichtungsdauer wäre es höchstwarscheinlich das ihr den Fahrer "einfriert" und jegliche Dynamik aus dem Bild verschwindet. Des weiteren wird die Tiefenschärfe sehr gering was es schwieriger macht den Fahrer Scharf abzulichten). Schließt ihr nun die Blende um eine Stufe auf 5.6 halbiert ihr damit die Größe der Öffnung. Das hat zur Folge, dass ihr die Zeit verdoppeln müsst um eine korrekte Belichtung zu erreichen. Die Zeit ändert sich auf 1/60sec (jaja das ist nicht die Hälfte von 1/125sec aber die cam stellt das so ein ;) ).

Das ganze verhält sich natürlich auch umgekehrt: -> also wenn ihr zu wenig Licht habt (Wald) müsst ihr die Blende weiter öffnen (kleiner Blendenzahl) um keine Belichtungszeiten von 1sec zu haben. Sowas hält kein Mensch ruhig -> kein scharfes Bild ;).


:bier:

Im Prinzip alles richtig, aber noch ein paar Ergänzungen bzgl. Blende und Belichtungszeit:

Wenn man die Blendenzahl (= Objektivbrennweite / Blendendurchmesser) verdoppelt wird quasi die Blendenfläche, durch die das Licht durchmuss, geviertelt (von wegen Pi mal r² und so). D.h., die Belichtungszeit wird viermal so lang und nicht doppelt.

Die Belichtungszeit mit der man Bewegungen einfriert hängt von verschiedenen Faktoren ab
- erstmal natürlich die Geschwindigkeit
- die Bewegungsrichtung, quer oder auf einen zu
- den sogenannten 'Abbildungsmaßstab', d.h, wie groß ist der biker auf dem Film/ Chip. Das hängt von Brennweite und Entfernung ab.

Wenn ihr also einen Downhiller quer zur Fahrtrichtung formatfüllend einfrieren wollt, reicht wahrscheinlich 1/1000 nicht. Wenn du deine Transalpgruppe beim Bergaufschieben von vorne mit kompletten Bergmassiv aufnimmst, reicht wahrscheinlich 1/30.

Als Faustregel gilt auch noch, das der Kehrwert der Brennweite (bei Kleinbildkameras) die Grenze für Freihandschüsse ist. Wenn also beim 200er Tele das Licht für 1/200 (bzw. 1/250) nicht mehr reicht besteht die Gefahr, dass das Bild ohne Stativ verwackelt. Das hat dann nix mehr mit Dynamik zu tun

Hab leider keine Beispiele, da ich Dias mach und keinen Nerv zum scannen hab. Vielleich demnächst.

Fly
 

ehmm??

Stadtradler
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Was ist den hier aus dem Thema geworden ??

Nachtrag zur Blende. Wer absolut scharfe Bilder haben will sollte 2 Blenden runterregeln, so auf 4,0. Damit erreicht das Objektiv seine beste schärfe :)

Wie geht hr denn bei dem dunklen Wetter zu Werke ??

Und an alle mit ner A1/2, wie stellt ihr bei schlechtem Licht richtug scharf ?
 

ehmm??

Stadtradler
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Iso 800 ist schon recht grausam bei meiner A1, bis 400 gehts aber noch ;)
Ach was freu ich mich auf ne Dslr, iregendwann iregendwo, irgendwie , .....

Wo würdet ihr denn den Blitz extern hinstellen ?? wie weit weg , .....
 

Grinsekater

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ehmm?? schrieb:
Iso 800 ist schon recht grausam bei meiner A1, bis 400 gehts aber noch ;)

da lob ich mir doch analoge slr mit ECHTEM filmmaterial ;)

ehmm?? schrieb:
Wo würdet ihr denn den Blitz extern hinstellen ?? wie weit weg , .....

ausprobieren. da gibts kein rezept. kommt immer auf die örtlichen begebenheiten an und natürlich ob du sichtkontakt auf deinen externen blitz brauchst um ihn anzusteuern. du kannst das ganze natürlich auch über ttl steuern allerdings kostet allein der aufsatz für die slr schon 180euro!
 
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