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Naja, im Drehmo ist eine Feder drin die wenn man das Drehmoment des Schlüssels verstellt immer stärker vorgespannt wird. Um zu verhindern dass diese Feder ermüdet, entspannt man den Drehmo nach Gebrauch. Dann ist kaum noch Kraft auf der Feder. Wenn diese Feder ermüdet, dann drückt sie schwächer auf den Mechanismus und eingestellte 50Nm sind plötzlich nur noch 48Nm bis es klickt. Das Nicht Zurückstellen ist vermutlich mehr ein Problem wenn man ein für den jeweiligen Schlüssel hohes Drehmoment eingestellt hat, man merkt ja auch beim Verstellen des Drehmoments dass das immer schwerer geht je höher das Drehmoment einstellt. (also die Kraft beim Verstellung des Schlüssels nicht beim Anziehen der Schraube).
Bei manchen teuren Schlüsseln steht dabei, dass man diesen nicht entspannen muss, die haben halt ein paar Euro mehr investiert und belasten die Feder nicht so stark dass sie ermüdet oder haben hochwertigere Bauteile. Ich würde es trotzdem zurückstellen, wer weiss ob die davon ausgehen, dass man die teuren eher in einer richtigen Werkstatt benutzt, die das Geraffel regelmäßig zum Kalibrieren sendet. Das macht der Privatschrauber ja eher nicht.
Keine Ahnung ob man links posten darf. Aber hier sieht man wie die Feder den Auslösemechanismus vorspannt, je stärker die Feder vorgespannt wird desto später löst der Schlüssel aus. wenn die Feder erlahmt. stimmt der Schlüssel nicht mehr. Vermutlich gibt es noch weitere Funktionsprinzipien, die mehr oder weniger empfindlich sind.
 
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Ich mag wie du das so sagst aber nicht erklärst. :cooking:

@danimaniac

Auch wenn die Marketing Gurus was anderes anpreisen. Hier mal ein kleiner Auszug einer E-Mail mit dem Service eines Herstellers. Die gleiche Antwort liegt mir von einem anderen Produzenten vor.
Zitat:
Der Anwender sollte den Drehmomentschlüssel möglichst nach der Anwendung auf den untersten Wert des definierten Arbeitsbereiches zurück setzen ( Beispiel: Produktnamen entfernt 20-200 Nm, auf 20 Nm zurück setzen ). Somit entspannt sich die innenliegende Feder.
Zitat Ende
Meine eigenen Hazet Schlüssel sind schon einige Jahre alt und waren letzte Woche noch auf der Prüfbank. Ergebnis: Alle Werte entsprechen dem Zertifikat zum Zeitpunkt der Auslieferung.
 
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DMS ist für mich die Abkürzung für Dehnmessstreifen. Kann man auch einen elektronischen Drehmomentschlüssel mit bauen, aber verwirrt mich gerade in jedem Satz beim ersten Lesen...
Grundsätzlich stimme ich dir zu. Im Arbeitsleben habe ich glücklicherweise weniger mit Dehnmessstreifen zu tun, als mit Drehmomentschlüsseln. Deshalb nutzen wir es in der Abteilung eben für Werkzeug...
 
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Wenn die gesammelte Drehmo-Kompetenz einmal hier ist, was haltet ihr denn von dem Topeak Torq-Stick 2-10?

Der gefällt mir so von der Größe und Formfaktor für den unteren Nm Bereich echt gut, so für Vorbau und Lenker aus Carbon.
Hab noch einen noname mit 4-25Nm hier, der ist aber so unhandlich und groß das ich ihn nur ungern nutze.

 
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Radkumpel hat den Topeak Nano Torqbar X und den bei sich in der Firma auf Genauigkeit prüfen lassen. Lag über den Messbereich nur wenige Prozent daneben und zeigte konsequent leicht zu viel an.
Wie das mit der Zeit wird, ist natürlich eine andere Frage.
Hab selbst einen Nano Torqbar mit fixen 5 Nm. Der ist verglichen mit meinen beiden Werkstatt Drehmos auch recht genau, aber das "Klick" ist dermaßen leise, dass das auf Tour schon einer sehr stillen Umgebung bedarf.
 
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Wenn die gesammelte Drehmo-Kompetenz einmal hier ist, was haltet ihr denn von dem Topeak Torq-Stick 2-10?

Der gefällt mir so von der Größe und Formfaktor für den unteren Nm Bereich echt gut, so für Vorbau und Lenker aus Carbon.
Hab noch einen noname mit 4-25Nm hier, der ist aber so unhandlich und groß das ich ihn nur ungern nutze.

Ich denke du machst nichts falsch. Wenn du ihn hast und viel Vertrauen aufbringst, kann ich dir gerne die echten Messwerte liefern. Dafür benötige ich das gute Stück allerdings in der Firma.
 
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Bei manchen teuren Schlüsseln steht dabei, dass man diesen nicht entspannen muss, die haben halt ein paar Euro mehr investiert und belasten die Feder nicht so stark
Die Drehmomentschlüssel wo das expliziet dabei steht haben keine Feder. Kenne die aber nur von Hazet. Waren auch nur Erfahrungswerte die durch überprüfen nicht entspannter Schlüssel entstanden sind was ich gepostet habe und das es überbewertet ist. Muss e jeder machen wie er es für richtig hält bei meiner Alterskurzsichtigkeit und den kleinen Zahlen auf den Schlüssel ist die Gefahr größer das ich den Wert falsch einstelle als das er in 10 Jahren um einen halben NM falsch geht. Aber wer entspannt die Federn bei Autoventilen? Die halten auch ewig die Spannung.
 

6-6-7

tot is nebenan
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Hier mein Werkzeug :p:

20220203_185110.jpg
 
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Die werden in 5 Minuten öfter entspannt und gespannt wie ein Drehmomentschlüssel von einen Hobby Schrauber in 60 Jahren. Aber definier uns mal älter.
40-60 Jahre. Und dabei sind diese Federn so ausgelegt, dass der Arbeitsbereich nur einen gewissen Anteil von der nicht vorgespannten Federlänge einnimmt um eben die Feder möglichst nicht zu schädigen.
 
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Aber wer entspannt die Federn bei Autoventilen? Die halten auch ewig die Spannung.
Die Hauptarbeit leistet der Luftdruck im Reifen indem das Ventil in den Dichtsitz gepresst wird.
Die Feder brauchts nur damit der Ventilkern nicht in den Reifen fällt.

Oder habe ich da was falsch verstanden?
Die werden in 5 Minuten öfter entspannt und gespannt wie ein Drehmomentschlüssel von einen Hobby Schrauber in 60 Jahren. Aber definier uns mal älter.
40-60 Jahre. Und dabei sind diese Federn so ausgelegt, dass der Arbeitsbereich nur einen gewissen Anteil von der nicht vorgespannten Federlänge einnimmt um eben die Feder möglichst nicht zu schädigen.
Ihr redet jetzt aber von den Fahrwerksfedern, oder?
 
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Gemeint war der Ventiltrieb am Motor. Dort herrschen aber ganz andere Bedingungen als am Drehmomentschlüssel. Die Federn dort sind thermisch deutlich höher belastet, was Relaxation begünstigt.
(Ja, ich stell meinen Wera Drehmomentschlüssel auch auf das niedrigste Skalenende wenn ich ihn lagere aber falls ich das mal vergesse ist das Teil nachher auch nicht gleich unbrauchbar ungenau)
 

Dr_Ink

The baldy man.
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Naja, im Drehmo ist eine Feder drin die wenn man das Drehmoment des Schlüssels verstellt immer stärker vorgespannt wird. Um zu verhindern dass diese Feder ermüdet, entspannt man den Drehmo nach Gebrauch. Dann ist kaum noch Kraft auf der Feder. Wenn diese Feder ermüdet, dann drückt sie schwächer auf den Mechanismus und eingestellte 50Nm sind plötzlich nur noch 48Nm bis es klickt. Das Nicht Zurückstellen ist vermutlich mehr ein Problem wenn man ein für den jeweiligen Schlüssel hohes Drehmoment eingestellt hat, man merkt ja auch beim Verstellen des Drehmoments dass das immer schwerer geht je höher das Drehmoment einstellt. (also die Kraft beim Verstellung des Schlüssels nicht beim Anziehen der Schraube).
Bei manchen teuren Schlüsseln steht dabei, dass man diesen nicht entspannen muss, die haben halt ein paar Euro mehr investiert und belasten die Feder nicht so stark dass sie ermüdet oder haben hochwertigere Bauteile. Ich würde es trotzdem zurückstellen, wer weiss ob die davon ausgehen, dass man die teuren eher in einer richtigen Werkstatt benutzt, die das Geraffel regelmäßig zum Kalibrieren sendet. Das macht der Privatschrauber ja eher nicht.
Keine Ahnung ob man links posten darf. Aber hier sieht man wie die Feder den Auslösemechanismus vorspannt, je stärker die Feder vorgespannt wird desto später löst der Schlüssel aus. wenn die Feder erlahmt. stimmt der Schlüssel nicht mehr. Vermutlich gibt es noch weitere Funktionsprinzipien, die mehr oder weniger empfindlich sind.
Gemeldet, wegen Erklärung :troll:
 
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Da ich im Freundeskreis immer die Reparaturen durchführen muss hab ich mir mal eine Kontroll und Richtlehre fürs schaltauge zugelegt. Außerdem ist ein neuer Montageständer dazugekommen.
 

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